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Ines Meyrose #ootd auf der Seebrücke Timmendorfer Strand mit Gehrock Clément Design, Bikerjeans Please!, Ledersneaker New Balance, Bluse gelb Different Fashion - Marineblau am Herbstfarbtyp - Gelb kombinieren - Gehrock an (fast) kleiner Frau - ü40 Bloggerin

Kennst Du Bücher oder Filme mit alternativen Enden? Ich liebe so etwas. Deshalb hast Du heute die Wahl, welchen Beitrag ich zu dem Foto schreibe. Mir fallen spontan exorbitant viele Themenschwerpunkte ein. Manchmal habe ich erst einen Beitrag fertig und brauche noch Fotos zur Illustration. Manchmal möchte ich mit einem Foto etwas gezieltes Aussagen, lasse es entsprechend erstellen und schreibe dann den Text dazu.

Mal ist das Huhn zuerst da, mal das Ei

Dieses Bild habe ich gezielt machen lassen. Bin gespannt, ob Deine Auswahl meine Intention trifft. Wenn nicht, macht es auch nichts. Ich habe zu jedem der Themen mindestens zehn Punkte im Kopf für einen Beitrag.

10 mögliche Blogbeiträge zu diesem Foto

  1. Aus Plus-Size wird Over-Size
  2. 10 km Wanderoutfit – schön und bequem gekleidet für einen Sonntagsausflug
  3. Farbberatung: Marineblau am Herbstfarbtyp oder: Wie trage ich am besten Farben, die nicht zu meinem Farbtyp gehören?
  4. Klassik (Dunkelblau, Tweed, Bluse) trifft Moderne (Gelb, Sneaker, Bikerjeans)
  5. Das Leiden des Fotografen einer Lifestyle-Bloggerin von genervt bis geduldig
  6. #seebrückenliebe
  7. Herbsttrend Tweed
  8. Gelb herbstlich kombiniert mit Dunkelblau
  9. Helle Sneaker kombinieren
  10. Geht doch! Gehrock an (fast) kleiner Frau – Stylingtrick vertikale Linie

Enorm, wie viele Blogartikel sich mit einem Foto bespielen ließen, oder? Ich bekomme ab und an Kommentare á la “Was Dir alles dazu einfällt – für mich wäre das einfach Sneaker, Jeans, Bluse, Mantel, fertig”. Wenn in den Beiträgen dann von verlängert hier, verkürzt da, macht hier schmaler und betont dort die Rede ist, kann der eine mehr damit anfangen und der andere weniger. Einige Leser kommen genau für diese Beiträge vorbei, andere klicken sie weg. Deshalb heute die Frage an Dich:

Was siehst Du auf diesem Bild und was möchtest Du dazu lesen?

Um das Sammeln der Beitragsinteressen zu vereinfachen, kannst Du Deinen Wunschartikel in der Abstimmung auswählen. Mehrfachauswahl ist möglich. Wenn Deine Option fehlt, kommentiere sie bitte. Danke für Deine Stimme!

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Wie findest Du die Idee der alternativen Artikel?

dies & das #25

Abstimmungsergebnis: Wie oft wäscht Du Jeans?

Herrlicher Blaustoff taillenhoher Jeansbermuda Raya

Im Beitrag Jeans – lieber frisch gewaschen oder festgewachsen? wollte ich wissen, wie oft Du Deine Jeans trägst, bevor sie in die Wäsche kommt. Oder ins Gefrierfach? Die Option fehlte, aber dafür gibt es das Kommentarfeld. Mit über 100 Stimmen ist das Voting durchaus aussagekräftig. Das Voting bleibt terminlich offen. Wer noch nicht abgestimmt hat, kann das gerne nachholen.

Die meisten Leser_innen, die ihre Stimme gegeben haben, waschen nach Bedarf. Bei den Tragetagen haben 3 Tage die meisten Stimmen, danach kommen aber gleich 7 und mehr Tragetage. Jeans werden von meiner Leserschaft im Durchschnitt mehrfach getragen. Mache ich auch.

Ich habe eine neue weiße Caprijeans. Die trage ich genau einen Tag, denn weiße Hosen haben bei mir nach einem Tag immer irgendwo Grimmel oder einen kleinen Fleck. Das ist dann der Moment, in dem ich mich frage, ob ich Jeans nicht auch nach einem Tragetag waschen sollte, denn sie werden genauso dreckig sein. Oder weiter nicht sooo genau hingucken … freut sich die Umwelt. Immerhin.

Gürtelabstimmung

Hose mit Gürtelschlaufen mit oder ohne Gürtel tragen?

Die Gürtelabstimmung ergibt aktuell, dass meine anklickenden Leser_innen eher Gürtel in vorhandenen Gürtelschlaufen als leere Schlaufen bevorzugen. Im Beitrag Gürtellose Gürtelschlaufen kannst Du dazu weiterhin abstimmen.

COS: Minimalismus und Mode

Ines Meyrose #ootd 20161002 mit weißer Bluse von COS, Sonnenbrille ic! berlin

In der Süddeutschen Zeitung habe ich den Beitrag Cos hat den Minimalismus in der Mode bezahlbar gemacht gelesen und finde ihn teilenswert, weil ich einige Modelle von COS durchaus spannend finde. Ich mag das Spiel mit Weite, Geradlinigkeit, Asymmetrie und Einfarbigkeit. Ich habe nur eine weiße Bluse von COS, Fran vom Blog Fran-tastic einen ganzen Berg Kleider & Co. Seit dem Artikel weiß ich auch endlich, wofür die Buchstaben C O S stehen. Ob sie als Buchstaben oder Wort gelesen werden, weiß ich leider immer noch nicht.

Wie sprichst Du die Marke COS aus?

Sprichwörter zu Mode und Kleidung

Sprichwörter aus dem Bereich der Mode, Kleidung und Auftreten

Werbung mit Klischees

Wie ist der Wahrheitsgehalt alter Sprichwörter in der heutigen Zeit? Stimmen Sie noch? Gibt es neue Sprichwörter? Der Volksmund sagt

  • Kleider machen Leute.
  • Des Kaisers neue Kleider.
  • Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe.
  • Gleich und Gleich gesellt sich gern.
  • Lila, der letzte Versuch.

Welche Sprichwörter fallen Dir ein zu Mode, Bekleidung und Auftreten?

image&impression Individuelle Image-, Stil- und FarbberatungWarum frage ich das? Im Buch Methoden von A - Z. Grundlegend - kreativ - inspirierend für die Arbeit mit Gruppen (Affililate-Link), das u.a. von Sieglinde Graf, meiner geschätzten Leserin und Kooperationspartnerin, veröffentlicht wurde, ist eine Übung beschrieben, bei der Sprichwörter verwendet werden. Diese Übung möchte ich zum Start eines Seminars verwenden. Deine Antworten werden also skrupellos und kommerziell für image&impression ausgenutzt. Bekomme ich sie trotzdem? Dann freue ich mich umso mehr.

Danke für Deine Gedanken dazu!

(Affililate-Link)

Buchreview: Stilvoll – Inspiration von Frauen, die Mode lieben

Werbung mit Stil

(Affiliate-Link auf dem Cover)
Stilvoll: Inspiration von Frauen, die Mode lieben (Affiliate-Link)
von Marlene Sørensen

Was ziehe ich an ist die Frage, die deutsche Promis, Bloggerinnen, Schauspielerinnen, Designerin und Unternehmerinnen beantworten. Sie zeigen den Kern ihres Stils und nennen Lieblingslabels, die diesen Stil für sie verkörpern. Der Untertitel “Inspiration von Frauen, die Mode lieben” trifft den Inhalt des Buchs bestens. Das Buch ist unterteilt in Klassiker, neue Klassiker, Ausgehoutfits, Kleidung für echte Sommertage, Minusgrade und Ungewöhnliches.

