Sprichwörter zu Mode & Kleidung – Update 2018

Sprichwörter aus dem Bereich der Mode, Kleidung und Auftreten

Die Kombination der Suchbegriffe Mode und Sprichwörter führt immer wieder zu Treffern hier im Blog. 2016 habe ich dazu einen Beitrag geschrieben, in dem ich meine hilfsbereiten Leser_innen gebeten habe, Sprichwörter zusammenzutragen. Weil in dem Artikel selbst damals nur wenige stehen, fasse ich sie hier in einem neuen Beitrag zusammen:

  • Kleider machen Leute.
  • Des Kaisers neue Kleider.
  • Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe.
  • Gleich und Gleich gesellt sich gern.
  • Lila, der letzte Versuch.
  • Rot und Blau ist des Kasperls Frau.
  • Grün und Blau schmückt die Sau.
  • An den Federn erkennt man den Vogel.
  • Ein Kleid sollte so eng anliegen, dass man erkennt, das ist eine Frau, aber doch so lose, dass man sieht, das ist eine Dame.
  • Kleide dich umso schicker, je trüber der Tag ist.
  • Woher komme ich? Wohin gehe ich? Und vor allem: Was ziehe ich dazu an?
  • Vorne hui – hinten pfui
  • oben hui unten pfui
  • außen hui – innen pfui!
  • Von hinten Lyzeum – von vorne Museum
  • Wie man kommt gegangen, so wird man auch empfangen.
  • Wer schön sein will, muss leiden.
  • Geschniegelt wie ein Pfingstochse.
  • Je oller, je doller.

Gedacht war die Liste von mir für einen Seminareinstieg oder als Themenpuffer, wenn ich im Seminar Zeit übrig habe. Verwendet habe ich sie bisher tatsächlich nie, aber es tut mir gut, den Puffer zu haben, und ich bin mir sicher, die Liste irgendwann auch als Einstieg zu verwenden.

Welche Sprichwörter fallen Dir noch zu Mode und Auftreten ein? Die trage ich hier gerne nach!

  • Es gibt für den ersten Eindruck keine zweite Chance.
  • Aufgetakelt wie ein Pfau
  • Herausgeputzt wie ein Pfingstochse
  • Man kann aus einem Esel kein Rennpferd machen.
  • Wer nackt badet, braucht keine Bikinifigur.
  • Schmieren und Salben hilft allenthalten
  • Offenbacher Füße und Pariser Schuhe

Danke für die Ergänzungen!

Sprichwörter zu Mode und Kleidung

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Sprichwörter aus dem Bereich der Mode, Kleidung und Auftreten

Ein Update des Beitrags mit umfassender Sammlung der Sprichwörter findest Du hier: Sprichwörter zu Mode & Kleidung – Update 2018

Wie ist der Wahrheitsgehalt alter Sprichwörter in der heutigen Zeit? Stimmen Sie noch? Gibt es neue Sprichwörter? Der Volksmund sagt

  • Kleider machen Leute.
  • Des Kaisers neue Kleider.
  • Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe.
  • Gleich und Gleich gesellt sich gern.
  • Lila, der letzte Versuch.

Welche Sprichwörter fallen Dir ein zu Mode, Bekleidung und Auftreten?

image&impression Individuelle Image-, Stil- und FarbberatungWarum frage ich das? Im Buch Methoden von A - Z. Grundlegend - kreativ - inspirierend für die Arbeit mit Gruppen (Affililate-Link), das u.a. von Sieglinde Graf, meiner geschätzten Leserin und Kooperationspartnerin, veröffentlicht wurde, ist eine Übung beschrieben, bei der Sprichwörter verwendet werden. Diese Übung möchte ich zum Start eines Seminars verwenden. Deine Antworten werden also skrupellos und kommerziell für image&impression ausgenutzt. Bekomme ich sie trotzdem? Dann freue ich mich umso mehr.

Danke für Deine Gedanken dazu!

