Körpersprache Hunde #2 die Ohren

Körpersprache Hund – die Ohren – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: im Sturm mit einem Stehohr

Sturm ist nicht, wenn die Schafe keine Locken mehr haben. Sturm ist, wenn mein Ohr steht.

Auf Wunsch von Leserin Claudia geht die Blogserie Körpersprache Hunde mit den Ohren weiter. Bei den Ohren ist es wie bei der Rute so, dass die Deutungen der Ohrstellungen alleine schon davon anhängt, was der Hund für Ohren hat. Hat er stehende Ohren oder Schlappohren? Wie kann er sie überhaupt bewegen? Paul hat von Haus aus herab hängende Ohren, die er oben an der Ohrmuschel leicht anheben und drehen kann. Komplett aufstellen kann er sie nicht. Frei nach dem Motto

“Sturm ist nicht, wenn die Schafe keine Locken mehr haben. Sturm ist, wenn mein Ohr steht.”

Mir ist auch an dieser Stelle nochmal wichtig klarzustellen, dass die Beitragsreihe aus Sicht einer Ersthundehalterin geschrieben ist, die weder eine fachkundige Ausbildung noch jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Hunden hat. Es handelt sich um subjektive Beobachtungen und Erfahrungen aus der Praxis seit Januar 2015 im Leben mit dem kastrierten Hütehundmischling Paul. Die Bedeutungen der Körpersprache können bei anderen Hunden völlig anders sein.

Schau genau hin und suche Referenzbilder

Wenn Du sehen willst, was ein Hund kommuniziert, schau Dir einzelne Körperteile an und vergleich sie mit seiner Körpersprache in anderen Situationen. So bekommst Du ein Gefühl für das Individuum. Auf jedem der folgenden Bilder sind außer den von mir beschriebenen Stimmungen mit den Stellungen der Ohren unzählige andere Signale zu sehen

  • Macht sich der Hund groß oder klein?
  • Wie ist die Stellung der Rute?
  • Ist das Fell glatt oder aufgeplustert?
  • Wie ist der Kopf geneigt?
  • Was sagt die Mimik der Augen und im Lefzenbereich?
  • Wenn er sich bewegen würde, wäre auch noch wichtig, ob er das langsam, stakselig oder schnell tut.

Entspannt

Körpersprache Hund – die Ohren – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: entspannt

entspannt

In entspannter Haltung hängen Pauls Ohren herab und sind leicht nach vorne gekippt. Er liegt auf seiner Matte in meinem Büro und fragt sich vermutlich gelassen, was da jetzt als nächstes passiert.

Unsicher – auf Abstand gehend

Körpersprache Hund – die Ohren – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: unsicher

Wenn Paul unsicher ist, hängen seine Ohren herab. Der Unterschied zur entspannten Haltung ist, dass die Ohren bei Unsicherheit ein bisschen nach hinten gedreht sind. Im Gegensatz zum vorherigen Bild ist er nicht mehr so guter Dinge. Er mag nicht fotografiert werden und weicht mit dem Kopf etwas aus. Die Stimmung liegt zwischen unsicher und bitte bedränge mich nicht weiter.

Konzentriert

Körpersprache Hund – die Ohren – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: konzentriert

konzentriert

Mal davon abgesehen, dass er hechelt, weil ihm warm ist, schaut er hochkonzentriert seine Freundin Amy herbei, die er bereits in einigen 100 Metern Entfernung sehen kann. Es kostet ihn alle Mühe, sitzen zu bleiben und nicht los zu sprinten, bevor ich das erlaube. Die etwas nach hinten gedrehten Ohren beinhalten bei ihm auch immer etwas Unsicherheit. Er erwartet etwas, was aber nicht genau, was auf ihn zukommt. Es könnte zum Beispiel eine etwas zu stürmische Begrüßung werden.

Empört

Körpersprache Hund – die Ohren – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: empört

empört

Ich vermute, dass er so etwas denkt wie: “Echt jetzt? Ein Regenmantel !?! Für mich?!? Ist das Dein Ernst? Und nasse Pfoten bekomme ich trotzdem!!! Auch hier ist mit den nach hinten gedrehten Ohren wieder ein Teil Unsicherheit dabei. Was passiert gleich? Dabei ist seine Unsicherheit bitte nicht mit Angst zu verwechseln. Ich habe in dem Moment auch keine Bedenken, dass er spontan reagieren könnte. Es ist mehr so, dass er nicht weiß, was gerade von ihm erwartet wird.

