Buchreview: Stilvoll – Inspiration von Frauen, die Mode lieben

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Stilvoll: Inspiration von Frauen, die Mode lieben (Affiliate-Link)
von Marlene Sørensen

Was ziehe ich an ist die Frage, die deutsche Promis, Bloggerinnen, Schauspielerinnen, Designerin und Unternehmerinnen beantworten. Sie zeigen den Kern ihres Stils und nennen Lieblingslabels, die diesen Stil für sie verkörpern. Der Untertitel “Inspiration von Frauen, die Mode lieben” trifft den Inhalt des Buchs bestens. Das Buch ist unterteilt in Klassiker, neue Klassiker, Ausgehoutfits, Kleidung für echte Sommertage, Minusgrade und Ungewöhnliches.

Marlene Sørensen, Modejournalistin und Bloggerin, schreibt so anregend, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Das ansprechende Layout und die aktuellen Fotos machen neben der besonderen Aufmachung des Umschlags optische und haptische Freude.

Der Umschlag ist in verschiedenen Farben zu bekommen. Meiner ist grün mit lila. Wenn Du eine bestimmte Farbe haben möchtest, such sie am besten vor Ort im Buchhandel aus. Auf dem Umschlag ist der Titel eingestickt. Das finde ich stilvoll. Von der Produktion gibt es auf YouTube ein Video – Making of: “Stilvoll” von Marlene Sørensen (Werbung).

Das Buch ist für Frauen, die gerne in fremde Kleiderschränke gucken, um sich Ideen zu holen. Voraussetzung dafür ist, den eigenen Stil zu kennen, denn dazu gibt es keinen Input in dem Buch. Aber Du wirst beim Lesen sofort spüren, was Dich magisch anzieht und Dir gefällt und was davon nichts für Dich ist.

Kleiner Kritikpunkt: Der Inhalt ist mir zu labelbetont, auch wenn von High Fashion bis Low Fashion alles genannt wird. Das Label ACNE habe ich so gehäuft noch nie genannt gesehen. Die Autorin lebt in Berlin. Da geht => siehe Der Berliner Stil offenbar wirklich nichts ohne ACNE … Wenn man davon absieht, sind die Labelempfehlungen durchaus gut, wenn man einen Stil nachkaufen möchte. Das weißt Du wenigstens, wo Du es in allen Preiskategorien findest. Ich werde mir daraufhin die Cashmerepullover einer Kaufhauskette ansehen.

Auf einem Bucheinleger der Verlegerin Dr. Marcella Prior-Callwey steht “mehr muss man zum perfekten Kleiderschrank nicht wissen”. Die Brücke ist mir ein bisschen arg wackelig. Aber davon abgesehen, ist es einfach ein schönes Buch. Dass mich die Autorin mit ihrem pointierten Schreibstil mehrfach zum Lachen gebracht beim Lesen, gefällt mir ebenso. Kleine Kostprobe: “Ein Gürtel schnürt ein Outfit zum Gesamtpaket” (Seite 43).

Du weißt ja, dass ich alle Bücher zu dem Thema verschlinge. Deshalb freue ich mich, ein Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten zu haben. Es ist über die üblichen Quellen und im Webshop beim Callwey Verlag (Werbung) zu bestellen.

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Buchreview: 500 Elemente des Modedesigns – Formen, Stile, Stoffe

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500 Elemente des Modedesigns: Formen, Stile, Stoffe (Affiliate Link)
von Simon Travers-Spencer und Zarida Zaman

Unglaublich, wie viele Details Kleidung aufweist, oder? Die Autoren, beide Modedesigner und Dozenten, geben einen Überblick zur Designentwicklung und Tipps zur Entstehung eigener Entwürfe, z.B. die Arbeit mit Moodboards und Schneiderbüsten. Eine Einführung in die Proportionen des weiblichen Körpers und verschiedene Silhouetten bilden neben Stoffen und Farben die Grundlage.

