Happy, but not with the size

Cordrock in der Farbe Tabak von Happysize

Online ordern

Online- und Katalogbestellungen haben so ihre Vor- und Nachteile. Die Vorteile liegen sicherlich darin, dass die Sachen zu Hause vor dem eigenen Spiegel anprobiert und mit anderen, eigenen Sachen kombiniert werden könne, bevor eine Kaufentscheidung fällt. Außerdem bleiben dem Käufer Menschenmassen in der City erspart. Manch einer hat vielleicht auch gar keine City in der Nähe und freut sich, darüber eine größere Auswahl als vor Ort zu haben. Soweit so gut.

Nachteile an Online- und Katalogbestellungen sind für mich ganz wesentlich, dass ich die Sachen nicht anfassen kann und mein Vorstellungsvermögen bei der zweidimensionalen Darstellung enorm gefragt ist. Da helfen mir auf Papier gedruckte Kataloge übrigens noch besser als Onlineseiten. Ich empfinde die Bilder in der Regel dort als Größer und kann Details besser betrachten. Da mein Vorstellungsvermögen am Ende doch ganz gut ausgeprägt ist, komme ich mit diesem Nachteil gut klar.

Neben den genannten Tücken rege ich mich gerade enorm über die falschen Größenangaben einiger Hersteller auf. Ich verwende bewusst das Wort falsch und nicht schwer verstehbar, unterschiedlich, variabel oder ähnliche schwammige Worte. Wenn ich auf einer Internetseite Maßtabellen mit konkreten Angaben in cm finde, ich mich genau vermesse und dann die ermittelte Größe von vorne bis hinten nicht passt, ist das nur eins: falsch. Das liegt dann nicht an Unregelmäßigkeiten in meiner Figur, z.B. das der Busen im Verhältnis größer ist als der Rest, sondern es werden schlichtweg falsche Größen ermittelt.

Konkretes Beispiel: Happysize

Am Wochenende kam der Happsize-Katalog von mit neuer Herbstmode. Den habe ich durchgeblättert und einige interessante Sachen gefunden. Mit gefielen dieser Cordrock, Strech-Hose und Jersey-Bluse. Um sicherzustellen, dass ich möglichst die passende Größe bestelle, habe ich einen Blick auf die Größentabelle geworfen und ich liege demnach ganz eindeutig bei Größe 50. Eher Anfang der Abmessungen zur Größe 50 als am Ende, aber 48 soll eindeutig zu knapp sein. Nun weiß ich aus meiner Erfahrung mit Bestellungen vor einigen Jahren bei der Fima, dass die Sachen für mein Gefühl recht groß ausfallen. Da ich aber seit Jahren dort nichts mehr bestellt habe, wollte ich mich eigentlich auf die Tabelle verlassen. Es ist aber so, dass ich ansonsten Größe 46, allerhöchsten 48 (nur 1 Hose) trage. Nur von H&M habe ich eine Bluse in Größe 50 und die fällt eher wie 44/46 aus. Ich war also etwas erstaunt.

Im Geschäft probiere ich oft zwei Größen an um sicherzugehen, dass ich die optimale Passform habe.  Deshalb mach ich auch Auswahlbestellungen bei Versand, um Nachbestellungen mit für mich dann erneut anfallenden Versandkosten zu vermeiden. Weil ich jetzt so verunsichert war und in jedem Fall durch die Auswahlbestellung Retouren anfallen würden, habe ich mir erlaubt, drei Größen bei zwei Teilen zu ordern. Dabei hatte ich zwar ein schlechtes Gewissen – wusste hinterher aber genau, warum ich das gemacht habe.

Ende vom Lied

Die Jersey-Bluse ist selbst in Größe 44/46 viel zu groß. Die Schultern sind zu breit, die Ärmel zu lang, insgesamt zu weit – schlichtweg zu groß. In sich könnte die Bluse in Größe 40/42 passen, obwohl die Tabelle 50 ergeben hat. Das werde ich jetzt aber nicht mehr Testen, weil ich nicht erneut EUR 5,95 Versandkosten bezahlen möchte und mir zusätzlich die Knöpfe nicht gefallen haben. Aber das mit den Knöpfen ist hier jetzt nebensächlich.

Die Hose ist in Größe 46 noch so viel zu groß, dass ich sie ohne zu öffnen über meine breiten Hüften ziehen könnte. Sie hängt im Schritt, am Po und schlabbert um die Beine. Das ist bei einer Stretch-Hose in Slim-Fit-Form sicher nicht so gedacht. Ich vermute, dass Größe 44 bequem passt und ich Größe 42 reinkäme, wenn ich sehr knackig mögen würde. Es gehen also alle drei zurück.

Der Rock darf in Größe 46 bei mir bleiben. Auf dem Foto oben ist er etwas schmaler gefaltet, damit es schöner aussieht. Er würde garantiert auch in 44 passen und in 42 auch noch zu gehen. Er sitzt sehr locker auf den Hüften und ich nutze den Stretch-Effekt nicht aus. Im Laden hätte ich mit Sicherheit 44 noch anprobiert, um ganz sicher zu sein, die richtige Größe zu haben. Da ich meine Vorliebe für eher zu große als zu kleine Sachen kenne, habe ich ihn jetzt in 46 behalten. In die empfohlene 50 hätte noch jemand mit rein gepasst.

Dafür ist er sehr bequem und ermöglicht riesige Schritte. Er sitzt trotz des Hüftschnitts so gut, dass ich ihn sogar mit einer Bluse oder Shirt in den Bund gesteckt tragen könnte, was ich sonst nie mache. Auf die Idee bin ich beim Ansehen einer Folge GIRLS gekommen, der bei der Hannah das macht (obwohl sie wirklich keine Stylista ist …). Der Rock hat den Vorteil, das ich mit ihm auch meine wenigen kürzeren Cardigans und Blazer kombinieren kann, die für einige Hosen eine Nuance zu kurz sind.

Das kann’s nicht sein, oder?

Happysize ist hier nur ein Beispiel, das ich aus aktuellem Anlass genommen habe. Andere sind nicht besser. Von H&M trage ich Tuniken aus der normalen Kollektion in 44, die genannte Bluse aus der Plus-Kollektion in 50. Bei dem Outfit auf den Fotos vom letzten Winter trage ich von Lands’ End eine Hose in 44 und Jacke in XXL=52/54. Bei Boden brauche ich laut Tabelle 48 wegen Busen + Taille, für die Hüfte würde 46 reichen. In der Realität passen mir bei Boden Kleider und Jacken in 46 oder gar nicht. 48 hat immer zu breite Schultern, zu weite Ärmellöcher und ist am Busen zu weit.

Ich wage ich noch nicht mal davon zu träumen, dass Anbieter sich auf feste Maße zu den Größen einigen. Ich kann damit leben zu wissen, dass H&M fällt klein ausfällt, Zara winzig, Lands‘ End bei Hosen groß, s.Oliver ebenso. Was ich jedoch von den Bekleidungsanbietern erwarte ist, dass die jeweils von ihnen selbst veröffentlichten Angaben in den Größentabellen zu den Teilen in ihrem Katalog passen – zur Not einzeln für jedes Bekleidungsstück.

Dann würde auch Onlineshopping mehr Lust als Frust bringen!

Modetrend 2012: Blumenmuster

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Neben der Farbe Gelb wird ein großer Trend im Frühling und Sommer 2012 das Blumenmuster. In den vergangenen Jahren waren es eher kleine Streublümchen – sogenannte Millefleurs. In dieser Saison sind die einzelnen Blumen im Muster eher handtellergroß.

Damit die Blumenmuster passend an Ihnen aussehen, ist mein Tipp:

Ein einzelnes Musterelement (hier eine Blüte) sollte nicht größer als Ihre sichtbare Gesichtsfläche sein. Wenn es größer ist, geht das Muster mit Ihnen spazieren und nicht Sie mit der Kleidung. Das Bauerngartenmuster der Tunika passt in der Mustergröße genau zu dem Model auf dem Foto.

Tunika aus Leinen von Boden - Das Foto wurde mir freundlicherweise von Boden zur Nutzung im Blog Mode & Stil zur Verfügung gestellt. Danke!

Tunika aus Leinen von Boden – Das Foto wurde mir freundlicherweise von Boden zur Nutzung im Blog Mode & Stil zur Verfügung gestellt. Danke!

Diese zeitgemäße Tunika mit geschlitztem Ausschnitt aus Leinen von Boden (Werbung) vereint beide Modetrends. Der Stoff fühlt sich weich an und das Sonnenblumengelb ist etwas gedeckter, als es auf dem Foto im Onlineshop wirkt – eher so wie auf dem Foto hier im Artikel. Ich hatte sie mir bestellt und sie gefällt mir. Leider liege ich bei der Oberweite zwischen zwei Größen, so dass ich sie zurücksenden werde.

Mögen Sie große Blumenmuster?

Schicke neue Kleider bei Boden

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… denen ich nicht widerstehen konnte! Ich hatte Glück – meine Wunschfarbe und Größe war lieferbar und jetzt gehört dieses schöne Kleid mir:

Bodendirect_Laessiges_Kleid_Samt_201108015, Bild mit Genehmigung von der Webseite www.bodendirect.de

Samtkleid von Boden in Braun – zu bestellen unter www.bodendirect.de

Im Katalog und Online unter www.bodendirect.de (Werbung) heißt es “Lässiges Kleid”. Das kann ich insofern bestätigen, als dass es sich ganz unkompliziert trägt. Dienstag geliefert – Mittwoch, Donnerstagabend und Freitag gleich getragen, Samstag in der Maschine gewaschen – vom Liebsten etwas überbügeln lassen – und schon ist es wieder bereit für den nächsten Einsatz! Das werde ich bestimmt im Herbst und Winter viel tragen. Jetzt noch ohne Jacke und im Winter dann mit Schal und Mantel. Da freue ich mich drauf! Ich liebe es, mit einem Kleidungsstück angezogen zu sein.

Es gibt seit kurzem übrigens auch einige Kleider in Kurzgröße (“PETITE”) bei Boden, allerdings leider nur bis ca. Größe 40. Ich hoffe, dass diese Längenvariation auf das volle Größensegment ausgedehnt wird – dann werde ich da Kleider-Stammkundin. Langgrößen gibt es dort schon für viele Kleider auch bis ans Ende der Größenskala. Die Sachen in “LANG” sind übrigens wirklich lang! Große Frauen werden Ihre Freude daran haben.

P.S.: Das Foto wurde mir freundlicherweise von Boden zur Nutzung in diesem Blog zur Verfügung gestellt. Danke!