Restaurantbesuch mit Hund – so ist es für alle entspannt

Restaurantbesuch mit Hund Paul - so ist es für alle entspannt!

Es gibt genug Anlässe im Alltag, bei denen unser Hund und aus guten Gründen nicht dabei sein kann/darf/soll. In diesen Fällen bleibt er alleine zu Hause oder geht in seine Hundetagesstätte. Das ist beides O.K. für Zausel Paul, aber ein Hütehundmischling ist am liebsten bei seinem Rudel.

Ohne Paul – ohne mich

Wir gehen nicht nur im Urlaub, sondern auch im Alltag, regelmäßig außer Haus Essen und dabei finde ich es für alle Beteiligten essentiell, dass der Restaurantbesuch mit Hund für andere Gäste, uns und den Hund möglichst angenehm ist. Von Seiten der Gastwirte gibt es auf die Frage, ob ein Hund ins Lokal darf, übrigens erfahrungsgemäß nur genau zwei Antworten

  1. Ja, natürlich, selbstverständlich, warum sollte er nicht willkommen sein?
  2. Neeeeeein! Subtext: Wie kommen Sie auf diese absurde Idee?!?

Du kannst Dir vermutlich denken, dass wir Lokale mit Antwort 1 bevorzugen und dort unser Geld hintragen. Es wenige Lokale, die wir freiwillig ohne Hund besuchen, weil wir ihn da nicht passend finden, aber ich lasse mir das ungern vorschreiben.

Lifestyle mit Hund

Warum jetzt dieser Artikel? Bärbel vom Blog ÜFUFFZICH hat beim Beitrag Ü40 Blog – Fashion, Beauty, Lifestyle kommentiert:

“Beim USP hast Du übrigens Paul vergessen. Es gibt ja ein paar Blogger mit Hund, aber dein Zausel ist doch einzigartig.”

Recht hat sie! Weil die Beiträge mit und/oder über Paul bei einigen Lesern gut ankommen, werde ich vielleicht künftig öfter mal etwas aus meinem Leben mit Hund erzählen. Hast Du Lust auf solche Beiträge oder nervt Dich das Hundethema eher? Heute beginne ich mit dem Thema Restaurantbesuch mit Hund.

