Das Lügenhaus & Einsiedlerkrebse

Werbung zum Lesen: Die Lügenhaus-Serie

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Das Lügenhaus: Roman (Die Lügenhaus-Serie, Band 1) (Affiliate-Link)
von Anne B. Ragde

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Einsiedlerkrebse: Roman (Die Lügenhaus-Serie, Band 2) (Affiliate-Link)
von Anne B. Ragde

Geliebte Struktur hin oder her – manchmal geraten mir auch mal Dinge durcheinander. Im Herbst wurde mir von Amazon das Buch Sonntags in Trondheim von Anne B. Radge empfohlen. Ich kaufte es, las es auf dem Kindle und es gefiel mir. Erst spät beim Lesen wurde mir klar, dass es Band 4 einer Reihe ist, der sogenannten Lügenhaus-Serie.

Über das Bloggerportal von Random House (Werbung) habe ich dann die Einsiedlerkrebse als Rezensionsexemplar erhalten. Ich dachte ganz freudig-naiv, dass es Band 5 sein müsse, weil es mir neu erschien und der Teasertext dazu passte. Ein Blick aufs Erscheinungsdatum hätte helfen können … – es ist Band 2 … Nun gut, dann lese ich die Bücher halt kreuz und quer durcheinander und springe in den Lebensgeschichten hin und her. Ist das bei Star Treck nicht auch so? Nicht, dass ich das sehen würde …

Das Lügenhaus

… ist ein Bauernhof in der Nähe von Trondheim in Norwegen. Hofeigentümerin Anna liegt im Sterben und die verstreute Familie kommt zusammen. Anna hat drei Söhne, Tor, Margido und Erlend, von denen sie nur Tor guten Kontakt hat. Die anderen beiden haben den Hof vor vielen Jahren aus verschiedenen guten Gründen im Streit verlassen.

Tors uneheliche Tochter Torrun lernt ihre Familie väterlicherseits durch Annas Ableben auf schräge Weise kennen. In Band 1 Das Lügenhaus (Rezensionsexemplar) wird die ganze Familie eingeführt am Ende steht die Frage, ob sie zusammenführbar ist und wie es weiter gehen soll. Es gibt eine Überraschung, die in den nächsten Bänden aufgearbeitet wird.

Einsiedlerkrebse

In Band 2 Einsiedlerkrebse (Rezensionsexemplar) stehen Tor, Margido und Erlend im Vordergrund. Die Last des Nicht-Miteinander-Redens wiegt schwer, weil Gedanken so schwer zu lesen sind. Unausgesprochene Erwartungen sind zu erfüllen und immer wieder Entscheidungen über das weitere Bestehen des Bauernhofs der Familie zu treffen. Alle versuchen, ihr Leben in den Griff zu bekommen.

Derzeitiger Hofbetreiber Tor versucht, seiner Tochter Torrun die Übernahme des maroden Hofs schmackhaft zu machen. Allerdings könnte man das deutlich charmanter tun. Bestatter Margido möchte sein Leben möglichst unverändert weiter leben und entzieht sich einiger Verantwortung für den Hof. Unerwartete Gefühle verwirren ihn auf seinem Weg.

Erlend lebt in Kopenhagen mit seinem Partner Krumme und hat ebenso andere Gedanken: Die beiden planen Nachwuchs im Doppelpack mit dem lesbischen Pärchen Jytte und Lizzi.  Kann das alles gut gehen? Um das herauszufinden, habe ich ein Wochenende auf dem Sofa ins Buch eingetaucht verbracht und kenne nun die Antwort!

Fazit

Trotz der trüben Stimmung, Trauer, Verfall und verkrampfter Beziehungen sind es fesselnde Bücher mit Momenten zum Lächeln. Ich habe sofort nach dem Lesen der ersten beiden Bücher Band 3 Hitzewelle gekauft und ebenso verschlungen. Band 4 Sonntags in Trondheim habe ich zum Abschluss dann nochmal schnell gelesen und dabei mehr verstanden. Ich empfehle also durchaus lieber die Lektüre in der richtigen Reihenfolge …

Kennst Du die Lügenhaus-Serie? Welche Serie kannst Du empfehlen?

