Vom Heidschnuckenweg zum Ententeich

Fischbeker Heide - Heideblüte August 2015

Wer öfter hier liest weiß, dass ich an der Fischbeker Heide lebe und gerne in der Natur draußen unterwegs bin. Die Heide steht in voller Blüte und ist ein violetter, nach Honig duftender Traum. Durch die Spaziergänge mit Paul hat sich sowohl der Radius als auch die Richtung meiner Entdeckungen verlagert. Neulich habe ich Euch das Neugrabener Moor gezeigt, das nördlich der B73 liegt.

Fischbeker Heide - Heideblüte August 2015

Heute zeige ich Euch den Ententeich, der bei mir Seerosenteich heißt, und offensichtlich die Quelle der Sandbek südlich der B73 ist. Die Sandbek ist der winzige Wasserlauf, der aus dem See heraus mitten über den Weg ins Flussbett läuft. Das offensichtlich eisenhaltige Wasser scheint Paul gut zu schmecken. Das erinnert mich an die Rote Bek, die meinem elterlichen Heimatdort Rotenbek den Namen gab und auch nicht viel größer ist. Danke an meine Nachbarin, dass sie mir den bizarr-schönen Teich gezeigt hat. Danke an Paul, dass er mich dazu bringt, dahin zu gehen. Auf dem Weg dahin geht man auch noch an Feldern vorbei, die wirklich nicht an Großstadt denken lassen.

Kornfeld in Hamburg

Sandbek / Hamburg / Fischbeker Heide

Sandbek / Hamburg / Fischbeker Heide

Sandbek / Hamburg / Fischbeker Heide

Sandbek / Hamburg / Fischbeker HeideSandbek / Hamburg / Fischbeker Heide / Ententeich

Sandbek / Hamburg / Fischbeker HeideSandbek / Hamburg / Fischbeker Heide / Ententeich

Sandbek / Hamburg / Fischbeker Heide / Ententeich

Bei diesem Spaziergang habe ich zum ersten Mal den Start des Heidschnuckenwegs gesehen. Der Weg ist sogar als schönster Wanderweg Deutschlands 2014 ausgezeichnet worden! Ich wusste, dass der da irgendwo ist, aber nicht wo. Das Schild ist absolut niedlich gemacht.

Heidschnuckenweg - Deutschland schönster Wanderweg 2014 in Hamburg - Start in der Fischbeker Heide

Heidschnuckenweg - Deutschland schönster Wanderweg 2014 in Hamburg - Start in der Fischbeker Heide

Heidschnuckenweg - Deutschland schönster Wanderweg 2014 in Hamburg - Start in der Fischbeker Heide

Heidschnuckenweg - Deutschland schönster Wanderweg 2014 in Hamburg - Start in der Fischbeker Heide

Heidschnuckenweg - Deutschland schönster Wanderweg 2014 in Hamburg - Start in der Fischbeker Heide

So waren Paul und ich also ein Stück des Heidschnuckenwegs unterwegs und haben uns beide im Matsch auf dem Weg nasse Füße geholt. Gute Nachricht: Meine blütenweiße Bluse ist unversehrt geblieben. Ich gehe gerne mit Blusen wandern, weil die luftig sind und gut gegen Sonne schützen. Sieht manchmal etwas overdressed aus aus – egal.

Matschfüße in Sneakern

Schönes Wochenende wünsche ich Euch!

Spaziergang im Neugrabener Moor

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Neugraben-Fischbek ist der westlichste Stadtteil in Hamburgs Süderelberaum, der seit 2003 meine Heimat ist. Es ist ein Stadtteil, der sehr schöne Ecken, ein paar Bausünden und gut gemischte Bevölkerung hat. Außerdem ist es Subzentrum für umliegende Dörfer. Geteilt ist der Stadtteil durch die Hauptverkehrsstraße B73 Richtung Cuxhaven. Südlich der Cux, so ihr Spitzname, liegt die Fischbeker Heide, an der ich lebe. Nördlich der Cux liegt das Neugrabener Moor mit endlos weiten Wiesen und ebener Natur, die bis an die Elbe führt. Wer aus der S-Bahn aussteigt, ist mit wenigen Schritten direkt in diesem wunderschönen Gebiet.

