Raglanärmel und Türkis

Ines Meyrose Outfit mit Stiefelettn in Türkis von NOBRAND

… sind beides Sachen, die es in meinem Kleiderschrank wenig gibt, denn beides haben ihre Tücken. Raglanärmel passen nicht zu meiner Figur und Türkis nicht zum Farbtyp. Zwar finde ich Türkis mit Brauntönen durchaus schön kombiniert, jedoch wird es für mich immer zu knallig. Ein richtiges Türkis ist für mich leuchtend, sonst ist es Hellblau und nicht Türkis, und leuchtende Farben sind nun mal nicht so meins.

Aktion Buntes 2014 – Türkiser Juli

Bei der Aktion Buntes 2014 habe ich mir viel Mühe gegeben, Farben auszuwählen und zu verteilen, die vielerlei Geschmack abdecken. Deshalb gehört TÜRKIS natürlich unbedingt dazu und darf die Farbe des Julis sein. Irgendwie hat sich zum letzten Sommer auch ein paar türkiser Stiefeletten von NOBRAND in meinen Schuhschrank verirrt, mit denen ich an der Aktion teilnehme. Nachdem ich lange nichts zum Kombinieren hatte, habe ich im März dieses Tuch von Scandic bei seiner Vorbesitzerin dazu abgestaubt. Sie hat es nicht getragen und ich liebe es seitdem. Ihr kennt es schon vom BLAU im April. Auf dem Bild könnt Ihr sehen, dass das Tuch zwar zu mir passt, aber die Schuhe einfach zu sehr herausleuchten. Ich hatte beim Kauf vermutet und gehofft, dass die Farbe schnell verblassen würde, aber das passierte nicht. Ist nicht schlimm, weil ich sie nur für legere Ausflugsoutfits trage und sie bequem sind.

Raglanärmel und ihre Tücken

In Stilberatungen werde ich oft unwissend angesehen, wenn ich Raglanärmel erwähne. Viele kennen diesen Begriff für eine bestimmte Ärmeleinsatzform nicht. Woher der Begriff kommt, weiß ich allerdings auch erst seit heute (Wikipedia sei Dank). Was mir aber schon lange klar ist: Dieser Ärmeleinsatz hat klare Vor- und Nachteile, die Ihr an meiner T-Shirt-Tunika von container sehen könnt.

  1. Die Schultern wirken schmaler, weil der Ärmeleinsatz optisch nach unten A-förmig ausläuft. Das wird hier etwas ausglichen, indem die Schulterpartie hell ist, denn helle Flächen wirken größer. Allerdings verschwimmen sie auch optisch schnell mit hellem Hintergrund, so dass die Schultern in Räumen mit hellen Wänden noch schmaler wirken.
  2. Die Schultern wirken runder, weil keinerlei Formung statt findet. In diesem Fall wird das durch den rüschigen Ärmelabschluss mit Gummizug und das weiche Jerseymaterial noch verstärkt. Da seht Ihr auch gleichzeitig, warum ich so selten T-Shirts trage.
  3. Der Busen wirkt größer, weil er optisch ins Zentrum gerückt wird. Das wird bei dieser Tunika etwas dadurch ausgeglichen, dass der Busenbereich dunkel gehalten ist und dunkle Flächen kleiner und weniger volumig wirken.
  4. Raglanärmel haben den großen Vorteil, dass sie passen. Gerade eingesetzte Ärmel, die senkrecht am Schulterabschluss nach unten verlaufen, sitzen oft nicht an der richtigen Stelle. Wenn jemand breite Schultern hat, wirkt es schnell reingezwängt, wenn sie zu sehr zum Hals hin sitzen. Wenn jemand schmale Schultern hat oder aufgrund eines großen Busens eine große Größe braucht, rutschen eingesetzte Ärmel schnell über die Schulter hinaus und vermitteln dann einen hineingesteckten Eindruck. Außerdem wirken die Schultern dann hängend und noch schmaler. Das passiert alles bei Raglanärmeln nicht.
  5. Bei Jacken und Mänteln finde ich Raglanärmel übrigens unabhängig von der Schulterbreite klasse, weil sie sich dem Darunter in der Breite gut anpassen. So sitzt ein Mantel dann sowohl mit leichtem Sommerkleid als auch über einem Blazer mit Schulterpolstern immer.

