Leser_innen-Interview #6: Katja

Leser_inneninterview by meyrose IconLiebe Leser_innen,

heute darf ich Euch das erste Interview mit einer Leserin aus Österreich präsentieren. Dass Wien eine zauberhafte Stadt ist, weiß ich seit 2001. Dass Katja diese Stadt als ihre Bühne nimmt, erst seit 2014.

Liebe Katja,

in Deinem Blog collected by Katja präsentierst Du seit 2012 jede Woche ein anderes Thema – Du nennst sie collections – und zeigst unterschiedliche Stylings dazu. Du begeisterst mich dabei mit Deinen Themenideen, der konsequenten Umsetzung, Deinem persönlichen Stil und nicht zuletzt den fantastischen Fotos mit Wiener Kulissen.

Copyright http://www.collectedbykatja.com/

Wie bist Du auf die Idee mit den collections gekommen und was inspiriert Dich zu neuen Themen?

Mode bzw. mein Blog ist für mich eine ganz wunderbare Möglichkeit, meine Kreativität auszuleben, meine Persönlichkeit zu zeigen und mich mit anderen auszutauschen. Ich liebe es, mich von meiner Umgebung, der Natur oder faszinierenden Persönlichkeiten inspirieren zu lassen und mit Mode zu experimentieren – mit unterschiedlichen Materialien, Farben und Stilen. Wenn ich irgendwo ein wunderschönes Blumenmuster sehe, überlege ich, was mein Kleiderschrank an Floralem hergibt und wie ich das Stück unterschiedlich tragen und kombinieren kann. Wenn ich neue Trends sehe, überlege ich, was mir davon gefällt und wie ich die jeweiligen Themen zu meinem Typ passend stylen kann. In collections zu denken macht mir einfach unglaublich Spaß! Und es hilft außerdem, Fehlkäufe zu vermeiden. Oder besser gesagt bin ich mir sicher, dass ich mindestens drei unterschiedliche Tragemöglichkeiten für ein neues Kleidungsstück habe 🙂 …

Wie bist Du zum Bloggen gekommen und was bedeutet es Dir? Und wie gelingt Dir der Spagat zwischen Hauptjob und der zeitintensiven Blogarbeit?

Auf eine relativ unspektakuläre bzw. klassische Art und Weise. Für Mode bzw. die ästhetischen Dinge des Lebens habe ich mich schon immer sehr interessiert. Das Lesen von entsprechenden Magazinen oder Blogs gehört daher seit Jahren zu meiner Freizeitbeschäftigung. Meine Freunde haben mich daher (und da sie meinen Stil und meine Einkaufsberatungen sehr schätzen 🙂 …) die letzten Jahre immer wieder gefragt, ob ich denn nicht selbst bloggen möchte. Ende 2012 war dann für mich der richtige Zeitpunkt, einen eigenen Blog zu starten. Neben meiner Tätigkeit als selbständige Kommunikationsberaterin war das Bloggen anfangs ein wunderbares Hobby. Und auch für meinen Lebensgefährten, der mich ganz wunderbar unterstützt und die Fotos für meinen Blog schießt. Mittlerweile nimmt das Bloggen einen Großteil meiner beruflichen Tätigkeit ein und ich kann beide Bereiche gut verbinden.

Als was für eine Art Bloggerin siehst Du Dich? Personal Style, Fashion oder … ?

Ich habe mich ganz bewusst gegen einen Lifestyle-Blog und für einen personal style fashion Blog entschieden – obwohl das in Österreich eine Nische ist. Aber nach meiner Meinung gibt es bereits unglaublich viele Lifestyle-Blogs, die sich außerdem vom Layout und von den Themen her immer ähnlicher werden. Um eine möglichst große Reichweite zu bekommen und um für möglichst viele Kooperationspartner interessant zu sein, verfolgen leider immer weniger Blogger_innen eine individuelle Linie. Da ist mir eine klare Positionierung wichtiger.

Deine Looks wirken auf den Fotos hochwertig. Oft bin ich bei genauem Hinsehen überrascht, dass die Sachen teils von günstigen Anbietern wie C&A oder Deichmann sind. Ist das genau der Beweis dafür, dass stilvolle Kleidung nichts mit dem Budget zu tun hat?

Vielen Dank für das tolle Kompliment, liebe Ines! Und genau das ist mein Ansatz: Ein gutes Outfit muss nicht zwangsläufig etwas mit teuren Marken zu tun haben. Vielmehr kommt es darauf an, WIE man etwas trägt! Ich mische gerne und ganz bewusst teure mit günstigen Marken und möchte dadurch zeigen, dass ein toller Look in jeder Preisklasse möglich ist!

Wenn ich Deine vielfältigen Outfits sehe habe ich schon oft gedacht, dass Dein Kleiderschrank riesig sein muss. Ist das so? Oder täuscht der Eindruck durch immer wieder andere Kombinationen? Wie behältst Du den Überblick?

Ich zaubere zwar sehr gerne mit ein und demselben Kleidungsstück viele unterschiedliche Kombinationen bzw. Outfits. Aber ich muss zugeben, dass mein Kleiderschrank definitiv relativ „umfassend“ ist 🙂 … Das ist mir gerade wieder bei unserem Umzug aufgefallen, als auf wirklich sehr, sehr vielen Kisten der Name Kleidung, Schuhe oder Taschen zu lesen war. Aber obwohl ich einen gut gefüllten Kleiderschrank habe, überlege ich mir bei jedem Kauf eines neuen Stücks mindestens drei bis vier völlig unterschiedliche Kombinationen – erst dann darf was Neues in meinen Kleiderschrank einziehen. Spontan- bzw. Fehlkäufe kommen daher sehr selten vor.

Du bekommst regelmäßig gesponserte Bekleidung und Accessoires. Nach welchen Kriterien suchst Du Deine Kooperationspartner aus?

Ja, das stimmt. Und das ist auch einer der Gründe, weshalb mein Kleiderschrank immer voller wird. Kooperationspartner wähle ich aber sehr bewusst aus und ich gehe eine Kooperation nur dann ein, wenn die Marke bzw. das Kleidungsstück oder das Accessoire zu mir, meinem Alter, meinem Stil und meinem Blog passen. Da ich gesponserte Produkte ja selbst trage und sie in meinen Outfits-Posts präsentiere, ist das mein oberstes Kriterium.

Welches ist Deine Lieblingsmarke und warum?

Vermutlich bin ich eine ganz untypische Bloggerin – aber ich habe keine klassische Lieblingsmarke! Vielmehr könnte ich Dir aufzählen, welche Schnitte, Farben und Stile meine aktuellen Lieblinge sind. Denn genau so gehe ich einkaufen. Ich bin auf der Suche nach einem bestimmten Kleidungsstück – die Marke ist dabei für mich zweitrangig. In qualitativ hochwertige und klassische Dinge wie einen Burberry Trenchcoat oder eine Prada Handtasche investiere ich aber dennoch gerne.

Wer macht Deine Fotos und wie läuft das bei Euch ab?

Da habe ich unglaublich großes Glück und bin wahnsinnig froh, dass mich mein Schatz seit Anfang an unterstützt und sämtliche Fotos macht. Das ist nämlich nicht selbstverständlich und daher möchte ich mich an dieser Stelle auch ganz herzlich bei ihm bedanken! Die Shootings an sich laufen ziemlich unglamourös ab 🙂 … Am Samstag oder Sonntag nehmen wir uns ca. zwei bis drei Stunden Zeit und shooten auf einmal alle Looks für die kommende Woche. Mit Umziehen im Auto, der Tiefgarage oder wo auch immer … Ach ja, das Blogger-Leben ist einfach wunderbar 🙂 …

Wie geht Dein reales Umfeld mit Deiner Bloggerleidenschaft um?