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Buchreview: Profil mit Stil

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Profil mit Stil: Persönlichkeit als Marke - Kleidung als Statement (Goldegg Business) (Affiliate-Link)
von Elisabeth Motsch und Jon Christoph Berndt

Der Mensch als Marke. Da gruselt es Dich bei der Vorstellung? Aber wieder erkannt wirst Du schon gerne, oder? Wenn Dein Gegenüber Deine inneren Werte unter der äußeren Hülle erkennt, dann magst Du das auch, oder? Wenn Du Tempotaschentücher kaufst, weißt Du schon beim Namen, was Du bekommst. Dein Umfeld schätzt es, bereits an der Verpackung zu sehen, welcher Mensch drinnen steckt.

Und auf einmal ist die Idee des Human Branding etwas ganz Selbstverständliches. Für Selbstständige und Firmenrepräsentanten eh. Aber auch für Dich als Mensch und Mitarbeiter. Beruflich wie privat. Kleidung ist wie eine Geschenkverpackung. Ein Versprechen auf den Inhalt. Das war letzte Woche Thema bei meinem Vortrag Kleidung MACHT Frauen, zum Weltfrauentag am Themenabend Super-Woman? Die Frau von heute! in Winsen.

Mode MACHT Frauen: Persönlichkeit in Kleidung

Persönlichkeit in Kleidung ausdrücken - eine Visualisierung von Ines Meyrose, image&impression

Auf dem Flip siehst Du meine im Vortrag entstandene Visualisierung zu Persönlichkeit in der Mode. Auch ohne Tonspur erschließt sich schon Einiges davon, oder? Ein weiteres Zeichen dafür, dass Visualisierung wirkt. Kleidung ist Visualisierung. Dazu passt das Buch Profil mit Stil, das ich am Wochenende gelesen habe. Den Worten der Autoren auf Seite 17

“Ihre Marke ist das, was man hinter Ihrem Rücken über Sie erzählt.”

schließe ich mich zu 100 % an. Im ersten Teil des Buchs geht um Persönlichkeit als Marke. Nur wenn ich weiß, wofür ich stehe, kann ich die passende Hülle kreieren. Auf Basis von Marketinggrundlagen und Charaktertypen findest Du für die verschiedenen Anlässe des Lebens von Job bis Freizeit passende Beispiele.

Im zweiten Teil geht es um Kleidung als Statement und die Umsetzung der zu transferierenden Inhalte in die äußere Hülle. Dort findest Du dann u.a. einen kurzen Charaktertypentest, aus dem Du passende Elemente für den äußeren Auftritt ableiten kannst. Ich bin demnach der Macher – das passt.

Gerade wenn Du Dich in den üblichen Stileinteilungen wie klassisch, sportlich, romantisch, extravagant … nicht wieder findest oder das nicht den Kern Deines Stils trifft, kannst Du gute Anregungen in den Buch finden. Und wenn Du auf dem Weg in die Selbstständigkeit, auf Partner- oder Jobsuche bist, ist eine Schärfung Deines Profils immer wertvolle Arbeit.

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Onlineshop des Verlags (Werbung) zu bestellen. Es wurde mir vom Goldegg Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

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Buchtipp: Frauen und Kleider

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Frauen und Kleider: Was wir tragen, was wir sind (Affiliate-Link)
von Leanne Shapton, Sheila Heti, Heidi Julavits und 561 weiteren

Das Buch geht gerade durch die Presse und weil die Frage, warum Menschen was tragen für mich als Imageberaterin elementar ist, wollte ich es unbedingt lesen und habe es gekauft. Die Autoren haben einen Fragebogen entwickelt und hangeln sich mit über 500 Frauen aus aller Welt gemeinsam dadurch. Es geht um Möglichkeiten, sich mit Kleidung auszudrücken.

International in jeder Sichtweise

Es ist eine “Liebeserklärung an die emotionale Sprache, die Kleider sprechen” (Umschlagseite). Einige Interviewpartner beantworten viele Fragen, oft steht nur eine Frage im Zentrum mit Antworten ganz verschiedener Frauen. Mal ist es ein Satzfetzen, mal eine tiefgründige Betrachtung. Es sind zwar ein paar bekannte Namen dabei, aber die meisten Gesprächspartner sind ganz normale Frauen. Die Auswahl der Frauen ist international – auch in Bezug auf Religionen und deren Kleidungsaspekte sowie Ausdrucksformen von Homo-/Bisexualität und Transgenderfrauen.