10 Tipps für einen gelungenen Restaurantbesuch mit Hund

  1. Such Dir für den ersten Besuch in einem Restaurant mit Deinem Hund ein Lokal aus, wo Hunde wirklich willkommen sind. Er spürt das schon an der Begrüßung durch das Personal und wird sich wohler fühlen, als wenn er nur geduldet wird.
  2. Geh die ersten Male zu Zeiten essen, in denen das Lokal eher leer als voll ist. Das entspannt die Gesamtsituation. Dazu bietet sich in besseren Lokalen mit gutem Personal die Mittagszeit an, wenn es nicht so überfüllt wie abends ist, die Kellner Zeit haben und sich gerne Mühe geben mit Dir und Deiner Fellnase.
  3. Sage bei der Reservierung, dass Du einen Hund dabei hast. In den meisten Lokalen bekommst Du dann einen Tisch, der mehr Plätze als Gäste am Tisch hat und ruhig gelegen ist. Ich bevorzuge Tische in der Ecke, mindestens irgendwo am Rand, weil dann weniger Ablenkung für den Hund entsteht. Wenn das Lokal mich noch nicht kennt, kündige ich einen lieben großen Hund an, auch wenn Paul nur mittelgroß ist. Spätestens mit der Ansage bekommen wir zu zweit mit Hund einen Vierertisch. Wenn ich das Lokal regelmäßig besuche, merke ich mir die bevorzugte Tischnummer und bitte bei rechtzeitiger Reservierung direkt um den Tisch. Das klappt fast immer.
  4. In einem Buch über Hundeerziehung habe ich in meiner Anfangszeit als Hundehalter gelesen, dass es unfein sei, wenn Hunde sich im Lokal schütteln und man das als guter Hundehalter zu unterbinden habe. Schön und gut, bei unfein und unangenehm für Gäste an den Nachbartischen stimme ich sofort zu. Nur wie unterbinde ich das? Die Antwort unseres Hundetrainers auf meine diesbezügliche Frage lautete: “Schütteln nach dem Aufstehen, wenn Ihr gehen wollt, ist ein Zeichen von Wohlbefinden beim Hund. Willst Du ihm verbieten, sich wohlzufühlen? Außerdem wird Dir das nicht gelingen.” Was nun tun? Zumal sich Paul gerne das Fell nach seiner Vorstellung wieder drapiert… Ganz einfach: Wenn ich das Signal zum Aufbruch gebe, steht Paul erst auf, wenn ich das erlaube. Ich sorge dafür, dass er sich unter dem Tisch schüttelt und ich davor stehe in Richtung anderer Tische. Das sieht dann kaum jemand und ich habe bisher dabei keine Haare auf andere Menschen und Tische fliegen sehen. Die Kunst ist an der Stelle, seinen Hund zu kennen und zu wissen, wann er sich schütteln wird und in welche Richtung.
  5. Nasse Hunde stinken. Da führt kein Weg dran vorbei. Deshalb vermeide ich es tunlichst, im Regen mit einem Hund ein Lokal zu betreten. Entweder fällt der Lokalbesuch aus oder er findet vor dem Spaziergang mit einem trockenen Hund statt. Es reicht schließlich, dass die meisten Hunde in trockenem Zustand schon nicht gerade wohlriechend sind. Da möchte ich das Wohlwollen von Gastgebern und anderen Gästen nicht überstrapazieren. Bei trockenem Wetter ist es natürlich schöner für den Hund, wenn er sich vorher bei einem Spaziergang ein bisschen auspowern und leeren kann.
  6. Einige Hunde frieren leicht oder brauchen einen definierten Platz, um sich entspannen zu können. Dafür kannst Du eine leichte Liegedecke für Deinen Hund mitnehmen. Zum Glück brauchen wir das nicht, Paul legt sich überall hin, wo wir verweilen. Er plustert sich sein Fell von unten warm und friert bei Zeltpartys weniger als ich.
  7. Sicherheitshalber binde ich Paul an. Entweder suche ich mir einen Pfeiler am Tisch, ein Tischbein – Achtung: nur bei stabilen Tischen – oder ich lege die Leine mit einer Schlaufe um ein Stuhlbein. In den meisten Fällen würde er eh bei uns bleiben, wenn er erstmal liegt – aber darauf möchte ich mich nicht mit Besteck oder Glas in der Hand verlassen.
  8. Wenn Deinem Hund vom Personal etwas zu trinken angeboten wird, nimm es an. Sonst kommt in guten Lokalen nämlich alle fünf Minuten ein anderer Kellner und fragt, ob der Hund etwas zu trinken haben möchte und warum die Kollegen das noch nicht gebracht haben.
  9. Ignoriere den Hund, wenn alle sitzen. Spätestens dann wird er sich irgendwo in Deiner Nähe einen Platz suchen. Paul muss nicht immer vollständig unter dem Tisch liegen, weil das oft zu eng für ihn ist oder riesige Tischsockel aus Metall mit Kanten im Weg sind. Wichtig finde ich nur, dass er andere Gäste nicht belästigt und dem Personal nicht als Stolperfalle im Weg liegt. Ansonsten darf er gerne auch an der Stirnseite des Tisches liegen und alles überwachen.
  10. Üben, üben, üben!

Was für Erfahrungen hast Du mit Hunden in Lokalen?

Die Rückkehr des Friesennerzes

Werbung ohne Auftrag durch Marken-, Namens- und Ortsnennungen

Ines Meyrose – Outfit 20180920 auf Sylt in Kampen am Strand mit Regemantel HafenCirty Coat von BMS in gelb - Portrait

Von der HafenCity nach Kampen auf Sylt

In diesem Regenmantel übersieht mich niemand mehr! Seit zwei Jahren schleiche ich schon um den HafenCity Coat SoftSkin Comfort von BMS, den es übrigens bis Größe 56 gibt. Er fällt allerdings eine Nummer kleiner aus als meine anderen Jacken. Er wird auch großen Frauen passen. Die Taille sitzt recht tief bei mir und die Ärmel sind sehr lang.