Freudig – aufmerksam

Körpersprache Hund – die Ohren – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: freudig-aufmerksam

freudig – aufmerksam

Wenn er sich auf oder über etwas freut, stellt er die Ohren in seinem möglichen Rahmen maximal auf und dreht sie nach vorne. Die fliegen dann ein bisschen schlappohrig nach vorne auf und ab beim Laufen.

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Mach süße Ooooohren! Klappt!

Diese Ohrenstellung kann Paul auch auf Befehl machen. Das Kommando lautet: “Mach süße Ooooohren!” Was ist der Trick dabei? Sprich lächelnd das lange “O” bei “Ooooohren” in der Höhe eines zweigestrichenen Gis, während Du den Rest in normaler Tonlage sagst. Dann triffst Du genau meinen Ton, auf den er die Ohren hebt und meistens auch noch den Kopf etwas schräg süß guckend positioniert. So viel zum Thema des Inhalts von Worten in Kommandos bei Hunden …

Kannst Du meine Interpretationen nachvollziehen? Was siehst Du auf den Bildern?

Körpersprache Hunde #1 die Rute

Paul auf Sylt am Strand in Wenningstedt

Die neue Blogserie Körpersprache Hund starte ich mit der Rute. Der Schwanz eines Haushundes wird Rute genannt. Dieses Körperteil habe ich für den Start ausgewählt, weil die Stellung so eindeutig zu sehen ist. Ich finde es leichter zu sehen, ob eine Rute nach oben oder unten zeigt als die Mimik eines Hundes zu erkennen.

Aus der Praxis für die Praxis

… sagte meine Marketingdozent regelmäßig. Bei der Serie ist mir wichtig klarzustellen, dass diese Beitragsreihe aus Sicht einer Ersthundehalterin geschrieben ist, die weder eine fachkundige Ausbildung noch jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Hunden hat. Es handelt sich um subjektive Beobachtungen und Erfahrungen aus der Praxis seit Januar 2015 im Leben mit dem kastrierten Hütehundmischling Paul. Die Bedeutungen der Körpersprache können bei anderen Rassen, unkastrierten Hunden oder anderen Hütehunden völlig anders sein.

Schau genau hin und suche Referenzbilder

Wenn Du sehen willst, was ein Hund gerade kommuniziert, schau Dir einzelne Körperteile an und vergleich sie mit seiner Körpersprache in anderen Situationen. So bekommst Du ein Gefühl für das Individuum. Auf jedem der folgenden Bilder sind außer den von mir beschriebenen Stimmungen mit den Stellungen der Rute unzählige andere Signale zu sehen

  • Macht sich der Hund groß oder klein?
  • Ist das Fell glatt oder aufgeplustert?
  • Wie ist der Kopf geneigt?
  • Wie ist die Stellung der Ohren?
  • Was sagt die Mimik der Augen und im Lefzenbereich?
  • Wenn er sich bewegen würde, wäre auch noch wichtig, ob er das langsam, stakselig oder schnell tut.

Das alles lasse ich erstmal außer Acht, weil ich die Bilder fokussiert betrachten möchte. Alleine nur über die Stellung von Pauls Rute kann ich Dir schon sagen, ob er mit hoher Wahrscheinlichkeit gehorchen wird, abhauen möchte oder meinen Beistand sucht. Für diesen Beitrag habe ich Fotos von ähnlichen Stimmungen in verschiedenen Situationen gemacht.

Schau Dir an, wohin die Rute zeigt und wie sie in Bezug auf den Rücken steht. Ist sie die gerade Verlängerung des Rückens, wie sehr oder an welcher Stelle kringelt er sie ein?

