Leser_innen-Interview #10: Stephan E.

Lieber Stephan,

Leser_inneninterview by meyrose Iconzur Blogparade Klassische Armbanduhren hast Du hier im Januar einen Gastbeitrag über Deine Omega Moonwatch geschrieben.

Auch wenn hier im Blog Themen für Frauen überwiegen, freuen sich meine männlichen Leser, wenn es um sie geht. Außerdem haben viele Leserinnen das Vergnügen, Männer an ihrer Seite zu haben und beim Styling beraten zu dürfen.

Auf Instagram bist Du als hozzenplozz unterwegs und zeigst regelmäßig Deine Outfits. Danke, dass ich daraus Bilder einbinden darf.

Du liebst den klassischen Stil bei Deiner Kleidung und lebst das beruflich und privat aus. Wenn ich Deine Outfits betrachte, fällt mir oft ein Farbtupfer ins Auge, den Du wiederholt einsetzt.

Klassisch ist zunächst einmal ein weiter Begriff. Wenn Du damit aber meinst, dass ich gerne Hemden, Krawatten, Sakkos oder Anzüge trage, dann stimmt das. Ich bin selten ohne Sakko unterwegs … Casual bedeutet für mich eher Hemd und Jeans als T-Shirt und Jogginggose – die ich nicht mal besitze.

Sicherlich gibt es hin und wieder auch das Bedürfnis nach monochromen, schlichten Looks, aber es hat sich tatsächlich zu einer Art meines Stils entwickelt Farbe einzusetzen und nicht unbedingt täglich uniformiert grau, wie ich es gerne nenne, daher zu kommen.

Nach welchen Kriterien wählst Du diese Akzentfarben aus? Was für einen Tipp hast Du für Neulinge dabei?

Wenn Du genau wissen willst, wie ich die Farben auswähle, dann muss ich leider gestehen, dass ich mir eigentlich gar keine Gedanken mehr mache. Das ist mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen. Das einzige, was ich noch beachte ist, ob etwas vielleicht zu grell oder zu knallig erscheinen mag.

In der Regel ist es so, dass ich mir überlege, wohin die Reise meines Outfits gehen soll. Hier achte ich normalerweise auf Farben, von denen ich weiß, dass ich sie entweder gut tragen kann oder aber, dass es eine Farbe ist, die mit anderen gut kombinierbar ist. Oft kommt die Eingebung durch ein Einstecktuch, welches mehrere Farben beinhaltet, oder auch eine Krawatte – im Grunde genommen kann man sich dann an dieser Farbpalette, in Bezug auf die Akzente, orientieren.

Natürlich sind auch die Komplementärfarben in all ihren Nuancen immer eine gute Wahl.
Ein wichtiger Tipp ist auf jeden Fall, dass Männer keine Angst haben sollten, Farben zu wählen – auch nicht solche, die sie vielleicht als zu feminin einordnen. Ich liebe zum Beispiel Rosa/Pink und Lila …

Gibt es so etwas wie ein Grundschema, mit dem man Deiner Erfahrung nach selten falsch liegt?

In der Tat gibt es so etwas wie eine sichere Bank der Farbkombinationen, also Kombinationen mit denen man eigentlich nie daneben liegt. Auf diese greife ich z.B. gerne mal zurück, wenn ich mal nicht ganz so farbenfroh bin. Diese sichere Bank wäre vielleicht auch noch ein Tipp, den ich gerne an diejenigen weitergeben möchte, die sich bislang nicht so richtig an Farbe(n) herantrauen.

Ein gutes Beispiel aus dieser Bank wäre meines Erachtens Navyblau. Dies ist für mich die Grundfarbe der Wahl, da sie sich mit wirklich allen anderen Farben kombinieren lässt. Viele nennen gerne Schwarz, aber ich finde, das sollte man nur zu Abendveranstaltungen oder bei Beerdigungen tragen.

Navyblau lässt sich besonders gut mit Hellblau, Rot, Weinrot, Rosa/Pink, (Senf)Gelb, Orange/Rostrot, aber auch mit Braun und Grau kombinieren. Sogar einige Grüntöne sind denkbar, auch wenn das Sprichwort uns was anderes lehrt. Navyblau ist so dunkel, dass es fast schwarz, aber eben doch blau ist und somit auch, meiner Meinung nach, edler wirkt.

Wie kann die konkrete Umsetzung mit Basics aussehen?

Ein navyblaues Sakko oder eine Chino sind sozusagen die Allroundwaffen und sollte in jedem Kleiderschrank zu finden sein. Ebenso ist eine navy-unifarbene Krawatte durchaus als solche einzuordnen. Wenn ich nur eine einzige Krawatte besitzen dürfte, so wäre das ganz sicher eine navyblaue Grenadine-Krawatte in Garza-fina.

Last but not least sollte man auch navyblaue Strickwaren wie einen V-Neck-Pullover oder einen Cardigan besitzen. Mit Hilfe dieser vier oder fünf Kleidungstücke bzw. des Einsatzes von Navyblau erscheinen die dazu gewählten Farben zum einen auffälliger, aber gleichzeitig sind sie eingerahmt oder, wenn man so will, eingedämmt, ohne zu sehr in den Vordergrund zu treten. Es ergeben sich Unmengen toller Kombinationen.

Wenn man mit Farben beginnt, zumindest war es bei mir so, dann sollte man zunächst weniger grelle, sondern eher gedeckte bzw. gedämpfte Farbakzente setzen, außer man fühlt sich gleich pudelwohl damit, die grellrote oder knallpinke Krawatte zu tragen – wobei ich zugeben muss, dass ich das eher den Socken oder den Hosen vorbehalte. Hier kann ein Mann ruhig mal ein Statement setzen.

