RADIKAL MINIMAL #1 Schmuck

Tuch comma, mit Perlenohrringen

RADIKAL MINIMAL ist eine neue Artikelserie hier im Blog. Ich stelle in loser Folge Kleidungsstücke und Accessoires vor, für die ich mich entscheiden würde, wenn ich nur EIN EINZIGES aus der Produktgruppe in meinem Sortiment haben dürfte. Im Startbeitrag RADIKAL MINIMAL dazu verlinke ich die jeweiligen Blogartikel zu den einzelnen Teilen.

Danke für das positive Feedback beim Startartikel und die Ergänzungsideen!

Heute beginne ich mit der Kategorie Schmuck. Ich mache mir etwas aus Schmuck. Ich habe sorgfältig ausgewählte Einzelteile, teilweise nach meinen Entwürfen gefertigten Schmuck und auch spontan gekauften Modeschmuck. Am liebsten mag ich Schmuck, den ich beim Tragen nicht spüre und der mich an schöne Erlebnisse erinnert.

Ines Meyrose 201702 nach der Anwendung der Brow Wax Strips von admetics

Copyright Foto: Bärbel Ribbeck

Wenn ich mich nur für ein Teil aus meinem Schmuckkästchen entscheiden müsste, wären es diese kleinen Perlenohrstecker mit apricotfarbenem Schimmer. Eigentlich sind es ja zwei … und ich trage sie auf den meisten Fotos hier im Blog.

7 Gründe für die Perlenohrstecker mit apricotfarbenem Schimmer

  1. Ich spüre sie beim Tragen nicht, weil sie leicht sind.
  2. Die Oberfläche der echten Perlen fühlt sich zauberhaft an, wenn ich aus Langerweile mit den Fingern an ihnen spiele.
  3. Die Farbe der Perlen passt perfekt zu meinem Teint. Ich besitze auch noch deutlich weißere, die ich nicht mehr trage, seit ich diese habe. Ich habe es auch mal mit genauso schlichten Brillantsteckern versucht, die mir jedoch zu kalt waren. Die trägt jetzt jemand anders aus der Familie als dauerhafte Leihgabe. Lustigerweise schwört jeder, dass diese Perlen weiß sind, wenn sie nur von weitem gesehen werden. Sind sie aber nicht.
  4. Die Größe der Perlen passt zu meinem Gesichtsschnitt.
  5. Die Stecker sind sehr dünn, so dass sie meine kleinen Ohrlöcher nicht unnötig belasten.
  6. Die Ohrringe erinnern mich an einen wunderschönen Sommertag an der Ostsee, wo ich sie gekauft habe.
  7. Sie sind eines meiner persönlichen Markenzeichen, denn ich bin ein Perlhuhn. Wie es zu diesem Namen kam, kannst Du beim Beitrag Marine-Look im Frühling 2016 mit Rot in den Kommentaren lesen.

Ines Meyrose #ootd 20161002 mit weißer Bluse von COS, Sonnenbrille ic! berlin

Was ist das Schmuckstück, auf das Du Dich beschränken würdest?

RADIKAL MINIMAL

RADIKAL MINIMAL ist eine neue Artikelserie hier im Blog. Ich stelle in loser Folge Kleidungsstücke und Accessoires vor, für die ich mich entscheiden würde, wenn ich nur EIN EINZIGES aus der Produktgruppe in meinem Sortiment haben dürfte. Nach Vorstellung des Teils verlinke ich es in der Liste zum Beitrag.