Lockere Frauenrunde

Das Buch liest sich wie ein Gespräch mit guten Freundinnen über das, was wichtig ist, was schutzbedürftig ist und schräge Weg, wie wir zu denen wurden, wie wir jetzt gerade sind. Es sind lustige und nachdenkliche Geschichten um Kleider und Menschen. Es ist tiefgründig und leicht zugleich.

Für Leseratten und abends-nur-kurze-ein-paar-Zeilen-Leserinnen

Die Kapitel sind kurz und die Statements lesen sich wie Kurznachrichten. Deshalb kann man das Buch gut sowohl am Stück als auch als eine Kurzgeschichtensammlung immer mal wieder weiter lesen. Mich fesselt es schnell so, dass ich beim Lesen die Zeit vergesse. Beim Lesen bin ich total in die Leben der Frauen eingetaucht, auch bei nur wenigen Sätzen. Die Worte haben mich völlig in ihren Bann gezogen und ihre Emotionen erleben lassen.

Bilder im Kopf

Fotos von ganzen Menschen oder Outfits sind übrigens kaum in dem Buch, es sind eher ein paar Accessoires oder Kleidungsstücke als eine Art Sammlung abgebildet. Die haben für mich allerdings eher den Charakter einer Illustration des Buchs. Der eigentliche Inhalt steht in den Köpfen der Frauen.

Zitate, die mir aus der Seele sprechen

  • “Die, die sich gut anziehen, tun es, weil sie sich Gedanken machen.” (Sheila Heiti, Seite 9) Das passt zu meiner These, dass es keine Zufälle gibt.
  • “Etwas, das mich an Modezeitschriften stört, ist, dass sie Frauen dazu ermutigen, andere Frauen zu kopieren. … Die unwiderstehlichsten Frauen sind die, die herausfallen, die am meisten sie selbst sind und am wenigsten wie andere Frauen.” (Leanne Shapton, Seite 11) Alle spannend gekleideten Frauen, die ich persönlich kenne, haben kein Look-alike.
  • “Frauen in Kleidern erzählen Geschichten.” (Heidi Julavits, Seite 11) Manchmal viel mehr, als man vielleicht preisgeben möchte?
  • “Vielleicht sollten wir das Projekt Kleidergarten nennen.” (Heidi Julavits, Seite 14) Leannes Shaptons Gedanken dazu, dass Kleidergarten einleuchte, weil er mit den Jahreszeiten gehe, man ihn hege und pflege, Unkraut jäte und dünge, finde ich schön. Der Begriff Kleidergarten gefällt mir viel besser als Kleiderschrank.
  • “Menschen mit Stil behalten immer ein Gefühl für diesen potentiellen Neuanfang, das Gefühl, zu wissen, wie es geht, aber auch ständig neu zu lernen, wie es geht.” (Alexander Nagel, Seite 175) Stil heißt nicht, immer das Gleiche zu tun oder machen. Stil unterliegt ebenso wie Mode ständiger Veränderung. Man kann seinen Stil behalten, aber nicht immer die gleichen Sachen tragen oder machen. Alexander Nagel nennt “Stil das Stadium, in dem man die Trennung von Körper und Geist am wenigsten spürt.” (Seite 174). Deshalb sind Menschen, die als stilvoll wahrgenommen werden, oft schwer im Detail zu beschreiben. Es ist nicht ein Detail, es ist das Ganze, das wirkt.

Fazit

Wer sich mit seiner Kleidung, seiner Wirkung auf sich selbst und auf andere, beschäftigen möchte, wird in dem Buch Gedankenanstöße finde. Es hilft, sich selbst zu verstehen.

Warum kleidet Ihr Euch so, wie Ihr es tut?

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P.S.

Es ist schön, sich in einigen Macken wieder zu erkennen. Ich bin also nicht die Einzige, die nach Möglichkeit alle Etiketten und Labels von Kleidung entfernt (Molly Murray, Seite 225). Neu gelernt habe ich das Wort Schrankstuhl von Nina Moog (Seite 380). Das ist bei mir der, auf dem sich die getragenen Sachen der Woche sammeln, die nicht direkt in den Wäschekorb wandern.

Buchreview: Dreimal anziehen, weg damit

(Affiliate Link auf dem Cover)
Dreimal anziehen, weg damit: Was ist der wirkliche Preis für T-Shirts, Jeans und Co? (Affiliate Link)
von Heike Holdinghausen

Wie wird Kleidung hergestellt? Welche Fasern sind wofür geeignet? Wie werden sie gewonnen? Warum gibt es in Deutschland kaum noch Unternehmen, die Textilien produzieren? Was hat die Rolle der Frau mit der Abwanderung der Produktion ins Ausland zu tun? Was lässt sich mit Altkleidern machen und welche Verwertung ist ökonomisch und sozial sinnvoll? Lieber nach Afrika damit als hier in die Müllverbrennungsanlage? Oder besser nicht? Was passiert mit unverkaufter Kleidung von C&A, Zara & Co?

Fragen über Fragen …

Welche neue Technologie kann die Ausbeutung der Menschen bei der Produktion verringern oder gar ganz abschaffen? Was ist durchsetzbar, was wird nur eine Idee bleiben? Was sollen diese ganzen Siegel für Bio, Öko & Co.? Was sagen sie aus und wofür können sie sinnvoll sein? Ist ein Anfang besser als nichts?

… die von der Autorin beantwortet werden

Heike Holdinghausen, Redakteurin der taz im Ressort Wirtschaft & Umwelt beschäftigt sich mit dem Thema Rohstoffpolitik und Bioökonomie. In diesem Buch erklärt sie Zusammenhänge. Technische Details werden leicht verständlich aufgezeigt. Einblicke in die High Tech Forschung für die Industrie fand ich sehr spannend.

Markierungen im Buch

Leider ist der Schreibstil dabei zuweilen etwas im Stil einer wissenschaftlichen Arbeit mit langen Erzählbögen, wenn auch hier und da mit polemischer Note. Dass ich wie hier für gute 200 Seiten mehr als zwei Wochen zum Lesen brauche, kommt selten vor. Trotzdem lohnt sich die Lektüre auf jeden Fall und das Buch lässt sich auch abschnittsweise gut lesen, man kommt immer schnell wieder rein ins Thema. An den markierten Stellen seht Ihr, dass mir Einiges wichtig genug dabei ist, um später nochmal dort nachzusehen. Viele umgeknickte Ecken in einem Sachbuch sind bei mir ein gutes Zeichen!

Interessante Hintergrundinformationen

Die Autorin bestätigt meinen Eindruck, dass der Preis eines Kleidungsstücks nichts darüber aussagt, zu welchen Bedingungen es hergestellt wurde (Seite 27). Das schwächste Glied in der Kette ist Näherin, dann kommt die fertigende Fabrik. Kosten an anderer Stelle hier in Deutschland bei Ladenmieten, Gehältern, Steuern und Abgaben zu reduzieren, ist für die Anbieter irgendwo zwischen schwer und unmöglich (Seite 26). Das Problem sind also nicht die Billigkleider an sich.

Interessant finde ich die Hintergründe zur Produktion bestimmter Fasern. Im Kapitel Der lange Weg vom Stängel zum Garn (Seite 107) wird z.B. ausführlich beschrieben, wie Flachsfasern für Leinenstoffe gewonnen werden. Dabei gibt es einige Schritte, die mir nicht bekannt waren, und dass die Fasern im Stängel der Pflanze an einer Holzschicht fest kleben, wusste ich auch nicht. Wusstet Ihr, dass Raufen, Rösten, Darren, Brechen, Schwingen, Hecheln, Spinnen, Haspeln und Spulen die Arbeitsschritte dabei sind?

Auch zur Viskose finde ich die Hintergrundinformationen besonders interessant, weil sie so viel eingesetzt wird. Ich wusste nicht, dass die Zustandsbeschreibung der Viskosität, also wie zäh die Flüssigkeit ist, aus der sie gefertigt wird, den Namen gegeben hat (Seite 119). Außerdem habe ich vorher nicht darüber nachgedacht, was der Querschnitt der Kunstfasern mit den Eigenschaften des Stoffs macht. Ob die Fasern glatt und rund sind wie Spaghetti, dreieckig oder sternförmig, hat Einfluss auf die Haptik des fertigen Textils, den Schimmer und die Speicherung von Feuchtigkeit (Seite 123). Es gibt also viele Stellschrauben, an denen man drehen kann.

