Emilio Pucci Upcycling?

Seidenkleid Emilio Pucci 2006Up or down? Die Idee, aus einem Kleid einen Schal zu machen, mag auf den ersten Blick nach Downsizing und keinem Upgrade aussehen. Aber: Ein Schal, der getragen wird ist besser als ein Kleid, das nur im Kleiderschrank verstaubt, oder?

Die Geschichte dieses Pucci-Kleides von 2006 ist schnell erzählt: Auf dem Rückweg der Beerdigung der Mutter von einer damals sehr nahen Freundin bin ich noch völlig durch den Wind in die City gefahren, weil ich bei Unger eine reklamierte bzw. geänderte Jeans wieder abholen wollte. Da hat mich beim Warten dann dieses Seidenjersey-Kleid angeguckt, was in einer anderen Farbe hinter der Kasse an der Wand hing. Ich wollte es einfach mal anprobieren und sehen, ob es so geschmeidig ist, wie es aussieht.

Leben ist jetzt

Meyrose Kleid Emilio Pucci 2006Mit dem Gefühl von Was nutzt die ganze Kohle, wenn man eh in die Kiste springt und dem wahnsinnigen Bedürfnis nach Leichtigkeit und Lebenslust habe ich das Kleid dann spontan gekauft. Getragen habe ich es kurz darauf auf einer Hochzeitsfeier – siehe Foto – und später noch einige Male zu besonderen Anlässen.

Seit dem Sommer 2006 hat sich allerdings mein bis dahin viele Jahre konstantes Gewicht einige Kilos nach oben verändert und ich passe einfach nicht mehr hinein. Es sitzt sozusagen wie angegossen. Erst konnte ich es noch mit einem kurzen Blazer drüber tragen, aber das sieht auch nicht mehr gut aus. Der Ausschnitt ist auch einfach zu tief, war er eigentlich immer schon … Außerdem kann man es nur mit nackten Beinen tragen, weil es fürchterlich an Strumpfhosen aller Art klebt. Ein geeignetes Unterkleid habe ich nicht und denke, das würde man bei dem hauchfeinen Stoff auch immer irgendwo sehen.

Veränderung ist Leben

Seidenkleid Emilio Pucci 2006Seit Jahren überlege ich schon ob ich einfach die Nähte alle auftrenne und aus den Stoffstücken einen doppellagigen Schal nähen lasse, bei dem die Nähte innen verschwinden. Die Farbe ist fantastisch und der leichte Stoff ein Traum. Die Fragen an Euch sind jetzt

  • Darf man so ein Designerkleid einfach komplett zweckentfremden oder ist das Sünde?
  • Wie findet Ihr die Idee, einen Schal, vielleicht auch ein Dreieck, daraus machen zu lassen?
  • Was fällt Euch dazu ein? Was würdet Ihr damit tun?

Normalerweise bin ich ja in solchen Fällen auch gerne für aus dem Haus gehen lassen, aber ich möchte den Stoff einfach behalten, weil ich ihn so schön finde. Oder hat jemand von Euch Interesse an dem Kleid? Es ist in Größe 42 oder 44. In gute Hände kann ich mir auch vorstellen, es weiterziehen zu lassen.

Bin ganz gespannt auf Eure Lösungsideen!

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Ring Bi-Color mit Brillant, Anhänger Geldgold mit Brillant

Diamanten sind nicht nur a girl’s best friend, sondern Schmucksteine, die mehr als Leben lang halten. Von meiner Mutter habe ich nicht nur den teuren Geschmack, sondern auch etwas Schmuck geerbt. Den Brillant in dem Ring habe ich noch zu Lebzeiten Ender der 1990er von ihr bekommen. Wer mehr über Diamanten erfahren möchte, kann das beispielsweise bei 77Diamonds: hier klicken (Werbung). Vielleicht findet Ihr dort das Schmuckstück, das Ihr selbst eines Tages vererbt.

Lebensgeschichte meiner Diamanten

Beim Kauf in den 1960ern in Österreich war er in einem Weißgoldring mit Krappenfassung. Die habe ich noch bester Erinnerung, weil sie kratzig war und der Brilli sogar einmal eine Autoscheibe zerkratzt hat beim Wischen der beschlagenen Scheibe. Weil die Fassung nicht mehr modern war, die Ringschiene zu klein und das Verletzungsrisiko von Haut und Bekleidung minimiert werden sollte, wurde der Stein neu in eine geschlossene Zargenfassung gesetzt. Leider ging damit sein Feuer ein wenig verloren und er wirkte verloren an einer großen Hand. Es erfolgte die Weitergabe an mich und ich habe mir mit der bestehenden Fassung einen Ohrring daraus machen lassen. Der Ohrring wurde aber als Einzelstück zu wenig getragen und so kam 2004 der nächste Schritt.

Bei der Hochzeitsplanung und dem Gestalten der Eheringe habe ich mit der Goldschmiede Mechlem die erneute Umarbeitung beschlossen. Matthias Mechlem hat mir diesen Ring entworfen, der je zur Hälfte aus grauem Weißgold und Gelbgold besteht und eigentlich matt ist – das kann mal wieder nachmattiert werden. Diesen Ring habe ich dann als Verlobungsring von meinem Mann bekommen mit dem von mir beigesteuerten Stein. So ein Kombiprodukt finde ich sehr passend.

Auf dem Foto seht Ihr noch einen runden Kettenanhänger. Der ist nach einem Entwurf von mir ebenfalls durch Mechlems gefertigt worden. Der Brillant in der Mitte war vorher in einem Armreif. Den feinen Armreif habe ich 2003 geerbt, 2004 zur Hochzeit getragen und 2009 in dem Anhänger neu fassen lassen. Am liebsten trage ich ihn an einem einfachen Lederarmband, das ich farblich zur Kleidung abstimme, als kurze Kette. Ich könnte ihn auch in ein Armband einbinden.

Tragt Ihr Euren Schmuck so, wie er schon immer war? Oder lasst Ihr auch Schmuckstücke umarbeiten, so dass sie besser zu Euch passen?

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