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Stilberatung Herren - Kragenformen bei Oberhemden, Coypright image&impression e.K. www.imageandimpression.de

Welcher Kragen zur Krawatte

Kentkragen, Haifischkragen, Turn-down-Kragen, Tab und alles dazwischen passen zur Krawatte, aber bitte nimm keinen Button-down-Kragen. Button-down-Hemden kommen aus dem Polosport und Krawatten sind förmlich. Sport trifft Förmlichkeit? Funktioniert eher selten. Auch wenn es gerade modern ist, Button-down-Hemden auch zur Krawatte zu tragen, würde ich das nicht tun. Krawatten werden nur noch vereinzelt getragen und wenn der Anlass so förmlich ist, dass Du eine Krawatte für angemessen hältst, würde ich auch ein klassisches Hemd dazu kombinieren.

Stilberatung Stehkragenhemd Business

Wenn die Frage von einem Mann kam, lautet die Antwort: Warum nicht? Immer ohne Krawatte, die oberen beiden Knöpfe geöffnet lassen und darauf achten, dass kein T-Shirt oder Unterhemd oben herausschaut. Stehkragenhemden finde ich mit und ohne Sakko schick. Weil sie im Businessumfeld selten zu sehen sind, taugen sie als persönliches “Markenzeichen” und sorgen für den Wiedererkennungswert der Person.

Kam die Frage von einer Frau? Auch hier lautet meine Antwort: Warum nicht? Stehkragenblusen oder Blusenshirts sehen angezogen aus und geraten nicht so leicht in Konkurrenz mit dem Revers des Blazers. Wenn man eine Bluse mit Umschlagkragen trägt, stellt sich immer die Frage, ob der Kragen über oder unter dem Sakko liegen möge. Unter dem Sakko wirkt leicht geknautscht, über dem Revers wirkt der Blusenkragen immens prominent. Der Stehkragen löst das Problem elegant: Er steht.

Wie lang soll ein Trenchcoat sein?

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Das hängt davon ab, wie groß Du bist und was Du dazu kombinieren möchtest. Längere Modelle, kniebedeckend oder länger, sehen meistens an längeren Menschen besser aus als an kleinen. Kleine Menschen versinken leicht in langen Mänteln.

Zu Hosen empfehle ich kleinen oder durchschnittlich großen Menschen meistens Kurzmäntel, die im mittleren Oberschenkelbereich enden. Wenn Du aber Röcke unter dem Trenchcoat tragen möchtest, würde ich darauf achten, dass die Röcke unten entweder deutlich herausschauen oder vollständig unter dem Mantel verschwinden. Das gleiche gilt für alle anderen Mäntel von Sommer bis Winter.

Wenn Du mit dem ÖPNV unterwegs bist, wirst Du längere Mäntel in der kalten oder windigen Jahreszeit eher schätzen, als wenn Du Auto-, Radfahrer oder Fußgänger bist. Fazit: Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Wenn Du unsicher bist, probiere verschiedenen Längen an und mach Fotos vom Gesamtoutfit. Dann siehst Du sofort, was Dir besser gefällt.

Was ist ein Stilprofi?

Ich definiere das als in Bezug auf Kleidung und Auftreten (aus)gebildete Person. Ob Du das vom Leben gelernt, mit der Muttermilch eingesogen oder in Schulungen beigebracht bekommen hast, spielt dabei keine Rolle. Bei mir treffen übrigens alle drei Punkte zu.

Im Sport ist ein Profi jemand, der für die Ausübung seiner Sportart Einkünfte erhält, von denen er seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Er übt die Sportart also berufsmäßig aus. Ich bestreite meinen Lebensunterhalt mit Imageberatung, wovon Stilberatung einen Großteil darstellt. Ergo: Ich bin ein Stilprofi.

Tigerjogpats kombiniert

Bei der Vorstellung von Tigerjogpants setzt mein Verstand aus. Gegenfrage: Wie konnte eine Suchmaschine zu dem Wort Tigerjogpants meinen Blog als relevanten betrachten und in der Suche dazu ausgeben?

Kann man als dicke frau eine Bluse tragen und unter der Brust einen Gürtel dran machen?

Klar man das! Wichtig ist unabhängig vom Körpervolumen, das die Bluse gut sitzt. Wenn man einen Gürtel unter der Brust trägt, sorgt das für eine hohe Taille, auch Empiretaille genannt. Das kann gut aussehen, wenn die Frau

  • einen langen Oberkörper hat, weil der damit unterbrochen wird.
  • den Blick zum Dekolleté lenken möchte.
  • die Bluse unterhalb des Gürtels locker fällt. Ich würde darauf achten, dass der Bauch nicht weiter als der Busen vorsteht, weil das sonst schwanger wirken kann- es sei denn, der Effekt macht einem nichts aus oder man ist schwanger.
  • trotz ihrer Körperfülle eine Taille hat, die sie damit betonen möchte. Bei mehr Gewicht verlagert sich die Taille am Körper nach oben und manchmal ist die schmalste Stelle des Rumpfes dann unter der Brust. Wer nicht im Sack verschwinden, sondern Kurven zeigen möchte, kann die Stelle mit einem Gürtel betonen.

Wie beantwortest Du die Gürtelfrage?

Farben für Silver Ladies in Mode und Make-up

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Graue Haare – was passt dazu?

Das Thema hat sich Leserin Barbara gewünscht. Bei der Wunschliste für 2020 hat sie kommentiert:

„Seit gut zwei Jahren trage ich meine Haare komplett silbergrau. Mein Eindruck ist, dass die Farben, die mir helfen, nicht ‘ausgewaschen’ auszusehen, sich doch etwas von der früher favorisierten Farbpalette unterscheiden (eher zur kühleren Seite tendieren).

Ich würde mir also einen Beitrag mit Vorschlägen für Farben für Silver Ladies wünschen (Mode und Make-Up). Was sagt die Fachfrau zu Frisuren für silbergraue Schöpfe? Was gefällt oder gibt es Dos & Don‘ts?“

Um ihr möglichst konkret helfen zu können, habe ich Barbara gefragt, welche Haarfarbe sie vor dem Ergrauen hatte. Außerdem wollte ich wissen, ob sie erst jetzt mit den grauen Haaren zu kühleren Farben in der Kleidung und Make-up tendiert und vorher wärmere getragen hat oder ob es ist so, dass sich nur die bevorzugten Nuancen innerhalb der kühlen Palette verändert haben. Dazu sagt Barbara

„Meine Naturhaarfarbe war das übliche Straßenköterbraunblond (nachdem sich das schöne Hellblond meiner Kinderjahre verabschiedet hatte). In meinen jungen Jahren war ich dunkelrothenna gefärbt, was viele wegen meiner grün-grauen Augen für meine Naturhaarfarbe gehalten haben.

