Buchreview: fashion – das Handbuch der Mode

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fashion - das Handbuch der Mode (Affiliate Link)
von Alicia Kennedy und Emily Banis Stoehrer in Zusammenarbeit mit Jay Calderin

Kleidung macht mehr, als Blößen zu bedecken und Mode ist mehr als Kleidung. Dieses Handbuch der Mode befasst sich mit den Verstrickungen in der Mode und zeigt auf, wie Mode im komplexen Rahmen von Kultur, Wirtschaft und sozialen Gefügen erfunden, hergestellt und an den Menschen gebracht wird. Der Fokus liegt auf Damenkleidung mit westlichem Hintergrund, bei Stilen wird auch auf Herren eingegangen. Es kann der Reihenfolge nachgelesen werden oder in Etappen einfach blätternd genossen werden. Die klare Gliederung mit tollen Fotos macht das Lesen zum Vergnügen.

Mehr als nur Mode

Von Modegeschichte im Überblick, Zusammenhängen mit historischen Ereignissen, Grundlagen mit Modezentren, Stilen und dem dahintersteckenden System, Verbreitung mit Medien bis zur Betrachtung stilbildender Modeschöpfer, Handwerker und der Zukunft der Mode wird ein großer Boden gespannt.

Definition Mode

Dazu zitiere ich von Seite 11: “Mode ist nicht leicht zu definieren. Man kann sie im weiteren Sinn als Kleidungsverhalten verstehen, das von Gruppen von Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt und an einem bestimmten Ort bevorzugt wird. Die daraus hervorgehenden Stilrichtungen können von einem Designer erdacht worden sein oder sozusagen auf der Straße entstanden sein. …” Die Autoren geben einen dezidierten Einblick, welche Rolle dabei Innovation, Produktion Marketing, Kunst und internationales Geschäft bedeuten.

Lacher am Rande

Sehr gelacht habe ich im Teil über Modegeschichte übrigens darüber, dass es 1942 in Amerika zu einem Kleid einen passenden Ofenhandschuh gab. Ich habe mich beim Hauskauf 2003 darüber aufgeregt, dass die Makler mir Küche und Waschkeller zeigen wollten …? Veränderungen gehen langsam ;) .

Über ein Zitat auf Seite 71 im Bereich Kopierkultur kann man sicher sehr geteilter Meinung sein: “Wer von mir eine Idee übernimmt, erhält eine Anleitung, ohne mir zu schaden, so wie der, der seine Kerze an meiner anzündet, Licht erhält, ohne es mir wegzunehmen.” (Thomas Jefferson, 13. August 1813). Persönlich bin eher genervt, wenn ich kopiert werde und denke mir dann etwas Neues aus. Mit kopierter Mode habe ich es auch nicht so.

Fazit

Ein gelungener Text-Bildband, der Modefans Freude machen wird. Vom modedesign-interessierten Teenager bis zur erwachsenen bekleidungsstilbewussten Frau ist für jeden ganz viel enthalten. Ich kenne kein vergleichbares Werk, das so umfassend ist. Mein Tipp: Kaufen. Ansehen. Lesen.

Weitere Tipps zu Modebüchern findet Ihr in meinem Amazon-Affiliate-Link-Widget:

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop beim Haupt Verlag (Werbung) in der Schweiz zu bestellen. Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Buchreview: Neues aus alten Zeitungen

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Neues aus alten Zeitungen: 60 Projekte für spielerisches Recycling (Affiliate Link)
von Barbara Baumann mit Fotografien von Qsi Gisler

Altpapierberge stapeln sich in jedem Haushalt. Man hat die Wahl: Entsorgen oder Schönes daraus machen. Auf Neudeutsch: Upcyling! Das Gute daran: Wenn es doch nicht sooo schön geworden ist, ist es immer noch wiederverwertbares Altpapier. Das Tolle daran: Man kann nur gewinnen!

