Senfgelber Leger-Look

Ines Meyrose #ootd 20140501

Gelb ist in dieser Saison eine Farbe, die es nach einigen Anläufen in den letzten Jahren wirklich in die Kleiderschränke geschafft hat. Ich habe übrigens bereits 2009 einen sonnenblumengelben Blazer gekauft und so viel getragen, dass er bereits seit zwei Jahren in der Altkleidersammlung ist.

Was es bei mir auch schon länger gibt und mit den ganzen Brauntönen des Herbstfarbtyps ganz einfach zu kombinieren ist, ist dieses Longsleeve von Lands’ End in currygelb. Es nennt sich dort Langarm-Shirt aus Baumwoll-Viskose-Mix für Damen und ich habe es auch noch in tiefdunklem navy und ebereschenrot. Das elfenbeinfarbene Exemplar ist schon aufgetragen. Die Shirts halten jahrelang, kommen fast glatt aus der Wäsche und sind super zum Unterziehen. Pur sind sie mir zu körpernah geschnitten bei meiner Figur, aber das ist ja bekanntlich Geschmacksache.

#ootd 1. Mai 2014

Dazu trage ich einen Ponchopullover von Aigle (2013), der leider seeehr an Pilling leidet trotz Fuselrasierer, eine zu weite gewordene* frisch gewaschene Slim-Jeans von NYDJ (2013) und Cowboystiefel von Lucchese (2011). Zu so einem Look müssen wenigstens coole Schuhe sein. Auf diesem Bild könnt Ihr sie rechts ganz sehen. Das Tuch ist no name. Das Gute an dem Pullover ist, dass er um 90° gedreht auch als Wolldecke im Urlaub an der Nordsee beste Dienste leistet. Das Haus verlässt er ansonsten selten.

  1. * Zum einen hat sie beim Tragen ganz schnell so dauerhaft nachgegeben, dass ich sie in der Taille enger habe machen lassen, damit sie nicht herunterrutscht – zum anderen bin ich offensichtlich etwas schmaler geworden, was in Kombination mit dieser Ausleierhose auch nicht gerade knackiger wirkt. []

Happy, but not with the size

Cordrock in der Farbe Tabak von Happysize

Online ordern

Online- und Katalogbestellungen haben so ihre Vor- und Nachteile. Die Vorteile liegen sicherlich darin, dass die Sachen zu Hause vor dem eigenen Spiegel anprobiert und mit anderen, eigenen Sachen kombiniert werden könne, bevor eine Kaufentscheidung fällt. Außerdem bleiben dem Käufer Menschenmassen in der City erspart. Manch einer hat vielleicht auch gar keine City in der Nähe und freut sich, darüber eine größere Auswahl als vor Ort zu haben. Soweit so gut.

Nachteile an Online- und Katalogbestellungen sind für mich ganz wesentlich, dass ich die Sachen nicht anfassen kann und mein Vorstellungsvermögen bei der zweidimensionalen Darstellung enorm gefragt ist. Da helfen mir auf Papier gedruckte Kataloge übrigens noch besser als Onlineseiten. Ich empfinde die Bilder in der Regel dort als Größer und kann Details besser betrachten. Da mein Vorstellungsvermögen am Ende doch ganz gut ausgeprägt ist, komme ich mit diesem Nachteil gut klar.

Neben den genannten Tücken rege ich mich gerade enorm über die falschen Größenangaben einiger Hersteller auf. Ich verwende bewusst das Wort falsch und nicht schwer verstehbar, unterschiedlich, variabel oder ähnliche schwammige Worte. Wenn ich auf einer Internetseite Maßtabellen mit konkreten Angaben in cm finde, ich mich genau vermesse und dann die ermittelte Größe von vorne bis hinten nicht passt, ist das nur eins: falsch. Das liegt dann nicht an Unregelmäßigkeiten in meiner Figur, z.B. das der Busen im Verhältnis größer ist als der Rest, sondern es werden schlichtweg falsche Größen ermittelt.