Entspanntes Gehen

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: entspanntes Gehen

Entspanntes Gehen

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: entspanntes Gehen

Entspanntes Gehen

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: entspanntes Gehen

Entspanntes Gehen

Interessiertes Gehen

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: interessiert auf etwas am Wegesrand zugehend

Interessiert auf etwas am Wegesrand zugehend

Entspanntes Schnüffeln

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: entspanntes Schnüffeln

Entspanntes Schnüffeln

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: entspanntes Schnuppern

Entspanntes Schnuppern

Enttäuschung – das Leckerli kam zu spät

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: enttäuscht – das Leckerli fürs Kommen kam zu spät

Enttäuscht – das Leckerli fürs Kommen kam zu spät

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: enttäuscht – das Leckerli fürs Kommen kam zu spät

Enttäuscht – das Leckerli fürs Kommen kam zu spät

Unsicher fragend, ob es vielleicht doch noch ein Leckerli gibt

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: unsicher und aufmerksam zugleich – fragend, ob doch noch eine Belohnung erfolgt

Unsicher und aufmerksam zugleich – fragend, ob doch noch eine Belohnung erfolgt

Ängstlich wegen Knallerei vor Silvester

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: ängstlich, die Rute ist komplett zwischen den Hinterläufen eingeklemmt wegen Böllerei vor Silvester

Ängstlich mit zwischen den Hinterläufen eingeklemmter Rute

Präsentiermodus im Erstkontakt mit einem fremden Hund

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: Präsentiermodus im Erstkontakt mit einem fremden Hund

Präsentiermodus im Erstkontakt mit einem fremden Hund

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: Präsentiermodus im Erstkontakt mit einem fremden Hund

Präsentiermodus im Erstkontakt mit einem fremden Hund – guck hier auch mal auf die Köpfe

Körpersprache Hund – die Rute – am Beispiel des Hütehundmischlings Paul: Präsentiermodus im Erstkontakt mit einem fremden Hund

Präsentiermodus im Erstkontakt mit einem fremden Hund

Fragen an Dich

  1. Kannst Du meine Interpretationen zur Aussage der Rutenstellungen auf den Bildern nachvollziehen?
  2. Wenn nicht: Was siehst Du auf den Bildern?
  3. Möchtest Du weitere Beiträge zur Körpersprache von Hunden am Beispiel von Paul lesen oder nicht?
  4. Wenn ja: Was interessiert Dich dabei als nächstes?
  5. Hast Du einen Verbesserungsvorschlag für die Beitragsreihe? Welchen?

Danke für Deine Unterstützung mit Feedback für das Gestalten der Blogserie!

Körpersprache Hunde – Blogserie

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Paul im Mai 2016 im Neugraber Moor

Einer der Leserinnenwünsche für 2019 ist, mehr Hundecontent hier im Blog zu lesen. Dazu beginne ich heute die Artikelreihe zum Thema Körpersprache bei Hunden. Die anderen Themen um Mode, Stilberatung, Beauty und sonstige Lebensthemen bleiben der Schwerpunkt im Blog, der vom Hundethema ergänzt wird.

Ohne Gewähr und Garantie

Als erstes ist mir wichtig klarzustellen, dass diese Beitragsreihe aus Sicht einer Ersthundehalterin geschrieben ist, die weder eine fachkundige Ausbildung noch jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Hunden hat. Was ich aber habe, ist ein Auge für Körpersprache und jahrzehntelange Erfahrung mit Katzen und anderen Tieren.

Als Zausel Paul – sein Instagram-Profil findest Du unter zausel_paul – bei uns einzog, war mir wichtig, ihn zu verstehen. Dazu habe ich mir bei einem Trainer Einzelstunden mit dem Hund gebucht. Das war eine gute Investition. Wie Paul zu uns kam, kannst Du im Beitrag Langeweile in Perfektion lesen.

Jeder Hund kommuniziert anders

Was ich schnell gelernt habe ist, dass jeder Hund seine Gefühlslage anders zeigt. Die äußeren Signale sind einerseits rasseabhängig – ein Windhund hat ganz andere Rutenstellungen als ein Hütehund – und anderseits vom Individuum abhängig. Sieht die Rute eingeklemmt aus, ist der Windhund vermutlich total entspannt, ein Hütehund ist wahrscheinlich unsicher oder ängstlich.

Auch Geräusche, die Hunde von sich geben, sind nicht immer klar zu deuten. Das ist schon bei ein und demselben Hund manchmal eine Herausforderung. Ein Beispiel: Wenn Paul bei Berührung brummt, ist zwischen Schmusebrummen oh weitermachen, ich bin im Stöhn-Genuss-Modus und Warnbrummen Finger weg oder sie könnten gleich weg sein für Fremde kaum ein Unterschied zu hören.

Wenn ich unsicher bin, ob Pauls Stimmung kippt, reicht mir neben dem Tonfall inzwischen ein Blick auf seine Lippen. Entspannt hängende Lefzen? Alles gut, weitermachen. Gerade harte Lippenlinie an der Seite? Lieber aufhören und ihm Raum für sich geben. Das mag bei anderen Hunden anders sein. Muss man alles erstmal lernen. Mehr dazu im Lauf des Jahres in einem Beitrag über seine Mimik.

Buchtipp Hundeverhalten: Mimik, Körpersprache und Verständigung

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Ich habe lange nach einem guten Buch gesucht, dass die Körpersprache der Hunde für mich entschlüsselt. Am ehesten ist das noch Barbara Handelman mit ihrem Buch über Hundeverhalten gelungen. Neben einer ausführlichen Einführung über Verhalten an sich gibt es ein Kapitel zur Anatomie des Hundes, was ich spannend finde. In den nächsten Abschnitten werden unglaublich viele Verhaltensweisen des Hundes in verschiedenen Situationen definiert, erklärt und mit illustrierenden Fotos verschiedener Rassen und Begegnungen begreifbar gemacht.

Herausfordernd fand ich, die verschiedenen Bilder zu ähnlichen Situationen im Detail zu erfassen und zu deuten. Mir wurde erst dabei klar, wie unterschiedlich die körperlichen Signale der verschiedenen Rassen sind. Fazit: Genau hingucken und auf Veränderungen achten. Bei Hunden – fremden Hunden und bei Paul – achte ich jetzt nicht nur auf die Körperhaltung an sich, sondern vielmehr darauf, wie sie sich in der Situation verändert. Was bei einem Hund eine entspannte Rute ist, ist beim anderen freudige Aufregung.

Natürlich gibt der Gesamteindruck die größte Information über seine Stimmung ab. Dennoch sind einzelne Körperteile und die Veränderungen in deren Haltung aussagekräftig. Bei der Wunschliste 2019 und dem Beitrag Restaurantbesuch mit Hund haben sich einige Leserinnen mehr Hundecontent für diesen Blog gewünscht. Das versuche ich mit dieser neuen Reihe Körpersprache Hund zu erfüllen. Weil die Ruten-Stellung so einfach zu erkennen ist, beginne ich mit ihr.

Ziel der Serie Körpersprache Hund

Paul ist nur ein konkretes Beispiel. Ich möchte mit der Serie den Blick des Betrachters auf Hunde schärfen. Hundehalter können mit einem genaueren Blick Begegnungen mit anderen Hunden und Menschen sicherer einschätzen. Vielleicht kann ich bei Nicht-Hundehaltern das Interesse für Hunde wecken.

Mittsommernachtstraum Paul

Wir wissen letztlich nicht, von welcher Rasse Paul wirklich abstammt. In seinem Tierschutzvertrag steht eventuell Tervuerenmix. Tervueren sind langhaarige Varietäten des belgischen Schäferhundes. Wenn Tervueren neben ihm zu sehen sind, sieht er aber doch ein bisschen anders aus, weil zum Beispiel seine Ohren nicht stehen.

Er hat die Proportionen eines Australian Shepherds, aber ein ganz anderes Fell. Sein Kopf und das Fell sieht aus wie bei Leonbergern, aber die sind dreimal schwer als er und viel größer. Es gibt Fotos im Netz vom Harzer Fuchs, denen er ähnelt. Einig sind wir uns hier im Haus, dass Paul ein Hütehundmischling ist. Diese Einschätzung ist durchaus von Relevanz, wenn es darum geht, sein Verhalten einzuschätzen. Außerdem ist er kastriert.

Blogserie Körpersprache von Hunden am Beispiel von Hütehundmischling Paul

  1. Die Rute
  2. Die Ohren

Wie erkennst Du bei Deinem und/oder fremden Hunden die Gesinnung? Worüber möchtest Du mehr bei der Körpersprache von Hunden wissen?

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