Typberatung als Weihnachtsgeschenk

Gutschein Kreide Muster Ines Meyrose e.K. - image&impression

Du wünscht Dir zu Weihnachten etwas, das nicht in der Ecke einstaubt, sondern sogar dafür sorgen kann, dass Du am Ende weniger Sachen im Kleiderschrank hast und mit denen glücklicher bist?

Wenn Du (fast) nur noch Kleidung und Accessoires im Kleiderschrankschrank hast, die in Farbe, Stil und Größe genau zu Dir passen, brauchst Du weniger Sachen und sparst auf Dauer Geld, weil Du

  • weniger Sachen besitzen wirst und
  • Fehlkäufe auf ein absolutes Minimum reduzieren kannst.

Wenn das Dein Wunsch ist, kann eine Typberatung bei mir der Schritt in die Richtung sein. Wünsche Dir einen Gutschein zu Weihnachten, mache einen Termin fürs neue Jahr mit mir aus und starte mit gestärktem Selbstbewusstsein in ein gutes Modejahr 2020!

image&impression Individuelle Image-, Stil- und Farbberatung

Die aktuelle Preisliste – natürlich gelten auch für Gutscheine, die in 2020 eingelöst werden, noch die Preise von 2019, wenn der Gutschein in 2019 gekauft wird – findest Du hier => Preisliste image&impression. Auf der Firmenwebsite findest Du auch alle weiteren Details zu Gutscheinen und besonderen Arrangements.

Ich freue mich auf Dich!

Herbstgelb

Kaschmirrollkragenpullover Fully Fashioned in Maisgelb ohne Nähte in einem Stück gestrickt

Ein Gelb, wie die Natur es in diesen Tagen zeigt

Es ist ein sattes, gedecktes Gelb mit einem Hauch von Orange – aber es ist ein Gelb, kein Orange. In CMYK für einen Druck würde ich es vermutlich mit C000 M030 Y100 K000 mischen. Bei einem Spaziergang durch die Natur sehe ich im November an jeder Ecke Blätter in dieser Färbung. Die Farbe ist perfekt für Herbstfarbtypen und schön im Kontrast mit Blau. Es erinnert mich an

  • das herbstlich-goldene Laub von Birken im Sonnenschein
  • Kürbisgelb
  • Maisgelb.

Maisgelb mit Dunkelblau am Herbstfarbtyp

Ines Meyrose – Outfit mit Herbstfarben 2019 – Kaschmirrollkragenpullover in Maisgelb Fully Fashioned ohne Nähte in einem Stück gestrickt zu blauer Stretchjeans und blauen Stiefeletten – Ü40 Bloggerin – Herbstfarbtyp

Susanne Nagel hat hier im Blog im Oktober den Gastbeitrag Pullover – die Qual der Wahl in Form und Material veröffentlicht. Ich finde es auch nicht einfach, schöne Pullover auszuwählen, wenn es kein schmales klassisches Modell sein soll. Umso mehr freue ich mich, diesen Pullover gefunden zu haben.

Das Besondere an dem Pullover ist, dass er fully fashioned ohne Nähe in einem Stück gestrickt ist. Vorder- und Rückteil sind sogar gleich gestrickt, soweit ich das erkennen kann. Der Kragen kann locker fallend oder als umgeschlagener Rollkragen getragen werden. Was wie Nähte wirkt, ist durch Maschen erzeugt.

Ines Meyrose – Outfit mit Herbstfarben 2019 – Kaschmirrollkragenpullover Fully Fashioned in Maisgelb ohne Nähte in einem Stück gestrickt – Ü40 Bloggerin - Herbstfarbtyp

Der Pullover ist in der Silhouette V-förmig, weshalb ich ihn erst gar nicht anprobieren wollte, weil ich Bedenken hatte, dass er oben zu viel Volumen geben und die Hüften betonen würde. Es ist aber das Gegenteil der Fall. Er fällt oben locker und ich finde, dass er die Hüften eher schmaler als breiter wirken lässt durch das Volumen oberhalb der Hüften.

Ines Meyrose – Outfit mit Herbstfarben 2019 – Kaschmirrollkragenpullover in Maisgelb Fully Fashioned ohne Nähte in einem Stück gestrickt zu blauer Stretchjeans und blauen Stiefeletten – Ü40 Bloggerin – Herbstfarbtyp

Er kann komplett lang herabhängend getragen werden, aber auch geschoppt oder vorne mit Half Tuck, wenn jemand einen längeren Oberkörper hat als ich. Bei schmaleren Hüften könnte man alternativ einen Hüftgürtel über dem Pullover tragen. Obwohl die Armlöcher recht weit sind, passt der Pullover dennoch unter meine normalen Winterjacken, weil er dünn ist.