Konkretes Beispiel: Happysize

Am Wochenende kam der Happsize-Katalog von mit neuer Herbstmode. Den habe ich durchgeblättert und einige interessante Sachen gefunden. Mit gefielen dieser Cordrock, Strech-Hose und Jersey-Bluse. Um sicherzustellen, dass ich möglichst die passende Größe bestelle, habe ich einen Blick auf die Größentabelle geworfen und ich liege demnach ganz eindeutig bei Größe 50. Eher Anfang der Abmessungen zur Größe 50 als am Ende, aber 48 soll eindeutig zu knapp sein. Nun weiß ich aus meiner Erfahrung mit Bestellungen vor einigen Jahren bei der Fima, dass die Sachen für mein Gefühl recht groß ausfallen. Da ich aber seit Jahren dort nichts mehr bestellt habe, wollte ich mich eigentlich auf die Tabelle verlassen. Es ist aber so, dass ich ansonsten Größe 46, allerhöchsten 48 (nur 1 Hose) trage. Nur von H&M habe ich eine Bluse in Größe 50 und die fällt eher wie 44/46 aus. Ich war also etwas erstaunt.

Im Geschäft probiere ich oft zwei Größen an um sicherzugehen, dass ich die optimale Passform habe.  Deshalb mach ich auch Auswahlbestellungen bei Versand, um Nachbestellungen mit für mich dann erneut anfallenden Versandkosten zu vermeiden. Weil ich jetzt so verunsichert war und in jedem Fall durch die Auswahlbestellung Retouren anfallen würden, habe ich mir erlaubt, drei Größen bei zwei Teilen zu ordern. Dabei hatte ich zwar ein schlechtes Gewissen – wusste hinterher aber genau, warum ich das gemacht habe.

Ende vom Lied

Die Jersey-Bluse ist selbst in Größe 44/46 viel zu groß. Die Schultern sind zu breit, die Ärmel zu lang, insgesamt zu weit – schlichtweg zu groß. In sich könnte die Bluse in Größe 40/42 passen, obwohl die Tabelle 50 ergeben hat. Das werde ich jetzt aber nicht mehr Testen, weil ich nicht erneut EUR 5,95 Versandkosten bezahlen möchte und mir zusätzlich die Knöpfe nicht gefallen haben. Aber das mit den Knöpfen ist hier jetzt nebensächlich.

Die Hose ist in Größe 46 noch so viel zu groß, dass ich sie ohne zu öffnen über meine breiten Hüften ziehen könnte. Sie hängt im Schritt, am Po und schlabbert um die Beine. Das ist bei einer Stretch-Hose in Slim-Fit-Form sicher nicht so gedacht. Ich vermute, dass Größe 44 bequem passt und ich Größe 42 reinkäme, wenn ich sehr knackig mögen würde. Es gehen also alle drei zurück.

Der Rock darf in Größe 46 bei mir bleiben. Auf dem Foto oben ist er etwas schmaler gefaltet, damit es schöner aussieht. Er würde garantiert auch in 44 passen und in 42 auch noch zu gehen. Er sitzt sehr locker auf den Hüften und ich nutze den Stretch-Effekt nicht aus. Im Laden hätte ich mit Sicherheit 44 noch anprobiert, um ganz sicher zu sein, die richtige Größe zu haben. Da ich meine Vorliebe für eher zu große als zu kleine Sachen kenne, habe ich ihn jetzt in 46 behalten. In die empfohlene 50 hätte noch jemand mit rein gepasst.

Dafür ist er sehr bequem und ermöglicht riesige Schritte. Er sitzt trotz des Hüftschnitts so gut, dass ich ihn sogar mit einer Bluse oder Shirt in den Bund gesteckt tragen könnte, was ich sonst nie mache. Auf die Idee bin ich beim Ansehen einer Folge GIRLS gekommen, der bei der Hannah das macht (obwohl sie wirklich keine Stylista ist …). Der Rock hat den Vorteil, das ich mit ihm auch meine wenigen kürzeren Cardigans und Blazer kombinieren kann, die für einige Hosen eine Nuance zu kurz sind.

