Buchreview: Neues aus alten Zeitungen

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Neues aus alten Zeitungen: 60 Projekte für spielerisches Recycling (Affiliate Link)
von Barbara Baumann mit Fotografien von Qsi Gisler

Altpapierberge stapeln sich in jedem Haushalt. Man hat die Wahl: Entsorgen oder Schönes daraus machen. Auf Neudeutsch: Upcyling! Das Gute daran: Wenn es doch nicht sooo schön geworden ist, ist es immer noch wiederverwertbares Altpapier. Das Tolle daran: Man kann nur gewinnen!

Barbara Baumann zeigt in dem Buch 60 Ideen, wie aus alten Zeitungen Schmuck, Objekte, Skulpturen, Papeterie und Alltagsgebrauchsgegenstände werden können. Mir gefallen besonders die einfachen Bälle, die ich mit Sicherheit mal in Seminare einsetzen werde, der Zeitungshocker (Papierstapel zusammengehalten mit alten Gürteln und gepolstert mit einem Jeanskissen), die gehäkelte Kette (echt hübsch, mehr was für DIY-Profis) und ein gewebtes Armband.

Für Papiertüten ist eine ganz simple Anleitung dabei, die ich garantiert mehr als einmal nachbasteln werde. Papiertüten finde ich für Geschenke zum Verpacken einfach schön und mit etwas Masking-Tape ist so etwas schnell hergestellt. Weihnachten ist auch schon bald wieder und dafür lassen sich einige Ideen als DIY-Geschenk umsetzen. Für Selbstbastler_innen ist das Buch bestimmt auch ein schönes Geschenk.

Fazit: Empfehlenswert für bastelende Zeitungsleser_innen!

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop beim Haupt Verlag (Werbung) in der Schweiz zu bestellen. Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Emilio Pucci Upcycling?

Seidenkleid Emilio Pucci 2006Up or down? Die Idee, aus einem Kleid einen Schal zu machen, mag auf den ersten Blick nach Downsizing und keinem Upgrade aussehen. Aber: Ein Schal, der getragen wird ist besser als ein Kleid, das nur im Kleiderschrank verstaubt, oder?

Die Geschichte dieses Pucci-Kleides von 2006 ist schnell erzählt: Auf dem Rückweg der Beerdigung der Mutter von einer damals sehr nahen Freundin bin ich noch völlig durch den Wind in die City gefahren, weil ich bei Unger eine reklamierte bzw. geänderte Jeans wieder abholen wollte. Da hat mich beim Warten dann dieses Seidenjersey-Kleid angeguckt, was in einer anderen Farbe hinter der Kasse an der Wand hing. Ich wollte es einfach mal anprobieren und sehen, ob es so geschmeidig ist, wie es aussieht.

Leben ist jetzt

Meyrose Kleid Emilio Pucci 2006Mit dem Gefühl von Was nutzt die ganze Kohle, wenn man eh in die Kiste springt und dem wahnsinnigen Bedürfnis nach Leichtigkeit und Lebenslust habe ich das Kleid dann spontan gekauft. Getragen habe ich es kurz darauf auf einer Hochzeitsfeier – siehe Foto – und später noch einige Male zu besonderen Anlässen.

Seit dem Sommer 2006 hat sich allerdings mein bis dahin viele Jahre konstantes Gewicht einige Kilos nach oben verändert und ich passe einfach nicht mehr hinein. Es sitzt sozusagen wie angegossen. Erst konnte ich es noch mit einem kurzen Blazer drüber tragen, aber das sieht auch nicht mehr gut aus. Der Ausschnitt ist auch einfach zu tief, war er eigentlich immer schon … Außerdem kann man es nur mit nackten Beinen tragen, weil es fürchterlich an Strumpfhosen aller Art klebt. Ein geeignetes Unterkleid habe ich nicht und denke, das würde man bei dem hauchfeinen Stoff auch immer irgendwo sehen.

Veränderung ist Leben

Seidenkleid Emilio Pucci 2006Seit Jahren überlege ich schon ob ich einfach die Nähte alle auftrenne und aus den Stoffstücken einen doppellagigen Schal nähen lasse, bei dem die Nähte innen verschwinden. Die Farbe ist fantastisch und der leichte Stoff ein Traum. Die Fragen an Euch sind jetzt

  • Darf man so ein Designerkleid einfach komplett zweckentfremden oder ist das Sünde?
  • Wie findet Ihr die Idee, einen Schal, vielleicht auch ein Dreieck, daraus machen zu lassen?
  • Was fällt Euch dazu ein? Was würdet Ihr damit tun?

Normalerweise bin ich ja in solchen Fällen auch gerne für aus dem Haus gehen lassen, aber ich möchte den Stoff einfach behalten, weil ich ihn so schön finde. Oder hat jemand von Euch Interesse an dem Kleid? Es ist in Größe 42 oder 44. In gute Hände kann ich mir auch vorstellen, es weiterziehen zu lassen.

Bin ganz gespannt auf Eure Lösungsideen!

Lieblingsstück by me

Ohhringe entworfen von Ines Meyrose, gefertigt von Goldschmiede Mechlem

Sunny hat aufgerufen, selbstentworfene Lieblingsstücke zu zeigen. Bei Kleidung kann ich damit nicht dienen, wohl aber bei Schmuck. Die Ohrringe, die ich Euch heute zeige, sind komplett von mir entworfen worden und enthalten ebenso geerbte Steine als älterem Schmuck, den ich nicht mehr leiden mochte. Gefertigt hat sie die Goldschmiede Mechlem. Ich hatte Glück, dass zwei Steine in der Größe so gut zusammen passen passten, dass sie ein Ohrringpaar werden konnten.

Ohhringe entworfen von Ines Meyrose, gefertigt von Goldschmiede MechlemÜber die Form musste ich mit der Goldschmiedemeisterin etwas streiten. Sie wollte mir die nicht so länglich machen, weil sie mein Gesicht dafür zu schmal fand (damals noch etwas zarter als heute, aber nicht so viel anders). Etwas Rundes hätte ihr besser für mich gefallen. Ich hingegen mag gerne das Gesicht schmaler erscheinende Ohrringe und finde, dass die Linie der Ohrringe gut zu meinen Wangenknochen passt.

Bei dem Steckverschluss bin ich übrigens geizig. Hier verwende ich die passenden Gegenstücke von meinen Perlenohrringen und habe keine neuen dazu gekauft. Eine Idee der Goldschmiedin, die ich bei den Goldpreisen gerne aufgegriffen habe.

Ring Bi-Color mit Brillant, Anhänger Geldgold mit BrillantBei den Steinen zum Vererben habe ich Euch schon mal einen Kettenanhänger gezeigt. Der ist selbst entworfen und mit alten Familiensteinen gearbeitet. Im Ring in dem Beitrag ist ein alter Stein, aber der Entwurf ist nicht von mir, sondern von Herrn Mechlem. Beides seht Ihr hier im rechten Foto auf der Rose de Resht. Freue mich schon wieder auf ihre Blüte im Juni!

Da der Schmuck alt und neu mixt – upcycling pur – verlinke ich den Beitrag bei MIXIT!

Lasst Ihr Schmuck umarbeiten? Macht Ihr eigene Entwürfe?