Mehr als einen Ehering – zwei, drei …

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Ehering Bicolor Design Ines Meyrose, Fertigung Goldschmiede Mechlem

Meine Leser_innen sind immer wieder für eine Überraschung gut. Die eine wundert sich, dass das gesponserte Fitbit-Schrittzähler-Fitnessarmband mich zu noch mehr Bewegung motiviert. Ich bin überrascht davon, dass jemand davon überrascht ist. Die nächste ist erstaunt, dass ich mehr als einen Ehering trage, in einer Ehe wohlgemerkt, was mich zu diesem Beitrag animiert hat.

Silber und Gold kombinieren

Schmuck zum RingelshirtIm Artikel Schmuck zum Ringelshirt habe ich in einer Antwort an Andrea zum Thema der Kombination von Gelbgold mit Silber(farben) geschrieben, dass ich zwei Eheringe besitze, um den Gesamtlook besser komponieren zu können.

Der eine ist in Roségold mit Gelbgoldstreifen, der andere ist aus Weißgold, ebenso mit einem Gelbgoldstreifen. Es sind die gleichen Entwürfe von mir und beide von der Goldschmiede Mechlem in Hamburg-Harburg gefertigt. Sieglinde schrieb dazu “Das geht für mich gar nicht. Ich trage immer den Original-Goldring – egal ob er sonst dazu passt.”

Polarisierendes Thema

Ob man nun Gold- und Silberschmuck mischen mag, ist ja an sich schon eine Frage, an der sich die Geister streiten können. Wenn dann noch Rot- oder Roségold dazu kommen, wird es noch schwieriger. Der schlichte Trinity von Cartier steht mir leider nicht :) , der größere mit glitzernden Steinen schon – aber der ist zu teuer. Ich schweife ab.

Also ich – ganz persönlich für mich – mische Schmuckfarben nicht gerne. Weil ich in der Zeit der Eheschließung 2004 nur Weißgold getragen habe, habe ich mich für einen Ring in nicht rhodiniertem Weißgold entschieden. Den Streifen in Gelbgold ist darin, um Gelbgold dazu trotzdem kombinierbar zu machen. Das funktioniert gut. Der Verlobungsring ist gleichwertig in beiden Farben und passt auch gut dazu. Dann habe ich mir 2006 einen Schmuckring in Roségold gewünscht und bekommen. Der sieht toll aus und trägt sich schön, aber es wurde mir einfach zu bunt an mir damit.

Deshalb habe ich mir im Jahr darauf zu Weihnachten einen zweiten Ehering gewünscht. Für das Gold wurde alter, nicht getragener Schmuck eingeschmolzen und die Fertigungskosten zu habe ich zu Weihnachten bekommen. Da der Ring genau die gleiche Form hat, fällt beim Tragen niemandem ein Unterschied zum Ring meines Mannes auf, aber mir geht es besser damit. Geht es mir gut, geht es meinem Mann auch gut :) .

Flexibel bleiben

Dann wurde ich langsam immer dicker – bevor die Abnehmgeschichte begann – und die Ringe, beide gleich groß und schwer zu ändern – wurden mir zu eng. Mit dem breiten Band oben sehen die in zu eng auf dem Finger nicht gut aus. Dann habe ich meinen Mann gefragt, ob ich statt der beiden Eheringe auch jeden anderen Ring tragen darf, den er mir geschenkt hat. Er war sofort einverstanden. Das hatte dann zwei Vorteile: Die schönen anderen Ringe wurden viel mehr getragen, denn ich trage nur ungern mehr als einen Ring gleichzeitig, und ich hatte wieder viel mehr Kombinationsmöglichkeiten mit meinem anderen Schmuck.

Vor ein paar Wochen habe ich dann gemerkt, dass der Ehering wieder richtig passt und sich gut anfühlt. Deshalb trage ich ihn jetzt gerade wieder gerne. Die Idee, dass ich alle geschenkten Ringe an dem Ringfinger der rechten Hand als Ehering tragen kann finde ich immer noch schön und behalte sie bei. Warum trage ich einen Ehering? Als sichtbares Zeichen, verheiratet zu sein. Ich bin gerne verheiratet, gerne mit diesem Mann und das darf jeder wissen. Als Zeichen dafür funktioniert fast jeder Ring, weil das Symbol so stark in unseren Köpfen verankert ist. Ich bin nicht religiös. Da ist nichts gesegnet. Und wenn mir das wichtig wäre, könnte ich das ja auch mit den anderen Ringen machen lassen, oder?

Sich immer wieder neu erfinden

Armband, auch als Kette zu tragen, von Sence Copenhagen in taupeBei meinem Kunden habe ich den letzten zwölf Jahren viel gesehen. Darunter war ein Paar, das alle paar Jahre neue Eheringe kauft. Gerne im Urlaub als schöne Erinnerung. Wenn einer der beiden Lust auf einen neuen Ring hat, bekommen beide einen. Von den Kosten abgesehen, finde ich die Idee klasse. Denn das Entscheidende dabei ist: Beide wollen das so.

Das Armband von Sence Copenhagen, das ich in dem Beitrag zum Schmuck zum Ringelshirt gezeigt habe, ist inzwischen übrigens bei da sempre (Freiwillige Werbung meinerseits, für die ich nichts bekomme. Weil da sempre Werbepartner von mir ist und ich schon mehrfach gesponserte Sachen von dort hatte, schreibe ich das mit der freiwilligen Werbung hier ausnahmsweise dazu. Ansonsten sind bei mir alle Links und Hinweise freiwillig und ohne Auftrag/Vergütung, wenn nichts anderes dabei steht) wieder lieferbar. Meins hat inzwischen Tragespuren, aber ich mag es immer noch sehr gerne – als Kette und als Armband. Es passt zu ganz vielen Kleidungsstücken und Anlässen. Das ist ein Teil, bei dem für mich die Modemathematik absolut aufgeht und für das ich oft Komplimente bekomme.

Was denkst Du über mehrere Eheringe in einer Ehe?