RADIKAL MINIMAL

  1. Schmuckstück
  2. Jacke
  3. Tuch/Schal
  4. Blazer
  5. Unterwäsche/Shapewear
  6. T-Shirt
  7. Rock
  8. Kleid
  9. Kopfbedeckung – Mütze
  10. Gürtel
  11. Bluse
  12. Strickjacke
  13. Hose
  14. Tasche
  15. Pullover
  16. Mantel
  17. Handschuhe
  18. Schuhe
  19. Make-up

In einer weiteren Serie werde ich mich in 2018 mit der Grundausstattung meines Kleiderschranks beschäftigten. Da schreibe ich dann, warum ich welche Teile in welcher Ausführung und Anzahl für mein Leben für sinnvoll erachte. Denn zum Glück bin ich nicht drauf angewiesen, von jedem Teil nur eins zu haben … aber manchmal reicht sogar eins. Wir werden sehen, bei welchen Kleidungsstücken das der Fall ist.

Gibt es eine Produktgruppe, die Dir bei RADIKAL MINIMAL fehlt?
Wenn ich daraus etwas habe, trage ich sie gerne in der Liste nach.

dies & das #29

Werbung für Gestricktes

Foto: rotlilie Strickmanufaktur

Foto: rotlilie Strickmanufaktur

Die Gewinnerin der Überraschung aus der Strickmanufaktur Rotlilie (Werbung) über den Gastbeitrag Selbst getrickt – selbst getragen ist Gretje. Susanne hat für die Verlosung naturfarbene Stulpen aus Kamel und Seide mit leichtem Schimmer passend zur adventlichen Glitzerzeit gestrickt.

Hamburger Beauty-Bloggerinnen

… werden im Kundenmagazin Perle von Budni kurz vorgestellt und sagen, was Budni für sie ist. Die meisten Pressebeiträge über meine Arbeit und von mir kann ich Dir nicht zeigen, weil sie urheberrechtlich geschützt sind und nicht online zur Verfügung stehen. In diesem Fall, auch wenn es nur ein Mini-Beitrag ist, findest Du ihn auf www.perle.hamburg. Im Print-Magazin ist es auf Seite 9, im Online-Magazin auf Seite 8.

Minimalismus im Kleiderschrank

Im Blog The OGNC findest Du den Beitrag Maximal Minimal – die Vorteile einer minimalistischen Garderobe, der mir in vielen Punkten aus der Seele spricht. Wenn im Januar den Rückblick Gute Käufe – schlechte Käufe für 2017 schreibe, werde ich wieder erstaunt sein, wie viele Sachen ich übers Jahr gekauft habe. Mein Sortiment verändert sich in Zahlen aber nicht wesentlich, weil mich übers Jahr auch viele Sachen verlassen. Mir tut es gut, wenige Sachen im Sortiment zu haben und ich finde es einfach, damit zu leben.

In der Tabelle für 2017 habe ich zu den Käufen erstmals notiert, ob sie etwas ersetzen oder ergänzen. Weil ich meine Sachen oft trage und wasche, verschleißen sie schnell. Dafür ist meine Quote an Sachen, die wirklich getragen werden und nicht heil in die Altkleidersammlung geben, extrem hoch.

Wächst Dein Bekleidungssortiment, ist es unverändert oder schrumpft es?

Kleiderschrankinventur Herbst 2017

Kleiderschrankinventur Herbst 2017: Kleiderschrankinhalt in Stückzahlen

Der Herbst hat heuer schon im September angefangen. Da war aber noch nicht mal mir danach, mich an die halbjährliche Kleiderschrankinventur zu machen. Sommerkleider schon wegpacken? Die Hoffnung stirbt zuletzt … Jetzt sind sie gewaschen und beiseite gehängt. Die Stiefeletten und Stiefel für den Herbst und Winter sind geputzt und stehen an der Tür bereit für Laubspaziergänge.

Kleiderschrankinhalt im Oktober 2017

Kleiderschrankinventur Herbst 2017: Kleiderschrankinhalt in Prozent

Die genauen Zahlen in der Tabelle, aus der ich die Abbildungen in Excel erstellt habe, gibt es als PDF und nicht als Tabelle hier im Text, damit der Beitrag nicht zu lang wird. Wenn Du sie sehen möchtest, klick in das => PDF Kleiderschrankinhalt. Bei Accessoires habe ich wie immer Schmuck & Brillen nicht mitgezählt, weil mir das zu persönlich ist. Unterwäsche, Schlafzeug, Sportbekleidung und Hausschuhe sind ebenfalls nicht enthalten.