Das kann’s nicht sein, oder?

Happysize ist hier nur ein Beispiel, das ich aus aktuellem Anlass genommen habe. Andere sind nicht besser. Von H&M trage ich Tuniken aus der normalen Kollektion in 44, die genannte Bluse aus der Plus-Kollektion in 50. Bei dem Outfit auf den Fotos vom letzten Winter trage ich von Lands’ End eine Hose in 44 und Jacke in XXL=52/54. Bei Boden brauche ich laut Tabelle 48 wegen Busen + Taille, für die Hüfte würde 46 reichen. In der Realität passen mir bei Boden Kleider und Jacken in 46 oder gar nicht. 48 hat immer zu breite Schultern, zu weite Ärmellöcher und ist am Busen zu weit.

Ich wage ich noch nicht mal davon zu träumen, dass Anbieter sich auf feste Maße zu den Größen einigen. Ich kann damit leben zu wissen, dass H&M fällt klein ausfällt, Zara winzig, Lands‘ End bei Hosen groß, s.Oliver ebenso. Was ich jedoch von den Bekleidungsanbietern erwarte ist, dass die jeweils von ihnen selbst veröffentlichten Angaben in den Größentabellen zu den Teilen in ihrem Katalog passen – zur Not einzeln für jedes Bekleidungsstück.

Dann würde auch Onlineshopping mehr Lust als Frust bringen!

Voting zum Sommertrend 2013: Barfüßige Halbschuhe

Halbschuhe bafuß tragen: Go or NoGo?

Jeden Sommer gibt es etwas Neues – und meistens gab es das irgendwann schon mal. In den letzten Wochen habe ich in vielen Zeitschriften Bilder in Modestrecken gesehen, auf denen die Modells Halbschuhe barfuß zu Hosen tragen. Beliebt ist die Kombination mit schmalen Zigarettenhosen. Wie steht Ihr dazu? Stimmt ab!

Mögt Ihr den Barfußlook in Halbschuhen?

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Anfang der 1990er habe ich diese Art von Halbschuhen auch barfuß getragen – privat und im Büro als Azubi. In der Kombination mit Leggings und langen, weitem Pullover mochte ich das damals gerne leiden. Heute trage ich Schuhe nicht mehr so gerne barfuß. Daher kommt mir auch die Sommerstiefelettenmode entgegen, weil da Socken unsichtbar sind. Denn um eins klar zu stellen: Scheinbar unsichtbare Füßlinge sind für mich nicht verhandelbar. Ich gehe entweder barfuß, mit unsichtbaren Socken oder zum Outfit gehörender Strumpfware.

Auf dem Foto seht Ihr meine gut eingetragenen Halbschuhe n.d.c. von 2010 und die rote 7/8-Ponte-Hose von Lands’ End kennt Ihr unter anderen aus der Liste mit meinen guten Käufen 2012.

Danke für Euer Voting!

Lieblingsmarken

Dieses ist ein persönlicher Beitrag, der ausdrücklich NICHT gesponsert ist.

Bereits vor Monaten hat mich Denise von zeroutine gefragt, ob ich nicht Lust habe, meine Lieblingsmarken mit Vor und Nachteilen mal vorzustellen. Ich habe spontan zugesagt – wobei mir schnell klar wurde, dass das gar nicht so einfach wird.

Nach einiger Zeit des darüber Nachdenkens dachte ich, dass ich eher Lieblingsläden als Lieblingsmarken habe. Außerdem ist es für mich ein großer Unterschied, ob es um mich persönlich oder um meine Kunden geht. Dieser Beitrag bezieht sich ausdrücklich auf mich persönlich, d.h. auf meinen Geschmack und Stilrichtungen, die zu mir und meiner Figur passen. Außerdem gibt es Marken, von denen ich nur bestimmt Kleidungsstücke mag und andere nicht.