Punkt 1-3 sprechen bei mir gegen diese Tunika, Punkt 4 dafür. Gekauft habe ich sie trotz der Nachteile, weil sie sich wahnsinnig gut anfühlt und ich die Farben mag. Es sind zwar viele kühle Farben dabei, aber durch die gedeckten Nuancen passen die zum Herbstfarbtyp trotzdem, da sie mit warmem Beige gemixt sind. Die Tunika ist ein reines Freizeitteil (alleine schon wegen des tiefen Ausschnitts) und wird schon im zweiten Jahr sehr gerne getragen.

Wie ist Eurer Verhältnis zu Raglanärmeln und Türkis?

Bei Sunny verlinke ich diese Woche noch das Tuch bei Um Kopf & Kragen und die Tasche bei den Lieblingsstücken, denn diese kleine Tasche von Liebeskind ist eindeutig meine Lieblingstasche des Sommers 2014.

Anzeige – Figurtypen

Figurtypbestimmung mit Hilfe von Papier auf einer Wan

Für die Auswahl von Bekleidung und Accessoires ist es hilfreich, seinen Figurtyp zu kennen. Dabei geht es darum zu wissen, welcher Form die Silhouette des Körpers gleicht. Dazu werden die Breite von Schultern, Taille und Hüfte bestimmt und das Volumen von Busen, Bauch und Po ggf. einbezogen. Es wird aber eher zwei- als dreidimensional hingeguckt. Es spielt nur die Breite eine Rolle, Längenverhältnisse von Ober- und Unterkörper werden dabei außer Acht gelassen. Das bringt das Problem mit sich, dass die beim Gesamteindruck natürlich auch eine Rolle spielen. Trotzdem ist es gut, diesen Aspekt seiner Figur zu kennen und zu berücksichtigen.

Buchstabensalat

A, H und X sind die minimalsten Einteilungen und die Buchstaben sprechen für sich. Darüber hinaus gibt es noch das O, bei dem der Schwerpunkt in der Körpermitte mit ausgeprägtem Bauch liegt. Das H kann sowohl breit als auch schmal sein. Wenn es schmal ist, wird es manchmal auch I genannt. V und Y haben breite Schulter und eine sehr schmale Mitte. Spricht eigentlich auch für sich. Wer Stylingtipps für seine Figur sucht, findet die z.B. bei Mona (Werbung) in der Rubrik Mode-Beratung bei Figurberater.

Tapetentrick

Wer versucht, seinen Figurtyp selbst zu bestimmen, wird schnell merken, dass das gar nicht so einfach ist. Selbst, wenn einem jemand dabei hilft, ist der objektive Blick schwer. Für die Bestimmung Eures Figurtyps habe ich einen Tipp für Euch, der nur übrige Tapete, Flipchartpapier bzw. großformatiges Zeitungspapier und eine Tür erfordert. Ein Helfer ist gut dafür, aber kein Muss.

Heftet einfach eine Bahn Tapete mit wieder ablösbarbarem Klebeband an eine Tür, stellt Euch in Unterwäsche oder enger Sportbekleidung dicht daran und lasst eine andere Person mit einem Stift Eure Silhouette nachzeichnen. Passt dabei bitte auf, keine Kleidung oder die Tür anzumalen. Dann betrachtet Ihr das Bild aus einiger Entfernung und lasst den Eindruck auf Euch wirken. Außerdem könnt Ihr dann genau nachmessen, was wie im Verhältnis steht.