Auch da habe ich großes Glück und bin mit einem sehr verständnisvollen Umfeld gesegnet 🙂 … Sowohl meine Familie als auch meine Freunde wissen, wie wichtig mir der Blog ist und dass er Teil meines Jobs ist. Allerdings muss ich selbst immer wieder mal aufpassen, nicht zu übertreiben und auch mal offline zu sein und nicht alles zu fotografieren und auf den Social Media Kanälen zu teilen.

Welche Leser_innen möchtest Du gerne mit Deinem Blog ansprechen? Auf welche Gedanken möchtest Du sie bringen?

Ganz einfach gesagt freue ich mich über jede einzelne meiner Leserinnen bzw. jeden einzelnen Leser wirklich sehr! Aber aufgrund meiner Blog-Art (personal style) und meines Alters (ich bin jetzt 36) spreche ich hauptsächlich modeinteressierte & berufstätige Frauen Ü30 an. Und über einen Austausch mit genau diesen Leser_innen freue ich mich ganz besonders. Sich von ihnen inspirieren zu lassen und selbst Inspiration zu bieten ist etwas ganz Tolles am Bloggen.

Wenn Du fremde Menschen auf der Straße siehst, was begeistert Dich optisch und worüber schüttelst Du den Kopf?

Mich inspiriert und begeistert Individualität, Authentizität und ein natürliches Selbstbewusstsein. Alles, was zu viel ist, mag ich nicht – zu kurz, zu eng, …

Gibt es einen speziellen Wiener Stil? Wenn ja, wie sieht der aus?

Viele europäische Großstädte haben einen ganz unverwechselbaren eigenen Stil. Aber so sehr ich mein Wien liebe, damit können wir leider nicht glänzen. Wien wirbt ja gerne mit dem Spruch „Wien ist anders“ für sich. Und ich bin jetzt so frei und interpretiere dieses Motto für den Wiener Stil mal so: Alles geht, nichts muss. Von chic & casual über Bobos bis zu Punks und elitärer Eleganz ist in Wien alles zu finden.

Was wird auf Deinen Blogs voraussichtlich nie zu sehen geben?

Alles, was nicht authentisch ist und wofür ich mich vielleicht mal schämen müsste! Also keine Bikinifotos und ähnliches.

Was inspiriert Dich auf anderen Blogs? Warum liest Du meinen Blog?

Ich lese am liebsten Blogs, die von Frauen geschriebenen werden, die mit beiden Beinen im Leben stehen. Die wissen, was sie wollen und nichts krampfhaft müssen. Die unverwechselbar sind, mich unterhalten, inspirieren oder zum Nachdenken anregen! Und so bin ich auf Deinen wunderbaren Blog gestoßen, liebe Ines! Dein sonniges Wesen, Deine offene Art, Dein (Schreib)stil und Deine überlegte und feinfühlige Art sprechen mich sehr an und ich freue mich immer auf einen Besuch bei Dir! Und ich freue mich auch sehr über Dein Interesse an mir als Person und die Chance, mich und meinen Blog bei Dir vorzustellen! Danke dafür!

Was beschreibt Deine Grundeinstellung zum Leben in einem Satz?

Albert Einstein hat mal gesagt: „Wer nie einen Fehler beging, hat nie etwas Neues ausprobiert.“ Und da pflichte ich ihm völlig bei! Ich bin ein temperamentvoller, wissbegieriger und neugieriger Mensch. Und wer dazu lernen und sich weiterentwickeln will, muss mutig sein und Neues probieren. Auch wenn’s mal in die Hosen geht 🙂 …

Vielen Dank für das Interview!

Habt Ihr weitere Fragen an Katja? Dann besucht einfach ihren Blog und stellt sie dort im Kommentarfeld oder hier. Ich habe mich sehr gefreut, Katja näher kennenlernen zu dürfen. Vielen Dank an diese interessante Frau!

Du möchtest auch gerne hier vorgestellt werden? Dann melde Dich bei mir!

Hier findet Ihr die bisherigen Interviews: Leser_inneninterview by meyrose.

Leser_innen-Interview #5: Üffi

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Liebe Leser_innen,

heute ist eine Berlinerin an der Reihe, die mehr Interessen hat als ein einziges Leben erfüllen kann.

Liebe Bärbel,

Leser_inneninterview by meyrose Iconoder sage ich besser Üffi oder Eau Minerale? Seit 2012 springst Du unter diesen Namen mit dem Blog Ü 50 durch die virtuelle Welt. Wir kennen uns von den ü30 Bloggern und hatten bereits das Vergnügen, uns persönlich zu treffen. Dabei war mein erster Eindruck im wahren Leben von Dir:

Bärbel ist genauso, wie ich sie mir vorgestellt habe. So etwas mag ich. Bin gespannt, was wir hier jetzt von Dir erfahren!

Dein Blog hat den Untertitel „Um was geht es hier eigentlich? Um Pflanzen, Tiere und Seniorensport? Oder doch lieber um Mode, Taschen und Kosmetik? Ü50 was? Businessjackets? Urlaubsreisen? Parfüms? Handtaschen? Nagellacke? On verra!*” Bleibt die Frage: Um was geht es denn wirklich? Was hat sich in den Jahren der Bloggerei alles in Deinen Blog geschlichen? Gibt es ein Kernthema?

Liebe Ines, es würde mich glücklich machen, wenn ich ein Kernthema hätte, eine Nische, in der ich mich gemütlich einrichte und in der mich Leute, die ähnlich gestrickt sind oder für die es irgendwie passt, besuchen kommen. Aber in meinem Leben passiert so viel und ich möchte vieles davon mit meinen Lesern teilen, so verzettele ich mich doch immer wieder auch mit Beauty- oder Lifestylethemen, weil ich plötzlich der Meinung bin, meinen Lesern den neuesten roten Nagellack oder glitzernden Cremetopf UNBEDINGT zeigen zu müssen.

In meinem Traum hätte ich gerne einen feinen Ü50-Fashion-Blog. Mit launigen Texten, guten Fotos und abgefahrenen Locations im Hintergrund. Mein Untertitel stammt noch von dem Tag, als ich den Blog begann. Er hat nur inzwischen ein paar Zeilen verloren, weil ich auch da viel zu viel reingepackt hatte.

Und von diesem Tag stammt auch die Sache mit den Namen. Weil ich meinen Vornamen nicht sehr mag, für den vollständigen Realnamen keine Traute hatte und wie immer eine Flasche Wasser neben mir stand, kam es zu Eau Minerale und im Forum war Annemarie der Name uefuffzich zu unaussprechlich und so wurde schnell Üffi daraus. Inzwischen habe ich mich irgendwie sogar an meinem Vornamen gewöhnt, vielleicht, weil er im Internet nur geschrieben und gelesen wird und nicht gesprochen.

Wie bist Du zum Bloggen gekommen und was bedeutet es Dir?

Ich bin seit zehn Jahren in verschiedenen Gemeinschaften unterwegs. Zuerst war da ein Faden bei eBay: Ein Dutzend Mädels und ein paar Jungs halfen anderen eBay Usern dabei, nicht auf Designerfakes reinzufallen. Daraus haben sich zwei bis drei Foren entwickelt, die ich zeitweise parallel besuchte, und davon blieb für mich das Taschenforum als meine Taschenheimat übrig. Dort schrieb ich anfangs Bildergeschichten über Taschen, Reisen und Events und bekam viel Zuspruch dafür. Das war mir irgendwann nicht mehr genug 🙂 und außerdem griff ein Blogfieber um sich. Viele Foruminen hatten plötzlich einen Blog – allerdings waren sie alle erheblich jünger als ich – und eines schönen Tages wollte ich es einfach auch mal versuchen.