Buchreview: How To Be Parisian wherever you are

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How To Be Parisian wherever you are: Liebe, Stil und Lässigkeit à la française - Deutsche Ausgabe (Affiliate Link) von Anne Berest, Audrey Diwan, Caroline de Maigret, Sophie Mas – Deutsch von Carolin Müller

Ich gestehe hier über etwas zu schreiben, von dem ich keine Ahnung habe. Ich kenne nur den Mythos der Pariserin, aber um genau den geht es hier. Man muss nicht Pariserin sein, um deren Lebensstil zu pflegen. Und sicherlich passt nicht jede Pariserin zu den teilweisen Klischees. Da gehen beim Hamburger Chic (Rezensionsexemplar) und Berliner Stil die Meinungen ja auch bereits auseinander … wobei ich die Hamburger Arroganz durchaus schätze …

Laissez-faire jetzt!

Warum schreibe ich trotzdem darüber? Weil ich das Buch gerne gelesen habe. Es ist kein Fashionguide wie Paris in Style von Isabelle Thomas und Frédérique Veysset oder Pariser Chic (Rezensionsexemplar) von Inès de la Fressange und Sophie Gachet. Es nimmt mit in die persönliche Welt der vier Pariser Autorinnen und schafft schon beim Lesen entspannte Stimmung.

Um das Ziel zu erreichen, sich nie anmerken zu lassen, dass man sich Mühe gibt, geben sich die Pariserinnen offensichtlich viel Mühe, denn “Alles sollte leicht und unangestrengt wirken.” (Seite 17) Mich erinnert es an meinen geliebten High Class Leger Chic.

Sind wir nicht alle ein bisschen Pariserin?

Ines Meyrose im Oktober 1987 in Paris

Die Vorliebe der Autorinnen für Jeans, weiße Blusen und obligatorischen Kaschmirpullover teilen viele von uns. Flache Männerschuhe (Seite 105) sind immer in meinem Repertoire. Die Vorliebe für schwarze Komplettlooks (Seite 121) ist seit Anfang der 2000er bei mir vorüber, aber die Kombination mit Dunkelblau (Seite 126) ist auch in Deutschland immer beliebter.

Auf dem Foto seht Ihr mich im Herbst 1987 auf der bisher einzigen Reise nach Paris. Wenn man mal von den weißen Socken absieht, sind Trench, Rucksack und zu kurze Hosen auch heute wieder in. So viel zum Thema alles kommt wieder :) .

Lieblingssätze

Aus der Rubrik “Was man nie im Schrank einer Pariserin finden wird” (Seite 22)

  • “Halbhohe Absätze – wozu halbe Sachen?”
  • “Fake-Designertaschen. Das ist wie mit falschen Brüsten, Deine Komplexe wirst Du nicht durch Vortäuschen los.”

Besonders schön finde ich auch den Satz, dass Parisinnen nach einer Grundregel leben, dass man sich über das Gesicht freuen solle, was man heute hat. Es sei das, was man sich in zehn Jahren zurückwünschen würde. (Seite 139) Ein Freud’scher Verleser hat mich Gewicht lesen lassen und dabei ist es nicht anders … An den Lieblingssätzen ist die lockere, klare Sprache deutlich zu erkennen, die das Lesen so leicht macht. Der Weg zu mehr Annahme des Selbst im Jetzt und des um sich Kümmerns würde auch viele deutsche Frauen zufriedener machen.

Fazit

Ein hochwertig aufgemachtes Buch über Frauen und das Leben. Rezensentin Plum Sykes wird auf dem Cover zitiert, dass sie sich beim Lesen viel eleganter und charmanter gefühlt habe, wie eine echte Pariserin. Das beschreibt genau das Gefühl, das auch in mir entstand. Die Autorinnen geben für die Dauer der Lektüre ihren Leserinnen das Gefühl, ihre Freundinnen zu sein und im gleichen Leben zu spielen. Die Fotos ziehen den Betrachter mit ins Bild. Eine kurzweilige Alltagsflucht, die mich auf ein paar gute Ideen gebracht hat.

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Das Buch ist beim btb Verlag (Werbung) direkt bestellbar, es wurde mir von der Verlagsgruppe Random House (Werbung) als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder. Der Beitrag enthält Affiliate-Links.

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