Das Einstecktuch ist ein Accessoire, bei dessen Einsatz viele Männer Hemmungen haben. Seit der Fernsehserie Mad Men achte ich noch mehr als vorher darauf, wie ein Einstecktuch gefaltet ist. In der Serie hatten die Hauptdarsteller jeweils eine Falttechnik als Markenzeichen, die genau zum Charakter passt in Präsenz und Zackigkeit oder Lockerheit. Warum trägst Du Einstecktücher?

Zunächst einmal muss ich gestehen, dass ich Mad Men überhaupt nicht kenne.
Aber nun gut, warum trage ich Einstecktücher. Eigentlich hab ich damit angefangen zu einer Zeit, als kaum jemand Einstecktücher trug.

Erlaube mir einen kleinen Rückblick: Früher, noch bis in 1970er Jahre hinein, trugen Männer regelmäßig Einstecktücher zum Anzug. Das galt dann aber irgendwann als extrem spießig und die Jüngeren ließen um gegen das Althergebrachte zu rebellieren vermehrt selbiges einfach weg. Man erschien weniger förmlich, wenn man schon Anzug oder Sakko trug. Irgendwann wurde aus dem Spießertuch dann vielleicht eher ein Dandy-Tuch, also eher exzentrisch als spießig. Die Tücher wurden zunehmend bunter und waren nicht wie früher einfach weiß. Damit konnte man bzw. in dem Fall auch ich wunderbar Akzente setzen und sich ein wenig von der Masse abheben.

In England zum Beispiel oder in Italien hat man allerdings seit jeher einen anderen Bezug zum Einstecktuch. Die Engländer sehen es als Teil des Gesamtbildes, die Italiener spielen gerne mit ihrer Mode und nutzen es als Eyecatcher. Irgendwo dazwischen bin ich dann auch zu finden. Ohne Einstecktuch wirkt die Brusttasche für mich verloren und öde.

Wie wählst Du sie in Bezug auf Muster und Farben zum restlichen Outfit und vor allem zur Krawatte aus? Was für einen Tipp hast Du, um die passende Falttechnik herauszufinden?

Ich habe mittlerweile eine recht große Auswahl an Einstecktüchern. In der Regel schaue ich, dass ich bereits, wenn ich sie kaufe, überlege, wie man sie kombinieren kann. Ich versuche nach Möglichkeit eine Farbe aufzugreifen, die in meinem Outfit vorkommt. Das kann die Farbe der Krawatte sein, die Farbe des Hemdes, der Hose oder aber gerade im Herbst/Winter auch die Farbe von Pullover oder Cardigan.

In Bezug auf die Muster versuche ich es in der Regel einfach zu vermeiden, zu viele zu kombinieren, da das sehr schnell chaotisch wirken kann. Manchmal kann das allerdings das Tüpfelchen auf dem i sein. Dann lege ich es auch drauf an. Einfarbige Einstecktücher, am besten aus Leinen, Baumwolle oder Wollmischungen, finde ich allerdings immer recht praktisch, da man hier nicht viel falsch machen kann.

Ich rate dazu, alles zusammen aufs Bett zu legen, was man kombinieren möchte, oder es auf einem Bügel aufzuhängen. Also das Sakko über das Hemd hängen, dann Krawatte und Einstecktuch dazu usw. Am Ende dann zwei, drei Meter weggehen und sich das Ensemble aus der Entfernung anschauen. Wenn alles auf einen selbst stimmig wirkt, dann dürfte es in der Regel auch so auf andere wirken.

Letztendlich zählt aber nur, dass man es selbst für stimmig hält, denn nur dann kann man es mit der nötigen Portion Selbstbewusstsein tragen, die dazu benötigt wird, dass es überzeugend rüberkommt.

Was die Falttechnik angeht, so ist das Netz von Anleitungen übersäht. Man findet sehr viele Techniken, wenn man sich einfach mal ein wenig durchgoogled – ich für meinen Teil hab ein paar Falttechniken für mich gefunden, mit denen ich am besten fahre. Ich weiß nicht mal ob sie Namen haben, ob es sie irgendwo gibt oder ob ich vielleicht sogar eine erfunden habe, wer weiß?

Ich glaube es sind drei oder vier, die eigentlich immer wieder vorkommen. Hier gilt einfach mal ausprobieren und schauen, welche man für sich wählt – ich bin sicher, dass jeder irgendwann seine Lieblinge finden wird.

Beim Thema Einstecktuch erwähnte ich eben schon das Wort Markenzeichen. Damit ist kein Label im Sinn eines Firmenlogos gemeint, sondern ein persönliches Markenzeichen im Kleidungsstil. Etwas, von dem andere Menschen sagen, das ist typisch Stephan. Was ist Dein Markenzeichen im Gesamtlook? Wie hast Du es gefunden?

Das Einstecktuch war sicherlich eine ganze Zeit lang etwas wie ein Markenzeichen. Heute tragen wieder viele Männer eins, weswegen ich mich damit nicht mehr so hervorhebe, aber das ist ok, ich begrüße es sogar. Wenn man mich heute fragt, was ist typisch Stephan, dann ist es schwierig, eine entsprechende Antwort zu geben. Allerdings wundern die Leute sich oft, wenn ich mal nicht in Krawatte oder Schleife und Sakko daherkomme, also ist eher mein Look selbst zu einer Art Markenzeichen geworden.