Praxisbeispiel A mit X

Auf dem Muster auf dem Bild seht Ihr eine Person, deren Hüften etwas breiter als die Schultern sind und die eine sichtbare Taille hat = A/X-Mischtyp. Dominant ist das A, aber es ist vom X nicht weit entfernt, zumal die Person keine wirklich schmalen Schultern hat und dazu viel Busen. Die Person achtet also im Wesentlichen darauf, Ihre Hüften schmaler erscheinen zu lassen und den Blick davon weg nach oben zu lenken.

Kanntet Ihr diesen Trick schon? Welcher Figurtyp seid Ihr?

Reh mit einem Schuss Curry

Nein, nicht zum Essen. Ich esse kein Wild. Aber zum Anziehen. Rehbraun passt bestens zu Curry und ein bisschen Taupe dazu geht immer. Bernstein in Ring und Ohrringen passt farblich zu allem davon. Und ob nun Pflichtschuhe in hellbraun oder legere Stiefeletten zum moderneren Krempellook ist auch egal. Ich finde, beides passt. Das eine Bild zeigt mich beim Versuch, ein Selfie von Schuhen und Hose zu machen. Ein Shoefie – oder doch ein Fussie? Oder ein Hosie? Oder Pantie? Wie Ihr seht, erfordert das gewisse Verrenkungen, die am Ende nicht ganz von Erfolg gekrönt waren. Aber ich denke, einen Eindruck vom unterschiedlichen Look könnt Ihr damit bekommen.

Ines Meyrose #ootd 20140618Dieses Outfit mit den Pflichtschuhen habe ich zu einem Seminar getragen, die Variante mit Stiefeletten abends getestet. Ich habe einige Firmenkunden, bei denen ich nie im Hosenanzug oder anderer förmlicher Kleidung auftauche, weil die Teilnehmer davon abgeschreckt würden. Ich bereite Menschen mit sehr wenig Geld zum Beispiel auf Vorstellungsgespräche für einen neuen Job vor und dabei geht es auch um Kleidung. Wenn ich sehr gestylt, sichtbar teuer oder markenlastig gekleidet wäre, würde das völlig zu recht als unpassend empfunden werden. Es manchmal gar nicht so einfach, dafür passende Outfits zu finden. Ein Hosenanzug oder Kostüm als eine Art Uniform wäre einfacher.

Outfit “Reh mit einem Schuss Curry” 18. Juni 2014

Immer wieder werde gefragt, warum ich bestimmte Kleidungsstücke genau so kombiniere, wie ich es tue. Bei diesem Outfit fallen mir diese Punkte auf

  • Schuhe (Duo, PR-Muster) und Stretchhose (Toni Gard) haben fast die gleiche Farbe, was optisch streckt. Die Biese vorne an der Hose streckt das Bein zusätzlich. So funktioniert dann auch ein Krempellook an einer kleineren Person wie mir. Aber die korrekt lange Hose, die bis zum Absatz der Schuhe geht, ist vorteilhafter.
  • Die Handtasche (Miles) passt farblich exakt zu den Pflichtschuhen (Progetto), die Ihr im Komplettfoto seht.Miles
  • Das gelbe Longshirt (Deerberg) ist ein farblicher Hingucker, der das Outfit fröhlich macht.
  • Die Lederkette (Sence Copenhagen) passt farblich exakt zur Hose und die vergoldeten Kugeln dran zum Shirt.
  • Ich trage noch einen Ring (Cartier) und Uhr (Bering) mit Roségold. Den Mix aus Roségold und Gelbgold finde ich OK, weil beides warme Töne sind. Außerdem finden sich die gelben Nuancen im Shirt wieder und die roségoldenen ergänzen sich gegenseitig.
  • Der leichte Longcardigan (Taifun) streckt durch die offen fallende, lange Mitte und lässt die Körpermitte somit schmaler erscheinen. Den gleichen Effekt habt Ihr hier und hier schon mal sehen können. Dass der Cardigan vorne länger ist als an den Seiten, gleicht meine A-Form mit breiten Hüften aus.
  • Der Schal, den ich nur unterwegs getragen habe, nimmt die Farbe von Hose und Cardigan auf.
  • Dominat sind warme, gedeckte Farben, die zu mir als Herbstfarbtyp passen.

