Lesetipp fürs Herz

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Die Schokoladenvilla - Goldene Jahre - von Maria-Nikolai - Buchcover

Die Schokoladenvilla – Goldene Jahre
von Maria Nikolai

Im Dezember habe ich Dir den ersten Teil des Romans, Die Schokoladenvilla, vorgestellt. Das erste Buch habe ich zu Weihnachten geschenkt bekommen. Weil es mir so gut gefallen hat, habe ich beim Penguin Verlag (Werbung) aus der Random House Verlagsgruppe um ein Rezensionsexemplar des zweiten Teils gebeten, den ich Dir heute vorstelle. Wenn Du Band 1 lesen möchtest, lies diese Vorstellung von Band 2 bitte erst danach, weil Du sonst zu viel von der Handlung durch die späteren Fügungen erfährst.

Achtung Spoiler!

Band 2 spielt 1926 in Stuttgart. Judith und Victor leiten gemeinsam die Schokoladenfabrik Rothmann und haben zwei Kinder. Eine der Hauptrollen in diesem Teil spielt Serafina, die Halbschwester von Victor aus Berlin. Als Victors Vater verstirbt, zieht die knapp 21jährige Serafina kurz vor ihrer Volljährigkeit nach Stuttgart in die Schokoladenvilla. Judiths Zwillingsbrüder Karl und Anton, bekannt als die Chaosbrüder aus Band 1, verlieben sich beide in die junge Frau, wobei Elise, eine Bekanntschaft der Beiden, da auch noch ein Wort mitzureden hat.

Serafina hat allerdings noch ein ganz anderes Problem. Kurz vor ihrer Abreise als Berlin sind kompromittierende Fotos von ihr gemacht worden, mit denen sie erpresst wird. Kleine Ausflüge in die Theaterwelt der Zwanzigerjahre des letzten Jahrhunderts geben der Geschichte ein bisschen Drama und Glamour.

Victoria, die kleine Tochter von Judith und Victor hält ihre Eltern mit überbordender Energie auf Trab. Eine miese Geschichte aus der Vergangenheit holt die ganze Familie samt Schokoladenfabrik ein. Das ist die Rahmengeschichte. Ich habe den zweiten Teil genauso schnell gelesen wie den ersten. Trotz geschehender Unglücke ist es für mich ein Liebesroman, der hinlänglich kitschig formuliert ist. Eine schöne Mischung aus Liebe und Drama in einer anderen Zeit.

Ein bisschen Kitsch tut auch mal gut, oder?

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Lesetipp: Liebe, Schokolade & Geschäfte

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Die Schokoladenvilla von Maria Nikolai Buchcover

Die Schokoladenvilla
von Maria Nikolai

Weihnachten, lange Spaziergänge mit dem Zausel, Sofazeit, Kuscheldecke und ein Buch = aushaltbar. Das Buch Die Schokoladenvilla habe ich von einer Freundin vorzeitig zu Weihnachten geschenkt bekommen und bereits durchgelesen. Gutes Zeichen, oder? Und weil ich gerade Zeit habe, da ich mich ansonsten weihnachtlichen Verpflichtungen entziehe, gibt es heute einen spontanen Blogbeitrag damit.

Der Roman spielt im Lauf des Jahres 1903 in Stuttgart. Hauptfigur Judith Rothmann ist die älteste Tochter des patriarchischen Schokoladenfabrikanten Wilhelm Rothmann. Sie durfte zwar eine Handelsschule besuchen, soll sich aber ansonsten aus der Fabrik heraushalten und sich lediglich auf ihre Rolle als Ehefrau eines widerlichen Bankierssohns vorbereiten. Allerdings würde sie stattdessen viel lieber nicht nur Schokoladenkreationen entwickeln, sondern auch in die Leitung der Fabrik einsteigen. Undenkbar für den herrschsüchtigen, hartherzigen Vater.