Als ich im Herbst 2012 meinen Blog startete, tat ich es hauptsächlich, weil die Altersgruppe 50+ im Internet noch immer eher mit beiger Kleidung im Partnerlook, Kochrezepten, Dekowahn, Handarbeiten und Enkelbetreuung in Verbindung gebracht wird. Das wollte ich ändern. Und so blogge ich ein- bis zweimal wöchentlich über mein Leben, meine Reisen, meine Mode, meine Marken und ich schätze den direkten Austausch mit meinen Lesern  in Form von zahlreichen Kommentaren sehr.

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Viele Deiner Fotos sind ein absolutes Highlight. Mich beeindruckt dabei oft die gewählte Perspektive und ungewöhnliche Umgebung, auch bei fotografierten Dingen. Wie kommst Du auf diese Ideen? Wie entstehen Deine Fotos?

Meine Großeltern hatten einen Optikerladen. Sie verkauften auch Fotoapparate und hatten ein Fotolabor. Schon als Schulkind bekam ich einen Fotoapparat und knipste sehr überlegt, weil es ein recht teures Hobby war. Ein Grund, mit meinem Blog zu starten war auch, dass ich hoffte, die Unmengen von schönen Fotos, die hier auf meinen Festplatten lagern, mal der Welt zeigen zu können. Das ist allerdings eine Illusion. Bevor ich in alten Dingen herumkrame, ziehe ich lieber los und fange neue Eindrücke ein. Um Gestaltung und Perspektiven mache ich mir gar keine Gedanken. Sobald ich weiß, was ich fotografieren möchte, bekomme ich eine Idee für den Hintergrund oder begleitende Fotodeko.

Ich sehe bei Instagram oder auf Blogs oft diese sehr hellen zarten Fotos, so romantisch und verträumt. Ich liebe es, diese Fotos zu betrachten, habe aber nie versucht, diesen Stil nachzuahmen. Meine Fotos haben immer einen gewissen Kontrast – wie mein Leben – das passt zu mir!

Wie viele weiße Blusen hast Du aktuell im Kleiderschrank?**

Nur für Dich habe ich aktuell durchgezählt und ich weiß, dass eine in Nordfriesland hängt, aber gerade keine in der Reinigung ist. So komme ich auf 37 – aber nur 36 sind meine. Ich habe meine Mutter (Leserin der ersten Stunde) im März getroffen und sie brachte mir für Deinen Blog ganz ungefragt ihre DDR-Hochzeitsbluse vom Tag der zweiten Eheschließung 1988 mit. Also: Wenn es mal passt, bekommt Ihr sie zu sehen und danach hängt sie wieder bei meiner Mutti im Schrank.

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Du hast eine Vorliebe für Designeraccessoires und -bekleidung. Welches ist Dein Lieblingslabel bzw. -designer und warum?

Ich habe kein Lieblingslabel, ich greife mir von jedem, was mir am besten gefällt. Chanel für Abendtaschen, Ketten und Nagellack. Hermes für Stadttaschen, Gürtel, Schuhe und Bekleidung und Accessoires aus den edelsten Materialien. Louis Vuitton für modische Tücher, bunte Plastetaschen und beeindruckendes Reisegepäck. Christian Lacroix für Blusen und T-Shirts, Jean Paul Gaultier und Martin Margiela für ausgefallene Sichtweisen auf Althergebrachtes. Ich mag gerne klassische, zeitlose Kleidung, aber wenn diese beiden Herren die Klassiker leicht verfremden dann bin ich schnell zu begeistern.

Ich denke, man muss im Kleiderschrank lediglich ein paar echte Kracher haben, dann braucht man nur ab und zu ein paar Basics nachzukaufen. Ob das jetzt Marke oder Primark ist, entscheidet jeder für sich.

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Wie ist Deine Vorliebe für diese besonderen Dinge entstanden?

Meine Vorliebe für teure Klamotten ist geboren aus einer gewissen Not in der Kindheit. Es gab zu meiner Schulzeit fast nichts, das mir richtig gut passte. So lang und dünn war keiner vorgesehen bei der 0815-DDR-Mode und so bestrickte meine Mutter mich mit ihrer Strickmaschine. Nicht immer schön und als Schulkind habe ich echt gelitten. Zum Beispiel wenn ich zur Tanzstunde einen Minirock zu meinen Storchbeinen anziehen musste, obwohl die anderen alle Mädchen schon Midiröcke trugen, die gerade IN waren.

Sobald ich eigenes Geld hatte, gab ich es für Mode aus. Schon in der DDR kaufte ich mir einzelne Stücke im Exquisit. Wenn die Studienkumpels abends Bier trinken gingen, war mein Geld alle, aber ich hatte eine rote Bluse aus (Kunst-)Seide.

Wie geht Dein reales Umfeld mit Deiner Bloggerleidenschaft um?

In meiner Partnerschaft bekomme ich volle Unterstützung. Sei es, um mir den Rücken freizuhalten, wenn ich am PC hocke, sich um den Lebensmittelerwerb zu kümmern und für deren Zubereitung zu sorgen und letztendlich auch, wenn es darum geht, dass regelmäßig neue Fotos von mir benötigt werden – noch ist genug Geduld vorhanden.

Welche Leser_innen möchtest Du gerne mit Deinem Blog ansprechen? Auf welche Gedanken möchtest Du sie bringen?

Eigentlich müsste ich wohl mit Frauen Ü50 antworten, das stimmt aber nicht. Mein Lieblingsradiosender heißt im Untertitel NUR FÜR ERWACHSENE – und genau da sehe ich auch mein Blog. Egal, ob man Ü30, Ü40, Ü50 oder ÜXYZ ist – wenn man sich für modischen Schnickschnack, Tücher und Taschen interessiert, schaut man vielleicht gerne bei mir vorbei und kommt auch wieder. Und sei es nur, um auf andere Gedanken zu kommen. Ich möchte einfach nur etwas unterhalten.

LET ME ENTERTAIN YOU!

Wenn Du fremde Menschen auf der Straße siehst, was begeistert Dich optisch und worüber schüttelst Du den Kopf?

Zuerst mal: Ich schüttele sehr viel öfter den Kopf, als dass ich mich nochmal bewundernd umdrehe. Ich bin total kritisch und ein fürchterliches Lästermaul. Mich begeistert es, wenn Menschen Kleidung und Accessoires aufeinander abgestimmt haben und vor allem, wenn sie sich irgendwie dem Anlass entsprechend kleiden. Zerrissene (Designer-)Jeans und (diamantenbesetzte) Sneaker in der Oper finde ich schlimm, dann doch lieber ein Polyesterabendkleid. Aufgebrezelt bei LIDL in der Kassenschlage finde ich zwar auch übertrieben, aber lustig!

Du lebst in Berlin, kommst von der Ostseeküste, bist in Hamburg, Paris und an der Nordseeküste aber genauso zu Hause. Was macht für Dich das Lebensgefühl dieser verschiedenen Orte aus? Wo trifft man welche Facette von Dir?

In Berlin bin ich gedankenlos ICH – egal was ich trage oder mache. Ich gehe unter in diesem Schmelztiegel, fühle mich wohl dabei und picke mir raus, worauf ich gerade Lust habe.

In Paris lebe ich meinen Traum und sehe auch so aus. Wenn ich für Paris packe, dann nehme ich Sachen mit, die mir in Berlin zu fein wären. Und sei es nur, weil ich sie danach nicht einfach waschen kann, sondern in die Reinigung geben muss. Pflichthosen statt Jeans, Hermes Sneaker statt Adidas, Vuittontasche aus Leder statt aus Canvas. Es ist aber nur MEIN Bild von Paris. Das ist nicht die Realität. Ich weiß das und es ist mir egal!

