Neue Seiten im Blog Mode & Stil

Kürzlich habe ich zu einigen Kernthemen meiner Arbeit als Imageberaterin einige feste Seiten hier im Blog eingerichtet. Sie sind jetzt mit aktuellen Inhalten gefüllt. Sie finden die Seiten im rechten Bereich des Layouts zu den Themen

Gleich werde ich zu jeder der Seiten einen Kurzartikel veröffentlichen, um die Seiten in der Suchfunktion meines Blogs besser auffindbar zu machen. Wundern Sie sich also bitte nicht, warum in den Artikeln dann nichts groß Inhaltliches steht.

Bin ich ein Trendsetter?

Ich dachte immer: nein. Neuerdings denke ich anders darüber. Betonung liegt auf Trendsetter. Offensichtlich löse ich schon Trends aus, indem ich in den Geschäften nur nach den Dingen frage, die ich mir wünsche. Beispiel gefällig?

Handtasche

Letzten Herbst bin ich bis Weihnachten durch die Geschäfte gelaufen und habe an jeder nur erdenklichen Stelle nach einer olivfarbenen Handtasche gesucht. Nicht nur ich – auch Familie und Freundinnen wurden mit eingespannt. Letzten Ende habe ich dann eine gefunden, sogar mit messingfarbenen Metallösen (nicht silber!) und die zu Weihnachten von meinem Liebsten bekommen. Eine Verkäuferin war so nett, die Handtasche, das keiner haben wollte, aus dem Lager rauszusuchen und dann sogar noch um 30% zu reduzieren. Monatelang durfte ich mir vorher anhören, dass oliv megaout ist und das keiner haben will (außer mir). Und jetzt: In jedem Geschäft hängen Klamotten in oliv und es gibt passende Accessoires in jeder Form.

Kaftankleid

Im Januar habe ich beim Onlinestöbern auf heine.de ein tolles Kleid gesehen. Genau meine Farbe – hummer, matt, mit goldenen Pailletten. Ein tolles Kleid, das meine x-zuviel-Kilos echt passabel versteckt. Mir war klar: Das Kleid polarisiert. Man kann es nur lieben oder hassen – zu mir passt es perfekt. Ich liebe es und freue mich schon seitdem, es am 1. Mai bei einem Besuch der Oper zu tragen. Für normale Anlässe ist es wohl etwas feierlich … leider.

Seit Januar freue ich mich also über mein besonderes Kleid. Und was musste ich am 3. April in der druckfrischen Modezeitschrift Brigitte sehen? MEIN KLEID! In einer Fotostrecke zum Thema Umsetzung des Trends Afrika in der Mode durch die Designer. Das Kleid war auch noch mit Bezugsquelle und Extrafoto abgebildet. Ich hätte Schreien können! Ich stehe nicht besonders drauf, wenn andere das gleiche tragen wie ich! Sollte ich also jemanden in diesem Kleid sehen, wird mich das nicht gerade glücklich machen.

El Naturalista

Zum Sommer 2008 habe ich mir Schuhe von El Naturalista gekauft. So eine Art geschlossener Clog. Niemals vorher habe ich die Dinger in Hamburg auf der Straße oder im Laden gesehen. Kaum, dass ich mit diesen Schuhen unterwegs bin, gibt es sie in einigen (sehr teuren) Läden. Und im Sommer 2009 gibt es ein Fake nach dem anderen davon und die gefühlte halbe Stadt ist damit überlaufen! Und Clogs sind auch wieder in.
Resultat: Gut, dass meine 2010 aufgetragen sind.

Wie sagte mein Liebster so schön: Das Leben als Trendsetter ist schon schwer ;-)

“Schlichtheit bedeutet, …

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… mit minimalen Mitteln den maximalen Effekt zu erzielen.”

Diese klugen Worte von Dr. Koichi Kawana habe ich auch in dem Buch* über Präsentation gefunden.

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Das ist eine aus meiner Sicht schöne Übertragung des Min-Max-Prinzips der Ökonomie auf Äußerlichkeiten. Konkret beziehe ich hier Schlichtheit auf die äußere Erscheinung einer Person. Und so setze ich dieses Prinzip gezielt in meinen Beratungen ein:

  • Im Kleiderschrank ist weniger mehr. Auf meiner Webseite www.imageandimpression.de finden Sie den Bezug zum Pareto-Prinzip, auch 80:20-Regel genannt. Kernaussage: Sie haben sowieso zuviel im Schrank. Was Sie nicht tragen, gehört da nicht rein. Lieber eine kleine Garderobe und die gerne tragen als viel Mist im Schrank und nicht wissen, wie kombinieren. Geben Sie Ihr Geld für Kleidung aus, die Sie tragen werden und kaufen lieber weniger als mehr.
  • Wer schon mal mit mir Einkaufen war, wird bestätigen, dass ich dazu rate, nur perfekte Sachen zu kaufen. Im Zweifelsfall lieber nicht kaufen, als eine neue oder weitere Schrankleiche nach Hause zu tragen. Auf Dauer spart das ungemein und so ist dann auch mal Budget für eigentlich vielleicht zu teure Sachen da.
  • Thema Make-up: Keine Frau braucht mehr Schminkutensilien, als in ein Kästchen passt. Für die meisten reicht: 1-2 helle Lidschatten und 1-2 dunkle, Wimperntusche, Puder, Rouge, 1-2 Lippenstifte oder Gloss. Dazu noch 2 Lidschattenpinsel, Puder-, Rouge- und ggf. Lippenpinsel und fertig ist das Sortiment! Lieber sicher im Umgang mit diesen reduzierten Sachen sein als wild zu experimentieren. Meine Erfahrung als Visagistin hat mich gelehrt, dass je mehr Artikel Frauen im Schminkkasten haben, sie sich um so weniger trauen, sich etwas überhaupt davon zu benutzen. Dann lieber mit wenigen Mitteln viel erzielen!

Streben Sie ein schlichtes, schönes Ergebnis an mit minimalen Mitteln. Dann sehen Sie gut aus!

*ZEN oder die Kunst der Präsentation von Garr Reynolds, darauf beziehe ich mich auch in dem Artikel vom 8. März 2010

“Einfachheit ist die höchste Form der Raffinesse”

Am Wochenende habe ich dieses Zitat von Leonardo da Vinci in einem Buch* über Präsentation gelesen. Nicht nur in der Präsentation von Angeboten und Inhalten, auch in der Präsentation der eigenen Person spielt Einfachheit eine elementare Rolle.

Was finden Sie schöner:

a) Eine Frau, die schlicht gekleidet ist und einen einzigen großen Ring als Schmuck trägt oder

b) Eine Frau, die mit Ketten, Ohrringen und Ringen von Kopf bis Fuß behängt ist?

Lassen Sie mich raten:  Die schlichte Version finden Sie attraktiver.

Ok – es gibt natürlich auch einen Mittelweg, wie so oft im Leben. Aber: Wenn Sie unsicher sind, ob etwas zuviel sein könnte, lassen Sie es weg. Dann ist es zuviel!

Dieses schöne Zitat gilt für fast alles – Präsentationen, Einrichtung, Sprache, Mode, Schmuck … schlichte Rafinesse ist die wahre Eleganz!

*ZEN oder die Kunst der Präsentation von Garr Reynolds

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