Judiths Mutter Hélène hat sich aus ihrer, ebenfalls arrangierten, Ehe mit Wilhelm verabschiedet und versucht ihr Glück in Italien Abseits der Konventionen. Judith und die übermütigen achtjährigen Zwillinge Karl und Anton überlässt sie dem Vater und dem Personal, um sich selbst zu retten.

Durch einen Zufall tritt Victor Rheinberg in das Leben der Familie Rothmann. Er rettet die Zwillinge aus einer misslichen Lage, lernt dabei den Vater kennen, bekommt einen Job in der Schokoladenmanufaktur und läuft Judith immer öfter über den Weg. Da ich in der Überschrift etwas von Liebe geschrieben habe, ist der Rest jetzt denkbar? Fast! Denn es gibt – siehe Bankierssohn und Vater – natürlich Hindernisse.

Ja, der Roman ist ein wenig vorhersehbar. Das hat mich jedoch keinesfalls gestört. Durch die Sprünge in den Erzählsträngen zu verschiedenen Personen und Orten bleibt er spannend und berücksichtigt verschiedenen Sichtweisen. Die Rolle der Frau im Jahr 1903 ist für mich eine derart undenkbare, dass ich täglich von neuem froh bin, heute und nicht damals zu leben. Judith und Hélène auf dem ihrem Weg in eine besondere Form der Selbstständigkeit zu begleiten, hat mir gefallen.

Die Schokoladenvilla ist der Auftakt einer Familiensaga mit drei Bänden. Teil zwei ist im Herbst 2019 bereits unter dem Titel Die Schokoladenvilla – Goldene Jahre erschienen, Teil drei steht noch aus.

Welches Buch liegt unter Deinem Weihnachtsbaum?

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Lesetipp: Vier Töchter – vier Tage – eine Familiengeschichte

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Aber Töchter sind wir für immer
von Christiane Wünsche

Da hat es doch letzte Woche im Urlaub an der See tatsächlich zwei Tage geschüttet und ich hatte nichts mehr zum Lesen. Ein Unding, oder? Beides! Da ich gerne auf Lesetipps anderer Blogger zurückgreife, habe ich mir die Leseprobe dieses Buchs geschnappt, auf das mich Sabiene mit ihrer Leseliste zur Frankfurter Buchmesse 2019 aufmerksam gemacht hat. Später habe ich auch noch bei Bine vom Blog was eigenes eine Rezension gesehen.

Vier Töchter

  1. Johanna, 56, Staatsanwältin, zielstrebig und erfolgreich
  2. Heike, 53, Erzieherin, empathischer Gesellschaftsmensch
  3. Hermine, gestorben mit 21, übersinnlich denkend und fühlend, Lieblingskind der Mutter
  4. Britta, 28, Reiseleiterin, im positiven Sinn verwöhnte Nachzüglerin, Sonnenscheinmensch, verheiratet mit dem 20 Jahre älteren Marcel, der Hermines bester Freund war

Ein Familientreffen

Anlass für das Familientreffen im Elternhaus ist der anstehende 80. Geburtstag von Vater Hans, Architekt, verheiratet mit Mutter Christa, 79, Schneiderin. Das Elternpaar kennt sich seit seiner Kindheit, weil Christas Familie bei Hans’ Eltern zwangseinquartiert wurde, nachdem sie aus Schlesien vertrieben wurde.

Vier Tage

Die Töchter reisen alleine ohne ihre Partner und Kinder am Donnerstag an, Sonntag wird der 80. im kleinen Rahmen zu Hause gefeiert. Das Buch spielt der Reihenfolge nach an diesen vier Tagen. Zwischendrin gibt es von jeder der sechs Hauptpersonen Rückblenden auf deren Leben mit wegweisenden Erlebnissen und Verwebungen innerhalb und außerhalb der Familie.

Der Rückblick auf das Leben der bereits früh verstorbenen Hermine wird über deren Tagebuch geschildert, das Marcel geerbt hat und anlässlich des Geburtstags über Britta an Hans verschenken lassen möchte. Marcel hat Britta ausdrücklich erlaubt, es vor der Weitergabe zu lesen.