Wie gefällt Euch dieser farbliche 1970er-Look?

Wie finde ich den passenden Hut … und auf zur Landpartie

Sommerhut

Leserin jekami alias Uschi B. hat mich auf Google+ zum Outfit Gut behütet und beringelt gefragt, ob ich nicht mal Lust hätte, einen Beitrag zur Auswahl des passenden Hutes zu schreiben. Spontan dachte ich: Gute Idee, warum nicht. Wird sicher umfassend, aber mal gucken.

Hutarten Mind-Map

Bei der Stichwortsammlung, die ich gerne als Mind-Map mit dickem Stift auf Papier mache, wurde mir klar, dass mir das Feld zu weit ist, um einen Beitrag darüber zu schreiben, mit dem die meisten Leserinnen am Ende dann wissen, welcher Hut zu Ihnen passt. Außerdem glaube ich, dass sich gar nicht so viele Leserinnen dafür interessieren. Auf der Mind-Map findet Ihr aber immerhin schon mal Kriterien, nach denen Ihr einen Kopfschmuck betrachten könnt. Darunter zeige ich Euch meine Gesichtsform, Kriterien für die Auswahl eines ganz bestimmten Hutes und ein komplettes Outfit damit.

Sommerhut

Fallbeispiel Gesichtsform

Ines Meyrose Bilder zur GesichtsformbestimmungInes Meyrose Bilder zur GesichtsformbestimmungFür die Auswahl eines Hutes ist es gut, die eigene Gesichtsform zu kennen. Es wird unterschieden zwischen rund, eckig, trapezförmig, länglich, dreieckig (herzförmig) und oval. Je nachdem, was Hut, Haare oder andere Accessoires verdecken, wird damit die optische Wirkung der Gesichtsform verändert. Ines Meyrose Bilder zur GesichtsformbestimmungMein Gesicht ist unter dem Strich oval. Allerdings habe ich ein spitzes Kinn (von vorne) mit Doppelkinntendenz (von der Seite) und eine sehr spitze Nase. Mein Gesicht hat sowohl weiche als auch kantige Züge in einem. Wenn ich die Stirn bedecke, z.B. mit einem Hut und im Kreis grinse, wirkt es manchmal sogar rund. Wenn Ihr Eure Gesichtsform bestimmen wollt, macht Ihr das am besten ungeschminkt mit zurückgenommenen Haaren. Solche Fotos möchte ich Euch aber nicht von mir zeigen und bitte um Verständnis.

Fallbeispiel Sommerhut

Dieser leichten Sommerhut ist ein Geschenk meines Mannes 2002 zum Geburtstag. Ich habe ihn bei Karstadt (Label unbekannt) ausgewählt, weil

  • Ines Meyrose mit Sommerhutdie Farbe zu meinem Teint passt
  • das leichte Material nicht zu sehr von oben optisch auf meine Statur drückt
  • die Krempe nach oben zeigt und mich das größer wirken lässt, als wenn die nach unten gebogen wäre
  • die runde Form der Krempe zu meinen weichen Körperformen passt
  • die Blumenverzierung zu romantischen Outfits passt
  • ich außerdem einen Hut brauchte, um ein schlichtes Kleid hochzeitsgasttauglich zu stylen. Seit dem ist das mein Hut für Hochzeiten und Sommerpartys. Ich gehöre zu den Menschen, die Hüte wirklich tragen und nicht nur als Dekoration herumhängen haben. Dieser hat eine eigene Hutschachtel, in der er in Seidenpapier bis zum nächsten Einsatz ruhen darf. Ich liebe übrigens Hutschachteln!