Ines Meyrose – Outfit mit Herbstfarben 2019 – Kaschmirrollkragenpullover in Maisgelb Fully Fashioned ohne Nähte in einem Stück gestrickt zu blauer Stretchjeans und blauen Stiefeletten – Ü40 Bloggerin – Herbstfarbtyp

Drücke mir bitte die Daumen, dass das hauchfeine Kaschmir meinen Lifestyle überlebt. Ich rate gerne großspurig dazu, nichts totzuschonen und aufzusparen, aber er war sehr teuer und ich habe doch ein wenig Angst, ihn mit Flecken oder Ziehfäden zu verderben.

Aber auch für mich gilt: Augen zu und durch! Bevor am Ende irgendwann im Schrank die Motten über das gute Stück herfallen, zertrage ich ihn lieber selbst. Kann also gut sein, dass ich diesem Winter häufiger damit im wahren Leben zu sehen bin. Und hoffentlich auch im nächsten und übernächsten!

Wie nennst Du diese Gelbnuance? Bist Du im Team Aufsparen oder Gebrauchen?

Suchbegriffe, die auf diesen Blog geführt haben #17

Ines Meyrose, 47, mit Gerlinde Vigenschow, 93.

Im Alter immer mehr Zimperlein

Tja Schätzchen, da kann ich nur sagen: Gewöhne Dich daran, das wird nicht mehr besser! Ich, 48, möchte gar nicht wissen, was da noch alles kommt. Zu Beruhigung verweise ich auf die Blogparade über die schönen Seiten des Älterwerdens. Die Beiträge finde ich durchweg aufmunternd und meine Ü90 Schwiegermutter hat immer noch Pläne. Trotz Zipperlein kann man es sich im Alter nett machen.

Was braucht eine Frau im Kleiderschrank?

Was zum Anziehen :) . In den Serien Grundausstattung – Was “braucht” eine Frau Ü40 im Kleiderschrank? und RADIKAL MINIMAL habe ich gezeigt, aus was meine Grundausstattung besteht und was ich wählen würde, wenn ich aus jeder Kategorie nur ein Teil besitzen dürfe. Ich denke, da sind Anregungen zu finden, was eine Frau im Kleiderschrank braucht. Was sich aktuell in meinem befindet, kannst Du bei der Kleiderschrankinventur Herbst 2019 lesen.

Qualität Samtmantel

Samt ist ein Gewebe mit darüberliegendem, eingearbeitetem Fadenflor, durch den er so weich wird. Gewebe bis maximal drei Millimeter Florhöhe werden als Samt bezeichnet. Bei höherem Flor spricht man von Velours oder Plüsch. Bei der Beurteilung der Qualität des Stoffs ist wichtig, dass es sich um echten Samt mit Fadenflor handelt. Es gibt auch unechten Samt, der Flocksamt genannt wird, bei dem die kuschligen Fasern aufklebt anstatt eingewebt werden. Dass sich ein ins Gewebe eingearbeiteter Flor weicher und besser anfühlt als ein aufgeklebter, kannst Du Dir vorstellen, oder?

Neben der Fertigung gibt es Materialunterschiede bei den Fasern. Samt kann aus Seide, Baumwolle oder Kunststofffasern gefertigt werden, was sich auf das Tragegefühl auswirkt. Accessoires bevorzuge ich aus Seidensamt, Kleidungsstücke können auch aus anderen Fasern angenehm zu tragen sein. Ansonsten gelten natürlich auch für einen Samtmantel die Qualitätsmerkmale guter Kleidung, über die ich 2018 gebloggt habe.

Was trägt man unter einer rosa Steppweste?

Ines Meyrose #ootd mit leichter gelb-grüner Steppweste von Camel Active im Beitrag Tipps zum Kauf einer Steppweste

Bei diesem Suchtreffer bin ich mir sicher, dass es bis heute keinen exakt passenden Beitrag als Antwort gab, weil ich bisher nicht über eine rosa Steppweste geschrieben habe. Im Beitrag 10 Tipps zum Kauf einer Steppweste erfährst Du, nach welchen Kriterien ich Steppwesten kaufe. Neben der gelben Steppweste auf den Beitragsfotos von 2016 besitze ich inzwischen zusätzlich das Nachfolgermodell noch in dunkelblau. Beide trage ich gerne, wobei sich die dunkelblaue bei mir als Jeansträgerin deutlich einfacher kombinieren lässt. Dafür sieht sie langweiliger hanseatischer aus. Wir wissen bekanntlich: Irgendwas ist immer.

