Grün und Blau trägt die Frau – Sommerfarbe am Herbstfarbtyp

Ines Meyrose - Blau am Herbstfarbtyp kombinieren - Poncho Grünmix invero

Sommerfarbe am Herbstfarbtyp

Wie trage ich eine Farbe, die mir eigentlich in Gesichtsnähe nicht so gut steht? Mit einer Brückenfarbe! Die Tunikabluse mit dem verwaschenen kühlen Blauton passt ideal zum Sommerfarbtyp, dem helle, kühle, pastellige Farben in Gesichtsnähe stehen. Ich bin ein Herbstfarbtyp, dem dunkle, warme, gedeckte Nuancen der jeweiligen Farben in Gesichtsnähe am besten stehen.

Ines Meyrose - Blaue Bluse am Herbstfarbtyp

Warum kaufe ich eine Bluse in einer Farbe, die nicht optimal in Gesichtsnähe ist?

  • Weil ich Blau schlichtweg gerne leiden mag und ich mich wohl darin fühle.
  • Weil ich meistens blaue Jeans trage, was zusammen die Silhouette streckt.
  • Weil ich den leichten Baumwollbatist im Sommer lieben werde.
  • Weil ich den Schnitt mag mit dem kürzeren Vorderteil und dem längeren Teil über dem Po. Wenn mich die Farbe auf Dauer nervt, färbe ich sie einfach fix um. An den überschnittenen Ärmeln schaue ich vorbei, weil mich das in der Praxis an warmen Tagen nicht stört. Das gibt mehr Luftigkeit.
  • Weil sie mir in der Freizeit gute Dienste leisten wird.

Die Marke verschweige ich übrigens nicht absichtlich. Es steht nur Made in Italy auf dem Etikett. Und genau genommen habe ich nicht nur eine Bluse gekauft, sondern gleich zwei. Die andere ist in hellem Oliv und wird gut zu meiner weißen Caprihose aussehen. Bis Zeit für leichte Kombinationen ist, trage ich Wolltücher dazu.

Blau mit Grün am Herbstfarbtyp

Ines Meyrose - Blau am Herbstfarbtyp kombinieren - Poncho Grünmix invero

Nimm die Farbe der Bluse in einem Tuch wieder auf, das in Summe eine gute Farbe zu Deinen natürlichen Farben hat. Das Blau ist im Grün-Mix-Ponchotuch enthalten, die warmen Grüntöne stehen mir gut, also ist alles wieder im Lot. Farbklammer? Check √.

Ines Meyrose - Blau am Herbstfarbtyp kombinieren - Poncho Grünmix invero

Blau mit Cremeweiß am Herbstfarbtyp

Ines Meyrose - Blau am Herbstfarbtyp kombinieren - Dreieckstuch Zwillingsherz

Cremeweiß passt zu meinem Teint, in dem Dreieckstuch ist das Blau der Bluse bei den Punkten enthalten. Farbklammer? Check √. Auf den Bildern wirkt das Tuch leider viel heller als es real ist. Glaub mir, es ist cremeweiß. In dem Beitrag Modemathematik, Schnäppchen und eine Mütze oder diesem Instagrambild kann man das ein bisschen besser sehen. Weil mir das Tuch zur Bluse so gut gefällt und ich die Kombination trage, habe ich die Bilder als Option trotzdem in den Beitrag genommen.

Ines Meyrose - Blau am Herbstfarbtyp kombinieren - Dreieckstuch Zwillingsherz

Blau mit Orange am Herbstfarbtyp

Ines Meyrose - Blau am Herbstfarbtyp kombinieren - Poncho koralle - orange Eva Schreiber

Oder nimm eine ganz andere Farbe in Gesichtsnähe dazu, die zu Dir passt und einen Kontrast zu dem Blau bildet. Ich kombiniere hier Orange zu Blau und finde das schön. Durch das satte großflächige Orange wird der Blick zum Gesicht gelenkt. Orange macht mir gute Laune. Komplementärkontrast? Check √.

Ines Meyrose - Blau am Herbstfarbtyp kombinieren - Poncho koralle - orange Eva Schreiber - Portrait

Dunkelblauer Trenchcoat – das Multitalent

Ines Meyrose - Trenchcoat dunkelmarine Petite-Kurzgröße Landsend - Dreieckstuch Zwillingsherz - Jeans Raffaello Rossi - Stiefeletten-Mat:20

Der Trenchcoat in der Farbe Dunkelmarine ist neu und löst meinen zu groß gewordenen beigefarbenen ab, den Du eventuell aus dem Beitrag 10 Tipps zum Kauf eines Trenchcoats kennst. Ich habe mich dieses Mal für Dunkelblau entschieden, weil mir Beige mit den grauer werdenden Haaren zusammen zu blass ist und ich nicht immer ein Tuch dazu tragen möchte. Der neue Kurzmantel von Lands’ End ist in deutlich schlechterer Qualität als der alte von Fuchs Schmitt, was Material und Nahtverarbeitung angeht, hat dafür aber auch nur etwa ein Drittel gekostet.

Ines Meyrose - Trenchcoat dunkelmarine Petite-Kurzgröße Landsend - Dreieckstuch Zwillingsherz - Jeans Raffaello Rossi - Stiefeletten-Mat:20

2 Frauen – 1 Mantel

Das gleiche Modell hat Sabine Gimm seit letztem Sommer. Du kannst ihn bei ihr im Beitrag Jede Frau braucht einen Trenchcoat sehen. Wir haben ihn beide Kurzgröße in M 40/42, ihrer ist schwarz. Ich habe meine Ärmel eine Saumbreite kürzen lassen, weil es ich bevorzuge, wenn die Hand bei hängendem Arm vollständig herausguckt.

Für Paule-Fans ein Bild vom geduldigen Bloggerinnenhund bei der Arbeit

Paul am Set - der perfekte Bloggerhund

Wie kombinierst Du Blau am liebsten?

Inspiriert von “Ein Kleidungsstück für (fast) jede Lebenslage”

Ines Meyrose #ootd 20161002 mit weißer Bluse von COS, Jeans Please!, Seidenschal YAM YAM, ic! berlin

Die Blogparade Ein Kleidungsstück für (fast) jede Lebenslage läuft noch bis zum 31. Oktober 2016 und ich freue mich über die vielen verschiedenen Beiträge. Mich hat der Beitrag von Bärbel dazu angeregt, mal wieder ein aktuelles Outfit mit weißer Bluse zu zeigen. Ich verlinke den Beitrag aber nicht bei der Blogparade, sondern es wird am dem 3. November 2016 – angeregt von Bärbel – eine Nachlese dazu geben, bei der Outfits verlinkt werden können, die von der Blogparade inspiriert sind. Dieses hier zum Beispiel.

Warum diese weiße Bluse?

Die Tunikabluse ist neu. Mir gefällt der lange Schnitt, damit passt sie gut über schmale Hosen. Außerdem ist sie aus 100% Baumwolle und fest gewebt. Sie knittert nicht mehr als auf den Bildern zu sehen ist und ist für eine weiße Bluse nur wenig durchsichtig. Außerdem mag ich, dass die einen Stehkragen hat und nicht durchgeknöpft ist. Sie nicht ganz schneeweiß, was man auf den Bildern aber wie üblich nicht erkennen kann.

Unterschied zwischen Chinakragen und Stehkragen

Zur Bezeichnung der Kragenform habe ich mich bei der Designerin aus dem Bahnwärterhäuschen schlau gemacht. Ich war mir nicht sicher, ob es ein Chinakragen oder ein kleiner Stehkragen ist. Als Kind der 1970er weiß ich aus der Sesamstraße: Wer nicht fragt, bleibt dumm! Beates Antwort: “Dein Kragen ist ein Stehkragen. … Ein Chinakragen hat keinen Übertritt.” Jetzt ist mir der Unterschied dieser beiden Kragenformen auch endlich klar – und es hat nichts mit der Puschelkante am Kragen zu tun.