Auf zur Landpartie

Ines Meyrose #ootd 20140615

Am Sonntag war ich zum 70. Geburtstag einer Freundin eingeladen und die Feier fand in Hohenfelde statt. Das Dorf an der Trittauer Hahnheide ist so klein, dass die Adresse Haus 6 hieß. Dass auf dem Weg dahin im Radio von U2 Were the streets have no name lief, erheiterte uns durchaus. Für dieses schöne Fest bei allerbestem Sonnenschein und schönem Windhauch habe ich das neue Kleid von Zay getragen, das ich Euch hier schon mal gezeigt habe.

Rosamunde Pilcher lässt grüßen

Ich wurde von einem Mann mit den Worten begrüßt, dass ich aussähe, also ob ich einem Katalog entsprungen wäre. Kompliment oder nicht? Wer weiß … Diese Ton-in-Ton-Looks mag ich gerade sehr gerne und Taupe löst langsam richtiges Braun in meinem Schrank ab. Passend zur Haarfarbe … Die Sommerstiefeletten von Paul Barritt und Lederkette von Sence Copenhagen fügen sich schön dazu.

Der Hut passt außerdem zu Sunnys Aktion Um Kopf & Kragen #9. Geht mal gucken, was schon alles zu sehen ist!

Wie gefällt Euch mein Sommerhut?

10 Tipps zum Kauf eines Trenchcoats

Werbung ohne Entgelt

Meyrose #ootd 20140605

Gewöhnlich bin ich entscheidungsfreudig und fackle nicht lange, wenn es um die Anschaffung neuer Bekleidung geht. Aus dem Kauf des neuen Trenchcoats habe ich jedoch einen ziemlichen Affentanz gemacht und nicht nur meine weiblichen Berater IRL sondern auch Twitter-Follower und Ü30-Blogger um Rat gefragt. Warum?

Leider kein Vor-Ort-Kauf

Meyrose #ootd 20140605Ich hatte mich spontan bei Karstadt in eine limettengrüne Version von Fuchs Schmitt verliebt, die jedoch nicht in meiner Größe vorrätig war. Nach einer Fahrt zur anderen Karstadt-Filiale, Anprobe vor Ort der vermutlich passenden Größe 46 und etwas Online-Recherche war klar: Ich brauche eine Kurzgröße, die es bei Karstadt nicht gibt, und Limettengrün ist leider bei Licht betrachtet etwas zu leuchtend und vor allem zu empfindlich gegen Schmuddel. Zur Veranschaulichung hatte der Mantel vor Ort auch gleich direkt einen dicken Fleck, der mich nochmal mit der Nase auf diesen Aspekt gestoßen hat.

Meyrose #ootd 20140605Leider gibt es in den beiden Karstadt-Filialen nicht nur keine Kurzgrößenmäntel, sondern auch nicht die anderen Farben des Herstellers. Deshalb habe ich also die beige Version bei Peter Hahn bestellt. Es siegte die Vernunftfarbe und die Modemathematik wird aufgehen. Die passende Größe spart auch gleich das Kürzen der Ärmel – sehr praktisch. Man könnte den Mantel in Anlehnung an die Pflichtschuhe auch Pflichtmantel nennen, denn es ist ein Klassiker, der förmlich, locker und zeitlos zugleich ist. Vom Stil ist er eher eine Ausnahme in meinem Schrank, aber sogar ich trage gerne mal einen Klassiker. Der Trench ist das ganze Jahr über tragbar.