Um die Frage zu beantworten, was man unter einer Steppweste tragen kann, ist die Frage des Gesamtoutfits zu klären. Ich trage Steppwesten nie aus optischen Gründen, sondern weil ich einen warmen Korpus haben möchte. Dennoch möchte ich, dass es ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Ich kombiniere Steppwesten zu legeren Looks mit Jeans. Unter die Steppweste passt

  • eine Jeansjacke, wenn die alleine zu dünn wäre.
  • eine weiße Bluse, wenn der Look clean wirken soll.
  • ein T-Shirt, wenn der Look sportlich ist.
  • ein Rollkragenpullover, wenn es draußen herbstlich wird.

Zum Teil der Frage, was unter eine rosa Steppjacke passt, lautet meine Antwort: Jede Farbe, die Du zu Rosa leiden magst. Rosa ist eine Farbe, die Sommerfarbypen besonders gut steht. Die Farben des Sommerfarbtyps sind hell, pastellig, kühl. Sanfte Beerenfarben, Aquatöne, verwaschene Blautöne, Offwhite, Hellgrau, aber auch Dunkelblau gehören dazu. Ich finde es schön, wenn sich Farben in einem Outfit wiederholen und eine Farbklammer ergeben. Du kannst aber natürlich auch mit Kontrasten arbeiten, wenn Du das lieber magst, und kühle oder leuchtende Farben dazu tragen. Zur rosa Steppjacke würde ich farblich zum Beispiel kombinieren

  • rosa Sneaker
  • blaue oder graue Jeans
  • weiße Bluse oder Longsleeve
  • wenn man Muster mag: Oberteil rosa gemustert
  • hellgrauen Schal.

Also alles eher dezent, weil Rosa eine zarte Farbe ist. Wenn Du die Silhouette strecken möchtest, trägst Du die Steppweste offen und schaffst darunter eine vertikale monochrome Linie mit

  • dunkelblauem Oberteil
  • dunkelblauer Jeans
  • dunkelblauen Schuhen.

Für einen hellen kannst Du die dunkelblauen Sachen durch weiße oder hellgraue ersetzen. Bei diesem Look strecken die durchgehenden Farben und die vertikale Linie, die durch die offene Weste entsteht. Das Auge des Betrachters schaut von oben nach unten und nicht von links nach rechts. Das ist das Geheimnis dabei.

Was würdest Du unter einer rosa Steppjacke tragen?

Geht doch #11 Zweireiher – hanseatischer Marine-Look im Herbst mit Cabanjacke

Ines Meyrose - Outfit mit dunkelblauer Cabanjacke im hanseatischen Marine-Look im Herbst 2019 - Ü40 Bloggerin - Portrait - Copyright Foto Gunda Fahrenwaldt

Copyright Foto: Gunda Fahrenwaldt

Was ist ein Zweireiher?

Ein Zweireiher, auch Doppelreiher genannt, ist ein Blazer, Mantel oder Jacke, der zwei Knopfleisten auf der Vorderseite hat. Dabei können die Knöpfe in der Vertikalen übereinander parallel ausgerichtet sein oder nach oben hin auseinander laufen. Alternativ gibt es zum Beispiel den Einreiher, eine verdeckte Knopfleiste oder gar keinen Verschluss auf der Vorderseite wie bei Schalkragen. Heute geht es hier nur um Jacken mit sichtbaren Knöpfen.

Stilberatung: Was sind die Tücken beim Zweireiher?

Das Auge des Betrachters verlängert immer Linien. Beim Einreiher schaut man automatisch von oben nach unten, er streckt. Beim einfachen Doppelreiher schaut man nach oben, aber auch bereits zur Breite. Beim Doppelreiher mit oben auseinander laufenden Knöpfen schaut man oben sehr stark zur Breite, er betont Busen und Schultern. Außerdem schaut man im Bauchbereich auf ein Rechteck, was auch eher breit als längs wirkt.

In der Grafik kannst Du an den Pfeilen sehen, wie die Knöpfe die Blickrichtung steuern. Immer, wenn Du bei einem Kleidungsstück unsicher bist, welche Stellen es verbreitert oder schmaler macht, schau nach Linien, die Dein Auge verlängert. Dann siehst Du sofort, wie es auf andere wirkt.

Einreiher, Zweireiher und Zweireiher mit nach oben auseinander laufender Knopfreihe

Frauen mit großer Oberweite oder kleiner Statur rate ich in Stilberatungen meistens von Doppelreihern ab. Doppelreiher sehen in der Regel an großen Menschen besser proportioniert aus als an kleinen. An großen Menschen funktionieren sie manchmal sogar bei breiten Schultern oder viel Bauch, weil es das Stattliche der Figur betont.