Marlene Sørensen, Modejournalistin und Bloggerin, schreibt so anregend, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Das ansprechende Layout und die aktuellen Fotos machen neben der besonderen Aufmachung des Umschlags optische und haptische Freude.

Der Umschlag ist in verschiedenen Farben zu bekommen. Meiner ist grün mit lila. Wenn Du eine bestimmte Farbe haben möchtest, such sie am besten vor Ort im Buchhandel aus. Auf dem Umschlag ist der Titel eingestickt. Das finde ich stilvoll. Von der Produktion gibt es auf YouTube ein Video – Making of: “Stilvoll” von Marlene Sørensen (Werbung).

Das Buch ist für Frauen, die gerne in fremde Kleiderschränke gucken, um sich Ideen zu holen. Voraussetzung dafür ist, den eigenen Stil zu kennen, denn dazu gibt es keinen Input in dem Buch. Aber Du wirst beim Lesen sofort spüren, was Dich magisch anzieht und Dir gefällt und was davon nichts für Dich ist.

Kleiner Kritikpunkt: Der Inhalt ist mir zu labelbetont, auch wenn von High Fashion bis Low Fashion alles genannt wird. Das Label ACNE habe ich so gehäuft noch nie genannt gesehen. Die Autorin lebt in Berlin. Da geht => siehe Der Berliner Stil offenbar wirklich nichts ohne ACNE … Wenn man davon absieht, sind die Labelempfehlungen durchaus gut, wenn man einen Stil nachkaufen möchte. Das weißt Du wenigstens, wo Du es in allen Preiskategorien findest. Ich werde mir daraufhin die Cashmerepullover einer Kaufhauskette ansehen.

Auf einem Bucheinleger der Verlegerin Dr. Marcella Prior-Callwey steht “mehr muss man zum perfekten Kleiderschrank nicht wissen”. Die Brücke ist mir ein bisschen arg wackelig. Aber davon abgesehen, ist es einfach ein schönes Buch. Dass mich die Autorin mit ihrem pointierten Schreibstil mehrfach zum Lachen gebracht beim Lesen, gefällt mir ebenso. Kleine Kostprobe: “Ein Gürtel schnürt ein Outfit zum Gesamtpaket” (Seite 43).

Du weißt ja, dass ich alle Bücher zu dem Thema verschlinge. Deshalb freue ich mich, ein Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten zu haben. Es ist über die üblichen Quellen und im Webshop beim Callwey Verlag (Werbung) zu bestellen.

(Affiliate-Link)

Buchreview: 500 Elemente des Modedesigns – Formen, Stile, Stoffe

Werbung zum Lesen

(Affiliate Link auf dem Cover)
500 Elemente des Modedesigns: Formen, Stile, Stoffe (Affiliate Link)
von Simon Travers-Spencer und Zarida Zaman

Unglaublich, wie viele Details Kleidung aufweist, oder? Die Autoren, beide Modedesigner und Dozenten, geben einen Überblick zur Designentwicklung und Tipps zur Entstehung eigener Entwürfe, z.B. die Arbeit mit Moodboards und Schneiderbüsten. Eine Einführung in die Proportionen des weiblichen Körpers und verschiedene Silhouetten bilden neben Stoffen und Farben die Grundlage.

Kleiderzeichnun von Ines Meyrose IMFormenverzeichnis

Im Hauptteil des Buchs stellen die beiden Designer Optionen für Lösungen bei Ärmeln, Halsausschnitten, Kragen, Taillenabschlüssen, Taschen an der Kleidung, Ärmelabschlüssen, Verschlüssen und Säumen vor.

