Geld sparen leicht gemacht

Muenzen

Geld wie Heu haben wir alle nicht, oder? Da ich gar kein Heu habe, ist das auch gut so. Aber Geld zum Leben habe ich schon recht gerne. Das Geld an sich ist ja egal, aber das, was man sich damit möglich machen kann, mag ich.

Bei Salvia vom Blog Liebstöckelschuh habe ich gestern den Artikel Geld sparen – womit fängt man an gesehen. Ihre Tipps unterschreibe ich sofort. Ich spare an vielen Dingen im Alltag, um mir schöne Erlebnisse oder Sachen leisten zu können. Das geht bei mir so:

15 offene Geheimnisse zum Geld sparen

  1. Trinke Leitungswasser anstatt Wasser in Flaschen zu kaufen.
  2. Kaufe Getränke in 5-Liter-Bag-in-Box-Einheiten anstatt in Einzelflaschen. Das spart zusätzlich Verpackung an Müll und Schlepperei.
  3. Kaufe alles von Discounter-Eigenmarken, was in der Qualität so gut ist wie Markenprodukte, z.B. Alltagsprodukte wie Klopapier und Taschentücher. Magerquark von Aldi schmeckt für mich genauso wie das teure Markenprodukt aus dem Supermarkt. Die Pilze bei Aldi sind oft frischer als die vom Gemüsehändler.
  4. Achte auf saisonales Gemüse. Das hat weniger Transport- und Lagerkosten eingepreist.
  5. Verwerte Reste von Essen zu neuen Gerichten. Aus dem kleinen Rest Gemüsepfanne kann morgen Deine Nudelsoße werden.
  6. Kaufe Kleidung anti-saisonal. Coole Stiefel sind im März billiger als Restposten als im September, wenn sie neu im Laden sind. Dinge in der Preisklasse trage ich eh länger als eine Saison, da können sie die erste gerne im Laden verbringen.
  7. Kaufe hochwertige Produkte, weil die länger halten. Wie sagt der Volksmund so schön: Ich kann es mir nicht leisten, billig zu kaufen. Wenn die Modemathematik aufgeht, hast Du Geld gespart. Kaufe lieber ein hochpreisiges, haltbares Teil als Berge Billigschrott.
  8. Vermeide Fehlkäufe. Nichts ist teuer bezahlt als Dinge, die Du nicht verwendest.
  9. Kaufe große Mengen, wenn es dafür Rabatt gibt, und teile die Sachen mit Freunden, die die gleichen Produkte verwenden. Hundefutter zum Beispiel bestelle ich in 20 kg-Einheiten, weil es viel günstiger ist als kleinere Einheiten.
  10. Bastel Geburtstags- oder Grußkarten selbst aus alten Zeitschriften. Eine schöne Anleitung dafür findest Du bei was eigenes.
  11. Kommuniziere im Familien- und Freundeskreis klar, was für Geschenke Du magst und gebrauchen kannst.
  12. Halte Deinen Mobilfunkvertrag so günstig es geht.
  13. Prüfe regelmäßig Deine Versicherungen, ob Du noch alle brauchst und sie zeitgemäß sind.
  14. Mach einfach mal nur einen schönen Spaziergang anstatt ins Kino oder Essen zu gehen.
  15. Tausche Fertigkeiten ein. Du kannst super nähen und kochst nicht gerne? Deine Freundin kocht schlecht und näht gut? Anstatt die Schneiderin und das Restaurant zu bezahlen, kann die eine nähen, während die andere kocht.

An welcher Ecke sparst Du am einfachsten?

Buchtipp: STILVOLL SPAREN – Mit Chic und charme durch schwere Zeiten

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Wer das mit den schweren Zeiten nicht zu ernst nimmt und nicht gerade in wirklicher Not steckt, sondern eher Luxusprobleme hat, wird sich beim Lesen dieses Buchs durchaus amüsieren. Auch die Autorin betont immer wieder, dass es nicht um echte Not und Armut geht.

Die Quintessenz des Buchs ist: (Fast) jeder Mensch hat das Gefühl, sparen zu müssen und dass Geld im Lauf des Lebens ab einem gewissen Punkt meistens eher weniger als mehr zur Verfügung steht. Wer sich seinen Lebensstandard und Luxus erhalten möchte, muss also sehen, wo er dafür Einsparungen vornehmen kann und wo besser nicht. Dabei geht die Autorin auf Wohnen, Essen, Kleidung und Ehemänner ein. Der Kaufgrund war für mich natürlich die Kleidung. Ihren diesbezüglichen Tipps kann ich nur zustimmen:

  • Wer wenig Geld für Kleidung ausgeben kann oder will, sollte lieber am Ende einer Saison in einem teuren Geschäft danach suchen als am Anfang der Saison in einem billigen Geschäft. Getreu dem Motto: Ich kann es mir nicht leisten, Billiges zu kaufen. Teure Sachen sind oftmals von besserer Qualität (leider auch nicht immer – bitte genau hinsehen) und halten somit länger. Die Kosten pro Tragen sind geringer und die Sachen sehen hochwertiger aus.
  • Wenn Sie Ihre Garderobe um eine bestimmt Farbe herumgruppieren, können Sie die Sachen optimal untereinander kombinieren und brauchen so weniger Inhalt im Schrank. Dafür empfiehlt sich eine eher dunkle Farbe wie schwarz, braun, grau oder dunkelblau, weil es dann Ihrem Umfeld nicht so auffällt, wenn Sie diese Sachen öfter tragen. Besonders wichtig ist das für Mäntel, Jacken, Röcke, Hosenanzüge, Kostüme, Schuhe und Taschen. Farbliche Akzente können Sie mit Blusen, Schals, T-Shirts, Schmuck und anderen Accessoires setzen.
  • Die Empfehlung, bei Strümpfen und Socken möglichst gleich sechs Paar zu kaufen, gebe ich meinen Kunden auch gerne. So kann man Einzelsocken wieder neu kombinieren und das Zusammenlegen nach der Wäsche geht auch gleich viel schneller, wenn viele gleich sind. Ich kaufe sogar gerne 10 Paare … die halten dann sehr lange, bis kein Paar mehr über ist. Von einem Sockenkauf aus 2006 mit fünf Paaren habe ich immer noch ein Paar im Einsatz. Wichtig. Tragen Sie immer alle Paare und nicht nur das im Schrank oben liegende – sonst passen die Strümpfe im Verwaschungsgrad irgendwann nicht mehr zusammen …

Das Lustige ist, dass dieses Buch aus dem 1930er Jahren stammt und nur wieder aktuell aufgelegt wurde! Beim Lesen denkt man, es ist brandaktuell – es wird die Krise erwähnt, es wird allgemein steigende Unsicherheit thematisiert, die Essenstipps können aus einer aktuellen Zeitschrift sein. Nur bei einigen Üblichkeiten und Worten, die heutzutage nicht mehr gebräuchlich sind, stolpert der Leser darüber. Für mich hatte das beim Lesen einen besonderen Charme.

Zum Abschluss hier noch ein Zitat von Seite 75:
“Außerdem müsste die werktätige Frau erst noch gefunden werden, die sich nicht hin und wieder – und das heißt: recht häufig – berechtigt fühlt, mit vollen Händen Geld auszugeben.”

Gibt es eine schönere Rechtfertigung, Shoppen zu gehen?