Was ist Dein Tipp für Männer, die erst damit beginnen, sich einen eigenen Look zu erarbeiten. Womit fangen Sie am besten an? Für welche Teile nimmst Du das größte Budget? Was kann man erstmal vernachlässigen oder etwas Günstiges kaufen?

Eine sehr interessante Frage, die ich auch gar nicht so pauschal beantworten möchte. Idealerweise würde ich den Männern raten, mal vom Standard etwas abzuweichen. Heutzutage ist doch Jeans und Hemd, vielleicht auch Jeans und Pulli zu einer Art Uniform verkommen. Auch wenn es Bluejeans sind, hat es doch eher was von den grauen Männern bei Momo: Alle sehen gleich aus, keiner hebt sich hervor.

Ich möchte jetzt auch nicht unbedingt dazu raten, dass jeder sich eine Krawatte um den Hals schlingt. Ich kenne viele Männer, die eine Abneigung dagegen haben und sie ist letztendlich auch gar nicht wichtig.

Das wichtigste, finde ich, ist ein Sakko – für mich das universellste Kleidungsstück überhaupt. Es hat viele Taschen, man kann alles mitnehmen, was man mitzunehmen hat und man wirkt gleich eine Spur angezogener, wenn ich das so formulieren kann. Ebenso wichtig sind gute Schuhe. Nichts kann einen Look mehr ruinieren als die Wahl der falschen Schuhe – hier würde ich am allerwenigsten sparen.

Wenn Du sagst, bei Schuhen sparst du am wenigsten, was ist hier Dein Tipp?

Bei Schuhen gebe ich gern den Rat: Designerware ist oft teuer, aber deswegen nicht gleich von besserer Qualität. Man sollte sich ein wenig mit dem Thema auseinandersetzen und schauen, worauf man achten muss.

Das sind insbesondere die Macharten. Gute Schuhe sind rahmengenäht oder genagelt, nicht nur verklebt. Es ist sicher nicht schlimm, wenn zusätzlich mit Kleber gearbeitet wird, aber vernähte Schuhe bleiben jahrelang in Form und können immer wieder repariert werden. Ein einfacher Tipp: Im Laden den Schuh anheben, ein guter Schuh ist schwerer als ein schlechter.

Außerdem sollte man Schuhe meiner Meinung nach, nur von namhaften Herstellern kaufen, die mitunter auch schon Jahrzehnte lang auf dem Markt sind und eben nur Schuhe vertreiben. Wer lange besteht, bietet in der Regel auch Qualität, sonst bestünde das Unternehmen nicht auf dem Markt.

Kannst Du hier einige Hersteller nennen?

In Deutschland fällt oft als erstes der Name Lloyd. Über viele Jahrzehnte hat Lloyd wirklich sehr gute Schuhe hergestellt. Ich selbst besitze ein Paar, dass ich 1994 gekauft habe, bereits mehrfach neubesohlt und immer gepflegt habe und auch heute noch trage. Diese Schuhe haben damals 450 DM gekostet, auf die ich damals auch eine ganze Weile hingespart habe.

Bei Lloyd gab es dann aber am etwa Anfang der 2000er Jahre wirklich eine Zeit lang, wie mir schien, den Versuch mit dem guten Namen billigeres, fast schon schlechtes Schuhwerk auf den Markt und an den Mann zu bringen um die Gewinne zu maximieren. Das hat mich dazu gebracht mich nach Alternativen umzusehen. Hier landete ich zum Beispiel bei Dinkelacker, aber unter anderem auch bei britischen Herstellern wie Loake oder Church’s. Ein weiterer Favorit sind die amerikanischen Schuhe der Marke Alden.

Hier sind wir allerdings schon in einer anderen Liga, wo sicherlich viele Männer nicht einsehen, das Geld in die Hand zu nehmen. Wenn man jedoch überlegt, dass ein Paar Schuhe für 600-800 Euro dann auch 10-15 Jahre hält und man in dieser Zeit vielleicht noch 200-300 Euro für Reparaturen einplant, dann kommt man im Schnitt auch auf die 100-150 Euro pro Jahr die Männer für Schuhe ausgeben, die sie nach eben ein-zwei Jahren entsorgen müssen. Nur hat man dann eben einen wirklich gut gemachten Schuh.

Kommen wir aber zurück zu den Marken, mit denen man vielleicht anfangen kann, denn vor allem im Internet findet man natürlich alle möglichen Marken und Qualitäten. Eine sehr gute Seite ist herringshoes.co.uk – dieser englische Hersteller bietet nahezu alles was die englische Schuhindustrie zu bieten hat und im Sale kann man auch den einen oder anderen Schnapper machen.

Wenn wir schon im Netz unterwegs sind, kann ich aber auch dazu raten mal bei Shoepassion, Prime-Shoes, Meermin, Velasca oder Scarosso zu schauen. Diese Schuhe werden nur im Direktvertrieb über einzelne ausgewählte, eigene Läden aber eben vornehmlich online vertrieben. Das spart die Margen der Zwischenhändler ein und man bekommt für den Preis mittelmäßiger Schuhe der meisten Standard-Schuhläden in den Städten hier für sein Geld wirklich gutes Schuhwerk.

Wenn Du eine Liste erstellen müsstest, welche Basics braucht man(n) Deiner Meinung nach?