Barbara Baumann zeigt in dem Buch 60 Ideen, wie aus alten Zeitungen Schmuck, Objekte, Skulpturen, Papeterie und Alltagsgebrauchsgegenstände werden können. Mir gefallen besonders die einfachen Bälle, die ich mit Sicherheit mal in Seminare einsetzen werde, der Zeitungshocker (Papierstapel zusammengehalten mit alten Gürteln und gepolstert mit einem Jeanskissen), die gehäkelte Kette (echt hübsch, mehr was für DIY-Profis) und ein gewebtes Armband.

Für Papiertüten ist eine ganz simple Anleitung dabei, die ich garantiert mehr als einmal nachbasteln werde. Papiertüten finde ich für Geschenke zum Verpacken einfach schön und mit etwas Masking-Tape ist so etwas schnell hergestellt. Weihnachten ist auch schon bald wieder und dafür lassen sich einige Ideen als DIY-Geschenk umsetzen. Für Selbstbastler_innen ist das Buch bestimmt auch ein schönes Geschenk.

Fazit: Empfehlenswert für bastelende Zeitungsleser_innen!

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop beim Haupt Verlag (Werbung) in der Schweiz zu bestellen. Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Buchreview: Selbst verpackt

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selbst verpackt: Schöne Verpackungen für handgemachte Produkte (Affiliate Link)
von Viola E. Sutanto

Selbst Gemachtes selbst verpackt – das Sahnehäubchen bei handwerklichen Erzeugnisse ist die ansprechende Verpackung. Kommt dem Kaufinteressenten ein spontanes “Oh, ist das schön verpackt!” in den Sinn, wird er das Produkt gerne in die Hand nehmen oder online anklicken und viel eher kaufen, als wenn seine Phantasie für eigene Verpackungen gefragt ist.

Viola E. Sutanto, Grafikerin und Produktdesignerin, stellt in ihrem neuen Buch im ersten Teil geeignete Verpackungsmaterialien vor und setzt dann im zweiten Teil einige kreative Ideen um. Dabei wird immer beachtet, dass die Verpackung einfach und kostengünstig ist sowie mit wenig Material auskommt. Die Besonderheiten der zu verpackenden Kunstwerke wie beispielweise Schmuck, Keramik, Glas, Lebensmittel, Pflanzen, Kosmetik- und Wellnessprodukten sowie Kleidung, Accessoires und Heimtextilien werden einbezogen. Die Verpackungen sind am Ende sicher und schön.

DIY-Anbieter_innen

Im ersten Moment war ich etwas überrascht beim Lesen, weil ich beim Titel eher an ein Buch zum Privatgeschenkeverpacken gedacht habe. Die Zielgruppe sind allerdings Kunsthandwerkerinnen, die handwerkliche Erzeugnisse mit ihrer wiedererkennbaren Marke anbieten, verpacken und versenden wollen, sozusagen die klassische Anbieterin auf DaWanda oder Etsy. Trotzdem lassen sich natürlich viele Ideen auf private Anlässe übertragen.

Vorlagen mit QR-Codes

Im Anhang sind einfache Vorlagen für zehn Schachteln in verschiedenen Formen, Falttechniken und Größen sowie 12 Etiketten. Die QR-Codes führen zu Webseiten von Rotovision books, auf denen die Vorlagen als Grafik gezeigt werden und kopierbar sind.

Fazit

Ein schönes Buch, bei dem mir vor allem die Einfachheit und schnelle Umsetzbarkeit der Ideen gefällt. Wer eigene Produkte anbietet, wird darin sicher Anregungen finden. Auch für den Weiterverkauf von Waren lassen sich schöne Ideen umsetzen. Ich werde mich jetzt daran machen, für meine Firma einen Anhänger zu entwerfen. Oft sind es Kleinigkeiten, die die Welt – und ein Einkaufserlebnis – ein bisschen schöner machen.

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Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop beim Haupt Verlag (Werbung) in der Schweiz zu bestellen. Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder.

Buchreview: Zeichnen für Fashionistas

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Zeichnen für Fashionistas: Schritt für Schritt zum Modedesign (Affiliate Link)
von Celia Joicey & Dennis Nothdruft

Kleiderzeichnung von Ines Meyrose IM“Ich kann nicht zeichnen.”

Mit diesem Satz beginnt bei vielen schulkunstunterricht-geschädigten Menschen ein Gespräch über Zeichnen. So geht es mir auch. Gemeinerweise kann es mein Mann. Aber das ist ein anderes Thema …

Aber. Mit dem Malen und Zeichnen ist es wie mit Fremdsprachen. Wenn ich mich nur traue zu sprechen, wenn ich meine, eine Fremdsprache perfekt zu beherrschen, werde ich sie nie sprechen und beherrschen. Denn schließlich lernen wir beim Üben und auch aus Fehlern. So halte ich es auch beim Zeichnen und Malen:

Ich mache das einfach.

Es kommt vor, dass ich Mode und Bekleidung für Kunden spontan visualisiere, um etwas zu verdeutlichen, was jemand nicht kennt oder etwas detaillierter zu zeigen. Ansonsten haben es meine Zeichnungen zu Soft Skills sogar schon in drei Bücher und einige Artikel geschafft und ich bin immer wieder selbst erstaunt, dass die gezeichneten realen Menschen auf den ersten Blick zu erkennen sind. Jeder hat seine eigenen Charakteristika. Meine Erkenntnis daraus: Man muss nicht perfekt zeichnen können, um Bilder sprechen zu lassen.

Die Königin der Modezeichnung in der deutschen Bloggerwelt ist für mich eindeutig die Modeflüsterin. Sie schafft es, mit ganz wenigen Strichen und Farben deutliche Aussagen zu machen. Die Ergebnisse sind absolut sehenswert! Das werde ich leider nie können. Bei mir wird alles immer etwas zu schief und mir fehlt Geduld für viele Übungen dazu.

Kleiderzeichnun von Ines Meyrose IMKleiderzeichnun von Ines Meyrose IMAber ich zeige Euch hier, was schon Passables dabei herauskommen kann, wenn man das Buch Zeichnen für Fashionistas gelesen und sich ein Modell zum Abzeichnen aussucht.

Oben seht Ihr meine Version des A-Linien-Kleids von Buchseite 45. Hier rechts ist eine Zeichnung zu meinem Outfit Von Blümchen und Streifen und eine vereinfachte Form dessen, wie es als erste Skizze hätte aussehen können. Da kann man schon was erkennen, oder?

Fazit

Wer Lust hat, sich mit Modezeichnungen, Entwürfen, einzelnen Kleidungsstücken und der Anfertigung einer eigenen Figurine zu beschäftigen, wird in dem Buch konkrete Anregungen und Inspirationen finden. Interview mit Designern wie Zandra Rhodes, Valentino, Christian Lacroix und Anna Sui geben Einblick in die Zeichenpraxis der Profis. Das großformatige Buch, etwas mehr als DIN A4, ist farbig mit wunderschönen Illustrationen gestaltet. Gerade auch für jüngere Frauen, die in das Thema einsteigen und vielleicht sogar einmal zum Beruf machen möchten, erscheint es mir wertvoll.

How to do

Meine Skizzen erstelle ich mit einem wasserfesten Fineliner, z.B. Staedler Lumocolor permanent in der Breite S, auf Transparentpapier, scanne sie in Schwarz-Weiß als JPG mit 200 DPI ein, beschneide sie in Corel Photo Paint, radiere ggf. überflüssige Striche weg und speichere in der gewünschten Größe. Durch das Weglassen von Graustufen lassen sie sich auch einfach als GIFs exportieren.

Wie ist Euer Verhältnis zum Zeichnen? Macht Ihr Modezeichnungen?

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