Kleiderzeichnun von Ines Meyrose IMFormenverzeichnis

Im Hauptteil des Buchs stellen die beiden Designer Optionen für Lösungen bei Ärmeln, Halsausschnitten, Kragen, Taillenabschlüssen, Taschen an der Kleidung, Ärmelabschlüssen, Verschlüssen und Säumen vor.

Die einzelnen Kapitel sind untergliedert in verschiedene Kleidungsstücke, an denen die Elemente Anwendung finden. Dieses sind mit Strichzeichnungen, Stoffgewichteignungen und Laufstegfotos der konkreten Umsetzung illustriert. Die einzelnen Aspekte werden wertungsfrei vorgestellt, d.h. es gibt keine Stilberatung im Sinn von das passt zu dem Figurtyp oder Stilptyp.

Stoffverzeichnis

Stoffgewichte und Stoffarten werden mit Fotos, Beschreibungen und Einsatzmöglichkeiten vorgestellt. Jetzt ist mir auch endlich der Unterschied zwischen Samt und Nicki klar … Eine ausklappbare Figurine kann für eigene Entwürfe verwendet werden.

Zielgruppe

Wenn Du eigene Kleidung entwerfen oder ändern möchtest, findest Du Ideen in dem Buch. Auch wenn Du Deine Kleidung nicht selbst schneidern möchtest, sondern sie in Auftrag gibst, findest Du in dem Buch viele Anregungen für Details, die Du umsetzen lassen kannst.

Außerdem wirst Du an den Beispielen der Formen sofort sehen, was Dich anspricht und was nicht. Anhand der abstrakten Strichzeichnungen ist das viel einfacher als bei Fotos in einem Katalog, wenn ein Mensch die Kleidung trägt, Farben und Stoffe bereits im Spiel sind und die Kulisse auch noch wirkt. Das Beschäftigen damit macht das Einkaufen konkreter Dinge leichter, weil Du besser auf einzelne Elemente achten kannst.

Mein Tipp

Schau Dir genau an, welche Elemente Dir zusagen, stelle die in einem Moodboard zusammen und prüfe potenzielle Kleidung darauf vor dem Kauf.

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop beim Haupt Verlag (Werbung) in der Schweiz zu bestellen. Es wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Ich nehme es bei den Buchempfehlungen bei image&impression auf.

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Buchreview: Ihr perfekter Auftritt

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Ihr perfekter Auftritt: Erfolgreich durch Farbe, Stil, Image (Affiliate-Link)
von Waltraud Böhme

An Kleidung und Umgangsformen führt kein Weg vorbei, wenn man beruflich erfolgreich sein möchte. “Wer sich richtig anzieht, zieht die richtigen Menschen an.” schreibt die Autorin im Vorwort so treffend. Oder wie mein Mann gerne sagt: “Jeder bekommt die Kunden, die er verdient.”

Wenn das Außen zum Innen passt

Waltraud Böhme schreibt, dass wer bei Farben und Stil passend gekleidet sei, Komplimente für sich und nicht für sein Aussehen bekäme (Seite 45). Das unterschreibe ich sofort. Der Unterschied zwischen ich finde Dein Kleid schön und ich finde Dich attraktiv ist immens, oder? Um das zu erreichen, kannst Du auf viele Dinge achten.

Farbe

In Teil I stellt die Autorin Farben mit ihren Wirkungsbereichen vor in Kultur, Sprache, Psychologie, Räumen, Kunst und Kleidung. Der allgemeine Teil ist ausführlich, der Teil zu Farbtypen bei Menschen knapp gehalten. Anschauliche Beispiele machen die Texte lebendig. Es gibt im Anhang des Buchs ein Literaturverzeichnis, zu dem mir allerdings die Bezüge in den Texten fehlen.

