Leser_innen-Interview #4: Sabina

Liebe Leser_innen,

heute darf ich Euch eine Bloggerin vorstellen, die wie ich ein Faible für Farben hat.

Leser_inneninterview by meyrose IconLiebe Sabina,

seit Sommer 2013 kenne ich Dich virtuell von den ü30 Bloggern. Dort bist Du mit den Blogs So nur in Frankfurt und Oceanblue Style vertreten. Ich glaube über Dich zu wissen, dass Du eine Vorliebe für ungewöhnliche Stylings hast, Kalifornien liebst, für New York schwärmst, aber auch die Nordfriesischen Inseln magst und gern in Frankfurt lebst. Mal sehen, was davon stimmt und was wir sonst noch erfahren!

Du bist in der Bloggerwelt in zwei Bereichen vertreten. Womit beschäftigst Du Dich beim Bloggen am liebsten? Was unterscheidet Deine beiden Blogs voneinander?

Du redest von Streetstyle So nur in Frankfurt, wo es um Mode und Design in unserer Mainmetropole geht. Der Blog ruht gerade, weil nach nur etwa einem Jahr aktiven Bloggens ein Frankfurter Verlag mir eine freie Mitarbeit angeboten hat. Dafür teile ich nun Insidertipps rund um Mode und Lifestyle auf Frankfurt-Tipp. Meine eigene Modeliebe ist komplett in Oceanblue Style, meinem Ü40 Fashionblog, aufgegangen.

Ich mag beide Babies gleich gern: berichte aus Frankfurt, wie schön es sich hier lebt, was sich hier in Sachen Mode tut, wo es sich gut shoppen lässt. OB Style zeigt tragbare Trends für Beruf und Freizeit für Frauen über 40, bietet auch Shoppingideen rund um Frankfurt sowie Reisetipps zu Kalifornien und New York.

Erwachsene Frauen schätzen den direkten Ideenaustausch mit einer gleichaltrigen Modeinteressierten enorm. Sie fühlen sich inspiriert und ermutigt, ähnliche Looks selbst auszuprobieren. Gegründet habe ich den Blog vor allem wegen der positiven Resonanz zum eigenen Stil. Ich erzähle meinen Leserinnen am liebsten von Designmarken, deren handwerkliche Qualität man sehen und spüren kann und welche auch noch bezahlbar sind, mache aus Trends tragbare Alltagslooks.

Wie bist Du zum Bloggen gekommen und was bedeutet es Dir?

Inspiriert hat mich der Pionier der Streetstyle Fotografie, Scott Schuman. Ich bin ehemalige Onlineredakteurin, fand immer schon, dass das äußere Bild von Frankfurt nicht das Lebensgefühl ihrer Bewohner wiederspiegelt. So führte eins zum anderen, rucki-zucki gründete ich zuerst So nur in Frankfurt. Durch die positive Resonanz, die Freude am Austausch mit Gleichgesinnten wie unserem Ü30 Netzwerk, nahm das Bloggen immer mehr Raum ein. Das ist aber von mir auch so gewollt: Ich kann mich mit Mode und Design beschäftigen – Themen, die mich schon seit Kindertagen begeistern und und mir immer neue Möglichkeiten eröffnen: In Frankfurt biete ich im Sommer einen Englischkurs mit dem Titel Fashion in Frankfurt an – eine Kombination aus Englisch lernen, Modegesprächen und Stadtrundgang.

Deine Blogartikel haben wenig Text. Wie schaffst Du es, Dich so kurz zu fassen?

Das habe ich ja gelernt (siehe oben.) Aber das kann jede Bloggerin auch für sich üben, indem sie regelmäßig schreibt. Wer im Internet liest, mag selten scrollen. Daher schreibe ich nutzwertorientiert: Meine Leserinnen können viele Modeeindrücke, neue Inspiration in sehr kurzer Zeit mitnehmen. Eine Ausnahme bilden da natürlich die Reiseposts zu Kalifornien oder NYC. Aber wer die Tipps liest, will sich entspannen, der Muße hingeben und beim Anschauen der Bilder ins Träumen geraten.

Deine Outfitfotos entstehen an verschiedenen Stellen. Wie findest Du die passenden Orte?

Frankfurt macht es mir mit seiner Widersprüchlichkeit leicht. Als ich vor mehr als 15 Jahren in die Rhein-Main Region zog, habe ich mir die Stadt gründlich angesehen, bin viel herumspaziert. Manchmal ist der Ort aber auch Zufall, dann bin ich vielleicht gerade vom Einkaufen nach Hause marschiert und habe eine verfallene Kirchenmauer oder eine neue Häuserwand entdeckt. Oder meinem Mann fällt etwas ein. Ich überlege auch, wie sich das Outfit spannend präsentieren lassen könnte.  Meistens spielen aber praktische Überlegungen wie Nähe und Zeitaufwand eine Rolle. Denn wir fotografieren – wie Du und viele andere Bloggerinnen auch – nach Feierabend oder am Wochenende neben dem Fulltime Job.

Wie geht Dein reales Umfeld mit Deiner Bloggerleidenschaft um?

Es hat sich mittlerweile daran gewöhnt, dass ich beim Essen immer die Kamera zücke. Um eine bessere Work-Life Balance zu erzielen, bezeichne ich mittlerweile selbst manche Treffen als privat und als nicht für den Blog bestimmt. Das ist für alle Beteiligten entspannend und befriedigender.

Welche Leser_innen möchtest Du gerne mit Deinen Blogs ansprechen? Auf welche Gedanken möchtest Du sie bringen?

Ob ich sie auf Gedanken bringen möchte, weiß ich nicht. Und wenn, dann auf gute *g* Sicherlich möchte ich Gleichaltrige und Modeinteressierte stilistisch anregen und ihnen Inspirationen bieten.

Ich stelle mir vor, dass es vielen erwachsenen Frauen so geht wie mir: Ich habe die Nase voll davon, Kleidung angeboten zu bekommen – im Modemagazin, in Katalogen – die Anfang 20jährige präsentieren. Eine erwachsene Frau bestimmt doch ihren eigenen Stil und setzt eigene Normen. Und wenn es um Mode geht, gibt es nur Vorschriften?

Fragen wie „Kann man mit 40 Minirock tragen?“. Das bekomme ich nicht zusammen. Ich denke, es wird Zeit, dass Magazine und Designer mehr Frauen statt Mädels zeigen. Das ist eine Frage der Wertschätzung für die kaufkräftige Ü40 Altersgruppe. Warum soll ich etwas kaufen oder ansehen, was die kritische Nörgelstimme im Kopf anschaltet und wo ich beim Blick in den Spiegel natürlich älter aussehe als die glatten 14jährigen. Wer sich als erwachsene Frau schön und gut fühlen will, liest einen anspruchsvollen Modeblog. Da findet sich für jeden Geschmack die passenden Anregung.

Was wird auf Deinen Blogs voraussichtlich nie zu sehen geben?

Meinen Mann, den Herrscher hinter der Kamera, und meine beiden Wellensittiche, Felix (14,5/blau) und Albert (9/grün). Sie haben ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Anonymität, was ich respektiere. :)

Wie würdest Du Deinen eigenen Stil beschreiben?

Als Europäerin im lässigen Südkaliforniern gelebt zu haben, hat meinen Stil entspannt. Genauso wie meine langjährige Vorliebe für Coco Chanel und Audrey Hepburn ihm Schliff verliehen hat. Ergebnis? Eine Kleidungsstil mit lockerer Eleganz, manchmal trendy, meistens ein bißchen edgy, also unangepasst und doch erwachsen. Also trage ich etwa zum enganliegenden Marinekleid keine Pumps, sondern coole Wildledersandalen. Trage das kleine Schwarze, aber auch Jogginghosen.

Was inspiriert Dich auf anderen Blogs? Warum liest Du meinen Blog?

Mehr noch als andere Blogs inspiriert mich aktuell Pinterest. Das ist ein endloser Schatz an Ideen, die ich gern neu umsetze. Deinen Blog lese ich seit langem, eigentlich seitdem ich Dich durch das fabelhafte Ü30 Bloggernetzwerk kennenlernen durfte. Deine verbindliche und sympathische, zugleich kompetente Art hat mich sofort angesprochen. Das spiegelt sich für mich auch in der hohen Qualität deiner Beiträge wieder. Ich schätze den Austausch über Mode und Farben mit Dir, Deine Kreativität ist ansteckend. Ein Besuch bei Dir bereichert mich auf vielen Ebenen.

Was beschreibt Deine Grundeinstellung zum Leben in einem Satz?

Man lebt nur einmal.

Habt Ihr weitere Fragen an Sabina? Dann besucht einfach ihren Blog und stellt sie dort im Kommentarfeld oder hier. Ich habe mich sehr gefreut, Sabina so etwas besser kennenlernen zu dürfen. Vielen Dank an diese facettenreiche Frau!

Du möchtest auch gerne hier vorgestellt werden? Dann melde Dich bei mir, gerne auch als Nicht-Bloggerin!

Hier findet Ihr die bisherigen Interviews: Leser_inneninterview by meyrose.

High 5 for Friday mit Sabina

Meyrose_Ines_Brauner_Sabina_Paul

Heute bin ich bei Viktorias H54F mit Sabina dabei … und Paul spielt natürlich auch wieder eine große Rolle, denn er ist einfach gerade sehr präsent in meinem Leben.

Highlights der Woche

  1. H54F von http://puenktchenundviktoria.blogspot.de/Jemanden nach einem Jahr wieder zu treffen und es ist wie gestern.
  2. Mini-Bloggertreffen in Hamburg: Die liebe Sabina von Oceanblue Style war diese Woche für einen kurzen Besuch in Hamburg und wir haben schöne Stunden mit Paul in einem Café verbracht. Zu erleben, dass ein Mensch IRL so warm und sympathisch ist wie online, ist immer wieder eine ganz besondere Freude.
  3. Paul ist restauranttauglich. Er mag weder viele Autos noch viele Menschen auf einmal. Aber eine ruhige Ecke im Lokal ist eine feine Sache. Im Dorfkrug in Neu Wulmstorf wurden wir nicht nur komplett begöscht (norddeutsch für hofiert), sondern es war einfach so, als ob wir solche Unternehmungen schon immer zusammen machen würden. Das ist übrigens das Restaurant, aus dem die bekannte Sylter Salatfrische kommt, er ist nur einen Ort von mir entfernt. Auch beim Treffen mit Sabina hat er einfach ruhig fast drei Stunden um unsere Füße gelegen und sich ab und an mal kraulen lassen.
  4. Mittwoch haben Paul und ich einen Hundetrainer kennengelernt, mit dem ich gerne arbeiten möchte. Jetzt können wir also hoffentlich bald loslegen mit dem, was noch zu erarbeiten ist.
  5. Donnerstag hatte ich einen Kundentermin, der mir besondere Freude gemacht hat.

Morgen könnt Ihr Euch hier auf eine Verlosung zum Valentinstag freuen!

Was war Euer Highlight der Woche?