Warum ich keine Samstage mag

Daumen runter

Bei der Instagram-Challenge Zeig Dein Business war eine Frage, welches mein liebster Business-Tag ist. Das ist für Kundentermine ganz deutlich der Mittwoch. Es ist meistens wenig los auf den Straßen, man kommt gut durch den Verkehr, alle sind wach nach dem Wochenende und noch nicht im neuen Wochenendmodus.

Es gibt hingegen aber einen anderen Tag, den ich privat gar nicht gerne mag. Das ist der Samstag! Ich habe selten so schlechte Laune wie an Samstagen, bin selten so unausgeglichen und unzufrieden.

Was tut mir der Samstag?

  • Er will was von mir! Wenn ich an einem Samstag frei habe, was nicht immer der Fall ist, verspüre ich den Druck, den freien Tag genießen zu müssen. Ich denke, ihn ausfüllen zu müssen. Wird er vergammelt, war er verschenkt.
  • Ich frühstücke etwas später als in der Woche und alleine das bringt meinen Rhythmus durcheinander. Diese 90 Minuten reicht dafür schon aus. Aber nur dafür eher aufstehen und auf das frische Roggenbaguette verzichten? Geht auch nicht. Ich könnte an dieser Stelle gestehen, dass mein Mann samstags zwischen 7:00 und 8:30 Uhr den kompletten Wochenlebensmitteleinkauf im Supermarkt und auf dem Wochenmarkt erledigt anhand der Einkaufszettel, die ich am Vorabend schreibe. Ich führe in der Hinsicht – und auch in vielen anderen Teilen – ein Luxusleben. O.K., dafür koche ich die ganze Woche über, aber das mache ich gerne.
  • Ihm fehlt die Struktur. Weil die Samstage aber so unterschiedlich verlaufen, kann ich ihnen keine feste Struktur geben. Mal habe ich einen Kundentermin, wenn ein Kunde unter der Woche keine Zeit hat, mal kommen Gäste oder wir sind verabredet. Ab und an machen wir einen Ausflug. Das führt alles dazu, dass ich oft die Zeit verpasse, Mittagessen zu kochen, und dann auf einmal völlig überhungert bin. Dann geht es mir in Windeseile gar nicht gut. Das passiert mir in der Woche und sonntags fast nie.
  • Am Ende eines Samstags ohne besondere Vorkommnisse habe ich oft das Gefühl, den Tag verschenkt zu haben. Sonntage erlaube ich mir zu vertrödeln, Samstage offenbar nicht.

Ist alles eine Frage der inneren Haltung zu dem Samstag, den eigenen Einstellungen und hausgemachten Problemen, ich weiß. Und dennoch ist es, wie es ist: Ich mag keine Samstage. Vielleicht sollte ich sie einfach wieder Sonnabende nennen und mich so mit ihnen versöhnen.

Im Sommer nur noch sonntags

Sonnabend erinnert an Sonntag und Sonntage mag ich. Leser_innen mögen Sonntage hier offenbar auch, denn sonntags gibt es die meisten Besucher_innen. Bis zum Blog-Geburtstag am 21. August, zu dem ich gerade eine schöne Verlosung vorbereite, werde ich schreibfaul sein und voraussichtlich nur sonntags einen Beitrag veröffentlichen. Wer an den anderen Tagen neue Beiträge vermisst, ist herzlich eingeladen, im Archiv und auf den festen Seiten des Blogs zu lesen. Besonders beliebt sind in diesem Jahr die Beiträge

Welcher Wochentag hat bei Dir schlechte Karten?