Geht doch! #6 Bootcut Jeans an kleiner Frau

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Mid Rise Demi Bootcut Jeans in indigo von Lands' End mt leicht ausgestelltem Saum

Zu den Kleidungsstücken, die ich nie wieder im Leben anziehen wollte, gehörten Bootcut Jeans. Nachdem ich vor Jahren Bilder von mir in einer Bootcut Jeans in Größe 46 gesehen habe, die durchaus gut saß, kam ich zu dem Entschluss, dass mich das schlichtweg zu breit und kurz macht. Es nützte nichts, dass die nach unten ausgestellten Hosenbeine die Körpermitte schmaler aussehen lassen. Der Verbreiterungseffekt dominierte zu stark bei breiten Hüften und einer Körperlänge von nur 1,65 m.

Geliebte Stiefel als Schrankmonster? Das geht gar nicht!

Beim Aufräumen des Schuhschranks und Sichten für den Herbst fiel mir auf, dass ich für ein paar coole Cowboystiefel und meine Sternenzauberboots keine Hose für Herbst und Winter im Schrank habe, die darüber passt. Die dunklen Sternenzauberboots würden mit einer schmalen Hose drin gehen, was mir aber nicht so gut gefällt. Aber es gibt keine Jeans, die unten weit genug ist, dass sie über den Schaft passt, ohne anzuliegen.

Mjus Stiefeletten in taupe mit goldener Schnalle

Zwei paar gute Schuhe nicht zu tragen, weil eine Hose dafür fehlt, wollte ich nicht. Und neue Schuhe sind teurer als eine neue Jeans … dass die Jeans auch zu den anderen neuen Stiefeletten passt, macht sie umso vielfältiger zu kombinieren.

Gerade Jeans in 38/40 vs. 46/48

Ich habe zwei Jeans mit geradem Bein in Größe 38, Smart Straight von s.Oliver, bzw. 40, Sally von C&A, die wirklich nicht schmal sind, aber beide passen nicht über den Schaft. Die von s.Oliver passte zwar über die La Martina Polostiefel, aber nicht über die Cowboystiefel und die anderen Boots. Früher passten meine geraden Jeans über alle Stiefel. Warum? Eine Jeans in 46/48 ist auch bei geradem Schritt unten breiter als eine in 38/40. Eigentlich logisch, oder?

Sanfter Einstieg: Demi-Bootcut

Ines Meyrose - Imageberaterin - ü40 Bloggerin - Outfit 20170824 - Demi Bootcut Jeans Lands'End indigo - Bluse gelb kariert - Different Fashion - Stiefeletten - Mjus - Foto-Gunda Fahrenwaldt

Foto: Gunda Fahrenwaldt

Um nicht gleich die volle Weite einer Bootcut Jeans zu erwischen und wieder in die Zu-Breit-Falle zu tappen, habe ich mich für eine Demi-Bootcut von Lands’ End entschieden. Sie ist nur leicht ausgestellt und bis zum Knie figurbetont. Deshalb sage ich:

Geht doch!

Ines Meyrose - Imageberaterin - ü40 Bloggerin - Outfit 20170824 - Demi Bootcut Jeans Lands'End indigo - Bluse gelb kariert - Different Fashion - Seidenschal -Yam Yam - Stiefeletten - Mjus - Foto-Gunda Fahrenwaldt

Foto: Gunda Fahrenwaldt

Um die Gesamtsilhouette länger wirken zu lassen, helfen zusätzlich die hellen Schuhe und die helle Bluse, so dass kein deutlicher horizontaler Kontrast entsteht. Die Hose ist in der 32er-Länge so lang es geht, ohne auf dem Boden zu schleifen und streckt damit optisch. Wenn Du genau hinschaust, siehst Du, dass Schuhe und Tuch eine Farbklammer bilden und die Perlenohrringe die Punkte auf dem Tuch in Farbe und Form aufnehmen. Einen Farbkontrast setzt nur die Brille und lenkt damit den Blick zum Gesicht.

Bloggerfreundinnentreffen in Lüneburg

Danke an Gunda vom Blog Hauptsache warme Füße! für die Fotos, die bei unserem Treffen im August in Lüneburg im Rathausgarten entstanden sind. Mit Gunda rast die Zeit immer, weil es so viel zu erzählen gibt. Ein bisschen Bummeln und lecker Mittagessen waren wir auch noch.

Ines Meyrose - Imageberaterin - ü40 Bloggerin - Outfit 20170824 - Demi Bootcut Jeans Lands'End indigo - Bluse gelb kariert - Different Fashion - Foto-Gunda Fahrenwaldt

Foto: Gunda Fahrenwaldt

Hier geht es zu den anderen Beiträgen der Reihe Geht doch! – Kleidungsstücke und Accessoires, die Risiken und Nebenwirkungen haben können.

Wie ist Dein Verhältnis zu ausgestellten Hosen?

Schneeweiß am Herbstfarbytp mit Greenery

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Ines-Meyrose Outfit 20170908 weiße Bluse kombinieren im Komplettlook mit Greenery - Bluse COS Caprihose TONI-Schal Deerberg Plateausandaletten BP Zone

Wie trage ich einen weißen Komplettlook, ohne wie medizinisches Personal auszusehen? Ich trage ganz einfach keinen weißen Komplettlook, sondern addiere eine Akzentfarbe. So kann ich nebenbei zusätzlich das Problem lösen, dass mir Schneeweiß als Herbstfarbtyp nicht gut steht, weil es zu kontrastreich zu meinen natürlichen warmen Farben ist. Am besten stehen mir warmes Elfenbein-, Creme- und Wollweiß.