Mit den Jahren bin ich, da ich chemische Farben nicht auf meinem Kopf haben mochte, in der goldblonden Ecke gelandet. Lange habe ich gedacht, ich sei ein Frühlingstyp, wurde aber auch mal als Sommertyp eingeordnet. Das Goldblond hat sich irgendwann zu meinem Hautton absolut falsch angefühlt. Von daher würde ich sagen, dass ich von den wärmeren Farben zu den etwas kühleren gewandert bin. Warmes Beige z.B. ist das Grauen!“

Logo angies type4youDen Beitragswunsch finde ich als Fan grauer Haare – siehe Foto von mir oben – klasse. Weil gerade an kühlen Farbtypen silbergraue Haare oft richtig klasse aussehen, möchte ich nicht nur mich als Herbstfarbtyp als Beispiel zeigen, sondern auch einen Winterfarbtyp, der die satten kühlen Farben ideal tragen kann. Dabei ist mir sofort meine Typberater-Kollegin Angela Kneusels von Angies-type4u (Werbung) eingefallen, die wunderschöne lange graue Haare trägt und damit eine Ausstrahlung hat, die ich unfassbar präsent finde. Angela kennst Du vielleicht bereits aus dem Blogbeitrag Stilberaterinnen an der Alster. Wir haben 2016 einen schönen Tag gemeinsam in Hamburg verbracht.

Im Moment sind bei Angela zwar noch feine blonde Strähnchen eingemischt, um den Übergang zum dunklen Unterhaar weicher zu machen, aber die grauen Haare sind dominant. Das ist übrigens gleich der erste Tipp für Frauen mit noch nicht ganz grauen Haaren und dunklem Unterkopf, um die Übergänge harmonisch zu machen: Setze blonde Strähnchen in zum Farbtyp passender Nuance.

Beim Konzeptionieren dieses Beitrags habe ich mir überlegt, dass ich es am besten finde, wenn er sich in Interviewform entwickelt. Angela war so nett, sofort bei der Idee dabei zu sein. Der folgende Text ist als E-Mail-Verkehr zwischen uns hin und her gegangen.

Liebe Angela,

ich bin gespannt auf Deine Tipps und ob wir uns fachlich einig sind oder im Detail unterschiedliche Empfehlungen aussprechen. Die Fragen, die ich mit Dir klären möchte, sind

  1. Kann sich der Farbtyp eines Menschen durch Ergrauen der Haare ändern?
  2. Wenn die Haare weiß-grau-silber werden, passen dann Deiner Meinung nach andere Farben aus dem Spektrum des Farbtyps zu der Person als vorher?
  3. Wie verändern sich passende Farben bei Make-up – also dem kompletten Make-up, nicht nur der Foundation – für Silver Ladies?
  4. Wie sieht es aus mit Frisuren für silbergraue Schöpfe? Gibt es Dos & Don’ts? Welche?
  5. Was für Tipps haben wir konkret für Barbara?

Legen wir los!

Kann sich der Farbtyp eines Menschen durch Ergrauen der Haare ändern?

Angela: Nein, der Farbtyp ändert sich nicht. Man ist ein kühler oder warmtoniger Typ. Es können sich aber innerhalb der eigenen Farbpalette die Farben ändern, die vorteilhafter sind.

Ich selber habe sehr früh, mit 19, die ersten grauen Haare bekommen. Allerdings ging es erst mit Mitte 30 richtig los. Meine Farben sind immer im kühlen Bereich geblieben, aber heute stehen mir Farben aus meiner Farbpalette besser, die ich mit 20 oder 30 noch nicht bevorzugt hätte.

Ines: Genauso sehe ich das auch. Ich habe die ersten grauen Haare mit Mitte 20 bekommen und seit den 40ern werden es deutlich mehr. Meine Farben sind im warmen Bereich geblieben, aber der Schwerpunkt hat sich auf die dunkleren verschoben. Großflächiges Beige in Gesichtsnähe wie bei einem Mantel oder Pullover sieht zu farblos aus zu den helleren Haaren und weiße Blusen gehe auch nicht mehr gut, selbst wenn sie cremeweiß und nicht schneeweiß sind.

Damit hast Du Frage 2 „Wenn die Haare weiß-grau-silber werden, passen dann Deiner Meinung nach andere Farben aus dem Spektrum des Farbtyps zu der Person als vorher?“ gleich mit beantwortet.

Wie ist das bei Dir konkret? Welche Farben hast Du früher mit dunklen Haaren bevorzugt und welche sind heute weggefallen oder hinzugekommen?

Angela: Generell kann ich die stärkeren Farben jetzt noch besser tragen. Wenn vorher Pastelltöne auch vorteilhaft aussahen, dann wirken sie jetzt zu meinem helleren Haar oft zurückgenommen oder sogar fade und langweilig. Wenn Rosa und Hellblau früher gut aussahen, komme ich jetzt viel präsenter mit Pink, Rot, Royalblau und Petrol rüber. Sehr gerne trage ich jetzt Anthrazit zum Beispiel mit Bordeaux kombiniert. Das wirkt sehr schick.

Dunkles Blau ist meine bevorzugte Farbe im Business geworden. Mit meinen dunklen Haaren sah das Blau früher etwas bieder aus. Jetzt mit den hellen Haaren, sieht es dagegen sehr vorteilhaft aus und ich kombiniere es im Business als Wintertyp gerne mit Weiß und Hellblau, im Privaten am liebsten mit Knallrot.

Schwarz zum Beispiel, war immer eine perfekte Farbe für mich und ich kann es auch heute noch gut anziehen, kombiniere es aber gerne mit leuchtenden Farben, denn manchmal wirkt es zu hart. So ist ein Mitternachtsblau heute deutlich vorteilhafter.

Wie verändern sich passende Farben bei Make-up – also dem kompletten Make-up, nicht nur der Foundation – für Silver Ladies?

Ines: Wenn die Augenbrauen heller oder durch Zupfsünden dünner geworden sind, würde ich sie in jedem Fall nachzeichnen. Dabei geht es nicht darum, sie übermäßig zu betonen, sondern ihnen einfach nur ihre ursprüngliche Wirkung zurück zu geben. Die meisten Menschen, auch warmtonige und sogar viele Rothaarige, haben Augenbrauen in einem aschigen, kühlen Ton.

Ein Fehler wäre also, bei einem warmen Farbtyp per se einen warmen Braunton zum Nachzeichnen der Brauen zu nehmen. Das sähe dann angemalt aus. Wenn man aber einen aschigen Braunton nimmt, lieber zu hell als zu dunkel, kann man ein schön natürliches Ergebnis erzielen. Dafür verwende ich am liebsten mattes Puder, das ich mit einem Schrägpinsel auftrage. Was ist Dein Tipp?

Angela: Auf jeden Fall ist das Nachzeichnen der Augenbrauen mit Puder dem Stift vorzuziehen. Das sehe ich, wie auch den Tipp mit dem aschigen Braunton für warmtonige Typen, genau wie Du. Es wirkt einfach viel natürlicher.