Vergleich mit Frühjahr 2017 und Erkenntnis dieser Kleiderschrankinventur

Kleiderschrankinventur Herbst 2017: Differenz zu März 2017 in Stückzahlen

Es sind 13 Teile mehr in der Tabelle als im Frühjahr 2017 im Schrank, die im Wesentlichen Tücher, Mützen und Leggings sind. Gerade bei den Tüchern ist das gut so, denn damit halte ich meinen Einheitslook aus weißer Bluse oder Ringelshirt modisch zeitgemäß und sehe am Ende dann doch nicht immer gleich aus. Vom Füllvolumen sieht mein Schrank immer noch knapp bestückt aus und darf so bleiben. Ein Blazer aus der Liste vom Frühling findet sich jetzt bei den Wollmänteln wieder, weil ich den Gehrock inzwischen zum leichten Oversized-Mantel erklärt habe.

Meine Schuhe wurden erfolgreich auf Stand gebracht. Die Pflichtschuhe waren zu groß geworden und wurden durch neue ersetzt. Meine Lederstiefel zu Kleidern sind zu abgetragen für gut, die werden in der Heide aufgetragen. Dafür habe ich schönen Ersatz in dunkelbraunem Veloursleder gefunden. Stiefeletten bzw. Sommerstiefel haben mich verlassen, weil sie nicht mehr gemütlich waren wegen der Absatzhöhe. Mit dem einen Paar habe ich jemandem noch eine große Freude machen können. Mein Ziel wurde erreicht, weniger und dafür schönere und besser passende Schuhe zu haben. Das Geld habe ich gerne ausgegeben.

Immer noch habe ich mich nicht daran gewöhnt, dass meine Lieblingssneaker für die langen Hunderunden nach einer Frühling-/Sommersaison durch sind trotz Austausch von Innensohlen. Wenn ich mir aber ansehe, wie viele Kilometer ich damit laufe, ist das völlig in Ordnung für Sportschuhe. Im Frühling bitte dunkelblaue Nikes in Größe 38,5 zu mir!

Leserservice: Tabelle als Download

Du willst auch eine gründliche Kleiderschrankinventur machen? Hier findest Du die offene Excel-Tabelle als Download: Kleiderschrankinventur Vorlage für Damen. Die Tabelleninhalte kannst Du Deinen Bedürfnisse bei der Art der Kleidung anpassen. Mach es wie es zu Deinem Kleiderschrankinhalt passt.

image&impression Individuelle Image-, Stil- und Farbberatung

Die Diagramme aktualisieren sich durch in der Tabelle enthaltene Formeln, wenn Du nur in den blauen Feldern Zahlen erfasst oder änderst. Du möchtest nicht alleine an das Projekt gehen? Dann buche mich bei image&impression für Deine Kleiderschrankinventur!

Wie verschaffst Du Dir einen Überblick über Deine Kleidung zur aktuellen Saison?

dies & das #25

Abstimmungsergebnis: Wie oft wäscht Du Jeans?

Herrlicher Blaustoff taillenhoher Jeansbermuda Raya

Im Beitrag Jeans – lieber frisch gewaschen oder festgewachsen? wollte ich wissen, wie oft Du Deine Jeans trägst, bevor sie in die Wäsche kommt. Oder ins Gefrierfach? Die Option fehlte, aber dafür gibt es das Kommentarfeld. Mit über 100 Stimmen ist das Voting durchaus aussagekräftig. Das Voting bleibt terminlich offen. Wer noch nicht abgestimmt hat, kann das gerne nachholen.

Die meisten Leser_innen, die ihre Stimme gegeben haben, waschen nach Bedarf. Bei den Tragetagen haben 3 Tage die meisten Stimmen, danach kommen aber gleich 7 und mehr Tragetage. Jeans werden von meiner Leserschaft im Durchschnitt mehrfach getragen. Mache ich auch.

Ich habe eine neue weiße Caprijeans. Die trage ich genau einen Tag, denn weiße Hosen haben bei mir nach einem Tag immer irgendwo Grimmel oder einen kleinen Fleck. Das ist dann der Moment, in dem ich mich frage, ob ich Jeans nicht auch nach einem Tragetag waschen sollte, denn sie werden genauso dreckig sein. Oder weiter nicht sooo genau hingucken … freut sich die Umwelt. Immerhin.

Gürtelabstimmung

Hose mit Gürtelschlaufen mit oder ohne Gürtel tragen?

Die Gürtelabstimmung ergibt aktuell, dass meine anklickenden Leser_innen eher Gürtel in vorhandenen Gürtelschlaufen als leere Schlaufen bevorzugen. Im Beitrag Gürtellose Gürtelschlaufen kannst Du dazu weiterhin abstimmen.

COS: Minimalismus und Mode

Ines Meyrose #ootd 20161002 mit weißer Bluse von COS, Sonnenbrille ic! berlin

In der Süddeutschen Zeitung habe ich den Beitrag Cos hat den Minimalismus in der Mode bezahlbar gemacht gelesen und finde ihn teilenswert, weil ich einige Modelle von COS durchaus spannend finde. Ich mag das Spiel mit Weite, Geradlinigkeit, Asymmetrie und Einfarbigkeit. Ich habe nur eine weiße Bluse von COS, Fran vom Blog Fran-tastic einen ganzen Berg Kleider & Co. Seit dem Artikel weiß ich auch endlich, wofür die Buchstaben C O S stehen. Ob sie als Buchstaben oder Wort gelesen werden, weiß ich leider immer noch nicht.

Wie sprichst Du die Marke COS aus?

Minimalismus-Challenge 30 Tage

Montblanc Meistertück Füllfederhalter

Minimalismus tut mir gut. Nicht auf die Spitze getrieben, aber in allen Lebensbereichen in der passenden Dosis. Frau Sabienes hat zur Minimalismus-Challenge mit einer Dauer von 30 Tagen aufgerufen. Ihr Ziel dabei: “30 Tage Leichtigkeit für das, was zählt.” Klar, dass ich dabei bin, oder?

Minimalismus in kleinen Schritten

Frau Sabienes hat einen 30 Tage-Minimalismus-Plan dafür entworfen, den ich mit ihrer Erlaubnis hier zeigen darf. Bei ihr findest Du ihn als PDF zum Download. Ich münze die Challenge für mich so um, dass ich nur die Sachen mache, auf die ich Lust habe oder mir gut tun. Ich nehme mir nicht 30 Tage jeden Tag etwas davon vor, sondern einfach bis zum 30. April 2017 alle angestrebten Punkte abgearbeitet zu haben. Das Schöne ist, dass Du den Plan jederzeit starten kannst!

Mein 30-Tage-Minimalismus-Plan nach der Vorlage von Frau Sabienes

  1. Gehe mindestens eine halbe Stunde spazieren
    Mache ich eh jeden Tag mit dem Hund. Meistens eher 2 Stunden.
  2. Setze Dir Ziele für die nächsten 3 Monate
    Darüber habe ich nachgedacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich mir keine messbaren Ziele setzen möchte. Ich könnte jetzt schreiben, mein Gewicht zu halten, im Urlaub nur beruflich online zu sein und mindestens drei neue Rezepte bis Ende Juni 2017 ausprobiert zu haben. Aber ich habe gerade keine Lust auf Ziele, weil mein Leben auch ohne läuft. Mein Leben ist so strukturiert, dass mir Ziele im Rahmen der Challenge zu viel wären.
  3. Bleibe für 24 Stunden offline
    Würde mich mehr stressen als gut tun. Kürzlich habe ich es immerhin mal 18 Stunden geschafft. Das muss reichen.
  4. Miste Deinen Kleiderschrank aus und schmeiße mindestens 5 Teile weg
    Wenn ich 5 Teile wegwerfe, habe ich bald nichts mehr anzuziehen. Aber ein Teil ist noch über den Jordan gegangen, das Warteschleifenkleid der letzten Kleiderschrankinventur. Jetzt muss ich nur noch die Tüte zum Container tragen. Das mache ich diese Woche.
  5. Nehme Dir heute nichts vor
    Das mache ich fast jeden Sonntag.
  6. Meditiere für 15 Minuten
    Nein, ich werde nicht meditieren. Das ist nichts für mich. Ich will keine Blumen in mir wachsen spüren und sehen.
  7. Räume den Ordner Eigene Dokumente auf Deinem Computer auf
    Im Dezember 2016 habe ich eine neue Festplatte im Laptop bekommen und für den Datentransfer bereits etwas aufgeräumt. Jetzt bin ich noch einmal wirklich gründlich durch die Ordner gegangen und habe dabei 96.599 Elemente mit 25 GB gelöscht. Das wird meine Festplatte freuen. Dabei bin ich mir so sicher, dass ich die Dateien nicht mehr brauche, dass ich sogar den Papierkorb danach endgültig geleert habe. Weg ist weg. Fühlt sich gut an!
  8. Kaufe nichts innerhalb der nächsten 24 Stunden
    Darin sehe ich keinen Sinn, weil ich nicht um des Kaufens willens kaufe. Bei mir hieße das, den Kauf auf morgen zu vertagen. Warum?
  9. Verzichte heute auf alle ungesunden Nahrungsmittel (Kaffee, Süßigkeiten, Fast Food, Alkohol etc.)
    Nein, ich genieße die mit jedem Bissen oder Schluck bewusst und gönne mir das. Ich nehme das nicht als selbstverständlich und das reicht mir als Wertschätzung für den Genuss. Ich möchte darauf schlichtweg nicht verzichten. Ohne morgendliches Nutella und Espresso bin ich außerdem nicht sozialkompatibel, nicht mal mit mir selbst.
  10. Fahre heute einen auf einem anderen Weg in die Arbeit, auch wenn Du dadurch einen Umweg machst. Beobachte dabei deine Umgebung.
    Ich bin immer wieder überrascht, wie anders das Umfeld wirkt, wenn man einfach nur andersherum geht. Ich wohne in einer Ringstraße und gehe mit dem Hund normalerweise in einer bestimmten Richtung hin und her. Wenn ich mal im Kreis gehe oder einfach nur auf der anderen Straßenseite hin und der ungewohnten zurück, nehme ich schon ganz andere Dinge wahr.
  11. Räume Deinen Schreibtisch auf
    Dabei ärgere ich mich, dass mein Montblancfüller immer wieder eintrocknet. Nur dieser Füller hat das Problem. Wäre es ein billiger Füller, wäre er lange im Müll. Ein Meisterstück werfe nicht mal ich weg. Doof, oder? Er macht mich nämlich nicht glücklich, wenn ich ihn sehe, und eine Funktion hat er nicht. In Konsequenz müsste ich das Gold daran verkaufen und den Rest wegwerfen. Bringe ich aber irgendwie nicht fertig. Jetzt liegt er auf meinem Schreibtisch, guckt mich schief an und wartet auf eine Entscheidung… Was mache ich denn nun am besten mit ihm? Eine uralte externe Festplatte und ein paar abgeschrieben Filzstifte wurden auch noch aussortiert. Warum sind Seminarteilnehmer nicht in der Lage, mit Kalligraphiespitzen zu schreiben, ohne die Miene rund zu drücken? Ach Mist, jetzt hatte ich eben bei Punkt 12 schon geschafft geschrieben, dabei sollte das heute sein. Also streiche ich den Gedanken wieder und atme den Verlust der Stifte als Arbeitsmaterial weg.
  12. Bemühe Dich heute um eine positive Grundhaltung, beschwere Dich nicht und lästere nicht über andere
    Gar nicht so einfach, aber geschafft! Nachtrag: Fast, siehe Punkt 11. Ich arbeite daran … die positive Grundhaltung ist übrigens meine Lebensbaustelle … noch Fragen?
  13. Schminke Dich heute nicht
    Das mute ich mir nicht zu, denn ohne Puder im Gesicht mag ich meinen Anblick im Spiegel nicht und meine Haut fühlt sich nicht gut an. Darauf verzichte ich mir zu Liebe nicht.
  14. Probiere heute etwas ganz Neues aus, egal was
    Da kommt wohl am ehesten ein Rezept in Frage. Durch die Kochwochen habe ich in letzter Zeit auch schon ab und an mal was Neues ausprobiert. Die Lasagnesuppe von Melierecipes ist zum Dauerbrenner geworden und die Sauerkrautlasagne von Uschi hat mit Hack dazu auch Potenzial, im nächsten Winter wieder aufzutauchen.
  15. Miste Deine Kontakte auf den Sozialen Medien aus
    Erledigt, vor allem die Folgen-Entfolgen-Spieler gelöscht
  16. Lies ein Buch, statt fernzusehen
    Erledigt
  17. Überlege Dir 3 Dinge oder Angelegenheiten, für die Du dankbar bist (und sei es dann)
    Arbeit, Mann und Hund zu haben. Ja, dafür bin ich täglich dankbar.
  18. Miste Deine Kosmetikartikel aus
    Das habe ich vor zwei Monaten gemacht und doch findet sich immer wieder etwas.
  19. Mache jemandem ein unerwartetes Geschenk
    Erledigt, ich habe eine Freundin spontan zum Mittagessen eingeladen.
  20. Verrichte eine ganz banale Tätigkeit wie Abspülen ganz bewusst und konzentriert
    Erledigt
  21. Miste Dein Bücherregal aus
    Ergebnis: Eine Tüte voller Altpapier. Ja, ich bin durchaus der Meinung, dass man Bücher ohne handelbaren Wert wegwerfen darf. Ergänzend dazu habe ich noch einen Karton mit Briefen aussortiert. Schon interessant, was mir mal wichtig war aufzuheben.
  22. Lasse heute ganz bewusst den Computer aus
    Dafür nehme ich einen Tag am Wochenende, dann geht das.
  23. Koche ein Gericht aus regionalen und saisonalen Lebensmitteln
    Kartoffelpü, Vichymöhren und Bratwurst. Alles von hier aus der Gegend.
  24. Mache Sport
    Mache ich eh jede Woche ein- bis zweimal neben den ganzen Hunderunden. Ich gehe Schwimmen mit Wassergymnastik und mache Nordic Walking.
  25. Miste Dein Adressbuch aus
    Das ist wie mit den Kosmetikartikeln. Selbst wenn man denkt, man hat da nichts Überflüssiges, findet sich immer wieder Datenmüll an. Mein Adressbuch führe ich digital. Da ist das Aufräumen fix gemacht. Dafür habe ich eine Wartzeit im Auto zwischen zwei Kundentermine genutzt. Wichtig bei digitalen Adressbüchern und Kalendern: Ab und an mal eine Sicherung machen. Das mache ich wöchentlich.
  26. Mache eine Tätigkeit, die Du noch nie gemacht hast
    Hmmm … hat jemand eine Idee, was ich machen könnte?
  27. Überlege Dir, wie du aktiv Deinen täglichen Müll reduzieren könntest
    Eine echte Herausforderung. Ich könnte auf Einmalhandschuhe in der Küche verzichten. Mit verfärbten Nägeln laufe ich aber nicht gerne herum. Ich bilde mir ein, schon relativ wenig Müll zu produzieren. Dafür läuft der Geschirrspüler täglich, weil wir z.B. viele Verpackungen wieder verwenden bei der Vorratshaltung und die gereinigt sein wollen.
  28. Ruf einen Freund oder Freundin an, von dem/der Du schon lange nichts mehr gehört hast
    Beim Durchgehen des Adressbuchs ist mir keiner eingefallen, den ich anrufen möchte. Möchte jemand von mir angerufen werden?
  29. Räume alle Dekoartikel in deiner Umgebung auf einen Platz, entstaube sie und arrangiere sie neu (oder lasse sie ganz weg)
    Das hat zwei Orchideen das Leben gekostet. Nach jahrelangen Blühzeiten waren sie jetzt nur noch Staubfänger. Sie hatten ihre Chance in den letzten Wochen – jetzt nicht mehr. Ich werde zwei schön blühende dafür kaufen gehen. So viel zum Thema Minimalismus …
  30. Gönne Dir heute ein ausgedehntes Schaumbad
    Oh ja!

