Buchvorstellung: Helvetische Errungenschaften

Werbung zum Lesen

(Affiliate Link auf dem Cover)
Helvetische Errungenschaften (Affiliate Link)
Herausgegeben von Paul Schneeberger im Verlag Neue Zürcher Zeitung

Vielleicht fragt Ihr Euch, warum ich als Norddeutsche Euch ein Buch mit helvetischen Errungenschaften vorstelle? Ganz einfach: Mich interessiert die Geschichte von Erfindungen, die im Alltag Anwendung finden. Außerdem lebt meine älteste Freundin seit 2004 in Zürich und ich hatte mehrfach bei ihr eine schöne Zeit dort, in der mein Interesse für besondere Dinge aus der Schweiz geweckt wurde.

In dem Buch werden 25 Erfindungen mit Schweizer Wurzeln mit ihrer Geschichte und Besonderheiten vorgestellt. Die Artikel sind von 2005 und 2007 in der Serie Helvetische Errungenschaften in der Neuen Zürcher Zeitung erschienen und werden in dem Buch als Auswahl aus der Serie präsentiert. Es geht um Produkte, die in der Schweiz entwickelt, geschaffen, wesentlich verfeinert oder mindestens perfektioniert wurden. Dazu gehört sogar das World Wide Web – das wusste ich beispielsweise nicht.

Vom Bundesordner, dem Dampfbügeleisen von Jura (ja, die mit dem Kaffeemaschinen), dem Ententanz (peinlich, ich habe die LP), dem Kaba-Schloss über den Robidog bis zum WWW sind spannende Geschichten über Alltagsgegenstände dabei, die wir alle meistens als viel zu selbstverständlich ansehen. Beim Lesen erfahrt Ihr dann auch, was es mit Cover-Keks auf sich hat.

Für die Schweizer Modebücher (Rezensionsexemplare) , die ich Euch im Blog schon vorgestellt habe, habe ich eigens ein kleines Glossar für Begriffe angelegt, die ich bis dato nicht kannte. Beim Lesen von Helvetische Errungenschaften (Affiliate Link) war das für mich nicht notwendig.

Fazit

Interessante Artikel für interessierte Leser_innen.
___
Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop bei NZZ Libro (Werbung) in der Schweiz zu bestellen. Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder.

Buchreview: Mode lesen – Stile und Trends erkennen und verstehen

Werbung zum Lesen

(Affiliate Link)
Mode lesen: Stile und Trends erkennen und verstehen (Affiliate Link) von Fiona Ffoulkes

Fiona Ffoulkes gibt in Mode lesen eine umfassende Einführung in die Modegeschichte. In dem vollständig bebilderten Buch in hochwertiger Aufmachung werden Fotos von Modeentwürfen aus dem letzten 200 Jahren aktuellen Stücken gegenüber gestellt. Kurze Hintergründe zu Intentionen der Designern erleichtern das Erkennen der Bezüge in den aktuellen Entwürfen.

Erkenntnis: Manch ein Entwurf ist nicht so neu, wie er wirkt …

Über Klassiker wie kleine Schwarzen, Hosenanzüge für Frauen und Lederjacken für coole Typen gibt die Autorin auch kleine Details preis, die einigen Leser_innen vielleicht vorher nicht bekannt waren – z.B. woher die Chanel-Tasche 2.55 ihren Namen hat.

Fazit

Ein schönes Buch für modeinteressierte Frauen und Männer, die Lust haben, sich mit dem Entstehen von Modetrends zu befassen: kurzweilige Lektüre und Bildergucken auf 256 Seiten.

Kleiner Kritikpunkt: Ein wenig fehlt mir der Ausblick in die Zukunft, da ich es das dem Titel nach auch erwartet hatte. Trotzdem finde ich das Buch unter dem Strich sehr gelungen.
___
Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop beim Haupt Verlag (Werbung) in der Schweiz zu bestellen. Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Buchreview: Fotografie für Journalisten

Werbung zum Lesen

(Affiliate Link auf dem Cover)
Fotografie für Journalisten: Mit Tipps für Blogger und Onlinejournalisten. Randvoll mit Praxisbeispielen. Technik, Gestaltung, Verwertung u.v.m (Affiliate Link)
von Kay-Christian Heine

Zielgruppe sind laut Kay-Christian Heine Journalisten, die neben dem Schreiben auch “lernen möchten, ihre Texte mit eigenen guten Fotos zu ergänzen”. Für Blogger und Onlinejournalisten ist sind die Informationen über Aufbereitung und Veröffentlichung von Fotos im Internet gedacht.

Mich hat das Buch interessiert, weil ich regelmäßig Fotos in meinem Blogs veröffentliche und auch für Artikel von mir in Zeitschriften gelegentlich Fotos zur Verfügung stelle. Nun bin ich weder Journalistin (nur Gerne-Schreiberin, Co-Fachbuchautorin und Bloggerin) noch Fotografie-Anfängerin (Spiegelreflexkamera und Dunkelkammer im Keller seit Grundschultagen). Gespannt war ich auf die Besonderheiten & Tipps zur Fotografie in diesem Bereich.

Fotografie für Journalisten ist einfach und verständlich geschrieben und beginnt wirklich bei den Anfängen. Es wird z.B. erklärt, was Blenden und Belichtungszeiten sind und wie Fotos entstehen. Bei weiteren Fachbegriffen kann ich nicht beurteilen, ob Einsteiger abgehängt werden oder sie verstehen.

Heine gibt wertvolle Tipps für den Bildaufbau, die über die Drittelregel hinaus gehen. Beispielbilder zeigen positive und negative Bildgestaltungen in Komposition und Farben. Auch zur Motivwahl gibt es konkrete Beispiele, die detailliert ausgewertet werden.
Heine: “Die Fotos macht der Mensch, nicht die Kamera”. Ja – entscheidend ist, sich mit der Fotografie zu beschäftigen – teure Ausrüstung hilft nicht, wenn Ihr sie nicht bedienen könnt.

Das Kapitel zur Bildbearbeitung finde ich eher schwierig. Das Thema Bildbearbeitung ist mein eigener Schwachpunkt und die Lektüre hat mich auch nicht weiter gebracht. Seine Beispielfotos illustrieren zwar die Veränderungen durch die Bearbeitung – nur die technische Umsetzung im Grafikprogramm ist für mich der komplizierte Teil. Zur Bildbearbeitung schließe ich mich dem Autor in einem Punkt ganz klar an:

Wer gleich beim Abdrücken ein gutes Foto macht, spart sich die Bearbeitung.

Informativ ist das Kapitel zu rechtlichen Fragen wie Nutzungsrechten. Besonders wertvoll sind aus meiner Sicht dabei auch Hinweise auf Links zu Musterverträgen.

In einem Punkt ist der Autor etwas illusorisch: Er empfiehlt mehrfach ausdrücklich, eine Vertrauensbeziehung zu der zu fotografieren Person aufzubauen und dafür mindestens eine Stunde einzuplanen, bevor der Auslöser betätigt wird. Das ist leider aus meiner Praxiserfahrung völlig unrealistisch. Ich wünsche mir das auch anders – leider fehlt es aber einfach an der Zeit.

Ich bin selbst schon mehrfach im journalistischen Kontext von Profis fotografiert worden und habe mich dabei überrumpelt gefühlt. Aber leider ist für Fotografen und Interviewpersonen meisten einfach Zeit = Geld und beides knapp.

Fazit

Das Buch bietet viele kleine Tipps, die in der Praxis wertvoll sind – bei mir wieder mal an den Klebezetteln zu erkennen. Leider werden viele Aspekte nur kurz angerissen – was bei der geringen Seitenanzahl auch kaum anders möglich ist. Wer sich nach dem Lesen tiefer mit dem Thema Fotografieren beschäftigen möchte, wird weitere Bücher brauchen. Oder noch viel besser: Einen Praxiskurs belegen.

Fachbücher sind wegen geringer Auflage hochpreisiger als Belletristik – EUR 24,90 finde ich für 196 Seiten hier allerdings etwas viel. Mit EUR 5,00 weniger würde ich den Preis dem Inhalt gegenüber für angemessener halten.

___
Das Buch wurde mir vom Verlag O’REILLY (Werbung) als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder.

Buchreview: Das Twitter-Buch

Werbung zum Lesen

Nachtrag: Vorstellung der 3. Auflage: #TwitterBuch im Mai 2013
___

(Affiliate Link auf dem Cover)
Das Twitter-Buch (Affiliate Link)
von Tim O’Reilly und Sarah Milstein
mit Volker Bombien, Corina Pahrmann & Nathalie Pelz

1996

Auf einer großen Präsentation für Journalisten höre ich zum ersten Mal vom WWW. Meine Gedanken dazu: Boah ist das kompliziert und überflüssig – das braucht die Welt nicht. Ich habe den Chefredakteur der Logistik-Fachzeitschrift, für die ich Assistentin war, erfolgreich davon überzeugt, dass wir darüber definitiv nichts schreiben brauchen. Nun gut – heute gehöre ich zu denen, die ohne WWW sich das Leben nicht mehr denken können und Aufträge hätte ich vermutlich auch keine. Also: Diesen Fehler will ich nicht wieder machen!

2006

Twitter-Gründung

2009

Ich erfahre zum ersten Mal von der Existenz Twitters durch einen Artikel im Harvard Business Manager. Gespräch mit meinem Liebsten – der den ganzen Tag von Nerds und Geeks umgeben ist – dazu:
Ich: Weißt Du was Twitter ist?
Er: Ja.
Ich: Brauche ich das? Soll ich einen Account einrichten, um einen coolen Nutzernamen zu ergattern, auch wenn ich es vielleicht nicht sofort nutzen will?
Er: Das braucht die Welt nicht. Ich sehe da keinen Anwendungsfall für Dich, weder jetzt noch irgendwann.

Kurze Zeit später – ein Bekannter hat seinen coolen Twitter-Nutzernamen im XING-Profil eingetragen:
Ich: tw hat einen Twitter-Account. Brauche ich das wirklich nicht?
Er: Definitiv nicht.

2011

Ich habe meine Meinung geändert und einen Twitter-Account eingerichtet. Vorerst allerdings nur, um dabei zu sein, falls jemand auf Twitter etwas von mir möchte. Ein Passiv-Konto sozusagen. Mein Wunschname war weg und ich sauer auf den Liebsten für seinen Rat sowie auf mich, dass ich danach gehandelt habe.

2012

Ich beginne Twitter reichlich zu nutzen, weil ich merke, dass ich damit Leser für meine beiden Blogs gewinne. Twitter ist für mich Marketinginstrument. Außerdem merke ich, dass mir twittern zunehmend Spaß macht.
Ich: Darf ich diese Kurzgeschichte im Blog schreiben?
Er: Ja, wenn Du dazu schreibst, dass ich Twitter immer noch für unnützen Datenmüll halte.
Ich: Für mich ist Twitter sogar eine Möglichkeit über Nachrichten informiert zu sein, die mich im Fernsehen oder Print nicht interessieren.

Und jetzt endlich zum Twitter-Buch

Die Menge der Klebezettel sagt schon aus, dass ich mit dem Buch etwas anfangen kann. Die Autoren bringen das Thema kurz, knapp, gut verständlich & lesbar auf den Punkt. Schön finde ich in der 2. Auflage 2011 (die mir vorliegt), dass auch deutsche Bezüge enthalten sind. Meinem Kenntnisstand nach ist das Buch im Wesentlichen auch im August 2012 noch aktuell – im Social Web nicht selbstverständlich. Nur der Teil über Retweets sieht bei mir in der Praxis leicht anders aus. Für Einsteiger ist der Teil jedoch auch im Buch nicht irreführend – es ist nur einfacher geworden.

