Bilder der Woche mit gelben Punkten, blauer Brille, 2 Kleidern und 1 Tipp

Brille von Oliver Peoples gekauft bei Optik Renken in Hamburg

Einige Sachen wollen sich einfach nicht schön fotografieren lassen – Farben verfälschen oder es wird unscharf. Aber einige Sachen wollen trotzdem hier gezeigt werden. Schließlich gehören sie zu meinem Leben dazu. Heute zeige ich Euch ein paar Bilder aus den letzten sieben Tagen, die einfach zu mir passen.

Meyrose mit Brille Oliver Peoples und Tuch Fraas SonnenblumenpünktchenSomething Blue

Ich hatte mal wieder Lust auf eine neue Brille und habe die bei meinem Lieblingsoptiker Renken in Hamburg gefunden. Die beiden vorherigen haben die gleichen Gläserstärken, so dass ich gut variieren kann. Aber die Erfahrung sagt mir, dass die neue der Liebling wird und die älteren nur noch wenig getragen werden.

Meyrose mit Brille Oliver Peoples und Tuch Fraas SonnenblumenpünktchenDas Blau ist ungewohnt für mich. Die Farbe ist auf Fotos überhaupt nicht einzufangen. Der vordere Teil ist dunkelblau und hellblau unterlegt. Wenn man es auf einen helle Holzplatte oder gelbe Tischdecke legt, wirkt die ganze Brille petrolblau. Auf Weiß wirkt sie ganz kühl und der dunkle Teil erinnert an die dunkle Nordsee. Damit ist sie so anpassungsfähig, dass sie auf meiner warmtonigen Haut mit den trotzdem vorhandenen Rötungen recht harmonisch wirkt.

Something Yellow

Meyrose mit Tuch Fraas Sonnenblumenpünktchen

leichter Schal von Fraas mit gelben PunktenEin Freundinnengeschenk, über das ich mich sehr gefreut habe. Da die meisten meiner Tücher Namen bekommen, um sie auseinanderhalten und hier gut benennen zu können, wurde der leichte Crashschall aus Viskose von Fraas hausintern Sonnenblumenpünktchen getauft. Auch er ist etwas fotoscheu.

1 Abend – 2 Kleider

Meyrose #ootd 20140510 mit Wickelkleid von estomo

Samstag war ich in der Staatsoper Hamburg und habe Lear gesehen. Shakespeare modern vertont von Aribert Reimann – ein Erlebnis der besonderen Art. Nichts für Operneinsteiger, aber definitiv sehenswert. Das schräge ist, dass ich mich kaum an die Musik erinnern kann. Es war eine so rundherum gefangennehmende Darbietung mit traumhaftem Bühnenbild, dass Details im Nachhinein nicht mehr erfassbar sind. Eine tolle Inszenierung.

Mir war danach, mich mal wieder richtig schick zu machen. Leider hat es dann in Strömen gegossen und war eiskalt, so dass ich weder meine Gesundheit noch die geplanten Sandaletten ruinieren wollte. Schade. Da es in der Oper immer kalt im Zuschauerraum ist, wollte ich sie auch nicht dafür zum Wechseln mitnehmen. Also spart Euch bitte Kommentare zu den nicht ausreichend eleganten Sommerstiefeletten, OK?

Meyrose #ootd 20140510 mit Spitzenkleid von Zay

Umso besser passen die Schuhe zu dem Kleid von Zay, dass ich spontan zwischen Kartenabholung und Essengehen im Kurvenhaus Crispy entdeckt habe. Darin habe ich mich sofort verliebt und dann auch noch als Geschenk des Liebsten abgestaubt. Am liebsten hätte ich es gleich anbehalten, weil es sich so gut anfühlt. Aber dann wäre das petrolfarbene Wickelkleid von estomo bestimmt gekränkt gewesen. Es hat sich schon so damit gerächt, dass nie Kopf und Kleid auf einem Bild einigermaßen aussahen. Da kann man ja zum Glück mit einer kleinen Collage nachhelfen.

Ein Blick ins Familienalbum

Ines Meyrose in den 1970ern als BlumenkindZum Muttertag habe ich auf Instagram einige süße Mutter-Tochter-Bilder aus den 60ern und 70ern gesehen. Die gibt es von mir nicht, aber ein Portrait von mir als Blumenmädchen im Vorschulalter. Es ist mein Lieblingskinderbild.

Die zart gelockten Haarspitzen hielten bei mir immer höchstens ein paar Stunden. Die Zeit der echten Locken war damals leider schon vorbei. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich als Kind blonde Locken hatte?

Was ist Euer liebstes Kinderbild?

Something Orange

Zum Abschluss noch ein Tipp für alle, die Handwerkskunst lieben. Es gibt in Hamburg bis Sonntag 18. Mai 2014 im Hamburg Museum, auch bekannt als Museum für Hamburgische Geschichte, die kostenlose Ausstellung: “Das Festival der Handwerkskunst” – präsentiert von Hermès.