Die einzelnen Kapitel sind untergliedert in verschiedene Kleidungsstücke, an denen die Elemente Anwendung finden. Dieses sind mit Strichzeichnungen, Stoffgewichteignungen und Laufstegfotos der konkreten Umsetzung illustriert. Die einzelnen Aspekte werden wertungsfrei vorgestellt, d.h. es gibt keine Stilberatung im Sinn von das passt zu dem Figurtyp oder Stilptyp.

Stoffverzeichnis

Stoffgewichte und Stoffarten werden mit Fotos, Beschreibungen und Einsatzmöglichkeiten vorgestellt. Jetzt ist mir auch endlich der Unterschied zwischen Samt und Nicki klar … Eine ausklappbare Figurine kann für eigene Entwürfe verwendet werden.

Zielgruppe

Wenn Du eigene Kleidung entwerfen oder ändern möchtest, findest Du Ideen in dem Buch. Auch wenn Du Deine Kleidung nicht selbst schneidern möchtest, sondern sie in Auftrag gibst, findest Du in dem Buch viele Anregungen für Details, die Du umsetzen lassen kannst.

Außerdem wirst Du an den Beispielen der Formen sofort sehen, was Dich anspricht und was nicht. Anhand der abstrakten Strichzeichnungen ist das viel einfacher als bei Fotos in einem Katalog, wenn ein Mensch die Kleidung trägt, Farben und Stoffe bereits im Spiel sind und die Kulisse auch noch wirkt. Das Beschäftigen damit macht das Einkaufen konkreter Dinge leichter, weil Du besser auf einzelne Elemente achten kannst.

Mein Tipp

Schau Dir genau an, welche Elemente Dir zusagen, stelle die in einem Moodboard zusammen und prüfe potenzielle Kleidung darauf vor dem Kauf.

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop beim Haupt Verlag (Werbung) in der Schweiz zu bestellen. Es wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Ich nehme es bei den Buchempfehlungen bei image&impression auf.

(Affiliate Link)

Buchtipp: Love x Style x Life

Werbung zum Lesen

(Affiliate Link auf dem Cover)
Love x Style x Life: Die Fashion-Sensation aus Paris und New York (Affiliate Link)
von Garance Doré

Dieses Buch und ich hatten einen holprigen Start. Kurz nach Erscheinen war ich zu spät dran für ein Rezensionsexemplar. Dann war ich zu geizig zum Kaufen und wollte abwarten, ob es eine günstigere Ausgabe gibt,obwohl Bloggerin Anna so von dem Buch geschwärmt hat. Am Ende habe ich dann beschlossen, es mir für die Sommerpause zu gönnen. Vor lauter Freude, dass es als Taschenbuch für EUR 16,95 zu haben ist, habe ich am Smartphone bei der Bestellung leider übersehen, dass ich die englische Ausgabe gekauft habe … geiz ist definitv nicht geil … aber bildet in diesem Fall.

Freiwillig hätte ich das Buch auf Englisch nicht gelesen, weil ich es zur Entspannung und Unterhaltung lesen wollte. Englisch zu lesen strengt mich für gewöhnlich an. In diesem Fall war das allerdings kein Problem, was für die deutliche Sprache der Autorin spricht, denn an Tiefe mangelt es dem Buch keinesfalls. So gab es also noch eine kleine Englisch-Auffrischung gratis dazu und leo.org sei Dank dürfte ich alles Maßgebliche verstanden haben.

Ein Buch über das Leben an sich – in den richtigen Schuhen

Garance Doré ist Fotografin, Illustratorin und Fashion-Bloggerin. Sie lebt in New York, wuchs auf Korsika auf und schreibt über das Leben in Paris und New York auf der Suche nach sich selbst.

Der Weg durch die persönliche Mode-Stil-Liebes-Lebens-Findungsgeschichte der Autorin, Jahrgang 1975, wird mit Fotos und Illustrationen begleitet. Besonders gut gefallen mir die 10 Schritte, den eigenen Stil zu finden inklusive der Style Essentials der Autorin.