Diese Liste ist das Ergebnis meiner Gedanken zu Lieblingsmarken, die ich auch tatsächlich kaufe, im Schrank habe oder hatte und trage. Darüber hinaus gibt es Marken, die ich mag, jedoch nicht kaufe – das liegt dann am zu hohen Preis oder dass sie meine Größe nicht anbieten. Diese Marken nenne ich jetzt hier bewusst nicht.

So, nun aber, hier sind sie – meine Lieblingsmarken

Von vorne nach hinten: Cambio, Lands' End lang, Lands' End Capri, s.OliverLands’ End
Dunkelblaue Jeans – halten Farbe und Passform, preisgünstig
T-Shirts aus Baumwoll-Viscose-Mix, halten super die Form, sind schon weich und pillingfrei

7 for all mankind
Jeans mit idealer Passform für sehr viele Frauen, auch für mich. Leider halten sie nicht besonders lange und der Preis ist auch nicht gerade charmant. Man kann in Outlets Glück haben. Meine letzte hat gerade den Geist aufgegeben und ich bin offen für eine neue.

Kleid_Crazy_Marion_Strawberry_ScandicScandic
Wolljacken und andere Strickwaren mit Jaquardmuster – auch ohne Muster schön
Vorteil: Die Sachen sind selten an anderen Personen zu sehen.

Connemara
Wollstricksachen, z.B. Rollis, Strickjacken und -kleider aus Merinowolle, halten Jahre ohne Pilling
Nachteil: Anschaffungspreis – der sich jedoch durch lange Haltbarkeit relativiert

Deerberg
Leinenkleider, leger für den Sommer, Strickkleider und Tuniken für kältere Zeiten
Nachteil: Öko-Müsli-Image

Falke
Strumpfhosen und Leggings aus verschiedenen Materialien
Vorteile: Gute Passform und Haltbarkeit
Nachteil: Preis

ulla
Unterwäsche, speziell Bodys in schönen Farben und Design
Vorteil: Extrem breites Größenspektrum, persönlicher Service auch bei Reparaturen

Birkenstock Zehensteg-Sandale Modell Gizeh in der Farbe HabanaBirkenstock
Hausschuhe, Modell Boston im Winter, den Rest des Jahres Modell Gizeh – beides immer aus Fettleder und nie aus Birko-Flor. Leder hält länger und fühlt sich besser an. Gizeh trage ich im Herbst und Frühling mit Socken, die eine Extraspitze für den großen Zehn haben, die mir meine Schwiegermutter auf Maß strickt.
Nachteil: Lehrer-Öko-Image

Pailletten High Heels

Von Tamaris bis La Martina
Tamaris finde ich OK für Schuhe, die nur für bestimmte Outfits sind, z.B. Partystylings, und dann nicht oft getragen werden. Meine Lieblingsstiefel sind von La Martina – 2009 zum halben Preis erstanden und seit dem im Ganzjahresdauereinsatz. Pro Tragen sind bei mir hochpreisige Schuhe oft billiger als geringpreisige, weil ich sie öfter trage und sie länger halten. Da geht die Modemathematik mal wieder auf:-)  Und dazu sind sie meist noch bequemer und sehen besser aus.

Ines Meyrose #ootd 20150909 mit Marinelook - rock und Shirt Armor LuxArmor Lux
Für klassische Marinelooks

Marina Rinaldi
Für Kleider und Blazer, wenn es mal ganz teuer werden darf. Gerade habe ich nichts davon im Schrank – hatte aber bereits zwei Kleider und einen Blazer und habe alles sehr gerne getragen.
Nachteile: Viele Sachen müssen in die Reinigung, Innenfutter sind oft aus SynthetikDreieckstücher aus Merinowolle in tollem Farbspektrum von invero bei Linnhus in Hamburg

invero
Dreieckstücher, Schals und Ponchos aus feiner Merinowolle, in Deutschland produziert
Vorteile: große Farbauswahl, angenehm auf der Haut, die Sachen sind selten an anderen Personen zu sehen.