Ines: Was sagst Du zum Thema Lidschatten: glitzernd oder matt bei Best Agern? Da gehen die Meinungen bei Visagisten extrem auseinander. Ich bin im Team Glitzer, weil das meiner Ansicht von Fakten ablenkt anstatt sie zu betonen und einfach mehr Strahlen um die Augen bringt.

Angela: Da sind wir im selben Team. Der Lidschatten darf auf dem ganzen Lid gerne glänzend, schimmernd sein. Ich finde zum Beispiel Creme, Champagner und Silber sehr vorteilhaft. Das gibt einen weichen und wachen Ausdruck und wirkt elegant. Je nach Typ verleiht dazu ein dunklerer Ton, passend zum jeweiligen Typ, am äußeren Lidrand noch strahlendere Augen.

Kajal und Wimperntusche sind oft wirkungsvoll. Ein Lidstrich kann den eventuell weniger werdenden Wimpernkranz ausgleichen, ebenso wie eine gute Mascara. Für die kühlen Typen kommt da Schwarz und /oder Anthrazit, für die warmtonigen Typen ein aschiger Braunton in Frage.

Ines: Oh ja, bei Wimperntusche stimme ich Dir absolut zu. Wie konnte ich die vergessen? Kajal würde ich allerdings nur noch bei extrem großen Augen auf der Wasserlinie auftragen, ansonsten wirken die Augen mir damit meistens zu klein. Aber den Kajalstift als weichen Lidstrich einzusetzen, finde ich gut. Nur bei Schwarz wäre ich vorsichtig. Ich kenne kaum eine Frau ab 40, bei der ein schwarzer Lidstrich noch wirklich gut aussieht. Anthrazit oder Brauntöne – bei Einsatz von farbigem Lidschatten auch gerne dazu passend in Lila, Oliv, Tannengrün oder Petrol – wirken für meinen Geschmack harmonischer.

Angela: Tatsächlich bin ich selber beim Kajal immer noch der ideale Schwarztyp, aber Du hast absolut Recht, denn auch ich verwische ihn leicht. Darum ist es ein sehr wichtiger Hinweis, denn das fällt mir oft auf, dass der Kajal zu stark aufgetragen wird, übrigens oft auch bei jungen Frauen, und es dann unvorteilhaft oder sogar verfremdet wirkt.

Ines: Bei den Lippen finde ich, dass Silver Ladies oftmals mehr Farbe vertragen. Aus rosigen Tönen dürfen kühle Rottöne werden, anstelle von bräunlichen Nudetönen kann warmes Orangerot schön aussehen. Wie sieht Deine Erfahrung damit aus auf Kundenseite und bei Dir persönlich?

Angela: Generell darf es bei der Lippenstiftfarbe jetzt ruhig etwas mehr sein, das sehe ich genauso und meine Kundinnen sind oft sehr überrascht, wieviel wacher sie mit dem kräftigeren Lippenstift wirken.

Als Kontrast zu dem silbrigen Haar ist dort, je nach Farbtyp, ein sattes Rot, Pink oder Auberginenton und auch das von Dir erwähnte Orangerot sehr vorteilhaft. Ich selber trage jetzt viel öfter ein leuchtendes Rot oder ein kräftiges Aubergine. Früher habe ich gerne Rosè als Lippenfarbe getragen. Heute wirkt es zu langweilig.

Ines: Genauso geht es mir persönlich auch. Rosenholz geht immer noch, aber viel spannender sind Tomatenrot und Zinnoberrot! Für Best Ager finde ich übrigens Lippenstifte mit softem Glanz ohne Glimmerpartikel am besten, denn Glimmer setzt sich Lippenfältchen leicht ab. Der softe Glanz sorgt hingegen für gleichmäßig prall und gepflegt aussehende Lippen. Ein Lippenkonturenstift kann zusätzlich für eine schön klare Lippenkontur sorgen, die von Natur aus mit den Jahren leider etwas verschwimmt.

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Kleine Anekdote: Meine Oma hat mit dem Rauchen aufgehört, als es begann, dass sie sichtbare Falten um den Mund bekam. Erst wurde geraucht, um schlank zu bleiben, dann damit aufgehört, um im Gesicht schön zu bleiben. Was tut man nicht alles für die Eitelkeit … Wer immer noch raucht oder früher geraucht hat weiß, welche Falten ich meine …

Wie sieht es aus mit Frisuren für silbergraue Schöpfe? Gibt es Dos & Don’ts?

Angela: Oh, das ist eine spannende Frage und ein weites Feld. Da kommt es natürlich auch auf die Gesichtsform an. Aber generell wirken Gesichter im reiferen Alter oft etwas kantiger und herber. Darum ist ein stufiger und lockerer Schnitt meist vorteilhafter.

Viele Frauen denken, sie müssen sich ab einem bestimmten Alter für einen Kurzhaarschnitt entscheiden. Vor allem bei grauen Haaren. Andere wollen sich nicht vom längeren Haar verabschieden, obwohl die Haare dafür mit den Jahren zu dünn geworden sind. Mit beidem kann man genau falsch liegen.

Es kommt meiner Meinung nach darum auch auf die Haarstruktur an, welche Frisur bei grauen Haaren vorteilhaft ist. Wenn man sich für einen Kurzhaarschnitt entscheidet sollten die Haare, damit es nicht zu streng wirkt, deshalb gerne etwas verwegen verwuschelt, unordentlich und eventuell am Hinterkopf leicht gestuft sein – vor allem bei dünnem Haar.

Vielen Frauen steht auch ein Bob, der nicht zu streng geschnitten ist, sehr gut. Also auch da gerne etwas stufig schneiden lassen. Je nach Haarstruktur sind auch lange Haare immer noch vorteilhaft. Die Haare sollten dann zu den Spitzen hin aber nicht zu dünn sein. Eine klassische Frisur mit Mittel- oder Seitenscheitel ist da oft ein Hingucker.

Wer seine Mimikfalten der Stirn etwas kaschieren möchte kann mit einem Pony oder Ponyfransen arbeiten. Ein Pony sieht generell immer frisch und jugendlich aus. Aber wie erwähnt, es kommt immer auch auf die Gesichtsform an, was zum Typ passt.

Ines: Genauso sehe ich das auch.

Hast Du einen konkreten Tipp für Silver Lady Barbara, ohne sie zu kennen?

Angela: Da Barbara einmal als Frühlings – und einmal als Sommertyp typisiert wurde ist es aus der Ferne etwas schwierig, da dies ja einmal die warme und einmal die kalte Farbpalette wäre. Da sie selber aber ihre Haarfarbe als Silbergrau, und die Augenfarbe als Grüngrau benennt, hätte ich folgende Farbtipps, die nach meiner Erfahrung auch zu beiden Typen passen können.

Auf jeden Fall kommen mit den grauen Haaren jetzt stärkere Farben ins Spiel. Petrol und Aubergine steht ihr sicher gut und auch ein Türkiston kann sehr lebendig wirken. Als Basisfarbe kann ich mir da einen Blauton sehr gut vorstellen und Offwhite als Bluse oder Shirt, kombiniert mit einem farbigen Schal/Halstuch.

Ich würde in Barbaras Fall vor dem Spiegel ausprobieren, wie die Farben bei Tageslicht zu ihrem Gesicht wirken. Für das Make-up sind Champagner oder Cremeweiß als Lidschatten wegen ihrer grüngrauen Augen und Aubergine als Lippenfarbe sicher vorteilhaft. Eventuell Petrol als Lidstrich, fein gestrichelt. Bei der Frisur kommt es auf den Gesichtstyp an, wie oben beschrieben. Wie erwähnt, stehen stufige Schnitte Silver Ladies besonders gut.

Ines: Meine Vermutung ist, dass Barbara schon immer ein Sommerfarbtyp war, sich nur früher auf vielleicht auf Frühlingstyp hingefärbt hat. Zu den Lippen noch eine Ergänzung: Wenn die Lippen voll sind, können auch dunkle Töne bei Silver Ladies funktionieren. Wenn sie eher schmal sind und vielleicht mit den Jahren immer schmaler werden, lassen hellere Töne die Lippen voller erscheinen.

Mein Tipp für Barbara ist: Höre auf Deine Intuition. Wenn Du Dich optisch verwaschen fühlst, greife zu dunkleren oder leuchtenden Farben. Wenn Du siehst, dass warmes Beige Gift für Deinen Teint ist, lass die Finger davon. Wenn Du ein Sommerfarbtyp bist, ist Grau Dein Beige, Dunkelblau Dein Schwarz und Beere Dein Rot.

Angela: Das sind sehr gute Tipps für Barbara, Ines. Ich hätte noch eine Silver Lady Anekdote zum Abschluss: Im Herbst 2016 war ich mit ca. 500 Frauen auf dem Feminess Business Kongress in Düsseldorf. Das Thema war: „Sei die, die Du bist“.

Eine der Rednerinnen war Birgit Schrowange. Sie las aus ihrem Buch vor und erzählte dazwischen sehr amüsante Geschichten. Unter anderem erzählte sie auch offen, dass sie gerne ihre natürlichen grauen Haare tragen würde, dies aber von beruflicher Seite nicht gewünscht ist. Sie zeigte in den Raum und sagte „Ich hätte sehr gerne die Haare genauso wie Sie …“ und als ich mich nach der vermeintlichen Dame umdrehte meinte Frau Schrowange „Ja, wie Sie, die Sie sich jetzt umdrehen …“.

Das war ein ganz besonderes Kompliment für mich von einer Frau, die ich dort als sehr authentisch und charismatisch kennen gelernt habe. Mittlerweile trägt Birgit Schrowange ihren Naturton und es steht ihr fantastisch.

Schöne Anekdote, die zeigt, wie Veränderungsprozesse entstehen. Danke, liebe Angela, für das Gespräch und Deine Tipps!

Wenn Du im Raum Darmstadt wohnst und eine Typberaterin suchst, empfehle ich Dir, Dich persönlich an Angela zu wenden. Du bist neugierig, wie Angela als Silver Lady aussieht? Schau auf Ihrer Webseite Angies-type4u (Werbung) oder ihrem Instagramprofil (Werbung) vorbei.

Wenn Du nicht nur aktuelle Fotos von Angela sehen möchtest, sondern einen Blick auf die Entwicklung ihrer Farben und Frisuren werfen möchtest, kannst Du auf ihrer Facebookseite (Werbung) einen Blick in ihr Fotoalbum werfen. Dort zeigt sie als Ergänzung für dieses Interview Bilder von ihrem Werdegang zur Silver Lady.

Liebe Leserin, welche Tipps hast Du für Silver Ladies?

Wohin mit Gürteln im Kleiderschrank?

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Kleiderschrank vorher - Foto: Caro

Caros Schrank vorher

Im Samstagsbeitrag mit Tipps zur Aufbewahrung von Hüten war ein Schlüsselthema die Umlagerung der aufeinander in einem Fach liegenden Gürtel auf einen Gürtelbügel, auf dem sie platzsparend und übersichtlich am Rand der Kleiderstange hängen.

Kleiderschrank nachher - Foto: Caro

Caros Schrank nachher

Ich verwende so einen Gürtelbügel selbst auch. Es gefällt mir, wenn ich den Überblick habe und nur das Teil anfassen muss, das ich dem Schrank entnehmen möchte. Nun habe ich aktuell zwar nur noch zwei Gürtel, aber selbst die beiden hängen an dem Bügel.

Gürtelbügel aus Holz zur platzsparenden Aufbewahrung von Gürteln im Kleiderschrank an der Kleiderstange

Alternativen zu einem Gürtelbügel sind

  • Schubladeneinsätze, in denen die Gürtel einzeln aufgerollt lagern. Vorteil: Überblick. Nachteile: Aufrollen dauert länger als Aufhängen und in der Schublade nehmen die Gürtel mehr Raum ein, es sei denn Du hast eine besonders flache Accessoireschublade, die sich weit herausziehen lässt.
  • Zuordnung der Gürtel zu bestimmten Kleidungsstücken. Wenn Du Gürtel x immer nur zu Kleid y oder Hose z trägst, kannst Du den Gürtel über den Bügelhaken hängen, auf dem das Kleidungsstück hängt.
  • Haken in der Kleiderschranktüreninnenseite, wenn die Türen aufzuklappen sind. Der Effekt ist der gleiche wie beim Gürtelbügel: Du hast einen optimalen Überblick. Nachteil: Du musst Haken auf der Türinnenseite anbringen.

Mein Gürtelbügel hängt im Bereich mit den Kleidern, weil der die am höchsten hängende Stange hat. So kommen die Gürtel nicht auf dem Boden auf und ich kann sie in dem luftig bestückten Kleiderfach gut sehen.

Warum ich immer noch kein Gürteltier bin …

Warum habe ich nur zwei Gürtel außer welchen, die direkt aus dem Stoff eines Kleids gefertigt sind deshalb direkt beim jeweiligen Kleid hängen? 2014 habe ich die Frage im Beitrag Kein Gürteltier bereits beantwortet. Seitdem bin ich zwar schlanker geworden, aber an meinen grundsätzlichen Proportionen hat sich nichts geändert:

Ich bin eine Frau mit kurzem Oberkörper, viel Busen, Taille und breiten Hüften. Taillengürtel überbetonen den kurzen Oberkörper und großen Busen. Hüftgürtel lassen die Taille verschwinden und betonen das breite Becken. Beides gefällt mir nicht!

Damit der Hüftspeck fest eingepackt ist und kein Muffin-Effekt entsteht, bevorzuge ich bauchnabelhohe Hosen. Weil sogar diese nur mittelhohen Hosen bei meinen langen Beinen bereits den Oberkörper verkürzen, funktioniert bei mir nicht einmal ein Half Tuck, bei dem der Gürtel vorne zu sehen wäre. Deshalb trage ich Gürtel nur, wenn sie die Hose oben halten sollen und nicht aus dekorativen Gründen. Dennoch finde ich es schön, wenn die Gürtel zum Look passen, falls sie doch einmal hervorblitzen. Wie im Beitrag RADIKAL MINIMAL #10 Gürtel beschrieben, bevorzuge ich flache Schnallen, damit sie sich unter dem Oberteil nicht abzeichnen oder gar hervorstehen.

Wendegürtel aus Rindleder in orange und braun mit roségoldfarbener flacher Wechselschließe von The Pashmina Shop (2017)

Da ist es umso praktischer, dass der eine ein Wendegürtel ist mit Dunkelbraun und Orange. Der eine hat eine roségoldfarbene Schnalle, der andere ist komplett gelbgoldfarben. Zu meinen metallenen Accessoires passen damit beide.

Wie ist Dein Verhältnis zu Gürteln? Wie lagerst Du Deine Gürtel?

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Tipps zur Aufbewahrung von Hüten

Sommerhut

Caro hat bei der Wunschliste für 2020 kommentiert

“Sehr gerne möchte ich im neuen Jahr etwas zum Thema Hüte lesen. Ich weiß, dass Du vor einigen Jahren dazu einen sehr schönen Beitrag geschrieben hast. Vielleicht gibt es dazu einige weitere Informationen.

Durch die intensiveren Sonnenstrahlen trage ich im Sommer doch häufiger einen Hut, meist einen Strohhut. Mich interessiert dabei, wie man die Hüte und Outfit am besten kombiniert bzw. worauf man achten sollte bei der Kombination und worauf ich achten sollte, wenn ich mir einen neuen Hut kaufen möchte.

Und dann wünsche ich mir Tipps zur Aufbewahrung. Die Hutschachtel ist für mich nicht praktikabel, dann vergesse ich die Hüte, trage diese nicht bzw. kaufe neu.”

Die Frage nach der Kombination und Auswahl von Hüten schiebe ich auf, denn das ist ein noch komplexeres Feld als bei Mützen. Bis dahin verweise ich auf den bestehenden Beitrag Wie finde ich den passenden Hut … und auf zur Landpartie. Er ist schon älter, aber inhaltlich aktuell.

Optimaler Schutz versus praktische Lösung

Heute beantworte ich die Frage nach Tipps zur Aufbewahrung von Hüten. Optimal lagern Hüte licht- und staubgeschützt in einer Hutschachtel. Dort sind sie vor äußerem Druck geschützt und behalten ihre Form, wenn sie ggf. dazu noch ausgepolstert werden und nicht auf der Krempe aufliegen. So viel zur Theorie. In der Praxis nehmen Hutschachteln viel Raum weg und was man nicht sieht, zieht man seltener an. Daher verstehe ich, dass Caro ihre Hüte in Hutschachteln vergisst und eine andere Lösung sucht.

Was ist besser: Hüte perfekt gelagert nicht tragen oder sie Abnutzungen auszusetzen, aber dafür einen Nutzen außer dem Besitz zu haben? Meine Meinung dazu kannst Du Dir denken.

Meine persönliche Lösung zur Aufbewahrung von Hüten

Bei mir lagern Anlasshüte in Hutschachteln, zum Beispiel der cremeweiße auf dem ersten Foto, und Hüte, die gerade keine Saison haben. Im Sommer kommen Hüte aus Wolle in die Schachteln, im Winter die Stroh- und Baumwollhüte. Die aktuell zum Wetter passenden Hüte habe ich in Sicht- und Griffweite an der Garderobe. Das ist für mich die optimale Mischung aus guter Lagerung und Verwendung der Hüte.

Hutaufbewahrung – Garderobenständer mit Huthalter

Wir haben einen Garderobenständer für alle Jacken, der lichtgeschützt steht, auf dem oberhalb der Kleiderstange vier Huthalter angebracht sind. Auf dem Boden des Ständers ist eine Ablage für Schuhe, an den seitlichen Stangen Haken für Handtaschen und Schirme. Sehr praktisch! Auf diesem Kleiderständer liegen meine Hüte.

Hutaufbewahrung – Garderobenhaken an der Wand als Huthalter

Alternativ haben wir im Eingangsbereich einfache Kleiderhaken an der Wand, an der mein Mann seine Kopfbedeckungen aufhängt. Dazu gehören neben einem Hut auch Mützen und Caps. So ist alles griffbereit, wenn man die Nase zum Wettercheck aus der Haustür gesteckt hat.

Hutaufbewahrung – Praxisbeispiel Caro

Das ist meine persönliche Umsetzung der Hutaufbewahrung. Doch wie kann das für Caro passend aussehen? Dafür habe ich sie um ein Video ihres Eingangs- und Kleiderschrankbereichs für meinen internen Gebrauch gebeten. Das haben wir gemeinsam ausgewertet und sind schnell auf einige Verbesserungsideen gekommen. Später hat sie die Vorher-Nachher-Bilder für den Beitrag angefertigt.

Caros Hutaufbewahrung vorher

Kleiderschrank vorher - Foto: Caro

In Caros Schrank lagen zwei Strohhüte lose aufeinander in der Ecke eines Fachs hinter einem Tücherkarton. Mein erster Impuls war aber gar nicht, die Hüte zu betrachten, sondern mein Auge blieb an der Gürtelschlange hängen. Sofort suchte ich einen Link zu einem Gürtelbügel heraus und mailte ihn kommentarlos an Caro. Ihr war umgehend klar, was ich damit sagen möchte. Manchmal löst sich ein Thema, indem man ein anderes angeht.

Kleiderschrank vorher - Foto: Caro

Wenn die Gürtel aus dem Fach auf einen Bügel ausgelagert werden, hängen sie übersichtlicher und im Fach ist mehr Platz für Ware, die besser liegend aufbewahrt wird. Mein zweiter Gedanke ist der, das Bügeleisen in eine weniger einfach zugängliche Ecke des Kleiderschranks zu verbannen.

Caros Hutaufbewahrung nachher

Kleiderschrank nachher - Foto: Caro

Auf der breiten Kleiderstange mit Jacken, Blazern und Blusen findet am Rand der Gürtelbügel einen guten Platz. Wo die Hüte jetzt oben links im Fach über der Kleiderstange liegen, stand vorher ein anderer Karton mit Strümpfen. Die Strümpfe sind jetzt im weißen Karton dort, wo früher das Bügeleisensammelsuriumfach war. Die Fächer sehen klarer und ordentlicher aus, die Hüte haben einen Platz, an dem sie sichtbarer sind als in der vorherigen Ecke.

Kleiderschrank nachher - Foto: Caro

Ausgelöst durch die Beschäftigung mit dem Thema hatte Caro die schöne Idee, die Standpupe im Sommer zum Hutständer umzufunktionieren. So wird im Sommer einer der Hüte dort wohnen, der andere hat dann seinen Platz im Schrank für sich alleine. Danke an Caro für die Fotos von ihrem Kleiderschrank und der Standpuppe!

Standpuppe als Hutständer

Wie bewahrst Du Hüte auf?

Wie finde ich die passende Mütze?

Ines Meyrose im Dezember 2015 in Niendorf / Ostsee mit Schlumpfmütze von Paul Kehl Zürich

Einen Beitrag zum Thema Mützen hat Steffi bei der Wunschliste für 2020 erbeten

“Es gibt so viele unterschiedliche Formen, Tragemöglichkeiten und Materialien und ich finde mich nicht mehr zurecht. Was passt zu welchem Typ und welcher Gesichtsform Welche Farben?”

Um die Frage konkret beantworten zu können, habe ich um Informationen gebeten zum Farbtyp, Gesichtsform, Körperlänge, Statur, Kleidungsstil, gewünschter Wirkung und der Frage, was die Mütze außer Wärmen noch können soll. Steffi hat dazu geantwortet

  • Wintertyp, Schneewittchentyp mit heller Haut
  • Gesichtsform länglich und eckig
  • lange Haare über die Schulter gehend
  • 165 cm mit einem großen Kopf (Gr. 58)
  • schlanker X-Statur.
  • Kleidungsstil ist sportlich-elegant.
  • Im Idealfall passt die Mütze unter einen Fahrradhelm (keine Bommeln o.ä.) und ich kann einen Zopf darunter tragen.

Stilberatung – Kriterien zur Auswahl einer Mütze

Unter Berücksichtigung aller Faktoren möchte ich Steffi dazu raten, zu einer leichten Beanie als Kaschmir oder Wolle zu greifen. Wenn die Mütze eine neutrale Farbe haben soll, würde ich Dunkelblau, Hellgrau oder Schwarz nehmen. Wenn sie ein Hingucker sein darf, kann sie zum Beispiel in Fuchsia, Pink, Lila, Eisblau, Smaragdgrün oder Türkis sein.

Ines Meyrose 20180226 mit dunkelblauer Kaschmirmütze (Beanie) von SØR aus Sylt am Strand

Kaschmir oder Wolle würde ich wählen, weil das bereits mit geringer Fadenstärke schön wärmt. Das dehnbare Strickmaterial würde ich Fleece vorziehen, weil es flexibler mit den langen Haaren und verschiedenen Frisuren zu tragen ist und die elegante Note eher als die sportliche unterstreicht. Außerdem sind die meisten Damenmützen für Hutgröße 58, trage ich auch, zu eng. Bei einer gestrickten Beanie dehnt sich das Material am besten.

Ines Meyrose Portrait Schwarzweiß 201611

Eine Beanie würde ich nehmen, weil sie zum einem schlicht und sportlich wirkt. Ich trage keinen Fahrradhelm, vermute aber, dass eine Beanie am ehesten darunter passt. Wenn der obere Schlumpfteil im Helm stört, kann man eine Beanie auch richtig auf den Kopf setzen und den Rand einmal umschlagen. Dann sitzt sie wie eine normale Mütze mit Umschlag komplett am Kopf. Die Beanie hat zum länglichen Gesicht den Vorteil, von der Stirn her etwas das Gesicht zu verkürzen. Zum eckigen Gesicht wirkt die weiche Form der Mütze ausgleichend.

Zu Gast im Blog: ein Winterfarbtyp

Für Steffi habe ich meine Freundin, die wie Steffi ein Schneewittchen-Winterfarbtyp ist, um ein Foto mit Mütze gebeten. Der Stern aus Pailletten ist ein Hingucker, der das ansonsten schlichte Outfit zu etwas Besonderem macht. Schön finde ich, dass sich die Farbe der Mütze im Schal wiederholt. Danke liebe Freundin für Dein Selfie!

Was für eine Mütze würdest Du Steffi empfehlen?

10 Gründe für diese leichte Steppjacke in Orange

Werbung ohne Auftrag für camel active, invero und da sempre

Ines Meyrose - Outfit 2020 - kurze Steppjacke camel active in Orange mit Zweiwegereissverschluss - Ü40 Bloggerin - Herbstfarbtyp mit Hund Paul

Diese Steppjacke in sattem Orange, gefüttert in dunklem Oliv, erinnert mich an die Blogparaden zu Orange und Oliv. Sie vereint zwei Farben, die ich als Herbstfarbtyp besonders gerne trage. Sie ist aus der Herbstkollektion 2019 von camel active. Ich habe sie von meinem Mann zu Weihnachten geschenkt bekommen. In Jacken und Westen dieser Firma passe ich einfach gut rein. Ich besitze fünf davon und trage alle gerne.

Ines Meyrose - Outfit 2020 - kurze Steppjacke camel active in Orange mit abknöpfbarer Kapuze

Kombiniert habe ich die Jacke auf den Fotos mit dem Dreieckstuch Kyra aus Merinowolle im Orange-Mix, das ich im Herbst bei da sempre (Werbung) gekauft habe. Die Jacke wird der Nachfolger der etwas längeren Steppjacke in oliv-braun vom selben Hersteller, die inzwischen aufgetragen ist. Diesen Winter ziehe ich sie noch zum Nordic Walking an, im Frühling kommt sie weg.

10 Gründe für diese leichte Steppjacke für kleine Frauen mit kurzem Oberkörper

  1. Die Steppung ist vertikal geteilt, so dass der Oberkörper vom Armansatz bis zum Po schmaler und länger wirkt. In diesem Fall gibt es sogar zweifach vertikale drei durch den Stretcheinsatz.Ines Meyrose - Outfit 2020 - kurze Steppjacke camel active in Orange - seitliche Steppung
  2. Durch den seitlichen Stretcheinsatz passt sich die Größe der Jacke an, wenn man dickere oder dünnere Oberteile darunter trägt.
  3. Die Taschen tragen nicht auf, weil sie in Längsrichtung eingesetzt sind.
  4. Mir gefällt, dass die Taschen mit einem Reißverschluss zu schließen sind. Es fällt nichts heraus und die Taschen springen beim Bewegen nicht auf.
  5. Die Jacke wird mit einem Zwei-Wege-Reißverschluss geschlossen, was ich gerne mag, weil ich sie oft nur im mittleren Bereich schließe.Ines Meyrose - Outfit 2020 - kurze Steppjacke camel active in Orange mit Zweiwegereissverschluss - Ü40 Bloggerin - Herbstfarbtyp
  6. Der Kupferton der Reißverschlüsse passt zu meiner Roségoldvorliebe.
  7. Die Ärmelbündchen sind nah am Handgelenk und schützen gegen Wind.Ines Meyrose - Outfit 2020 - kurze Steppjacke camel active in Orange
  8. Die Länge der Jacke gefällt mir, weil sie den Po bedeckt.
  9. Die Kapuze kann abgeknöpft werden.Ines Meyrose - Outfit 2020 - kurze Steppjacke camel active in Orange mit abknöpfbarer Kapuze
  10. Das satte, aber dennoch nicht knallige Orange ist perfekt für mich als Herbstfarbtyp. Es ist eine Gute-Laune-Farbe, die mir Energie und Sichtbarkeit schenkt.Ines Meyrose - Outfit 2020 - kurze Steppjacke camel active in Orange mit Zweiwegereissverschluss - Ü40 Bloggerin - Herbstfarbtyp mit Hund Paul

Welche Gründe fallen Dir noch für diese Steppjacke ein?

Wie läuft eine Farbberatung ab?

Farbberatungstücher von ColorCircus in der Farbe Orange - verschiedene Nuancen von hell bis dunkel von gedeckt bis leuchtend - Farbberatung warmer Farbtyp - Frühlingsfarbtyp - Herbstfarbtyp

“Liebe Ines, mich würde interessieren, wie ein Gespräch in Sachen Farbberatung bei Dir verläuft und vielleicht magst Du auch ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern, was man in dem Zusammenhang alles erlebt (natürlich ohne, dass Personen erkennbar sind).”

fragt Rena vom Blog Dressed With Soul bei der Wunschliste für Blogbeiträge in 2020. Die Frage beantworte ich gerne, denn je mehr Interessenten vorher über eine Farbberatung wissen, umso besser können Sie sich entscheiden, sie (hoffentlich bei mir!) zu buchen.

Wie komme ich an eine Farbberatung?

Greenery Pantone Farbe des Jahres / Color of the Year 2017 Farbberatungstücher von ColorCircus für individuelle Farbberatungen

Kunden finden mich über die Website, den Blog, die Beschriftung auf dem Auto oder melden sich auf Empfehlung bei mir. Der erste Kontakt findet per E-Mail oder telefonisch statt. Dabei gibt es Kunden, die vor der Terminbuchung keine Fragen haben, weil sie genau wissen, dass sie eine Farbberatung bei mir buchen möchten. Es gibt aber auch potenzielle Kunden, die vor der Entscheidung einige Punkte klären möchten, was den Inhalt und Ablauf der Beratung angeht, und mehr über mich wissen möchten.

Wenn alles geklärt ist, werden ein Termin und der Ort der Beratung ausgemacht. Privatkunden buchen mich am liebsten möglichst kurzfristig, Firmen planen bis zu über einem Jahr im Voraus. So füllt sich mein Kalender mit langfristigen und spontanen Terminen. Der Artikel hier bezieht sich inhaltlich auf zweistündige Beratungen von Privatkunden jeden Geschlechts. In Hamburg und Umgebung findet die Beratung meistens zu Hause bei Kunden statt und ich bringe das Arbeitsmaterial mit. Alternativ kommen Kunden zu mir.

Vorbereitung einer Farbberatung

Farbberatungstücher von ColorCircus in Blautönen

Bei der Terminvereinbarung gebe ich Kunden auf, was sie für die Farbberatung vorbereiten können. Dazu gehört unter anderem

  • Bitte keinen Selbstbräuner verwenden, weil der die Haut gelblich-warm einfärbt. Wenn jemand ein kühler oder warm-kühler Farbtyp ist, würde das mit Selbstbräuner auf der Haut nicht zu erkennen sein.
  • Eventuelle Haarfärbetermine bitte nicht kurz vor der Beratung wahrnehmen, damit ich Deine echte Haarfarbe mindestens am Ansatz sehen kann.
  • Für die Farbberatung ist es wichtig, ungeschminkt zu sein, damit zu sehen ist, was zu den natürlichen Farben passt.
  • Ich bitte darum, Kleidung und Accessoires herauszulegen oder mitzubringen, die farblich und ggf. im Stil ideal erscheint, aber auch Fragezeichenteile zu zeigen. Nach der Bestimmung des Farbtyps ist dann meistens schon klar, warum Lieblingsteile so gemocht werden und warum die Fragezeichenteile besser an jemand anderem aussehen oder was zur Kombination fehlt.

Ablauf einer Farbberatung

  • Die Beratung beginnt mit einem Gesprächsteil, bei dem ich herausfinde, was meinen Kunden wichtig ist, um sie entsprechend beraten zu können. Ich habe einen ausgedruckten Analysefragebogen dabei, den ich durchgehe und mir dazu Notizen mache. Selbstverständlich frage ich vorher, ob es in Ordnung ist, wenn ich Notizen mache und unterlasse das, wenn jemand das ablehnt. Anhand der Notizen checke ich am Ende der Beratung, ob wir alle Punkte beachtet haben. Die Notizen helfen mir nebenbei auch hinterher, mich an die Beratung zu erinnern, wenn Kunden nach Jahren erneut auf mich zukommen mit einer Frage oder einer ergänzenden Buchung für eine Stilberatung oder Einkaufsbegleitung. Zu meinen häufig gestellten Analysefragen gehören zum Beispiel
    • Was ist der Anlass für die Beratung?
    • Was ist das Ziel der Beratung?
    • Wie reagiert Dein Umfeld, wenn Du etwas veränderst?
    • Was machst Du beruflich? Wie ist der (ungeschriebene) Dresscode?
    • Was für Kleidung trägst Du in der Freizeit?
    • Was ist Dein Lieblingskleidungsstück? Weshalb?
    • Gibt es jemanden, der für Dich immer gut angezogen aussieht? Was gefällt Dir an dieser Person?
    • Was sind Deine Fehlkäufe?
    • Was ist Deine Lieblingsfarbe? Welche Farbe magst Du gar nicht?
    • Trägst Du Make-up? Accessoires? Welche Farben bevorzugst Du dabei?
    • Was für ein Typ bist Du? Offen oder eher im Hintergrund?
    • Wie möchtest Du auf andere Menschen wirken?
  • Anhand von kleinen Farbkreisen mit Farbauszügen der jeweiligen Farbtypen gebe ich dann eine Einführung in die zehn Farbtypen. Dabei erkläre ich das System mit den Unterscheidungen der Farben in warm/kühl, hell/dunkel, leuchtend/gedeckt und den möglichen Mischungen daraus. Anhand kleiner Stoffstücke in Silber und Gold demonstriere ich mit Hilfe der Farbkarten, wie zueinander passende Farben wirken und wie ein harter Bruch aussieht. Silber ist die kühlste Farbe, Gold die wärmste, deshalb kann man es mit diesen beiden Farben im Kontrast am besten erkennen. Ich frage, welcher Farbtyp jemand gerne wäre und welcher er vermutet zu sein.
  • Jetzt beginnt die eigentliche Farbtypbestimmung. Der Kunde nimmt seinen Platz vor einem Spiegel mit Tageslichtlampen ein. Ich betrachte die Haar-, Augen- und Hautfarbe und schätze ein, wie warm/kühl, hell/dunkel und leuchtend/gedeckt sie sind. Wenn jemand gefärbte Haare hat, werden die mit einer weißen Einmal-Papierhaube abgedeckt. Außerdem wird die Kleidung mit einem weißen Umhang abgedeckt. Dabei fühlt man sich dann ein bisschen wie beim Friseur: Das Licht ist fies und man sitzt unter einem Umhang.
  • Ich beginne damit, Farbtücher in vier verschiedenen Nuancen einer Farbe in Gesichtsnähe auf den Umgang zulegen. Dabei sind die Analysefarbtücher immer in der gleichen Reihenfolge passend zu den Farbtypen nach Jahreszeiten sortiert. Damit sich die Augen langsam an die verschiedenen Farben gewöhnen können, beginne ich mit hellen Farben und ende mit den dunklen.
  • Zuerst schauen wir Weißtöne an: Gelbliches Cremeweiß für die Frühlingsfarbtyp, leicht gebrochenes Eierschalweiß für den Sommerfarbtyp, Elfenbeinweiß für den Herbstfarbtyp und Schneeweiß für den Winterfarbtyp. Meistens sieht man schon bei diesen kleinen Unterschieden in den Weißtönen, ob die wärmeren oder kühleren besser sind. Es geht dann weiter mit den Viererfarbreihen Rosa, Rot, Grün, Gelb, Blau und Braun. Meistens gibt es von jeder Farbe eine passende Nuance. Zwischendrin lege ich auch große Tücher in Gold und Silber auf.
  • Nach dem Betrachten der Wirkung der Viererfarbreihen ist klar, aus welcher Farbrichtung der Farbtyp ist. Wenn immer Farben aus genau einer Jahreszeit am besten sind, betrachten wir weitere dazu passende Farbtücher. Wenn aber aus mehreren Jahreszeiten Farben passen, ist derjenige ein Mischfarbtyp, der dann mit ergänzenden Tüchern genauer bestimmt wird. Am Ende lege ich alle passenden Farbtücher zusammen fächerartig auf, die ein schön stimmiges Bild mit dem Gesicht ergeben. Dann händige ich den entsprechenden Farbfächer aus und zeige, wie man damit arbeiten kann, um dazu passende Farben zu erkennen.
  • Jetzt ist der Moment gekommen, um die vorher herausgelegten Sachen mit den neuen Erkenntnissen zu betrachten und die mögliche Umsetzung zu besprechen. Auf Wunsch gebe ich dann unter Beachtung der Gesichtsform auch Tipps zur Haarfarbe, Frisur, Brille und Schmuck.
  • Bezahlt wird nach der Beratung in bar gegen Quittung.

Farbberatung Sommerfarbtyp Blaunuancen

Nachsorge

Wenn sich im Nachhinein Fragen zur Farbberatung ergeben, stehe ich dafür per E-Mail und telefonisch zur Verfügung. Wenn mir jemand Links zu Onlineshops schickt mit der Frage, ob das ausgesuchte Teil dem entspricht, was wir besprochen haben, oder Fotos von eigenen Outfits, gebe ich gerne ein Feedback dazu. Weil das dazu beiträgt, dass die Beratung umgesetzt wird, investiere ich diese Zeit gerne.

Geplauder aus dem Nähkästchen einer Farbberaterin

Wie Rena in ihrer Frage bereits durchklingen lässt, ist es schwer zu erzählen, was ich als Farbberaterin erlebe, ohne meinen Kunden gegenüber indiskret zu sein. Die Beratung ist deutlich dichter an der Persönlichkeit und der Privatsphäre, als es im ersten Moment den Anschein hat. Kleidung ist unsere zweite Hülle nach der Haut und die ist von der Seele nicht weit entfernt. Außerdem lassen mich Kunden in ihre privaten Räume.

Eine meiner ersten Kundinnen brach in Tränen aus bei meiner Einstiegsfrage, was der Grund für die Beratung sei. Dabei habe ich gelernt, dass es hilfreich ist, Taschentücher griffbereit zu haben. Außerdem habe ich gelernt, mitzufühlen, aber nicht mitzuweinen – auch wenn es das in Einzelfällen echt tiefes Durchatmen erfordert. In solchen psychologisch anspruchsvollen Momenten hilft mir meine Erfahrung als Mediatorin, wertschätzend und unterstützend damit umzugehen.

Gerade weil viele Menschen eine Farb- und/oder Stilberatung buchen, wenn sie sich in Veränderungsprozessen befinden, spielen Gefühle eine immense Rolle dabei. Wer bin ich? Wer will ich sein? Wie kann ich das äußerlich zeigen? Klar habe ich auch Kunden, die sich eine Beratung einfach nur so außer der Reihe gönnen, weil sie sowas schon immer mal machen wollten. Die meisten haben aber einen Anlass dafür, zum Beispiel

  • berufliche Veränderungen durch Jobwechsel oder Beförderungen, die anderes Auftreten erfordern, bis hin zum Ende der Berufslaufbahn und Eintritt in die Rente ohne Dresscode und dem Wunsch nach einem neuen passenden Look.
  • körperliche Veränderungen nach Schwangerschaften, Wechseljahren, Krankheit.
  • private Veränderungen wie Trennungen und Todesfälle in der Familie.

Was ich dabei immer wieder erlebe, ist die Erleichterung meiner Kunden, wenn sie sehen, mit wie wenig Mitteln sich positive Veränderungen erzielen lassen. Bei den meisten Menschen passen bereits 80% und ich arbeite mit ihnen gemeinsam an der Optimierung der letzten 20 %. Herausfordernder für alle Beteiligten sind die Beratungen, bei denen vielleicht erst 20 % passen und größere Veränderungen anstehen.

Ich werde manchmal gefragt, ob es Kunden gibt, bei denen fast alle Farben im Schrank nicht passen und wie das dann für diese Personen sei, das zu sehen und zu hören. Ja, gibt es. Selten, aber ja. Im ersten Moment ist es für denjenigen hart, zu erkennen, dass fast alle Sachen keinesfalls optimal sind. Aber im zweiten Moment kommt meistens die Erkenntnis: ENDLICH weiß ich, was mein Problem bisher mit Kleidung war!

Das sind nämlich genau die Menschen, die sich immer irgendwie unwohl gefühlt haben und das Gefühl hatten, dass schöne Kleidung unheimlich schwer zu finden wäre. Lustigerweise haben diese Menschen meistens bereits ein Kleidungsstück in optimaler Farbe im Schrank, das sie lieben und für das sie in der Vergangenheit schön häufiger Komplimente bekommen haben. Während der Beratung erkennen sie dann, warum!

Besonders wichtig ist dann, die Veränderung langsam anzugehen. Es geht auch in so einem krassen Fall nicht darum, alles farblich nicht Ideale aus dem Schrank zu schaffen, sondern vor allem bei Neuanschaffungen die Erkenntnisse umzusetzen. Mit kleinen Farbakzenten in Gesichtsnähe kann man nicht so gute Farben aus dem bisherigen Sortiment an das neue Farbschema anpassen. Ein einziger Schal in einer idealen Farbe, die sich gut kombinieren lässt, kann da schon Wunder bewirken.

Was möchtest Du wissen, bevor Du Dich für eine Farbberatung entscheidest?

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