5 Sätze, die ich als Kundin nie wieder hören möchte

Ob ich selbst Kundin im Einzelhandel bin oder als Personal Shopper für bzw. mit Kunden von mir im Einzelhandel einkaufe, spielt dabei keine Rolle. Fakt ist, dass ich neben vielen positiven Erlebnissen im Einzelhandel von Verkäufer_innen leider immer wieder Sätze höre, bei denen sich mir die Nackenhaare aufstellen und ich innerlich zu hyperventilieren beginne. Das sind die Momente, in denen ich ganz genau weiß, warum ich Onlineshopping liebe. Da werden mir die Sachen zusätzlich auch noch nach Hause getragen.

5 Sätze aus der Hölle im Einzelhandel …

  1. Das trägt man jetzt so.
    Wer ist man? Warum soll ich das so tragen? Warum trägt man das so? Was ist gut daran? Nur dass es Mode ist, reicht mir nicht als Argument. Wenn Du mir das verkaufen möchtest, dann erkläre mir es.
  2. Da müssen Sie dahinten in der Ecke mal gucken.
    Nein, MUSS ich gar nicht. Wenn Du mir was verkaufen möchtest, kannst Du mir bitte zeigen, wo ich das finde. Oder es mir ganz vielleicht sogar her holen?
  3. Sie können dann ja mal anrufen und fragen, ob es wieder vorrätig ist.
    Klar, könnte ich. Aber Du siehst, wenn es wieder da ist. Ich nicht. Möchtest Du jeden Tag von mir angerufen werden? Sicher nicht. Also ruf doch einfach mich an, wenn die Ware wieder da ist. Ein erfreuter Kunde berichtet sogar seinem Umfeld von dem Service und macht kostenfreie Werbung für den Laden. Bessere und billigere Werbung kannst Du nicht bekommen. Tja, so bekommst Du die nicht.
  4. Die Schuhe geben noch nach an der Stelle, wo sie jetzt drücken.
    Und bis dahin soll ich die Blasen meines Lebens in Kauf nehmen? Schuhe haben beim Kauf zu passen. Versuch bitte nicht, mir einen Fehlkauf anzudrehen!
  5. Das müssten wir bestellen. Das Buch haben wir nicht. Zum Kontext: Es handelte sich um den Bestseller Der Susan-Effekt, den die Verkäuferin noch nicht einmal namentlich kannte.  Dazu noch Konjunktiv und müssen in einem Satz. So viel Anti-Verkauf muss man erst mal schaffen …

… die es den Guten so schwer machen

Das Thema hatten wir in negativer Hinsicht hier im Blog schon mal bei den Kommentaren zu High5 for Friday mit Euch und als Ausgleich dazu den Beitrag Positive Erlebnisse im Einzelhandel & H54F. Es liegt mir immer noch fern, eine Berufsgruppe negativ darzustellen, die natürlich wie jede Gruppe positive und negative Herausreißer hat. Zumal ich seit 2006 Auszubildende im Verkauf im Rahmen von Seminare teilweise mit ausbilde. Das ändert jedoch nichts daran, dass mich diese negativen Erlebnisse bei Einkaufsbegleitungen und eigenen Einkäufen in den letzten Wochen wieder mal so genervt haben, dass mir dieser Artikel ein Bedürfnis ist.

Mir ist klar, dass auch Mitarbeiter_innen im Verkauf gute Tage und schlechte Tage haben und ich auch nicht immer eine angenehme Kundin bin. Ich trete bestimmt auf und weiß, was ich möchte. Jedoch erwarte ich mindestens von einer Mitarbeiter_in, dass sie Kunden nicht offensichtlich als Bittsteller betrachtet.

image&impression Individuelle Image-, Stil- und FarbberatungWorte wie müssen und sollen haben im Gespräch mit Kunden aus meiner Sicht nichts zu suchen. Wer seine Mitarbeiter_innen dafür sensibilisieren und für Kunden angenehmeres Verhalten angewöhnen möchte, darf gerne eine Schulung bei mir buchen. Näheres dazu bei image&impression unter Imageberatung für Unternehmen.

Was sind Deine Sätze aus der Hölle? Was möchtest Du nicht wieder hören?