Ines Meyrose #ootd 20161002 mit weißer Bluse von COS, Jeans Please!, Seidenschal YAM YAM, ic! berlin

Outfit mit weißer Bluse im Herbst 2016

  • Bluse COS
  • Bikerjeans Please!
  • Stiefeletten Camper
  • Seidenschal Yam Yam
  • Sonnenbrille ic! berlin
  • Ehering Goldschmiede Mechlem
  • … und die obligatorischen Perlenohringe

Ines Meyrose #ootd 20161002 mit weißer Bluse von COS, Jeans Please!, Seidenschal YAM YAM, ic! berlin

Was definiert ein Outfit?

Auch wenn Uschi aus Aachen meint, dass Jeans und weiße Bluse kein Outfit sei, ist das für mich eins. Was ist denn ein Outfit? Der Duden sagt dazu, dass ein Outfit “das äußere Erscheinungsbild bestimmende Kleidung, Ausstattung, Ausrüstung” ist. Eine weiße Bluse beeinflusst mein äußeres Erscheinungsbild durchaus maßgeblich.

Sie war im Frühling und Sommer 2015 mein Einheitslook und Dauerbrenner und taugt durchaus zum Markenzeichen einer Person, so wie andere schwarze T-Shirts, Rollkragenpullover oder taillierte Röcke zu ihrem Markenzeichen gemacht haben. Bei Fran habe ich Freitag den Beitrag Weiße Blusen gehen immer gesehen und kann nur unterschreiben: Ja, weiße Blusen gehen immer!

Ines Meyrose #ootd 20161002 mit weißer Bluse von COS, Sonnenbrille ic! berlin

High Class Leger Chic oder einfach nur langweilig?

Die Grenze zwischen High Class Leger Chic und langweiliger Klamotte ist ganz sicher fließend und jeder wird sie woanders sehen. Kann man sich vermutlich so lange drüber streiten, wie über die Wohnlagen nördlich und südlich der Elbe oder links und rechts des Rheins. Wie man das Kind am Ende nennt, spielt für mich keine Rolle, wenn ich weiß, dass ich mich darin wohl fühle. Ob nun als Outfit oder nicht – heute bin ich hier in weißer Bluse unterwegs.

Linkparty

Wie ist Dein Verhältnis zu weißen Blusen?

Maxi-Muster im Juni

Ines Meyrose #ootd 20150531 mit maxi-muster im Juni zum #modejahr2015

Was habe ich mir eigentlich dabei gedacht, im Juni maxi-muster als Thema im Modejahr 2015 zu wählen? Mein Schrank gibt da nicht viel her. Weil ich einfarbige Teile bei Hosen und dezente Muster bei Oberteilen bevorzuge, kommen auffällige Muster in erster Linie bei Tüchern und Schals vor. Also habe ich dabei an Euch gedacht und freue mich auf Eure Kreise, Sterne, Karos, Tiere …!

Ines Meyrose #ootd 20150531 mit maxi-muster im Juni zum #modejahr2015Die rote Tunikabluse (H&M 2009) zusammen mit dem Schal Herzilein (Codello 2012) ist mein Beitrag zu maxi-muster im Juni. Die Bluse hat kleinen Blümchenprint, der wiederum ein Rautenmuster ergibt. Die Herzen auf dem Tuch sind für meine Verhältnisse groß. Es gilt in der Stilberatung die Faustformel kleine Frau = kleine Muster. Bei meiner Körperfülle dürfen sie ein bisschen größer sein, aber eben nicht zu groß. Sonst seht Ihr nur noch das Muster und nicht mehr den Menschen darin.

