Lieblinge des Monats #4: Klassische Muster

Ines Meyrose: Outftit mit klassischem Paisleymuster im Foulard von Röckl #ootd Für eine verspielte Romantikerin eine echte Herausforderung! Bloggerkollegin Sunny von Sunny’s side of life möchte von ihren Leser_innen klassische Muster sehen, wie z.B.

Mein Problem dabei ist, dass der klassische Kleidungsstil absolut nicht meiner ist und ich daher mit diesen Mustern nicht wirklich dienen kann. Im alten Jahrtausend gab es das in einem gefühlt anderen Leben alles in meinem Schrank – aber heute schon lange nicht mehr. Da ich die Aktion von Sunny jedoch klasse finde, möchte ich gerne dabei sein und Euch auch darauf hinweisen. Vielleicht findet Ihr Ideen für Eure Outfits dabei.

Paisley

Meyrose_Foulard_Roeckl_ganzIch freue mich, dass neben diesen ganzen gradlinigen Mustern – Marinelook-Streifen sind ja leider nicht dabei, mit denen hätte ich dienen können – auch das Paisley-Muster dabei ist! Denn dieses weiche, an Blätterformen angelehnte Muster, liebe ich! Es kommt in meinem Schrank immer mal wieder vor. Im Moment allerdings nur in einem Tuch, das ich Euch bei der Blogparade Lieblingstuch schon mal gezeigt habe.

Das riesige, kostbare Seidentuch von Röckl trage ich nicht oft, aber wenn sehr gerne. Die Farben passen einfach sehr schön zu meinen natürlichen Farben. Heute zeige ich Euch also mein Lieblingstuch mit dem klassischen Muster, das ich auch in einer Musterkombination mit Punkten mag.

Mustermix

Punkte, Paisley, Blumenranken – all das funktioniert hier zusammen, weil die Farben ähnlich sind und die Mustergrößen harmonieren. Außerdem haben alle Muster im Wesentlichen weiche Formen.

Ihr seht an mir ansonsten die Slim Jeans von Lands’ End, das Schokopünktchenshirt von Evelin Brandt, die geliebten und schon so oft gezeigten Stiefeletten von Officine Creative und einen neuen Longcardigan aus lockerem Bändchenstrick von Sack’s. Den habe ich mir Samstag bei einem Bummel durch Lüneburg zusammen mit der petrolblauen Liebeskind-Handtasche gegönnt, die ich Euch noch separat genauer zeigen werde. Blau und Braun kombiniere ich aktuell sehr gerne und das Naturweiß des Cardigans bringt etwas Frühlingsfrische dazu.

Weil der Look mustergültig gemixt ist aus alt und neu, füge ich ihn bei MIXIT! ein. Außerdem mache ich damit morgen bei Papagenas Gut Betucht am Dienstag mit.

Worauf achtet Ihr beim Mustermix? Wie steht Ihr zu klassischen Mustern?

Selbst Schuld oder Pfusch?

Am Bummeltag letzten Dienstag habe ich mir bei Lady chic im Räumungsverkauf ein schönes Shirt mit langem Arm und Wasserfallausschnitt von Evelin Brandt gekauft, das ich zum Originalpreis nicht genommen hätte, weil es mein Budget für ein T-Shirt aus Viskose übersteigt. Es sollte ursprünglich EUR 129,- kosten, reduziert war es auf EUR 50,-. Trotzdem erwarte ich, dass die Qualität EUR 129,- entspricht, also erstklassig ist. So weit sind wir und einig, oder?

Das Shirt darf laut Waschzettel nur von Hand gewaschen werden. Ich habe es jedoch auf 30°C (Hand ist auch nicht kälter bei mir) mit Color-Feinwaschmittel (hätte ich auch für von Hand genommen) im Wäschebeutel (hätte ich von Hand nicht genommen) im Schonwaschgang mit ganz sanftem Schleudern (das ist zarter, als wenn ich von Hand Stoff ausdrücke) gewaschen.

Shirt von Evelin BRandt Berlin

Beim Aufhängen habe ich dann gesehen, dass eine Ärmelnaht sich auflöst. Es ist nicht sauber genäht.

Shirt von Evelin BRandt Berlin

Als ich mir das näher angesehen habe, sind mir die ganzen schlecht abgeschnittenen Fäden auf der Rückseite aufgefallen. Das sieht aus wie bei Billigproduktionen (zum Herstellungsort schweigen sich die Etiketten aus).

Shirt von Evelin BRandt Berlin

Ich habe dann die Fäden in die Hand genommen, weil ich sie abschneiden wollte, und dann hat sich die Naht auch noch begonnen, von der Kreuznaht an aufzulösen.

Leider habe ich keine Muße, ein reduziertes Shirt in der City reklamieren zu fahren und mit dem Laden darüber zu diskutieren, wie das abgewickelt wird. Außerdem habe ich mich ja nicht an die Pflegeanleitung gehalten und möchte das Shirt zum Tragen behalten. Daher bringe ich es jetzt vor dem ersten Tragen zu meiner Schneiderin vor Ort zum Nachnähen. Das kostet auch nicht mehr als die Fahrt in die Stadt und ich habe keine Diskussionen deswegen. Anderseits bin der Überzeugung, dass die defekte Naht nicht mit der Wäsche, sondern der Produktion zu tun hat. Wie seht Ihr das?

Habe ich Schuld oder ist das schlecht produzierte Ware zu hohem Preis?

P.S.

Oft habe ich die Erfahrung gemacht, dass Sachen, die am Anfang kleine Macken bekommen haben, besonders lange und gerne getragen werden. Ich hoffe, dass dieses Shirt und ich also trotzdem Freunde bleiben.