Grün versus Beige

Meyrose #ootd 20140605Im Vorwege habe ich bei meiner kleinen Umfrage festgestellt, dass beigefarben Mäntel offenbar einen sehr eindeutigen Ruf haben: Rentnerbeige und der Rentnerbus kommt waren noch die netteren Formulierungen … Ich glaube, das liegt aber daran, das Beige einerseits nicht in jeder Nuance jedem steht und das es eben leider wirklich Menschen gibt, die scheinbar ab einem gewissen Alter vom Hut bis zu den Schuhen nur noch Beige tragen. Das ist bei mir jedoch nicht der Fall und der neue Mantel ist in einem gelblich-warmen Beige, auch wenn das nicht auf allen Fotos so wirkt. Ein Grund, warum ich an dem Mantel nicht vorbeigehen konnte ist, dass so viele Details perfekt an ihm für mich sind. Außerdem habe ich einen solchen Mantel in meinem Schrank vermisst.

10 Tipps zum Kauf eines Trenchcoats am Beispiel Größe 23

Immer wieder werde ich gefragt, nach welchen Kriterien ich etwas kaufe, daher bekommt Ihr diese detaillierten Tipps. Wer anders als ich gebaut ist, kann die Tipps für sich einfach ins Gegenteil verkehren und nach einem Gegenmodell suchen. Um Euch die Details zu zeigen, habe ich beim letzten Ostseeausflug diese kleine Bilderflut für Euch gestaltet.

  1. Trechcoat von Fuchs SchmittDie Farbe muss zum Farbtyp passen. Ich bin ein Herbstfarbtyp, also passt ein warmes Beige, das eher etwas dunkler ist.
  2. Die Gesamtlänge hört an einer Stelle auf, die betont werden möchte. Je kleiner man ist, umso kürzer darf der Mantel sein.
  3. Einreihige Mäntel und Mäntel ohne Knopfleiste strecken optisch. Den Einreiher kann man gegürtet auch so tragen, dass die Knöpfe nicht zu sehen sind und er wie ein Mantel mit verdeckter Knopfleiste wirkt.
  4. Trechcoat von Fuchs SchmittSchulterklappen und andere Details im Schulterbereich lenken den Blick nach oben und gleichen Breite Hüften aus.
  5. Die Taille des Mantels sollte an der Taille der Trägerin sitzen. Weil ich einen kurzen Oberkörper habe, sitzt bei normalen Größen die Taille auf meinen Hüften. Das ist unvorteilhaft, weil es breiter macht.
  6. Die Ärmel sollten zwischen Daumenwurzel, das ist der Übergang vom Handgelenk, und Handflächenmitte enden. Ich bevorzuge die kürzere Version, weil das meine Hände sichtbar macht und mich länger und selbstbewusster wirken lässt.
  7. Taschen, die in Längsrichtung aufgesetzt sind, strecken Trechcoat von Fuchs Schmittoptisch. Gut finde ich bei diesen Taschen, dass der Knopf eine echte Funktion hat und nicht zu sehen ist, wenn die Taschen offen sind. Das lenkt noch weniger den Blick dahin.
  8. Trechcoat von Fuchs SchmittWiener Nähte, das sind die längsgerichteten Teilungsnähte, geben dem Kleidungsstück ohne Brustabnäher Form und strecken.
  9. Hochwertige Verarbeitung ist beispielsweise an den eingefassten Nähten im Futter zu sehen.
  10. Trechcoat von Fuchs SchmittFlexibel und nach Lust und Laune tragbar ist der Trench, wenn sich der Gürtel entfernen lässt. Bei diesem Modell ist hinten feinerweise sogar ein geknöpfter Riegel dran, damit der Gürtel nicht so leicht verloren geht. Wenn man den Mantel ohne Gürtel trägTrechcoat von Fuchs Schmittt finde ich gut, dass an den Seiten keine Schlaufen sind. Es wirkt dann nicht so, als ob etwas fehlt. Der Nachteil ist, dass bei offenen Gürtel die Enden hinten zu lang herab hängen, um einfach leger am Rücken geknotet zu werden. Dafür habe ich noch keine gute Lösung gefunden – interimsweise kommen die Gürtelenden seitlich in die Taschen.