Das Buch ist als Anleitung zu Selbst-Annahme zu verstehen und öffnet der Leserin Blickwinkel zum Erkennen von Schönheit. Von innerer Schönheit bis zur passenden Haarlänge. Es sind wenig konkrete Stylingtipps für die Leserin enthalten, es wird primär autobiografisch der Weg der Autorin verfolgt. Davon lässt sich allerdings ein bisschen was zum Vorbild nehmen.

Love x Style x Live hat mir ebenso gut gefallen wie die bereits hier im Blog vorgestellten Bücher

(Affiliate Link)

Leser_innen-Interview #8: Stephanie

Leser_inneninterview by meyrose IconLiebe Stephanie,

in Deinem Blog Die Modeflüsterin – Stil für starke Frauen schreibst Du seit 2012 sonntags über Mode, gibst umfassende Tipps für typgerechte Kleidung und das ganze Drumherum.

Ob es um Figurtypen, passende Farb- und Musterverteilung geht oder modische Accessoires – Dir fällt immer etwas Neues dazu ein. Als Künstlerin illustrierst Du in Deinem ganz eigenen Stil mit Zeichnungen die Themen. Deine Leserinnen schätzen den intensiven Austausch in den Kommentaren und auch per E-Mail mit Dir.

Was ist Deine Motivation, den Blog in dieser Form zu betreiben?

Modeflüsterin Logo http://blog.modefluesterin.de/Die Modeflüsterin ist meine Herzensangelegenheit. Ich habe mich schon immer sehr intensiv mit Mode, Proportionen und Farben auseinander gesetzt.

Mit zunehmenden Jahren und nachdem ich gefühlte Millionen von Mode-Zeitschriften, Mode-Büchern und – später – auch Online-Ratgebern durchforstet habe, stellte ich fest, dass die meisten Tipps entweder viel zu oberflächlich oder eben für mich nicht gültig sind. Dass es niemals darum geht, Frauen wie mir nützliche, umsetzbare Tipps an die Hand zu geben, die sie wirklich attraktiver machen. Sondern vielmehr darum, mit immer neuen, vermeintlichen Must-haves und Trends eine Art kontinuierlichen Kaufzwang herzustellen.

Meinen Freundinnen schien es auch nicht besser zu ergehen: Trotz überfüllter Kleiderschränke hatten sie nie das Richtige zum Anziehen und der Frust in der Umkleidekabine war groß, wenn mal wieder ein aktueller Trend nicht zum eigenen Körper passen wollte. Frauen haben eine selbstmörderische Tendenz, in solchen Situationen sofort die Schuld beim eigenen Körper zu suchen. Das Selbstbewusstsein rutscht in den Keller.

Das wollte ich ändern. Ich dachte mir: Wenn meine Freundinnen und ich diese Probleme haben, dann gibt es sicherlich noch viel mehr Frauen mit unterschiedlichsten Körperformen, Farb- und Mode-Stilen, denen es ähnlich ergeht. Ich wollte meine Leidensgenossinnen einfach an meinen Erfahrungen und Erkenntnissen teilhaben lassen. Ich will ihnen zurufen:

“Ihr seid gut so, wie Ihr seid! Ihr müsst Euch nicht schlecht fühlen, wenn Ihr in angesagte Trendteile nicht reinpasst oder einen trendy Look nicht tragen könnt! Das liegt nämlich nicht an Euch, sondern an der Mode-Branche. Ihr könnt mit einer ganz normalen weiblichen Figur – ob klein, groß, dick oder dünn – toll aussehen, stolz auf Euch sein und selbstbewusst durchs Leben gehen!”

Ich habe sozusagen meine Mission gefunden.