Von der Modemathematik zur Ökomathematik

Die Autorin bezieht sich auf die Aussage zu der Ökobilanz der Firma Gore-Tex für eine ihrer Jacken, dass ihr ökologischer Fußabdruck kleiner werde, je länger sie getragen würde. Wenn die Jacke nach einer Saison entsorgt würde, wäre der der Abdruck riesengroß, nach fünf bis sechs Jahren vertretbar klein. Auch der Umgang des Menschen mit der Textilie beim Waschen und Pflegen spiele eine Rolle bei der Bewertung des ökologischen Fußabdrucks (Seite 122). Also ist es in jedem Fall für das Portemonnaie und die Umwelt gut, wenn Sachen möglichst lange verwendet werden – egal ob billig oder fair produziert.

Linktipps

Im Buch gibt es einigen Stellen Linkhinweise und eine ausführliche Liste im Anhang mit interessanten Webseiten zum Thema, z.B. zu Onlineshops, Ökolabels, Kleidung für Männer und Frauen, Jeans und Streetwear, grüne Onlineshops mit verschiedenen Sachen, Stoffe, faire Mode, Einkaufsführer für Städte und Regionen. Das BMZ1 hat das Portal www.siegelklarheit.de geschaffen, wo man sich über Siegel und Nachhaltigkeit informieren kann.

Fazit

Für alle, die sich mit Kleidung, Mode, Textilien, Nachhaltigkeit und der Verbindung von Ökologie und Ökonomie dabei beschäftigen möchten, absolut empfehlenswert.

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Onlineshop des Verlags (Werbung) zu bestellen. Es wurde mir vom Westend Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

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  1. Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung []

Modemathematik auf NDR 2

ModemathematikIch liebe Modemathematik, denn die geht immer auf. Heute ein kleiner Radiomitschnitt dazu für Euch vom 20. August 2014 auf NDR 2. Als Stilberaterin bin ich dort im Gespräch mit Maren Sieber im NDR 2 Nachmittag zu hören.

Hier das Interview als mp3: Mitschnitt NDR 2 zur Modemathematik

Danke an den NDR, dass ich diesen Sendemitschnitt als Referenz auf meinen Webseiten veröffentlichen darf.

Danke an Euch Leser_innen für die vielen Glückwünsche zum heutigen Blog-Geburtstag! Bin ganz berührt.

Großer und kleiner Einkauf

Werbung ohne Entgelt

Kurzgrößen und Langgrößen Einkaufstipps online und in HamburgPlus Size war neulich an der Reihe, den Artikel habe ich auch über die Sidebar verlinkt, damit er schnell gefunden werden kann. Dabei wurde kommentiert, dass lange Frauen es ja auch nicht immer so einfach beim Finden der wirklich passenden Bekleidung haben. Das stimmt! Und kleine Frauen habe es auch nicht gerade leicht. Je nach Hersteller und Definition gehört man in Deutschland zu den kleinen Frauen, wenn man unter 1,65 m misst und zu den großen ab 1,72 m aufwärts. Dabei ist dann noch beachten, dass z.B. kleine Frauen mit langen Beinen durchaus in normale Unterteile (Größe 32-44) passen können, währen sie oben dann garantiert Kurzgrößen brauchen. Lange Frauen langen Beinen passen vielleicht problemlos in Bezug auf die Taillenhöhe in normale Oberteile (oft bis auf die Ärmellänge).

Bevor ich jetzt alle Kombinationsmöglichkeiten aufzähle: Die Wahl der Größe richtet sich nicht nur nach der Gesamtlänge, sondern auch ob ich bei Beinen bzw. Oberkörper in die Normalnorm passe. Soweit mir bekannt, werden in Deutschland Kleidungsstücke für Frauen mit 1,68 m gemacht, die haben dann auch eine Spannweite (von Fingerspitze zu Fingerspitze bei ausgestreckten Armen gemessen) von 1,68 m. Jeder, der deutlich länger oder kürzer ist, wird mit verschobenen Taillen zu tun haben (die des Kleidungsstücks sitzt auf den Hüften oder Rippennähe) und Ärmel kürzen lassen oder auf ausreichende Länge achten dürfen. Das macht das Einkaufen nicht immer so einfach.