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Beim Kauf war die Bluse von COS (2016) nicht schneeweiß, sondern Eierschalweiß. Kühles, aber immerhin nicht ganz krasses Weiß. Dank der Bleichmittel im Weißwaschmittel ist sie nach einem Jahr Dauertragen inzwischen leider wirklich schneeweiß. Da ich sie unglaublich gerne trage und nicht komplet einfärben möchte, rette ich sie mit Tüchern in zu mir passenden Farben. Das Tuch ist etwas leuchtender als meine anderen, aber mit ein bisschen Sommerbräune funktioniert es.

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Die Caprihose ist ebenso schneeweiß und ich kombiniere sie am liebsten mit genau der Bluse. Da der Hamburger Sommer bisher ausgefallen ist, hat die Hose leider noch nicht viel Tageslicht gesehen. Bei einer Caprihose ist für mich die Länge ein entscheidendes Kriterium. Mir ist wichtig, dass sie vor Beginn meines Wadenmuskels aufhört. In dieser Länge betont sie gerade noch die schmale Stelle unter dem Knie. Hosen und Röcke, die in der Mitte der Wade aufhören, machen optische viel breitere Waden als welche, die kürzer oder länger sind.

Greenery

Die Pantone Farbe des Jahres 2017 lief im Dezember schnell durch alle Modeseiten und Blogs und wurde dann … wie so meist … von den wieder vergessen … Andrea von Blog here I am ist Fan der Farbe, einen Freundin von mir liebt sie – ansonsten nahm ich sie in der Mode 2017 bisher nicht war.

Schal Felipa von Deerberg in grün

Bis ich bei dem Deerberg-Bloggertreffen diesen Baumwollschal Felipa von Deerberg (Werbung) geschenkt bekommen habe. Wenn der mal nicht in Greenery ist, dann weiß ich auch nicht. Dieses frische satte Gelbgrün des Schals mag ich als sommerliche Akzentfarbe gerne zu Weiß leiden, zumal auch weiß im Schal enthalten ist.

Ines-Meyrose Outfit 20170908 weiße Bluse kombinieren im Komplettlook mit Greenery - Bluse COS - Schal Deerberg

Outfit Schneeweiß am Herbstfarbytp mit Greenery

  • Hemdbluse COS (2016, gekauft)
  • Caprihose Perfect Shape TONI (2017, gekauft)
  • Plateausandaletten BP Zone (2010, gekauft)
  • Lederarmband Sence Copenhagen (2014, gekauft)
  • Schal Felipa Deerberg (2017, PR-Muster)

Danke an die Nachbarn, dass wir die Bilder in Eurem Garten machen durften. Freitag zeige ich Dir eine ganz andere Kombination der Bluse vor Hamburg-Kulisse.

Ines-Meyrose Outfit 20170908 Caprihose TONI-Schal Deerberg Plateausandaletten BP Zone

Wie trägst Du Weiß am liebsten?

Leser_innen-Interview #10: Stephan E.

Lieber Stephan,

Leser_inneninterview by meyrose Iconzur Blogparade Klassische Armbanduhren hast Du hier im Januar einen Gastbeitrag über Deine Omega Moonwatch geschrieben.

Auch wenn hier im Blog Themen für Frauen überwiegen, freuen sich meine männlichen Leser, wenn es um sie geht. Außerdem haben viele Leserinnen das Vergnügen, Männer an ihrer Seite zu haben und beim Styling beraten zu dürfen.

Auf Instagram bist Du als hozzenplozz unterwegs und zeigst regelmäßig Deine Outfits. Danke, dass ich daraus Bilder einbinden darf.

Du liebst den klassischen Stil bei Deiner Kleidung und lebst das beruflich und privat aus. Wenn ich Deine Outfits betrachte, fällt mir oft ein Farbtupfer ins Auge, den Du wiederholt einsetzt.

Klassisch ist zunächst einmal ein weiter Begriff. Wenn Du damit aber meinst, dass ich gerne Hemden, Krawatten, Sakkos oder Anzüge trage, dann stimmt das. Ich bin selten ohne Sakko unterwegs … Casual bedeutet für mich eher Hemd und Jeans als T-Shirt und Jogginggose – die ich nicht mal besitze.

Sicherlich gibt es hin und wieder auch das Bedürfnis nach monochromen, schlichten Looks, aber es hat sich tatsächlich zu einer Art meines Stils entwickelt Farbe einzusetzen und nicht unbedingt täglich uniformiert grau, wie ich es gerne nenne, daher zu kommen.

Nach welchen Kriterien wählst Du diese Akzentfarben aus? Was für einen Tipp hast Du für Neulinge dabei?

Wenn Du genau wissen willst, wie ich die Farben auswähle, dann muss ich leider gestehen, dass ich mir eigentlich gar keine Gedanken mehr mache. Das ist mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen. Das einzige, was ich noch beachte ist, ob etwas vielleicht zu grell oder zu knallig erscheinen mag.

In der Regel ist es so, dass ich mir überlege, wohin die Reise meines Outfits gehen soll. Hier achte ich normalerweise auf Farben, von denen ich weiß, dass ich sie entweder gut tragen kann oder aber, dass es eine Farbe ist, die mit anderen gut kombinierbar ist. Oft kommt die Eingebung durch ein Einstecktuch, welches mehrere Farben beinhaltet, oder auch eine Krawatte – im Grunde genommen kann man sich dann an dieser Farbpalette, in Bezug auf die Akzente, orientieren.

Natürlich sind auch die Komplementärfarben in all ihren Nuancen immer eine gute Wahl.
Ein wichtiger Tipp ist auf jeden Fall, dass Männer keine Angst haben sollten, Farben zu wählen – auch nicht solche, die sie vielleicht als zu feminin einordnen. Ich liebe zum Beispiel Rosa/Pink und Lila …

Gibt es so etwas wie ein Grundschema, mit dem man Deiner Erfahrung nach selten falsch liegt?

In der Tat gibt es so etwas wie eine sichere Bank der Farbkombinationen, also Kombinationen mit denen man eigentlich nie daneben liegt. Auf diese greife ich z.B. gerne mal zurück, wenn ich mal nicht ganz so farbenfroh bin. Diese sichere Bank wäre vielleicht auch noch ein Tipp, den ich gerne an diejenigen weitergeben möchte, die sich bislang nicht so richtig an Farbe(n) herantrauen.

Ein gutes Beispiel aus dieser Bank wäre meines Erachtens Navyblau. Dies ist für mich die Grundfarbe der Wahl, da sie sich mit wirklich allen anderen Farben kombinieren lässt. Viele nennen gerne Schwarz, aber ich finde, das sollte man nur zu Abendveranstaltungen oder bei Beerdigungen tragen.

Navyblau lässt sich besonders gut mit Hellblau, Rot, Weinrot, Rosa/Pink, (Senf)Gelb, Orange/Rostrot, aber auch mit Braun und Grau kombinieren. Sogar einige Grüntöne sind denkbar, auch wenn das Sprichwort uns was anderes lehrt. Navyblau ist so dunkel, dass es fast schwarz, aber eben doch blau ist und somit auch, meiner Meinung nach, edler wirkt.

Wie kann die konkrete Umsetzung mit Basics aussehen?

Ein navyblaues Sakko oder eine Chino sind sozusagen die Allroundwaffen und sollte in jedem Kleiderschrank zu finden sein. Ebenso ist eine navy-unifarbene Krawatte durchaus als solche einzuordnen. Wenn ich nur eine einzige Krawatte besitzen dürfte, so wäre das ganz sicher eine navyblaue Grenadine-Krawatte in Garza-fina.

Last but not least sollte man auch navyblaue Strickwaren wie einen V-Neck-Pullover oder einen Cardigan besitzen. Mit Hilfe dieser vier oder fünf Kleidungstücke bzw. des Einsatzes von Navyblau erscheinen die dazu gewählten Farben zum einen auffälliger, aber gleichzeitig sind sie eingerahmt oder, wenn man so will, eingedämmt, ohne zu sehr in den Vordergrund zu treten. Es ergeben sich Unmengen toller Kombinationen.

Wenn man mit Farben beginnt, zumindest war es bei mir so, dann sollte man zunächst weniger grelle, sondern eher gedeckte bzw. gedämpfte Farbakzente setzen, außer man fühlt sich gleich pudelwohl damit, die grellrote oder knallpinke Krawatte zu tragen – wobei ich zugeben muss, dass ich das eher den Socken oder den Hosen vorbehalte. Hier kann ein Mann ruhig mal ein Statement setzen.

Das Einstecktuch ist ein Accessoire, bei dessen Einsatz viele Männer Hemmungen haben. Seit der Fernsehserie Mad Men achte ich noch mehr als vorher darauf, wie ein Einstecktuch gefaltet ist. In der Serie hatten die Hauptdarsteller jeweils eine Falttechnik als Markenzeichen, die genau zum Charakter passt in Präsenz und Zackigkeit oder Lockerheit. Warum trägst Du Einstecktücher?

Zunächst einmal muss ich gestehen, dass ich Mad Men überhaupt nicht kenne.
Aber nun gut, warum trage ich Einstecktücher. Eigentlich hab ich damit angefangen zu einer Zeit, als kaum jemand Einstecktücher trug.

Erlaube mir einen kleinen Rückblick: Früher, noch bis in 1970er Jahre hinein, trugen Männer regelmäßig Einstecktücher zum Anzug. Das galt dann aber irgendwann als extrem spießig und die Jüngeren ließen um gegen das Althergebrachte zu rebellieren vermehrt selbiges einfach weg. Man erschien weniger förmlich, wenn man schon Anzug oder Sakko trug. Irgendwann wurde aus dem Spießertuch dann vielleicht eher ein Dandy-Tuch, also eher exzentrisch als spießig. Die Tücher wurden zunehmend bunter und waren nicht wie früher einfach weiß. Damit konnte man bzw. in dem Fall auch ich wunderbar Akzente setzen und sich ein wenig von der Masse abheben.

In England zum Beispiel oder in Italien hat man allerdings seit jeher einen anderen Bezug zum Einstecktuch. Die Engländer sehen es als Teil des Gesamtbildes, die Italiener spielen gerne mit ihrer Mode und nutzen es als Eyecatcher. Irgendwo dazwischen bin ich dann auch zu finden. Ohne Einstecktuch wirkt die Brusttasche für mich verloren und öde.

Wie wählst Du sie in Bezug auf Muster und Farben zum restlichen Outfit und vor allem zur Krawatte aus? Was für einen Tipp hast Du, um die passende Falttechnik herauszufinden?

Ich habe mittlerweile eine recht große Auswahl an Einstecktüchern. In der Regel schaue ich, dass ich bereits, wenn ich sie kaufe, überlege, wie man sie kombinieren kann. Ich versuche nach Möglichkeit eine Farbe aufzugreifen, die in meinem Outfit vorkommt. Das kann die Farbe der Krawatte sein, die Farbe des Hemdes, der Hose oder aber gerade im Herbst/Winter auch die Farbe von Pullover oder Cardigan.

In Bezug auf die Muster versuche ich es in der Regel einfach zu vermeiden, zu viele zu kombinieren, da das sehr schnell chaotisch wirken kann. Manchmal kann das allerdings das Tüpfelchen auf dem i sein. Dann lege ich es auch drauf an. Einfarbige Einstecktücher, am besten aus Leinen, Baumwolle oder Wollmischungen, finde ich allerdings immer recht praktisch, da man hier nicht viel falsch machen kann.

Ich rate dazu, alles zusammen aufs Bett zu legen, was man kombinieren möchte, oder es auf einem Bügel aufzuhängen. Also das Sakko über das Hemd hängen, dann Krawatte und Einstecktuch dazu usw. Am Ende dann zwei, drei Meter weggehen und sich das Ensemble aus der Entfernung anschauen. Wenn alles auf einen selbst stimmig wirkt, dann dürfte es in der Regel auch so auf andere wirken.