Illustration von Stephanie Grupe - http://blog.modefluesterin.de/

Da ich hauptberuflich PR-Beraterin bin, war mir klar, dass ein Blog ein tolles Instrument sein würde, um mit anderen Frauen Kontakt aufzunehmen und in den Dialog zu treten. Meine jahrelange künstlerische Betätigung machte es mir leicht, meinen eigenen visuellen Ausdruck für die Modeflüsterin zu finden. Und mein Psychologie-Studium – auch wenn es lange her ist – hilft mir dabei, mich in die psychologischen Aspekte von Mode und Stil einzuarbeiten.

Die Modeflüsterin vereint all das zusammen mit meiner absoluten Loyalität und Wertschätzung für Frauen, die selbstbewusst im Leben stehen, die ihr Leben aktiv, aber auch rücksichtsvoll und achtsam gestalten und die es einfach verdient haben, auch modisch nach ihren eigenen Maßstäben zu leben. Jede Frau kann attraktiv sein – egal wie alt sie ist und wie viele Kilos sie gerade auf die Waage bringt. Das ist meine feste Überzeugung, für die ich als Modeflüsterin stehe.

Was ist für Dich eine starke Frau und was bedeutet Stil für Dich?

Starke Frauen sind für mich Frauen, die ihr Leben vielleicht nicht immer im Griff haben – wer hat das schon? -, aber zumindest immer in Angriff nehmen, anpacken, Probleme lösen. Die ihr Leben aktiv gestalten und sich niemals etwas einreden oder aufdrücken lassen, das nicht ihrer eigenen Persönlichkeit, ihren Werten, Zielen und Träumen entspricht.

Starke Frauen sind Frauen, die konsequent sind, loyal und treu – aber aus den richtigen Gründen und keinesfalls blind. Die Kompromisse eingehen können, für andere da sein können, eine gute Freundin, Partnerin, Mutter, Tochter, Schwester sind – aber ohne sich dabei verbiegen zu müssen. Frauen, die sich nicht ständig mit anderen vergleichen, sondern die ganz normalen menschlichen Unterschiede respektieren – und es einfach aushalten können, dass andere anders denken, anders leben, anders sind. Ohne sie deshalb schlecht zu machen oder sich selbst klein zu fühlen. Frauen, für die Abgrenzung nicht gleich Ausgrenzung bedeutet.

Wenn man die obigen Kriterien für starke Frauen einmal modisch betrachtet, ergibt sich daraus genau mein Anspruch für guten Stil: Am eigenen Stil muss aktiv gearbeitet werden, er fliegt nicht automatisch zu. Man muss sich damit auseinandersetzen, wer man ist, was man will, was einem wichtig ist, wie man gesehen werden will. Guter Stil bedeutet, seiner Persönlichkeit treu zu bleiben, sich aber gleichzeitig anpassen zu können, wenn es der Anlass erfordert. Guter Stil ist, wenn Mode nicht zur gesellschaftlichen Ein- oder Ausgrenzung genutzt wird, sondern ein integraler Bestandteil des Selbstausdrucks, der eigenen Identität ist.

Was ist Dein konkretes Lieblingsteil im Schrank, auf das Du am wenigsten verzichten möchtest und warum?

Diese Frage ist für mich zunehmend schwieriger zu beantworten. Denn ich arbeite ja seit mehreren Jahren daran, nur noch Lieblingsteile im Schrank zu haben. Aber wenn ich einmal Revue passieren lasse, für welche Kleidungsstücke ich – neben Jeans und schwarzen Hosen – am meisten Geld investiert habe, dann kommt eine ganz interessante Liste zusammen:

  • Meine Trenchcoats von Burberry
  • Meine Biker-Jacke von Belstaff
  • Meine drei Kleinen Schwarzen von Talbot Runhof, St. Emile und Laurél
  • Meine Blazer von Max Mara, Ralph Lauren, Marc Cain und Chanel
  • Mein klassischer Hosenanzug von Boss
  • Meine Hemdblusen- und Tageskleider von René Lezard und Marina Rinaldi
  • Meine Seidenblusen von St. Emile, Diane von Fürstenberg und Windsor
  • Meine Hemdblusen von Strenesse, Jil Sander und VanLaack
  • und meine tolle Schuh-Auswahl von Miu Miu, Dolce & Gabbana, Philip Lim, Roger Vivier, Bally und Tods.

Bevor ich jetzt noch mehr Schleichwerbung betreibe, fasse ich einfach mal zusammen: Ich sammle seit Jahren hochwertige, relativ zeitlose Kleidungsstücke. Und wenn ich so über die obige Aufzählung blicke, dann könnte man meinen, ich sei das Luxusgeschöpf schlechthin. Das ist aber nicht so. Denn ich kaufe sehr, sehr wenig.

Da ich sehr genaue Vorstellungen davon habe, was mir steht und was ich brauche, finde ich nur wenig wirklich Passendes. Wenn ich es aber dann doch entdecke, weiß ich, dass ich es jahrelang intensiv tragen werde und kann mir die beste verfügbare Qualität leisten. Dann reden wir von der berühmten Modemathematik oder cost per wear, die wir beide ja auch schon einmal in unserem Interview zur Nachhaltigkeit in der Mode angesprochen hatten.

Welches Kleidungsstück würdest Du gerne erfinden?

Auch das ist eine schwierige Frage. Ich denke, eine perfekt sitzende Jeans, die einen zwei Größen schlanker erscheinen lässt und einen tollen Knackpo macht, wäre nicht schlecht. Nach coolen Jeans suche ich immer ewig. Und dann wäre mein Traum, ein Kleid zu erschaffen, das so wandelbar ist, dass man eine Kleidergröße zu- oder abnehmen kann und immer noch blendend darin aussieht – elegant, stark und eben Best-of-Ich. Und das natürlich so bequem ist, dass man sich darin fühlt wie im Schlafanzug. Und das auch mit flachen Schuhen nichts an Eleganz verliert. Der ganz normale Mode-Wunschtraum eben.

Deine ursprüngliche Haarfarbe ist dunkel, heute bist Du blond. Wie ist Deine Einstellung zu grauen Haaren?

Ich mag graues Haar sehr gerne. Besonders bei kühlen Farbtypen passt das hervorragend. Und ich werde definitiv irgendwann selbst silbergraue Haare haben. Aber wann es so weit sein wird, weiß ich noch nicht. Derzeit überprüfe ich diese Möglichkeit jedes Jahrzehnt aufs Neue ;-) .

Bisher hat mir meine Friseurin Astrid davon abgeraten. Sie sagt, ich wäre noch zu jugendlich für graue Haare. Aber sobald ich 60 werde, werde ich das sicherlich noch einmal neu überdenken. Und dann wieder mit 70 … – wenn das Leben mir diese Chance dann noch einmal gewährt. Es bleibt spannend.

Wenn Du fremde Menschen auf der Straße siehst, was begeistert Dich optisch und worüber schüttelst Du den Kopf?

Ich finde es schade, wenn ich Frauen entdecke, die weit hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Die ihr Potential nicht ausschöpfen. Weil sie es entweder nicht besser wissen oder vielleicht weil sie aus Frustration irgendwie aufgegeben haben, sich wirklich hübsch zu machen. Ich erkenne in ganz vielen Frauen wunderschöne Details und frage mich dann, warum die Frau dieses Detail nicht modisch mehr betont. Viele Frauen wissen gar nicht, wie schön sie eigentlich sind.

Ein wichtiger Bestandteil des Looks ist dabei die Frisur und das Makeup. Selbst mit dünnen, kurzen Haaren kann eine Frau gepflegt und schick aussehen – mit dem richtigen Haarschnitt und einem dezenten Makeup. Ich würde am liebsten allen Frauen zurufen: Suchen Sie sich den besten Friseur, den Sie sich leisten können! Dieser verwandelt Sie auch in Jeans und T-Shirt zur schicksten Version Ihres Selbst.

