Wie finde ich den passenden Hut … und auf zur Landpartie

Sommerhut

Leserin jekami alias Uschi B. hat mich auf Google+ zum Outfit Gut behütet und beringelt gefragt, ob ich nicht mal Lust hätte, einen Beitrag zur Auswahl des passenden Hutes zu schreiben. Spontan dachte ich: Gute Idee, warum nicht. Wird sicher umfassend, aber mal gucken.

Hutarten Mind-Map

Bei der Stichwortsammlung, die ich gerne als Mind-Map mit dickem Stift auf Papier mache, wurde mir klar, dass mir das Feld zu weit ist, um einen Beitrag darüber zu schreiben, mit dem die meisten Leserinnen am Ende dann wissen, welcher Hut zu Ihnen passt. Außerdem glaube ich, dass sich gar nicht so viele Leserinnen dafür interessieren. Auf der Mind-Map findet Ihr aber immerhin schon mal Kriterien, nach denen Ihr einen Kopfschmuck betrachten könnt. Darunter zeige ich Euch meine Gesichtsform, Kriterien für die Auswahl eines ganz bestimmten Hutes und ein komplettes Outfit damit.

Sommerhut

Fallbeispiel Gesichtsform

Ines Meyrose Bilder zur GesichtsformbestimmungInes Meyrose Bilder zur GesichtsformbestimmungFür die Auswahl eines Hutes ist es gut, die eigene Gesichtsform zu kennen. Es wird unterschieden zwischen rund, eckig, trapezförmig, länglich, dreieckig (herzförmig) und oval. Je nachdem, was Hut, Haare oder andere Accessoires verdecken, wird damit die optische Wirkung der Gesichtsform verändert. Ines Meyrose Bilder zur GesichtsformbestimmungMein Gesicht ist unter dem Strich oval. Allerdings habe ich ein spitzes Kinn (von vorne) mit Doppelkinntendenz (von der Seite) und eine sehr spitze Nase. Mein Gesicht hat sowohl weiche als auch kantige Züge in einem. Wenn ich die Stirn bedecke, z.B. mit einem Hut und im Kreis grinse, wirkt es manchmal sogar rund. Wenn Ihr Eure Gesichtsform bestimmen wollt, macht Ihr das am besten ungeschminkt mit zurückgenommenen Haaren. Solche Fotos möchte ich Euch aber nicht von mir zeigen und bitte um Verständnis.

Fallbeispiel Sommerhut

Dieser leichten Sommerhut ist ein Geschenk meines Mannes 2002 zum Geburtstag. Ich habe ihn bei Karstadt (Label unbekannt) ausgewählt, weil

  • Ines Meyrose mit Sommerhutdie Farbe zu meinem Teint passt
  • das leichte Material nicht zu sehr von oben optisch auf meine Statur drückt
  • die Krempe nach oben zeigt und mich das größer wirken lässt, als wenn die nach unten gebogen wäre
  • die runde Form der Krempe zu meinen weichen Körperformen passt
  • die Blumenverzierung zu romantischen Outfits passt
  • ich außerdem einen Hut brauchte, um ein schlichtes Kleid hochzeitsgasttauglich zu stylen. Seit dem ist das mein Hut für Hochzeiten und Sommerpartys. Ich gehöre zu den Menschen, die Hüte wirklich tragen und nicht nur als Dekoration herumhängen haben. Dieser hat eine eigene Hutschachtel, in der er in Seidenpapier bis zum nächsten Einsatz ruhen darf. Ich liebe übrigens Hutschachteln!

Auf zur Landpartie

Ines Meyrose #ootd 20140615

Am Sonntag war ich zum 70. Geburtstag einer Freundin eingeladen und die Feier fand in Hohenfelde statt. Das Dorf an der Trittauer Hahnheide ist so klein, dass die Adresse Haus 6 hieß. Dass auf dem Weg dahin im Radio von U2 Were the streets have no name lief, erheiterte uns durchaus. Für dieses schöne Fest bei allerbestem Sonnenschein und schönem Windhauch habe ich das neue Kleid von Zay getragen, das ich Euch hier schon mal gezeigt habe.

Rosamunde Pilcher lässt grüßen

Ich wurde von einem Mann mit den Worten begrüßt, dass ich aussähe, also ob ich einem Katalog entsprungen wäre. Kompliment oder nicht? Wer weiß … Diese Ton-in-Ton-Looks mag ich gerade sehr gerne und Taupe löst langsam richtiges Braun in meinem Schrank ab. Passend zur Haarfarbe … Die Sommerstiefeletten von Paul Barritt und Lederkette von Sence Copenhagen fügen sich schön dazu.

Der Hut passt außerdem zu Sunnys Aktion Um Kopf & Kragen #9. Geht mal gucken, was schon alles zu sehen ist!

Wie gefällt Euch mein Sommerhut?

Bilder der Woche mit gelben Punkten, blauer Brille, 2 Kleidern und 1 Tipp

Brille von Oliver Peoples gekauft bei Optik Renken in Hamburg

Einige Sachen wollen sich einfach nicht schön fotografieren lassen – Farben verfälschen oder es wird unscharf. Aber einige Sachen wollen trotzdem hier gezeigt werden. Schließlich gehören sie zu meinem Leben dazu. Heute zeige ich Euch ein paar Bilder aus den letzten sieben Tagen, die einfach zu mir passen.

Meyrose mit Brille Oliver Peoples und Tuch Fraas SonnenblumenpünktchenSomething Blue

Ich hatte mal wieder Lust auf eine neue Brille und habe die bei meinem Lieblingsoptiker Renken in Hamburg gefunden. Die beiden vorherigen haben die gleichen Gläserstärken, so dass ich gut variieren kann. Aber die Erfahrung sagt mir, dass die neue der Liebling wird und die älteren nur noch wenig getragen werden.