Zwei Herzchen für alle, die bis hier gelesen haben <3

Herzhände

Herzhände

Weil das Tuch Streifenhörnchen mit auf den Bildern ist, verlinke ich diesen Artikel bei Sunnys Um Kopf & Kragen #8. Das Shirt habt Ihr Montag beim Tag des Ringelshirts schon gesehen. Gerade bei mittleren Sommertemperaturen ist es angenehm zu tragen.

Worauf achtet Ihr beim Mantelkauf?

Tipps in Serie

Honig an Jeans

Meyrose #ootd 20140427

Manchmal sind mir die dunklen, warmen, gedeckten Erdfarben, die mir als Herbstfarbtyp stehen, einfach zu schwer. Dann brauche auch mal etwas helleres, z.B. in weichen Weißtönen, etwas leuchtendes in Rot oder auch mal etwas in Blau. Bei Blau greife ich dann am liebsten zu Petrolblau – hier im Shirt (Gerry Weber) zu sehen – oder hellem Jeansblau – hier im Cordblazer (Gerry Weber) und in der Jeans (Mac) zu sehen.

Dazu kombiniere ich dann immer möglichst warme Farben, hier habe ich mich für Honiggelb entschieden. Die Stulpen und den Schal (invero) trage ich sehr gerne. Gerade bei Ausflügen, bei denen man vorher nicht genau weiß, wie windig oder warm es wird, sind sie ein guter Begleiter. In diesem Fall mag ich auch gerne, dass sich das Honiggelb im kleinen Muster des Shirts wiederfindet. Ansonsten seht Ihr noch die neuen Stiefeletten von DUO, die sich gut eintragen lassen, und die gerade sehr geliebte Tasche von Liebeskind.

Meyrose #ootd 20140427

Lust auf ein Outfit mit Gelb hat mir Stephanie alias Die Modeflüsterin mit ihrem Sammelbeitrag zu gelben Outfits gemacht. Ist immer wieder schön, sich inspirieren zu lassen. Obwohl mein heutiger Beitrag auch zu ihren Tipps passen würde, wie man Farben kombinieren kann, die einem nicht stehen – in meinem Fall Blau. Dazu habe ich im Artikel Honigblau auch schon mal etwas geschrieben und verwende dort den gleichen Schal wie heute.

An sich trage ich auch lieber dunkelblaue Jeans, um schmaler auszusehen, aber in diesem Sommer habe ich einfach mal wieder Lust auf eine hellere und freue mich, diese hier gefunden zu haben, die farblich auch noch gut zum Blazer passt. Ich trage sie so gerne, dass ich sie gleich 5 Tage hintereinander anhatte. Ein besseres Zeichen für einen guten Kauf gibt es nicht, oder? Das Schöne ist an der Jeans auch, dass sie nach mehreren Tagen noch ohne Gürtel oben bleibt und am Po noch sitzt anstatt zu hängen. Ok, sie ist insgesamt etwas geweitet, wie man auf den Fotos sehen kann, aber damit kann ich gut leben. Nach dem Ausflug durfte sie dann aber doch in die Wäsche.

 

Rose im OstseesandWeil das Outfit für einen traumhaften Frühlingstag in Timmendorfer Strand an der Ostsee war, dürft Ihr noch ein bisschen neidisch auf das Wetter, Wind und Wellen sein. Dafür habe ich im Minigolf verloren … man kann nicht alles haben. Und ich frage mich: Wie ist diese Sandrose dahin gekommen und warum? Geheimnisvolle Dinge, die wir nie erfahren werden …

Aktion #Buntes2014 im Blog www.meyrose.de April 2014Das Jeansblau passt gut zur Monatsfarbe Blau bei der Aktion Buntes2014, so dass ich es dort auch in die Collage einfüge.

Was ist bei Euch die Farbe, die Ihr tragt, obwohl sie nicht ideal für Euch in Gesichtsnähe ist, und wie kombiniert Ihr sie?