Das Rot der Bluse ist eigentlich ein bisschen zu hell und leuchtend für mich als Herbstfarbtyp. Sie würde zu einem Frühlingsfarbtyp noch besser passen. Ich trage sie im Frühling und Sommer trotzdem sehr gerne, weil die Farbe so frisch wirkt und der Baumwollbatist sich wunderbar trägt. Das ist ein Teil von H&M, was seit sechs Jahren makellos hält trotz vieler Wäschen. Mit den Raglanärmeln und den gesmokten Taillendetails macht sie Gewichtsveränderungen ganz gut mit. Sie ist die älteste Bluse in meinem Schrank. Das Korallenarmand ist eigentlich eine Kette, die ich als Erbstück meiner Mutter in Ehren halte.

Modejahr 2015 - Banner von www.meyrose.deDie Fotos haben wir gestern in der Hamburger Speicherstadt gemacht. Das Tuch mit Herz schicke jetzt gleich mal zu Sunnys Um Kopf & Kragen und Euch wünsche ich eine schöne Woche!.

Kennt Ihr die alte Speicherstadt? Wie steht Ihr zur neuen Hafencity?

Fadenscheinig

Fadenhängerchen

Dieses Outfit verdanke ich einer Wette. 2011 auf Rügen gab es im Hotel einen Freizeitbereich mit großem Billardtisch. Mein Mann wollte unbedingt spielen und ich hatte keine Lust. Also hat er mich herausgefordert und wir haben für den Gewinner um ein Essen gewettet. Es war unsere erste Partie in damals zehn Jahren Beziehung und unsere erste Wette um mehr als die Ehre. Ich kann rudimentär Billard spielen, mache das aber nicht gerne.

Ines Meyrose #ootd 20150411 mit Fadenhängerchen

Was soll ich sagen? Ich habe meinen sportlichen Mann aus eigener Kraft souverän geschlagen. So gut habe ich vorher und hinterher nie wieder gespielt – egal. Sein Gesicht dabei werde ich jedenfalls nicht vergessen. Als sportlicher Verlierer hat er es dann nach dem ersten Schock doch mit Fassung getragen und am nächsten Tag seinen Wetteinsatz erhöht und mich nicht zum Essen eingeladen, sondern mir dieses fadenscheinige Hängerchen spendiert, was erheblich mehr gekostet hat.

Ines Meyrose #ootd 20150411 mit Fadenhängerchen

Leider weiß ich den Namen der Rügener Designerin nicht mehr. Sie näht mit einer Nähmaschine kreuz und quer die Fäden auf ein Vlies, wäscht den so entstandenen Stoff und verarbeitet ihn dann zu so legeren Hängerchen, Jäckchen & Co. Ich bin fasziniert von der Leichtigkeit des Stoffs und davon, wie leicht man damit schlichte Outfits verändern kann. Es wurde schon viel getragen. Am Wochenende fiel es mir vom Bügel in die Hände und ich habe es als Wink genommen, es direkt anzuziehen. Das ist wirklich ein individuelles Teil, oder?

Ines Meyrose #ootd 20150411 mit Fadenhängerchen

Ines Meyrose #ootd 20150411 mit Fadenhängerchen

Fadenhängerchen

Outfitdetails

Ines Meyrose #ootd 20150411 mit Fadenhängerchen und TrenchcoatDraußen passte der Trench (Fuchs Schmitt 2014) gut dazu. Die schlichte Bluse (Mootz 2014) und Spaghettibeinhose (Dismero 2015) trage ich gerne mit den Sternenzauberboots (MDK 2014). Die Handtasche (Miles 2007) habe ich passend zu den mittelbraunen Fäden gewählt.

Auf den Fotos könnt Ihr gut sehen, wie unterschiedlich verschiedene Ärmellängen wirken. Locker offen und zu lang vs. leicht geschoppt vs. aufgekrempelt. Zu lange Ärmel wirken an einer eher kleinen Frau wie mir wie reingesteckt, deshalb achte ich darauf, dass meine Hände zu sehen sind.

Seebrücke Göhren auf Rügen im Februar 2011

Weil auf Rügen in dem Winter so ein traumhaftes Wetter mit Eisschollen und verzapften Seebrücken war, bekommt Ihr noch ein Winterbild von 2011 dazu. Der Blick aus der Hotelsauna in Göhren ging genau in die Richtung. Ein Traum …

Wie würdet Ihr das Teil nennen? Hängerchen? Tunika? Pullunder? …?

