Minimalismus im Haushalt #4 Haushaltsreiniger

Werbung mit Namensnennungen ohne Auftrag

Putzmittelregal im Keller

Für die Serie Minimalismus im Haushalt sich Leserin Greta einen Beitrag über Haushaltsreiniger gewünscht. Bei Putzmitteln scheiden sich die Geister vermutlich ebenso in Bezug auf benötigte Art und Anzahl wie bei Kosmetik. Ich putze nicht extrem umweltweltfreundlich und sehe mich in dem Punkt keinesfalls als Vorbild. Dazu kommt, dass ich nicht gerne putze, allerdings habe ich es gerne sauber.

Warum dann dennoch dieser Beitrag? Ich finde es spannend zu sehen, wie andere Menschen ihr Leben gestalten und dazu gehört auch Haushaltsreinigung. Vielleicht bekomme ich in den Kommentaren Anregungen, was ich an umweltschädlichen Produkten ersetzen kann oder Du findest hier eine Idee, was Du anders machen kannst. Ich habe bei den Flüssigreinigern in den letzten Monaten Produkte aus ökologischen Gründen durch die von Frosch ersetzt und bin mit deren Wirkung äußerst zufrieden.

Das Regal ist an einer Kellerwand. Wir haben es vom Vorbesitzer übernommen. Es ist praktisch und schön braucht es im Keller nicht zu sein. Aufgeräumt und nach Kategorien sortiert habe ich es aber auch gerne im Keller.

Bis vor einigen Monaten stand auf den oberen beiden Regalbrettern noch eine holzstaubige Gärungssäge, ein Akkuschrauber und ein Ries Papier in DIN A3. Das Putzmittel stand dicht gedrängt. Ich habe alles gesäubert und Nicht-Putzmittel in den Werkbereich geräumt bzw. das Papier verschenkt. Das Papier lag 17 Jahre unbenutzt dort, das brauchte hier im Haus definitiv keiner.

Putzmittelbestand für 2 Personen mit Hund

Putzmittelregal im Keller

  • Staubwedel mit langem Griff, um auch eine Deckenhöhe von 3,60 m halbwegs spinnenwebenfrei halten zu können
  • Frosch Citrus Dusche- & Bad-Reiniger – funktioniert gut und ich mag den Geruch
  • WC-Reiniger, normalerweise auch von Frosch, hier steht gerade noch eine anderen Flasche von Aldi zum Aufbrauchen
  • Frosch Neutral-Reiniger – super zum gründlichen Reinigen von Flächen wie Böden oder Heizungen
  • Frosch Spiritus-Glasreiniger – super für Spiegel und zum Fenster putzen
  • Pril Kraftgel Handspülmittel, steht sonst in der Küche – bisher kenne ich kein Öko-Spülmittel, das ordentlich reinigt
  • Budni Maschinenreiniger für die Geschirrspülmaschine – den verwende ich alle sechs Monate
  • Delonghi Eco Decalk für den Kaffeevollautomaten zum Entkalken, weil man dafür laut Hersteller keine Citronensäure oder Essig nehmen soll

Essig verwende ich zum Putzen übrigens nicht. Ich habe Essig-Essenz im Haus, aber die steht beim Waschpulver. Die nehme ich zum Fixieren der Farbe bei dunklen Jeans.

Putzmittelregal im Keller

  • Haufenweise Mikrofasertücher in verschiedenen Größen und Stärken zum Putzen von Flächen und das dicke für den Boden
  • Schwammtücher für die Küchenoberflächen, am liebsten die mit Waffelstruktur von Aldi, weil die am besten wischen und sich gut ausdrücken lassen – ich ekele mich vor nassen Tüchern, habe ich das schon mal erwähnt?
  • Jetzt kommen die bösen Einmalprodukte … Swiffer Bodentücher in trocken und feucht. Bevor wir den Hund hatten, gab es hier sowas nicht. Die trockenen Bodentücher verwende ich im Eingang, Esszimmer und Wohnzimmer auf glatten Böden täglich, die nassen ab und an, wenn ich keine Lust auf Eimer und Wischmopp habe. Ich habe selten Lust auf Eimer und Wischmopp … siehe Anfassen von nassen Lappen und so. Außerdem verteilen sich die Hundehaare so nicht in den dauerhaften Putzlappen. Der Hund macht unglaublich viel Dreck, obwohl ihm vor der Haustür die Pfoten abgewischt werden und er regelmäßig gebürstet wird. Entweder hat er Sand an den restfeuchten Pfoten, Staub im Fell oder wirft mal wieder sein Haarkleid ab.
  • Schmutzradierer zur Rettung der weißen Wände, gegen hartnäckigen Dreck auf weißen Küchenfronten oder im Backofen und Kalk auf den Fliesen in der Dusche

Putzmittelregal im Keller

  • Rohrfrei, das ich ab und an in meinem Waschbecken brauche, weil das alle paar Jahre nicht mehr sauber abläuft
  • Zitronensäure zum Entkalken von Wasserkocher und Waschmaschine
  • Lederpflege fürs Sofa
  • Geschirrspültabs
  • Dr. Lavea Spray zum Entfernen von Hundegeruch aus Textilien, funktioniert super im Auto, wenn man einen nassen Hund transportiert hat und der Geruch nicht aus dem Auto zu lüften ist
  • Teppichfleckenentferner für Flecken, die aufs Konto des Hundes gehen, der Geruch und Schmutz entfernt, ohne den Teppich auszubleichen. Würde ich nicht nachkaufen, wird aber aufgebraucht.

Cleaning Block von Polydros

Die Putzsteine fehlen auf dem Foto, weil sie in meinem Bad liegen. Die bringe ich jetzt gleich mal in den Keller, wo sie hin gehören. Das liebe ich übrigens am Schreiben solcher Beiträge: Es trägt immer dazu bei, bei mir noch etwas mehr Ordnung, Reduktion oder Klarheit zu schaffen. In den meisten mir bekannten Haushalten steht mehr Putzmittel herum, bei anderen deutlich weniger. Heute habe ich deshalb viele Fragen an Dich

  • Hast Du für jeden Fleck ein anderes Mittelchen oder bist Du Putzmittel-Minimalist?
  • Welche Produkte würdest Du bei mir durch was ersetzen oder streichen?
  • Mit was für einem Lappen wird Deine Toilette geputzt und was machst Du danach mit dem Lappen?

Danke für Deine Antworten!


Der Beitrag gefällt Dir? Dann freue ich mich über ein Klimpern in meiner virtuellen Kaffeetasse via PayPal => Ines’ Kaffeekasse. Du möchtest lieber etwas überweisen? Meine Bankverbindung findest Du hier. Herzlichen Dank!


Lesetipp: Sauberes Putzen

Werbung – Rezensionsexemplar und Affiliate Links von Amazon und Markennennungen ohne Auftrag

(Affiliate Link auf dem Cover)

Simply Clean für ein gesundes Zuhause
Der Raum-für-Raum-Plan für ein natürliches Zuhause
von Becky Rapinchuk

Die Überschrift klingt für Dich doppelt gemoppelt? Macht Putzen nicht immer sauber? Optisch vielleicht schon. Chemisch nicht unbedingt, wenn man unter sauber auch schadstofffrei versteht. Die Autorin beschreibt ihren Weg vom Chef im Team Keimfrei zum Fan eines wirklich sauberen Zuhauses, das sich leicht und schnell putzen lässt.

Was ist eigentlich in Putzmitteln enthalten? Welche Stoffe sind für wen oder was gefährlich? Was ist sinnvoll einsetzbar? Was steckt hinter bio und natürlich? Wie liest man Etiketten auf Putzmitteln? Welche toxischen Stoffe sollte man meiden?

In dem Buch findest Du eine konkrete Anleitung, wie Du Deinen Haushalt Raum für Raum entgiften kannst. Es ist bei Putzmitteln nicht anders als bei einer Kleiderschrankanalyse: Alles raus aus den Schränken, Schrank säubern, nur wieder einräumen, was Du behalten möchtest, den Rest entsorgen und ggf. durch bessere Sachen ersetzen.

Die “Fünf-Minuten-Tricks mit großer Wirkung” (Seite 75 ff) sind vielleicht etwas simpel, denn unter anderem auf die Idee, im Haus die Schuhe auszuziehen, um Dreck zu vermeiden, kann man auch alleine kommen, oder? Ebenso, dem Hund die Pfoten abzuputzen, bevor er ins Haus darf. Aber es ist wohl wie mit Vielem: Was für den einen selbstverständlich ist, hat der andere noch nie gehört. Dass Weißweinessig Insekten abschrecken und vom Haus fernhalten kann (Seite 200) habe ich vorher zum Beispiel noch nie gehört.

Besonders gut gefällt mir beim Schreibstil der Autorin, dass sie die Fakten verständlich auf den Punkt bringt und im Anhang Quellen als Belege nennt. Die selbstgemachten Putzmittel entsprechen nicht immer dem, was ich verwenden möchte, aber sie zeigt in jedem Fall auf, wie einfach viele Produkte selbst hergestellt werden können. Alternativ zu DIY gibt es am Ende einige Markentipps. Über einen Punkt, den die Autorin auf Seite 70 anmerkt, hatte ich bisher nicht nachgedacht:

“Auch wenn Sie die Chemikalien in ihren versiegelten Behältern nicht riechen, erinnern Sie sich an den Geruch aus der Putzmittelabteilung in Ihrem Lebensmittelgeschäft? Die Toxine werden selbst dann noch freigesetzt, wenn die Flaschen und Kartons verschlossen sind.”

Aus dem Grund werde ich noch heute zwei Flaschen Schimmelvernichter zu den Sachen für den Recyclinghof stellen. Wir hatten im Keller vor Jahren ein Schimmelproblem und aus der Zeit sind die Produkte über. Beim Aufräumen habe ich sie stehenlassen, weil ich dachte, dass man sie vielleicht nochmal brauchen könnte und sie lagernd keinen Schaden anrichten. Ich möchte sie aber im Schimmelfall gar nicht mehr verwenden und wenn ich daran denke, wie die Flüssigkeit riecht, möchte ich sie auch gar nicht mehr im Haus haben. Dieses Beispiel ist perfekt dafür, dass es sich lohnt, das Buch zu lesen, auch wenn man vieles daraus bereits kennt, umsetzt oder bewusst anders handhabt.

Bei Geschirrspülmittel und Geschirrspülertabs verwende ich bewusst weiter konventionelles Putzmittel, weil von mir ausprobierte Öko-Handspülmittel nichts schaffen und mir bekannte Öko-Tabs mit Pauken und Trompeten bei Stiftung Warentest durchgefallen sind. Wer Gegenteilige positive Erfahrung hat, teile die bitte mit mir, damit ich meine Meinung überdenken kann. Sowas wie Trocknertücher oder Weichspüler verwende ich sowieso nicht, auch spezielle Fleckentferner gibt es bei mir nicht. Dafür nehme ich Gallseife.

Vor einigen Wochen war ich beim Aussortieren des Hauses im Keller angelangt. Das hat nicht nur zu einer aufgeräumten Werkbank geführt, sondern auch zu gesäuberten und ausgedünnten Putzmittelregalen. Es ist schon erstaunlich, was sich über die Jahre ansammelt inklusive Giften für den Garten, und nicht mehr verwendet wird.

Fazit

Es lohnt sich, das Buch zu lesen, wenn Du Dein Zuhause schadstofffreier gestalten möchtest.

Hat sich Dein Putzmittelkonsum in den letzten Jahren verändert? Wenn ja: wie?

(Affiliate Link)

Das Buch wurde mir vom Narayana Verlag (Werbung) als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.


Wenn Du für diesen Blogbeitrag etwas in meine virtuelle Kaffeetasse geben möchtest, kannst Du das unter diesem Link via PayPal tun: Ines’ Kaffeekasse. Ich danke allen Leser_innen von Herzen, die meine Arbeit damit wertschätzen!