Letztendlich zählt aber nur, dass man es selbst für stimmig hält, denn nur dann kann man es mit der nötigen Portion Selbstbewusstsein tragen, die dazu benötigt wird, dass es überzeugend rüberkommt.

Was die Falttechnik angeht, so ist das Netz von Anleitungen übersäht. Man findet sehr viele Techniken, wenn man sich einfach mal ein wenig durchgoogled – ich für meinen Teil hab ein paar Falttechniken für mich gefunden, mit denen ich am besten fahre. Ich weiß nicht mal ob sie Namen haben, ob es sie irgendwo gibt oder ob ich vielleicht sogar eine erfunden habe, wer weiß?

Ich glaube es sind drei oder vier, die eigentlich immer wieder vorkommen. Hier gilt einfach mal ausprobieren und schauen, welche man für sich wählt – ich bin sicher, dass jeder irgendwann seine Lieblinge finden wird.

Beim Thema Einstecktuch erwähnte ich eben schon das Wort Markenzeichen. Damit ist kein Label im Sinn eines Firmenlogos gemeint, sondern ein persönliches Markenzeichen im Kleidungsstil. Etwas, von dem andere Menschen sagen, das ist typisch Stephan. Was ist Dein Markenzeichen im Gesamtlook? Wie hast Du es gefunden?

Das Einstecktuch war sicherlich eine ganze Zeit lang etwas wie ein Markenzeichen. Heute tragen wieder viele Männer eins, weswegen ich mich damit nicht mehr so hervorhebe, aber das ist ok, ich begrüße es sogar. Wenn man mich heute fragt, was ist typisch Stephan, dann ist es schwierig, eine entsprechende Antwort zu geben. Allerdings wundern die Leute sich oft, wenn ich mal nicht in Krawatte oder Schleife und Sakko daherkomme, also ist eher mein Look selbst zu einer Art Markenzeichen geworden.

Was ist Dein Tipp für Männer, die erst damit beginnen, sich einen eigenen Look zu erarbeiten. Womit fangen Sie am besten an? Für welche Teile nimmst Du das größte Budget? Was kann man erstmal vernachlässigen oder etwas Günstiges kaufen?

Eine sehr interessante Frage, die ich auch gar nicht so pauschal beantworten möchte. Idealerweise würde ich den Männern raten, mal vom Standard etwas abzuweichen. Heutzutage ist doch Jeans und Hemd, vielleicht auch Jeans und Pulli zu einer Art Uniform verkommen. Auch wenn es Bluejeans sind, hat es doch eher was von den grauen Männern bei Momo: Alle sehen gleich aus, keiner hebt sich hervor.

Ich möchte jetzt auch nicht unbedingt dazu raten, dass jeder sich eine Krawatte um den Hals schlingt. Ich kenne viele Männer, die eine Abneigung dagegen haben und sie ist letztendlich auch gar nicht wichtig.

Das wichtigste, finde ich, ist ein Sakko – für mich das universellste Kleidungsstück überhaupt. Es hat viele Taschen, man kann alles mitnehmen, was man mitzunehmen hat und man wirkt gleich eine Spur angezogener, wenn ich das so formulieren kann. Ebenso wichtig sind gute Schuhe. Nichts kann einen Look mehr ruinieren als die Wahl der falschen Schuhe – hier würde ich am allerwenigsten sparen.

Wenn Du sagst, bei Schuhen sparst du am wenigsten, was ist hier Dein Tipp?

Bei Schuhen gebe ich gern den Rat: Designerware ist oft teuer, aber deswegen nicht gleich von besserer Qualität. Man sollte sich ein wenig mit dem Thema auseinandersetzen und schauen, worauf man achten muss.

Das sind insbesondere die Macharten. Gute Schuhe sind rahmengenäht oder genagelt, nicht nur verklebt. Es ist sicher nicht schlimm, wenn zusätzlich mit Kleber gearbeitet wird, aber vernähte Schuhe bleiben jahrelang in Form und können immer wieder repariert werden. Ein einfacher Tipp: Im Laden den Schuh anheben, ein guter Schuh ist schwerer als ein schlechter.

Außerdem sollte man Schuhe meiner Meinung nach, nur von namhaften Herstellern kaufen, die mitunter auch schon Jahrzehnte lang auf dem Markt sind und eben nur Schuhe vertreiben. Wer lange besteht, bietet in der Regel auch Qualität, sonst bestünde das Unternehmen nicht auf dem Markt.

Kannst Du hier einige Hersteller nennen?

In Deutschland fällt oft als erstes der Name Lloyd. Über viele Jahrzehnte hat Lloyd wirklich sehr gute Schuhe hergestellt. Ich selbst besitze ein Paar, dass ich 1994 gekauft habe, bereits mehrfach neubesohlt und immer gepflegt habe und auch heute noch trage. Diese Schuhe haben damals 450 DM gekostet, auf die ich damals auch eine ganze Weile hingespart habe.

Bei Lloyd gab es dann aber am etwa Anfang der 2000er Jahre wirklich eine Zeit lang, wie mir schien, den Versuch mit dem guten Namen billigeres, fast schon schlechtes Schuhwerk auf den Markt und an den Mann zu bringen um die Gewinne zu maximieren. Das hat mich dazu gebracht mich nach Alternativen umzusehen. Hier landete ich zum Beispiel bei Dinkelacker, aber unter anderem auch bei britischen Herstellern wie Loake oder Church’s. Ein weiterer Favorit sind die amerikanischen Schuhe der Marke Alden.

Hier sind wir allerdings schon in einer anderen Liga, wo sicherlich viele Männer nicht einsehen, das Geld in die Hand zu nehmen. Wenn man jedoch überlegt, dass ein Paar Schuhe für 600-800 Euro dann auch 10-15 Jahre hält und man in dieser Zeit vielleicht noch 200-300 Euro für Reparaturen einplant, dann kommt man im Schnitt auch auf die 100-150 Euro pro Jahr die Männer für Schuhe ausgeben, die sie nach eben ein-zwei Jahren entsorgen müssen. Nur hat man dann eben einen wirklich gut gemachten Schuh.

Kommen wir aber zurück zu den Marken, mit denen man vielleicht anfangen kann, denn vor allem im Internet findet man natürlich alle möglichen Marken und Qualitäten. Eine sehr gute Seite ist herringshoes.co.uk – dieser englische Hersteller bietet nahezu alles was die englische Schuhindustrie zu bieten hat und im Sale kann man auch den einen oder anderen Schnapper machen.

Wenn wir schon im Netz unterwegs sind, kann ich aber auch dazu raten mal bei Shoepassion, Prime-Shoes, Meermin, Velasca oder Scarosso zu schauen. Diese Schuhe werden nur im Direktvertrieb über einzelne ausgewählte, eigene Läden aber eben vornehmlich online vertrieben. Das spart die Margen der Zwischenhändler ein und man bekommt für den Preis mittelmäßiger Schuhe der meisten Standard-Schuhläden in den Städten hier für sein Geld wirklich gutes Schuhwerk.

Wenn Du eine Liste erstellen müsstest, welche Basics braucht man(n) Deiner Meinung nach?

Wenn ich jemandem eine Art Liste erstellen müsste, was man sich kaufen sollte, um einen Look zu kreieren, bzw. eine Grundausstattung zu haben, dann wären das

  • Ein sportliches Sakko, farblich hier vielleicht das zuvor bereits erwähnte Navyblaue
  • Chinos in Navyblau und vielleicht Beige oder Grau/Olive als Alternative zur Jeans
  • Zwei Paar gute Schuhe in Braun und Schwarz, dazu jeweils ein passender Gürtel
  • Ein halbes Dutzend Hemden in Weiß und Hellblau, wer es mag auch Rosa – und vor allem bitte, bitte niemals Kurzarm!
  • Ordentliche Socken/Strümpfe – Du wirst lachen, aber das ist definitiv ein wichtiger Punkt. Wir alle wissen, dass weiße Tennissocken schrecklich sind. Aber glaub mir, deren schwarze oder graue Pendants sind nicht weniger schlimm.
  • Wenn man sich dazu noch ein paar Accessoires besorgt, wie Einstecktücher oder auch den ein oder anderen Schal, dann ist man durchaus in der Lage vielseitige Looks zu kreieren. Mit dieser Grundausstattung kann man dann die Garderobe immer weiter ausbauen.

Deine Kleidung sieht auf den Fotos immer perfekt sitzend aus. Ist das alles maßgeschneidert, angepasste Konfektion oder hast Du das unverschämte Glück, so exakt in Sachen von der Stange zu passen?

Vielen Dank! Meine Kleidung ist unterschiedlichster Herkunft. Ich kaufe sowohl maßgeschneiderte bzw. maßkonfektionierte Kleidung, aber auch sehr vieles von der Stange. Genauso kaufe ich sehr gerne Vintage-Kleidung. Insbesondere bei Tweed, welchen ich sehr gerne trage, findet man oft alte Schätzchen, die in einer Qualität gefertigt wurden, die man heute kaum noch findet.

Dennoch muss ich zugestehen, dass ich sehr oft das große Glück habe, dass ich mit Stangenware – welche in gewissen Kreisen verpönt ist – durchaus wunderbar zurechtkomme. Man muss halt wissen, wie die Kleidung sitzen soll. Dann kann man oft mit kleinen, wenig kostspieligen Änderungen wunderbar zurechtkommen.

Ich denke auch, dass wir heutzutage bereits für verhältnismäßig kleines Geld sehr ordentliche Kleidung bekommen können – ob das allerdings in Bezug auf die Arbeitsbedingungen der Hersteller zu begrüßen ist, ist natürlich ein anderes Thema.

Deine geliebte Omega-Uhr kennen wir. Was für andere Schmuckstücke trägst Du im Alltag? Wie stehst Du zu Schmuck bei Herren?

Bei Schmuck bin ich sehr pragmatisch. Ich finde Ringe bei Männern noch akzeptabel. Der Ehering zum Beispiel ist etwas, das Männer natürlich tragen können. Ansonsten sollten sie sich aus konservativer Sicht eher zurückhalten. Ich trage zum Beispiel an jeder Hand, am Ringfinger einen Ring. Beides sind Stücke, die mir besonders wichtig sind und eine emotionale Bindung mit sich bringen. Allerdings ist so eine Aussage natürlich stark pauschal. Jemand, der in seinem Stil zum Beispiel einem Rockstar oder Biker ähnelt, der kann diesen Stil natürlich auch durch mehrere Ringe zum Ausdruck bringen.

Armbänder aus Stahl, Silber oder Gold zum Beispiel finde ich persönlich bei Männern deplatziert. Das sollte man den Damen überlassen. In den 70ern und 80ern war das mal sehr schick, heute wirkt es allerdings nicht mehr. Wer denkt da zum Beispiel nicht an Dieter Thomas Heck?

Allerdings ist die Mode immer ein Kommen und Gehen. Wer weiß, vielleicht kommen die Armbänder aus Metall ja wieder? Im Sommer kann z.B. ein Holzperlenarmband durchaus zu einem Casual-Look passen, vorausgesetzt es sticht nicht zu sehr hervor. Jedenfalls ist dieses Thema derzeit recht aktuell und das Angebot vielfältig.