Natürlich denke ich, wenn ich in Paris bin, auch immer daran, wie viele Menschen alleine bei dem Wort PARIS ins Schwärmen geraten und so versuche ich immer, Fotos für einen Blogbeitrag mitzubringen. Das ist total simpel: etwas Ladurée oder Diptyque, ein Stück vom Eiffeltum, einen Schluck von der Seine, ein Glas Champagner und dazu eine orange Schachtel und die Likes flattern einem ins Haus!

Wenn ich Paris mit einem Wort beschreiben soll, dann fällt mir echt nur LIEBE ein. Ich liebe alles dort, denn alles ist besser oder schöner: Die Straßen, die Häuser, die Leute, die Taschen, das Essen, die Gerüche…aber es ist auch teurer und ich kann die Sprache nicht – deshalb lebe ich in Berlin.

In Hamburg übe ich noch – die großen, schlanken, leicht gebräunten und gesträhnt erblondeten Hanseatinnen mit ihrem stolzen geraden Gang und in ihrem klassischen und leicht maritimen Look samstags auf dem Neuen Wall haben meine volle Anerkennung – allerdings würde ich ihnen gerne etwas Steife nehmen.

An der Ostseeküste bin ich zu Hause und sehe dann auch so aus 🙂 . Bei der Familie ist Styling nicht nötig. Da werde ich auch mal zur Karoblusentante!

In Nordfriesland ist es etwas anders: da ist es entweder kalt, regnet oder es ist sehr warm. Darf ich hier von praktischer Kleidung reden? Denn dort trage ich es tatsächlich eher praktisch – naja, für Sylt packe ich auch gerne etwas aus dem Schrank mit den teuren Fummeln mit in den Koffer.

Was wird es auf Deinen Blogs voraussichtlich nie zu sehen geben?

Mein Zimmer – das ist meins, das teile ich nicht gerne. Auch im RL nicht. Man darf dort nix anfassen, alles meins. Ich habe mich total übertrieben damit. Kennst Du das, wenn Du Dir Deine Lieblingszeitung oder einen teuren Bildband gekauft hast, jemand nimmt es vor Dir in die Hand und blättert es gedankenlos durch und hinterlässt solche halbrunden Knicke auf dem Hochglanzpapier?*** Ich kann damit nicht umgehen, also: TÜR ZU – von außen bitte.

Was inspiriert Dich auf anderen Blogs? Warum liest Du meinen Blog?

Bei anderen Blogs inspirieren mich recht viele Dinge: Die Leute, deren Outfits, Fotoideen, Geschichten, Hintergründe, Testergebnisse…etc. Und, ja – irgendwie ist es auch fein, dass die kleine Portion Voyeurismus in mir etwas zu sehen bekommt. Dafür bloggen Blogger doch – oder?

Deinen Blog lese ich, weil ich mit Deinen Beiträgen immer etwas anfangen kann, sie kurzweilig sind, überlegt, wohlformuliert und gut recherchiert und weil ich Dich im RL kenne und Dich mag, auch Deine Art zu bloggen. Ich fühle mich Dir einfach irgendwie verbunden und – es ist ganz einfach: Ohne Deinen Blog würde mir etwas fehlen.

Ich mag auch Deine Beiträge, an denen ich mich reiben kann, wie an dieser Minimalismusdiskussion. Ich habe nichts gegen Konsum- oder Mülleinschränkungen, Ressourcenschonung oder Wassersparen, aber wieso ich meinen Kleiderschrank regelmäßig rigoros ausmisten soll, um zweimal im Jahr neue Sachen zu kaufen, die qualitativ nicht besser als die alten sind und mir daraus dann auf Krampf sieben verschiedenen Outfits basteln soll, werde ich nie verstehen.

Was beschreibt Deine Grundeinstellung zum Leben in einem Satz?

Besser geht immer!

Vielen Dank für das Interview!Copyright http://uefuffzich.blogspot.de/http://uefuffzich.blogspot.de/

Habt Ihr weitere Fragen an Bärbel? Dann besucht einfach ihren Blog – dort findet Ihr heute auch noch mehr Bilder aus der pinken Session – und stellt sie dort im Kommentarfeld oder hier. Ich habe mich sehr gefreut, wieder neue Seiten an Bärbel zu entdecken. Vielen Dank an diese spannende Frau!

Du möchtest auch gerne hier vorgestellt werden? Dann melde Dich bei mir, gerne auch als Nicht-Bloggerin!

Hier findet Ihr die bisherigen Interviews: Leser_inneninterview by meyrose.

  1. * frz. „on verra“ bedeutet „das wird sich zeigen“, habe ich erstmal ergoogelt … []
  2. ** Die Frage ist ein kleiner Insider, weil ich fasziniert davon bin, wie viel Kleidung Bärbel im Fundus hat und wir ganz unterschiedlich über das Thema Minimalismus denken. []
  3. *** Ja, das kenne ich nur zu gut … []

Leser_innen-Interview #4: Sabina

Liebe Leser_innen,

heute darf ich Euch eine Bloggerin vorstellen, die wie ich ein Faible für Farben hat.

Leser_inneninterview by meyrose IconLiebe Sabina,

seit Sommer 2013 kenne ich Dich virtuell von den ü30 Bloggern. Dort bist Du mit den Blogs So nur in Frankfurt und Oceanblue Style vertreten. Ich glaube über Dich zu wissen, dass Du eine Vorliebe für ungewöhnliche Stylings hast, Kalifornien liebst, für New York schwärmst, aber auch die Nordfriesischen Inseln magst und gern in Frankfurt lebst. Mal sehen, was davon stimmt und was wir sonst noch erfahren!

Du bist in der Bloggerwelt in zwei Bereichen vertreten. Womit beschäftigst Du Dich beim Bloggen am liebsten? Was unterscheidet Deine beiden Blogs voneinander?

Du redest von Streetstyle So nur in Frankfurt, wo es um Mode und Design in unserer Mainmetropole geht. Der Blog ruht gerade, weil nach nur etwa einem Jahr aktiven Bloggens ein Frankfurter Verlag mir eine freie Mitarbeit angeboten hat. Dafür teile ich nun Insidertipps rund um Mode und Lifestyle auf Frankfurt-Tipp. Meine eigene Modeliebe ist komplett in Oceanblue Style, meinem Ü40 Fashionblog, aufgegangen.

Ich mag beide Babies gleich gern: berichte aus Frankfurt, wie schön es sich hier lebt, was sich hier in Sachen Mode tut, wo es sich gut shoppen lässt. OB Style zeigt tragbare Trends für Beruf und Freizeit für Frauen über 40, bietet auch Shoppingideen rund um Frankfurt sowie Reisetipps zu Kalifornien und New York.

Erwachsene Frauen schätzen den direkten Ideenaustausch mit einer gleichaltrigen Modeinteressierten enorm. Sie fühlen sich inspiriert und ermutigt, ähnliche Looks selbst auszuprobieren. Gegründet habe ich den Blog vor allem wegen der positiven Resonanz zum eigenen Stil. Ich erzähle meinen Leserinnen am liebsten von Designmarken, deren handwerkliche Qualität man sehen und spüren kann und welche auch noch bezahlbar sind, mache aus Trends tragbare Alltagslooks.

Wie bist Du zum Bloggen gekommen und was bedeutet es Dir?