Ines Meyrose – Outfit 20180920 auf Sylt in Kampen am Strand mit Regemantel HafenCirty Coat von BMS in gelb

Die Sonne lacht im Regen

Als im September auf Sylt der Wetter nicht ganz durchgehend so toll war wie gebucht, konnte ich nicht mehr widerstehen und habe ihn mir in Gelb gekauft. Das Sonnenblumengelb macht mir an grauen Tagen gute Laune und im Herbst können mich Autofahrer bei abendlichen Hunderunden darin gut sehen.

Ines Meyrose – Outfit 20180920 auf Sylt in Kampen am Strand mit Regemantel HafenCirty Coat von BMS in gelb

Ines Meyrose – Outfit 20180920 auf Sylt in Kampen am Strand mit Regemantel HafenCirty Coat von BMS in gelb

Ines Meyrose – Outfit 20180920 auf Sylt in Kampen am Strand mit Regemantel HafenCirty Coat von BMS in gelb

Ines Meyrose – Outfit 20180920 auf Sylt in Kampen am Strand mit Regemantel HafenCirty Coat von BMS in gelb

Ines Meyrose – Outfit 20180920 auf Sylt in Kampen am Strand mit Regemantel HafenCirty Coat von BMS in gelb

Mein Blogger-Netzwerk

  • Sabine Gimm hat den gleichen Regenmantel in einer anderen Farbe. Schau mal im Beitrag Amrum – Reif für die Insel? bei ihr vorbei.
  • Danke an Bärbel für den Tipp mit dem Rahmen #einflirtfürsleben #kampensylt. Das Holzplateau in Kampen kannte ich natürlich. Da haben wir schon 2014 einen Softshellmantel und 2016 Schokolade zum Anziehen fotografiert, aber der coole Rahmen ist neu. Schau mal bei Bärbel, wo wir auf der Insel schon zusammen waren, zum Beispiel hier, hier oder hier fast. Dieses Jahr haben wir es auch schon zusammen nach Sylt geschafft, wie Du auf Instagram sehen kannst. Schön, wenn man gute Ideen gemeinsam umsetzt!

Von Polen-Paule zu Kampen-Paule

Hütehundmischling Paul in Kampen auf Sylt

Als Paul 2015 aus Polen zu uns kam, wurde er gleich nach vier Wochen mit den Urlaub nach Sylt genommen. Seinen ersten Nordseestrand hat er in Kampen kennengelernt. Gefällt ihm. Die Wattseite mag er dennoch lieber, weil es dort mehr zum Schnuppern gibt.

Welche Jacke trägst Du im herbstlichen Regen?

Imageberatung: Business-Looks für Hundternehmer

Paul Hütehundmischling

Franziska vom Lieblingsrudel und Pedi von HundeNerd haben sich einen Beitrag zu Business-Looks für Hundternehmer gewünscht. Die Frage entstand auf Facebook im Zusammenhang mit meinem Interview im Hundternehmer-Blog. Heute also ein Beitrag für Hundehalter oder Menschen, die im Hundeumfeld arbeiten.

Jeans + T-Shirt = Beratungsresistenz?

Pedi schrieb, dass sie der Beitrag veranlasst hat, über ihre “(hust) Fashion” nachzudenken und dass der Jeans/T-Shirt-Look wahrscheinlich Zeichen von Beratungsresistenz sei. Franziska bekannte sich ebenso zur Beratungsresistenz, gab allerdings zu, dass wenn sie jemanden hätte, der sie einkleiden würde, sie neue Looks auf jeden Fall ausprobieren würde. Die Herausforderung habe ich natürlich gerne auf Wunschliste 2018 genommen und mache mich hier an die Erfüllung.

Was ist ein Business-Look?

Ein Business-Look ist das äußere Erscheinungsbild, das Du in Deinem Arbeitsumfeld abgibst. Dazu gehören Kleidung samt Schuhen und Accessoires, Frisur und Make-up. Auch wenn die meisten Menschen zuerst bei Business-Outfits an klassische Bürooutfits à la Hosenanzug oder Kostüm denken, ist das weit von der Realität in vielen Jobs entfernt. Business heißt nicht Büro und Büro heißt nicht Hosenanzugpflicht.

