Lesetipp: War er es oder wer war es?

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Der unschuldige Mörder von Mattias Advardsson - Buchcover

Der unschuldige Mörder
von Mattias Edvardsson

Einen anderen Krimi von Mattias Edvardsson, Die Lüge, habe ich Dir im Januar vorgestellt. Als ich den ausgelesen hatte, habe ich sofort nach weiteren Büchern des Autors gesucht und bin auf Der unschuldige Mörder gestoßen. Das habe ich beim Limes Verlag (Werbung) angefragt und als Rezensionsexemplar erhalten. Die beiden Bücher kannst Du unabhängig voneinander lesen, es ist keine Serie. Ausnahmsweise starte ich mit dem Klappentext:

“Lund, Schweden: Vier Literaturstudenten treffen auf den gefeierten Autor Leo Stark. Schnell geraten sie in den Bann des manipulativen Schriftstellers, der sie gleichermaßen fasziniert wie abstößt. Doch eines Nachts verschwindet Stark spurlos. Und obwohl keine Leiche gefunden wird, spricht man den Studenten Adrian des Mordes schuldig.

Jahre später beschließt dessen Freund Zack, ein Buch zu schreiben. Das Verbrechen von damals, für das Adrian acht Jahre ins Gefängnis musste, hat den Journalisten nie richtig losgelassen. Von Adrians Unschuld überzeugt, ist Zack fest entschlossen, die Wahrheit aufzudecken. Doch bei seinen Recherchen stößt er auf den Widerstand seiner ehemaligen Studienfreunde. Alle scheinen sie etwas vor Zack zu verbergen. Und dann taucht plötzlich Leo Starks Leiche auf …”

Das Buch spielt in zwei Ebenen: 1997 zur Studentenzeit der Freunde und 2008 zur Zeit des Auftauchens von Leos Leiche. Beide Ebenen wechseln sich kapitelweise nach einigen Seiten ab. Das finde ich spannend konstruiert, weil man als Leser ständig in beiden Ebenen gedanklich unterwegs ist und die Protagonisten identisch sind. Wie in dem Buch Die Lüge geht es um die Frage der Wahrheit. Auf Seite 421 kommt Zack zu der Erkenntnis

“Die Wahrheit kann sehr verschieden aussehen, je nachdem, wen man fragt.”

Es gibt dermaßen viele Ungereimtheiten bei diesem Todesfall und den Verstrickungen der Freunde untereinander, dass mir die Auflösung bis kurz vor dem Ende nicht klar war. Spoiler: Ganz am Ende erfährt der Leser, was passiert ist.

Der unschuldige Mörder von Mattias Advardsson - Buchseite 285

Zacks Worte, dass das Leben so viel einfacher hätte sein könnte, wenn man damals gewusst hätte, was man jetzt weiß, sprechen mir aus dem Herzen. Es gibt nur wenige Erlebnisse in meinem Leben, die ich bereue, aber einiges hätte ich dennoch gerne vorab gewusst … Es ist krass, wie viele Geschichten von 1997 im aktuellen Strang des Buchs zu Tage kommen und wie viele Missverständnisse bzw. schlichtweg unterschiedliche Empfindungen es zwischen den Personen gab. Da möchte ich lieber gar nicht wissen, wie die Rückschau auf mein eigenes Leben aussähe …

Zum Inhalt verrate ich Dir nicht mehr, um die Spannung aufrecht zu erhalten für alle, die den Schwedenkrimi lesen möchte. Eine Leseempfehlung für Krimifans bekommt das Buch von mir in jedem Fall. Die Lüge hat mich noch etwas mehr gefesselt, aber Der unschuldige Mörder ist ebenso lesenswert.

Welchen Lesetipp hast Du für mich?

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Lesetipp: Der Weg zur Wahrheit

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Die Lüge
von Mattias Edvardsson

Was ist eine Lüge? Weglassen von Wahrheit? Verdrehen der Wahrheit? Die subjektive Sicht auf Dinge? Wahrheit ist relativ …

Freitagabend ist die Welt in Lund, einer Stadt in Schweden, für Adam, Ulrika und Stella in Ordnung. In der Nacht schon nicht mehr für alle. Am Sonntag für keinen der drei mehr. Adam ist evangelischer Pfarrer, Ulrika eine renommierte Rechtsanwältin und Stella ihre extrem emotionale 19-jährige Tochter auf dem Weg ins Leben nach dem Abitur.