Gemeinerweise ist es für Herren bei Anzügen und Mänteln völlig normal, Kurz- und Langgrößen im Angebot zu haben. Auch Hemden gibt es inzwischen in einem breiten Sortiment von schmal, extra-schmal, langer Arm, überlanger Arm, kürzere Armlängen … alles dabei. Das wünsche ich mir für Frauen auch! Und sei es nur bei einem Modell in drei Farben …

Erst wollte ich einen Artikel für Kurzgrößen (Größe 16-22) schreiben und einen für Langgrößen (Größe 64-68). Weil aber viele Anbieter beides im Programm haben, fasse ich das hier zusammen. Die Tipps sind wie immer unverbindlich und ohne Gewähr ;) und der Beitrag ist NICHT gesponsert.

Einkaufstipps für ganz lange Frauen

Long Tall Sally, in Hamburg auch mit einem Laden am Rödingsmarkt 31-33 vertreten, wo früher Long Fashion war, hat Sachen für lange und ganz lange Frauen. Da finden auch schlanke Frauen mit 1,90 und mehr noch passende Sachen. Es gibt im Katalog auch Schuhe.

EGÜ hat auch Sachen für gaaanz lange Frauen, ist aber weniger modisch als Long Tall Sally. Dafür gibt es z.B. gute Basic-Shirts. In Hamburg ist ein Geschäft in der Rosenstr. 9.

Einkaufstipps für kleine und lange Frauen in Hamburg und online

Es gibt viele Katalog- und Onlineanbieter, die unterschiedliche Namen für Sondergrößen haben. Das geht von Petite und Tall bis zu Long, K und L. Alles mit Plus kenne ich als Übergrößen in der Weite und nicht in der Länge. Das ist natürlich noch ein weiteres Problem: Die Kurz- und Langgrößen gehen oft nur bis Größe 44. Im Umkehrzug ist Plus Size oft eher für größere Frauen geschnitten. Total unlogisch, da das eine mit dem anderen nichts zu tun hat.

Wer einmal die richtige Größe in Bezug auf seine Proportionen erwischt hat, wird erstaunt sein, wie gut es passt und dass sie oft viel kleiner ist als erwartet. Ich kenne viele lange Frauen, die schlank sind und Größe 44 tragen, damit die Ärmel lang genug sind und der Bauchnabel bedeckt ist. Wenn das Kleidungsstück aber insgesamt richtig sitzt, reicht bei der Langgröße dann oft 40. Erstaunlich! Und wenn bei kleinen Frauen die Stofftaille nicht mehr auf der Hüfte sitzt, sondern wo sie hingehört, reicht oft eine Nummer kleiner.

Einige Bekleidungssachen könnt Ihr zum Beispiel online finden bei

  • Peter Hahn
  • Otto
  • Heine
  • Madeleine
  • Karstadt (Hosen zumindest)
  • Boden (nur bei einigen Modellen und Größen)
  • Lands‘ End Petite bzw. Tall
  • C&A (Hosen)
  • Asos – Petite bzw. Tall
  • Atelier Goldner Schnitt Kurzgrößen und Langgrößen
  • GROSSARTIG by Paul & Piske für lange Frauen im Hamburger Schanzenviertel mit Anfertigungen
  • Pett – auch für extra lange Frauen in Osnabrück und online
  • Jeanswelt.de – Jeans in 36er  und 38er Längen für Frauen und 38er und 40er Längen für Herren

Schuhe in Unter- und Übergrößen gibt es online und teils offline bei

  • Horsch
  • Kaufmann
  • Schuhplus.com von 42-46
  • Größe 36 und 42 führt immerhin Tamaris bei einigen Modelle
  • Krupka in der Ottenser Hauptstraße 55 (HH) hat auch einige Schuhe in 36 und 42
  • Jonas Ariaens in der Eppendorfer Landstraße 8 (HH) beginnt bei Größe 35 (bis 41)
  • Fitters Footware (42-46)
  • Kassedy.de (36-45)

Kennt Ihr noch mehr Shoppingtipps? Bitte her damit in den Kommentaren!

Nachträge durch Kommentartipps

  • Zalando
  • s.Oliver
  • Slim-Hemden von Olymp aus der Herrenabteilung
  • Sheego
  • Blogs und Tipps für Langgrößen gibt es bei Melongia.de
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