Welches Image möchtest Du haben?

Wenn jemand im Hundeumfeld arbeitet – mit Hunden, ihrer Ernährung oder Zubehör zum Beispiel, möchte er sicher einen anderen Eindruck vermitteln als jemand, der einer kaufmännischen Dienstleistung nachgeht. Dennoch ist ein Hundternehmer ein Unternehmer, der am Ende Kunden haben und Gewinn erzielen möchte. Dazu gehört neben Leidenschaft für die Sache ein Erscheinungsbild, das zum gewünschten Image passt. Im Marketingstudium hat mein Dozent Dozenten Andreas Zehnder dazu gesagt:

“Das IMAGE entsteht aus der Ganzheit aller richtigen und/oder falschen Vorstellungen über Dich:

  • Du bist, was Du bist.
  • Du tust, was Du bist.
  • Du zeigst, was Du bist.
  • Du sprichst, was Du bist.”

Ein Ergänzung von mir: Du trägst, was Du bist.

Wofür stehst Du?

Überlege Dir genau, was zu Dir passt. Dazu gehören nicht nur Farben, die zu Deinem Farbtyp oder Image passen, und der Stil der Kleidung, sondern zum Beispiel auch Marken. Passen eher Marken zu Dir, die auf Nachhaltigkeit bei Materialien und Produktion achten? Oder ist eine besonders moderne Ausstrahlung wichtig oder Designermarken passen zu Dir? Überlasse das nicht dem Zufall. Ich mag es zum Beispiel, wenn Marken möglichst nicht zu erkennen sind. Das geht nicht immer, aber in jedem Fall hält mich eine zu laute Markenkennzeichnung vom Kauf ab.

Die Qualität Deiner Kleidung kann Rückschlüsse auf Dein Produkt zulassen, wenn Du eins verkaufst. Wenn Deine Kleidung lose Fäden hat, würde ich keine von Dir gefertigte Leine kaufen, weil ich Bedenken hätte, dass die dann auch bald lose Fäden bekommt. Natürlich hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Ich kann mein Urteil aber nur auf Basis der Informationen fällen, die mir vorliegen. Und dann verbindet mein Gehirn lose Fäden und schließt vom einen Fakt auf die andere Vermutung. Achte also bitte auf Qualtitätsmerkmale guter Kleidung.

Mein Business-Look für Hundternehmer

Ines Meyrose #ootd 20160603 mit Sneakern Kety von Natural Feet / Tessamino, Jeans Please, T-Shirt Armor Lux, Hoodie Bloomings, Lederjacke Lindgroen, Handtasche Krupka - Foto: Gunda Fahrenwaldt

Copyright Foto: Gunda Fahrenwaldt

Ich habe eine Weile überlegt, welches Outfit ich für Dich wähle. Bekanntermaßen habe ich kein Problem damit, selbst Jeans + Ringelshirt zu tragen. Ich finde das keinesfalls per se lieblos kombiniert. Dabei achte ich allerdings darauf, dass die Jeans gut sitzt und das Ringelshirt in bester Qualität ist – siehe Beitrag RADIKAL MINIMAL #6 T-Shirt und Grundausstattung #2 T-Shirts. Darüber, dass beides sauber ist und die Schuhe geputzt sind, brauchen wir nicht zu reden, oder?

Ines Meyrose #ootd 20160228 mit Ringelshirt von Armor Lux, Lederjacke von Lindgroen, Jeans von Please und Camper-Boots

Am Ende habe ich entschieden, dass die rote Lederjacke bei dem Look der entscheidende Faktor ist. Die drei Outfits um die Lederjacke herum sind klassischer, sportlicher oder romantischer durch das Oberteil darunter und die Accessoires. Die Lederjacke im Bikerstil ist zeitlos im Schnitt. Die Farbe verstärkt eine selbstbewusste Ausstrahlung. Und die braucht ein Hundternehmer! Nimm eine satte Farbe, die Dir gut steht. Vom Homeoffice über die Hunderunde bis zum Kundentermin im Hundeumfeld bist Du damit gut angezogen. Fazit:

Trage ein Statement-Teil und lenke damit vom Jeans + T-Shirt Look ab

Ines Meyrose #ootd mit Wollstola Soraya von Eva Schreiber in der Farbe fango

Keine Angst vor roter Kleidung

Hunde sehen Farben anders als Menschen, unser Rot erscheint Ihnen Gelb. Deine Hunde werden keine Angst vor Dir bekommen, wenn Du in der krassen Farbe Rot vor Ihnen auftauchst. Im Beitrag Hundeblick: Wie sehen Hunde die Welt? erfährst Du mehr darüber.

