Stilfrage: Socken in Loafern?

Tassel Loafer MDK for Munderingskampagniet

Es gibt Mode- oder Stilfragen, zu denen sich im Lauf des Lebens ab und an mal die Meinung ändert. Von Trend zu Modesünde ist der Weg manchmal kurz. Alleine die Frage, ob man Loafer schön findet oder nicht, wird sicher phasenweise unterschiedlich beantwortet. Ich mag diese Art Schuhe schon immer. Es war ein Fest für mich, als ich als Kind meine ersten Collegeschuhe bekommen habe. Die Füße mussten erst genug Halt in den Schuhen finden, bevor sie genehmigt wurden. Für mich ist es eher eine Frage der Form oder der Verzierung, welche ich gerade schön finde.

Penny Loafer mit dem geschlitzen Riegel mag ich lieber als Tassel Loafer – auch Bommelschuhe genannt. Die letzten Bommelschuhe hatte ich in der Grundschule in den 1970ern. Aber wie das so ist: Alles kommt wieder und die Schuhe waren ein Outlet-Schnäppchen. Ohne das Gezumsel wären sie mir lieber, aber ich mag sie auch mit. Sie sind gemütlich, hochwertig verarbeitet, das Leder ist schön, die Farbe flexibel kombinierbar, der Preis stimmte – deshalb sind sie ein gutes Schnäppchen.

Ines Meyrose Outfit mit Tassel Loafern von MDK for Munderingskampagniet barfuß

Gekauft habe ich sie im November 2017 und sie lagen den ganzen Winter ungetragen im Schrank. Es stellte sich für mich nämlich ganz schnell heraus: Es gibt keine dazu passenden Socken oder Strümpfe in meinem umfassenden Sortiment. Seit dem Frühjahr trage ich sie gerne, aber immer barfuß. Dabei stellte sich mir dann die Frage, ob Socken zu Loafern überhaupt passen oder nicht barfuß tragen die einzig wahre Lösung ist. Wie siehst Du das?

Wie trägt man Loafer?

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Von Fast Fashion und Slow Ways

Sabine Gimm und Gunda Fahrenwaldt

Wenn Ines eine Bahnfahrt tut, sieht sie 3 von 4 Zügen wegfahren, wird mit Schienen-Ersatzverkehr geplagt, kommt sie schweißgebadet und der Auflösung nahe endlich am überfüllten Hauptbahnhof an und dann … dann wird alles gut :) . Denn dann bin ich gleich in Gundas Arme gelaufen und Sabine haben wir direkt vor dem Museum für Kunst und Gewerbe – kurz MKG – getroffen.

Ines Meyrose #fotd 20150808 - fotografiert von Sabine Gimm

Einwegmode

Die mode- und kosumkritische Ausstellung Fast Fashion stand fest auf meinem Plan für den Sommer 2015 und es freut mich, dass meine Blogger-Freundinnen Sabine und Gunda auch Lust dazu hatten. Dass die sehenswerte Tattoo Ausstellung noch zeitgleich lief und mit dem gleichen Ticket besucht werden kann, ist eine nette Zugabe, die den Eintrittspreis von EUR 10,00 versüßt. Ein Schwenk durch den Rest des Museums darf man dafür auch noch machen. Jetzt habe ich endlich die Original Kantine aus dem Springer Verlagshaus gesehen. Mehr 1970er geht nicht – absolut cool!

Nichts Neues von der Modefront

Wer sich wie ich bereits intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat, wird in der Ausstellung Fast Fashion nicht viel Neues erfahren. Daher hat sie mich wenig beeindruckt. Für Neulinge im Thema wird Interessantes dabei sein. Eine Grafik hat mir jedoch erneut deutlich vor Augen geführt, wo aus meiner Sicht das eigentliche Problem liegt: in der Wertschöpfungskette.

Das Problem ist aus meiner Einschätzung nach keinesfalls, dass die Fabrik nur 15 Cent für eine Bluse bekommt. Das Problem liegt darin, dass zu viele Firmen von der Stoffherstellung bis zum Verkauf an den Endkunden daran verdienen. Wenn die Schritte verkürzt würden und weniger Zwischenhändler involviert wären, könnte die Fabrik sicherlich 150 Cent für die Bluse bekommen. Das würde viele Probleme bei den Produktionsbedingungen lösen können. Aus diesem Grund kaufe ich gerne direkt bei der Designerin und/oder Herstellerin, z.B. estomo, Mona Design oder hier.

Modemathematik und Nachhaltigkeit

Für mich ist der beste Konsum bei Kleidung jener, der zu langer Tragezeit führt. Ich belaste Umwelt und Menschen, die die Sachen herstellen, am wenigsten, wenn ich wenig kaufe und das lange verwende. Dann geht die Modemathematik auf, denn das Teil wird für mich mit jedem Tragen im Verhältnis günstiger und nachhaltiger.

Natürlich finde ich ökologisch einwandfrei hergestellte Produkte aus Naturfasern klasse. Aber wirklich ökologisch sauber und auch für die betroffenen Tiere schmerzfrei und angenehm sind sicher die wenigsten Produkte im Handel hergestellt. Wenn mir dann in der Ausstellung gezeigt wird, wie ein Schaf qualvoll geschoren oder Fell von einem Tier ausgerupft wird, sehe ich die Bilder selbstverständlich nicht gerne.

Alternativ Sachen aus Kunststoff tragen? Verzicht auf Leder und tierische Wolle ist keine dauerhafte Option für mich. Ich werde mich in meinem Leben aller Voraussicht nach weder vegan ernähren noch kleiden. Für mich ist das Ausgewogenheit das Ziel: einigermaßen bewusst kaufen und die Dinge ihrer Lebensdauer gemäß zu nutzen. Das ist für mich vertretbare Wertschöpfung.

Slow Fashion

In einem zusätzlichen Raum wird im Rahmen der Ausstellung Slow Fashion präsentiert. Neue Fasern werden vorgestellt und können angefasst werden. Dabei fand ich die Milchfasern spannend. Von QMILK hatte ich bereits im Kosmetikbereich gehört, aber noch nichts davon berührt. Die Fasern sind seidenweich! Daraus möchte ich gerne etwas haben.

Dass man aus Brennnesseln Fasern herstellen kann, die sich verstricken lassen, war mir auch neu. Der gezeigte Schal war mir zwar eindeutig zu kratzig, aber das Problem lässt sich vielleicht beheben und man kann die Fasern für Produkte einsetzen, die nicht direkt auf die Haut kommen. Irgendwann kommt sicher ein Erfinder auch noch auf eine Idee, wie man leuchtende Farben nachhaltig herstellen kann.

Nachhaltigkeit durch Kombinationsvariationen

Ines Meyrose #ootd 20150808 - fotografiert von Sabine Gimm

Passend zum Thema gibt es heute bei ein Outfit, von dem Ihr alle Teile schon kennt. Die Hose kennt Ihr bisher mit anderen Schuhen und da könnt Ihr im Vergleich sehen, wie viel kürzere Beine 7/8-Krempelhosen machen im Vergleich zu langen bzw. in farblich gleiche Stiefeletten hineingesteckte Hosenbeine.

Die Fotos hat Sabine Gimm netterweise von mir gemacht. Da sie die gleiche Kamera und das 50mm-Objektiv verwendet wie ich, war ihr der Umgang mit meiner Kamera ein Leichtes. Danke für die schönen Fotos, liebe Sabine!

Einen Tipp habe ich noch für Euch: Schaut mal in den MKG-Modeblog Stilbrise. Dort gibt es Besucherlooks und aktuelle Beiträge zum Umgang mit Mode.

Ines Meyrose #fotd 20150808 - fotografiert von Sabine Gimm

Was denkt Ihr über Nachhaltigkeit und Slow Fashion?

Tamaris – Jein!

Loafer von Tamaris 2015

Ich gestehe: Ich kaufe ab und an Schuhe bei Tamaris. Ich achte dabei auf natürliches Innenfutter und habe gute Käufe für meine Füße getätigt. Mir passen viele Modelle davon einfach sehr gut.

Warum gestehen? Ich mag keine Nachbauten und es gibt diverse Modelle von Tamaris, die mich an bekannte Modelle hochpreisiger oder traditioneller Hersteller erinnern. Als ich letzten Monat in den Laden kam war mein erster Gedanke: Seit wann führt Tamaris Birkenstock? Die Schuhe in der Auslage sahen im ersten Eindruck aus wie das Modell Gizeh. Kommentar der Verkäuferin: “Ist gut gemacht, oder? Eine Kundin hat aber schon gesagt, dass das Fußbett nicht so gut sei wie bei Birkenstock.” Nun gut, dann weiß ich jedenfalls, warum ich in dem Fall auf Original-Gizehs zurückgreife.

Loafer von Tamaris 2015

Warum kaufe ich Loafer bei Tamaris? Weil sie mir passen und ich sie mir leisten kann. Tod’s sprengen leider den Rahmen dessen, was ich pro Tragen bereit bin zu bezahlen. Die Tod’s-Loafer sind wohl zwar ein Traum an den Füßen, aber leider für mich nicht langlebig genug. Andere Klassiker, z.B. von Timberland, passen mir nicht. Also freue ich mich jetzt einfach, günstige Schuhe zu haben, die gut passen.

Wie steht Ihr zu dieser Marke?

Pflichtschuhe

Flache Pumps von Progetto

Immer wieder werde ich gefragt, was für Schuhe frau im Sommer zu einem Kleid oder Rock tragen kann, wenn hohe Absätze auf Grund der Füße oder Knöchel nicht in Frage kommen. Das ist in der Tat eine kleine Herausforderung. In Anlehnung an den Begriff Pflichthose, den ich öfter schon bei Bärbel gelesen habe, nenne ich sie jetzt Pflichtschuhe. Denn manchmal muss auch ich einfach ein bisschen ordentlich aussehen (wenn ich nicht optisch anecken möchte …).

FlipFlops oder Ballerinas

Wenn es leger sein darf, finde ich feine Zehensandalen aus Leder mit Ledersohle auch zu einem ordentlicheren Kleid tragbar, z.B. diesem Pünktchenkleid. Nicht aber, wenn das Outfit einen offizielleren Charakter haben soll, weil die Füße dann zu nackt sind. Ballerinas haben den Nachteil, keinen schönen Gang zu fördern und wirken auch im Stehen oft platschig. Je nach Fußform wirkt der Fuß auch nicht gerade schmal – bzw. schmale Füße rutschen leicht heraus. Breitere Füße passen oft am Ballen nicht richtig hinein und Zehendekolleté bei eigentlich vorne geschlossenen Schuhen gehört zu meinen persönlichen absoluten No Gos.

Stiefelige Alternativen

Wenn es nicht so förmlich sein muss, finde ich Sommerstiefel und Stiefeletten auch toll zum Kleid. Die sehen auch mit nur etwas Absatz gut aus und geben halt. Ich trage das viel, wie Ihr hier und hier und hier schon sehen konntet. Aber der Look wirkt nie richtig sommerlich-leicht und für klassischere Outfits taugt er auch nicht.

Flacher Pumps

Die Alternative sind für mich flache Pumps* Die sind allerdings gar nicht leicht zu finden. Schnell haben sie 1-2 cm zu viel Absatzhöhe, wilde Verzierungen oder totalen Omaschnitt. Das ist das Mittel-Problem: mittelhoch + mittelbequem = mittelschick.

Diesen Schuh auf den Fotos von Progetto haben meine Augen bei Krupka in Hamburg-Ottensen erspäht, weil ich die Absatzform bei den aktuellen Sandalen gerade in diversen Zeitschriften gesehen habe. Es ist ein 3-cm-Blockabsatz. Weil er aber an der Hinterseite an der Kappe der runden Form der Fersenkappe nachempfunden ist, wirkt er eleganter als ein eckiger Blockabsatz. Weil er nicht zu hoch ist, wirkt er noch feminin und nicht klobig.

Flache Pumps von ProgettoIch stehe und gehe darauf wie auf Absatzschuhen, er ist aber so angenehm am Fuß wie ein flacher Schuh und bietet durch die große Absatzfläche am Boden sicheren Halt.

Richtige Tragefotos gibt es später mal, wenn der Herr Fotograf in der Nähe ist. Niedrige Kittenheels sind für mich übrigens vom Halt her keine Alternative und ich mag sie in den meisten Fällen auch nicht leiden. Liegt vermutlich daran, dass ich sie in den 1980ern bereits getragen habe – die Sache mit dem wenn Du Dich an den letzten Trend damit noch erinnern kannst, lass ihn dieses Mal besser aus oder so ähnlich …

Diese Schuhe sind also meine Antwort auf die Frage:
Welche (fast) flachen Schuhe passen zum Sommerkleid?

Welche flachen Schuhe sind Euer Tipp zum Business-Sommerkleid?

  1. * Auf Instagram habe ich vorab gefragt, wie andere diese Schuhform nennen. Es sind für mich keine Ballerinas, weil sie einen richtigen Absatz haben – keine Loafer, weil sie dafür zu ausgeschnitten sind – keine Pumps, weil sie zu flach sind, keine Sandalen oder Sandaletten, weil sie dafür zu geschlossen sind. Flache Pumps, so nannte Moppi sie, passt wohl noch am besten als Begriff. Oder habt Ihr einen besseren? []