Alle wichtigen Gimmicks werden erklärt, positive und negative Beispieltweets illustrieren den Inhalt. Vor Fallen und ungewünschten negativen Folgen wird konkret gewarnt und aufgezeigt, wie man gerade als Anfänger Klippen umschifft. Ich wünsche mir, dass ich das Buch vor Einrichtung meines Accounts gelesen hätte – dann hätte ich z.B. einen kürzeren Namen gewählt.

Ich nutze Twitter seit einiger Zeit als interessierte Anwenderin und habe durch die Lektüre noch Features von Twitter entdeckt, von deren Existenz ich keine Ahnung hatte – die jedoch wertvoll für die berufliche Nutzung sind, z.B. die Möglichkeit von Umfragen.

Kleiner Kritikpunkt: Es gibt im Buch diverse Kapitelverweise. Leider ist den Seiten nur durch farbliche Kennzeichnung das aktuelle Kapitel zu entnehmen, so dass der Leser ins Inhaltsverzeichnis blättern muss, um zu sehen: Kommt das noch oder war ich da schon?

Fazit

Erst das Twitter-Buch lesen – dann Account einrichten – etwas beobachten – selbst twittern – Spaß haben!

___
Das Buch wurde mir vom Verlag O’REILLY (Werbung) als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder.

Gelesen: Fix und Fourty

Werbung zum Lesen

(Affiliate Link auf dem Cover)
Fix und forty: Roman (Affiliate Link) von Rhoda Janzen

Ich liebe meinen Kindle – das Lesen ist damit so angenehm: Kein Aufhalten den Buchs mit dem Daumen, in jeder Lage bequem zu halten, Schriftstil und Größe nach Geschmack. In den letzten Monaten gibt es auch erfreulich viele Bücher für den Kindle. Bei meinem Start im Dezember war das Angebot in Teilen noch etwas mau. Cool finde ich, dass inzwischen auch Vorbestellungen für Kindle-E-Books bei Amazon möglich sind. Am Erscheinungstag des E-Books – ist manchmal einige Wochen nach der Papierausgabe – wird das Buch auf den Kindle gesendet und ist dann sofort lesebereit. Leseproben gibt es allerdings leider auch erst ab dem Tag und nicht vorab. Und so kommen wir zu Fix und Forty: Das war meine erste Kindle-Vorbestellung.

Fix und Forty

… ist ein autobiografischer, tiefsinniger, philosophisch-intelligenter Roman, der mich sehr berührt hat. Die Kurzbeschreibungen* zu dem Buch treffen nicht den Kern des Buchs. Es ist nicht der flache Anekdoten-Roman, den ich danach erwarten würde, sondern Rhoda Janzen gibt dem Leser Einblick in eine elementare Umbruchsphase ihres Lebens, in der sie alles hinterfragt und beginnt, ihr Leben neu zu gestalten. Prägend ist dabei ihre Herkunft aus einer mennonitischen Familie und ihre erwachsene Auseinandersetzung mit dem mennonitischen Glauben. Als Agnostikerin finde ich es spannend, diesen Einblick in ein Leben mit einem festen Glauben an Gott zu bekommen.

Ich habe das Buch sehr schnell gelesen, weil ich unbedingt zu jedem Moment wissen wollte, wie es weiter geht mit Rhoda. Sollte es eine Fortsetzung geben, würde ich sie sofort lesen wollen.
___
* Kurzbeschreibung von Amazon:
“Als sie mit 42 in die Wechseljahre kommt und ihr Mann wenig später auf Gay.com seine große Liebe findet, beschließt Rhoda Janzen, wieder nach Hause zu ziehen: zu einer Mutter, der kein Gesprächsthema zu intim ist, und einem Vater, der als Pastor arbeitet und neben Jesus auch den Erfinder des Seniorenrabatts preist. Eine selbstironische Liebeserklärung an die Heimat – von einer, die auszog, um wieder einzuziehen.”

Seite vorherige 1 2 3 ... 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 nächste