Nice to have #11

Besticktes Handtuch

Was der einen ihr Kitsch, ist der anderen ihre sentimentale Erinnerung. Umso erstaunlicher, dass so ein Handtuch einen festen Platz in meinem Badezimmer hat. Das liegt daran, dass meine Mutter es von Hand liebevoll bestickt hat und ich bei jedem Blick darauf einen guten Gedanken verspüre.

Das einzig Dämliche dabei ist, dass meine Mutter den Fehler gemacht hat, dieses Handtuch und ein weiteres mit einem Baum darauf so lange zu schonen, dass sie über den Schonen verstorben ist … Das passte gar nicht zu ihr, weil sie das sonst mit fast nichts gemacht hat. 20 Jahre haben die beiden Handtücher fast unbenutzt im Wäscheschrank gelegen und wurden wie ein Schatz gehütet, weil die Arbeit daran so mühsam gewesen ist. Kaum dass sie verstorben war, kamen die Handtücher wie selbstverständlich zum Einsatz. Als ich das gesehen habe, habe ich sie kurzerhand mitgenommen. Das eine direkt vom Haken weg. Das ging für mich nicht, dass die jetzt verhunzt wurden.

Dann lagen sie bei mir im Schrank, später wurden sie für die Katze Unterlegetücher auf den beiden Bürostühlen in der menschenfreien Zeit, um die Stühle darunter katzenhaarfrei zu halten. Dann war die Katze weg und ich bin endlich zu dem Entschluss gekommen, dass nicht dämlicher ist, als etwas Schönes oder etwas mit guten Erinnerungen zu Tode zu schonen. Jetzt sind die beiden Handtücher meine Lieblinge im Badezimmer und leben gut mit Nutzungsspuren. Was ist daran nice to have? Die schönen Gedanken, dass die Stickerei von kraftvollen Händen gefertigt wurde. Die beiden Geschirrhandtücher, die ich letztes Jahr von Heidi bekommen habe, sind übrigens auch im Einsatz.

Wie geht Ihr mit solchen Sachen um?

Werbung: Neues aus alten Zeitungen

Werbung – Rezensionsexemplar

Neues aus alten Zeitungen: 60 Projekte für spielerisches Recycling
von Barbara Baumann mit Fotografien von Qsi Gisler

Altpapierberge stapeln sich in jedem Haushalt. Man hat die Wahl: Entsorgen oder Schönes daraus machen. Auf Neudeutsch: Upcyling! Das Gute daran: Wenn es doch nicht sooo schön geworden ist, ist es immer noch wiederverwertbares Altpapier. Das Tolle daran: Man kann nur gewinnen!

Barbara Baumann zeigt in dem Buch 60 Ideen, wie aus alten Zeitungen Schmuck, Objekte, Skulpturen, Papeterie und Alltagsgebrauchsgegenstände werden können. Mir gefallen besonders die einfachen Bälle, die ich mit Sicherheit mal in Seminare einsetzen werde, der Zeitungshocker (Papierstapel zusammengehalten mit alten Gürteln und gepolstert mit einem Jeanskissen), die gehäkelte Kette (echt hübsch, mehr was für DIY-Profis) und ein gewebtes Armband.

Für Papiertüten ist eine ganz simple Anleitung dabei, die ich garantiert mehr als einmal nachbasteln werde. Papiertüten finde ich für Geschenke zum Verpacken einfach schön und mit etwas Masking-Tape ist so etwas schnell hergestellt. Weihnachten ist auch schon bald wieder und dafür lassen sich einige Ideen als DIY-Geschenk umsetzen. Für Selbstbastler_innen ist das Buch bestimmt auch ein schönes Geschenk.

Fazit: Empfehlenswert für bastelende Zeitungsleser_innen!

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop beim Haupt Verlag (Werbung) in der Schweiz zu bestellen. Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Werbung: Selbst verpackt

Werbung – Rezensionsexemplar und Namensnennungen ohne Auftrag

selbst verpackt: Schöne Verpackungen für handgemachte Produkte
von Viola E. Sutanto

Selbst Gemachtes selbst verpackt – das Sahnehäubchen bei handwerklichen Erzeugnisse ist die ansprechende Verpackung. Kommt dem Kaufinteressenten ein spontanes “Oh, ist das schön verpackt!” in den Sinn, wird er das Produkt gerne in die Hand nehmen oder online anklicken und viel eher kaufen, als wenn seine Phantasie für eigene Verpackungen gefragt ist.

Viola E. Sutanto, Grafikerin und Produktdesignerin, stellt in ihrem neuen Buch im ersten Teil geeignete Verpackungsmaterialien vor und setzt dann im zweiten Teil einige kreative Ideen um. Dabei wird immer beachtet, dass die Verpackung einfach und kostengünstig ist sowie mit wenig Material auskommt. Die Besonderheiten der zu verpackenden Kunstwerke wie beispielweise Schmuck, Keramik, Glas, Lebensmittel, Pflanzen, Kosmetik- und Wellnessprodukten sowie Kleidung, Accessoires und Heimtextilien werden einbezogen. Die Verpackungen sind am Ende sicher und schön.

DIY-Anbieter_innen

Im ersten Moment war ich etwas überrascht beim Lesen, weil ich beim Titel eher an ein Buch zum Privatgeschenkeverpacken gedacht habe. Die Zielgruppe sind allerdings Kunsthandwerkerinnen, die handwerkliche Erzeugnisse mit ihrer wieder erkennbaren Marke anbieten, verpacken und versenden wollen, sozusagen die klassische Anbieterin auf Onlineplattformen. Trotzdem lassen sich natürlich viele Ideen auf private Anlässe übertragen.

Vorlagen mit QR-Codes

Im Anhang sind einfache Vorlagen für zehn Schachteln in verschiedenen Formen, Falttechniken und Größen sowie 12 Etiketten. Die QR-Codes führen zu Webseiten von Rotovision books, auf denen die Vorlagen als Grafik gezeigt werden und kopierbar sind.

Fazit

Ein schönes Buch, bei dem mir vor allem die Einfachheit und schnelle Umsetzbarkeit der Ideen gefällt. Wer eigene Produkte anbietet, wird darin sicher Anregungen finden. Auch für den Weiterverkauf von Waren lassen sich schöne Ideen umsetzen. Ich werde mich jetzt daran machen, für meine Firma einen Anhänger zu entwerfen. Oft sind es Kleinigkeiten, die die Welt – und ein Einkaufserlebnis – ein bisschen schöner machen.

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Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop beim Haupt Verlag (Werbung) in der Schweiz zu bestellen. Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder.