Harburger Berge: Wanderung ab Kärntner Hütte

Kärntner Hütte in Hamburg

Seit 14 Jahren wohne ich im Hamburger Süderelberaum. An der Kärntner Hütte in der Cuxhavener Straße an den Harburger Bergen fahre ich oft vorbei und frage ich mich: Kann man da hingehen oder lässt man das besser?

Bloggen und Socials machen mutig. Im Sommer habe ich mich mit Melanie von INGE (schenkt) Geschenkmamsell an der Elbe getroffen. Sie hat letztes Jahr einen Ausflug in meine Gegend gemacht und mir eine Einkehr in der Kärntner Hütte empfohlen. Da sie bereits den guten Vorschlag für den Hundestrand Falkensteiner Ufer gemacht hat, wo ich gerade mit Andrea wieder war, vertraue ich auf ihren Tipp.

Was ich schon immer mal unternehmen wollte

Wegweiser zum Skigebiet Reiherberg in den Harburger Bergen in Hamburg

Da ich gerade Freude daran habe, Ecken meiner Stadt zu besuchen, die ich noch nicht kenne, habe ich am Tag der Deutschen Einheit beschlossen, endlich mit Mann und Hund die ewig vorgenommene Wanderung in den Harburger Bergen zu machen und am Ende in der Kärntner Hütte einzukehren. Berge in Hamburg? Ja!

Skigebiet Reiherberg

Harburg ist ein Stadtteil und Bezirk von Hamburg und dort gibt es Berge! Es gibt sogar ein Skigebiet auf 79 m Höhe am Reiherberg! Seit 1978 ohne Lift, aber irgendwas ist ja bekanntlich immer … Da wollte ich jedenfalls schon als Kind hin und habe es erst jetzt geschafft.

Skipiste im Skigebiet Reiherberg in den Harburger Bergen in Hamburg

Ich gebe zu, das Skigebiet im ersten Anlauf nicht erkannt zu haben. Als ein Stück nach der Freikirche auf der Anhöhe ein Schild zurück in die Richtung wies, wurde mir klar wies mein Mann mich darauf hin, dass die Freikirche auf der höchsten Stelle des Reiherbergs steht und dass dort die Skipiste beginnt. Fast wie in Bayern und Österreich – jedes Dorf hat seine Kirche, in Hamburg hat jede Skipiste ihre Kirche. Als ordentlichen Bloggerin bin ich für die Fotos zurückgegangen … und gebe zu, dass ich ein bisschen enttäuscht war.

Freiluftkirche in den Harburger Bergen in Hamburg auf dem Skigebiet Reiherberg

Video vom Reiherberg in den Harburger Bergen mit Blick über die Skipiste

Wanderoutfit: Weiße Blusen gehen immer

Die Wege waren meistens breit und fest, so dass Turnschuhe ausgereicht hätten. An einigen Stellen teilen sich jedoch Reiter und Fußgänger einen Weg, was nach vorherigen Regenfällen zu ziemlichem Matsch an einigen Ecken führte. Daher war ich froh, mich für die Wanderstiefel entschieden zu haben. Bei fast trockenen 13 Grad konnten wir eine entspannte Runde drehen. Es gibt viele kleine Wege kreuz und quer durch den Wald. Die Strecke lässt sich gut nach Bedarf dosieren.

Wanderung in den Hamburger Bergen im Oktober 2017

Kärntner Hütte: Leider geschlossen bei vollem Parkplatz

Aus der Einkehr in der Kärntner Hütte wurde dann leider doch nichts, weil sie geschlossen hatte. Dienstag Ruhetag sticht offenbar geöffnet an Feiertagen. Ich war not amused.

Kärntner Hütte in Hamburg Öffnungszeiten

Die Wanderung in den Harburger Bergen kann ich durchaus empfehlen. Auf dem Parkplatz bei der Kärntner Hütte findest Du eine Übersichtskarte, die sich fotografieren lässt. Auf Regionalpark Rosengarten findest Du Tourenvorschläge für die Harburger Berge und Karten. Die ganz kleinen Wege kannst Du am besten auf Hamburg.de unter Verkehrslage sehen, wenn Du in die Karte zoomst. Ob ich es jemals in die Hütte schaffe? Wir werden sehen.

Kärntner Hütte in Hamburg

Paul hatte jedenfalls seinen Spaß auf der Tour. Alles neu für die Nase!

Paul mit der Nase im Wind

Was ist Dein Wandertipp für Hamburg?

Spaziergang im Neugrabener Moor

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Neugraben-Fischbek ist der westlichste Stadtteil in Hamburgs Süderelberaum, der seit 2003 meine Heimat ist. Es ist ein Stadtteil, der sehr schöne Ecken, ein paar Bausünden und gut gemischte Bevölkerung hat. Außerdem ist es Subzentrum für umliegende Dörfer. Geteilt ist der Stadtteil durch die Hauptverkehrsstraße B73 Richtung Cuxhaven. Südlich der Cux, so ihr Spitzname, liegt die Fischbeker Heide, an der ich lebe. Nördlich der Cux liegt das Neugrabener Moor mit endlos weiten Wiesen und ebener Natur, die bis an die Elbe führt. Wer aus der S-Bahn aussteigt, ist mit wenigen Schritten direkt in diesem wunderschönen Gebiet.

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Das Neugrabener Moor ist ein Stück Natur, das sich mir erst durch Paul erschlossen hat. Ich war 2003 einmal dort Fahrradfahren und von den Sandwegen und der ungeschützten Sonne von oben so genervt, dass es mich nie wieder dorthin gezogen hat. Erst durch eine Freundin, die eher im Moor läuft und dafür die Heide nicht so kennt, hat sich mir die Schönheit dieses Orts erschlossen.

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Das Schöne ist, dass Paul Dank Leinenbefreiung dort in weiten Teilen frei Laufen darf. Im Gegensatz zur Heide sind nur Teile Naturschutzgebiet und die kann man meiden. Die Entwässerungsgräben sind jetzt voller Wildblumen. Im Frühling laden sie für Hunde zum Baden ein. Wir haben lieber am Ende einen kleinen Erfrischungsschauer von oben mitgenommen … Wer weiß, was sie weiß-rosafarbenen Glockenblümchen mit Schachbrettmuster für Blumen sind? Ich nicht und würde es gerne wissen!Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Spaziergang durch das Neugrabener Moor im Juli 2015

Habt Ihr auch Ecken in Eurer Heimat, die Ihr erst spät entdeckt habt? Was ist es?

Blogstöckchen: Was machen wir denn dieses Wochenende

Timmendorfer_Strand_20130324

Bei Sabine habe ich das Blogstöckchen aufgenommen und stelle ich gerne meine drei liebsten Ausflugsziele in und um Hamburg vor. Gerne? Ja, weil sie schön sind und sich Ausflüge dahin für mich immer lohnen.

Ausflugsziele in Hamburg und Umgebung

Meine Tipps sind nicht gerade Geheimtipps. Aber gerade weil sie eher bekannt sind, gehen viele Hamburger nicht dahin, weil sie vielleicht denken, dass es zu voll oder langweilig sei. Ist es aber gar nicht! Der Trick ist – wie immer bei solchen Unternehmungen – sie dann zu machen, wenn andere arbeiten oder schlafen – also im Urlaub oder früh morgens.

  1. Den Wildpark Schwarze Berge besuche ich mehrfach im Jahr mit der Familie. Mal nur in kleiner 2er-Runde mit meinem Mann und mal auch zu fünft mit etwas mehr Familie dabei. Ein schönes Ritual: Wir machen immer ein Foto vor einem Uhu aus Holz, der mit ausgebreiteten Flügeln da steht, mit dem man seine Spannweite messen kann. Wir hocken uns dahinter und drum herum und lassen von anderen Parkbesuchern unser Familienfoto machen. Da meine Familienmitglieder internetfotoscheu sind, darf ich das leider hier nicht zeigen. Also lauft selbst los, sucht den Uhu und lasst Eure eigenen Erinnerungsbilder machen!
    Das Schöne an diesem Wildpark ist, dass die Gehege recht groß sind, der Eintritt moderat, sogar ein regulärer HVV-Bus dahin fährt und die Tiere sich viel zeigen. Am besten geht Ihr gleich morgens hin. Dann haben die Tiere, die gefüttert werden dürfen, noch Hunger und sind neugierig. So bekommt Ihr dann z.B. wunderbare Reh-Erlebnisse.
  2. Ich liebe Wasser. Deshalb fahre ich gerne mit der Hadag-Hafenfähre-Fähre zum HVV-Tarif von den Landungsbrücken mit der 62 oder Finkenwerder mit der 62/64 nach Neumühlen/Övelgönne oder Teufelsbrück und gehe an der Elbe spazieren. Am Museumshafen Övelgönne mag ich den Elbstrand und die kleinen Buden. Weiter Richtung Blankenese wird es ruhiger. Dort ist eine Kaffeepause im Witthüs etwas Feines. Achtung: Montag ist Ruhetag. Wer dann nicht mehr gehen mag, kann alternativ mit der S-Bahn zurück fahren.
  3. Der dritte Liebling hat auch mit Wasser zu tun und ist der schnöseliger Klassiker an der Ostsee: Timmendorfer Strand. Ja, ich stehe dazu. Ich fahre da gerne mal hin – aber am Wochenende nur im Herbst/Winter. Im Sommer kommt es auch vor, dass ich Sonntagsmorgens ganz früh hinfahre und mittags schon wieder weg bin, wenn es voll und rummelig wird. Ich mag die Kombination aus Strand, 2 Seebrücken, Pommesbude Reeteck mit allerbestem dänischen Sahnesofteis und kleinem Shoppingbummel. Die Nebensaisonausflüge haben oft den Vorteil von Schnäppchen. Ich bummel für mich selbst lieber entspannt auf Ausflügen als in Hamburg, weil ich das in Hamburg oft genug beruflich tun darf. So bleibt es dann Freizeit. Auf dem Foto seht Ihr noch den Schnee vom letzten Ausflug dorthin im März.

Und Ihr?

Jetzt kommt Ihr. Greift das Blogstöckchen auf und nennt Eure Favoriten für Tipps in und um Hamburg. Macht mit, beteiligt Euch, lasst uns so gemeinsam Hamburg entdecken und noch bekannter machen. Verlinkt in Euren Beiträgen bitte auf den Ursprungsbericht von Henning. Und erwähnt gern, wo bzw. bei wem Ihr über dieses Blogstöckchen gelesen habt.

Ihr könnte die Idee meinetwegen auch gerne auf Eure Lieblingsstadt übertragen!