Inspiriert hat mich der Pionier der Streetstyle Fotografie, Scott Schuman. Ich bin ehemalige Onlineredakteurin, fand immer schon, dass das äußere Bild von Frankfurt nicht das Lebensgefühl ihrer Bewohner wiederspiegelt. So führte eins zum anderen, rucki-zucki gründete ich zuerst So nur in Frankfurt. Durch die positive Resonanz, die Freude am Austausch mit Gleichgesinnten wie unserem Ü30 Netzwerk, nahm das Bloggen immer mehr Raum ein. Das ist aber von mir auch so gewollt: Ich kann mich mit Mode und Design beschäftigen – Themen, die mich schon seit Kindertagen begeistern und und mir immer neue Möglichkeiten eröffnen: In Frankfurt biete ich im Sommer einen Englischkurs mit dem Titel Fashion in Frankfurt an – eine Kombination aus Englisch lernen, Modegesprächen und Stadtrundgang.

Deine Blogartikel haben wenig Text. Wie schaffst Du es, Dich so kurz zu fassen?

Das habe ich ja gelernt (siehe oben.) Aber das kann jede Bloggerin auch für sich üben, indem sie regelmäßig schreibt. Wer im Internet liest, mag selten scrollen. Daher schreibe ich nutzwertorientiert: Meine Leserinnen können viele Modeeindrücke, neue Inspiration in sehr kurzer Zeit mitnehmen. Eine Ausnahme bilden da natürlich die Reiseposts zu Kalifornien oder NYC. Aber wer die Tipps liest, will sich entspannen, der Muße hingeben und beim Anschauen der Bilder ins Träumen geraten.

Deine Outfitfotos entstehen an verschiedenen Stellen. Wie findest Du die passenden Orte?

Frankfurt macht es mir mit seiner Widersprüchlichkeit leicht. Als ich vor mehr als 15 Jahren in die Rhein-Main Region zog, habe ich mir die Stadt gründlich angesehen, bin viel herumspaziert. Manchmal ist der Ort aber auch Zufall, dann bin ich vielleicht gerade vom Einkaufen nach Hause marschiert und habe eine verfallene Kirchenmauer oder eine neue Häuserwand entdeckt. Oder meinem Mann fällt etwas ein. Ich überlege auch, wie sich das Outfit spannend präsentieren lassen könnte.  Meistens spielen aber praktische Überlegungen wie Nähe und Zeitaufwand eine Rolle. Denn wir fotografieren – wie Du und viele andere Bloggerinnen auch – nach Feierabend oder am Wochenende neben dem Fulltime Job.

Wie geht Dein reales Umfeld mit Deiner Bloggerleidenschaft um?

Es hat sich mittlerweile daran gewöhnt, dass ich beim Essen immer die Kamera zücke. Um eine bessere Work-Life Balance zu erzielen, bezeichne ich mittlerweile selbst manche Treffen als privat und als nicht für den Blog bestimmt. Das ist für alle Beteiligten entspannend und befriedigender.

Welche Leser_innen möchtest Du gerne mit Deinen Blogs ansprechen? Auf welche Gedanken möchtest Du sie bringen?

Ob ich sie auf Gedanken bringen möchte, weiß ich nicht. Und wenn, dann auf gute *g* Sicherlich möchte ich Gleichaltrige und Modeinteressierte stilistisch anregen und ihnen Inspirationen bieten.

Ich stelle mir vor, dass es vielen erwachsenen Frauen so geht wie mir: Ich habe die Nase voll davon, Kleidung angeboten zu bekommen – im Modemagazin, in Katalogen – die Anfang 20jährige präsentieren. Eine erwachsene Frau bestimmt doch ihren eigenen Stil und setzt eigene Normen. Und wenn es um Mode geht, gibt es nur Vorschriften?

Fragen wie „Kann man mit 40 Minirock tragen?“. Das bekomme ich nicht zusammen. Ich denke, es wird Zeit, dass Magazine und Designer mehr Frauen statt Mädels zeigen. Das ist eine Frage der Wertschätzung für die kaufkräftige Ü40 Altersgruppe. Warum soll ich etwas kaufen oder ansehen, was die kritische Nörgelstimme im Kopf anschaltet und wo ich beim Blick in den Spiegel natürlich älter aussehe als die glatten 14jährigen. Wer sich als erwachsene Frau schön und gut fühlen will, liest einen anspruchsvollen Modeblog. Da findet sich für jeden Geschmack die passenden Anregung.

Was wird auf Deinen Blogs voraussichtlich nie zu sehen geben?

Meinen Mann, den Herrscher hinter der Kamera, und meine beiden Wellensittiche, Felix (14,5/blau) und Albert (9/grün). Sie haben ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Anonymität, was ich respektiere. 🙂

Wie würdest Du Deinen eigenen Stil beschreiben?

Als Europäerin im lässigen Südkaliforniern gelebt zu haben, hat meinen Stil entspannt. Genauso wie meine langjährige Vorliebe für Coco Chanel und Audrey Hepburn ihm Schliff verliehen hat. Ergebnis? Eine Kleidungsstil mit lockerer Eleganz, manchmal trendy, meistens ein bißchen edgy, also unangepasst und doch erwachsen. Also trage ich etwa zum enganliegenden Marinekleid keine Pumps, sondern coole Wildledersandalen. Trage das kleine Schwarze, aber auch Jogginghosen.

Was inspiriert Dich auf anderen Blogs? Warum liest Du meinen Blog?

Mehr noch als andere Blogs inspiriert mich aktuell Pinterest. Das ist ein endloser Schatz an Ideen, die ich gern neu umsetze. Deinen Blog lese ich seit langem, eigentlich seitdem ich Dich durch das fabelhafte Ü30 Bloggernetzwerk kennenlernen durfte. Deine verbindliche und sympathische, zugleich kompetente Art hat mich sofort angesprochen. Das spiegelt sich für mich auch in der hohen Qualität deiner Beiträge wieder. Ich schätze den Austausch über Mode und Farben mit Dir, Deine Kreativität ist ansteckend. Ein Besuch bei Dir bereichert mich auf vielen Ebenen.

Was beschreibt Deine Grundeinstellung zum Leben in einem Satz?

Man lebt nur einmal.

Habt Ihr weitere Fragen an Sabina? Dann besucht einfach ihren Blog und stellt sie dort im Kommentarfeld oder hier. Ich habe mich sehr gefreut, Sabina so etwas besser kennenlernen zu dürfen. Vielen Dank an diese facettenreiche Frau!

Du möchtest auch gerne hier vorgestellt werden? Dann melde Dich bei mir, gerne auch als Nicht-Bloggerin!

Hier findet Ihr die bisherigen Interviews: Leser_inneninterview by meyrose.

Leser_innen-Interview #2: Bianca

Leser_inneninterview by meyrose IconLiebe Leser_innen,

die neue Interviewreihe geht in die 2. Runde.

Nach #1 Gunda vom Blog Hauptsache warme Füße stellt sich heute Bianca von Kleidungs-Stück meinen Fragen.

Liebe Bianca,

im Januar 2014 hast Du Dich als stille Leserin meines Blogs zum ersten Mal gezeigt. Seit Mai 2014 hast Du Deinen eigenen Blog Kleidungs-Stück, in dem Du besondere Kleidungsstücke und Accessoires mit ihren Geschichten vorstellst: geliebte Schätze als Gegenentwurf zu Mode-Fast-Food.

Als Leserin Deines noch jungen Blogs schätze ich Deine Art, Geschichten zu erzählen, und finde es spannend, Deine unterschiedlichen äußerlichen Seiten mit einem Blick ins Innere zu entdecken. Dabei habe ich durchaus schon die eine oder andere Gemeinsamkeit erschmunzelt und kann mir vorstellen, dass meine Leser_innen auch Freude daran haben, Dich kennenzulernen. Deshalb möchte Dich gerne hier im Lesergespräch vorstellen.