Sommershorts-Outfit

Meyrose #ootd 20140711 Shorts

Dieses Outfit ist auf Anregung von Bloggerin Sonja entstanden, die zum Tag des Ringelshirts kommentierte, dass sie diese Shorts auch gerne mal mit nackten Beinen sehen würde. Erbeten – getan – am 11. Juli habe ich diese Bildercollage auf Instagram gezeigt und die Jay or Nay-Frage gestellt – die Kommentare dazu könnt Ihr auf Instagram sehen. Auch wenn ich mich an dem Tag in dem legeren Outfit sehr wohl gefühlt habe, war ich doch überrascht über das so positive Feedback zu dem Bild. Vielleicht haben sich die Ablehner nicht getraut, etwas zu schreiben …

Bloggerin Cla schrieb neulich, dass sie Shorts und Miniröcke wegen ihres Beinzustands aus Ihrem aktiven Kleiderschrank verbannt hätte. Das kann ich verstehen. Ich habe auch lange keine kurzen Shorts mehr ohne Strumpfhose getragen fühle mich im Moment allerdings wohl darin und habe das Glück, dass meine Beine trotz des hohen Gewichts relativ weit hoch einigermaßen glatt sind und jahrelanges Schwimmen und Nordic Walking sich positiv bemerkbar machen. Dafür werdet Ihr in diesem Leben vermutlich meinen Bauch nicht zu sehen bekommen … so hat jeder seine Punkte …

Outfit: Shorts und Tunikabluse: BON’A PARTE (beides PR-Muster), Loafer Tamaris, Tasche Jobis

Zu welchem Outfit, das Ihr Euch von alleine nicht getraut habt, wurdet Ihr in letzter Zeit ermuntert?

Raglanärmel und Türkis

Ines Meyrose Outfit mit Stiefelettn in Türkis von NOBRAND

… sind beides Sachen, die es in meinem Kleiderschrank wenig gibt, denn beides haben ihre Tücken. Raglanärmel passen nicht zu meiner Figur und Türkis nicht zum Farbtyp. Zwar finde ich Türkis mit Brauntönen durchaus schön kombiniert, jedoch wird es für mich immer zu knallig. Ein richtiges Türkis ist für mich leuchtend, sonst ist es Hellblau und nicht Türkis, und leuchtende Farben sind nun mal nicht so meins.

Aktion Buntes 2014 – Türkiser Juli

Bei der Aktion Buntes 2014 habe ich mir viel Mühe gegeben, Farben auszuwählen und zu verteilen, die vielerlei Geschmack abdecken. Deshalb gehört TÜRKIS natürlich unbedingt dazu und darf die Farbe des Julis sein. Irgendwie hat sich zum letzten Sommer auch ein paar türkiser Stiefeletten von NOBRAND in meinen Schuhschrank verirrt, mit denen ich an der Aktion teilnehme. Nachdem ich lange nichts zum Kombinieren hatte, habe ich im März dieses Tuch von Scandic bei seiner Vorbesitzerin dazu abgestaubt. Sie hat es nicht getragen und ich liebe es seitdem. Ihr kennt es schon vom BLAU im April. Auf dem Bild könnt Ihr sehen, dass das Tuch zwar zu mir passt, aber die Schuhe einfach zu sehr herausleuchten. Ich hatte beim Kauf vermutet und gehofft, dass die Farbe schnell verblassen würde, aber das passierte nicht. Ist nicht schlimm, weil ich sie nur für legere Ausflugsoutfits trage und sie bequem sind.

Raglanärmel und ihre Tücken

In Stilberatungen werde ich oft unwissend angesehen, wenn ich Raglanärmel erwähne. Viele kennen diesen Begriff für eine bestimmte Ärmeleinsatzform nicht. Woher der Begriff kommt, weiß ich allerdings auch erst seit heute (Wikipedia sei Dank). Was mir aber schon lange klar ist: Dieser Ärmeleinsatz hat klare Vor- und Nachteile, die Ihr an meiner T-Shirt-Tunika von container sehen könnt.