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Das Neugrabener Moor ist ein Stück Natur, das sich mir erst durch Paul erschlossen hat. Ich war 2003 einmal dort Fahrradfahren und von den Sandwegen und der ungeschützten Sonne von oben so genervt, dass es mich nie wieder dorthin gezogen hat. Erst durch eine Freundin, die eher im Moor läuft und dafür die Heide nicht so kennt, hat sich mir die Schönheit dieses Orts erschlossen.

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Das Schöne ist, dass Paul Dank Leinenbefreiung dort in weiten Teilen frei Laufen darf. Im Gegensatz zur Heide sind nur Teile Naturschutzgebiet und die kann man meiden. Die Entwässerungsgräben sind jetzt voller Wildblumen. Im Frühling laden sie für Hunde zum Baden ein. Wir haben lieber am Ende einen kleinen Erfrischungsschauer von oben mitgenommen … Wer weiß, was sie weiß-rosafarbenen Glockenblümchen mit Schachbrettmuster für Blumen sind? Ich nicht und würde es gerne wissen!Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Habt Ihr auch Ecken in Eurer Heimat, die Ihr erst spät entdeckt habt? Was ist es?

Blogparade: Zeigt mir Eure Gegend

Heidschnuckenherde in der Fischbeker Heide / Hamburg

Sabine möchte die Welt von @kurzundknapp etwas erweitern und Deutschland näher kennenlernen. Deshalb hat sie die Blogparade Zeigt mir Eure Gegend ins Leben gerufen. Eigentlich bräuchte ich nicht teilnehmen, denn Sabine kennt die Gegend, die ich hier zeige. Wir haben dort mal einen schönen Spaziergang zusammen gemacht. Aber vielleicht interessieren sich ja auch die Teilnehmer der Blogparade für die Beiträge der anderen, so dass wir am Ende alle Deutschland ein bisschen besser kennenlernen.

Heimat seit 2003: Fischbeker Heide

Hamburgerin bin ich waschecht, durch und durch. In der Kindheit und Jugend aufs östliche Umland hinter den Sachsenwald verschlagen, hat es mich gleich nach der Schule wieder in die Stadt gezogen und seitdem habe ich eine Adresse, die Hamburg lautet. Welcher Stadtteil auch immer. Egal. Hauptsache Hamburg.

Weil das in Hamburg, wie in den meisten Großstädten, mit den Wohnungsgrößen und Miet-/Kaufpreisen in schönen innenstadtnahen Lagen so eine Sache ist, hat es mich 2003 in den südwestlichen Stadtteil Neugraben-Fischbek verschlagen. Dort wohne ich nur zwei Häuserreihen entfernt von der Fischbeker Heide, die ich als meine Heimat empfinde. Kriterien für den Wohnort waren S-Bahn-Nähe, Einkaufsmöglichkeiten zu Fuß erreichbar und gerne noch ein bisschen Grün drum herum. Inzwischen ist das Grüne drum herum für meine Lebensqualität hier vor Ort das Wichtigste. Eine Entwicklung, die ich so nicht erahnt habe.

Heideblüte in Fischbek / Hamburg

Es gibt hier viel Landschaft, für Hamburg erstaunlich viele Hügel, Heideblüte und den Rest des Jahres Heidekraut, leuchtende Gräser, Tümpel mit Fröschen, Libellen und Seerosen sowie einen Segelflugplatz mittendrin, auf dem ich bereits 1987 als Segelfliegerin zu Gast war und dort geflogen bin. Aktuelle Fotos der Gegend seht Ihr auch gerade bei Gunda vom Blog Hauptsache warme Füße.

Ich wohne da, wo andere Menschen mit S-Bahn (S3) , Bus (250er) und Auto zum Spazierengehen hinfahren. Und doch nur einen Katzensprung entfernt von der lebhaften Großstadt. Aus meinem Schlafzimmerfenster kann ich im Herbst und Winter, wenn die Bäume kahl sind, die Lichter des Hafens und der Stadt sehen.

Weil so eine Blogparade neben dem Inhalt auch die Vernetzung und das Entdecken der Blogger untereinander als Sinn hat, zeige ich Euch nur diese wenigen Bilder. Aber in jedem Fall eins der Heidschnuckenherde, die mir immer wieder Glücksgefühle macht, wenn ich sie beim Laufen oder einem Spaziergang treffe. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie laut das Getrappel der süßen Tiere ist und was der Hütehund für einen anstrengenden Job hat! Die anderen bereits erwähnten Bilder der Gegend findet Ihr bei

Wer von Euch macht auch mit? Zeigt die schönsten, schrägsten, ungewöhnlichsten Ecken und Kanten Eurer Gegend und verlinkt sie bei Sabine bis zum 30. November 2014!

Wie es mir gefällt: Pistaziengrün ohne Silber

Tasche_Jobis_gruen_vorherDiese Handtasche von Jobis hat mein Liebster mir im Herbst 2006 bei einer Geschäftsauflösung in Büsum an der Nordsee geschenkt. Das Foto mit dem Kleid und Blazer von 1-2-3 ist auch schon so alt *. Ich habe die Handtasche damals ausgesucht, obwohl sie silberne Elemente hatte, weil das zu meinem Ehering aus Weißgold und Gelbgold immer noch kombinierbar war.

Seit geraumer Zeit trage ich aber meinen Zweit-Ehering aus Roségold mit Gelbgold bzw. einen anderen Ring aus Roségold als Ehering. So passte die Tasche dann nicht mehr dazu und fristete ihr Dasein in meiner Taschenkommode (ja, so etwas Luxuriöses habe ich). Zum einen mixe ich selbst nicht gerne Metallfarben – außer innerhalb eines Schmuckstücks – zum anderen achten meine Kunden bei mir als Farbberaterin extrem genau darauf, was ich trage.

Dass die Tasche nur noch rumlag, fand ich immer schade, wenn ich sie gesehen habe, weil das Pistaziengrün so fröhlich wirkt und auch zu einigen Kleidungsstücken – z.B. den Erdbeerrot-Bunten und Grünen – sehr schön passt.

Da ich selbst an der Nähmaschine die vermutlich größte Niete der Welt bin und Ledernähen nicht gerade ein Anfängerstück ist, lasse ich Änderungen an Taschen vom Profi vornehmen. In Hamburg gibt es in der Neugrabener Bahnhofstraße seit einiger Zeit einen Sattler- und Feintäschnermeisterbetrieb, der Änderungen, Reparaturen und auch Neuanfertigungen von Lederwaren anbietet. Im Schaufenster habe ich schon oft die handgemachten Handtaschen, Gürtel und andere Accessoires bewundert. Die sympathische Inhaberin Sonja Weidig fertigt ausgesprochen schöne Stücke.

Letzte Woche habe ich es dann endlich geschafft, die grüne Tasche dort hinzubringen und Sonja Weidig zu bitten, den silbernen Verstellriegel für den Trageriemen und das Metallteil am Übergang zur Tasche – keine Ahnung, wie die Teile richtig heißen – zu entfernen und den Trageriemen direkt in der Tasche einzunähen. Auf der anderen Taschenseite war es vorher schon so genäht – so konnten wir gut sehen, wie es gemacht werden könnte.

EUR 8,00 habe ich für die Änderung bezahlt. Dafür habe ich jetzt wieder eine Tasche, an der ich Freude habe und keinen Schrankhüter. Am Trageriemen sehen Sie noch, wo vorher die Verstellriegel saßen – das zieht sich beim Tragen in den nächsten Tagen hin.

Das ist wie ein Gang zur Änderungsschneiderei – den ich bei nicht ideal passenden Kleidungsstücken ebenso nur empfehlen kann. Nur kommen bei Handtaschen noch weniger Menschen auf die Idee, dass sie daran etwas ändern lassen könnten, so dass es ihnen dann noch besser gefiele.
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* Habe vergessen, ein Foto von der Tasche zu machen,  bevor ich sie zur Änderung gebracht habe. Das ist das einzige Foto, das ich von der Tasche als Vorher-Bild habe.