Halsketten trage ich persönlich überhaupt nicht und finde dass, wenn Männer sie tragen, diese auf jeden Fall unsichtbar bleiben sollten – außer vielleicht Sie sind ein gutgebauter, gutaussehender südländischer Playboy. Dann darf sie unter dem weit offen geknöpften Hemd und zur Sonnenbrille gerne Ihr Playboy-Image unterstreichen.

Vielen Dank, lieber Stephan, für das Interview. Ich wünsche Dir weiter viel Freude an Deinem persönlichen Stil!

Hier findest Du die bisherigen Interviews: Leser_innen-Interview by meyrose.
Lesetipp von mir hier im Blog: Männermontage – Bücher für Männer mit Stil.

Stilberatung: 10 Gründe für dieses nachhaltige Sommerkleid

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Stilberatung: 10 Gründe für dieses nachhaltige Sommerkleid von thought clothing - Ines Meyrose Juni 2017

Sommerkleid im Muster Artists Stripe von thought in L im Detail betrachtet

  1. Die Ärmel bedecken den Oberarm, so dass ich mich in dem Kleid angezogen fühle, und bieten Bewegungsspielraum.
  2. Stilberatung: 10 Gründe für dieses nachhaltige Sommerkleid von thought clothing - Ines Meyrose Juni 2017Der ovale Ausschnitt zeigt Hals, aber bietet keine Einblicke. Eine kurze Kette lässt sich gut dazu kombinieren. Darauf verzichte ich hier wegen des Tuchs.
  3. Die Taille wird durch den schmalen Schnitt am Oberkörper betont.
  4. Stilberatung: 10 Gründe für dieses nachhaltige Sommerkleid von thought clothing - Ines Meyrose Juni 2017Die Weite des Rockteils entsteht durch in Falten angenähten Stoff am Vorder- und Hinterteil. So ist das Kleid luftig und bietet Platz für große Schritte.
  5. Stilberatung: 10 Gründe für dieses nachhaltige Sommerkleid von thought clothing - Ines Meyrose Juni 2017Der Rockteil ist an den Seiten glatt angenäht, so dass das Kleid an den Seiten nicht aufträgt. Es hat Taschen, das alleine wäre einen Extrapunkt wert.
  6. Stilberatung: 10 Gründe für dieses nachhaltige Sommerkleid von thought clothing - kombiniert mit Tuch von Fraas - Ines Meyrose Juni 2017Die Knie sind gerade eben bedeckt. Das Kleid hat meine liebste italienische Länge und endet an der schmalen Stelle unterhalb des Knies. Damit wirken die Wanden schlank und das Kleid sieht auch mit nackten Beinen im Sitzen noch seriös aus.
  7. Stilberatung: 10 Gründe für dieses nachhaltige Sommerkleid von thought clothing - kombiniert mit Tuch von Fraas - Ines Meyrose Juni 2017Das Muster mit Streifen, Punkten und Kurven wirkt fröhlich. Die mittlere Mustergröße passt zu meinen Proportionen als kleinere Frau mit mittlerer Körperfläche. Zu kritisieren gibt es an dem Muster, dass das Kleid nicht exakt im Musterverlauf genäht ist. Dann wäre es aber – siehe Punkt 10 – deutlich teurer in der Herstellung wegen erhöhtem Stoffverbrauch und Arbeitsaufwand.
  8. Stilberatung: 10 Gründe für dieses nachhaltige Sommerkleid von thought clothing - kombiniert mit Tuch von Fraas - Ines Meyrose Juni 2017Die Farben sind gedeckt. Der Farbenmix beinhaltet warme und kühle Farben. Als Herbstfarbtyp, dem warme, gedeckte, dunkle Farben am besten stehen, picke ich mir zur Wiederholung im Outfit den Aqua-Blau-Grau-Ton heraus für die Leggings, das Apricot greife ich zum Gesicht hin als warmen Ton mit dem Tuch auf. Das tiefe Braun findet sich in den Schuhen wieder. Wenn ich ein Sommerfarbtyp wäre, dem kühle, pastellige, helle Farben am besten stehen, würde ich das Jeansblau oder den Aqua-Blau-Grau-Ton aufnehmen.
  9. Das Kleid ist aus festem Hanf/Viskose-Webstoff. Es entstehen keine Schweißflecken und es zeichnet sich nichts ab. Hanf ist nachhaltig. Informationen über nachhaltige Stoffe findest Du im Lexikon der Nachhaltigkeit und im Blog des Herstellers we are thought (Werbung). Mit diesem Argument verlinke ich den Beitrag bei A New Life.
  10. Ich habe es für 80 Euro im Frühling in einem Laden in Hamburg gekauft. Es sollte eigentlich 85 Euro kosten, ich habe ein bisschen Mengenrabatt bekommen, weil ich zwei Teile gekauft habe. Den Preis finde ich angemessen.

Drumherum

Tuch Fraas (2017), Schuhe Vabene (2017), Leegings Deerberg (2017) – alles gekauft. Das Tuch verlinke ich bei Sunnys Um Kopf & Kragen, das Outfit als Outfit des Monats bei Sabine Gimm.

Nach was für Kriterien kaufst Du ein Sommerkleid für den Alltag?

Hellblau am Herbstfarbtyp

Schaltuch Camel Active Blau-Beige

Dieses zweifarbige Schaltuch aus Baumwolle von Camel Active habe ich mir ausgesucht, weil ich nach der Analyse der Outfits aus dem wahren Leben zu der Erkenntnis gekommen bin, dass ich mehr helle Tücher tragen möchte als bisher. Mein Mann hat es mir im letzten Urlaub geschenkt. Ich liebe es, Kleidung und Accessoires im Urlaub zu kaufen, weil sie mich beim Tragen dann an die schöne Zeit erinnern.

Ines Meyrose im Marine-Look mit Hellblau auf Sylt in Kampen im Mai 2017 - Shirt Armor Lux, Schaltuch Camel Active, Jeans Please!

Ein Tuch in reinem Beige würde mich zu blass aussehen lassen. Das funktioniert zu meiner hellen Haut und den durch das Grau heller werdenden Haaren nicht gut. Ich bin ein sogenannter Herbstfarbtyp. Das heißt, zu meinen natürlichen Farben in Haut, Augen und Haaren passen am besten warme, dunkle, gedämpfte Farben in Gesichtsnähe und am Oberkörper. Wenn ich mich von den Farben weg bewege für mehr Abwechslung, achte ich darauf, dabei mindestens eine Dominanz der Farben zu behalten.

  • Wenn ich kühle Farben trage, achte ich darauf, dass es eine dunkle Farbe ist oder eine gedeckte, z.B. Marineblau, tiefes Lila oder Dunkelgrau. Ich trage keine kühlen, leuchtenden Farben wie Pink oder Cyan in Gesichtsnähe.
  • Wenn ich leuchtende Farben trage, achte ich darauf, dass sie warm sind, z.B. Orange oder Sonnenblumengelb. Das Leuchtende der Farben überstrahlt mich allerdings meistens, so dass ich leuchtende Farben eher meide.
  • Wenn ich helle Farben trage, kombiniere ich eine warme oder dunkle Farbe. Zur weißen Bluse und Hose trage ich zum Beispiel den Schal aus diesem Beitrag mit dem warmen Beige dabei und trage Schuhe in Beige dazu. So bilden die warmen Farben den Rahmen zum kühlen Weiß.

Das T-Shirt mit den Streifen in einem hellen Petrolton ist elfenbeinweiß im Untergrund. Das Tuch nimmt die Farben auf. Ich mag gerne farbliche Wiederholungen bei Kleidung und Accessoires. In diesem Fall habe ich das Tuch bewusst so gebunden, dass die Schalenden relativ gerade sind und den Fadenverlauf nicht schräg genommen, wie im Beitrag Schal binden schöner gemacht gezeigt, weil dieser Schal so besser sitzt.

Referenzfarben zum Vergleich

Blaugrau / helles Petrol / Blau am Herbstfarbtyp, Farbfächer ColorPocket ColorCircus Herbst pur

Wenn Du unsicher bist, ob eine Farbe dir steht, lege sie zu Farben, von denen Du sicher bist, dass sie zu Dir passen. Hier siehst Du am Farbfächer ColorPocket mit 36 Farben für den Herbstfarbtyp von ColorCircus, dass der Blauton vom Tuch zwar heller ist als der Petrolton im Farbfächer, sich die Farbe aber insgesamt ins Bild einfügt.

Die Farbe des Tuchs sieht übrigens je nach Lichteinfall unterschiedlich aus – von Aqua über Blaugrau bis Babybleu sind viele Interpretationen möglich. Deshalb passt sich das Tuch chamäleonartig vielen Farben in der Umgebung an. Ob der Blauton nun warm oder kühl ist, spielt beim Beige dabei dann eine geringere Rolle für mich, denn die Dominanz gedämpft erfüllt es in jedem Licht.

Wie nennst Du die bläuliche Farbe in dem Tuch? Ist sie für Dich warm oder kühl?

dies & das #26

Stilberatung: Welche Schuhe passen bei einer kleinen Frau zum Rock?

Ines Meyrose #ootd 20150909 mit Marinelook - rock und Shirt Armor Lux

Bei Sabine vom Blog Style Up Petite findest Du einen aussagekräftigen Beitrag dazu, wie unterschiedlich verschiedene Schuhe zum selben Rock-Outfit aussehen. Sie hat sich die aufwändige Mühe gemacht, fünf Paar Schuhe in gleichen Posen im Komplettoutfit zu fotografieren und zu vergleichen. Es sind helle und rote Pumps, dunkle Ballerinas, helle und dunkle Sneaker.

Bei Sabine ist das Besondere, dass sie nur 1,51 m lang ist. Sie trägt Kleidergröße 32/34 und Schuhgröße 35. Auf den Bildern ist nicht zu sehen, dass sie so klein ist, weil die Referenzgrößen daneben fehlen. Wenn man das weiß, ist verständlich, warum sie Wert darauf legt, optisch in den meisten Fällen eher länger zu wirken.

Sabine ist ein perfektes Beispiel dafür, wie viel es positiv ausmacht, Konfektionskleidung auf die eigenen Längen anpassen zu lassen. Wenn Du ein bisschen in ihrem Blog liest, wirst Du sehen, dass bei den Outfitdetails oft Rock/Hose/Ärmel gekürzt dabei steht. Das trägt dazu bei, dass sie nicht in die Sachen hineingesteckt aussieht, sondern ihre natürlichen Proportionen gut zur Geltung kommen.

Schau Dir den Vergleich der Schuhe in ihrem Beitrag Welche Schuhe zum Rock an. Was mein Favorit ist, habe ich dort kommentiert.

Zausel Paul

Paul Hütehundmischling

Mein Bürohund Paul hat jetzt einen eigenen Instagramaccount. Du findest ihn als @zausel_paul. Die beiden süßen Kater Jake & Elwood von Sabine Gimm findest Du auch auf Instagram. Die beiden Racker haben mich zusammen mit Ela und Bärbel davon überzeugt, dass Paul einen eigenen Account verdient und ich meine Herzen nicht mehr mit seinen Bildern abstaube.

Veränderungen bei Blogtagen und InLinkz

Jahrelang habe ich meistens montags, mittwochs und freitags Beiträge veröffentlicht. 2014-2016 kamen mit den monatlichen Linkups Aktion Buntes 2014, Modejahr 2015 und Modejahr 2016 Beiträge zum Monatsersten hinzu und ab und an gemeinsame Sonntagsaktionen mit anderen Bloggerinnen.

Nach der Sommerpause 2016 habe ich auf die Blogtage Dienstag, Donnerstag und Sonntag umgestellt, weil sie mir bei Lesern beliebter erschienen. Ich merke jedoch, dass ich sonntags auf Dauer nicht gerne Beiträge veröffentliche, weil ich sonntags möglichst wenig Zeit am Smartphone verbringen und den PC im Idealfall ganz aus haben möchte. Deshalb werde ich wieder Montag, Mittwoch und Freitag als Blogtage anvisieren. Diese Blogtage liegen mir persönlich einfach mehr.

Wer lieber sonntags hier liest, kann sich den Freitagsbeitrag bis dahin aufsparen, oder? Davon abgesehen werden, wie bei Hallo Juni angekündigt, weiterhin ab und an mal Beiträge ausfallen. Ich habe schon drei Bücher a’ 600 Seiten gelesen in den letzten zwei Wochen und habe hier noch vier Bücher liegen, die auf mich warten.

Das Linkup-Tool InLinkz habe ich gekündigt, weil der Preis deutlich erhöht wurde und ich es derzeit nicht für neue Linkups verwende. Deshalb siehst Du bei den alten Linkups einen automatisch erzeugten Text anstatt der Bildergalerie: “This InLinkz account has expired. You can still view the linkup here“. Wenn Du auf here klickst, kommst Du zur Webseite von InLinkz und kannst dort weiterhin alle Bilder des jeweiligen Linkups sehen und zu den beteiligten Bloggerinnen klicken. Die Links zu den Blogs laufen dort alle unverändert weiter.

Wann liest Du hier am liebsten?

Gürtellose Gürtelschlaufen? Stimme ab!

Hose mit Gürtelschlaufen mit oder ohne Gürtel tragen?

Gehören in Gürtelschlaufen immer Gürtel?

Caro fragt bei der Wunschliste 2017: “Ich sehe jetzt häufiger, dass man keinen Gürtel trägt, obwohl die Hose Gürtelschlaufen hat und das Shirt/Bluse oder Top komplett in den Bund gesteckt ist. Ist das jetzt modern oder habe ich etwas verpasst?”

Meine Meinung

Nein, Du hast nichts verpasst. Wenn Hosen oder Röcke Gürtelschlaufen haben und die sichtbar sind, sieht es besser aus, wenn das Kleidungsstück mit Gürtel getragen wird. Am besten mit einem Gürtel, der in der Breite zur Schlaufenbreite passt. Wenn der Gürtel nur Dekoration ist, kann er auch schmaler als die Schlaufen sein, weil er dann trotzdem gut darin liegen kann. Wenn der Gürtel die Hose oder Rock oben halten soll, ist die passende Breite wichtiger, damit sich das Gewicht auf die Schlaufenbreite verteilt und die Schlaufen nicht verzerrt werden. Nicht umsonst haben Hosen für Hosenträger keine Gürtelschlaufen. Im Umkehrschluss bin ich der Überzeugung, dass in sichtbare Gürtelschlaufen ein Gürtel gehört.

Zum zweiten Aspekt der Frage: Ja, das ist offenbar modern. Ich sehe das auch immer mehr, gerade bei 80er Jahre High Waist Jeans. Dass es offenbar modern ist, macht es aber nicht besser. Aus meiner Sicht eine Mode, die gerne wieder gehen darf. Meine Vermutung ist, dass es lässig wirken möge. Das tut es zu einem gewissen Grad sicherlich, für mich sieht es aber einfach nicht vollständig angezogen aus. Ich mag auch keine Schuhe mit offenen oder entfernten Schnürsenkeln leiden. Finden andere auch lässig. Also am Ende eine Frage, an der sich die Geister scheiden werden. Deshalb bitte ich um Abstimmung:

Deine Meinung

Hose/Rock mit sichtbaren Gürtelschlaufen

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Stilberatung: Oberkörper oder Beine mit der Gürtelfarbe verlängern

Wenn wir schon beim Thema Gürtel sind: Ob der Gürtel in der Farbe zu den Schuhen und/oder der Handtasche, Deinem Lederarmband, der Haarspange, Bluse oder was auch immer farblich passt, spielt eine geringere Rolle. Schön finde ich, wenn sich Farben im Outfit wiederholen. An welchen das passiert, finde ich weniger wichtig. Der Grund für die farblichen Wiederholungen liegt darin, dass das dem Betrachter Ruhepunkte und damit Sicherheit gibt. Du kannst Dir also überlegen, welche Farbe Du mit dem Gürtel aufnehmen möchtest.

Wenn der Gürtel in Rock oder Hose die Farbe des Oberteils hat, verlängerst Du damit optisch den Oberkörper. Das sind schnell ein paar Zentimeter. Ein Beispiel dafür findest Du hier: Stilberatung auf Pinterest. Da siehst Du Bärbel mit blauer Jeans, Schuhen und Handtasche sowie weißem Gürtel und Bluse. Die Farben wiederholen sich dominant bei Schuhen und Weste sowie Gürtel und Bluse. Der weiße Gürtel zählt optisch damit zum Oberkörper. Wer lange Beine und im Gegenzug eine kurzen Oberkörper hat, kann die Proportionen damit ganz leicht ausgleichen. Mehr Bilder aus der Session findest Du hier: Kleidung im Alltag.

Wer kurze Beine hat oder seine Beine aus anderem Grund länger wirken lassen möchte, kann zur optischen Verlängerung der Beine den Gürtel in der Farbe der Hose wählen. In diesem Fall wäre es dann ein Blauton. Wer sich horizontal teilen möchte, um kleiner zu wirken, kann eine Kontrastfarbe wählen und die an andere Stelle im Outfit aufgreifen, z.B. einen roten Gürtel zu einer roten Handtasche und/oder roten Schuhen.

Danke für Deine Stimme und gerne auch ausführliche Meinung als Kommentar!

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