Kategorien
Fashion Minimalismus

Labels entfernen für ruhige Optik

Werbung wegen Namensnennungen ohne Auftrag

Sichtbare Markenlabels und kratzige Etiketten sind Kleinigkeiten, die mich seit Jahren stören. Deshalb entferne ich sie, wenn es möglich ist – aus optischen und haptischen Gründen.

Warum ich Labels und Pflegeetiketten entferne

Warum trenne ich sichtbare Markenlogos außen und Etiketten in Kleidung ab? Schilder an der Krageninnenseite piksen mich im Nacken. Ein halbes Pflegeetiketten-Büchlein in der Seitennaht stört mich beim Tragen. Bereits im Beitrag 5 Teile, die jedes Outfit sofort aufwerten habe ich geschrieben:

„Sichtbare Labels gehören nicht zu Dingen, die ein Outfit aufwerten. Die machen es eher kaputt.“

Weder habe ich es nötig, mit der Marke zu zeigen, was ich mir leiste, noch möchte ich für ein Label unbezahlt Werbung machen. Mir ist ein klarer Look wichtig. Zum minimalistischen Ansatz gehört für mich, alles wegzulassen, was keinen Zweck erfüllt – auch sichtbare Labels.

Beispiele aus meinem Kleiderschrank

Das Schild auf der Bluse wurde entfernt, auch wenn der Hersteller extra darauf gestickt hat, dass es bitte nicht entfernt wird. Meinen Mann störte es beim Bügeln, mich beim Tragen.

Das auf die Tasche genähte Label habe ich abgetrennt, weil das Muster ohne das Label besser zur Geltung kommt. Understatement ohne sichtbares Markenzeichen steht mir besser.

Das Dreieckstuch hatte direkt am langen Ende ein auffällig angenähtes Etikett und das auch noch auf der Seite des Tuchs, die ich primär sichtbar tragen werde. Es ließ sich mit einer Stickschere sauber abtrennen. Ohne das Etikett finde ich das Tuch viel schöner.

Bei meinen beiden langärmeligen Ringelshirts habe ich jetzt nach drei Jahren endlich die Etiketten abgetrennt, die an der Außenseite der Oberarme angebracht waren.

Von Jersey trenne ich ungern aufgenähte Etiketten ab, weil man nie weiß, ob vom Anbringen unter dem Etikett ein Faden des Jersey beschädigt ist oder man beim Trennen aus Versehen einen kleinen Faden aus dem Stoff zieht. Dann würde man ohne das Etikett die schadhafte Stelle sehen.

Außerdem können Schäden in gestricktem Jersey zu Laufmaschen führen. Bei gewebten Stoffen passiert das nicht. Weil mich der feste Stoff der Etiketten beim Tragen haptisch gestört hat, bin ich jetzt das Risiko eingegangen und wurde dafür mit einwandfreiem Stoff unter den Etiketten belohnt.

Tipps zum Abtrennen von Etiketten aus Kleidung

Ringelshirt Saint James Meridamm II in marine-ecru (dunkelblau-cremeweiß-gestreift) - Etikett wird mit Stickschere abgetrennt

Wichtig ist, eine wirklich spitze, scharfe Schere oder ein Skalpell dafür zu verwenden. Meine Stickschere wird ausschließlich zum Abtrennen und Herausschneiden von Etiketten aus Kleidung verwendet. Papier oder Plastik damit zu schneiden, würde sie stumpf machen.

Gerade bei dunklen Stoffen ist helles Licht unabdingbar, um die Fäden zu erkennen, die entfernt werden sollen. Eine beleuchtete Lupe oder eine aufstellbare Lupenleuchte ist hilfreich, wenn man Details in der Nähe nicht (mehr) so gut erkennen kann.

Tücken beim Entfernen von Etiketten aus Kleidung

Etikett im Saum des Tuchs direkt eingenäht

Schau dir vorher an, ob das Etikett separat angenäht ist. Bei diesem Halstuch ist es direkt in die Saumnaht eingenäht. Da würdest du den Saum beschädigen, wenn du die Naht am Etikett entfernst.

In so einem Fall schneide ich das Etikett möglichst dicht am Saumfaden ab. Wenn das Etikett aus gewebtem Stoff besteht, kannst du es dann mit Hilfe deiner Fingernägel auseinanderzupfen und so fadenweise aus der Naht ziehen. Bleiben Fäden vom Etikett sichtbar, falte ich die Stelle nach innen, wenn ich das Tuch trage.

In seltenen Fällen gibt es eine böse Überraschung beim Abtrennen von Etiketten, wenn das Label nicht nur rundherum aufgenäht, sondern zusätzlich aufgeklebt ist. Das ist dann blöd, weil der Kleber leider meistens für die Ewigkeit ist.

Deshalb zerschneide ich bei den ersten Schnitten in die Nähte das Etikett nicht, so dass ich es im Notfall einfach wieder annähen könnte. Außerdem versuche ich durch Bewegen des Etiketts auf dem Kleidungsstoff herauszufinden, ob es lose oder fest sitzt.

Entfernst du sichtbare Labels und kratzige Etiketten oder stören sie dich nicht?

Kaffeekasse: Du liest hier gerne mit? Ich freue mich über einen virtuellen Kaffee via PayPal => Ines’ Kaffeekasse. Herzlichen Dank!

Newsletter: Du möchtest über neue Blogbeiträge per E-Mail informiert werden? E-Mail-Adresse eintragen => Blog-News bekommen!

15 Antworten auf „Labels entfernen für ruhige Optik“

Ich entferne mindestens die Etiketten mit den Pflegehinweisen. Ansonsten nur, wenn sie mich beim Tragen stören. Pflegeetiketten schneide ich mit einer Schere am Rand der Naht ab. Angenähte Labels entferne ich mit einem Fadentrenner für Nähbedarf.

Liebe Grüße
Sabine

Ich schneide Posterbücher (Pflegeetiketten) immer raus. Im Nacken, wenn es mich stört, ebenso bei zu sichtbaren Labels. Nicht immer ist mir das die Mühe wird. Ich nutze dafür eine Schere oder einen Nahtauftrenner. Die sind sehr präzise.
Hab einen schönen Sonntag
Nicole

Im Nacken können sie so doll piksen und auch hinten im Hosenbund … davon bekomme ich wortwörtlich Ausschlag. Mal sind es harte Kanten vom Schild, mal Nylongarn. Am liebsten habe ich es, wenn diese Sachen eingedruckt sind. Bei einigen Shirts von mir ist das so.

Guten Morgen Ines, ich musste auch an die BH Schleifchen denken.☺️
Ich schneide Etiketten heraus, wenn sie mich stören oder kratzen. Dafür passt meist ein Nahtauftrenner wunderbar. In die Naht eingenäht finde ich Etiketten echt fies. Da lasse ich lieber die Finger weg, denn ich habe auch schon mal ein Loch ins Gewebe geschnitten.
Irre was für Bücher jetzt als Pflegeetiketten eingesetzt werden. Die stören mich auch extrem.
Bei meiner Stofftasche stört mich das Etikett nicht.
Einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

Ich halte es wie Sabine.
Kleidung mit plakativen Etiketten kaufe ich gar nicht. Dezente Platzierung von wertigen Marken dürfen bleiben, zb MPO und Saint James lasse ich, weil die Gestaltung ästhetisch ist, die Buchstaben und Etiketten stören mich nicht, sie gehören für mich zum Gesamtbild. Ich empfinde mich nicht als Markenbotschafterin 😆.
Waschzettel sind eine Pest, vor allem bei Unterwäsche. Sie sind oft in die Naht mit eingenäht, so dass meist ein kratziger Rest bleibt. Oft habe ich schon versehentlich in das Gewebe geschnitten…
Schöne Grüße in den Norden
Susanne

Kleine Schilder von MOP oder Saint James stören mich auch nicht, wenn sie ästhetisch passen. Bei diesen von Saint James hat mich das störrische Material der Schilder genervt.