Es kommen Familiengeheimnisse ans Tageslicht und langjährige Missverständnisse lösen sich auf. Die Perspektiven der einzelnen Erzähler sind so geschrieben, dass ich mich in alle sechs hineinversetzen konnte. Wie meistens bei solchen Geschichten ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick scheint. Gut gefällt mir, dass am Ende alle losen Enden zusammengeführt werden. Es blieben für mich keine Fragen offen.

Klare Leseempfehlung für Töchtergeschichtengerneleserinnen!

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Lesetipp: Hast Du schon geerbt oder redet Ihr noch miteinander?

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Das Erbe von Ellen Sandberg – Roman - Buchcover

Das Erbe
von Ellen Sandberg

Das Cover des Romans passt farblich perfekt zu meinem Leseinterieur, oder? So viel zum Thema Zeitgeist und meinem ach so individuellen Geschmack. Gegen das Haus auf dem Cover hätte ich auch nichts einzuwenden, oder doch?

Achtung Spoiler!

Mona, in der Sicht einiger Menschen übertriebene Gutmenschin, stellt sich als Hauptfigur des Romans die Frage, ob gravierende Fehler aus der Vergangenheit gutzumachen sind und ob eben doch etwas dagegen einzuwenden ist, dieses Haus zu besitzen.

Kurz nach Beginn der Geschichte wird Mona nicht wegen eines gerade angetretenen Erbes geangelt, sondern von Bernd – Lebensgefährte seit zwölf Jahren, Arbeitgeber und Wohnungsgeber in Berlin – verlassen. Er traut sich zu dem Zeitpunkt, die Beziehung zu beenden, weil er gnädiger Weise Mona durch das Erbe als von ihm Verlassene nicht mehr in der Gosse ohne Job und Wohnung endend sieht, und gesteht ihr deshalb die Daueraffäre, die er seit sechs Monaten nebenbei pflegt, der er sich ab jetzt lieber in Vollzeit zuwenden möchte. Das nimmt Mona als Anlass, nach München in die alte Heimat zurückzukehren und sich dort dem Erbe zu widmen.

Der Haken bei dem Erbe ist, dass ziemlich fix klar wird, dass 1938 beim Kauf des Hauses vermutlich nicht alles mit sauberen Dingen zugegangen ist. Mona wird von der entfernten Verwandten Klara zum Entsetzen der restlichen Familie als Alleinerbin ausgewählt, weil Mona bekanntermaßen einen moralischen Kompass hat. Im Testament gibt es den Hinweis, dass sie das Richtige mit dem Erbe tun wird. Nur was ist das Richtige und wie findet Mona das heraus? Gibt es nach achtzig Jahren überhaupt das eine Richtige? Sicherlich nicht. Ganz offensichtlich Falsches gibt es dafür reihenweise in den vergangenen achtzig Jahren. So viel kann ich verraten: Die Lösung, die Mona am Ende findet gefällt mir.

Sprachlich ist der Roman zuweilen etwas arg seicht. Die sich auftuenden Abgründe sind hingegen alles andere als seicht und bei mancher Wendung habe ich innerlich gezuckt vor Entsetzen, was Menschen tun. Das Buch, das mir als Rezensionsexemplar vom Penguin Verlag (Werbung) aus der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt wurde, ist spannend bis zur letzten Seite und ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher, die Ellen Sandberg hoffentlich veröffentlichen wird.

Nachtrag: Andrea vom Blog here I am macht in ihrem Beitrag Von Täuschungen und Erben Werbung für das gleiche Buch. Sie ist ebenso begeistert wie ich davon.

Im Blog von der Autorin bereits Die Vergessenen (Rezensionsexemplar) und Der Verrat (Rezensionsexemplar) vorgestellt. Alle drei Bücher habe ich in Windeseile verschlungen.

Ein Roman für alle, die sich Familiengeschichten und moralisch nicht einwandfrei lösbare Fragen interessieren.