Wenn ich jemandem eine Art Liste erstellen müsste, was man sich kaufen sollte, um einen Look zu kreieren, bzw. eine Grundausstattung zu haben, dann wären das

  • Ein sportliches Sakko, farblich hier vielleicht das zuvor bereits erwähnte Navyblaue
  • Chinos in Navyblau und vielleicht Beige oder Grau/Olive als Alternative zur Jeans
  • Zwei Paar gute Schuhe in Braun und Schwarz, dazu jeweils ein passender Gürtel
  • Ein halbes Dutzend Hemden in Weiß und Hellblau, wer es mag auch Rosa – und vor allem bitte, bitte niemals Kurzarm!
  • Ordentliche Socken/Strümpfe – Du wirst lachen, aber das ist definitiv ein wichtiger Punkt. Wir alle wissen, dass weiße Tennissocken schrecklich sind. Aber glaub mir, deren schwarze oder graue Pendants sind nicht weniger schlimm.
  • Wenn man sich dazu noch ein paar Accessoires besorgt, wie Einstecktücher oder auch den ein oder anderen Schal, dann ist man durchaus in der Lage vielseitige Looks zu kreieren. Mit dieser Grundausstattung kann man dann die Garderobe immer weiter ausbauen.

Deine Kleidung sieht auf den Fotos immer perfekt sitzend aus. Ist das alles maßgeschneidert, angepasste Konfektion oder hast Du das unverschämte Glück, so exakt in Sachen von der Stange zu passen?

Vielen Dank! Meine Kleidung ist unterschiedlichster Herkunft. Ich kaufe sowohl maßgeschneiderte bzw. maßkonfektionierte Kleidung, aber auch sehr vieles von der Stange. Genauso kaufe ich sehr gerne Vintage-Kleidung. Insbesondere bei Tweed, welchen ich sehr gerne trage, findet man oft alte Schätzchen, die in einer Qualität gefertigt wurden, die man heute kaum noch findet.

Dennoch muss ich zugestehen, dass ich sehr oft das große Glück habe, dass ich mit Stangenware – welche in gewissen Kreisen verpönt ist – durchaus wunderbar zurechtkomme. Man muss halt wissen, wie die Kleidung sitzen soll. Dann kann man oft mit kleinen, wenig kostspieligen Änderungen wunderbar zurechtkommen.

Ich denke auch, dass wir heutzutage bereits für verhältnismäßig kleines Geld sehr ordentliche Kleidung bekommen können – ob das allerdings in Bezug auf die Arbeitsbedingungen der Hersteller zu begrüßen ist, ist natürlich ein anderes Thema.

Deine geliebte Omega-Uhr kennen wir. Was für andere Schmuckstücke trägst Du im Alltag? Wie stehst Du zu Schmuck bei Herren?

Bei Schmuck bin ich sehr pragmatisch. Ich finde Ringe bei Männern noch akzeptabel. Der Ehering zum Beispiel ist etwas, das Männer natürlich tragen können. Ansonsten sollten sie sich aus konservativer Sicht eher zurückhalten. Ich trage zum Beispiel an jeder Hand, am Ringfinger einen Ring. Beides sind Stücke, die mir besonders wichtig sind und eine emotionale Bindung mit sich bringen. Allerdings ist so eine Aussage natürlich stark pauschal. Jemand, der in seinem Stil zum Beispiel einem Rockstar oder Biker ähnelt, der kann diesen Stil natürlich auch durch mehrere Ringe zum Ausdruck bringen.

Armbänder aus Stahl, Silber oder Gold zum Beispiel finde ich persönlich bei Männern deplatziert. Das sollte man den Damen überlassen. In den 70ern und 80ern war das mal sehr schick, heute wirkt es allerdings nicht mehr. Wer denkt da zum Beispiel nicht an Dieter Thomas Heck?

Allerdings ist die Mode immer ein Kommen und Gehen. Wer weiß, vielleicht kommen die Armbänder aus Metall ja wieder? Im Sommer kann z.B. ein Holzperlenarmband durchaus zu einem Casual-Look passen, vorausgesetzt es sticht nicht zu sehr hervor. Jedenfalls ist dieses Thema derzeit recht aktuell und das Angebot vielfältig.

Halsketten trage ich persönlich überhaupt nicht und finde dass, wenn Männer sie tragen, diese auf jeden Fall unsichtbar bleiben sollten – außer vielleicht Sie sind ein gutgebauter, gutaussehender südländischer Playboy. Dann darf sie unter dem weit offen geknöpften Hemd und zur Sonnenbrille gerne Ihr Playboy-Image unterstreichen.

Vielen Dank, lieber Stephan, für das Interview. Ich wünsche Dir weiter viel Freude an Deinem persönlichen Stil!

Hier findest Du die bisherigen Interviews: Leser_innen-Interview by meyrose.
Lesetipp von mir hier im Blog: Männermontage – Bücher für Männer mit Stil.

Boxershorts, Pants & Co – ein Männerthema

Werbung für Männer

Unterhose gestreift für Männer

Die Unterwäschefrage ist fast so wichtig wie die K-Frage vor der Wahl. Eng oder weit? Uni oder Muster? Wenn Muster, welches? Heute geht es hier um Unterwäsche für Männer.

Du weißt nie, ob Du überraschend ins Krankenhaus kommst und fremde Menschen Deine Unterwäsche sehen.