Meyrose mit Brille Oliver Peoples und Tuch Fraas SonnenblumenpünktchenDas Blau ist ungewohnt für mich. Die Farbe ist auf Fotos überhaupt nicht einzufangen. Der vordere Teil ist dunkelblau und hellblau unterlegt. Wenn man es auf einen helle Holzplatte oder gelbe Tischdecke legt, wirkt die ganze Brille petrolblau. Auf Weiß wirkt sie ganz kühl und der dunkle Teil erinnert an die dunkle Nordsee. Damit ist sie so anpassungsfähig, dass sie auf meiner warmtonigen Haut mit den trotzdem vorhandenen Rötungen recht harmonisch wirkt.

Something Yellow

Meyrose mit Tuch Fraas Sonnenblumenpünktchen

leichter Schal von Fraas mit gelben PunktenEin Freundinnengeschenk, über das ich mich sehr gefreut habe. Da die meisten meiner Tücher Namen bekommen, um sie auseinanderhalten und hier gut benennen zu können, wurde der leichte Crashschall aus Viskose von Fraas hausintern Sonnenblumenpünktchen getauft. Auch er ist etwas fotoscheu.

1 Abend – 2 Kleider

Meyrose #ootd 20140510 mit Wickelkleid von estomo

Samstag war ich in der Staatsoper Hamburg und habe Lear gesehen. Shakespeare modern vertont von Aribert Reimann – ein Erlebnis der besonderen Art. Nichts für Operneinsteiger, aber definitiv sehenswert. Das schräge ist, dass ich mich kaum an die Musik erinnern kann. Es war eine so rundherum gefangennehmende Darbietung mit traumhaftem Bühnenbild, dass Details im Nachhinein nicht mehr erfassbar sind. Eine tolle Inszenierung.

Mir war danach, mich mal wieder richtig schick zu machen. Leider hat es dann in Strömen gegossen und war eiskalt, so dass ich weder meine Gesundheit noch die geplanten Sandaletten ruinieren wollte. Schade. Da es in der Oper immer kalt im Zuschauerraum ist, wollte ich sie auch nicht dafür zum Wechseln mitnehmen. Also spart Euch bitte Kommentare zu den nicht ausreichend eleganten Sommerstiefeletten, OK?

Meyrose #ootd 20140510 mit Spitzenkleid von Zay

Umso besser passen die Schuhe zu dem Kleid von Zay, dass ich spontan zwischen Kartenabholung und Essengehen im Kurvenhaus Crispy entdeckt habe. Darin habe ich mich sofort verliebt und dann auch noch als Geschenk des Liebsten abgestaubt. Am liebsten hätte ich es gleich anbehalten, weil es sich so gut anfühlt. Aber dann wäre das petrolfarbene Wickelkleid von estomo bestimmt gekränkt gewesen. Es hat sich schon so damit gerächt, dass nie Kopf und Kleid auf einem Bild einigermaßen aussahen. Da kann man ja zum Glück mit einer kleinen Collage nachhelfen.

Ein Blick ins Familienalbum

Ines Meyrose in den 1970ern als BlumenkindZum Muttertag habe ich auf Instagram einige süße Mutter-Tochter-Bilder aus den 60ern und 70ern gesehen. Die gibt es von mir nicht, aber ein Portrait von mir als Blumenmädchen im Vorschulalter. Es ist mein Lieblingskinderbild.

Die zart gelockten Haarspitzen hielten bei mir immer höchstens ein paar Stunden. Die Zeit der echten Locken war damals leider schon vorbei. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich als Kind blonde Locken hatte?

Was ist Euer liebstes Kinderbild?

Something Orange

Zum Abschluss noch ein Tipp für alle, die Handwerkskunst lieben. Es gibt in Hamburg bis Sonntag 18. Mai 2014 im Hamburg Museum, auch bekannt als Museum für Hamburgische Geschichte, die kostenlose Ausstellung: “Das Festival der Handwerkskunst” – präsentiert von Hermès.

Ich bin beileibe kein Fan teurer Markenlabels, die nur hochpreisig des Namensprestige wegen sind und Ende oft mäßige Qualiät abliefern oder an zweifelhaften Orten produzieren. Hermès ist jedoch eine Marke bzw. Unternehmen, dass ich sehr schätze, auch wenn ich kein Kleidungsstück davon besitze, weil da absolut einzigartige Handwerkskunst drin steckt.

In verschiedenen Zeitschriftenartikeln habe ich in den letzten Jahren immer mal wieder gesehen, wie einzelne Teile hergestellt werden, z.B. Entwurf und Herstellung der berühmten Seidentücher. Von dieser Liebe zum Detail und Einzigartigkeit bin ich immer wieder schwer beeindruckt und kann mir durchaus vorstellen, von Hermès irgendwann einmal etwas zu erwerben.

Im Hamburg Museum im Holstenwall 24 können Besucher diese Woche den Handwerkern über die Schulter schauen. Was für eine besondere Chance! Infos dazu findet Ihr hier im hamburg-magazin.de und vor allem empfehle ich Euch den Besucherbericht der Bloggerin Bärbel auf Ü50, die uns allen fantastische Fotos und detaillierte Erklärungen zeigt.
Nachtrag 15. Mai 2014: Ich war heute da und bin tief beeindruckt von der Schönheit und Präsizion, die dort gezeigt wird. Es ist einfach nur w u n d e r s c h ö n .

Ich wünsche Euch ein wunderbares Wochenende!