Warum Geht doch! bei dieser maritim-hanseatischen Cabanjacke?

Ines Meyrose - Outfit mit dunkelblauer Cabanjacke im hanseatischen Marine-Look im Herbst 2019 - Ü40 Bloggerin - Copyright Foto Gunda Fahrenwaldt

Copyright Foto: Gunda Fahrenwaldt

  • Die Knöpfe des Cabans haben die gleiche Farbe wie der Stoff. Wären sie hell, würde die verbreiternde Wirkung viel stärker sein, weil das Auge stärkere Ankerpunkte bekäme.
  • Die Knöpfe sind in zwei parallelen Linien angebracht, so man wenigstens etwas von oben nach unten schaut, auch weil es mehr Knöpfe in der Länge als in der Breite sind.
  • Es gibt Blazer, Jacken und Mäntel mit hohem oder tiefem, schmalem oder breitem Revers. Dieses Revers ist hoch, es lenkt den Blick also nicht auf den Busen, sondern zu den Schultern, die mir bei gerne betont werden dürfen. Da macht es dann nichts, dass es zu meiner eher kleinen Statur mit 1,65 m ein breites Revers ist, was mich erschlagen würde, wenn es tiefer wäre.
  • Die Taschen sind in Längsrichtung platziert und es sind eingesetzte Taschen ohne Patten. Beide Aspekte strecken.
  • Der matte, dunkle Stoff schluckt Licht, so dass das Körpervolumen gar nicht so einfach auszumachen ist.
  • Bei einem kurzen Blazer ist die Wirkung der zwei Knopfreihen
    extremer als bei einem Mantel, weil die Länge des Kleidungsstücks die
    Wirkung der Knöpfe noch etwas ausgleichen kann. Ich trage deshalb
    keinen Blazer mit zwei Knopfreihen, aber der Kurzmantel oder lange
    Jacke, wie man auch immer den Caban bezeichnen mag, funktioniert deshalb.
  • Zudem ist es eine Frage der Kombination: Der blaue Komplettlook bis hin zu den Schuhen streckt aus Ausgleich. Die Ärmel habe ich eine Saumlänge kürzen lassen, damit ich nicht darin versinke. Das helle orangefarbene Tuch in der Komplementärfarbe zur Jacke lenkt den Blick zum Gesicht.
  • Wenn ich nur einen Knopf schließe, nehme ich den obersten, weil die Cabanjacke dann schön A-förmig fällt und nicht mehr ganz so steif wirkt.
Ines Meyrose - Outfit mit dunkelblauer Cabanjacke im hanseatischen Marine-Look im Herbst 2019 - Ü40 Bloggerin - Copyright Foto Gunda Fahrenwaldt

Copyright Foto: Gunda Fahrenwaldt

Danke an Gunda für die Fotos, die auf einem Bloggertreffen mit Gunda und Sabine Gimm im Oktober entstanden sind. Wir haben einen schönen sonnigen Herbsttag zusammen genossen. Die Farben auf den Fotos wirken so unterschiedlich, weil sie mit verschiedenen Kameras aufgenommen wurden, meinem Smartphone und Spiegelreflex. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen …

Ines Meyrose - Outfit mit dunkelblauer Cabanjacke im hanseatischen Marine-Look im Herbst 2019 - Ü40 Bloggerin - Copyright Foto Gunda Fahrenwaldt

Copyright Foto: Gunda Fahrenwaldt

Hier geht es zu den anderen Beiträgen der Reihe Geht doch! – Kleidungsstücke und Accessoires, die Risiken und Nebenwirkungen haben können.

Wie stehst Du zu Zweireihern und dem Klassiker Cabanjacke?

Vor der Umkleidekabine – 3 Tipps der Personal Shopperin

Ines Meyrose Outfit 20190102 mit kurzer Steppjacke / Daunenjacke von Gil Bret – Gold am Herbstfarbtyp – Ü40 Bloggerin

  1. Zieh die Socken aus.
  2. Zieh die Schuhe an.
  3. Nimm einen zweiten Spiegel für die Kehrseitenansicht.

Erstens gilt für Kleider, Röcke, Shorts – alles, was Du ohne ebendiese Socken oder Strümpfe tragen möchtest. Du kannst die Proportionen im Spiegel deutlich besser beurteilen, wenn die Socken nicht ablenken.

Auf Strumpfsocken oder barfuß verlässt Du eher selten bis nie das Haus, oder? Also schau Dir das Gesamtbild bitte mit Schuhen an, bevor Du eine Kaufentscheidung triffst. Dass Du den zehnten V-Ausschnitt-Pullover ohne die passenden Schuhe treffsicher auswählen kannst, glaube ich Dir unbesehen. Aber kannst Du das auch bei einer Hose mit ungewohnter Länge oder erst recht einem Kleid oder Rock? Wenn Du gezielt einkaufen gehst, nimm am besten die Schuhe mit oder trage sie direkt, die Du zu dem Objekt Deiner Begierde für tragbar hältst.

Sich nicht nur von vorne und von der Seite anzusehen, sondern auch einen Blick nach hinten zu werfen, finde ich selbstverständlich. Wenn Du aber nur einen Schulterblick wirfst, verdrehst Du dabei den Rücken und ggf. auch die Hüften schräg, so dass Du gar nicht genau sehen kannst, wie das Ober- oder Unterteil wirklich fällt. Zeichnet etwas ab? Ist etwas zu eng oder weit? Das verrät Dir ein Blick in einen zweiten Spiegel viel besser. Zur Not nimm Deine Kamera im Smartphone mit Selfie-Einstellung zur Hilfe, wenn in der Kabine kein zweiter Spiegel zur Verfügung steht.

Warum vor und nicht in der Umkleide?

Komm raus, wenn ein Teil in Frage kommt. Schau es Dir mit einiger Entfernung zum Spiegel an. Du siehst dann viel besser, wie Du damit wirkst, als wenn Du es nur von dichtem im Kabinenspiegel betrachtest. Dabei immer einen Blick auf die Wertsachen in der Kabine zu haben, ist natürlich obligatorisch. Mit etwas Entfernung zum Spiegel kannst Du auch direkt viel besser sehen, wenn Muster zu klein oder groß und Farben zu grell oder langweilig sind.

Vor der Umkleidekabine kannst Du außerdem ein Feedback vom Verkaufspersonal, der Begleitung oder anderen Kunden bekommen. Wenn Du zum Beispiel siehst, dass jemand in der Nachbarkabine offenbar einen guten Geschmack und Blick hat, frage ruhig auch mal die fremde Person nach einer Meinung. Die kommt dann meistens erstaunlich unverblümt und direkt. Ansonsten gilt für mich wie immer der Grundsatz: Keine Beratung ohne Auftrag. Wenn Du die Auswahl der Menschen in der Nachbarkabine kommentieren möchtest, empfehle ich zu fragen, ob ein Feedback gewünscht ist – was bei mir noch nie abgelehnt wurde.

Einkaufsbegleitung – Shoppen mit dem Profi

image&impression Individuelle Image-, Stil- und FarbberatungDu bist Dir immer wieder unsicher, was Dir aus der aktuellen Mode steht und ob es wirklich eine gute Wahl ist, das Teil zu kaufen? Du stehst immer wieder auf Strümpfen und halb angezogen in der Kabine und möchtest andere Größen und Farben zur Anprobe haben, ohne nach einer Verkäuferin zu rufen oder Dich dafür wieder anzuziehen, um selbst durch den Laden zu laufen? Dafür bin ich als Personal Shopper da!

Du gibst mir vorher Deine Wünsche und Budget auf und wir schauen gemeinsam vor Ort, wie wir das in Einklang bringen. Dabei flitze ich für Dich durch den Laden und organisiere herbei, was zu finden ist. Feedback meiner Kund_innen dazu findest Du bei den Kundenstimmen von image&impression, ebenso die Preisliste.

Was ist Dein bester Tipp für die Umkleidekabine?

Pullover – die Qual der Wahl in Form und Material

Gastbeitrag von Susanne Nagel formerly known as Rotlilie

Susanne Nagel – Outfit mit Pullover im Zopfmuster - V-Ausschnitt rosa – Copyright Foto Nagel

Copyright Foto Nagel

Die zyklische Nachfrage von Ines, welche Modefragen dringend geklärt werden müssten, hatte zur Folge, dass ich mich anbot, meine Gedanken zum Thema Pullover aufzuschreiben. Bei gefühlten 45 Grad waren die Sommerwochen keine gute Ausgangsbasis für Wolliges. Nun ist der Herbst da und ich scanne meinen Kleiderschrank und halte Ausschau nach Exemplaren, um in blumigen Worten meinen Lieblingspullover vorzustellen und stelle fest, dass ich ein echtes Problem damit habe, weil ich keinen finde, der meinen Ansprüchen gerecht wird.

Ich könnte mich den Alternativen zuwenden: Shirts oder Blusen plus Strickjacke. Das tue ich auch, aber irgendwie hat frau gelernt, dass ein Pullover zur Grundausstattung gehört. Er wärmt, man kann sich einkuscheln, er ist ein leicht handhabbares Kleidungsstück und passt zu fast allen Gelegenheiten. Dem möchte ich auch gern folgen. Um Euch ein Stilbild von mir zu vermitteln, hat Ines mich gebeten, die Tabelle auszufüllen, die Ihr von ihrem Stilprofil kennt.

Stilprofil Susanne Nagel August 2019

Alter Best Agerin
Farbtyp Wintertyp mit gelegentlich sommerlicher Anmutung
Augenfarbe Braun
Hauttyp Hell, im Sommer dunkel, kühler leicht gelber Unterton
Haarfarbe Braun, die Farbe kommt meiner natürlichen sehr nahe
Gesichtsform Oval
Figurtyp X
Körperlänge 1,68 m
Oberkörper Kurz
Beine Lang
Taille Vorhanden
Oberweite 85 D /80 E je nach Marke
Oberteile 40
Hosen 40, wenn sie groß ausfallen 38, 30 Inch, 32er Länge
Schuhe 40, bevorzugt mittelhohe Blockabätze
Kleidungsstil High Class Leger Chic mit Twist – irgendwas muss immer bisschen schräg sein!
Muster Uni bevorzugt, wenn Muster dann graphisch
Kontraste Gerne hell-dunkel, kühl, Blau, Grün, Beerentöne
Accessoires Immer: Ohrringe – Ringe oder Perlen oder Bügel, es darf auch etwas Kitsch und großflächig sein, neuerdings immer Uhr, manchmal Armbänder
Brille Arbeitsplatzbrille – muss gerade erneuert werden, ich nehme, was da kommt, eher mit Rand, dunkel bzw. kräftige Farben
Fokus Oberkörper strecken, Dekolleté betonen
Kaschieren Kurze Taille, hoher Rippenbogen
Betonen Beine, Fesseln

Warum mir ein Pullover so viel Kopfzerbrechen bereitet

  • Strickwaren sind in der Regel aus leicht flauschigem Material, das den Körper oft fülliger erscheinen lässt.
  • Ich habe einen größeren Busen. Dafür sind runde Ausschnitte ungeeignet, zu flächig, der Oberkörper wird zu stark betont.
  • Weite Schnitte ebenso, alles, was durch den Busen vom Körper absteht, macht mich dicker, als ich eigentlich bin. Kaschieren funktioniert so nicht.
  • Spitze und tief zulaufende Ausschnitte passen gut, aber im Umfang darf das Teil auch nicht zu weit sein, gleiches Problem wie oben.
  • Meine kurze Taille in Kombination mit einem hohen Rippenbogen sind leider zwei Ausschlusskriterien für eng anliegende Pullover, die zwar meiner X-Silhouette schmeicheln würden, aber aufgrund des leicht vorstehenden Oberbauches nicht gut funktionieren.
  • Rückenteil länger als Vorderteil – wie seit einigen Jahren angesagt: wegen Punkt 2 und 3 nicht tragbar, die Länge wird problematisch, sobald die Hüften bedeckt sind.
  • Enge Bündchen, sowohl an den Ärmeln als auch an der Taille bzw. Hüfte, stauchen sämtliche Proportionen und sind eigentlich nur für sehr schmale Frauen geeignet.
  • Trompetenärmel – hui, das wird schwierig, überhaupt, dieses ganze Statement-Gedöns!
  • Richtig dicke Garne gehen nur selten gut, siehe unten.
  • Pullover über Blusen – finde ich persönlich sehr schön, ich bin ein Fan von Layering-Looks. Blusen bremsen aber den Fall des Pullovers und ständig muss man alles neu in Form bringen, außerdem tragen sie auch auf.
  • Oversized mit gewollt überlangen Ärmeln oder besonders weiten Schnitten macht keine gute Figur.
  • Die gerade angesagte Kombination aus langem Rock mit weiterem Pulli aus mitteldickem Garn in Knallfarbe (möglichst am Arm noch gerafft) sieht bei mir – mit Verlaub – geschossen aus. Never!
  • Helle Farben, großflächige Muster, Statements, Glitzer, Glamour und Effektgarne funktionieren bei mir maximal im Ton-in-Ton Effekt.

Alternativen zu Pullovern

Als ich der Frage nachging, wurde mir auch klar, warum ich so gern Kleider trage und immer wieder kaufe. Mit dem richtigen Schnitt und aus schönen Stoffen passen sie mir ohne Kompromisse. Ich fühle mich in Kleidern immer gut angezogen und überhaupt nicht overdressed.

Ich bin auch ein Kleid-über-Hose-Fan, knielange Shiftkleider ersetzen mir so manchen Pullover. Und ich mag lange verschlusslose Strickjacken über Shirt, Bluse und Kleid. Einziges Manko: Viele Mäntel sind für diese Variante leider zu kurz oder die Jacken zu lang, je nach Perspektive.

Geht doch! Details zur Kompromissfindung

Susanne Nagel – Outfit mit Pullover V-Ausschnitt rot – Copyright Foto Nagel

Copyright Foto Nagel

Ich trage Pullover, aber sie gehören definitiv nicht zu meinen Lieblingskleidungsstücken. Mit einigen Kompromissen komme ich über die Runden, durchaus auch als Varianten der oben genannten Ausschlusskriterien, denn Ausnahmen bestätigen wie überall meine Regeln:

  • Eher dunkle oder gedeckte Farben
  • Keine Muster außer bei den selbstgestrickten Modellen, wo das Muster quasi als Träger gilt, ansonsten höchstens Ringel oder farbige Bündchen als Abschlüsse
  • Dicke Wollpullover funktionieren nur mit schmalen Hosen und unter Weglassung aller anderen optischen Hingucker, wie Schmuck, Schals oder aufwendiger Schuhgestaltung. Der Fokus muss primär auf dem Pullover liegen.
  • Kastige Schnitte dürfen maximal auf der Hüfte aufliegen und nicht zu weit ausfallen.
  • Schmaler langer Schnitt ist etwas körperfern optimal, ohne aber eine A-Linie zu betonen, geeignet hierfür sind auch Schlitze an den Seiten.
  • Spitze Ausschnitte, die dem Dekolleté schmeicheln, trage ich manchmal über einem Top im Material- oder Farbkontrast.
  • Obwohl ich immer dachte, dass mir Rollkragenpullover ganz gut stehen, haben mir die Fotos das Gegenteil bewiesen und ich werde zukünftig auf diese Modelle verzichten.
  • Gegen klassische V-Ausschnittpullover aus Merino oder Kaschmir kann selbst ich Pullovermuffel nichts einwenden.
  • Über diverse Materialen könnte ich einen halben Meter Text schreiben, nur so viel hier: Ich wähle möglichst pure Naturfasern oder mit geringen Anteilen an Kunstfasern oder Elasthan, sie geben z. B. Baumwollpullovern mehr Halt. Mehr davon bringt mich zum Schwitzen bzw. fühlt sich auf der Haut nicht gut an. Als Kind war ich sehr wollempfindlich. Glücklicherweise hat sich das gelegt, die Garne sind heutzutage wesentlich besser veredelt.
  • Jede moderne Waschmaschine hat ein Wollprogramm, mit dem man selbst empfindliches Kaschmir waschen kann. Ich würde sie in den meisten Fällen der Handwäsche vorziehen.
Susanne Nagel – Outfit mit Rollkragenpullover – Copyright Foto Nagel

So nicht, Passform und Stil fallen bei mir durch!
Copyright Foto Nagel

Hier seht ihr Beispiele aus meiner Kollektion, nicht hochaktuell, der letzte Pulloverkauf liegt eine Weile zurück. Ich stricke selbst, allerdings nur mit Wolle ab Nadelstärke 5,5 – beim Fachpersonal Worsted bis Bulky genannt. Das ist mindestens mitteldicke Wolle. Feinstrickpullis kaufe ich, da muss ich keiner professionellen Maschine nacheifern. Ich habe mich in diesem Jahr von diversen Modellen inspirieren lassen. Hier meine Lieblingsstücke, die mir flott von der Hand gingen:

Pullover mit kurzem Arm gestrickt von Susanne Nagel - Copyright Foto Nagel

Copyright Foto Nagel

Die Materialien sind durchweg aus Naturfasern wie Merinowolle, Alpaka, Baumwollmischung und Kid Mohair.

Pullover mit kurzem Arm gestrickt von Susanne Nagel - Copyright Foto Nagel

Copyright Foto Nagel

Mein Wärmehaushalt hat sich mit den Jahren geändert und ich kann somit an kühlen Tagen Wolle am Körper ertragen, obwohl die Arme nicht bedeckt sind. Shirts oder eine Bluse darunter machen sie herbst- und wintertauglich.

Pullover mit kurzem Arm gestrickt von Susanne Nagel - Copyright Foto Nagel

Copyright Foto Nagel

Den Text hab ich ein paar Wochen abhängen lassen, immer mal wieder gelesen und festgestellt, dass ich das Thema jetzt gerade nicht mehr ganz so kritisch sehe. Ich bin in der aktuellen Saison noch nicht auf dem Laufenden, entdecke aber den Pullover als ein Statement-Teil in diesem Herbst in fast allen Schaufenstern und bin ziemlich sicher, dass sich da auch für mich einer finden wird.