Ich bin beileibe kein Fan teurer Markenlabels, die nur hochpreisig des Namensprestige wegen sind und Ende oft mäßige Qualiät abliefern oder an zweifelhaften Orten produzieren. Hermès ist jedoch eine Marke bzw. Unternehmen, dass ich sehr schätze, auch wenn ich kein Kleidungsstück davon besitze, weil da absolut einzigartige Handwerkskunst drin steckt.

In verschiedenen Zeitschriftenartikeln habe ich in den letzten Jahren immer mal wieder gesehen, wie einzelne Teile hergestellt werden, z.B. Entwurf und Herstellung der berühmten Seidentücher. Von dieser Liebe zum Detail und Einzigartigkeit bin ich immer wieder schwer beeindruckt und kann mir durchaus vorstellen, von Hermès irgendwann einmal etwas zu erwerben.

Im Hamburg Museum im Holstenwall 24 können Besucher diese Woche den Handwerkern über die Schulter schauen. Was für eine besondere Chance! Infos dazu findet Ihr hier im hamburg-magazin.de und vor allem empfehle ich Euch den Besucherbericht der Bloggerin Bärbel auf Ü50, die uns allen fantastische Fotos und detaillierte Erklärungen zeigt.
Nachtrag 15. Mai 2014: Ich war heute da und bin tief beeindruckt von der Schönheit und Präsizion, die dort gezeigt wird. Es ist einfach nur w u n d e r s c h ö n .

Ich wünsche Euch ein wunderbares Wochenende!

Buchreview: Was Farben sagen

Werbung zum Lesen

(Affiliate Link auf dem Cover)
Was Farben sagen von Isabelle Wolf

Die Sprache der Farben verstehen und gekonnt einsetzten in Einrichtung und Mode

Als Farbberaterin kenne ich die einschlägige Literatur zum Thema in- und auswendig. Dieses Buch von Isabelle Wolf ist anders als die mir bisher bekannten Bücher über Farben. Zum einen kombiniert es das Thema Farbe in Bezug auf Wohnen und Kleidung. Zum anderen bezieht sich Isabelle Wolff sich nicht nur auf die Wirkung von Farben, sondern auch auf deren Charakter und Ihre Übersetzungen in der Formensprache.

Rot ist nicht gleich Rot – Grün ist nicht gleich Grün

Isabelle Wolff hilft dem Verbraucher, im Dschungel der Farben die passenden Nuancen und Ausprägungen zu finden. Dabei bezieht Sie sich im Wesentlichen auf gängige Basisliteratur wie beispielsweise Johannes Ittens Kunst der Farbe. Spannend sind dabei ihre Übertragungen auf Mode, Kleidung, Raumgestaltung und Auftreten von Menschen.

Mein Lieblingszitat von Leatrice Eiseman finden Sie in dem Buch auf Seite 87:
Gelb ist “Prozac in einer Farbdose.”
Die Trendfarbe Gelb macht einfach gute Laune! OK – für manchen Menschen hat sie vielleicht zu viel Energie – für mich ist sie gerade richtig. Einen Tipp zur Farbe von Weblinks, um die Klicks darauf zu erhöhen, probiere ich gerade aus. Mal sehen, ob es mehr Klicks und längere Besuche auf meinen Webseiten bringt.

Insgesamt ist es ein interessantes Buch. Die blumige, emotionale Sprache ist im ersten Moment etwas fremd für mich gewesen. Nach einigen Seiten habe ich mich jedoch daran gewöhnt und dann erschien sie mir sehr passend, denn um Farben und Formen in reiner Schriftform zum Leben zu erwecken, gibt es kein besseres Stilmittel. Und da komme ich auch schon zu meinem Kritikpunkt:

Beim Lesen habe ich Farben vermisst! Das Buch ist leider durchgehend in schwarzer Schrift gedruckt und enthält nicht eine einzige Abbildung. Lediglich grau hinterlegte Übersichtskästen und Vokabelsammlungen befinden sich an den Kapitelenden. Das finde ich sehr schade. Wenigstens zu den Formen hätte ich Abbildungen schön gefunden. Ein Buch über Farbe ohne Musterfarbabdrucke? Schwierig! Anderseits kostet das Buch nur EUR 8,99 in Deutschland. Dafür ist ein kalibrierter Farbdruck auf keinen Fall zu produzieren. Nicht umsonst kosten die meisten Bücher zu dem Thema mit guten Farbdrucken meistens mindestens um EUR 30,-. Wenn ich diesen Aspekt betrachte, finde ich das Preis-Leistungs-Verhältnis des Buchs Was Farben sagen durchaus angemessen.

Für wenig Geld wird reichlich inhaltlicher Input geliefert. Das passt!

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Das Buch in diesem Beitrag wurde mir vom Verlag GOLDMANN (Werbung) als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder.