Buchreview: My Style – Fashiongeheimnisse einer Chefredakteurin

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© MY STYLE - Fashiongeheimnisse einer Chefredakteurin von Annette Weber - Illustrationen von IRMA - Jasmin Khezri, erschienen bei teNeues, € 19,90 - www.teneues.com

© MY STYLE – Fashiongeheimnisse einer Chefredakteurin von Annette Weber – Illustrationen von IRMA – Jasmin Khezri, erschienen bei teNeues, € 19,90 – www.teneues.com

… mal wieder ein Stylingbuch … braucht die Welt noch eins davon? Brauchen wäre zu viel gesagt. Nice to have trifft es besser. Es geht in dem Buch von Annette Weber um deren eigenen Stil, wie der Titel sagt. Sie ist ehemalige Chefredakteurin der Zeitschrift InStyle und aktuelle Chefredakteurin des Blogazines glam-o-meter.

Das Cover verspricht, dass sie beschreibt, wie man seinen eigenen Stil finden kann. Die Antworten finde ich in dem Buch nicht. Wie die Autorin zu ihrem Stil gekommen ist, ist allerdings durchaus nachvollziehbar. Wenn Du dann beim Lesen merkst, was Dir davon gefällt und was nicht, führt es vielleicht am Ende dann doch dazu, Deinen Stil verfeinern.

Die Illustrationen von Irma sind wie immer bezaubernd. Deren eigenes Buch Irmas Style Guide (Rezensionsexemplar) habe ich Dir 2012 vorgestellt.

Muss Kleidung teuer sein?

“Nur teuer reicht nicht. Aber ein bisschen teuer kann sich so wunderbar anfühlen” (Seite 7). Oh ja, das sind wahre Worte! Dazu hat Bloggerin LoveT. neulich einen interessanten Beitrag veröffentlicht: Günstig, billig, preiswert, bezahlbar – Outfits um die 50 Euro. Interessant ist nicht nur ihr Beitrag, sondern auch die Kommentare der Leserinnen. Mir sind Kaufpreis und Marke für die Optik unwichtig. Für mich zählen Haptik des Materials und der Schnitt. Beides ist meistens bei etwas teureren Sachen schöner. Aber wie Annette Weber eben auch sagt: Viel Geld zu bezahlen reicht nicht. Mein Kaschmirpullover fühlt sich trotzdem besser an als Polyester.

Altersgerechte Looks

Annette Weber hat in Ihrer Zeit bei der InStyle die Rubrik “Styling mit 20, 30, 40, 50 Jahren” eingeführt. Ich weiß, dass viele Frauen diese Art Einordnung hassen, weil sie es nicht leiden können, sich vorschreiben zu lassen, was sie in welchem Alter (womöglich noch oder nicht mehr) tragen dürfen. Ich liebte die Rubrik, weil unterschiedliche Gesamtlooks für eine Art Kleidungsstück gezeigt wurden.

Auch in diesem Buch gibt es ein Kapitel, das sich mit dem Thema befasst: Dress Your Age von 20-60. Die These, dass einige Kleidungsstücke nicht in jedem Alter gleich gut funktionieren, unterschreibe ich sofort. Ich habe mich zum Beispiel von Ende 30 bis 45 mit Perlenketten nicht mehr wohl gefühlt. Jetzt empfinde ich sie auf einmal wieder als passend und habe nicht mehr das Gefühl, dass sie mich gestrig aussehen lassen. Jeans ist nicht gleich Jeans und zwischen Trutsche-vom-Dorf und klassischem oder coolen Jeansstyling liegen Welten. Kaum ein Kleidungsstück ist an sich zu verteufeln.

Gut finde ich die 10 Quick-Tipps, die (fast) nichts kosten und Dich aber definitiv besser aussehen lassen sollen (Seite 140). Einer davon ist die kerzengerade Körperhaltung. Die Frage ist dann Ende nämlich weniger, was Du trägst, sondern wie Du es trägst. Mit Haltung! Ja, Du weißt das vielleicht. Aber so viele Menschen da draußen wissen das nicht. Und auch nicht, dass zu enge Kleidung uns keinen Gefallen tut und Bügeleisen Wunder wirken können.

Fazit

Wer Spaß daran hat, den Stil andere Frauen zu analysieren und daraus abzuleiten, was für einen selbst passt, wird in dem Buch Anregungen finden. Wer schon einige Bücher in der Art gelesen hat, wird vermutlich nichts Neues dabei lesen. Unterhaltsam fand ich die Lektüre allemal.

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop beim Verlag teNeues (Werbung) zu bestellen. Es wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

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Buchreview: Das Kleiderschrank-Projekt

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Das Kleiderschrank-Projekt: Systematisch zum eigenen Stil und zu bewusstem Modekonsum (Affiliate-Link) von Anuschka Rees*

Sieht es bei Dir so aus?

Kleiderschrankinhalt_Ines_Meyrose_fuer_graphitti-blog.de

Dein Kleiderschrank ist voll, aber jeden Morgen die Frage: Was ziehe ich an? Das ist Dir ein Gräuel? Dann stimmt etwas nicht mit Deinem Sortiment. Entweder passt es nicht zueinander oder nicht zu Dir. Oder Du kaufst ständig neue Sachen einfach um des Haben Willens und ziehst die Sachen nur selten an? Fast Fashion ist Dein Motto, aber es gefällt Dir nicht mehr? Damit bist Du Kernzielgruppe des Buchs Das Kleiderschrank-Projekt von Anuschka Rees. Mehr über die Autorin Anuschka Rees findest Du übrigens in ihrem Blog.

Das Kleiderschrank-Projekt: Reduktion für Einsteiger

Im Kleiderschrank-Projekt werden einfache Strategien und Übungen gezeigt, um Deinen eigenen Stil zu entwickeln und Kleidung bewusster zu kaufen. Die Empfehlungen sind unabhängig von Trends, Figur-, Stil-, Farbtypen. Alle, die allergisch auf Schemata und Schubladendenken reagieren, werden den Anregungen gegenüber offen sein. Letztendlich geht es darum, auf Deine Intuition zu hören und zu schauen und selbst zu entscheiden, in was Du Dich am besten fühlst und leiden magst.

Inhaltlich behandelt die Buch die Grundlagen der Bestandsaufnahme, die Entdeckung des eigenen Stils, die Zusammenstellung einer zu Dir passenden Garderobe und die Kunst des Einkaufens mit Hinweisen zu Qualität und Sitz der Kleidung.

Dokumentation des echten Lebens

Bei der Bestandsaufnahme empfiehlt Anuschka Rees, zwei Wochen lang eine Fotodokumentation der getragenen Outfits zu machen mit den Hinweis zum Anlass, z.B. Kundentermin, Treffen mit einer Freundin oder Sofatag. Wenn Du diese Übung in zwei Wochen machst, die Deinem durchschnittlichen Wochenablauf entsprechen, siehst Du schnell, welche Sachen Du oft trägt und welche im Schrank bleiben. Damit sind wir wieder bei meiner Grafik oben mit den Lieblingsklamotten …

Auf Seite 39f im Buch findest Du einen Fragebogen zur Bestandsaufnahme, den Du bei Betrachtung der Fotos auswerten kannst. Die Fragen dazu finde ich klug formuliert und durchdacht. Die Leser_innen kommen mit wenigen Gedanken dazu, den Kern des eigenen Stils und der Bedürfnisse zu reflektieren.

Praxisbeispiel

Gunda vom Blog Hauptsache warme Füße! hat bereits 2016 einige aufschlussreiche Beiträge mit der Überschrift What I wore mit Fotodokumentation veröffentlicht, in denen sie ihre Bürooutfits von Montag bis Freitag mit Fotos dokumentiert und kommentiert hat. Spaßeshalber mache ich das für mich auch gerade ausgelöst durch das Lesen des Buchs. Die Spiegelselfies werden hier nicht veröffentlicht. Ich überprüfe damit nur, ob meine Selbsteinschätzung stimmt. Die Liste der getragenen Sachen und Anlässe dazu mit Auswertung würde ich bei Interesse hier im Blog zeigen. Bitte kommentiere das bei diesem Beitrag, wenn Du es gerne lesen würdest.

Auch wenn ich ziemlich genau weiß, warum ich welche Sachen aus meinen Schrank oft trage und welche seltener, ist es interessant, das auf Fotos gesammelt zu sehen. Bei anderen Menschen – sprich meinen Kunden und Bloggerinnen, die ich lese – ist das auch für mich als Imageberaterin immer einfach als bei mir selbst. Mit ein wenig Betriebsblindheit ist jeder geschlagen. Deshalb also auch für mich der kleine Test.

Outfit-Formel

Der zweite Punkt, der mich neben den Fragen zur Bestandsaufnahme dazu bringt, das Buch gerne zu empfehlen, sind Praxisbeispiele zur Outfit-Formel. Die Outfit-Formel ist bei Anuschka Rees das, was bei mir Einheitslook heißt oder auch Uniform genannt wird. Die Kunst ist dabei, Kombinationen zu wählen, die zu Deinem Stil perfekt passen und in denen Du Dich wohlfühlst. Bei mir sind das zum Beispiel

  • Frühling: Gerade geschnittene dunkle Jeans, langärmelige weiße Bluse, Boots
  • Sommer: Bikerjeans von Please!, Ringelshirt mit minimal 3/4-Arm, Sneaker
  • Herbst/Winter: Jeans, Kaschmirrollkragenpullover, Stiefeletten oder Stiefel

Im Buch findest Du ab Seite 152 einen Outfit-Plan für zwei Wochen, der auf zwei Outfit-Formeln basiert. Es ist immer wieder spannend, mit wie wenig Teilen gefühlt unendlich verschiedene Looks funktionieren. Wir brauchen alle viel weniger als wir denken.

Fazit

Leser dieses Blogs und Menschen, die sich schon länger mit ihrer Kleidung und Ihrem Konsumverhalten in Form von Kleiderschrankinventuren, Bewertungen der Käufe im Rückblick und Fehlkäufe beschäftigen, werden wenig Neuigkeiten im Kleiderschrank-Projekt finden. Aber gerade wer am Feinschliff arbeiten möchte, wird mit dem Fragebogen zur Bestandsaufnahme noch Denkanstöße bekommen. Einsteiger in das Thema finden mit Sicherheit diverse praktikable Anregungen.

Danke an den DuMont (Werbung) Buchverlag für das Rezensionsexemplar. Weil es in dem Buch um kontrolliertes und reduziertes Konsumverhalten geht, verlinke ich es bei Traude Rostroses Aktion A New Life.

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  1. * Aus dem Englischen von Rasha Khayat – Originaltitel The curated closet. A simple system for discovering your pesonal style and building your dream wardrobe bei Ten Speed Press, Berkeley. []

Buchreview: Social Media und Recht

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Social Media und Recht: Praxiswissen für Unternehmen (Haufe Fachbuch) (Affiliate-Link)
von Carsten Ulbricht in der 3. Auflage 2016

Social Media und Recht

Social Media und Recht sind eine Verbindung um die kein Unternehmen oder Unternehmer herumkommt, der im Internet aktiv ist. Ich bin Unternehmerin, Bloggerin, nutze Accounts in einigen sozialen Netzwerken und beschäftige mich seit Jahren mit dem Thema. Diese Rezension ist subjektiv aus Sicht einer Anwendung ohne juristischen Hintergrund verfasst. Der Autor RA Carsten Ulbricht behandelt in dem Buch unter anderem die Bereiche

  • Accountnamen
  • Veröffentlichung eigener und fremder Inhalte
  • Umgang mit Content-Diebstahl
  • User Generated Content
  • Datenschutz im Umgang mit sozialen Netzwerken und Marketing
  • Werbung in den Socials
  • Umgang mit Facebook, Twitter, WhatsApp und deren Nutzungsbedingungen
  • Kundengewinnung und -bindung im Netz
  • Markenschutz
  • Interne Richtlinien für Unternehmen und deren Mitarbeiter
  • Verkäufe von Blogs und anderen Social Media Accounts
  • Recruiting im Netz
  • Interner Einsatz mit Intranets
  • Checklisten zu einigen Themen.

Zielgruppe

Der Schreibstil des Autors ist leicht verständlich, vor allem auch für Nichtjuristen unter den Unternehmern. Bei Verwendung von Fachvokabeln wird mit einem Pfeil ein Hinweis zum Glossar gegeben. Der Leser sieht also gleich, an welcher Stelle ihm dazu hinten im Buch die Erklärungen gegeben werden. Das finde ich angenehm, weil der Text dadurch kurz gehalten ist und fließt.

Kurz und knapp

Dabei kommen wir dann allerdings direkt zu einem Kritikpunkt: Die fachlichen Beiträge zu den jeweiligen Themen sind teilweise auf ein Minimum beschränkt, so dass mir die inhaltliche Tiefe und Differenzierung fehlt. Das geht mir konkret zum Beispiel bei der Verwendung fremder Inhalte als Zitate so, was auf weniger als einer ganzen Seite erklärt wird (Seite 30f) und dem Teil zur Verschleierungstatik bzw. Schleichwerbung (Seite 99ff).

Dass Paragrafen an den meisten Stellen nur kurz genannt werden, macht das Lesen einerseits leicht, weil Gesetzesdeutsch bekanntermaßen nicht unbedingt einfach zu verstehen ist. Anderseits vermisse ich manchmal den Wortlaut oder mindestens die Nennung des Gesetzes ohne Abkürzung, um mir selbst ein genaues Bild zu machen, bevor ich die Zusammenfassung des Autors davon lese. Ich möchte nicht beim Lesen parallel im Netz die Originaltexte suchen.

Prüfung bestanden?

Die Checklisten am Ende zur Social Media Präsenz eines Unternehmens und Social Media Guideline am Ende gefallen mir besonders gut. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, eine Art Test zu absolvieren, ob ich alles Buch verstanden und beachtet habe. Gerade für kleine Unternehmen und Marketingagenturen, die diese Dinge nicht alle juristisch betreuen lassen, ist das aus meiner Sicht eine gute Hilfe zu prüfen, an welcher Stelle vielleicht doch externe Unterstützung angesagt ist.

Die Checkliste zu Urheberrecht im Internet auf Seite 99 und 323 ist leider im Fließtext in so winziger Schrift, dass ich sie nur in allerbestem Licht lesen kann, obwohl ich zum Lesen gute Augen habe. Du findest Sie ergänzend als Download in einem Beitrag des Autors auf seiner Webseite unter Infografik Urheberrecht – Checkliste zum rechtssicheren Umgang mit Inhalten im Internet und Social Media in zwei Formaten und kannst sie Dir dann am Bildschirm entsprechend vergrößern.

Fazit

Ein lesenswertes Buch für berufliche Einsteiger in das Thema zur Sensibilisierung dafür. Wer sich tiefer in das Thema einarbeiten möchte, wird meiner Ansicht nach rechtliche Beratung oder mindestens weitere intensive Recherche dafür brauchen.

Danke an den Haufe Verlag (Werbung) für das Rezensionsexemplar.

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Buchreview: Future.Fashion. Economics

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Future. Fashion. Economics.: Der Guide für zukunftsorientiertes, verantwortungsbewusstes Wirtschaftsdenken in der Modebranche - A guide to ... economic thinking in the fashion industry (Affiliate-Link)
Zweisprachig deutsch-englisch von Jana Kern und Alex Vogt

Wie kann Mode in der Zukunft aussehen? Wie kann der überstrapazierte Nachhaltigkeitsbegriff neu interpretiert werden? Aus welchen Materialien kann man wirklich nachhaltig fertigen? Was darf man mischen und was nicht?

Jana Kern, Journalistin und Textil-/Bekleidungsingenieurin und Alex Vogt, Textilbetriebswirt, sind Kommunikations- und Strategieberater mit dem Schwerpunkt auf Corporate Responsibility und Innovationsthemen in der Modebranche. Gemeinsam mit Interviewpartnern entwerfen sie sieben Zukunftsszenarien und stellen Best Practice Beispiele vor. Den Abschluss bilden Dossiers zu Fasern, Supply Chain, Design, Handel, Kommunikation und Werten.

“Es geht nicht darum, weniger zu konsumieren, sondern intelligenter zu produzieren.”

Prof. Dr. Michael Braungart spricht mir damit aus dem Herzen (Seite 127). Ob es um die Konvergenz von Online und Offline geht, Nutzen statt besitzen, Produktlebenszyklen, Vermeidung von Müll gen Null gehend, Einsparung von Materialien in der Produktion oder die Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit des Ganzen – in dem Wirtschaftsbuch stehen kluge Gedanken dazu.

Fazit

Das Buch ist lesenswert für alle, die sich mit dem Thema beschäftigen. Der Gedanke beim Lesen war ganz oft: Ja, das kann funktionieren. Warum ist die Welt der Mode, des Handels und der Produktion nicht schon lange so wie in den Zukunftsszenarien?

Die dfv Mediengruppe Fachbuch hat es mir als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Es ist über die üblichen Quellen und im Webshop bei der dfv Mediengruppe Fachbuch (Werbung) zu bestellen. Das Buch passt optimal zu Traude Rostroses Jahresaktion A New Life und wird dort verlinkt.

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Buchreview: Das lass ich los!

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Das lass ich los! Sich von innerem und äußerem Ballast befreien (Leichter leben) (Affiliate-Link)

Von Autorin Pia Mester habe ich Dir bereits die Bücher Schlank im Schrank (Rezensionsexemplar) und Minimalismus trifft Kleiderschrank (Rezensionsexemplar) vorgestellt. Ihr Blog MalMini hat einen festen Platz in meiner Leseliste. Bei Das lass ich los! ist nicht nur der Kleiderschrank an der Reihe, sondern das ganze Leben. Sich von innerem und äußerem Ballast zu befreien, tut gut. Ich mache das regelmäßig. Bei Dingen fällt mir das leichter als bei innerem Ballast.

Das Buch besteht aus drei Bereichen

  1. Vom Ballast, den Sie mit sich herumschleppen
  2. Besitz loslassen: Sind Sie, was Sie haben?
  3. Die Gedanken sind frei: Was Sie im Alltag loslassen können.

Vom ersten Moment an hat mich Pia Mester dazu gebracht, mit den Personen im Buch mitzufühlen. Die fesselnden Beispiele haben mir sofort Lust gemacht, etwas umzusetzen.

Mein Lieblingssatz

“Fragen Sie sich jeden Abend: Was habe ich heute für mein großes Ziel getan?” (Seite 19) Nach dem Durchdenken dieses Satzes bin ich um 7:00 Uhr am Sonntag freiwillig aufgestanden, habe das Buch auf dem Nachttisch gelegt und beschlossen, an die Ostsee zu fahren. Mein großes Ziel ist die Sammlung möglichst vieler Glücksmomente. Dafür musste ich an dem Tag das Meer sehen. Ohne das Buch hätte ich den Tag zu Hause vertrödelt.

Abgründe sind überall zu finden

Inhaltlich möchte ich gar nichts weiter aus dem Buch verraten. Das kannst Du bei Interesse lieber selbst lesen. Aber ich verrate Dir, was es bei mir bewirkt hat. Obwohl ich Dinge gut wegwerfen und verschenken kann, habe auch ich dabei meine schwarzen Löcher . Von Schmuck und Uhren kann ich mich nicht gut trennen. Echten Schmuck lasse ich umarbeiten, wenn er mir nicht mehr gefällt. Aber Modeschmuck ist das Trennungsthema. Schuhe, die noch heil sind, aber nicht mehr angezogen werden, sind der andere Bereich, der mir schwer fällt beim Trennen.

Loslassen in der Praxis

Danke der Lektüre des Buchs hatte ich letzten Samstag Lust, mich diesen Themen zu widmen und habe mich von vier Uhren, sechs Brillen – dazu Freitag mehr, diversen einzelnen Ohrringen, Ketten und Armbändern getrennt. Vier paar Pumps, zwei Stiefelpaare, ein paar Flippies und ein Berg zu großer, unschöner Sportklamotten haben mich verlassen und es fühlte sich gut an.

Im Keller habe ich dann gleich noch einen Berg heiles Geschirr und Gläser aussortiert, den ich ins Sozialkaufhaus tragen werde. Außerdem habe ich mich von einem Teil in der Küche getrennt, das mich täglich an etwas Doofes erinnert hat. Es war heil, sauber und funktionstüchtig – und jetzt hat die Funktion ein Teil, was mich an etwas Schönes erinnert.

Ein eigentlich schönes Wolltuch, das seit Jahren einen unentfernbaren Lipglossfleck hat, musste ebenso gehen. Es hat mich jedes Mal geärgert, wenn ich es umgebunden habe und den Fleck eingefaltet habe. Es hat mich nicht glücklich gemacht. Dafür hat mich am Tag danach der Ersatz gefunden und die Lücke im Schrank gefüllt. Guter Tausch!

Fazit

Ich empfehle das Buch für alle, die auch nur eine Ecke haben, die im Haus oder Kopf nicht so richtig klar werden möchte. Die Chance, dafür eine zielführende Anregung in dem Buch zu finden, ist hoch.

Danke an den Scorpio Verlag (Werbung) für das Rezensionsexemplar.

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Buchreview: Stilvoll – Inspiration von Frauen, die Mode lieben

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Stilvoll: Inspiration von Frauen, die Mode lieben (Affiliate-Link)
von Marlene Sørensen

Was ziehe ich an ist die Frage, die deutsche Promis, Bloggerinnen, Schauspielerinnen, Designerin und Unternehmerinnen beantworten. Sie zeigen den Kern ihres Stils und nennen Lieblingslabels, die diesen Stil für sie verkörpern. Der Untertitel “Inspiration von Frauen, die Mode lieben” trifft den Inhalt des Buchs bestens. Das Buch ist unterteilt in Klassiker, neue Klassiker, Ausgehoutfits, Kleidung für echte Sommertage, Minusgrade und Ungewöhnliches.

Marlene Sørensen, Modejournalistin und Bloggerin, schreibt so anregend, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Das ansprechende Layout und die aktuellen Fotos machen neben der besonderen Aufmachung des Umschlags optische und haptische Freude.

Der Umschlag ist in verschiedenen Farben zu bekommen. Meiner ist grün mit lila. Wenn Du eine bestimmte Farbe haben möchtest, such sie am besten vor Ort im Buchhandel aus. Auf dem Umschlag ist der Titel eingestickt. Das finde ich stilvoll. Von der Produktion gibt es auf YouTube ein Video – Making of: “Stilvoll” von Marlene Sørensen (Werbung).

Das Buch ist für Frauen, die gerne in fremde Kleiderschränke gucken, um sich Ideen zu holen. Voraussetzung dafür ist, den eigenen Stil zu kennen, denn dazu gibt es keinen Input in dem Buch. Aber Du wirst beim Lesen sofort spüren, was Dich magisch anzieht und Dir gefällt und was davon nichts für Dich ist.

Kleiner Kritikpunkt: Der Inhalt ist mir zu labelbetont, auch wenn von High Fashion bis Low Fashion alles genannt wird. Das Label ACNE habe ich so gehäuft noch nie genannt gesehen. Die Autorin lebt in Berlin. Da geht => siehe Der Berliner Stil offenbar wirklich nichts ohne ACNE … Wenn man davon absieht, sind die Labelempfehlungen durchaus gut, wenn man einen Stil nachkaufen möchte. Das weißt Du wenigstens, wo Du es in allen Preiskategorien findest. Ich werde mir daraufhin die Cashmerepullover einer Kaufhauskette ansehen.

Auf einem Bucheinleger der Verlegerin Dr. Marcella Prior-Callwey steht “mehr muss man zum perfekten Kleiderschrank nicht wissen”. Die Brücke ist mir ein bisschen arg wackelig. Aber davon abgesehen, ist es einfach ein schönes Buch. Dass mich die Autorin mit ihrem pointierten Schreibstil mehrfach zum Lachen gebracht beim Lesen, gefällt mir ebenso. Kleine Kostprobe: “Ein Gürtel schnürt ein Outfit zum Gesamtpaket” (Seite 43).

Auf das Buch bin ich in der Leseliste für den Sommer bei der Modeflüsterin aufmerksam geworden. Du weißt ja, dass ich alle Bücher zu dem Thema verschlinge. Deshalb freue ich mich, ein Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten zu haben. Es ist über die üblichen Quellen und im Webshop beim Callwey Verlag (Werbung) zu bestellen.

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Buchreview: 500 Elemente des Modedesigns – Formen, Stile, Stoffe

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500 Elemente des Modedesigns: Formen, Stile, Stoffe (Affiliate Link)
von Simon Travers-Spencer und Zarida Zaman

Unglaublich, wie viele Details Kleidung aufweist, oder? Die Autoren, beide Modedesigner und Dozenten, geben einen Überblick zur Designentwicklung und Tipps zur Entstehung eigener Entwürfe, z.B. die Arbeit mit Moodboards und Schneiderbüsten. Eine Einführung in die Proportionen des weiblichen Körpers und verschiedene Silhouetten bilden neben Stoffen und Farben die Grundlage.

Kleiderzeichnun von Ines Meyrose IMFormenverzeichnis

Im Hauptteil des Buchs stellen die beiden Designer Optionen für Lösungen bei Ärmeln, Halsausschnitten, Kragen, Taillenabschlüssen, Taschen an der Kleidung, Ärmelabschlüssen, Verschlüssen und Säumen vor.

Die einzelnen Kapitel sind untergliedert in verschiedene Kleidungsstücke, an denen die Elemente Anwendung finden. Dieses sind mit Strichzeichnungen, Stoffgewichteignungen und Laufstegfotos der konkreten Umsetzung illustriert. Die einzelnen Aspekte werden wertungsfrei vorgestellt, d.h. es gibt keine Stilberatung im Sinn von das passt zu dem Figurtyp oder Stilptyp.

Stoffverzeichnis

Stoffgewichte und Stoffarten werden mit Fotos, Beschreibungen und Einsatzmöglichkeiten vorgestellt. Jetzt ist mir auch endlich der Unterschied zwischen Samt und Nicki klar … Eine ausklappbare Figurine kann für eigene Entwürfe verwendet werden.

Zielgruppe

Wenn Du eigene Kleidung entwerfen oder ändern möchtest, findest Du Ideen in dem Buch. Auch wenn Du Deine Kleidung nicht selbst schneidern möchtest, sondern sie in Auftrag gibst, findest Du in dem Buch viele Anregungen für Details, die Du umsetzen lassen kannst.

Außerdem wirst Du an den Beispielen der Formen sofort sehen, was Dich anspricht und was nicht. Anhand der abstrakten Strichzeichnungen ist das viel einfacher als bei Fotos in einem Katalog, wenn ein Mensch die Kleidung trägt, Farben und Stoffe bereits im Spiel sind und die Kulisse auch noch wirkt. Das Beschäftigen damit macht das Einkaufen konkreter Dinge leichter, weil Du besser auf einzelne Elemente achten kannst.

Mein Tipp

Schau Dir genau an, welche Elemente Dir zusagen, stelle die in einem Moodboard zusammen und prüfe potenzielle Kleidung darauf vor dem Kauf.

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop beim Haupt Verlag (Werbung) in der Schweiz zu bestellen. Es wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Ich nehme es bei den Buchempfehlungen bei image&impression auf.

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