Stil + Image

Teil I umfasst Stil, Image und Dresscodes. Der Teil zu Stiltypen bei Menschen wird nur kurz angerissen, sechs Seiten inkl. Bildern sind für meinen Geschmack zu wenig dafür. Da entschädigt auch der zweiseitige Persönlichkeitstest im Anhang dazu nicht. Der Teil zu körperlichen Proportionen kommt ebenfalls meines Erachtens nach zu kurz. Auf Dresscodes und Kleidung im beruflichen (Büro-)Umfeld geht die Autorin umfassend ein. Das Thema Image – also der Eindruck, den andere Menschen von uns bekommen – das Bild, das sie sich von uns machen – findet an mehreren Stellen Raum. Die Autorin weist auf für mich angenehme Weise immer wieder darauf hin, dass Kleidung und Auftreten eine große Rolle haben.

Nonverbale Kommunikation

Zum Auftreten gehört neben der Kleidung die Körperspräche in den Bereich der nonverbalen Kommunikation. Mein Gegenüber bekommt einen Eindruck von mir aufgrund von Kleidung, Gestik, Mimik und Haltung. Dann erst hört er irgendwann meine Stimme und vielleicht sogar, was und wie ich etwas sage. In Teil III wird der Bereich Körpersprache anschaulich betrachtet. Entsprechende Umgangsformen schließen das Auftreten ab. Dazu werden Beispiele aus der beruflichen Praxis vorgestellt.

Businesskleidung

Bücher über Farben, Stil und Image gibt es viele. Meine Empfehlungen findest Du dazu bei image&impression unter Tipps & Tricks => Buchempfehlungen. Dieses Buch von Waltraud Böhme wird dort einen Platz darin finden in der Rubrik Businesskleidung für Männer und Frauen, weil der Schwerpunkt des Buchs im geschäftlichen Bereich liegt.

Fazit

Das große DIN A4 Format gefällt mir. Das Buch ist schön aufgemacht und ich spüre beim Lesen die Begeisterung der Autorin für das Thema. Gut gefällt mir ebenfalls, dass Fotos einige Aussagen illustrieren und dass es für Männer und Frauen gleichermaßen geschrieben ist. Wer sich eine professionelle Farb- und Stilberatung sparen und anhand des Buchs selbst erarbeiten möchte, wird dabei meiner Einschätzung nach nicht die gewünschte Anleitung finden. Wer ein Buch für Image und Auftreten sucht, wird gute Anregungen erhalten.

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Das Buch wurde mir vom R. G. Fischer Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

Buchreview: Typisch!

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Typisch!: 155 unverblümte Antworten auf Vorurteile (Affiliate Link)

Sätze meiner Kindheit

  • Darüber spricht man nicht.
  • Das fragt man nicht.
  • Das tut man nicht.

Kennst Du solche Sätze auch. Bei einigen Dingen wirst Du es trotzdem machen, bei anderen nicht. In Typisch! findest Du 155 straighte Antworten auf genau solche Frage, die sich im Normallfall kaum einer zu fragen traut, zum Beispiel

  • Findet ein Pflegefall sich schön? (Seite 54)
  • Nach welchen Regeln lebt ein Banker ohne Moral? (Seite 150)
  • Hat eine Domina eine Spülmaschine oder einen Putzsklaven? (Seite 39)
  • Wie geht ein Bestatter mit den Leichen im Keller um? (Seite 64)
  • Was denkt eine Muslima über Feminismus? (Seite 82)

Frag ein Klischee

Das Buch basiert auf der Rubrik Frag ein Klischee aus dem Video-Blog von HYPERBOLE-TV. Ich kannte das vor dem Lesen des Buchs nicht und habe mir hinterher ein paar Videos angesehen. Da ich lieber lese als Videos anzuschauen, hatte ich viel Spaß an dem kurzweiligen Buch. Die Videos wirken durch die Stimmen emotionaler. Dafür kommt beim Lesen meine Phantasie besser in Schwung.

Im Vorwort (Seite 7) steht, das die Idee der politischen Korrektheit dafür gedacht sei, Menschen für Sprache zu sensibilisieren, was aber eher dazu geführt habe, echte Diskussionen zu erschweren. Die Angst vor Missverständnissen hindere uns daran, uns bewegende Fragen zu stellen. Genauso empfinde ich das auch oft.

Die Grenze zwischen ich bin interessiert und ich bin taktlos ist fließend. Das führt im Alltag dazu, dass wir uns zu wenig mit Themen auseinander setzen, die aus meiner Sicht durchaus diskutiert gehören, um sich eine fundierte Meinung bilden zu können.

Ich bin für mehr Fragen und weniger Annahmen. Was denkst Du darüber?

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop bei Kein & Aber (Werbung) zu bestellen. Es wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder.

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Buchreview: Profil mit Stil

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Profil mit Stil: Persönlichkeit als Marke - Kleidung als Statement (Goldegg Business) (Affiliate-Link)
von Elisabeth Motsch und Jon Christoph Berndt

Der Mensch als Marke. Da gruselt es Dich bei der Vorstellung? Aber wieder erkannt wirst Du schon gerne, oder? Wenn Dein Gegenüber Deine inneren Werte unter der äußeren Hülle erkennt, dann magst Du das auch, oder? Wenn Du Tempotaschentücher kaufst, weißt Du schon beim Namen, was Du bekommst. Dein Umfeld schätzt es, bereits an der Verpackung zu sehen, welcher Mensch drinnen steckt.

Und auf einmal ist die Idee des Human Branding etwas ganz Selbstverständliches. Für Selbstständige und Firmenrepräsentanten eh. Aber auch für Dich als Mensch und Mitarbeiter. Beruflich wie privat. Kleidung ist wie eine Geschenkverpackung. Ein Versprechen auf den Inhalt. Das war letzte Woche Thema bei meinem Vortrag Kleidung MACHT Frauen, zum Weltfrauentag am Themenabend Super-Woman? Die Frau von heute! in Winsen.

Mode MACHT Frauen: Persönlichkeit in Kleidung

Persönlichkeit in Kleidung ausdrücken - eine Visualisierung von Ines Meyrose, image&impression

Auf dem Flip siehst Du meine im Vortrag entstandene Visualisierung zu Persönlichkeit in der Mode. Auch ohne Tonspur erschließt sich schon Einiges davon, oder? Ein weiteres Zeichen dafür, dass Visualisierung wirkt. Kleidung ist Visualisierung. Dazu passt das Buch Profil mit Stil, das ich am Wochenende gelesen habe. Den Worten der Autoren auf Seite 17

“Ihre Marke ist das, was man hinter Ihrem Rücken über Sie erzählt.”

schließe ich mich zu 100 % an. Im ersten Teil des Buchs geht um Persönlichkeit als Marke. Nur wenn ich weiß, wofür ich stehe, kann ich die passende Hülle kreieren. Auf Basis von Marketinggrundlagen und Charaktertypen findest Du für die verschiedenen Anlässe des Lebens von Job bis Freizeit passende Beispiele.

Im zweiten Teil geht es um Kleidung als Statement und die Umsetzung der zu transferierenden Inhalte in die äußere Hülle. Dort findest Du dann u.a. einen kurzen Charaktertypentest, aus dem Du passende Elemente für den äußeren Auftritt ableiten kannst. Ich bin demnach der Macher – das passt.

Gerade wenn Du Dich in den üblichen Stileinteilungen wie klassisch, sportlich, romantisch, extravagant … nicht wieder findest oder das nicht den Kern Deines Stils trifft, kannst Du gute Anregungen in den Buch finden. Und wenn Du auf dem Weg in die Selbstständigkeit, auf Partner- oder Jobsuche bist, ist eine Schärfung Deines Profils immer wertvolle Arbeit.

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Onlineshop des Verlags (Werbung) zu bestellen. Es wurde mir vom Goldegg Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

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Buchreview: Minimalismus trifft Kleiderschrank

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Minimalismus trifft Kleidung: In 4 Wochen zum Kleiderschrank voller Lieblingsstücke (Affiliate Link)
von Pia Mester

Der Titel verspricht Großes. In vier Wochen damit den erfolgreichen Start zu einem Kleiderschrank voller Lieblingsstücke zu machen, halte ich für realistisch. In vier Wochen zum Kleiderschrank voller Lieblingsstücke zu kommen ist ein Ziel, das ich nur durch Lesen der Buchabschnitte und Umsetzung der Tipps für unwahrscheinlich halte.

Autorin Pia Mester schreibt den Blog Mal Mini (Werbung) und versucht, die passende Form von Minimalismus, Konsumverhalten und Lebenskunst für Ihr Leben zu finden und umzusetzen. Da ich selbst in Teilen minimalistisch lebe, verfolge ich ihren Blog gerne. Vor einem Jahr habe ich Euch bereits ihr Buch Minimalismus im Kleiderschrank (Rezensionsexemplar) vorgestellt. Die Buchidee ist aus einem von der Autorin durchgeführten Onlinekurs zum Thema entstanden.

Kurz und knapp

Das Taschenbuch hat in der Printausgaben – verfügbar auch für Kindle – 120 Seiten. Dabei sind hilfreiche Checklisten, Fragebögen und Arbeitsblätter, die teilweise für Leser als Download auf http://malmini.de/ressourcen-lieblingsstuecke/ (Werbung) gegen im Buch stehendes Passwort zur Verfügung stehen. Einige Kapitel gibt es dort auch als Audiodateien.

Stärke des Buchs ist, dass es kurz und knapp auf den Punkt bringt, worauf es bei Lieblingskleidern ankommt. Die Schwäche liegt darin, dass es für meinen Geschmack zu wenig hinterfragt. Die Fragen im Buch sind gut, dürften jedoch gerne noch ein bis zwei Ebenen tiefer gehen. Pia Mester schreibt

“Du brauchst niemanden, der dir sagt, was du anziehen sollst. Keine Stilberater, keine Verkäuferinnen, keine Freundinnen, keine Modeexperten. Du weißt ganz tief in Dir drinnen genau, was dir steht und was du brauchst.” (Seite 112)

Selbst ist die Frau?

Dem stimme ich – auch wenn ich mein Geld als Stilberaterin verdiene – zu, wenn man in der Lage ist, das die Kenntnis im eigenen Inneren zu finden und in Kleidung umzusetzen. Wer eine gute innere Stimme hat und auf sie hören kann, braucht wirklich niemanden Externen und wird mit Umsetzung der Buchinhalte vielleicht sogar nicht nur einen Start machen, sondern am Feinschliff arbeiten können.

Meine Erfahrung in über zehn Jahren selbstständiger Imageberatung ist, dass sehr viele Menschen genau diese Stimme leider nicht hören. Meine Aufgabe sehe ich daher da drin, Kunden zu ihren inneren Wünschen und Vorstellungen zu führen und zu erkunden, wie das in der Praxis umgesetzt werden kann.

Grundsteinlegung

Besonders wertvoll finde ich das erste Kapitel mit Zielsetzung und Aufgaben zur Bestandsaufnahme und der Klärung der Warum-Frage. Wenn wir nicht wissen, warum wir etwas tun, werden wir nicht am Ball bleiben. Die 17 Fragen, die Pia Mester dazu stellt, klären Aspekte, die Lieblingsstücke ausmachen und Anwendungsgebiete für das Sortiment. Besonders interessant finde ich dabei immer wieder Frage, ob man alles im Schrank wieder kaufen würde. Ich denke, die kann niemand mit Ja beantworten. Was mir dabei fehlt, sind weitere Analysefragen wie z.B.

  • Was genau?
  • Warum?
  • Was stattdessen?

Die eigenen Farben kennen

Zum Thema Farben rät sie, sich an den eigenen Farbtyp zu halten, weil es einfacher ist, damit als dagegen zu arbeiten (Seite 70). Das sehe ich auch so. Den Tipp, bei Unsicherheit die Basisfarben zu nehmen, die bisher vorherrschen, sehe ich differenzierter. Oft passen die Farben, manchmal aber auch gerade nicht. Und genau bei den Menschen, bei denen die Basisfarben bisher nicht gut passen, treten meiner Erfahrung nach oft große Unzufriedenheiten mit dem Kleiderschrankinhalt auf und sie wissen nicht, warum. Gerade bei denen, die es sozusagen am Schwierigsten haben, greift der Tipp also nicht.

Fazit

Wer Lust auf mehr Lieblingsstücke und weniger Ballast im Schrank hat, findet gute Anregungen in dem Buch. Es ist die Umsetzung in vier Schritten innerhalb von vier Wochen geplant, so dass es gerade für strukturierte Menschen hilfreich ist. Ich kann mir auch vorstellen, dass gerade die nicht tiefe Form genau passend ist für Leser, denen die Tipps der Modeflüsterin und meine Beiträge wie 10 Tipps zum Kauf einer Lederjacke zu detailliert sind.

Das Buch ist über die üblichen Quellen zu bestellen. Es wurde mir von der Autorin als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

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P.S.

Ich bin schon gespannt, wie meine Rückschau auf die Kleiderkäufe des Jahres aussehen wird und was die nächste Kleiderschrankinventur ergibt. Trotz vieler Anschaffungen auf Grund von figürlicher Veränderung bin ich bisher ganz zufrieden damit. Mein schwarzer Fleck sind übrigens Schmuckstücke, die ich nicht mehr trage, z.B. Uhren.

Buchreview: Chic

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Chic: 50 modische Legenden & wie man sie trägt (Affiliate Link)
von Katharina Blansjaar &  Daniel Müller

Hilfe! Es beginnt mit A wie Animal Print. Wie man das trägt? Meiner subjektiven Meinung nach am besten gar nicht! Es endet mit T wie T-Shirt und das ist sicher einfacher in der Anwendung.

Es werden 50 Kleidungsstücke vorgestellt mit den Geschichten dahinter, formuliert mit amüsant-süffisanter Ironie. Das Buch ist hochwertig aufgemacht, ein kleinformatiges Coffee Table Book, das mit den lustig-liebevollen Illustrationen von Daniel Müller schön anzusehen ist. Viele Filmbezüge aus dem 20. Jahrhundert bringen passende Looks mit den einzelnen Teilen vor das Auge des Lesers.

Den Pragmatismus der Autorin, von der ich Euch vor einem Jahr bereits Ganz mein Stil* vorgestellt habe, schätze ich. Ein Beispiel: Was trägt man zum Minirock? “Eine ordentliche Unterhose.” (Seite 183) Für diese Erkenntnis brauche ich sicher das Buch nicht zu lesen – und wer das dafür lesen sollte, wird es nicht tun, das ist ja immer das Problem dabei … dennoch: Mir hat die Lektüre einfach Spaß gemacht. Und gelernt habe ich auch wieder etwas, z.B. dass und warum ein Bubikragen in Amerika Peter Pan collar heißt (Seite 47), dass das Wort Onesie für Overall von der Babystrampler-Marke Onesies abgeleitet ist (Seite 203) und warum der Panamahut eigentlich Ecuadorhut heißen müsste (Seite 227).

Fazit

Wer gerne Geschichten über Kleidungsstücke liest, wird Freude an dem Buch haben.

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Onlineshop des Verlags (Werbung) zu bestellen. Es wurde mir von Kein & Aber als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

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  1. * Rezensionsexemplar []
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