Wer macht mit?

Buchreview: Das Kleiderschrank-Projekt

Werbung zum Lesen


(Affiliate-Link auf dem Cover)
Das Kleiderschrank-Projekt: Systematisch zum eigenen Stil und zu bewusstem Modekonsum (Affiliate-Link) von Anuschka Rees*

Sieht es bei Dir so aus?

Kleiderschrankinhalt_Ines_Meyrose_fuer_graphitti-blog.de

Dein Kleiderschrank ist voll, aber jeden Morgen die Frage: Was ziehe ich an? Das ist Dir ein Gräuel? Dann stimmt etwas nicht mit Deinem Sortiment. Entweder passt es nicht zueinander oder nicht zu Dir. Oder Du kaufst ständig neue Sachen einfach um des Haben Willens und ziehst die Sachen nur selten an? Fast Fashion ist Dein Motto, aber es gefällt Dir nicht mehr? Damit bist Du Kernzielgruppe des Buchs Das Kleiderschrank-Projekt von Anuschka Rees. Mehr über die Autorin Anuschka Rees findest Du übrigens in ihrem Blog.

Das Kleiderschrank-Projekt: Reduktion für Einsteiger

Im Kleiderschrank-Projekt werden einfache Strategien und Übungen gezeigt, um Deinen eigenen Stil zu entwickeln und Kleidung bewusster zu kaufen. Die Empfehlungen sind unabhängig von Trends, Figur-, Stil-, Farbtypen. Alle, die allergisch auf Schemata und Schubladendenken reagieren, werden den Anregungen gegenüber offen sein. Letztendlich geht es darum, auf Deine Intuition zu hören und zu schauen und selbst zu entscheiden, in was Du Dich am besten fühlst und leiden magst.

Inhaltlich behandelt die Buch die Grundlagen der Bestandsaufnahme, die Entdeckung des eigenen Stils, die Zusammenstellung einer zu Dir passenden Garderobe und die Kunst des Einkaufens mit Hinweisen zu Qualität und Sitz der Kleidung.

Dokumentation des echten Lebens

Bei der Bestandsaufnahme empfiehlt Anuschka Rees, zwei Wochen lang eine Fotodokumentation der getragenen Outfits zu machen mit den Hinweis zum Anlass, z.B. Kundentermin, Treffen mit einer Freundin oder Sofatag. Wenn Du diese Übung in zwei Wochen machst, die Deinem durchschnittlichen Wochenablauf entsprechen, siehst Du schnell, welche Sachen Du oft trägt und welche im Schrank bleiben. Damit sind wir wieder bei meiner Grafik oben mit den Lieblingsklamotten …

Auf Seite 39f im Buch findest Du einen Fragebogen zur Bestandsaufnahme, den Du bei Betrachtung der Fotos auswerten kannst. Die Fragen dazu finde ich klug formuliert und durchdacht. Die Leser_innen kommen mit wenigen Gedanken dazu, den Kern des eigenen Stils und der Bedürfnisse zu reflektieren.

Praxisbeispiel

Gunda vom Blog Hauptsache warme Füße! hat bereits 2016 einige aufschlussreiche Beiträge mit der Überschrift What I wore mit Fotodokumentation veröffentlicht, in denen sie ihre Bürooutfits von Montag bis Freitag mit Fotos dokumentiert und kommentiert hat. Spaßeshalber mache ich das für mich auch gerade ausgelöst durch das Lesen des Buchs. Die Spiegelselfies werden hier nicht veröffentlicht. Ich überprüfe damit nur, ob meine Selbsteinschätzung stimmt. Die Liste der getragenen Sachen und Anlässe dazu mit Auswertung würde ich bei Interesse hier im Blog zeigen. Bitte kommentiere das bei diesem Beitrag, wenn Du es gerne lesen würdest.

Auch wenn ich ziemlich genau weiß, warum ich welche Sachen aus meinen Schrank oft trage und welche seltener, ist es interessant, das auf Fotos gesammelt zu sehen. Bei anderen Menschen – sprich meinen Kunden und Bloggerinnen, die ich lese – ist das auch für mich als Imageberaterin immer einfach als bei mir selbst. Mit ein wenig Betriebsblindheit ist jeder geschlagen. Deshalb also auch für mich der kleine Test.

Outfit-Formel

Der zweite Punkt, der mich neben den Fragen zur Bestandsaufnahme dazu bringt, das Buch gerne zu empfehlen, sind Praxisbeispiele zur Outfit-Formel. Die Outfit-Formel ist bei Anuschka Rees das, was bei mir Einheitslook heißt oder auch Uniform genannt wird. Die Kunst ist dabei, Kombinationen zu wählen, die zu Deinem Stil perfekt passen und in denen Du Dich wohlfühlst. Bei mir sind das zum Beispiel

  • Frühling: Gerade geschnittene dunkle Jeans, langärmelige weiße Bluse, Boots
  • Sommer: Bikerjeans von Please!, Ringelshirt mit minimal 3/4-Arm, Sneaker
  • Herbst/Winter: Jeans, Kaschmirrollkragenpullover, Stiefeletten oder Stiefel

Im Buch findest Du ab Seite 152 einen Outfit-Plan für zwei Wochen, der auf zwei Outfit-Formeln basiert. Es ist immer wieder spannend, mit wie wenig Teilen gefühlt unendlich verschiedene Looks funktionieren. Wir brauchen alle viel weniger als wir denken.

Fazit

Leser dieses Blogs und Menschen, die sich schon länger mit ihrer Kleidung und Ihrem Konsumverhalten in Form von Kleiderschrankinventuren, Bewertungen der Käufe im Rückblick und Fehlkäufe beschäftigen, werden wenig Neuigkeiten im Kleiderschrank-Projekt finden. Aber gerade wer am Feinschliff arbeiten möchte, wird mit dem Fragebogen zur Bestandsaufnahme noch Denkanstöße bekommen. Einsteiger in das Thema finden mit Sicherheit diverse praktikable Anregungen.

Danke an den DuMont (Werbung) Buchverlag für das Rezensionsexemplar. Weil es in dem Buch um kontrolliertes und reduziertes Konsumverhalten geht, verlinke ich es bei Traude Rostroses Aktion A New Life.

(Affiliate-Link)

  1. * Aus dem Englischen von Rasha Khayat – Originaltitel The curated closet. A simple system for discovering your pesonal style and building your dream wardrobe bei Ten Speed Press, Berkeley. []
Seite vorherige 1 2 3 4 5 6 7 8 nächste