Boden
Individuelle Mode in besonderen Farben und Mustern, die in Deutschland noch nicht so verbreitet ist, dass sie jeder erkennt.

Dazu ergänzend noch einige meiner Lieblingsläden

Krupka in Hamburg-Ottensen
Italienische Schuhe zu vernünftigen Preisen mit freundlicher, unaufdringlicher und doch persönlicher Beratung

Pepita in Hamburg-Ottensen
Für Accessoires und Wickelkleider und andere Kleider

California in Hamburg-Ottensen
für Strickwaren von Connemara, Blusen und Kleider

TE
Leider hat die Filiale in Hamburg-Harburg geschlossen – die mochte ich am liebsten. Ich habe diverse Blusen und Tuniken von TE und auch ein Kleid, das ich sehr gerne trage.
Vorteil: Preis
Nachteil: Die Jerseysachen von dort aus Mischgewebe mit Synthetik neigen bei mir schnell zu Pilling und halten somit leider nicht lange.

Outlet Super Checkout von Different Fashion auf Sylt in Tinnum
Mit etwas Glück findet man da Schnäppchen, wir hatten schon Glück mit z.B. mit Stiefeln von Lucchese von EUR 1590,- auf EUR 150,- herabgesetzt oder Dayton Boots von EUR 390,- für EUR 120,-. Außerdem gibt es schöne Kaschmirsachen von Witty Knitters. Auch noble Jeans von 7 for all mankind, True Religion und Closed etc. sind zu finden.

Was macht etwas zu Eurer Lieblingsmarke?

Jeanstypen: Wer bin ich – und wenn ja wie viele?

Werbung zum Anziehen

Jeans_Leibhöhe

Bei jedem Jeanskauf stellt sich wieder die Frage: Welche Farbe? Welcher Schnitt? zeroutine.de plagt sich auch gerade damit herum. Um es vorweg zu nehmen: Ich schreibe hier über blaue Jeans. Fragen zu anderen Farben beantworte ich gerne über die Kommentarfunktion. Hilfreich finde ich auch den Jeans Kaufberater von Galeria Kaufhof (Werbung).

Farben

Helle Farben tragen auf – dunkle Farben machen schlanker. Je breiter also meine Hüften oder je kürzer meine Beine oder Gesamtlänge sind, umso eher sind dunkle Jeans vorteilhaft.

Waschung

Einheitlich dunkel gefärbte Jeans stehen jedem und sind auch für beruflich konservativere Anlässe in Kombination mit Blusen, Blazern und feinen Pullis oft geeignet. Das Problem mit komplett gleichmäßig gefärbten Jeans ist, dass sie leicht billig wirken – erinnert an frühere Discounterware. Außerdem wirken sie schnell verschlissen, wenn die Farbe nicht gut hält und sie Tragespuren bekommen. Wir sind heute alle kaum noch selbst abgetragene Jeans gewohnt und mögen daher optisch lieber den in der Fabrik gemachten Used-Look als reale Tragespuren leiden. Mit echten Tragespuren ist die Jeans dann auch für bessere Einsätze dann nicht mehr zu gebrauchen.

Dunkle Jeans mit leichter Waschung sind für die meisten Frauen und Männer die beste Wahl, weil sie leger aussehen, ohne zu förmlich oder zu abgenutzt auszusehen. In Kombination mit Chucks, Pumps oder Anzugschuhen lässt sich der Look schnell verändern.

Starke Auswaschungen an Oberschenken und Po wirken sehr leger und sind für sportliche oder zierliche Figuren gemacht. Wenn die Jeans durch die Waschung helle Stellen bekommt, wird der Blick des Betrachters dorthin gelenkt. Wer also Oberschenkel, Po oder Hüfte kaschieren möchte, tut sich einen Gefallen damit, an den Stellen keine oder nur wenig helle Waschungsanteile zu haben.

Schnitt

Die Hose muss in der Bundhöhe so sitzen, dass in keiner Bewegungslage Hüftspeck zu sehen ist. Wenn Ihr Oberteile in die Hose steckt, wirken hüftige Hosen bei langen Beinen und hohe Schnitte bei kurzen Beinen positiv. Wenn Ihr Oberteile lieber über der Hose tragt, ist die Leibhöhe eh nicht genau zu sehen – dann kommt es mehr auf das individuelle Tragegefühl an.

Röhrenjeans bzw. Skinny wirken gut an schlanken Personen mit flachen Schuhen und an fülligen Personen mit schmalen Beinen kombiniert mit langen Oberteilen.

Schmale, gerade Beinformen strecken die Silhouette und wirken bei Beinen schön, die im Verhältnis zur Hüfte schlank sind. Gerade Beinformen sind modisch neutral und passen zu vielen Outfits.

Weite, gerade Beinformen kaschieren breite Oberschenkel und verkürzen optisch die Beine – hohe Absätze passen gut dazu.

Karottenform mit nach unten schmaler zulaufendem Bein stehen superschlanken Frauen mit schmalem Becken.

Bootcut macht schmalere Hüften, weil durch die unten weiter und oben schmalere Form eine Sanduhrsilhouette entsteht.

Schlaghosen, auch Flared genannt, sind für große, schlanke Frauen und sehen am besten mit hohen Schuhen aus, bei denen die Schuhspitze unter dem Saum zu sehen ist.

Taschen

Tiefe Taschen machen einen flacheren Po als hoch angesetzte. Gerade Taschen machen einen schmaleren Po als schräg aufgenähte. Wenn die Taschen nach außen hin aufgesetzt sind, verbreitern sie den Po.

Wie viele Jeans habt Ihr im Schrank?

Ich trage nicht so viel Jeans, weil ich oft Kleider trage und auch Stretchhosen mag. Bei meiner 1,65 m langen, runden Figur mit langen Beinen sehen Kleider und schmale Stretchhosen gut aus. Beides betont meine im Verhältnis zum Rest schlanken Beine. Trotzdem habe ich auch immer mal wieder Lust auf Jeans und mag meistens nur eine richtig gerne tragen. Im meinem Schrank sind aktuell vier zu finden.

Von links nach rechts: , Lands' End lang, Cambio, Lands' End Capri, s.Oliver

Von links nach rechts: , Lands’ End lang, Cambio,  s.Oliver, Lands’ End Capri

  • Cambio gerades Bein, taillenhoher Schnitt, Dunkelblau mit leichter Waschung, 80 cm Innenbeinlänge – passt mit allen Schuhen. Gekauft 2012.
    Diese Jeans geht nach dem Waschen nur mit Luftanhalten und Baucheinziehen zu, sitzt nach kurzer Zeit bequem und wird dann bei jedem Tragen etwas weiter. Bei dieser Hose stört mich das aber nicht, weil sie trotzdem am Po gut sitzt und ohne Gürtel hält. Sie ist meine Alltagsjeans. Meine beste Jeans – ein Herrenmodell von 7 for all mankind – hat leider vor einigen Monaten nach 2,5 Jahren den Geist aufgegeben. Diese von Cambio ist der günstigere Ersatz dafür. War immer noch teuer genug …
  • Lands‘ End gerades Bein, taillenhoher Schnitt, dunkles Indigoblau ohne Waschung (hält die Farbe auch nach mehreren Wäschen gut), 81 cm Innenbeinlänge – kann ich nur mit hohen Absätzen tragen. Gekauft 2010.
    Die Jeans sieht langweilig aus und ich trage sie bevorzugt zu Seminaren als Dozentin mit einem hellen Blazer und braunem Kurzarmrolli im Winter – sieht nicht so distanziert aus wie ein Hosenanzug und doch irgendwie angezogen. Sie ist mit der mit der 360°-Elastan-Technik sehr bequem.
  • Lands‘ End schmales Bein, mittelhoher Schnitt dunkles Indigoblau ohne Waschung (hält die Farbe auch nach mehreren Wäschen gut), Capri-Länge. Gekauft 2010.
    Die trage ich im Sommer mit langen Blusen und das ganze Jahr über an der See, weil ich damit so schön am Strand an der Wasserkante gehen kann, ohne einen nassen Saum zu bekommen oder Krempelfalten in längere Hosen zu machen.
  • s.Oliver Smart Hipster Bootcut, hellere Sommerwaschung, 78 cm Innenbeinlänge für flache Schuhe.
    Die Hose sitzt gut, wenn sie frisch gewaschen ist. Nach einer Stunde tragen hält sich nur noch mit Gürtel, sonst hängt sie am Po sackartig herab. Ich mag es lieber, wenn meine Hosen ohne Gürtel ordentlich sitzen. Zum einen drücken mich Gürtel leicht am Bauch, zum anderen tragen sie auf, weil ich immer Kleidung darüber trage. Daher ist diese Hose ein Fehlkauf und wird nicht mehr lange in meinem Schrank sein dürfen.
Von vorne nach hinten: Cambio, Lands' End lang, Lands' End Capri, s.Oliver

Von vorne nach hinten: Cambio, Lands’ End lang, Lands’ End Capri, s.Oliver

Pflegetipps

  • Wenn Ihr Jeans auf Links wascht und trocknet, bleibt der Stoff länger heil.
  • Ein Schuss Essigessenz im Weichspülerfach der Waschmaschine fixiert dunkle Jeansfarben und die Hosen bleiben länger schön.
  • Gebügelte Jeans bekommen weniger Tragefalten und sehen länger gepflegter aus und bleiben an neuralgischen Punkten länger heil.

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Der Titel ist entfremdet von Wer bin ich - und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise (Affilate-Link). Für diesen Beitrag habe ich eine Vergütung erhalten. Trotzdem gibt der Beitrag – wie immer – meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder.

Modetrend Sommer 2012: Rote Hosen!

Sommertrend rote Hose www.meyrose.deIrgendwie haben sich letzte und diese Woche hier im Blog zu Trendwochen entwickelt. Nach der Farbe Gelb, Blumenmustern, Karos, grünen Chinos und Softeisfarben gibt es noch eindeutig und mit Sicherheit den Modetrend der roten Hosen im Frühling und Sommer 2012.

Ich habe mich zwischen Weihnachten und Neujahr in diese leuchtend-roten Hosen verliebt, als die neue Ware in Timmendorf an der Ostsee schon in der Auslage lag. Allerdings war ich nicht bereit, EUR 169,- oder EUR 189,- (weiß den Preis nicht mehr ganz genau) für eine Hose von Cambio auszugeben. Da mag sie noch so schön sein – für eine Saison ist mir das zu viel und die Chance, dass ich nur eine Sommersaison Lust auf die Hose habe, ist hoch.

Also hieß es: Ausschau halten nach bezahlbarem Objekt meiner Begierde!

Jeans in Rot fielen für mich flach, weil sie zu doll auftragen – das muss bei der Farbe echt nicht noch zusätzlich sein. Deshalb wollte ich gerne eine Chino oder Stretchhose haben. Bei Lands’ End bin ich schließlich fündig geworden. Mit 20% Angebotsrabatt passten dann Preis und Passform :-).

Auf dem Foto von mir können Sie gut sehen, dass auch rundere Frauen durchaus knallrote Hosen tragen können, wenn Po, Schritt und breiteste Stelle der Oberschenkel bedeckt sind. Mit dieser leicht apricotfarbenen Tunika von H&M aus der Garden Collection 2010 (Bio-Baumwolle) gefällt mir die Kombination. Der Look vereint die Softeisfarbe Apricot mit der roten Hose perfekt.

Wie finden Sie meine rote Hose?

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