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Lesetipp: Frau im Schatten

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Das geheime Lächeln
von Bettina Storks

Kürzlich habe ich Dir den aktuellen Roman Leas Spuren (Rezensionsexemplar) von Bettina Storks an Herz gelegt, den ich verschlungen habe. Ich habe gesehen, dass es von der Autorin weitere Bücher gibt, unter anderem diesen erschienenen Roman Das geheime Lächeln, in dem ebenfalls ein Bild themengebend ist.

Achtung Spoiler!

Frau im Schatten ist der Untertitel eines Bildes, das bei einer Hausauflösung zum Verkauf auf einer Auktion angeboten wird. Journalistin Emilia Lukin entdeckt das Bild in dem Ausstellungskatalog am Vorabend der Versteigerung zufällig, als die für einen anderen Auftrag für Katalogtextlängen recherchiert. Sie sieht das Fotos des Bildes im Katalog und schaut gefühlt in einen Spiegel. Es ist ihr Abbild als junge Frau. Schnell ist ihr klar, dass es sich bei der Portraitierten um ihre verstorbene Großmutter Sophie Langenberg handeln muss.

Auf der Suche nach der Geschichte ihrer Familie taucht Emilia tief in das Leben ihrer Großmutter Sophie und auch das von der noch lebendenden Mutter Pauline ein. Wer ist der Vater von Pauline? Wo und wie hat Sophie wirklich wie lange gelebt und warum wuchs Pauline bei Verwandtschaft auf? Welche Rolle spielen Paris und eine kleiner Ort in der Provence dabei? Was hat die Familiengeschichte mit der akuten Ehekrise von Emilia und der beruflichen Entwicklung ihrer beiden studierenden Söhne zu tun? Die Antworten findest Du beim Lesen.

Fazit

Das Buch, das mir als Rezensionsexemplar vom Diana Verlag (Werbung) aus der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt wurde, ist lesenswert für Menschen, die etwas verkorkste Familiengeschichten mögen, kommt aber nicht an Leas Spuren heran. Mir war es zu kitschig und vorhersehbar. Dennoch habe ich es zügig gelesen und es hat mich berührt. Eine weitere Rezension findest Du bei Andrea im Blog mit dem Titel Sommerlektüre. Sie hat das Buch selbst gekauft und im Sommer 2018 bereits vorgestellt.

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Lesetipp: Besuch und Fisch stinkt nach drei Tagen

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Rate, wer zum Essen bleibt
von Philipp Tingler

Manchmal wünscht man sich, man hätte die Wohnungstür nicht geöffnet. Oder jemanden nicht zum Bleiben aufgefordert. Oder jemanden überhaupt nie kennengelernt. Manchmal ergeben sich daraus allerdings undenkbare Abende und Erkenntnisse, die unbezahlbar sind.

Franziska bereitet das für sie in dem Moment wichtigste Essen ihres Lebens vor. Sie will damit einen Entscheidungsträger und seine Frau beeindrucken, um einen Job zu bekommen, der den Karrieresprung darstellt, der ihr ihrer Ansicht nach zusteht. Ansonsten war es das mit der beruflichen Entwicklung. Ehemann Felix unterstützt sie dabei, wo er kann, macht aber einen Schritt ohne Franziska: Er öffnet nichtsahnend die Haustür, als es etwas verfrüht vor besagtem Essen klingelt, und lässt seine etwas derangierte Studienfreundin Conny rein, die er seit 20 Jahren nicht gesehen hat.

Was folgt, ist ein Abendessen des Grauens, fortgesetzt von vier weiteren Tagen, an denen Conny zu Gast bleibt, und einem weiteren Abendessen mit dem Versuch, die Karriere zu fördern. Dass Franziskas nicht wirklich geliebter Bruder Julius sich auch noch bei dem Paar selbst einquartiert hat, macht es keinen Deut besser.

Beim Lesen habe ich laut gelacht bis mir der Bauch weh tat, mit den Protagonisten gelitten, mich wiedererkannt und meinem Mann die bösesten Stellen laut vorgelesen, die auch er belustigend fand. Mein Highlight ist die Dauerlösung von Felix für Familienunstimmigkeiten, unter anderem auf Seite 201 zusammengefasst als

“Betonschicht drüber und was essen”.

