Leser_innen-Interview #8: Stephanie

Leser_inneninterview by meyrose IconLiebe Stephanie,

in Deinem Blog Die Modeflüsterin – Stil für starke Frauen schreibst Du seit 2012 sonntags über Mode, gibst umfassende Tipps für typgerechte Kleidung und das ganze Drumherum.

Ob es um Figurtypen, passende Farb- und Musterverteilung geht oder modische Accessoires – Dir fällt immer etwas Neues dazu ein. Als Künstlerin illustrierst Du in Deinem ganz eigenen Stil mit Zeichnungen die Themen. Deine Leserinnen schätzen den intensiven Austausch in den Kommentaren und auch per E-Mail mit Dir.

Was ist Deine Motivation, den Blog in dieser Form zu betreiben?

Modeflüsterin Logo http://blog.modefluesterin.de/Die Modeflüsterin ist meine Herzensangelegenheit. Ich habe mich schon immer sehr intensiv mit Mode, Proportionen und Farben auseinander gesetzt.

Mit zunehmenden Jahren und nachdem ich gefühlte Millionen von Mode-Zeitschriften, Mode-Büchern und – später – auch Online-Ratgebern durchforstet habe, stellte ich fest, dass die meisten Tipps entweder viel zu oberflächlich oder eben für mich nicht gültig sind. Dass es niemals darum geht, Frauen wie mir nützliche, umsetzbare Tipps an die Hand zu geben, die sie wirklich attraktiver machen. Sondern vielmehr darum, mit immer neuen, vermeintlichen Must-haves und Trends eine Art kontinuierlichen Kaufzwang herzustellen.

Meinen Freundinnen schien es auch nicht besser zu ergehen: Trotz überfüllter Kleiderschränke hatten sie nie das Richtige zum Anziehen und der Frust in der Umkleidekabine war groß, wenn mal wieder ein aktueller Trend nicht zum eigenen Körper passen wollte. Frauen haben eine selbstmörderische Tendenz, in solchen Situationen sofort die Schuld beim eigenen Körper zu suchen. Das Selbstbewusstsein rutscht in den Keller.

Das wollte ich ändern. Ich dachte mir: Wenn meine Freundinnen und ich diese Probleme haben, dann gibt es sicherlich noch viel mehr Frauen mit unterschiedlichsten Körperformen, Farb- und Mode-Stilen, denen es ähnlich ergeht. Ich wollte meine Leidensgenossinnen einfach an meinen Erfahrungen und Erkenntnissen teilhaben lassen. Ich will ihnen zurufen:

“Ihr seid gut so, wie Ihr seid! Ihr müsst Euch nicht schlecht fühlen, wenn Ihr in angesagte Trendteile nicht reinpasst oder einen trendy Look nicht tragen könnt! Das liegt nämlich nicht an Euch, sondern an der Mode-Branche. Ihr könnt mit einer ganz normalen weiblichen Figur – ob klein, groß, dick oder dünn – toll aussehen, stolz auf Euch sein und selbstbewusst durchs Leben gehen!”

Ich habe sozusagen meine Mission gefunden.

Illustration von Stephanie Grupe - http://blog.modefluesterin.de/

Da ich hauptberuflich PR-Beraterin bin, war mir klar, dass ein Blog ein tolles Instrument sein würde, um mit anderen Frauen Kontakt aufzunehmen und in den Dialog zu treten. Meine jahrelange künstlerische Betätigung machte es mir leicht, meinen eigenen visuellen Ausdruck für die Modeflüsterin zu finden. Und mein Psychologie-Studium – auch wenn es lange her ist – hilft mir dabei, mich in die psychologischen Aspekte von Mode und Stil einzuarbeiten.

Die Modeflüsterin vereint all das zusammen mit meiner absoluten Loyalität und Wertschätzung für Frauen, die selbstbewusst im Leben stehen, die ihr Leben aktiv, aber auch rücksichtsvoll und achtsam gestalten und die es einfach verdient haben, auch modisch nach ihren eigenen Maßstäben zu leben. Jede Frau kann attraktiv sein – egal wie alt sie ist und wie viele Kilos sie gerade auf die Waage bringt. Das ist meine feste Überzeugung, für die ich als Modeflüsterin stehe.