Als Tochter einer Krankenschwester habe ich viele Jahre über diesen Satz gelacht, bis ich mich spontan beim Unfallarzt wiederfand und froh war, gepflegte Füße zu haben und vorzeigbare Unterwäsche zu tragen. Unabhängig von dem Szenario, was Dir hoffentlich erspart bleibt, gilt

  • für Singles
    Man weiß nie, was der Tag oder Abend noch an Begegnungen bringt.
  • für Geliebte
    Ein netter Anblick fördert den Spaß.
  • für fest liierte und Ehepartner
    Auch nach dem Standesamt und/oder vielen Jahren freut sich Dein Mann oder Frau über einen schönen Anblick in Unterwäsche.

Du hast bestimmt schon mal Jemanden ausgepackt und entsetzt geguckt bei der Sichtung der Unterwäsche, oder? Mein größter Lacher war 1991 ein Mann, der einen Body trug. Das war das letzte Mal, dass es soweit mit ihm kam. Damit das Dir oder Deinem Mann/Freund/Bruder/Sohn nicht passiert, investiere in qualitativ hochwertige Unterwäsche, in der Dich theoretisch jeder jederzeit sehen dürfte.

Big-Basics

Ob Du dabei legere Boxershorts (Werbung) oder körpernahe Pants bevorzugst, spielt keine Rolle. Gute Auswahl auch in großen Größen findest Du bei Big-Basics.de, dem Online Shop für Übergrößen. Ein weiterer Vorteil an schöner, gut sitzender Unterwäsche ist, dass die Oberbekleidung darüber besser fällt. Unterwäsche ist wie die Grundierung der Leinwand beim Malen. Erst recht, wenn Du nicht schlank oder nicht mehr ganz jung bist, ist die Verpackung umso wichtiger. Bei Big-Basics findest Du von S bis Größe 20 passende Modelle. Mit gefallen die schlichten von JOCKEY am besten.

Leserfrage: Boxershorts

Ein Leser erkundigte hier im Blog auf der Seite Über mich im Kommentar vor ein paar Jahren, ob er in seinem Alter (ich vermute Ü50) noch Boxershorts tragen könne. Meiner Meinung nach sind Boxershorts von Männern altersunabhängig tragbar. Wer locker sitzende Boxershorts aus gewebter Baumwolle nicht mag, kann zu enger anliegenden Pants aus Jersey greifen.

Schluss mit Lustig

Wichtiger finde ich bei erwachsenen Männern, dass die Unterhosen entweder einfarbig oder passend zum sonstigen Kleidungsstil gemustert sind. Wer klassische Kleidung bevorzugt, zu dem passen auch bei der Unterwäsche dezente Streifen. Wer es darüber gerne lauter hat, verträgt auch größere Muster darunter. Nur von allem, was lustig ruft, lass bitte die Finger, wenn Du kein Kind mehr bist.

Lieber Leser: Was für Unterhosen bevorzugst Du?
Liebe Leserin: Was für Unterhosen siehst Du bei Männern am liebsten?

Für diesen Beitrag mit den Verlinkungen wurde ich beauftragt und habe eine Vergütung erhalten. Damit ist der Beitrag eine Anzeige. Trotzdem gibt der Beitrag – wie immer – meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder. Mein Mann hat übrigens bedauert, dass ich keine Testmuster erbeten habe. Dafür weiß ich jetzt, wo ich für ihn einkaufen kann.

Taschenuhren: Breguet Spiral, Hebdomas 8 Jours und eine Damenuhr

Taschenuhren Vintage von links nach rechts: Spiral-Breguet-15-rubis-Ancre-ligne-droite / Damenuhr Hersteler unbekannt / Hebdomas 8 Jours

Ein Beitrag zur Blogparade Klassische Armbanduhren

Taschenuhren sind keine Armbanduhren. Ich weiß. Aber geht es klassischer? Nein. Klassisch hat für mich etwas mit Beständigkeit zu tun und damit, es aus einer anderen Zeit kommt oder kommen könnte und in der jetzigen Zeit funktioniert. Funktionieren als Zeitmesser tun diese Uhren nicht so, wie sie sollen. Genau genommen standen sie schon seit langer Zeit. Aber als Schmuckstücke machen sie noch etwas her, oder?

Familienerbstücke

Die drei mechanischen Vintage-Taschenuhren mit Handaufzug sind Erbstücke. Die beiden Herrenuhren rechts und links sind von meinem Vater und Opa. Ich weiß leider nicht, welche wem gehörte. Die mittlere Damenuhr hat mein Mutter irgendwann gebraucht gekauft, ebenso wie die meines Vaters. Ob die meines Opas neu gekauft wurde und somit vermutlich noch eine Generation älter ist oder auch gebraucht gekauft wurde, weiß ich leider nicht.

Ein tickender Gruß aus dem Universum?

Lustigerweise fing die rechte Uhr wieder an zu ticken, nachdem ich sie vor ein paar Wochen aus der Schublade genommen habe. Jetzt beim Schreiben des Beitrags laufen alle drei sogar wieder. Dank einer Anleitung zum Aufziehen und Stellen einer Taschenuhr konnte ich alle Uhren einstellen. Sie sind alle mehrfach in den 1980ern Jahren beim Uhrmacher zu Reparaturen gewesen, die nie lange gehalten haben. Deshalb werde ich kein Geld dafür investieren.