Hat bitte bei Gelegenheit jemand Beton für mich? Von Franziska gefallen mir die Worte nach einer frustrierenden Yogaeinheit neben flexiblen Grazien auf Seite 82 am besten

“Wenn ich auf meinen Körper höre, würde ich den ganzen Tag Zigaretten und Ritalin zu mir nehmen.”

Bei mir wären es weder Zigaretten noch Ritalin, gesünder wäre es aber auch nicht.

Was würdest Du den ganzen Tag zu Dir nehmen, wenn Du auf Deinen Körper hören würdest, und was ist Dein Patentrezept bei Familienunstimmigkeiten?

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop bei Kein & Aber (Werbung) zu bestellen. Es wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die Vorliebe des Autors für Thomas Mann und Fremdwörter ist bekannt, den Schreibstil kann man vermutlich nur lieben oder hassen. Mich amüsiert er.

In der Serie Männermontage – Bücher für Männer mit Stil habe ich 2012 von Philipp Tingler bereits das lesenswerte Handbuchbuch für Gesellschaft und Umgangsform Stil zeigen! (Rezensionsexemplar) vorgestellt.

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Lesetipp: “Ich wäre nicht die, die ich heute bin, wenn …”

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Was uns stark macht:
Begegnungen mit Patti Smith, Virginie Despentes, Joan Baez, Brigitte Bardot u.a.
von Annick Cojean

Das Buch beinhaltet Interviews mit 21 beeindruckenden Frauen, die Rückschau halten auf das, was ihr Leben zutiefst geprägt hat. Es ist die Zusammenfassung einer Interviewreihe, die Jornalistin Annick Cojean, Autorin für die Zeitschrift Le Monde, ab Herbst 2015 im Rahmen eines wöchentlichen Treffens für La Matinal du Monde verfasst hat.

Jede starke Frau wird in ihrem Kapitel einleitend von der Autorin in wenigen Sätzen vorgestellt. Die erste Interviewfrage lautet immer “Ich wäre nicht die, die ich heute bin, wenn …” Dabei sind unter anderem Sängerinnen, Schauspielerinnen, die Bürgermeisterin von Paris, eine Stylistin, eine Forscherin und die Autorin der Vagina Monologe Eve Ensler.

Einige Interviewpartner kannte nicht mal dem Namen nach, andere sind mir präsent. Gemeinsam haben sie, dass sie Feministinnen sind, die für sich und andere Frauen einstehen. Zu lesen, wie sie zu der Person geworden sind, die sie zum Zeitpunkt des Interviews sind, ist berührend.

Viele der Frauen haben Gewalt erfahren und eine eher jungenhafte Kindheit erlebt. Einige wurden vom Elternhaus zu 100 % unterstützt, anderen jeder auffindbare Stein in den Weg gelegt. Gemeinsam habe die Frauen eine gewisse Dankbarkeit für das, was sie im Leben für sich und andere erreicht haben.

Das Buch kann ich ausnahmslos allen Leser_innen empfehlen, die sich mit dem Leben beschäftigten, für ihre Rechte eintreten, sich nicht klein machen lassen und gerne am Leben anderer erfolgreicher Frauen teilhaben. Von den Frauen in dem Buch kann man lernen, wie man dankbar auf sein Leben und seine Möglichkeiten blicken kann, auch wenn nicht immer alles rund gelaufen ist.

Das ist eins der Bücher, das ich verschenken würde, wenn ich nur ein Buch pro Jahr zum Verschenken aussuchen dürfte. Leider lesen meine Freundinnen diesen Blog und/oder haben Zugriff auf meine Bücher und es kommt damit ab jetzt nicht mehr auf meine persönliche Geschenkideenliste. Aber vielleicht auf Deine? Gekauft habe ich das Buch übrigens selbst.

Was hat Dich im Leben so nachhaltig beeinflusst, dass Du sagen kannst, dass Du heute nicht die wärst, wenn …?

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