Apropos Haare, Makeup und Pflege: Ich sehe leider sehr viele Frauen – aber auch Männer -, die nicht sehr gepflegt sind. Und das geht aus meiner Sicht gar nicht. Denn wer aufgibt, sich selbst zu pflegen und auch seine Kleidung in ordentlichem Zustand zu halten, hat auch im Leben aufgegeben. Selbst einfachste Kleidung sieht attraktiv aus, wenn der Mensch darin gepflegt wirkt und die Kleidung sauber, frisch und glatt ist. Dabei geht es nicht um Geld. Sondern um Disziplin, Selbstwertgefühl, ein bisschen Stolz und eine bestimmte Haltung gegenüber dem eigenen Körper, dem eigenen Leben und den Mitmenschen. Sich hängen lassen und aufgeben kann jeder. Auch unter schwierigeren Umständen einen Rest von Haltung – und Würde – zu bewahren, ist man sich selbst und dem wertvollen Gut Leben einfach schuldig.

Was inspiriert Dich auf anderen Blogs? Warum liest Du meinen Blog?

Ich liebe es, mich mit anderen starken Frauen auszutauschen. Blogs sind eine hervorragende Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten zu verbinden, einen Einblick in ihr Leben und ihre Gedankenwelt zu erhaschen. Man merkt recht schnell zwischen den Zeilen, wie Menschen ticken, ob sie authentisch, positiv und lebensfroh sind oder ob sie nur versuchen, sich auf irgendeine Art zu inszenieren. Im besten Fall entwickeln sich freundschaftliche Gefühle.

Bloggen ist ja eine Art Brieffreundschaft zwischen der Bloggerin und ihren Leserinnen, aber eben auch zwischen Bloggerinnen untereinander.

Solche Brieffreundschaften kann man gar nicht genug schätzen. Sie sind oft ein sehr starkes, menschliches Band. Denn von beiden Seiten wird ein gewisser Aufwand erwartet. Dieser setzt ein großes Interesse am anderen voraus. Es ist schon lange meine Überzeugung, dass Frauen viel mehr netzwerken, in entscheidenden Dingen des Lebens zusammen halten, sich auch mal gegenseitig bestärken und Kraft geben sollten. Aus meiner Sicht hervorragende Blogs und die starken Frauen dahinter machen genau das.

Welcher Satz steht für Dein Leben?

Die Quintessenz von über 50 Jahren Leben in einen Satz zu fassen, ist kaum möglich. Und ich möchte jetzt auch nicht zu esoterisch klingen. Aber wenn ich über alles nachdenke, dann komme ich immer wieder auf bestimmte Grundfesten zurück, die für mich das Leben ausmachen: Ich bezeichne diese als Herzenswerte. Diese sind es, die dem Leben Tiefe und Sinn geben.

Dazu gehört es für mich, aufrecht und aufrichtig durchs Leben zu gehen, Menschen mit Neugierde und offenem Herzen zu begegnen. Rücksichtnahme und Respekt in allen Lebenslagen zu beweisen. Niemanden wissentlich zu verletzen. Und möglichst alles, was man tut, mit Liebe, Leidenschaft, Hingabe und Überzeugung zu tun. Es heißt ja immer: “Leben heißt Lernen”. Und ich denke, es könnte tatsächlich sein, dass wir dieses Leben nur geschenkt bekommen haben, damit unsere Herzen Zeit zum Lernen haben.

Vielen Dank für das Interview!

Hast Du weitere Fragen an Stephanie? Dann besuche ihren Fashion-Blog und stell sie dort im Kommentarfeld oder hier. Du möchtest auch gerne hier vorgestellt werden? Dann melde Dich bei mir.

Hier findest Du die bisherigen Interviews: Leser_innen-Interview by meyrose.

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