Farblich wird es schwierig. Die angesagten Gelb-Grün-Ocker-Braun-Töne stehen mir überhaupt nicht, Schwarz habe ich seit einiger Zeit abgewählt und mit Dunkelblau bin ich ziemlich gut versorgt. Ein schönes Kaschmirstück hätte ich gern. Finde ich nix, kommt halt wieder was auf die Nadeln!

Liebe Leserinnen, wie geht es Euch mit Pullovern? Nach welchen Kriterien kauft Ihr Pullover und was ist Euch das Wichtigste dabei? Welche Kompromisse macht Ihr?

Herzlichen Dank Ines, dass ich mein Gejammer hier so ausführlich ausbreiten durfte!

Pullover im Herbst – zwischen Ringelshirt und Rollkragen

Ines Meyrose – Herbstoutfit 2019 – schmaler Pullover mit Jeans – Ü40 Bloggerin mit Hund Paul
Passende Pullover zu finden, ist eine Herausforderung für eine eher kleine Frau wie mich mit kurzen Oberkörper, großem Busen und breiten Hüften. Die Taille des Pullovers sitzt schnell zu tief, an den Hüften wird zu eng und/oder zu lang und die Ärmel sind auch gerne mal zu lang.

Weil bei den Gedanken an die Kleiderschrankinventur und einem Blick auf Thermometer klar war, dass ich zwischen langarmigen Ringelshirts und winterlichen Kaschmirrollkragenpullovern kaum etwas im Schrank habe für die berühmte Übergangszeit, habe ich mich auf die Suche nach einem Pullover gemacht, der aus leichter Wolle und wärmend als auch luftig ist. Außerdem sollte er figurnah geschnitten sein und dennoch etwa fallen.

Stilberatung: Kaufkriterien für diesen herbstlichen Pullover

  • Farbe: Dunkles Petrolblau. Passt zu mir als Herbstfarbtyp und zu allen Hosen und den meisten Tüchern in meinem Schrank. Beim Outfit auf den Fotos trage ein riesiges Seidentuch in Brauntönen, das ich von allen meinen Tüchern am wenigsten verwende. Hat jemand Interesse daran? Hat schon jemand – siehe Kommentare.
  • Material: 100 % Bio-Merinowolle. Passt.
  • Schnitt: Passt.
  • Ausschnitt – hier nicht zu sehen – leicht erweiterter Rundhals, nicht so wichtig, weil in der Jahreszeit sowieso fast immer ein Tuch den Ausschnitt verdeckt.
  • Länge: Passt.
  • Ärmellänge: Zu lang, aber das Bündchen lässt sich problemlos einmal nach außen umschlagen.
  • Preis: Mit einem Rabattgutschein 80 Euro. Passt.

Die Sache mit der Größe

Ines Meyrose – Herbstoutfit 2019 – schmaler Pullover mit Jeans – Ü40 Bloggerin mit Hund Paul

Ich habe eine sogenannte A-Figur, das heißt meine Schultern sind schmaler als meine Hüften. Ein bisschen X ist dabei, weil die Differenz nicht so unendlich groß ist und der Busen die Hüften etwas ausgleicht. Das würde aber bedeuten, dass ich unten eine größere Größe als oben bräuchte, oder? Ist aber nicht so. Der Pullover ist in Größe 42, in 40 war er deutlich zu klein. Die Jeans ist in Größe 38. Da verstehe einer die Modehersteller.

Ankündigung Gastbeitrag

Am kommenden Sonnabend verrät Dir Leserin Susanne Nagel, früher als Rotlilie unterwegs, hier in einem Gastbeitrag, was ihr bei Pullovern wichtig ist, welche Tücken sie haben und wie sie das Dilemma für sich löst. Susanne freut sich ebenso wie ich über Deine Gedanken, wenn Du ihren Beitrag liest, und den Dialog.

Grüße vom Kraule-Paule

Ines Meyrose – Herbstoutfit 2019 – schmaler Pullover mit Jeans – Ü40 Bloggerin mit Hund Paul

Ines Meyrose – Herbstoutfit 2019 – schmaler Pullover mit Jeans – Ü40 Bloggerin mit Hund Paul

Ines Meyrose – Herbstoutfit 2019 – schmaler Pullover mit Jeans – Ü40 Bloggerin mit Hund Paul

Ein schönes Wochenende wünsche ich Dir!

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