Am Samstag wird die Leiche von Chris, einem 32-jährigen Geschäftsmann gefunden und Stella wegen Mordverdacht in Untersuchungshaft genommen. Kannte Stella Chris? Was verschweigt sie ihren Eltern? Warum war sie in der Nähe des Tatorts? Und was hat ihre schwesterliche Freundin Amina damit zu tun?

Eine der Kernfragen des Buchs ist, wie weit Eltern gehen, um ihr Kind zu schützen. Das Besondere an dem Krimi ist, dass er im ersten Drittel aus der Ich-Perspektive des Vaters geschrieben ist, im zweiten Drittel aus Stellas Sicht und im Dritten aus der von Ulrika. Im Epilog kommt Stella abschließend zu Wort.

In der Gedankenwelt des jeweiligen Erzählers geht es um die aktuelle Situation, aber auch um Rückblenden bis zum Kennenlernen der Ehepartner, der Geburt von Stella und ihrem Aufwachsen. Zu sehen, wie Erlebnisse von den Menschen unterschiedlich wahrgenommen werden können, ist für mich immer wieder krass.

Letztlich ist die ganze Zeit über die Frage: Hat Stella den Mord begangen oder nicht? Das Problem ist nämlich, dass ihr aufgrund ihres impulsiven Verhaltens durchaus mehr als eine Person den Mord zutraut.

Es bleibt spannend!

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P.S.

Ich weiß nicht mehr, ob mir das Buch von einer Leserin empfohlen wurde, ich es auf einem anderen Blog gesehen oder mir selbst bei Amazon herausgesucht habe. Gekauft habe ich es jedenfalls selbst. Falls es ein Tipp von jemandem war: Danke an Unbekannt!

Buchtipp: Krimis mit Sebastian Bergmann

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Der Mann, der kein Mörder war (Ein Fall für Sebastian Bergman, Band 1) (Affiliate-Link)
Autoren: Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt

Diese schwedische Krimireihe um die Reichmordkommission und den Psychologen Sebastian Bergmann, der selbst so neben der Spur ist, wie es vielleicht nur Psychologen sein können, wurde mir in einer Buchhandlung empfohlen. Ich war auf der Suche nach Lesestoff, als ich mit den Krimis von Viveca Sten durch war.

Diese Serie ist nichts für zarte Gemüter. Als Film könnte ich die nicht sehen – als Buch halte ich die Spannung so gerade noch aus. Die Sprache ist so, dass ich sofort in die Charaktere eintauche und – wie soll ich sagen – mit Psychopathen bin ich nicht so gerne sichtbar eins ;) . Die Bände haben jeweils 600 Seiten und ich habe Band 1 bis 3 in einem Rutsch gelesen. Bei Band 4 bin ich gerade und ich weiß jetzt schon, dass Band 5 auch von mir gekauft wird.

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Die weiteren Bände sind

Viel Spaß beim Lesen!

Buchtipp: Schwedenkrimireihe von Viveca Sten

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Viveca Sten: Tödlicher Mittsommer, 1. Fall

Lust auf echte Pageturner? Die Krimis von Viveca Sten haben mich sofort gefesselt. Nach dem ersten Fall 1 habe ich mir umgehend Fall 2 für den Kindle gekauft ohne vorherige Leseprobe, Fall 3-5 folgten ebenso. Auf Nummer 6 musste ich dann zwei Wochen warten, die laaang wurden … und drei Tage später waren auch diese 400 Seiten gelesen.

Die Geschichten spielen im schwedischen Schärengarten vor Stockholm und ab und an auch mal in der Stadt. Hauptdarsteller sind Polizist Thomas und seine beste Schulfreundin Nora aus Jugendtagen, die rein zufällig immer wieder in die Fälle gerät und ihm dabei hilft. Dazu gibt es Beziehungskrisen und Liebe, Sommer, Sand und Schnee.

Was will man mehr?

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