Körperpflege-Wahnsinn

Kernseife

 

Nachtrag 16. Juli 2019:
Ein Update dieses Beitrags findest Du unter Körperpflege – noch mehr Wahnsinn.

Ganz ehrlich? Ich wünsche mir die Zeiten zurück, in denen ich mit Zahnbürste, Zahnpasta, Duschgel und Shampoo auskam. Verfluchen tue ich den Tag, an dem ich mit Bodylotion und Gesichtscreme angefangen habe. Verführt hat mich zu beidem übrigens die gleiche zart behautete Person ;) . Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen …

Ja, meine Haut wurde (noch) zarter dadurch, aber der Pflegefalle entkomme ich damit nicht mehr. Bei der Gesichtshaut schaffe ich es mit Augencreme ohne zusätzliche Gesichtscreme, wenn ich ein Gesichtstonikum verwende – aber nur, wenn ich mich nicht abschminken muss und dabei der Haut auch wieder vieles entziehe. Da ich mich meinem eigenen und dem gesellschaftlichen Zwang des Schminkens in der Öffentlichkeit beuge, weil ich damit einfach sowas von besser aussehe, komme ich also um Gesichtscreme nicht herum.

Momentan geht mir die Dauer der Pflegerituale total auf den Zeiger. Diese ganzen Flaschen, Deckel, Tiegel, Pumpspender … Verzichten möchte ich trotzdem auf nichts und ich bewege mich sehr fix dabei. Trotzdem dauert mir das einfach alles zu lange. Dabei verwende ich weder Kamm/Bürste noch einen Fön (nur in Winternotfällen). Bei der Haarpflege kann man ja noch sehr viel mehr Produkte und Zeit verwenden. Die In-Dusch-Creme-Produkte haben mich bisher auch nicht überzeugt.

Mein morgendlicher Pflegemarathon

  • Zähneputzen mit Zahnpasta
  • Duschen mit Duschgel
  • Haarwäsche mit Shampoo
  • Gesichtsreinigung mit Reinigungslotion
  • Augencreme (im Winter teilweise noch Lippenpflege, ansonsten nehme ich auch Augencreme für die Lippen)
  • Gesichtscreme
  • Bodylotion
  • Im Sommer extra Fußcreme für die Fersen und Zehen
    => Handwäsche mit Seifenstück
  • Deo
  • Haarwachs => Handwäsche mit Seifenstück
  • … und dann nach dem Anziehen auch noch Schminken ..

Ab und an zusätzlich …

  • Körperpeeling
  • Füße Hornhautschrubben
  • Epilieren oder im Schnellfall Rasieren

Geht Euch der Zeitfaktor dabei auch so auf den Geist?
Verwendet Ihr (noch) mehr Produkte? Oder weniger?
Wie löst Ihr den Raumfaktor für die Unterbringung der ganzen Mittelchen?

Ohne Schlecken bitte

Plastiktütenrolle

Ein offener Brief an Mitarbeiter_innen im Einzelhandel

Liebe Einzelhandelsmitarbeiter_innen,

es geht um Plastiktüten. Genauer gesagt darum, dass sich dünne Plastiktüten nicht gut voneinander lösen bzw. nicht gut so öffnen lassen, so dass die Ware eingefüllt werden kann. Ich kann verstehen, dass diese dünnen Dinger schwer zu handhaben sind.

Leider gibt es in diversen Geschäften und Verkaufsständen immer wieder Mitarbeiter_innen, die den Zeigefinger mit der Zunge anschlecken, um mit eben diesem angefeuchteten Finger die Tütenhälften voneinander zu lösen. An genau diese Mitarbeiter_innen richtet sich dieser offene Brief, denn das finde ich eklig und extrem unhygienisch!

Zu Ihrer Information: Dieses Verhalten trägt dazu bei, dass ich bei Ihnen nicht mehr kaufe oder es mir sehr genau überlege, ob es nicht Alternativen gibt. Bitte unterlassen Sie das in Zukunft, wenn Sie möchten, dass ich bei Ihnen gerne oder überhaupt kaufe. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Kundin Ines Meyrose

Aus der Praxis

Eine Kassenmitarbeiterin habe ich übrigens letztes Jahr direkt darauf angesprochen. Ich konnte das aus meiner Sicht widerliche Geschlecke beim Anstehen bereits bei den vorherigen Kunden beobachten. Da ich leider nicht auf den Kauf der Ware verzichten wollte, nahm ich meinen Mut zusammen und bat sie, es bei meinem Kassier- und Einpackvorgang bitte zu unterlassen. Ich wurde

  • entsetzt angeguckt, weil sie gar nicht wusste, was ich meinte.
  • angemault, dass das jawohl ihr Problem sei und nicht meins, wenn sie sie den Dreck von Geld und Co. damit in den Mund befördern würde.
  • belehrt, dass ihre Spucke für mich kein Gesundheitsrisiko darstellen würde. Muss ich noch erwähnen, dass ich ein Lebensmittel gekauft habe? Was allerdings dabei keine Rolle für mich spielt. Ich will nicht die Spucke fremder Leute auf meinen Tüten anfassen.

Das Schlimmste dabei ist für mich fast, dass ich das Fingerschlecken sofort wahrnehme. Eine Freundin, die oft mit mir Einkaufen geht und beim Praxisbeispiel daneben stand, sieht das gar nicht. Leider fehlt mir dieser Filter im Gehirn.

Wie steht Ihr zu dem Thema? Schleckt Ihr vielleicht sogar selbst?

Bekleidungshygienefrage

Trend & Style Leggings von nur die in 80 den ultra-blickdicht mit SoftbundStrumpfhosen mehr als einen Tag bis zur nächsten Wäsche zu tragen würde mir im Leben nicht einfallen. Umso erstaunter war ich vor einiger Zeit zu hören, dass es Frauen gibt, die das völlig normal finden. Ich bin immer noch überrascht davon und frage mich: Übertreibe ich da? Oder untertreiben andere es?

Beim konkreten Nylonstrumpfhosenbeispiel käme ich schon nicht auf die Idee, die ungewaschen zu tragen, weil sie beim Tragen ausleiern und dann beim erneuten Tragen Ringelsöckchen oder -knie machen. Da muss ich als kleine, runde Person eh immer schon aufpassen, dass das nicht passiert. Außerdem kann ich meine ganz normale Körperhaut noch so gut eincremen – da sind abends winzige Hautschüppchen an der Strumpfhose. Das halte ich so weit auch für normal. Zur Einordnung meiner Ansichten:

Ich trage bis zum nächsten Waschen

  • Unterwäsche (Bodys, BHs, Unterhosen, Socken, Strumpfhosen, Leggings) 1 x, wobei ich bei BHs 2 x OK fände, wenn sie noch nicht ausgeleiert wären
  • Hosen bis die schmutzig oder ausgeleiert sind, also etwa 2-4 x
  • T-Shirts und Blusen 1 x
  • Pullover, Strickkleider 2-3 x (je nach Riechtest auch nur 1 x)
  • Nachtrag 12. Februar 2014: Strickjacken, die ich nur nur über Rollis oder T-Shirts trage, wasche ich nur ganz selten (Riechtest)
  • Sommerkleider 1 x
  • Blazer bis zur geruchlichen oder optischen Verschmutzung
  • Jacken, Mäntel bis zur Verschmutzung oder Saisonende

Nun die Frage an Euch: Übertreibe ich mit Waschwahn oder unterreiben andere?

View Results

Loading ... Loading ...

Bin gespannt auf Euer Voting und die Kommentare!