Spiral Breguet 15 rubis Ancre ligne droite

Spiral Breguet 15 rubis Ancre ligne droite 14 Karat 585 Gold Taschenuhr Jugendstil

Spiral Breguet 15 rubis Ancre ligne droite 14 Karat 585 Gold Taschenuhr Jugendstil

Spiral Breguet 15 rubis Ancre ligne droite 14 Karat 585 Gold Taschenuhr Jugendstil

Spiral Breguet 15 rubis Ancre ligne droite 14 Karat 585 Gold Taschenuhr Jugendstil

Diese Uhr ist vermutlich die wertvollste der drei Taschenuhren. Ihr Zustand und Material ist am hochwertigsten. Im Deckel steht die Inschrift Spiral Breguet 15 rubis Ancre ligne droite. Dabei wurde auf Instagram und Facebook von hilfsbereiten Menschen die Schrift für mich entziffert und übersetzt. Breguet ist der Uhrenhersteller, Spiral Breguet benennt eine bestimmte Uhrenfeder in der Unruhe. 15 Rubis sind 15 Rubine in der Uhr und Ancre ligne droit steht für Anker rechtsläufig. 14 K im Deckel steht für 14 Karat, was 585 Gold entspricht. Welche Teile an der Uhr aus Gold sind und was nicht, ist mir dabei nicht klar. Vermutlich stammt sie aus den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts und ist dem Jugendstil zuzuordnen.

Taschenuhr für Damen

Taschenuhr für Damen Vintage

Taschenuhr für Damen Vintage

Taschenuhr für Damen Vintage

Die Damenuhr ist offenbar aus Silber, denn 800 ist eine Silberlegierung. Der Stempel könnte F&O zeigen, was auch immer das heißen mag. Ideen dazu werden gerne gehört. Diese Uhr macht sich gut als Kettenanhänger, dann ist sie eine Kettenuhr. Ich mag die kleinen verzierten Zeiger und wie die Minutenzahlen im Kreis geschrieben sind.

Hebdomas 8 Jours

Hebdomas 8 Jours / 8 Tage Taschenuhr Vintage

Hebdomas 8 Jours / 8 Tage Taschenuhr Vintage

Es gelingt mir nicht, diese Uhr zu öffnen, deshalb kann ich leider keine Inschrift lesen. Es ist bestimmt eine darin versteckt! Da ich die Uhr nicht mit einem scharfen Gegenstand zerkratzen möchte und mein Fingernagel zum Öffnen nicht reicht, bleibt es vorerst ihr Geheimnis. 8 Jours bedeutet, dass sie mit einmal Aufziehen 8 Tage laufen soll.

Taschenuhrenkette

Taschenuhrenkette Vintage

Die Uhrenkette ließe sich auch als Halskette tragen, aber die Verschlüsse sind hakelig. Ich trage dann doch lieber meinen normalen Schmuck. Keine Ahnung, aus was für Material sie ist. Ich vermute einen hohen Kupfer- und Messinganteil wegen der Farbe, einen Stempel sehe ich nicht und sie ist viel zu leicht, um aus Gold zu sein. Sie passt zu allen drei Uhren.

Bis auf weiteres werde ich die drei Uhren im meinem Erinnerungskästchen aufbewahren. Wenn jemand Interesse an ihnen hat, bin ich für einen Verkauf offen. Den Erlös würde ich mit der anderen Erbin teilen und etwas Schönes damit machen. Es sind zwar besondere Erinnerungsstücke, aber ich nutze sie nicht als Schmuckstücke.

Hast Du eine Taschenuhr? Was würdest Du mit diesen machen?

Stilberatung für Herren: Welcher Kragen am Oberhemd passt zu Dir?

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Heute stehen die männlichen Leser im Fokus. Spannend ist der Artikel auch für Frauen, die für Männer einkaufen oder beim Einkauf beraten dürfen. Es geht um Herrenoberhemden. Ob es ein klassisches Businesshemd ist, ein Hemd für die Freizeit zur Jeans aus weicherem oder dickerem Stoff oder das eine Hemd für formelle Anlässe, wenn der Mann sonst ein T-Shirt-Träger ist: Es gibt für jeden Mann das passende Hemd.

Die Halsweite ist nicht alles

Die Bestimmung der richtigen Größe richtet sich bei Herren nach der Kragenweite, also des Halsumfangs in Zentimetern plus zwei Finger Luft zum Atmen. Früher sollten bei Hemden von der Stange dann alle Männer mit Halsumfang x in die gleiche Weite und Länge passen. Heute gibt es zum Glück auch bei Herren einige Variationen im Schnitt.

Hemdenkörperweiten verbergen sich hinter Begriffen wie

  • Casual Fit – gerade, bequeme Weite für mehr Bewegungsspielraum
  • Regular Fit oder Comfort Fit – gerader, normaler Schnitt
  • Modern Fit – leicht tailliert für schlanke oder schmale Männer

Je nach Hersteller variieren die Begriffe dafür. Im Zweifelsfall also bitte genau hingucken. Und auch wenn Du lieber im Internet einkaufst, braucht Du keine Angst vor Fehlkäufen zu haben, denn auch dort stellen Shops wie zum Beispiel Hemdenbox (Werbung) diese Informationen zur Verfügung. Oft gibt es dafür sogar eine Filterfunktion.

Neben der passenden Weite gibt es Anbieter, die extralange Hemden anbieten oder auch Modelle mit kürzeren Ärmeln. Neben der Passform von Kragen, Körper und Armlänge spielt die Form des Kragens eine große Rolle dabei, wie gut das Hemd das Gesicht des Trägers einrahmt. Solche Details sind Bestandteil einer individuellen Stilberatung.

Kragenformen

Je breiter die Kragenschenkel auseinander stehen, umso mehr werden Gesicht und Hals optisch verbreitert bzw. verkürzt. Ein Kentkragen passt zu allen Gesichtern und Halsformen. Ein Haikragen – auch Haifischkragen genannt – hat eine wesentlich breitere Spreizung der Kragenschenkel, so dass Hals und Gesicht breiter wirken. Er ist also gut zum optischen Ausgleich langer Hälse und schmaler Gesichter geeignet. Männer mit runden, trapezförmigen oder eckigen Gesichtern sowie breiten oder kurzen Hälsen lassen lieber die Finger davon. Es sei denn, es herrscht Fliegenzwang, denn dazu gehört dieser Kragen. Der Kent-Hai-Kragen oder auch New Kent oder Medium Hai ist eine Mischung daraus, die aktuell viel zu sehen ist. Diese drei Kragenformen lassen sich mit und ohne Krawatte tragen.

Ein Button-down-Kragen wird bitte nur ohne Krawatte getragen. Ja, ich weiß, Amerikaner tragen ihn gerne mit Krawatte zum Anzug. Aber seit wann sind Amerikaner für guten Stil bekannt …? Genau! Also bleiben die Krawatten dazu bitte im Schrank und der Anzug auch gerne. Das Button-Down-Hemd ist ein Freizeithemd, das je nach Stoffqualität legerer oder feiner wirkt, aber immer eine lockere Note hat.

Der Turn-down-Kragen verlängert Gesicht und Hals und hat eine elegante Note. Ein Hingucker im Gegensatz zur aktuellen Mode der extremen Haikrägen. Der Stehkragen – bitte immer offen getragen – taugt gut als persönliches Markenzeichen.

Welche Kragenform ist Deine liebste?

Für diesen Beitrag mit den Verlinkungen wurde ich beauftragt und habe eine Vergütung erhalten. Damit ist der Beitrag eine Anzeige. Trotzdem gibt der Beitrag – wie immer – meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder.

Buchreview: Was man trägt

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Maennermontage_www.meyrose.de

Die Männermontage sind eine Artikelreihe in diesem Blog, die 2012 einige Wochen lang jeden Montag mit Büchern für oder über Männer und deren Kleidungsstil lief. Wenn mir spannende Bücher zum Thema Mode oder Auftreten für Männer in die Hände kommen, dürfen die sich in loser Reihe sich als Nachzügler hinzugesellen. Den Hinweis auf das Buch von Florian S. Küblbeck habe ich im Lady-Blog gesehen.

(Affiliate Link auf dem Cover)
Was Mann trägt: Gut angezogen in zwölf Schritten (Affiliate Link)
von Florian S. Küblbeck mit Illustrationen von Theresa Hardege

Zwölf Schritte sind in diesem Fall zwölf konkrete Kleidungsstücke, mit denen Mann in (fast) jeder Lebenslage gut angezogen ist. Das sind genau die zwölf Stücke, bei denen die Modemathematik immer aufgeht, wenn die richtigen Teile ausgewählt werden. Das sind genau die Sachen, die Mann trägt, bis sie auseinanderfallen und deren Kosten pro Tragen damit immer geringer werden, der Tragevergnügen bei maximaler Qualität aber bleibt.

Die Basisgarderobe des Herren

Das Buch ist kein Mode- oder Typberatungsbuch. Der Autor betrachtet die Kleidungsstücke modeunabhängig, was eben gerade echte Klassiker ausmacht, und gibt Tipps, wie sie zeitlos getragen werden und dabei trotzdem aktuell wirken. Der Autor vermittelt Grundlagenwissen in Form eines Leitfadens, an dem sich die Leser unabhängig von schnellen Trends orientieren und ihre persönlichen Vorlieben einbringen können. Je nach beruflichem und privatem Umfeld wird der eine Leser von einem Teil diverse Duplikate anschaffen und der nächste sicher etwas weglassen. Zu entscheiden, was davon gebraucht wird und was nicht, ist einfach, denn die Anwendungsbereiche werden ganz klar beschrieben.

Um im Geschäft das passende Stück zu finden, bekommt der Leser Einblick in übliche Schnitte der betrachteten Kleidungsstücke, Passform, charakteristische Details, Materialien, Qualitätsunterschiede und Kombinationstipps. Da die meisten Menschen am Ende doch ein begrenztes Budget haben, sind auch wertvolle Tipps dabei, an welcher Ecke gespart werden kann und an welcher besser nicht.

Einfach gut angezogen

Was heißt das eigentlich? Zum Beispiel, dass Menschen, die als gut gekleidet von anderen wahrgenommen werden, ein Gespür für die Kombination von Kleidung haben und die Anlässe, zu denen sie passt. Dieses Gespür ist nicht angeboren, sondern lernbar. Nur wem das von Geburt an vorgelebt wird, der hat es sicher leichter, ein Auge dafür zu bekommen, als jemand, der sich erst im Erwachsenenalter mit seiner Kleidung näher befasst.

Ist der Kaschmirpullover die Tomate der Garderobe?

Florian S. Küblbeck schreibt auf Seite 8/9 so treffend: “… ist die Kleidung nicht anders als Essen: Wer gut kochen kann, kennt die Qualitäten der verschiedenen Zutaten und weiß, mit welchen Techniken er sie zubereiten und wann er bestimmte Gerichte servieren kann. Auf dieser Grundlage ist dann alles möglich – vom köstlichen Alltagsessen bis zur kulinarischen Extravaganz für die besonderen Gelegenheiten.” (S. 8/9)

Diesen Vergleich finde ich absolut gelungen. Den Ansatz mit Kleidung so zu spielen und zu experimentieren, wie sonst mit Zutaten in der Küche, trage ich gerne weiter in die Welt. Auf an den Herd … ähm … Kleiderschrank mit Euch, Männer!

