Lebenslinien

#ichbinnichtperfekt #schoengenug

#ichbinnichtperfekt #schoengenug

Narben verheilen bei mir nicht gut. Weder körperlich noch seelisch. Trotzdem gehören sie zum Leben dazu und ich kann gut mit ihnen leben. Warum fällt mir das gerade ein? Die Zeitschrift Brigitte hat die Aktion Wir sind schön genug* ins Leben gerufen, zu der auch in sozialen Netzwerken unter #schoengenug Bilder gezeigt werden. Auf Instagram habe ich Montag #ichbinnichtperfekt entdeckt, was auch perfekt zum Thema passt, und meine Füße dazu gezeigt. Die sind alles andere als perfekt mit ihrer Breite, Blasenresten und Pigmentflecken, jedoch mag ich sie, weil sie mich durchs Leben tragen.

Schön versus Hübsch

Niemand ist perfekt und niemand findet alles sich hübsch. Das ist so. Punkt. Aber: Es gibt es an JEDEM etwas, das sehr schön ist. Und SCHÖN fand ich schon immer besser als HÜBSCH. Hübsch ist so wie NETT – im Zweifelsfall langweilig. Wenn ich mich trotzdem nicht #schoengenug fände, würde ich wohl kaum ständig Fotos von mir hier veröffentlichen – auch wenn ich dabei natürlich versuche, Schokoladenseiten zu zeigen.

Narben, die das Leben schreibt

Eigentlich wollte ich Euch Fotos sämtlicher Narben auf meinem Körper zeigen und eine kleine Geschichte dazu erzählen. Ich merke aber gerade, dass ich das nicht kann. Ich kann die Narben gut im Spiegel betrachten, sehe sie jeden Tag. Aber auf Fotos geht das nicht gut, da steckt offensichtlich zu viel Traurigkeit drin. Im direkten Anblick auf der Haut geht es mir anders damit. Also habe ich die Fotos alle wieder gelöscht.

Kleine Anekdote

Damit der Post hier nicht so traurig endet, habe ich noch einen kleinen Lacher für Euch. Rate mal, was meine Hausärztin gesagt hat, als ich ihr die Punkte auf dem einen Fuß und Wade gezeigt habe, die damals noch mehr rötlich als braun waren. Die Antwort steht in der Fußnote.**

Wie steht Ihr zu Schönheit und den Lebenslinien Eures Körpers?

  1. * http://www.brigitte.de/frauen/gesellschaft/schoen-genug/ []
  2. ** Haben Sie das schon mal gegoogelt? []