Buchreview: Social Media und Recht

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Social Media und Recht: Praxiswissen für Unternehmen (Haufe Fachbuch) (Affiliate-Link)
von Carsten Ulbricht in der 3. Auflage 2016

Social Media und Recht

Social Media und Recht sind eine Verbindung um die kein Unternehmen oder Unternehmer herumkommt, der im Internet aktiv ist. Ich bin Unternehmerin, Bloggerin, nutze Accounts in einigen sozialen Netzwerken und beschäftige mich seit Jahren mit dem Thema. Diese Rezension ist subjektiv aus Sicht einer Anwendung ohne juristischen Hintergrund verfasst. Der Autor RA Carsten Ulbricht behandelt in dem Buch unter anderem die Bereiche

  • Accountnamen
  • Veröffentlichung eigener und fremder Inhalte
  • Umgang mit Content-Diebstahl
  • User Generated Content
  • Datenschutz im Umgang mit sozialen Netzwerken und Marketing
  • Werbung in den Socials
  • Umgang mit Facebook, Twitter, WhatsApp und deren Nutzungsbedingungen
  • Kundengewinnung und -bindung im Netz
  • Markenschutz
  • Interne Richtlinien für Unternehmen und deren Mitarbeiter
  • Verkäufe von Blogs und anderen Social Media Accounts
  • Recruiting im Netz
  • Interner Einsatz mit Intranets
  • Checklisten zu einigen Themen.

Zielgruppe

Der Schreibstil des Autors ist leicht verständlich, vor allem auch für Nichtjuristen unter den Unternehmern. Bei Verwendung von Fachvokabeln wird mit einem Pfeil ein Hinweis zum Glossar gegeben. Der Leser sieht also gleich, an welcher Stelle ihm dazu hinten im Buch die Erklärungen gegeben werden. Das finde ich angenehm, weil der Text dadurch kurz gehalten ist und fließt.

Kurz und knapp

Dabei kommen wir dann allerdings direkt zu einem Kritikpunkt: Die fachlichen Beiträge zu den jeweiligen Themen sind teilweise auf ein Minimum beschränkt, so dass mir die inhaltliche Tiefe und Differenzierung fehlt. Das geht mir konkret zum Beispiel bei der Verwendung fremder Inhalte als Zitate so, was auf weniger als einer ganzen Seite erklärt wird (Seite 30f) und dem Teil zur Verschleierungstatik bzw. Schleichwerbung (Seite 99ff).

Dass Paragrafen an den meisten Stellen nur kurz genannt werden, macht das Lesen einerseits leicht, weil Gesetzesdeutsch bekanntermaßen nicht unbedingt einfach zu verstehen ist. Anderseits vermisse ich manchmal den Wortlaut oder mindestens die Nennung des Gesetzes ohne Abkürzung, um mir selbst ein genaues Bild zu machen, bevor ich die Zusammenfassung des Autors davon lese. Ich möchte nicht beim Lesen parallel im Netz die Originaltexte suchen.

Prüfung bestanden?

Die Checklisten am Ende zur Social Media Präsenz eines Unternehmens und Social Media Guideline am Ende gefallen mir besonders gut. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, eine Art Test zu absolvieren, ob ich alles Buch verstanden und beachtet habe. Gerade für kleine Unternehmen und Marketingagenturen, die diese Dinge nicht alle juristisch betreuen lassen, ist das aus meiner Sicht eine gute Hilfe zu prüfen, an welcher Stelle vielleicht doch externe Unterstützung angesagt ist.

Die Checkliste zu Urheberrecht im Internet auf Seite 99 und 323 ist leider im Fließtext in so winziger Schrift, dass ich sie nur in allerbestem Licht lesen kann, obwohl ich zum Lesen gute Augen habe. Du findest Sie ergänzend als Download in einem Beitrag des Autors auf seiner Webseite unter Infografik Urheberrecht – Checkliste zum rechtssicheren Umgang mit Inhalten im Internet und Social Media in zwei Formaten und kannst sie Dir dann am Bildschirm entsprechend vergrößern.

Fazit

Ein lesenswertes Buch für berufliche Einsteiger in das Thema zur Sensibilisierung dafür. Wer sich tiefer in das Thema einarbeiten möchte, wird meiner Ansicht nach rechtliche Beratung oder mindestens weitere intensive Recherche dafür brauchen.

Danke an den Haufe Verlag (Werbung) für das Rezensionsexemplar.

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Buchreview: Corporate Blogs – Praxistipps für Strategie, Inhalt und Ziele

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Corporate Blogs (Affiliate Link)
Praxistipps für Strategie, Inhalt und Ziele von Meike Leopold

Blogs* sind für Firmen ein Element im Marketing-Mix und können von Einzelunternehmen bis zu großen Aktiengesellschaften sinnvoll genutzt werden. Entscheider_innen in Unternehmen habe oftmals Scheu davor, sich mit dem Thema zu beschäftigen oder ihr Go! für den Blogstart zu geben. Meike Leopold beleuchtet in dem gerade erschienenen Buch Vor- und Nachteile von Blogs für Unternehmen und gibt konkrete Leitfäden als Entscheidungs- und Umsetzungshilfen.

Vom Weg zum Blog, Aufgaben der Redakteure über Tipps zum Texten, PR-Ideen, Technik und Suchmaschinenoptimierung bis zum Umgang mit der manchmal Sorgen machenden Kommentarfunktion hat alles einen Platz. Besonders passend finde ich die Anregung, den Blog als eigenes Wohnzimmer zu betrachten, dessen Tür immer offen steht und das betreten werden darf. Trotzdem ist nicht alles erlaubt und Regeln helfen.

Das Buch ist für Blog-Neulinge absolut les- und verstehbar, für Fortgeschrittene sind trotzdem Anregungen darin. Über einige Fachbegriffe bin ich gestolpert, von denen ich denke, dass absolute Neulinge sie nicht kennen, z.B. RSS-Feed. Aber dafür gibt es im Internet ja genug Stellen, an denen man das bei Bedarf nachlesen kann.

Fazit

Mit Sicherheit ist das Buch für jedes Unternehmen wertvoll, das sich mit dem Gedanken beschäftigt, mit der Bloggerei zu beginnen. Sowohl Entscheider als auch Umsetzer werden Anregungen und konkrete Tipps für die Ressourcenkalkulation finden. Gerade der Faktor Zeit, der leicht unterschätzt wird, wird deutlich beleuchtet.
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Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop bei O’REILLY (Werbung) zu bestellen – auch als E-Book. Es wurde mir vom Verlag O’REILLY als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

  1. * Ich sage der Blog, die Autorin hat sich für das Blog entschieden. Lustig ist dazu auch der von ihr empfohlene Podcast Genus im Deutschen. []