Erste-Hilfe-Tipps

  • Fusselrollen mit Klebefolie entfernen Hundehaare von Kleidung am effizientesten. Nicht umweltfreundlich, funktioniert aber. Oder hast Du einen besseren Tipp für mich?
  • Hütehunde Paul und Amy auf der Rücksitzbank im Skoda CitigoWenn Du Dein Auto ab und an mal mit dem Staubsauger in Berührung kommen lässt. hast Du eine Chance auf einen halbwegs hundehaarfreien Fahrer- und Beifahrersitz (wenn der Hund da sonst auch nicht sitzt) und kommst sauber beim Kunden an. Mein Zausel – hier mit seiner Freundin Amy – fährt auf der Rückbank mit. Eine Matte hält Haare und Staub halbwegs auf der hinteren Bank.
  • Mit einem nassen Wischlappen kannst Du Flecken von Kleidung viel besser entfernen als mit Papiertüchern. Ein weiterer Vorteil an der Lederjacke ist, dass sie unempfindlich ist und nicht schmuddelig wird, sondern Patina bekommt. Bis zu einem gewissen Grad …

Was ist Dein Hundternehmerlook? Was empfiehlst Du den Beiden?

Unternehmer mit Hund

Ines Meyrose Outfit 20170819 mit Kleid Lova und Leggings Esra von Deerberg im herbstlichen Wohlfühl-Look, Stiefeletten mit Kreppsohle Lloyd, auf genommen in der Fischbeker Heide zur Heideblüte 2017 – Ue40-Bloggerin

… sind Hundternehmer, sagt Franziska und schreibt dazu den Hundternehmer-Blog. Weil ich ein Unternehmen UND Bürohund Paul habe, hat mich Franziska zu einem Interview eingeladen. Kennengelernt haben wir uns auf Instagram über ihren Lieblingsrudel-Account.

=> zum Interview

Wie stehst Du zum Thema Bürohund?

Gummistiefel Praxistest

Werbung mit Stil

Ines Meyrose #ootd mit Gummistiefeln Aigle Bison und Hund Paul

Gummistiefel Aigle Bison kaki aus Naturkautschukmit BaumwollfutterIm Sommer habe ich die Aigle Bison (PR-Muster) aus Naturkautschuk als Testmuster vom Webshop Gummistiefelexperte (Werbung) bekommen und hatte seit dem viel Gelegenheit, sie zu tragen. Und eins ist klar: Sie haben den Test bestanden!

Heute sehr Ihr mich in einem Outfit, in dem ich gerade viel in meiner Freizeit draußen unterwegs bin. Die Lederjackenzeit ist kurz in Hamburg, die Lederweste und Rolli darunter angenehm wärmend. Wir hatte Sonntag keine 10 Grad mehr und gestern Bodenfrost. Dieser Herbst ist schnell. Die Bilder haben wir in Neugrabener Moor gemacht, wo man schöne Hunderunden drehen kann.

Ines Meyrose #ootd mit Gummistiefeln Aigle Bison

Die Gummistiefel sind perfekt für kurze Hunderunden, wenn es nass draußen ist, und auch zum Herumspringen und Toben mit dem Zausel bestens geeignet. Der Gripp der Sohle überzeugt mich auch auf unebenen Untergründen, nassem Gras und am Hang.

Seht selbst, wie viel Spaß Paul dabei mit mir hat!

Ines Meyrose #ootd mit Gummistiefeln Aigle Bison und Hund Paul

Von den kleinen Trainingseinheiten vielleicht abgesehen …

Ines Meyrose #ootd mit Gummistiefeln Aigle Bison und Hund Paul

Oder wenn ich mal frech zu ihm bin …

Ines Meyrose #ootd mit Gummistiefeln Aigle Bison und Hund Paul

Oder er zwangskuscheln muss …

Ines Meyrose #ootd mit Gummistiefeln Aigle Bison und Hund Paul

Gebt mir eine Pfütze und ich muss hineinspringen …

Ines Meyrose #ootd mit Gummistiefeln Aigle Bison und Hund Paul

Könnt Ihr um Pfützen in Gummistiefeln herumgehen?

Langeweile in Perfektion

Paul auf der Hundewiese Kiesbarg in Hamburg-Neugraben

Kennt Ihr das? Wenn etwas zu perfekt ist, wird es langweilig? Dann muss ich ein bisschen Rütteln und Schütteln und vielleicht auch etwas Zerbrechen, damit ich es wieder neu sortieren kann. Dann geht es mir wieder gut. So ging es mir im Januar mit meinem perfekten Kleiderschrank und wohlsortierten Haus. Dass ich mir Schmuddel und Chaos wünschen würde, überraschte nicht nur mich … aber fangen wir von vorne an …

Der Wunschhund

Ich habe gesucht und Paul hat uns gefunden. Inzwischen hat der Zausel unter Euch auch paar Fans, die vielleicht verstehen können, warum wir uns in ihn verliebt haben. Im Februar, als Paul noch recht frisch bei und war, habe ich einige Fragen auf später vertröstet, die ich jetzt gerne beantworte.

Warum ein Hund?

Ich bin stadtbekannte Katzenliebhaberin und mein Mann mag viele Tiere. Aber: Nach dem Tod unserer Katze Pauline 2013 wollten wir beiden kein neues Tier mehr im Haus haben. Bis … ja bis ich mich letzten Sommer in einen kleinen Dackel bei einem Kunden verliebt habe <3 . Da spürte ich auf einmal, dass mein Herz wieder Kapazität für ein Haustier hat und dass es einen Hund möchte.

Ich will genau das, was die haben

Eine nicht ganz unschuldige Rolle an meinem Wunsch nach einem Hund spielen Jack Russel Eddie, Labrador Mollie, Dogge Cave Canem und Golden Retriever Laddie. Das Internet ist übel. Den Haltern dieser Hund folge ich via Instagram, Twitter bzw. Blogs aus ganz anderen Gründen und auf einmal waren sie da, die Gründe für einen Hund. Zu sehen, wie die Halterinnen mit Ihrem Hund zusammen strahlen, hat mich in den Bann gezogen.

Nachdem ich Bines ersten Bericht über Mollie gelesen habe, dachte ich zum ersten Mal: Mmmh … könnte wohl doch auch was für Dich sein. Bei Eddi spricht das pure Glück aus den Worten und Fotos von Drea, bei DieMissMini sehe ich einen zuckersüßen Welpen zum Riesen werden und bei Laddie erblüht Frau Mimimi geradezu. Bei diesen Frauen erfahre ich, dass Alltag und Hund auch mit Job unter einen Hut zu bringen sind, erst recht als Selbstständige mit Partner an der Seite.

Von nie zu sofort

Hunde mochte ich schon immer, wollte aber keinen haben. Geruch, Dreck, Arbeit, Verpflichtung und Kosten haben mich stets abgeschreckt. Irgendwann dachte ich dann, dass im nächsten Leben mit riesigem Grundstück ein Hund toll wäre, der draußen lebt. Als nächstes fand ich unser Haus und Terrasse auf einmal doch gar nicht mehr zu klein für einen mittelgroßen Hund und unsere anti-saisonalen Seeurlaube passen auch dazu. Dann überkam mich die Sehnsucht nach mehr sozialem Anschluss in unserer Gegend.

Türöffner Hund

Ich habe Freunde, gute Freunde und Bekannte. Aber leider wohnt davon kaum keiner um die Ecke. Seit zwölf Jahren wohne ich in diesem Stadtteil und lerne ohne Sportverein und Kinder niemanden näher kennen. Die Nachbarn sind freundlich, haben jedoch eigene Kreise. Der Hund hat also eine Aufgabe: Er soll mich unter Menschen bringen. Es hat mich umgehauen, wie viele Menschen aus der Umgebung auf einmal mit mir reden, wenn Paul dabei ist. Es haben sich schon nette Kontakte ergeben. Danke Paul!

Welpe vs. Gebrauchthund

Bis Paul zu uns gekommen ist, haben wir ein halbes Jahr darüber diskutiert von klar bis auf keinen Fall über ich weiß nicht – bis er auf einmal da war. Ich bin ein zielstrebiger Mensch. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, bekomme ich es oder lege aus nur aus guten Gründen ad acta. Im Januar hatte ich dann beschlossen, mich ernsthaft auf die Suche nach einem passenden Hund zu machen.

Nach ein paar Telefonaten mit Züchtern war klar: Ein Welpe wird es nicht. Zum einen hatte ich als Ersthundehalterin Angst, einen Welpen zu verziehen, zum anderen ging mir die überhebliche Art der Züchter so gegen den Strich, dass es mir zuwider war. Es gab da nur zwei positive Ausnahmen und die waren leider sehr weit weg von Hamburg. Außerdem wollte mein Mann keinen Bolonka, auch wenn diese Züchterin sehr nett am Telefon war. Zu klein … und er hat ja nicht ganz unrecht. Ein Mischling war uns eh am liebsten.

Natürlich hatte ich Angst davor, dass mir das alles zu viel würde und über den Kopf wachsen könnte. Von Müttern hört man immer wieder: „Wenn das Baby Dich anlächelt, ist alles Ätzende (schlaflose Nächte, Gespucke auf Lieblingsklamotten, Chaos in der Bude…) vergessen und das wiegt alles auf!“ Als Nicht-Mutter kann ich mir das beim besten Willen nicht vorstellen. Überzeugt hat mich jedoch, was Bine über Mollie nach einiger Erfahrungszeit geschrieben hat, was ihr Freude dabei macht. Das konnte ich mich mir mit der Zeit dann vorstellen und heute absolut bestätigen.

Ja, aber …

  • Ja, ewiges Rausgehen macht nicht immer Spaß – aber fast immer.
  • Ja, der Feinstaub auf Fliesen und Parkett ist wirklich ätzend, aber entfernbar.
  • Ja, Haufen wegmachen ist nicht schön, tut aber nicht weh.
  • Ja, ein Hund mit langem, dichten Fell muss gebürstet werden. Paul haart aber zum Glück recht wenig, wenn nicht gerade Fellwechselzeit ist.
  • Ja, ein nasser Hund stinkt. Das kann man drehen und wenden wie man will. Aber Lüften, gute Fellpflege und hochwertiges Futter machen eine Menge aus, um das Problem im Griff zu haben. Wenn ich meine Kaschmirpullover gewaschen habe, riecht das Zimmer auch nach nassem Tier.
  • Ja, das Haus ohne Vorplanung nicht länger als zwei Stunden verlassen zu können, nervt. Ist aber regelbar. Irgendwann funktionieren hoffentlich vier Stunden.
  • Ja, ein Hund kostet ganz schön viel im Unterhalt, aber bisher finden wir es gut investiert.

In Summe tut Paul mir einfach gut. Es tut mir gut, durch ihn täglich zwei Stunden an der frischen Luft unterwegs zu sein. Woher ich die Zeit nehme? Weniger, dafür besser schlafen und weniger im Internet zappen. Die Morgenrunde macht mein Mann, d.h. ich bekomme meinen Schönheitsschlaf in der Frühe.

Es ist schön, vom Zausel so nah umgeben zu sein. Er ist meistens in meiner Nähe, wenn ich anwesend bin, auch bei der Arbeit im Homeoffice. Trotzdem akzeptiert er problemlos räumliche Grenzen im Haus, ins Schlafzimmer darf er zum Beispiel nicht. Er ist so dankbar, dass ein Blick in sein Gesicht eine Wohltat ist.

Woher und wohin?

Es blieb vorab die Betreuungsfrage zu klären, wenn er mich nicht begleiten kann. Da  habe ich dann über einen netten Kontakt bei uns an der Hundewiese Kiesbarg, die nur zwei Reihen hinter unserem Haus liegt, den Tipp bekommen, die Villa Pfötchen als Hundetagesstätte auszuwählen. Einen Rat, wo wir einen Gebrauchthund finden, hatte die nette Frau auch noch. Die Tierheime in und um Hamburg hatten nämlich leider nur Hunde, die für Anfänger völlig ungeeignet und/oder zu groß sind. So sind wir auf die Hundehilfe Polen e.V. gekommen.

Paul aus Polen

Beate Du Beau von der Hundehilfe Polen hat mich am Telefon davon überzeugt, dass Paul der richtige Hund für uns ist, auch wenn er ein bisschen größer als gewünscht ist und längeres Fell hat und ein größeres Gebiss … aber wir wissen ja: Irgendwas ist immer … Paul war gerade erst ein paar Tage vorher aus einem polnischen Tierheim von der Hundehilfe Polen nach Deutschland zur Vermittlung gebracht worden. Die Vermittlung erfolgte über den Tierschutz Stade e.V., wo er von Familie Elss aufgenommen wurde und wir ihn dort kennenlernen durften. Nach einem ausführlichen Telefonat bin ich am selben Tag noch hingefahren und ab da war es um mich geschehen.

Direkt ins Herz

Es war klar: Paul oder keiner, denn einen besseren Hund würde ich nicht finden. Hätte mein Mann Paul nicht haben wollen, hätte ich nicht weiter gesucht, sondern das Projekt Hund vorzeitig beendet. Nach der Prüfung unseres Hauses durch den Tierschutzverein durfte Paul zu uns. Von der Einreise bis zur Landung bei uns verging nur eine Woche.

Inzwischen hat sich alles eingespielt. Zum gemeinsamen Lernen, wie wir eine gute Beziehung zueinander bekommen und gesellschaftsfähig sind, haben Paul und ich zehn Trainingsstunden in der Hundeschule Freundschaft ohne Leine genommen. Einzelstunden erschienen mir am besten, denn Paul war kein Welpe und zu unsicher bzw. schüchtern für eine Gruppe erwachsener Hunde. Wir haben Vieles schon mit Frank Stummeier erarbeitet und leisten jetzt alleine Feinschliff.

Wir freuen uns, im Mai bei Anja Peters von Hundesicht & Menschenblick die Gehorsamsprüfung bestanden zu haben, so dass Paul mit meinem Mann oder mir in Hamburg ohne Leine laufen darf. Für mich ist diese bestanden Prüfung ein Meilenstein im Projekt Paul, denn es zeigt, dass auch ein außenstehender Prüfer findet, dass wir gut miteinander klar kommen. Als Ersthundehalterin ist ein bisschen Bestätigung von außen da auch mal ganz nett.

Zum Glück ist Paul in der Villa Pfötchen bei Familie Durand willkommen und wir wissen ihn dort gut aufhoben. Er geht gerne dahin und begrüßt uns freudig, wenn wie ihn wieder abholen. Wir können Tage und Nächte nach Bedarf buchen, was zu meinen unkonventionellen Arbeitszeiten passt. Für kürzere Zeiten oder Urlaube unterstützen uns unsere Familien. Die Nachbarn sind auch sehr hilfsbereit.

Wir sind dankbar, dass Paul bei uns ist, und wünschen uns eine schöne, lange Zeit zusammen. Danke an alle hier genannten, dass Ihr uns das ermöglicht!

Jetzt noch Fragen? Gerne her damit!

Sonnenuntergang an der Hundewiese Kiesbarg in Hamburg-Neugraben

P.S.
Warum keine Katze? Pauline war so gut, dass keine Katze charakterlich da heran käme. Außerdem ist die Urlaubsbetreuung einer Katze nervenaufreibend.

P.P.S.
Den Namen hatte der Hund schon, als er zu uns kam. Wir haben also keinen P-Namen-Tick. Die Katze hatte ihren auch bereits, als sie uns adoptiert hat.

P.P.P.S.
Und ich wollte solche Sonnenuntergänge bei der abendlichen Hunderunde sehen, die ich bei anderen Hundehaltern immer nur im Internet bestaunt habe. Live ist das viel besser!