Grundausstattung #2 T-Shirts

Ines Meyrose – Ringelshirt Armor Lux – Kaschmirrollkragenpullover ACAppelrathCüpper – Portrait - Coypright Foto Andrea Tangermann

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Nach der Grundausstattung #1 Jacken & Mäntel geht es heute um T-Shirts. Wie viele und welche T-Shirts eine Frau braucht, lässt sich nicht pauschal sagen, weil das von einigen Faktoren abhängt. Der Beitrag bezieht sich subjektiv auf meine Bekleidungsbedürfnisse. Vielleicht sind dennoch Gedanken dabei, die Dir helfen, Dein Sortiment zu optimieren, wenn Du das möchtest.

Es gab Jahre, da hatte ich nur ein oder zwei T-Shirts im Schrank, weil ich mich nicht darin wohl gefühlt habe. Stattdessen habe ich lockere Tuniken aus gewebtem Stoff oder Kleider getragen. Inzwischen trage ich wieder gerne T-Shirts, wenn der Stoff nicht abzeichnet.

T-Shirt-Sortiment einer 46jährigen Imageberaterin

  • Fünf Ringelshirts aus fester Baumwolle (2014-2017) von Armor Lux für um 70 Euro, davon sind zwei mit langem Arm und vier mit 3/4-Arm. Die Farben sind blau-natur, natur-blau, natur-petrol, weiß-beige, blau-currygelb.
  • Ein natur-rotes Ringelshirt (2016) von Saint James für 75 Euro.
  • Ein dunkelblaues Basicshirt (2017) mit 1/4-Arm aus leichter Baumwolle von s.Oliver für 10 Euro
  • Ein schwarzes Tanktop (2002) aus 100 % Plastik von Street One, das ich nur unterziehe oder im Sommer mal privat trage.
  • Ein cremeweißes Plisseeshirt (2016) mit 3/4-Arm von Lands’ End für 45 Euro

Ines Meyrose #ootd 20150909 mit Marinelook - rock und Shirt Armor Lux

Ines Meyrose im Marine-Look mit Hellblau auf Sylt in Kampen im Mai 2017 - Shirt Armor Lux, Schaltuch Camel Active, Jeans Please!

Ines Meyrose im Marine-Look mit Ringelshirt von Armor Lux im Mai 2017 auf Sylt in der Buhne 16 in Kampen - Foto: Bärbel Ribbeck

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Ines Meyrose #ootd mit Saint James Ringelshirt Modell Huitriere III - in ecru/persan mit 3/4-Arm und Jeansbermuda von Herrlicher Blaustoff 20160611

Ines Meyrose #ootd 20170212 mit Ponté-Shirt Plissee von Lands' End, Lederhose von Oakwood, Boots Camper

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Qualitätsgesichtspunkte

Das von s.Oliver hält zwar die dunkelblaue Farbe, hat aber verdrehte Seitennähte und ist ausgeleiert = miese Qualität. Deshalb gibt es kein Tragefoto davon. Die anderen sind trotz vielen Tragens in guten Zustand. Der einzige Grund, warum ich das von s.Oliver nicht reklamiert habe, ist, dass ich keine dunkelblaue dünne Alternative gefunden habe. Auf die T-Shirts von Armor Lux bin ich im Beitrag RADIKAL MINIMAL #6 näher eingegangen.

Die meisten Menschen in Deutschland haben deutlich mehr als neun Shirts im Schrank, von denen viele ausgeleiert und verwaschen sind. Auch wer nicht viel Geld für Kleidung zur Verfügung hat oder ausgeben möchte, ist meiner Ansicht nach besser damit bedient, ein Teil weniger zu höherer Qualität zu kaufen. Gerade bei T-Shirts halte ich mich an die Lebensweisheiten wer billig kauft, kauft 2 x und ich bin zu arm, um billig zu kaufen. Deshalb kaufe ich lieber weniger in hoher Qualität. Am Ende geht die Modemathematik auf. Ausnahmsweise habe ich deshalb hier die Kaufpreise genannt.

Kombinationswunder

Der Vorteil an meinen Shirts ist, dass ich sie bis auf das Tanktop und das Basicshirt zu den meisten Anlässen meines Lebens tragen kann. Sie sehen pur zu Jeans genauso gut aus wie unter einem dunkelblauen Blazer. Ich trage sie privat und geschäftlich gleichermaßen.

Ausschnitt

Die Ausschnitte sind alle rund, mehr oder mehr weniger hoch. Das ist ein Kompromiss für mich, denn V-Ausschnitte wären mir lieber. Zu meinem Gesicht gehen auch die runden gut, aber zum großen Busen wäre ein V-Ausschnitt schöner. Aber wir wissen ja: Irgendwas ist immer, Und wenn ich – wie oft – ein Tuch darüber trage, sieht den Ausschnitt eh keiner.

Minimalismus oder die Frage: Wie viele T-Shirts brauchst Du?

Bei der Frage nach benötigten Anzahl ist die Antwort: Du brauchst so viele, dass Du bis zum nächsten Waschtag ausgestattet bist. Bei den meisten Menschen ist das eine Woche. Ich wasche bunte Feinwäsche ein- bis zweimal wöchentlich. Selbst bei täglichem Tragen reichen mir die wenigen Shirts folglich aus.

Durch das viele Tragen und Waschen ist der Verschleiß natürlich höher, als wenn Du die Sachen seltener trägst. Ich habe lieber wenige Sachen im Schrank, die ich oft und gerne trage, und kaufe dann ein neues Shirt, wenn ich es brauche.

Stilberatung: Ärmellänge bei T-Shirts

Bei der Länge der Ärmel dominieren bei mir Shirts mit 3/4-Arm, weil sie mir am besten stehen. Ohne Ärmel fühle ich mich zu nackt und in der Sonne verbrenne ich, 1/4-Arm lässt meinen Busen noch breiter und mehr aussehen, 1/2-Arm wäre auch gut (gibt es aber nur selten zu kaufen), 3/4-Arm lenkt den Blick auf die Taille und eher nach oben als nach unten, langer Arm ist O.K., wenn er nicht zu lang ist. Überlange Ärmel lassen mich kleiner aussehen und lenken den Blick auf die breiten Hüften, deshalb trage ich sie gar nicht.

Wer einen kleinen Busen, viel Bauch oder schmale Hüften hat, wird andere Vorlieben haben. Wenn Du unsicher bist, ob eine Ärmellänge optisch gut für Dich ist, schau wo der Ärmel aufhört. Das Auge des Betrachters guckt dorthin, wo etwas aufhört, beginnt oder ein Farb- oder Musterwechsel ist.

Möchtest Du die Stelle betonen, an der der Ärmel aufhört? Dann ist die Länge gut. Liegt genau da eine ungeliebte Stelle? Dann nimm eine andere Länge. Deshalb können Frauen mit viel Bauch oft nicht so gut 1/2- oder 3/4 Arm tragen, sehen bei einer großen Gesamtlänge aber durchaus mit überlangen Ärmeln gut aus.

Wie viele T-Shirts hast Du und warum genau diese?

Hier geht es zu den anderen Teilen der Serie: Grundausstatung.