Alles muss raus – da bin ich auch rigoros! Das „pls don´t remove“ finde ich fast schon frech. Dann erst recht 😁, das wäre für mich schon eine direkte Aufforderung zum Abtrennen. Wenn ich Zweifel habe, ob ein sichtbares Label sich entfernen lässt, kaufe ich das Teil nicht. Und zum Glück habe ich das mit den hinterhältig aufgeklebten Etiketten noch nicht erlebt. Da wäre es im Nu vorbei mit der inneren Gelassenheit 🙄. Die Stickschere scheint mir noch besser geeignet, als meine Nagelschere. Danke für den Tipp und liebe Grüße!

Hach wie schön, dass du mich verstehst :).

Bevor ich die Stickschere genommen habe, kam dafür auch meine Nagelschere zum Einsatz. Die Stickschere geht noch besser. So viel besser, dass dafür eine weitere Schere in meinem Haushalt leben darf. Weil sie so wenig arbeiten muss, wird sie vermutlich bis zu meinem Lebensende halten.

Ich kann Dich gut verstehen. Sehr viele Etiketten entferne ich auch. Nicht immer die Marken, aber auch oft.
In die Naht eingenähte gebe ich zur Schneiderin, wenn sie mich sehr stören. Da riskier ich nix mehr.
Meine superspitze Nagelschere oder ein Nahtauftrenner ist mein Werkzeug der Wahl.
Ein bisschen Grusel ist immer mit dabei, denn mir ist schon einiges Missgeschick passiert. Aber raus müssen sie, besonders am Nacken…
Einen schönen Sonntag wünscht
Sieglinde

Meine Stickschere ist dafür noch besser als eine Nagelschere. Die Sachen zum Profi zu geben, bevor etwas schief geht, ist immer eine gute Idee.

Hab auch einen schönen Sonntag!

Überwiegend entferne ich die Etiketten, manchmal aber nicht, wenn ich befürchte, dass ich das nicht hinbekomme, ohne was zu zerstören.

Allerdings habe ich mich auch schonmal geärgert, Labels entfernt zu haben, wenn ich zum Beispiel eine Hose oder einen BH erneut kaufen wollte, und Modell und Größe nicht mehr wusste.

Warum mittlerweile in den Seitennähten oft kleine Heftchen in 18 Sprachen eingenäht sind, erschließt sich mir nicht.

„Allerdings habe ich mich auch schonmal geärgert, Labels entfernt zu haben, wenn ich zum Beispiel eine Hose oder einen BH erneut kaufen wollte, und Modell und Größe nicht mehr wusste.“

Weil mir genau das auch schon passiert ist, schreibe ich nach dem Kauf alles exakt in meine Excel-Tabelle mit den Käufen des Jahres, wenn ich die Kaufbelege digital oder analog ablege. Manchmal mache ich auch ein Foto vom Etikett, wenn es sehr viele Informationen sind. Außerdem wollen Hersteller bei Reklamationen oft Fotos vom Etikett haben, weil sie daran die Charge etc. erkennen können.

Hallo, Ines!
Ich schneide alles weg, genau wie du. Und auch aus denselben Gründen: Auf der Innenseite angebracht kratzt es mich. Manchmal waren Etiketten auch schon mit Angelschnur angenäht, fürchterlich.
Leider habe ich schon gelegentlich ein kleines Loch hinterlassen, obwohl ich sehr vorsichtig vorgehe.
Außen drauf mag ich die Labels nicht sichtbar tragen. Es bezahlt mich niemand dafür, dass ich Werbung mache. Im Gegenteil, oft sind diese Marken besonders teuer. Und hübsch finde ich es nie. Besonders schlimm finde ich leider „Elbsand“, deren Name in riesigen Lettern vorne oder hinter prangt – das kommt nicht in Frage für mich! Leider, denn die haben oft schöne Farben.
Noch habe ich allerdings keine Lösung für TH´s Minilabel auf einem meiner Shirts. Da traue ich mich nicht ran.
Etiketten an Tüchern sitzen irgendwie immer da, wo es gesehen wird. Da habe ich dann auch schon vom Kauf abgesehen, wenn ich im Laden nicht erkennen konnte, wie ich es entfernen könnte.

Danke, für deine Ausführungen!
Liebe Grüße!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert