Modemüde

Stiefeletten von ONLY A SHOESDie einen sind frühjahrsmüde, ich bin modemüde. Schon 2014 ging es mir im Frühling und Herbst so, dass ich das Gefühl hatte, dass nichts Neues in der Mode dabei ist. Ich werde vom dpa-Themendienst regelmäßig für Zeitungsartikel interviewt zu Mode und Stil, die on- bzw. offline in den Medien veröffentlicht werden, z.B. bei Focus, Bild, manager magazin, Süddeutsche Zeitung. Dabei geht es um aktuelle Themen in der Mode, was neu daran ist und wer das wie gut tragen kann oder auch besser nicht. Wenn ich mich auf die Fragen vorbereite und mich mit aktuellen Trends beschäftige, was ich gerne mache, spüre ich immer mehr, wie wenig sich die Mode verändert. Und dann auf einmal ist doch alles anders und nichts passt mehr zusammen.

Vom kleinen Finger zur ganzen Hand

Es geht in so kleinen Schritten. Auf einmal sind Hosen nicht mehr oberschenkelweit gerade geschnitten und fußbodenlang, sondern schmal und köchelkurz. Man kann bei Lust auf die neue Form denken: “Ist ja nur eine andere Hose, die kombiniere ich einfach mit meinen bestehenden Sachen.” Das Problem dabei ist jedoch, dass jener Komplettlook, der mit der weiteren, längeren Hose funktioniert, dann ganz anders wirkt. Anders ist in dem Fall selten gut.

Um bei dem Beispiel zu bleiben: Zur schmalen 7/8 Zigarettenhose passen andere Schuhe. Stiefeletten im Laden, die jahrelang bis 2011 wie ausgestorben waren, sehen auf einmal klasse dazu aus. Flache Schuhe wirken dazu auch schöner als zu den weiteren, längeren Hosenbeinen. Diese Hosen zeigen aber ziemlich viel Oberschenkel und Pokontur. Also werden die Oberteile dazu weiter und länger (wie vorher die Hosen, nur das zu den alten Hosen kürzere, schmaler Oberteile proportioniert wirkten). Und so geht es weiter … so zieht der Kauf einer Hose manchmal Unsummen und Kleiderberge nach sich … Es will also gut überlegt sein, welche neuen Teile man in den Schrank lässt!

Fazit

Mode – oder anders formuliert das Bekleidungsangebot – ändert sich ständig. Ich bin Feind davon, ständig das Neueste haben zu müssen und nur weil etwas Trend ist, es zu tragen. Ich liebe Bekleidung und alles was dazu gehört, die genau zum Menschen passt. Und trotzdem verändert sich der persönliche Geschmack mit dem, was man sieht. Einiges guckt sich im Lauf der Zeit durch Gewöhnung schön, anderes nicht. Manche Teile sind im neuen Kontext wirklich perfekt. Es ist wie beim Kochen. Chili pur mag niemand, die passende Prise macht ein Curry köstlich.

Was habt Ihr zuletzt gekauft, was Ihr vorher noch komplett ausgeschlossen habt?

Modetrends Frühjahr/Sommer 2015

Die Zeitschrift Brigitte hat auf ihrer Webseite die Lieblingstrends 2015 von den Laufstegen zusammengestellt: Trends 2015. Mit den Redakteurinnen einig bin ich darüber, dass vieles davon gar nicht neu ist. Der Vorteil daran? Die Sachen lassen sich gut in den bestehenden Fundus integrieren. Konkret geht es um

  • New Denim
    Jeansteile ohne Waschung sehen angezogen aus, sind eher businesstauglich als Used-Look und lassen sich leicht kombinieren. Freue mich darauf!
  • Clogs
    Clogs von Sanita - The Original Danish Clogs
    Sind seit 2011 wieder in meinem Repertoire. Die Original Danish Clogs von Sanita sehen auch 2015 noch aus wie neu, obwohl sie immer mal wieder getragen werden. Von Schneeschippen bis Gartenparty halten die alles aus. Zu langen Jeans trage ich sie gerne auch mal mit Strümpfen aus Baumwolle oder Wolle.
  • Niedliche Accessoires
    Sorry, nichts für mich … erinnert mich zu sehr an Hello Kitty-Kids.
  • 1970er
    Kommen und gehen immer mal wieder. Als Kind der 70er liebe ich die natürlich.
  • Gelb
    Ines Meyrose in Blazer und Kleid von Marina Rinaldi 20092009 war ich als Trendsetter in Gelb im Blazer von Marina Rinaldi unterwegs. Sehr erstaunt war ich über den Anklang der Farbe bei der Aktion Buntes 2014 im gelben August. Nie hätte ich gedacht, dass sich in Euren Schränken so viel Gelb findet und dass sich die Farbe wirklich in der Mode wieder etabliert. Hat zwar bis 2014 gedauert, aber die zwiespältigste Farben der Deutschen1 hat neue Freunde gefunden. Das darf gerne so bleiben!
  • Overalls
    Sollen ja seit Jahren schon Trend sein. In der Abendgarderobe finde ich sie sehr schick, getragen auf der Straße nehme ich sie in Hamburg nicht wahr.
  • Marsala
    Die Pantone-Trendfarbe 2015 kommt mir als Liebhaberin von Rot und Braun entgegen. Ich hoffe, vieles in der Farbe zu sehen. Kühle Farbtypen können den Ton mit Grau schön kombinieren, warme Farbtypen können sich im 1970er-Jahre-Stil ausleben und Gelb oder Camel dazu geben.
  • Spitze
    Meyrose #ootd 20140510 mit Spitzenkleid von ZayEin Klassiker, der immer geht – wenn es zum Typ passt. Frauen mit romantischer Ader bei Kleidung lieben Spitze und an denen sieht es gut aus. Mein Spitzenkleid von Zay trage ich sehr gerne.
  • Safari
    Gibt es auch jedes Jahr wieder? Passt gut zu den hellen Chinos der letzten Jahre.
  • Culottes
    Jetzt wage ich es mal, zu polarisieren: Culottes sind meiner Ansicht nach der optische Super-GAU an allen Frauen unter 1,75 m2. Große Frauen können die auch mit ein paar Kilo mehr auf den Hüften tragen, normalgroße oder kleine Frauen wirken darin ähnlich unproportioniert wie in 3/4-langen weiten Hosen. Somit erinnern mich Culottes an die untragbaren 3/4-Cargo-Hosen, die ausgerechnet auch noch gerne in großen Großen angeboten werden und der absolute Figurkiller sind. Ich kenne zwei große Frauen virtuell, die auf Culottes stehen: Modeflüsterin Stephanie hat im Herbst 2014 ein Plädoyer dafür geschrieben und Annemarie von Meine Kleider trägt sie auch gerne. Dort findet Ihr die positiven Ausnahme-Beispiele, wie große Frauen den Trend gelungen umsetzen können.
  • Orange
    Ines Meyrose im Gute-Laune-Kleid von H&MInes Meyrose beim #redfriday am 28.09.2012 mit Backstage 43Bei Orange habe ich ähnliche Zweifel wie bei Gelb, ob sich das durchsetzt. ich weiß noch, wie lange ich 2008 gesucht habe, bis ich zu meinem Gute-Laune-Kleid einen passenden Schal und Lippenstift in Orange gefunden habe … Schal und Kleid habe ich leider nicht mehr. Aber vielleicht wird Orange das neue Gelb? Würde mich freuen!

Wie steht Ihr zu diesen Trends 2015?

  1. Quelle: Eva Heller: Wie Farben wirken, aus einer Befragung von 1888 Männern und Frauen []
  2. Die Zahl ist willkürlich gewählt und steht für große Frauen []

Glaskugel: Mode im Sommer 2014

Kaleidoskop

Einerseits wissen die Designer, was sie uns für die Sommersaison 2014 verkaufen wollen. Anderseits wissen wir nicht, was die Einkäufer unserer Lieblingsläden und -labels davon wirklich in die Läden holen und was uns gefallen wird. Leider hängt davon allerdings auch ein wenig ab, was sich bei den Sommerschlussverkäufen als Schnäppchen für 2014 herausstellen wird.

Ein Blick in die Glaskugel

… bzw. das Kaleidoskop der Mode: Gespräche mit Designern, Shop-Einkäuferinnen, Blicke in Booklets und meiner persönlichen Wahrnehmung nach, ist 2014 der Horizont für das ganz knallbunte Zeug überschritten. Es wird weiter Farben geben, aber Weiß, helle Beigetönen, Greige, Hellgrau und auch mal wieder Schwarz wird viel vertreten sein. Streifen bleiben uns erhalten, Blumen habe ich auch noch gesehen. Ansonsten werden die Muster auch wieder etwas grafischer und ähneln Colour Blocking Ton-in-Ton-mit-Schwarz. Alles wird klarer, reduzierter – back to the minimum.

Hosen bleiben voraussichtlich so kurz wie in dieser Saison. Einige werden weiter auf 7/8 gekrempelt. Die Schnitte bleiben nach unten hin schmal. Bundfalten werden mit kürzeren Oberteilen getragen, Skinnys mit langen, weiten Oberteilen.

Wer auch im 2014 seine Sachen von 2013 gut kombiniert wissen möchte, setzt schon jetzt auf diese Farben. Der Weißtöne-Mix bleibt eindeutig.

Interessiert Euch das jetzt schon?

Frischer Durchblick

Werbung ohne Entgelt

Meyrose_Ines_Brille_sky_SA859_20130126aEs war mal wieder Zeit für eine neue Brille. Nach zwei Jahren habe ich eine andere Sehstärke und die alte hat Gebrauchsspuren. Außerdem ist mir das Modell inzwischen in dem Stil zu häufig in Hamburg zu sehen. Der Optiker meines Vertrauens ist immer noch Renken (Werbung) und dort habe ich die neue Brille gefunden.

Meyrose_Ines_Brille_sky_SA859_20130126cVon der Marke Sky Eyewear bzw. Sky Vintage habe ich vorher noch nichts gehört. Das ist einer der Gründe, warum ich gerne zu Renken gehe – es gibt dort immer wieder neue Sachen zu entdecken, die nicht bei jedem Optiker um die Ecke geführt werden.

Meyrose_Ines_Brille_sky_SA859_20130126bIch trage ab jetzt das Modell SA859 in der Farbe 03. Außen ist sie dunkelbraun und die Bügel sind von innen oliv. Eine schöne Farbgebung zu meinen Haaren und Augen. Ich mag das matte Finish auf dem Metallgestell und die Klarheit des dänischen Designs. Meyrose_Ines_Brille_sky_SA859_20130126d

Von der Form gefällt mir gerade diese eher eckige Variation besser als der leichte Butterfly (siehe Foto aus dem Herbst) meiner alten Brille von Oliver Peoples. Da mein Gesicht nicht gerade schmaler geworden ist, sieht es schmeichelhafter aus. Meyrose_Ines_Brille_Oliver_PeoplesDas neue Gestell ist sehr leicht, allerdings vom Tragegefühl nicht so anschmiegsam wie das bisherige Kunststoffgestell. An die härteren Kanten muss ich mich noch gewöhnen.

Brille_Sky_SA859_Col.03Störend finde ich, dass bei der Brille von Sky die Bügelenden nicht sauber entgratet sind. Das ist einfach handwerklich unsauber und stört mich bei dem Preis. Das ist mir jetzt auch bei Modellen anderer Hersteller schon aufgefallen und ich finde es erstaunlich, dass so etwas ausgeliefert wird. Mir ist das erst beim Abholen der Brille aufgefallen. Hätte ich es eher gesehen, hätte es mich unter Umständen sogar vom Kauf abgehalten. Aber jetzt ist es so und ich freue mich an der ansonsten schönen Optik. Und gucken kann ich jetzt auch wieder gut! Am Wochenende gab es dann einen schönen Ausflug im Schnee, bei dem die warme Shapka wieder beste Dienste geleistet hat.

Was ist Euch bei Brillen – außer den Gläsern natürlich – wichtig?

Anzeige – Trend: Mode aus England

Nicht nur dass in den Modezeitschriften für Teenies und Twens immer mehr Models und Streetstyles aus England abgebildet sind – auch in Deutschland wird Mode aus England immer beliebter. Vielleicht liegt das daran, dass einige englische Onlineshops, die auch nach Deutschland liefern, ein breites Spektrum an bezahlbarer Mode für ein breites Größenspektrum anbieten.

Nicht nur normale Größen, sondern auch Kleidung für Plus-Size in normaler Länge oder schlanke Frauen ab 1,73 m aufwärts wird angeboten. Auch der Corsagenanbieter, mit dem ich gerade eine Blogaktion gemacht habe, kommt aus England und hat viele Größen und Modelle im Angebot. Langen Frauen ab 1,73 m kann ich übrigens empfehlen, bei long tall sally mal zu schauen.

Im Sommer 2012 habe ich erstmals von Debenhams (Werbung) im Rahmen einer Blogger-Aktion gehört. Dabei habe ich dann prompt das Kleid und die Hose, die ich mir dabei ausgesucht habe, gewonnen. Leider kam die Lieferung so spät, dass das Kleid gleich bis zum nächsten Sommer eingemottet wurde. Die Hose ist allerdings auch im Winter zu Stiefeln im Einsatz. Sie sitzt sehr gut und hat bisher auch nach einigen Wäschen die schwarze Farbe gut behalten. Für eine Jerseyhose leiert sie auch nur sehr wenig an den Knien aus. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist absolut stimmig.

Nach der Teilnahme an der Blogger-Aktion habe ich dann auch erstmalig in Ladengeschäften in Hamburg Ware von Debenhams gesehen. Selektive Wahrnehmung hat wohl mal wieder zugeschlagen … In UK und Irland gibt es von Debenhams diverse Filialen – in Deutschland bisher nicht. Ähnlich wie bei H&M und Tchibo gibt s auch dort gelegentlich Kooperationen mit Designern, z.B. Jasper Conran, Matthew Williamson, Philip Treacy und vielen mehr.

Kauft Ihr Mode aus England?

Buchreview: Street Style Hamburg

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Streetstyle Hamburg (Affiliate Link)
von Ksenia Lapina und Mario Tino vom Streetstyle-Blog fashionjunk

Street Style Hamburg

Ausgerechnet über einen Seite-1-Teaser in der peinlichen Zeitung mit 4 Buchstaben, an der ich an der Tankstelle auf dem Weg zur Kasse vorbei schlenderte, bin ich auf dieses neue Buch aufmerksam geworden. Der Junius Verlag war dann so freundlich, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen.

Getreu dem Motto Nicht “Kleider machen Leute”, sondern “Leute tragen Kleider” zeigt das Buch Street Styles von Hamburg Straßen – von chic bis shabby, von multikulti bis hanseatisch.

Das Buch zeigt auf über 200 Fotos, die nur mit minimalem Text auf Deutsch und Englisch illustriert sind. Der Fokus liegt eher auf Paradiesvögeln als bei klassischen Looks – aber die sind ja auch spannender anzusehen. Mir haben die Fotos mal wieder Mut gemacht, mich auch noch mehr weg vom Mainstream zu begeben.

Das Hamburg zu den verschiedenen Stadtteilen gehörende Uniformen hat, bleibt sicher keinem Bewohner und Besucher dieser Stadt verborgen. Von der Eppendorf-Schickse, der Schanzen-Trulla, dem Öko-Ottenser bis zur Barmbeker Normalofrau ist alles anzutreffen. Lustig finde ich, dass auf den Fotos tatsächlich schwer zu erkennen ist, aus welchem Stadtteil die Personen sind bzw. wo sie fotografiert wurden. Einige passen in meine Denkschubladen – andere gar nicht. Und auch das finde ich an Hamburg(-ern) so schön: Irgendwie geht dann doch überall alles. Und am schönsten ist: Alle fotografierten Menschen haben positive, fröhliche Gesichter.

Fazit

Modeinteressierte Männer und Frauen auf der Suche nach extravaganten Kombinationsinspirationen werden Freude an dem Buch haben.

Die hochwertige Aufmachung trägt ihren Teil dazu bei. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die Bildbeschreibungen seitlich so nah am Bundsteg stehen, dass sie sehr schwer und nur unter Aufbiegen des Buchrückens richtig zu lesen sind.

Alles in allem: Ein schönes Buch!

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Das Copyright für die Bilder in diesem Beitrag liegt bei den Autoren. Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop beim Junius Verlag (Werbung) zu bestellen. Es wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

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