  1. Die Schultern wirken schmaler, weil der Ärmeleinsatz optisch nach unten A-förmig ausläuft. Das wird hier etwas ausglichen, indem die Schulterpartie hell ist, denn helle Flächen wirken größer. Allerdings verschwimmen sie auch optisch schnell mit hellem Hintergrund, so dass die Schultern in Räumen mit hellen Wänden noch schmaler wirken.
  2. Die Schultern wirken runder, weil keinerlei Formung statt findet. In diesem Fall wird das durch den rüschigen Ärmelabschluss mit Gummizug und das weiche Jerseymaterial noch verstärkt. Da seht Ihr auch gleichzeitig, warum ich so selten T-Shirts trage.
  3. Der Busen wirkt größer, weil er optisch ins Zentrum gerückt wird. Das wird bei dieser Tunika etwas dadurch ausgeglichen, dass der Busenbereich dunkel gehalten ist und dunkle Flächen kleiner und weniger volumig wirken.
  4. Raglanärmel haben den großen Vorteil, dass sie passen. Gerade eingesetzte Ärmel, die senkrecht am Schulterabschluss nach unten verlaufen, sitzen oft nicht an der richtigen Stelle. Wenn jemand breite Schultern hat, wirkt es schnell reingezwängt, wenn sie zu sehr zum Hals hin sitzen. Wenn jemand schmale Schultern hat oder aufgrund eines großen Busens eine große Größe braucht, rutschen eingesetzte Ärmel schnell über die Schulter hinaus und vermitteln dann einen hineingesteckten Eindruck. Außerdem wirken die Schultern dann hängend und noch schmaler. Das passiert alles bei Raglanärmeln nicht.
  5. Bei Jacken und Mänteln finde ich Raglanärmel übrigens unabhängig von der Schulterbreite klasse, weil sie sich dem Darunter in der Breite gut anpassen. So sitzt ein Mantel dann sowohl mit leichtem Sommerkleid als auch über einem Blazer mit Schulterpolstern immer.

Punkt 1-3 sprechen bei mir gegen diese Tunika, Punkt 4 dafür. Gekauft habe ich sie trotz der Nachteile, weil sie sich wahnsinnig gut anfühlt und ich die Farben mag. Es sind zwar viele kühle Farben dabei, aber durch die gedeckten Nuancen passen die zum Herbstfarbtyp trotzdem, da sie mit warmem Beige gemixt sind. Die Tunika ist ein reines Freizeitteil (alleine schon wegen des tiefen Ausschnitts) und wird schon im zweiten Jahr sehr gerne getragen.

Wie ist Eurer Verhältnis zu Raglanärmeln und Türkis?

Bei Sunny verlinke ich diese Woche noch das Tuch bei Um Kopf & Kragen und die Tasche bei den Lieblingsstücken, denn diese kleine Tasche von Liebeskind ist eindeutig meine Lieblingstasche des Sommers 2014.

Von Blümchen und Streifen: 2 Kleider – 1 Outfit in der Frühlingsversion

Janne von Deeerberg

Wickelkleid von Joachim Bosse Style Wickelkleid von Joachim Bosse Style mit CardiganEs gibt Kleider, die singulär etwas schwierig zu tragen sind, weil die vielleicht zu dünn oder zu anschmiegsam sind oder andere Nachteile der Freizügigkeit haben. In der Winterversion 2 Kleider – 1 Outfit habe ich ein sommerliches Ringelkleid mit einem Walkwollhänger kombiniert.

Jetzt zum Frühling lachen mich schon Kleider an, die noch zu kühl sind und dann ist da noch dieses schlammfarbene Wickeloptikkleid von Joachim Bosse, das ich seit Jahren nicht anhatte. Das Problem bei dem Kleid ist, dass der Ausschnitt einfach viel zu tief für mich ist: Optisch und auch was den Grad an Unterwäschesichtbarkeit angeht … da hilft auch ein Tuch nur wenig. Außerdem haftet es etwas an Strumpfhosen und ist seeehr kurvennah. Recht gewagt alles in allem.

Ich traue mich aber auch nicht, es am Ausschnitt einfach zusammenzunähen, weil das meiner Erfahrung nach bei Kleidern, die eigentlich weich fallend gedacht sind, zu statisch wirkt. Das habe ich bei drei anderen Modellen vorher schon mal versucht und die endeten in der Altkleidersammlung. Das Geld für die Schneiderin kann ich also sparen. Das Kleid nicht zu tragen ist aber auch keine Lösung.

Meyrose #ootd mit Janne Kleid und Leggings Deerberg und Wickelkleid Joachim BosseMeyrose #ootd mit Janne Kleid und Leggings Deerberg und Wickelkleid Joachim BosseDeshalb kam mir die Idee, es mit dem neuen Tunikakleid Modell Janne von Deerberg zu kombinieren, das gerade letzte Woche geliefert wurde. Ich habe es zusammen mit den 3/4-Leggings Janne für heiße Sommertage gekauft. Nun habe ich die Leggings allerdings ständig zu Hause an, weil sie unglaublich gemütlich sind, und das Kleid will auch getragen werden … die schönen Märztage letzte Woche riefen geradezu danach. Die neuen Sommerstiefeletten passen perfekt dazu. 3/4-Leggings mit Querstreifen sind ja eigentlich der figurtechnische Super-GAU für alle über einem BMI von 18*. Aber was theoretisch manchmal so gar nicht geht, sieht in der Praxis dann oft gut aus.

Der Mix macht’s!

Schale von GrrenGateAn dem Outfit mag ich, dass die Muster und Farben so schön zusammen passen. So schön, dass ich Euch auch die passende Espressoschale von GreenGate dazu zeigen möchte. Abstimmung von Espressotassen auf Outfits gehören zu meinen (kleineren) Macken … Leser auf Instagram konnten das schon sehen. Die kleinen Schalen liebe ich. Auf den Fotos trage ich das Kleid von Joachim Bosse, Schal von White & Co., Stiefeletten von Only A Shoes und einen hauchdünnen Chasuble von Joachim Bosse. Den Chasuble nenne ich bei der Kleiderschrankinventur dünnen Longcardigan.

Wie nennt Ihr so ein Teil?

Ihr konntet gerade sehen, wie schön der Cardigan die Silhouette des volumigen Kleider schmaler macht und zwei senkrechte Linien schafft, die optisch schmaler machen. Nun braucht man bei einem solchen Tunikakleid nicht darüber zu diskutieren, ob das bei runden Personen ein Figurschmeichler ist. Es ist sicher nicht, weil es viel Volumen schafft. Aber so wird der Volumeneffekt wenigstens deutlich gemindert.

Den Schmalereffekt mache ich mir oft zunutze, in dem ich helle, lange, offene Oberteile über dunklem Shirt und Hose trage oder eben umgekehrt wie hier. Wenn die Wände der Umgebung dunkel sind, funktioniert dunkel über hell besser – und umgekehrt ebenso. Grund: Der vom Oberteil verdeckte Teil verschwimmt optisch mit dem Hintergrund und Betrachter nehmen nur die künstlich geschaffene Mitte war, die an den herabhängenden Seiten des Cardigans aufhört. Das kann jeder, der in der Mitte schmaler wirken möchte, für sich umsetzen.

Abendhimmel in Hamburg

Zum Abschluss von ein Bild auf den Abendhimmel, den ich sehe, wenn ich von der Treppe heruntergucke. Dort geht morgens die Sonne auf. Weil der Look so mustermixig ist, trage ich ihn bei Birgits MIXIT! ein.

Wie steht Ihr zum Lagenlook? Kombiniert Ihr Kleider miteinander?

  1. * Willkürliche Zahl, bitte nicht so ganz genau nehmen []
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