Was ist für Dich eine starke Frau und was bedeutet Stil für Dich?

Starke Frauen sind für mich Frauen, die ihr Leben vielleicht nicht immer im Griff haben – wer hat das schon? -, aber zumindest immer in Angriff nehmen, anpacken, Probleme lösen. Die ihr Leben aktiv gestalten und sich niemals etwas einreden oder aufdrücken lassen, das nicht ihrer eigenen Persönlichkeit, ihren Werten, Zielen und Träumen entspricht.

Starke Frauen sind Frauen, die konsequent sind, loyal und treu – aber aus den richtigen Gründen und keinesfalls blind. Die Kompromisse eingehen können, für andere da sein können, eine gute Freundin, Partnerin, Mutter, Tochter, Schwester sind – aber ohne sich dabei verbiegen zu müssen. Frauen, die sich nicht ständig mit anderen vergleichen, sondern die ganz normalen menschlichen Unterschiede respektieren – und es einfach aushalten können, dass andere anders denken, anders leben, anders sind. Ohne sie deshalb schlecht zu machen oder sich selbst klein zu fühlen. Frauen, für die Abgrenzung nicht gleich Ausgrenzung bedeutet.

Wenn man die obigen Kriterien für starke Frauen einmal modisch betrachtet, ergibt sich daraus genau mein Anspruch für guten Stil: Am eigenen Stil muss aktiv gearbeitet werden, er fliegt nicht automatisch zu. Man muss sich damit auseinandersetzen, wer man ist, was man will, was einem wichtig ist, wie man gesehen werden will. Guter Stil bedeutet, seiner Persönlichkeit treu zu bleiben, sich aber gleichzeitig anpassen zu können, wenn es der Anlass erfordert. Guter Stil ist, wenn Mode nicht zur gesellschaftlichen Ein- oder Ausgrenzung genutzt wird, sondern ein integraler Bestandteil des Selbstausdrucks, der eigenen Identität ist.

Was ist Dein konkretes Lieblingsteil im Schrank, auf das Du am wenigsten verzichten möchtest und warum?

Diese Frage ist für mich zunehmend schwieriger zu beantworten. Denn ich arbeite ja seit mehreren Jahren daran, nur noch Lieblingsteile im Schrank zu haben. Aber wenn ich einmal Revue passieren lasse, für welche Kleidungsstücke ich – neben Jeans und schwarzen Hosen – am meisten Geld investiert habe, dann kommt eine ganz interessante Liste zusammen:

  • Meine Trenchcoats von Burberry
  • Meine Biker-Jacke von Belstaff
  • Meine drei Kleinen Schwarzen von Talbot Runhof, St. Emile und Laurél
  • Meine Blazer von Max Mara, Ralph Lauren, Marc Cain und Chanel
  • Mein klassischer Hosenanzug von Boss
  • Meine Hemdblusen- und Tageskleider von René Lezard und Marina Rinaldi
  • Meine Seidenblusen von St. Emile, Diane von Fürstenberg und Windsor
  • Meine Hemdblusen von Strenesse, Jil Sander und VanLaack
  • und meine tolle Schuh-Auswahl von Miu Miu, Dolce & Gabbana, Philip Lim, Roger Vivier, Bally und Tods.

Bevor ich jetzt noch mehr Schleichwerbung betreibe, fasse ich einfach mal zusammen: Ich sammle seit Jahren hochwertige, relativ zeitlose Kleidungsstücke. Und wenn ich so über die obige Aufzählung blicke, dann könnte man meinen, ich sei das Luxusgeschöpf schlechthin. Das ist aber nicht so. Denn ich kaufe sehr, sehr wenig.

Da ich sehr genaue Vorstellungen davon habe, was mir steht und was ich brauche, finde ich nur wenig wirklich Passendes. Wenn ich es aber dann doch entdecke, weiß ich, dass ich es jahrelang intensiv tragen werde und kann mir die beste verfügbare Qualität leisten. Dann reden wir von der berühmten Modemathematik oder cost per wear, die wir beide ja auch schon einmal in unserem Interview zur Nachhaltigkeit in der Mode angesprochen hatten.

Welches Kleidungsstück würdest Du gerne erfinden?

Auch das ist eine schwierige Frage. Ich denke, eine perfekt sitzende Jeans, die einen zwei Größen schlanker erscheinen lässt und einen tollen Knackpo macht, wäre nicht schlecht. Nach coolen Jeans suche ich immer ewig. Und dann wäre mein Traum, ein Kleid zu erschaffen, das so wandelbar ist, dass man eine Kleidergröße zu- oder abnehmen kann und immer noch blendend darin aussieht – elegant, stark und eben Best-of-Ich. Und das natürlich so bequem ist, dass man sich darin fühlt wie im Schlafanzug. Und das auch mit flachen Schuhen nichts an Eleganz verliert. Der ganz normale Mode-Wunschtraum eben.

Deine ursprüngliche Haarfarbe ist dunkel, heute bist Du blond. Wie ist Deine Einstellung zu grauen Haaren?

Ich mag graues Haar sehr gerne. Besonders bei kühlen Farbtypen passt das hervorragend. Und ich werde definitiv irgendwann selbst silbergraue Haare haben. Aber wann es so weit sein wird, weiß ich noch nicht. Derzeit überprüfe ich diese Möglichkeit jedes Jahrzehnt aufs Neue ;-) .

Bisher hat mir meine Friseurin Astrid davon abgeraten. Sie sagt, ich wäre noch zu jugendlich für graue Haare. Aber sobald ich 60 werde, werde ich das sicherlich noch einmal neu überdenken. Und dann wieder mit 70 … – wenn das Leben mir diese Chance dann noch einmal gewährt. Es bleibt spannend.

Wenn Du fremde Menschen auf der Straße siehst, was begeistert Dich optisch und worüber schüttelst Du den Kopf?

Ich finde es schade, wenn ich Frauen entdecke, die weit hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Die ihr Potential nicht ausschöpfen. Weil sie es entweder nicht besser wissen oder vielleicht weil sie aus Frustration irgendwie aufgegeben haben, sich wirklich hübsch zu machen. Ich erkenne in ganz vielen Frauen wunderschöne Details und frage mich dann, warum die Frau dieses Detail nicht modisch mehr betont. Viele Frauen wissen gar nicht, wie schön sie eigentlich sind.

Ein wichtiger Bestandteil des Looks ist dabei die Frisur und das Makeup. Selbst mit dünnen, kurzen Haaren kann eine Frau gepflegt und schick aussehen – mit dem richtigen Haarschnitt und einem dezenten Makeup. Ich würde am liebsten allen Frauen zurufen: Suchen Sie sich den besten Friseur, den Sie sich leisten können! Dieser verwandelt Sie auch in Jeans und T-Shirt zur schicksten Version Ihres Selbst.

Apropos Haare, Makeup und Pflege: Ich sehe leider sehr viele Frauen – aber auch Männer -, die nicht sehr gepflegt sind. Und das geht aus meiner Sicht gar nicht. Denn wer aufgibt, sich selbst zu pflegen und auch seine Kleidung in ordentlichem Zustand zu halten, hat auch im Leben aufgegeben. Selbst einfachste Kleidung sieht attraktiv aus, wenn der Mensch darin gepflegt wirkt und die Kleidung sauber, frisch und glatt ist. Dabei geht es nicht um Geld. Sondern um Disziplin, Selbstwertgefühl, ein bisschen Stolz und eine bestimmte Haltung gegenüber dem eigenen Körper, dem eigenen Leben und den Mitmenschen. Sich hängen lassen und aufgeben kann jeder. Auch unter schwierigeren Umständen einen Rest von Haltung – und Würde – zu bewahren, ist man sich selbst und dem wertvollen Gut Leben einfach schuldig.

Was inspiriert Dich auf anderen Blogs? Warum liest Du meinen Blog?

Ich liebe es, mich mit anderen starken Frauen auszutauschen. Blogs sind eine hervorragende Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten zu verbinden, einen Einblick in ihr Leben und ihre Gedankenwelt zu erhaschen. Man merkt recht schnell zwischen den Zeilen, wie Menschen ticken, ob sie authentisch, positiv und lebensfroh sind oder ob sie nur versuchen, sich auf irgendeine Art zu inszenieren. Im besten Fall entwickeln sich freundschaftliche Gefühle.

Bloggen ist ja eine Art Brieffreundschaft zwischen der Bloggerin und ihren Leserinnen, aber eben auch zwischen Bloggerinnen untereinander.

Solche Brieffreundschaften kann man gar nicht genug schätzen. Sie sind oft ein sehr starkes, menschliches Band. Denn von beiden Seiten wird ein gewisser Aufwand erwartet. Dieser setzt ein großes Interesse am anderen voraus. Es ist schon lange meine Überzeugung, dass Frauen viel mehr netzwerken, in entscheidenden Dingen des Lebens zusammen halten, sich auch mal gegenseitig bestärken und Kraft geben sollten. Aus meiner Sicht hervorragende Blogs und die starken Frauen dahinter machen genau das.

Welcher Satz steht für Dein Leben?

Die Quintessenz von über 50 Jahren Leben in einen Satz zu fassen, ist kaum möglich. Und ich möchte jetzt auch nicht zu esoterisch klingen. Aber wenn ich über alles nachdenke, dann komme ich immer wieder auf bestimmte Grundfesten zurück, die für mich das Leben ausmachen: Ich bezeichne diese als Herzenswerte. Diese sind es, die dem Leben Tiefe und Sinn geben.

Dazu gehört es für mich, aufrecht und aufrichtig durchs Leben zu gehen, Menschen mit Neugierde und offenem Herzen zu begegnen. Rücksichtnahme und Respekt in allen Lebenslagen zu beweisen. Niemanden wissentlich zu verletzen. Und möglichst alles, was man tut, mit Liebe, Leidenschaft, Hingabe und Überzeugung zu tun. Es heißt ja immer: “Leben heißt Lernen”. Und ich denke, es könnte tatsächlich sein, dass wir dieses Leben nur geschenkt bekommen haben, damit unsere Herzen Zeit zum Lernen haben.

Vielen Dank für das Interview!

Hast Du weitere Fragen an Stephanie? Dann besuche ihren Fashion-Blog und stell sie dort im Kommentarfeld oder hier. Du möchtest auch gerne hier vorgestellt werden? Dann melde Dich bei mir.

Hier findest Du die bisherigen Interviews: Leser_innen-Interview by meyrose.

Modejahr 2016 – Frühlingsfarben im März

Modejahr 2016 - Eine Blogaktion bei www.meyrose.de #modejahr2016Frühlingsfarben

… sind das Motto im März. Das können Farben sein, die die Natur uns im Frühling schenkt. Oder die Farben, die Ihr in der kommenden Jahreszeit tragen möchtet. Oder Farben, die zum sogenannten Frühlingsfarbtyp am besten passen: helle, warme, leuchtende Farben. In der Tabelle findet Ihr eine Übersicht zu Farben nach Farbtypen.

Farbtypen - Farbnuancen - Farbberatung nach Jahreszeiten

Zeigt Eure Outfits und schreibt bitte im Kommentar oder Eurem Blogbeitrag dazu, was daran der Frühlingsfarbanteil für Euch ist.

Ich freue mich auf Eure Beiträge und Bilder in der Collage! Die Spielregeln und Themen für das ganze Jahr findet Ihr hier: Modejahr 2016.


Business-Outfit im Winter – und was heißt Business-Outfit überhaupt?

Ines Meyrose #modejahr2016 Business im Februar

Business – Job-Outfit für den Alltag oder besondere Termine

Modejahr 2016 - Eine Blogaktion bei www.meyrose.de #modejahr2016… ist das Thema im Modejahr 2016 im Februar. Im Beitrag mit dem Linkup dazu könnt Ihr Outfits verlinken, die Ihr im Job tragt.

Business heißt für mich nicht Dresscode Business, sondern steht für Arbeit im Allgemeinen. Ich möchte Outfits sehen, die Ihr im wahren Leben im Beruf tragt. Dazu ist es dann gut zu wissen, in welchem Umfeld und welcher Position Ihr tätig seid, um das einordnen zu können. Dabei interessiert mich auch, warum Ihr Euch genau so kleidet für die Situation, wie Ihr es zeigt. Es mir darum, die Vielfalt an Looks zu sehen, die im beruflichen Kontext möglich sind.

Job-Outfit als selbstständige Imageberaterin

Auf dem Foto seht Ihr mich in einem Winterkleid aus Walkwolle (Beate Grigutsch 2016) mit warmer Wollstrumpfhose (Falke), Unterziehrollkragenpullover aus Merinowolle (Connemara 2008) und Stiefeln (Krupka 2015) mit Handtasche von Volker Lang (2015)1.

Meine Kunden sind Firmenkunden, die ich bei der Außenwirkung durch ihre Mitarbeiter begleite, und Privatkunden, die ich meistens in ihren Räumen zu Hause in Sachen Farbe und Stil in der Kleidung berate. Gerade bei Privatkunden zu Hause weiß ich vorher nie, welches Umfeld mich erwartet. Deshalb ist es wichtig, dass ich mich in keine Richtung zu sehr abhebe, um passend für die Aufgabe zu wirken. Ein Hosenanzug oder Kostüm wäre in einer Privatwohnung für mich immer zu viel. Ein Kleid aus weichem Stoff hingegen finde ich sehr passend. Es sieht angezogen aus und bietet trotzdem Bewegungsspielraum.

Wenn ich Seminare halte, achte ich darauf, nicht zu auffällig gekleidet zu sein, damit mein Anblick für die Teilnehmer ruhig wirkt. Deshalb trage ich z.B. kein rotes Kleid als Trainerin, wobei eine rote Bluse mit kleinerer Fläche durchaus funktioniert. Ob dieses Rostorange dafür schön ist, weil es lebendig wirkt, oder zu belebend für die Teilnehmer, werde ich in diesem Monat herausfinden, in dem ich es einfach ausprobiere.

Aushängeschild

Bei beruflichen Outfits als Farbberaterin achte ich noch mehr als bei privaten Anlässen – wobei ich da wenig differenziere – darauf, dass die Farben harmonisch zu mir passen. Als Herbstfarbtyp stehen mir am besten warme, gedeckte, dunkle Nuancen. Das Rostorange des Kleides wird durch das dunkle Braun des Rollis und der Schuhe etwas softer gemacht. Ich trage alternativ eine weiße Bluse darunter, dann wirkt es etwas leuchtender.

Sitzprobe bestanden

Bei der Kleiderlänge achte ich darauf, dass sie auch im Sitzen anständig aussieht. Eine Sitzprobe vor dem Spiegel ist vor dem Kauf Pflicht. Die Stiefel sind mit der Kreppsohle relativ rustikal. Da ich sie bei Privatkunden meistens ausziehe, stört mich das daher nicht. Die meisten Menschen in Hamburg schätzen es, wenn Straßenschuhe an der Haustür bleiben. Für draußen sind sie genau richtig bei dem Wetter. Für Seminare in entspanntem Umfeld trage ich dann Stiefeletten dazu, wie Ihr bei 2 Kleider – 1 Outfit seht. Darüber trage ich meinen braunen Wollmantel, den Ihr von den 10 Tipps für einen Wollmantel kennt.

1 Kleid für viele Fälle

Dieses Outfit ist ein gutes Beispiel dafür, dass ich die meisten meiner Sachen für sehr viele verschiedene Anlässe trage. Ich gehe damit nicht nur zum Kunden, ich trage es auch einfach so zu Hause. Damit würde ich auch abends mit einer Freundin Essen gehen, einen Familiengeburtstag feiern oder im Winter auf eine Taufe gehen. Im Lauf des Modejahrs 2016 werde ich es noch im September bei den Herbstfarben und im Oktober beim Brunch verlinken.

Vom Trägerkleid zum Kleiderrock

Bei den 10 Tipps für ein Strickkleid entstand eine Diskussion darüber, ob mein dunkelblaues Strickkleid denn überhaupt ein Kleid sei (denn es ist ohne etwas dazu nicht tragbar und somit kein singuläres Kleidungsstück) und ob das Trägerhängerchen denn nun ein Trägerkleid oder Kleiderrock sei. Ich habe wieder mal etwas über regionale Sprachgepflogenheiten gelernt und wurde so zur Besitzerin meines ersten Kleiderrocks, den Beate vom Bahhnwärterhäuschen mir netterweise genäht hat. Hier seht Ihr ihre eigene Version davon: Inspiration.

Danke Beate für dieses schöne Kleid!

Ich nenne ihn dann nämlich doch ganz frech Kleid, weil es für mich ein Kleid ist, wenn Rücken- und Vorderteil eine richtige Fläche haben und nicht nur aus langen Trägern oder einem Latz bestehen. Wie sagt man so schön: Was dem einem sein Kleid ist dem anderen sein Rock :) . Den Stoff dafür habe ich bei Yvonne Mania im Geschäft Stoffe in Stade gekauft.

Ines Meyrose #modejahr2016 Business im Februar

Das Rockträgerkleid ist mit ohne Gürtel zu tragen. Auf dem Foto mit Gürtel seht Ihr, dass es ganz schon weht bei uns. Sich bei windigen 6 Grad in die Natur zu stellen nur für ein paar Fotos ist schon ziemlich … nun ja … bin inzwischen wieder aufgetaut … Mit Mantel ist das Ensemble übrigens absolut angenehm warm – auch draußen.

Und jetzt bin ich gespannt, mit was für Outfits ihr mich im Linkup überrascht!

  1. PR-Muster []

Modejahr 2016 – Business im Februar

Modejahr 2016 - Eine Blogaktion bei www.meyrose.de #modejahr2016Business – Job-Outfit für den Alltag oder besondere Termine

… ist das Motto im Februar. Es wird in der Mode oft von Businesskleidung gesprochen. Was heißt das eigentlich? Für mich hängt die Interpretation in erster Linie davon ab, in welchem Umfeld ich in welcher Position arbeite und was ich mit meiner Kleidung ausdrücken möchte.

Zeigt Eure Outfits und schreibt bitte im Kommentar oder Eurem Blogbeitrag dazu, zu welchem beruflichen Anlass und in welchem Umfeld Ihr die tragt und warum Ihr Euch so kleidet.

Ich freue mich auf Eure Beiträge und Bilder in der Collage! Die Spielregeln und Themen für das ganze Jahr findet Ihr hier: Modejahr 2016.


Modejahr 2016 – Cocooning im Januar

Modejahr 2016 - Eine Blogaktion bei www.meyrose.de #modejahr2016Cocooning – Gemütlich zu Hause

… ist das Motto des Januars. Zeigt Eure Sofa-Looks, Outfits für entspannten Besuch oder was Ihr ganz einfach tragt, wenn Ihr Euch zu Hause wohl fühlt.

Ich freue mich auf Eure Beiträge und Bilder in der Collage! Die Spielregeln und Themen für die kommenden Monate findet Ihr hier: Modejahr 2016.


Werbung: Chic

Werbung – Rezensionsexemplar

Chic: 50 modische Legenden & wie man sie trägt
von Katharina Blansjaar &  Daniel Müller

Hilfe! Es beginnt mit A wie Animal Print. Wie man das trägt? Meiner subjektiven Meinung nach am besten gar nicht! Es endet mit T wie T-Shirt und das ist sicher einfacher in der Anwendung.

Es werden 50 Kleidungsstücke vorgestellt mit den Geschichten dahinter, formuliert mit amüsant-süffisanter Ironie. Das Buch ist hochwertig aufgemacht, ein kleinformatiges Coffee Table Book, das mit den lustig-liebevollen Illustrationen von Daniel Müller schön anzusehen ist. Viele Filmbezüge aus dem 20. Jahrhundert bringen passende Looks mit den einzelnen Teilen vor das Auge des Lesers.

Den Pragmatismus der Autorin, von der ich Euch vor einem Jahr bereits Ganz mein Stil (Rezensionsexemplar) vorgestellt habe, schätze ich. Ein Beispiel: Was trägt man zum Minirock? “Eine ordentliche Unterhose.” (Seite 183) Für diese Erkenntnis brauche ich sicher das Buch nicht zu lesen – und wer das dafür lesen sollte, wird es nicht tun, das ist ja immer das Problem dabei … dennoch: Mir hat die Lektüre einfach Spaß gemacht. Und gelernt habe ich auch wieder etwas, z.B. dass und warum ein Bubikragen in Amerika Peter Pan collar heißt (Seite 47), dass das Wort Onesie für Overall von der Babystrampler-Marke Onesies abgeleitet ist (Seite 203) und warum der Panamahut eigentlich Ecuadorhut heißen müsste (Seite 227).

Fazit

Wer gerne Geschichten über Kleidungsstücke liest, wird Freude an dem Buch haben.

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Onlineshop des Verlags (Werbung) zu bestellen. Es wurde mir von Kein & Aber als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

Modejahr 2016

Modejahr 2016 - Eine Blogaktion bei www.meyrose.de #modejahr2016

In 2016 steht hier im Blog jeder Monat unter einem bestimmten Motto, in dem Teilnehmer Outfits zu dem Thema zeigen. Die Teilnehmer können das frei für sich interpretieren.

Spielregeln für die Aktion Modejahr 2016

  • Am Monatsbeginn gibt es hier bei mir einen Beitrag zum Thema des Monats.
  • Ihr könnt am Ende des Beitrags einen Link zu Eurem Post eintragen. Wenn Ihr mit dem Link ein Bild hochladet, erklärt Ihr damit, dass das Bild entweder von Euch stammt oder Ihr die Erlaubnis der Urheber sowie der auf dem Bild abgebildeten Personen eingeholt habt.
  • Die Linkliste ist den ganzen Monat geöffnet.
  • Jeder darf mitmachen.
  • Modejahr 2016 - Eine Blogaktion bei www.meyrose.de #modejahr2016Das Logo für die Aktion dürft Ihr auf Euren Blogs und in sozialen Netzwerken im Zusammenhang mit der Aktion gerne verwenden. Es wurde von mir erstellt und die Rechte liegen bei mir. In jedem Fall freue ich mich, wenn Ihr einen Link zu der Aktion setzt.
  • Wenn Ihr Eure Bilder auf Pinterest, Instagram, Twitter, Facebook & Co zeigt oder Blogbeiträge verlinkt, verwendet bitte dazu den Hashtag #modejahr2016.
  • Ihr könnt auch ältere Beiträge verlinken, wenn sie zum Thema passen.

Monatsthemen im Modejahr 2016

Monat Thema
Januar Cocooning Gemütlich zu Hause (17)
Februar Business Job-Outfit für den Alltag oder besondere Termine (37)
März Frühlingsfarben Farben der Natur passend zur Jahreszeit – kalendarisch oder zum Farbtyp (38)
April Outing Was ich schon immer mal zeigen wollte (21)
Mai Draußen mit Freunden Im Garten oder Stadtpark (26)
Juni Sommerfarben Farben der Natur passend zur Jahreszeit – kalendarisch oder zum Farbtyp (40)
Juli Beim Sport Indoor, Outdoor – was tragt Ihr beim Schwitzen? (32)
August Urlaub Von Berg bis See – von nah bis fern (39)
September Herbstfarben Farben der Natur passend zur Jahreszeit – kalendarisch oder zum Farbtyp (21)
Oktober Brunch Frühstück mit Freunden (19)
November Fein gemacht Ausgehoutfit für Theater, Musical, Oper, Weihnachtsfeier, Silvester … (28)
Dezember Winterfarben Farben der Natur passend zur Jahreszeit – kalendarisch oder zum Farbtyp (56)

Ich freue mich auf Eure Beiträge und Fotos!

Seite vorherige 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ... 16 17 18 nächste