Wie bist Du zum Bloggen gekommen?

Liebe Ines, erstmal danke ich Dir herzlich für Deine warmen Worte zu meinem Blog, bei dem Du außerdem eine derjenigen warst, die durch ein ehrliches Feedback gleich zu Anfang sehr willkommene (und erbetene!) Starthilfe gegeben hat!

Ich bin eigentlich durch zwei zunächst völlig voneinander unabhängige Leidenschaften zum Bloggen gekommen: das Schreiben, was ich schon mein ganzes Leben lang irgendwie ausübe und das Interesse an Mode. Nach der Geburt meiner Kinder war ich modemäßig nicht mehr die Alte und konnte mit dem Inhalt meines Kleiderschrankes wenig anfangen.

Als ich mich auch in Modezeitschriften nur noch selten wiederfinden konnte, habe ich neue Inspirationsquellen gesucht und dabei Modeblogs entdeckt. Zunächst natürlich die der Jungen und Hippen. Auf der Suche nach Blogs für erwachsene Frauen über 30 bin ich auf das Ü30-Netzwerk gestoßen. Ich habe mich ziemlich lange einfach so still durch die einzelnen Blogs gelesen, später auch bei der einen oder anderen Bloggerin kommentiert.

In dieser Zeit ist bei mir die Idee gereift, dass ich durch einen Modeblog meine beiden Leidenschaften, Schreiben und Mode, miteinander verknüpfen könnte. Zunächst war ich sehr unsicher, denn mir war natürlich gleich klar, dass ich weder Meisterfotos noch Wahnsinnsoutfits zu bieten habe. Dann habe ich mir aber gesagt, dass die meisten Bloggerinnen im Netzwerk auch ganz normale Frauen sind und dass ich meine Nische vielleicht darin finden könnte, dass ich ganz ordentlich schreiben kann. Und nach einer gesunden Zeit der Abwägung, habe ich mich schließlich dafür entschieden, es einfach mal zu versuchen.

Was bedeutet Dir das Bloggen?

Es ist zu einem nicht unwesentlichen Teil meines Lebens  geworden. Ich ertappe mich im Alltag vielleicht sogar manchmal zu oft dabei, wie ich überlege, was ich wann und wie in meinem Blog verarbeiten könnte. Ich muss wirklich sagen: es steckt Herzblut darin. Sonst würde ich es auch nicht machen.

Wie ist es für Dich, Artikel zu schreiben und zu veröffentlichen?
Gibt es dabei innere oder äußere Widerstände?

Innere Widerstände gibt es leider immer wieder. Ich frage mich ständig, ob das, was ich mache, gut genug ist, ob es überhaupt jemanden interessiert und was ich verbessern könnte. Aber ich glaube, diese Art von Selbstzweifel gehört auch dazu und treibt einen an, seine Sache so gut wie möglich zu machen. Man muss aber akzeptieren, dass es andere gibt, die manches einfach besser können als man selber und sich stattdessen auf das konzentrieren, worin man gut ist.

Zu den größten äußeren Widerständen gehört die knappe Zeit, die ich als berufstätige Mutter von kleinen Kindern habe. Aber das ist eben so und ich mache das Beste aus den Ressourcen, die ich zur Verfügung habe.

Was fällt Dir am leichtesten? Was ist die größte Hürde?

Am leichtesten fällt es mir, die Texte zu schreiben. Ich stecke voller Gedanken, Geschichten und Erinnerungen. Die Worte purzeln nur so aus mir heraus, wenn ich erstmal im Prozess des Schreibens bin.

Die größte Hürde sind die Fotos. Die haben mich auch lange davon abgehalten, meinen Blog in Angriff zu nehmen. Als ich dies einmal auf meinem Blog ansprach, schlug mir eine Kommentatorin vor, doch auf Fotos zu verzichten, da vor allem meine Texte das Herzstück meines Blogs seien. Darüber habe ich tatsächlich nachgedacht.

Wie geht Dein reales Umfeld mit Deiner neuen Leidenschaft um?

Die Reaktionen gehen von „Find ich total super.“ über „Was bringt Dir das denn?“ bis zu „Du bist bescheuert, dass Du Dir das neben Deinen ganzen Verpflichtungen auch noch antust!“. Schön war auch „Blogger finde ich zum Kotzen mit ihrer Sucht nach Selbstdarstellung!“.

Natürlich würde ich lügen, wenn ich behaupte, dass mich die Reaktionen von anderen völlig kalt lassen. Aber nur, wer selber mit Leidenschaft bloggt, kann ermessen, wie bereichernd und erfüllend dies sein kann. Auch und vor allem, wenn man Teil einer Gemeinschaft ist, die sich grob durch das Interesse an Mode gefunden hat, aber doch durch so viel mehr zusammengehalten wird. Manche Bloggerinnen empfinde ich fast wie Freundinnen, obwohl ich sie noch nie in echt getroffen habe.

Worte spielen auch in Deinem Beruf eine große Rolle. Macht das für Dich Schreiben leichter oder schwerer?

Weder noch, aber ich glaube, die Liebe zu Worten, Texten und Sprache hat beide Entscheidungen stark beeinflusst, sowohl die zu meinem Beruf – ich bin Französisch- und Deutschlehrerin – als auch die, mich privat mit dem Schreiben von Texten zu befassen.

Welche Leser_innen möchtest Du gerne mit Deinem Blog ansprechen?

Ich mache mir nicht so große Gedanken über die Zielpersonen meines Blogs. Dabei stelle ich mir vor, dass diejenigen, die gern professionelle Fotos mit katalogreifen Outfits sehen möchten, eher weniger Interesse an meinem Blog haben. Es werden eher Menschen sein, die meine Texte mögen und sich vielleicht mit meiner Lebenssituation identifizieren können. Ich freue mich grundsätzlich über jeden, der mich auf meinem Blog besucht!

Was wird auf Deinem Blog voraussichtlich nie zu sehen geben?

Fotos von meinen Kindern. Ich finde nicht, dass ich das Recht dazu habe, ihre Privatsphäre zu verletzen, indem ich sie einer Öffentlichkeit preisgebe, für die sie sich nicht bewusst entscheiden konnten. Außerdem: freizügige Fotos von mir. Dabei würde ich mich nicht wohl fühlen.

Kleidungsstile wechseln mit äußeren Rahmenbedingungen. Du bist gerade in einer Lebenssituation mit zwei Kleinkindern, die Dich nicht alles sinnvoll tragen lassen, wonach Dir der Sinn steht. Wo möchtest Du mit Deinem Kleidungsstil hin? Wie sieht für Dich die Bianca aus, die mit den Lebensanforderungen und ihrer dazu passenden Kleidung im Reinen ist?

Da sprichst Du einen sehr interessanten und irgendwie auch wunden Punkt an, liebe Ines, der auch zeigt, dass Du mich schon ein kleines bisschen kennst. Denn in der Tat verlangt mein Alltag von mir eine eher unkomplizierte, pflegeleichte und robuste Kleidung, während mein Herz für elegante Seidenstoffe und anspruchsvollen Kaschmir schlägt. Mein Blogartikel dazu: Über Vorlieben und Anlässe.

So habe ich eigentlich zwei Garderoben: eine für die Arbeit und zum Ausgehen, eine für den Alltag mit den Kindern. Wohin ich mit meinem Kleidungsstil will und wie ich ihn einschätze, habe ich im Blogbeitrag So finde ich meinen Stil gerade erläutert, zu dem mich Stephanie, die Modeflüsterin, mit ihrem Projekt zur Stilfindung inspiriert hat, bei dem Du ja auch dabei warst als die Natürliche.

Was inspiriert Dich auf anderen Blogs?

Das ist ganz unterschiedlich. Manche Blogs inspirieren mich durch die großartigen, geschmackvollen und stilsicheren Outfits, die gezeigt werden. Bei anderen mag ich vor allem die geistreichen, lehrreichen oder witzigen Texte. Wiederum andere Blogs lese ich, weil mir die Bloggerin dahinter sympathisch ist. Es gibt natürlich auch Mischungen aus mehreren oder allen Aspekten.

Warum liest Du meinen Blog?

Bei Dir ist es eine Mischung aus Interesse für Deine Person und Deinen Artikeln. Du bist mir von Anfang an sehr sympathisch gewesen, einfach weil Deine Beiträge und Kommentare ehrlich und authentisch sind, Du viel subtilen Humor besitzt und dabei so hilfsbereit und warmherzig bist. Andererseits habe ich auch großen Respekt vor Deinem Wissen und Deiner Erfahrung als Stilberaterin und profitiere regelmäßig davon, wenn Du erklärst, warum was wie zusammen passt und kombiniert werden kann. Ich lege auch großen Wert auf Deine Meinung und bin stolz, wenn Du Dich zu einem meiner gezeigten Stücke positiv äußerst. Ich weiß nämlich, dass Du dies nicht tun würdest, wenn Du es nicht so meinst.

Womit möchtest Du Deine Leser_innen auf neue Gedanken bringen?

Eigentlich habe ich so ein pädagogisches Konzept gar nicht. Ich möchte sie einfach unterhalten und freue mich, wenn es gelingt.

Was ist Deine Lieblingsjahreszeit?

In der Farbtypenlehre ganz klar: Winter. Ich liebe die klaren, kalten, leuchtenden Farben, die diesem Farbtypen stehen (ganz zufällig gehöre ich auch zu dieser Sorte 😉 ).
In der Natur ebenso klar: Frühling. Wenn alles keimt, knospt und blüht, erwacht auch in mir eine intensive, pulsierende Lebenslust und Energie.

Welches ist Deine Lieblingsfarbe?

Pink! Und da Schwarz und Weiß eindeutig Nicht-Farben sind, kann ich sie hier auch nennen, ohne das Maß zu überschreiten. Dann MUSS aber noch Royalblau und ein kräftiges Türkis dazu, sonst ist es nicht komplett. Im Schmuckbereich liebe ich Silber und schimmernde Perlen.

Ohne welches Essen könntest Du nicht gut leben?

Brot! Ich habe in meiner Jugend mehrere Jahre in einer Bäckerei gejobbt und dort einen sehr feinen Geschmack für gutes und hochwertiges Brot entwickelt. Noch heute liebe ich frisches Brot und vermisse es auf Reisen in andere Länder immer am meisten. Im Gegensatz zu Dir mag ich es übrigens gern mit Butter 😉 .

Was beschreibt Deine Grundeinstellung zum Leben in einem Satz?

Über diese Frage habe ich am längsten nachgedacht. Dabei sind mir drei Dinge klargeworden:

  1. Ich habe gar keine Grundeinstellung zum Leben.
  2. Kompliziertes in nur einem Satz auszudrücken, liegt mir einfach nicht.
  3. Die Grundeinstellung, die ich leider nicht habe, aber wahnsinnig gerne hätte, lautet:
    Sorge dich nicht – Lebe!

Zum Abschluss danke ich allen, die bis hierher durchgehalten haben und vor allem Dir, liebe Ines, für diese reizvollen Fragen. Es hat mir einen Riesenspaß gemacht, sie zu beantworten!

Habt Ihr weitere Fragen an Bianca? Dann besucht einfach ihren Blog und stellt sie dort im Kommentarfeld. Ich habe mich sehr gefreut, Bianca so etwas besser kennenlernen zu dürfen. Vielen Dank an diese lebensfrohe Frau!

Du möchtest auch gerne hier vorgestellt werden? Dann melde Dich bei mir, gerne auch als Nicht-Bloggerin!

Hier findet Ihr die bisherigen Interviews: Leser_inneninterview by meyrose.

Leser_innen-Interview #1: Gunda

Leser_inneninterview by meyrose Icon

Liebe Leser_innen,

heute startet eine lose Reihe, in der ich Euch besondere Leser_innen dieses Blogs in Interviews vorstelle. Den Anfang macht Gunda vom Blog Hauptsache warme Füße!.

Liebe Gunda,

vermutlich bist Du die erste Leserin, die den Blog meyrose – fashion, beauty & me von hinten bis vorne komplett gelesen hat. Am 14. Januar 2014 habe ich Deinen ersten Kommentar gesehen und war ganz überrascht, zu einem alten Beitrag einen aktuellen Kommentar zu erhalten. Kurz darauf hast Du mich dann aufgeklärt:

„Vielleicht hast Du’s schon gemerkt, Ines – ich arbeite mich in Deinem Blog langsam von hinten nach vorne durch. Habe tatsächlich bei Deinem allerersten Post angefangen und hoffe, ich komme irgendwann bei den aktuellen Beiträgen an. 🙂 “.

Inzwischen bist Du nicht nur bei den aktuellen Beiträgen angekommen, sondern schreibst selbst einen Blog. Ich freue mich, diese Entwicklung bei Dir gefühlt live miterleben zu dürfen und möchte Dich gerne meinen Leserinnen durch dieses Lesergespräch vorstellen.

Was hat Dich bewogen, Dich in einem halbem Jahr durch den Blog zu lesen?

Irgendwie ist er so’n bisschen mein Blogzuhause. Ich find’ ihn toll, weil er eine so gute Mischung aus Informativem und Persönlichem beinhaltet. Ich mag die (meisten) Bilder, Deine Art zu schreiben, die klare Übersichtlichkeit, die Bandbreite der Themen. Ich finde mich auch in Vielem wieder – bin ja scheinbar auch kein SOOOO anderer Typ als Du – in einigen Bereichen zumindest.

Außerdem – ich erwähnte es glaube ich bereits in einem Kommentar– entspannt mich Dein Blog irgendwie. Keine Ahnung, warum, aber es ist so, und da mich leider nur sehr wenige Dinge im Leben entspannen, finde ich das besonders erwähnenswert. Und inspiriert wurde ich auch schon des Öfteren!

Freut mich, dass meine Schreibe eine entspannende Wirkung auf Dich hat. Womit konnte ich Dich denn zum Beispiel konkret inspirieren?

Konkret? He, ich bin Ü50 – in diesem Alter ist das mit dem Gedächtnis nicht mehr so einfach. Ob ich mir jetzt alles noch mal …? Nein, im Ernst: Konkret habe ich durch Deinen Blog beispielsweise die wunderschönen invero-Dreieckstücher für mich entdeckt sowie die Art, Tücher zu binden und zu Hause unterzubringen (Tücher-Schublade).

Dank Deines Blogs besiege ich gerade meine Aversion gegen Kleider, habe die nur die-Strumpfhosen und diverse andere Marken-Artikel ausprobiert, zum ersten Mal überhaupt von einigen mir bis dato unbekannten Labels gehört, ebensolche Shops kennengelernt, verwende gelegentlich das Wort Modemathematik und VERSUCHE, mich – wie Du – auch mal schneller von mir nicht stehenden oder in die Jahre gekommenen Kleidungsstücken zu trennen. Letzteres funktioniert jedoch nicht – da bin ich wohl doch eher der Hamstertyp. 😉

Ohne Deinen Blog und die Links in den Texten hätte ich weder einige interessante und zum Teil sehr nette Bloggerinnen, noch das Ü30-Blogger-Forum kennengelernt und wäre nicht auf diverse tolle Aktionen gestoßen. Was für mich im Übrigen auch unterstreicht, wie wichtig Links in Blogbeiträgen sind oder sein können – es sei denn, der Blogger/die Bloggerin sieht am liebsten allein sich selbst im Focus. 😉

Du hast seit März 2014 Deinen eigenen Blog Hauptsache warme Füße!. Was war für Dich der Auslöser, einen eigenen Blog zu schreiben?

Zunächst kam mein Ende 2013 durch die Fernseh-Sendung Shopping Queen plötzlich und unerwartet ausgelöstes Interesse für Mode. Dann stellte ich fest, dass ich lediglich anhand eines Spiegels nicht zu beurteilen vermag, was mir steht und was nicht. Somit schoss ich mit Selbstauslöser bei uns zu Hause immer mal Fotos meiner Outfits und versuchte, diese zu vergleichen. Irgendwann kam ich dann auf die Idee, das Ganze öffentlich zu tun, um evtl. Reaktionen von anderen Menschen zu erhalten und daraus zu lernen. Zudem hatte ich Lust auf ein neues Hobby und neue Kontakte, die sich m. E. leichter über gemeinsame Interessen knüpfen lassen und wenn man auch etwas von sich selbst preisgibt.

Anfangs hatte ich etwas Angst vor Ganzkörperfotos von mir in der Öffentlichkeit, aber a) hatte ich durch meine von 1998 bis 2010 dauernde Katzenzucht schon ein wenig Übung im Online-Auftritt, b) mag ich per se keine Outfitfotos mit abgeschnittenem Kopf, c) habe ich ja zumindest bei Blog-Kommentaren die Möglichkeit, sie vor Veröffentlichung zu prüfen und d) halte ich mich nicht für so spannend, dass ich allzu sehr ins Licht der Öffentlichkeit rücken könnte. 😉

Die Domain Deines Blogs heißt Home of Calories bzw. http://homeofcalories.blogspot.de –  Was hat es damit auf sich?

Nicht viel. Ich hatte einfach nach einem Begriff gesucht, der IRGENDWIE zu mir passen könnte und da ich Supermärkte liebe, gern und viele Lebensmittel einkaufe, koche oder backe und das Gekaufte bzw. daraus Hergestellte zu mir nehme, zusammengefasst also Essen mein Liebstes ist, war dieser Begriff naheliegend. 😉

Warum sind Domain und Blogname nicht gleich?

Autsch – Salz in meiner Wunde! 🙁

Da ich vom Bloggen anfangs so überhaupt nichts verstanden hatte, habe ich damals auch nicht erfasst, dass es sinnvoll ist, einen Zusammenhang zwischen Domain und Blogname herzustellen bzw. dass idealerweise sogar Beides gleich sein sollte. Ich wusste nicht, dass man z. B. sagen würde „Gunda von Home of Calories“ oder „Gunda von Hauptsache warme Füße!“. Den Blognamen im Header hatte ich wohl einfach für nicht so wichtig gehalten – leider ist das dumm gelaufen. Und nun denke ich gelegentlich darüber nach, etwas an dieser Divergenz zu ändern, weiß jedoch leider nicht, wie ich das anstellen soll. Falls jemand, der das hier liest, eine gute Idee dazu hat, die ich auch umsetzen kann, bitte unbedingt her damit! Tausend Dank.

Welche Leser_innen möchtest Du gerne mit Deinem Blog ansprechen?

Über eine Zielgruppe habe ich mir, ehrlich gesagt, keine Gedanken gemacht, sondern einfach aus Spaß mit dem Bloggen losgelegt. Ich möchte ja auch niemandem etwas beibringen oder so. Mein Blog ist in erster Linie eine Art Tagebuch, bei dem ich mithilfe des Feedbacks, was über die Kommentare kommt, meine Selbstwahrnehmung schulen kann. Ich freue mich ja auch immer wieder über die Blogs anderer nicht mehr ganz junger Frauen, die ihre Outfits im Internet zeigen und ihren Lesern dabei etwas über sich erzählen, und bin immer der Meinung, dass man ruhig etwas zurückgeben sollte, wenn man Angebote gern für sich selbst nutzt.

Zum Beispiel lese ich auch vor Kauf- oder Buchungsvorgängen häufig Produkt- oder Hotelbewertungen im Netz und finde, dass ich aus diesem Grund auch selbst welche schreiben sollte. Schon allein, um zwischen den zahlreich kursierenden Fakes auch echte Meinungen im Netz zu haben. 😉

Ich freue mich über jeden, der sich die Zeit nimmt, meine Texte zu lesen und meine Bilder anzusehen und dessen Interesse evtl. sogar so weit geht, dass er meine Beiträge kommentieren oder mit mir in einen kleinen Dialog treten möchte. Ob diese Person nun 20 oder 60 Jahre alt ist, ist mir ganz egal. Toll finde ich natürlich auch die Kommunikation mit anderen Bloggerinnen und würde die eine oder andere sehr gern mal persönlich kennenlernen.

Was wird auf Deinem Blog voraussichtlich nie zu sehen geben?

Bilder von mir in Bademode oder ähnlich freizügigen Kleidungsstücken sowie Selbstgenähtes. 😀

Kleidungsstile wechseln mit äußeren Rahmenbedingungen. Du bist gerade im Wandel. Was ist der Auslöser? Wo möchtest Du mit Deinem Kleidungsstil hin?

Der Auslöser war ja erstaunlicherweise, wie schon gesagt, die Fernsehsendung Shopping Queen, bei der ich durch die Kommentare des Designers Guido Maria Kretschmer gelernt habe, dass jede Frau, ob dick, dünn, groß, klein, jung oder eben auch alt nicht nur, aber AUCH mit Hilfe von Kleidung mehr aus sich machen kann. Zudem war mein Kleidungsstil in den Jahren zuvor mit dem ausschließlichen Tragen von irgendwelchen Hosen, irgendwelchen Shirts, dazu meist Sweat- oder Fleecejacke sowie irgendwelchen bequemen Schuhen (Hauptsache nicht so teuer) schlichtweg nicht existent, ich hatte Zeit für ein neues Hobby und so passte alles ganz gut zusammen.

Wo möchte ich hin? Idealerweise zu einem Kleiderschrank, welcher ausschließlich Lieblingsstücke beinhaltet, die ich ALLE gern anziehe und in denen ich samt und sonders gut aussehe. 🙂

Was inspiriert Dich auf anderen Blogs?

Das ist extrem unterschiedlich. Bei einem sind es die großartigen Fotos, bei einem anderen der Mut zu verschiedenartigsten Outfits, bei einer dritten Person bewundere ich die Stilsicherheit, bei der vierten das tolle Aussehen an sich, bei der fünften den Schreibstil, etc. etc. …

Was ist Deine Lieblingsjahreszeit?

Eindeutig der FRÜHLING!

Welches ist Deine Lieblingsfarbe?

Rot. Und die Nichtfarbe Schwarz.

Ohne welches Essen könntest Du nicht gut leben?

Schokoriegel!!! Aber auch nicht ohne Knoblauch, ohne Käse, ohne Pasta usw. usw. Worauf ich hingegen recht einfach verzichten könnte, wäre zum Beispiel Salat … 😉

Was beschreibt Deine Grundeinstellung zum Leben in einem Satz?

Hinter dem eigenen Horizont geht es noch weiter.

Habt Ihr weitere Fragen an Gunda? Dann besucht einfach ihren Blog und stellt sie dort im Kommentarfeld. Ich habe mich sehr gefreut, Gunda so etwas besser kennenlernen zu dürfen. Vielen Dank an diese spannende und interessante Frau!

Du möchtest auch gerne hier vorgestellt werden? Dann melde Dich bei mir!