Fazit

EUR 12,95 sind in dieses Taschenbuch gut investiert für alle Männer, die gerne lange etwas von ihrer Kleidung haben und einen unaufgeregten Stil mit wenigen, stilsicheren Elementen pflegen möchten. Weitere empfehlenswerte Bücher für Männer zu diesem Thema findet Ihr in meinem Amazon-Affiliate Link-Widget:

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Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop bei Beck (Werbung) zu bestellen. Es wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder.

Buchreview: Schuh Guide für Männer

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(Affiliate Link auf dem Cover)
Schuh Guide für Männer (Buch + E-Book) (Affiliate Link) von Bernhard Roetzel

Endlich mal wieder ein Beitrag für die männlichen Blogleser! Wenn das mal kein Grund ist, mal wieder einen Männermontag einzuschieben. Das neue Buch von Bernhard Roetzel zum Thema Männerschuhe ist allerdings auch für Frauen spannend. Zielgruppe sind schlichtweg Schuhliebhaber_innen.

Ein stilvoll mit Prägung und Lesebändchen aufgemachtes Hardcoverbuch in kompakter Form mit Fotos auf fast jeder Seite – ein gelungenes, anschauliches Kompendium zum Thema Herrenschuhe. Von Geschichte, Herstellung, Marken und Verarbeitungsdetails geht es zu Details der verschiedenen Klassiker von Rahmengenähten über Casuals, Sneakers, Sportschuhen, Stiefeln und schließt mit Pflegetipps und ein paar Stylinghinweisen ab. Knigge oder Styling spielen jedoch in dem Buch nur eine kleine Rolle am Rand. Es geht in erster Linie um alle Details der Schuhe an sich.

Am Ende steht die nicht neue Erkenntnis im Zentrum: Von guten Schuhen hat man länger was, die Modemathematik geht auf. Und sie sehen immer besser aus.

Fazit

Jeder, der sich für hochwertige Schuhhandwerkskunst interessiert, wird Freude an dem Buch haben. Es ist nicht zum Blättern, sondern auch wirklich zum Lesen.

Einziges Mako: Die Texte sind in winziger Schrift gesetzt. Ich kann in der Nähe ohne Brille allerbest gucken und hatte trotzdem etwas Mühe beim Lesen. So schön das kleine Buchformat ist, so schön wäre auch eine etwas größere Typographie. Aber da kann ich bei der insgesamt schönen Aufmachung drüber hinweg sehen. Vielleicht hilft auch eine Ansichtvergrößerung beim …

E-Book

Denn beim Kauf des Buchs ist gleichzeitig ein Code für das Herunterladen des E-Books im ePUB-Format dabei. Dieses Format kann man z.B. mit Calibre umwandeln, um es auch auf dem Kindle lesen zu können. Hilfe gibt es dazu auf der Verlagsseite: www.ullmann-publishing.com .

Von dem Autoren habe ich Euch bereits vorgestellt

Dieser Artikel ist ein Beitrag aus der Reihe

Maennermontage www.meyrose.de 1 Buchtipp: Mode Guide für Männer

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Es ist über die üblichen Quellen und im Webshop bei h.f. ullmann (Werbung) zu bestellen. Vielen Dank!

Henleys für Herren

Werbung ohne Entgelt

Henley Shirts von Camel Active

Mal wieder ein Beitrag für Männer. Ihr kommt hier im Blog ja etwas kurz. Liegt vielleicht auch daran, dass sich meiner so ungern als Fotoobjekt zur Verfügung stellt. Jetzt habe ich ihm aber drei neue Henley Shirts gemopst und für Euch fotografiert.

Henley Shirts von Camel ActiveCharakteristisch für Henley Shirts ist die Knopfleiste. Zu Geschichte und Namensgebung findet Ihr hier etwas: Wikipedia. Demnach waren Shirts dieser Art Bestandteil der Uniform der Ruderer der Stadt Henley-on-Thames. War klar, dass es mal wieder von einer Uniform und/oder Sport abgeleitet ist, denn viele Bekleidungsbegriffe kommen daher.

Die Longsleeves von Camel Active, die Ihr hier seht, sind aus ganz weichem Baumwolljersey, zeichnen aber trotzdem nicht ab. Das petrolfarbene Shirt habe ich vor einigen Wochen im Laden erspäht, wollte der Liebste doch schon länger mal ein schönes neues T-Shirt haben, das auch untergezogen unter Freizeithemden mal etwas spannender aussieht. Petrol ist eine tolle Farbe!

Da das Henley Shirt erste Trage- und Waschtests größen- und formstabil überlebt hat, wurde beim nächsten Besuch im Camel Store gleich ein Duplikat besorgt und Oliv und Naturweiß durften sich dazu gesellen. Der leicht entstehende Used-Look in der Farbe ist OK. Unter den typischen Hemden von Camel Active mit kräftigen Streifen oder Karos sehen die Shirts klasse aus. Auch über einem normalen Rundhalsshirt sehen sie bei schlanken Männern gut aus. In jedem Fall sehen die Modelle mit der Knopfleiste spannender aus als die schlichten und weniger verspannt als Polohemden. Wenn es schon mal etwas Schönes in der passenden Größe und Farbe gibt, ist Zuschlagen die einzige Möglichkeit, oder?

Wusstet Ihr, woher die Namensgebung stammt?

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