Kein Gürteltier

Gürtel Bestand Ines Meyrose

Mit Gürteln stehe ich auf Kriegsfuß. Und ich weiß, dass ich nicht die einzige Frau damit bin. Männer sind da meiner Erfahrung nach leidenschaftsloser, Ausnahme Extravaganz: Je einer in Braun und Schwarz in schlicht zum Anzug und noch mal einen je Farbe in derber zur Jeans. Schnallenfarbe ist meistens Silber, damit es zur Uhr aus Stahl passt. Damit hat sich es. Theoretisch schade, weil Styling-Potenzial verloren geht, aber so ist es nun mal in der männlichen Praxis.

Bei Frauen ist das komplizierter, weil Gürtel bewusst als Accessoire und Stilmittel eingesetzt werden. An meinem Fundus von 12 Gürteln seht Ihr, dass ich das durchaus auch mal genutzt habe. Daran, dass ich die Gürtel bei der Kleiderschrankinventur 2013 und 2014 vergessen habe, seht Ihr, dass die Leidenschaft dafür sich gerade in Grenzen. Sie hängen seitlich im Kleiderschrank auf einem Gürtelbügel  und fristen unbeachtet ihr Dasein. Und dass, obwohl sie alle in Länge und Farben passen. Ihr seht auch dort meine Vorliebe für Braun- und Olivtöne und die meisten haben messingfarbene Schnallen. Dennoch wird nur ein einziger verwendet: Der schmale Flechtgürtel mit der kleinen, superflachen Schnalle am Rand: Der ist immer in der einzigen Jeans, die nur mit Gürtel oben hält, weil sie etwas hüftig geschnitten ist und sonst hinten absackt. Da ich bei dieser Slim Jeans im Leben nichts reingesteckt tragen werde, sieht auch niemand den Gürtel.

Warum gerade keine Gürtel?

Schmale Hosen sind modern und es gibt gerade viele Hosen in dem Schnitt in meinem Schrank. Ich mag sie, weil sie die Beine betonen. Dazu kombiniere ich ausschließlich längere Oberteile, um Hüften und Po zu kaschieren. Das kommt mir auch gelegen, weil die gleichzeitig den Oberkörper strecken. Das ist bei meinen langen Beinen von Vorteil. Den Effekt möchte ich nicht mit einer Querunterbrechung mindern oder gar zerstören. Außerdem mag ich um meine weiche Taille gerne etwas umspielende Bekleidung und betone die Stelle nicht so gerne. Da nehme ich dann lieber eine köpernahe Schnittführung als einen Gürtel.

Taillengürtel kommen für mich nicht in Frage, weil mein Oberkörper dann noch kürzer und der Busen noch größer wirkt. Zumal die natürliche Taille sich eh schon ziemlich nach oben verschoben hat im Lauf der Kilos … ähm … Jahre. Gürtel in Hüfthöhe lösen zwar das Problem, betonen aber meine schwächste Stelle. Also auch nicht ideal … selbst mit einer offenen Jacke darüber wirkt das nicht gut.

Weiß zu Weiß

Also dürfen die Gürtel auf mich warten, bis wieder kürzere Oberteile in den Schrank kommen und sie zumindest hervorblitzen dürfen. Oder ich meine Meinung ändere und auch bei weiten, langen Oberteilen wieder Lust auf sie bekomme. Als ich letzte Woche nach Styling-Ideen für eine weiße Bluse gesucht habe, sind sie mir schließlich auch gleich eingefallen. Der Grund für die Suche war, dass ich die Bluse zu den Shorts etwas kürzer haben wollte, um nicht darin zu versinken.

 

Preislich gehen meine Gürtel übrigens von Orsay und H&M bis Rene Lezard – da ist das Spektrum genauso breit wie bei meinen anderen Sachen. Hauptsache Passform, Material und Farbe stimmen!

Wie ist Euer Verhältnis zu Gürteln?

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