Lesetipp: Die Modehaus-Königinnen

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Das Modehaus – Töchter der Freiheit
von Julia Kröhn

Das Frankfurter Modehaus König wird von drei Generationen Frauen der Familie König begleitet, teilweise geführt und geprägt. Fanny will in den 1920er Jahren allerdings lieber in Paris Modeschöpferin werden, wird stattdessen Mannequin und kommt ihr Leben lang nicht über die Fehlentscheidungen dieser Jahre hinweg.

Fehlentscheidungen ist ein Wort, dass für die beiden kommenden Generationen, Lisbeth in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg und ihre Tochter Rieke zu Beginn der 1970er ebenso prägend ist. Gemeinsam haben die Frauen aus drei Generationen, dass sie versuchen, den passenden Weg aus Unterordnung und eigenem Lebensweg zu finden. Im Klappentext steht

“Die Frauen der Familie König sind auf der Suche nach Glück, Inspiration – und dem perfekten Kleid.”

Am Ende finden sie alle drei einen Weg, der für sie jeweils passt. Den Untertitel Töchter der Freiheit verstehe ich nicht. Auch wenn es primär um die 1920er und die Zeit nach 1945 geht, habe ich die Freiheit beim Lesen nicht gespürt, viel mehr Bedrückung. Es ist für mein Empfinden kein fröhliches Buch, allerdings auch kein rührseliges – eher lebensrealistisch.

Wenn die Welt um einen zusammenbricht, Männer an Körper und Seele kaputt aus dem Krieg wiederkehren oder in den 1970ern ihre Frau lieber am Herd beim Kind als in der Geschäftsleitung des Familienunternehmens sehen wollen, kann einem als Frau der Spaß dabei schon mal vergehen.

Den Rahmen der Geschichte bildet ein Brief, den Lisbeth an eine Anverwandte in den USA schreibt, die sich nach der Familiengeschichte erkundigt. Die Erzählung springt kapitelweise zwischen den Jahrzehnten und den drei Frauen hin und her. Über den Kapiteln steht nur die Hauptfigur und das Jahr, in dem es spielt, zum Beispiel FANNY 1914 oder LISBETH 1949. Das erleichtert das Eindenken in die jeweilige Perspektive.

Was das Springen zwischen den Schauspielplätzen und Personen aber wiederum für mich schwierig gemacht hat, war die Überschneidung der Geschichten der Personen. Bei FANNY 1925 ist Lisbeth ein Kind. Im direkt folgenden Kapitel LISBETH 1949 ist Lisbeth erwachsen und Rieke ein Kind. Wobei Rieke vorher schon als Erwachsene in eigenen Kapiteln aufgetaucht ist. Ich konnte der Geschichte folgen, fand das aber streckenweise mühsam.

Fazit

Ein Frauenroman für Leserinnen, die gerne Bücher lesen, die über mehrere Generationen hinweg spielen und sich für die Entwicklung der Rolle der Frauen in der deutschen Gesellschaft aus der Perspektive der Frauen interessieren.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Blanvalet Verlag (Werbung) zur Verfügung gestellt.

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Lesetipp: Nach der Weltreise kommt das Gartenjahr

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Bin im Garten: Ein Jahr wachsen und wachsen lassen
von Meike Winnemuth

Nachdem ich Das große Los verschlungen habe, habe ich mich direkt auf das neue Buch von Meike Winnemuth gefreut, das mir als Rezensionsexemplar vom Penguin Verlag (Werbung) zur Verfügung gestellt wurde. Ihr Ziel war laut Klappentext

“Ein Jahr im Garten leben. Gemüse anbauen. Bäume pflanzen. Blümchen natürlich auch. Wurzeln schlagen. Boden unter den Füßen finden, und zwar einen, den ich persönlich dorthin geschaufelt habe.”

Dabei dürfen die Leser sie auf 320 Seiten durch das Jahr 2018 begleiten. Es hätte schlechtere Sommer für das Projekt gegeben. Der Garten befindet sich in Schleswig-Holstein direkt an der Ostseeküste, in ihm steht ein kleines, altes Haus mit Ofenheizung. Ein Jahr einfaches Leben im Hinblick auf Komfort. Ein Jahr wenig einfaches Leben im Hinblick auf körperliche Arbeit und Einarbeitung in das Thema Gartengestaltung und Selbstversorgeranbau.

Mir hat das Lesen so große Freude gemacht, dass ich die letzten Seiten herausgezögert habe, bis es nicht mehr ging, doch irgendwann wollte ich diese Rezension schreiben können. Mir fehlt es jetzt schon, als Leser in der Geschichte mitleben und mitleiden zu dürfen. Denn als Gartenbesitzerin weiß ich eins: Man kann dabei echt leiden! Körperlich, finanziell und seelisch!

Es ist schön zu sehen, dass es anderen Menschen auch nicht anders geht als einem selbst mit einigen Pflanzen. Ich weiß nicht mehr, wie viele Alliumzwiebeln ich schon in unserem Garten versenkt habe. Wenn ich Glück hatte, hat die Hälfte der Zwiebeln einmal geblüht. Im Jahr darauf wiedergesehen habe ich ein oder zwei. Dann waren sie alle weg. Es gibt Pflanzen, die frisst ein Garten geradezu auf – auch ohne Schnecken. Und dann gibt es welche, die wollen dort einfach sein und fühlen sich wohl.

Blaue Hortensie mit Regentropfen

Zu lernen, sich dem Garten in gewisser Hinsicht zu fügen, ist ein harter Prozess, wenn man es ansonsten mag, die eigenen Vorstellungen umgesetzt zu sehen. Ich habe so viel Geld in unserer parkähnlichen Anlage unserem winzigen Reihenhausgarten versenkt, bis ich gelernt habe, was er will und was nicht.

Jetzt ist er grün und es gibt an Pflanzen außer Bodendeckern primär eine weiße Rhododendrenhecke, viele Hortensien, rosa-pinke Rosen und ein paar Stauden in rosa-lila-blau. Erstaunlicherweise mag eine rosa Pfingstrose bleiben und wird immer besser. Lustigerweise hat der Garten ganz andere Farben als mein Kleiderschrank, Blumen in Gelb und Orange mag ich dort nicht haben.

Zurück zum Buch: Die Autorin dabei zu begleiten, wie sie Teile ihrer eigenen Wurzeln findet und sich durch das Jahr gräbt, macht einfach Spaß. Zu sehen, was an Bedeutung verliert, wenn man alleine auf dieser Scholle ist. Und zu sehen, was einem fehlt so weit weg vom anderen Wohnsitz im Trubel hinterm Hamburger Hauptbahnhof.

Ein bisschen Interesse an Blumen und Pflanzen ist hilfreich, um sich in das Buch einzudenken, aber man braucht keinen eigenen Garten dafür. Unabhängig vom Gartenthema kann das Buch Frauen gefallen, die gerne Lebensprojekte, Umbrüche und Neuentwicklungen bei Menschen verfolgen. In jedem Fall rate ich, das Buch in Papierform zu lesen, weil es schön mit farbigen Bildern aufgemacht ist.

Warnung: Es könnte eine Folge des Lesens sein, doch mal wieder Lust auf Experimente und Umarbeitungen im Garten zu bekommen. Wenn ich in den nächsten Tagen eine Pflanzenhandlung betreten würde, könnte ich für nichts garantieren …

Hast Du einen Garten? Wie ist Dein Verhältnis zu ihm?

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Geht doch! #10 Volantärmel an kurviger Frau

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Ines-Meyrose - Outfit-Ü40 Bloggerin im Frühjahr 2019 - Bluse mit Volantärmeln - Frühlingsfarbe Apricot

Was ist ein Volant?

Erstmal zur Begriffsklärung: Volants sind keine Rüschen, auch wenn die Worte gerne verwechselt werden. Volants bestehen aus Kreissegmenten, die glatt angenäht sind, deren Stoff dann in Wellen fällt. Rüschen bestehen aus einem geraden Stück Stoff, der beim Nähen zusammengerafft oder gefältelt angenäht wird. Bilder und eine umfassende Erklärung dazu findest Du bei Bloggerin Beate vom Bahnwärterhäuschen im Beitrag Rüsche versus Volant.

Stilberatung: Was sind die Tücken bei Volants?

Ines-Meyrose - Outfit-Ü40 Bloggerin im Frühjahr 2019 - Bluse mit Volantärmeln - Frühlingsfarbe Apricot

Volants tragen auf. Sie addieren Volumen, das ist ihr Sinn. Sie geben Kleidung etwas Weiches, Verspieltes. Das passt oft nicht im Stil zur Trägerin oder nicht zu der Art des Kleidungsstücks.

An einem Streublümchenkleid wirken zarte Volants an den Abschlüssen stimmig. An einem schlichten Jerseyshirt im sportlichen Look finde empfinde ich sie als unpassenden Stilbruch. Das war 2018 modern und ist auch 2019 noch zu sehen, gefällt mir aber in den meisten Fällen nicht. Was mich aber dennoch nicht davon abhält, Sneaker zur Bluse zu kombinieren.

Ines-Meyrose - Outfit-Ü40 Bloggerin im Frühjahr 2019 - Bluse mit Volantärmeln - Frühlingsfarbe Apricot

Volants an Ärmeln betonen die Stelle, an der der Ärmel endet, und fügen Volumen hinzu. Bei Frauen mit A- und O-Figurtyp, mit viel Busen oder kleiner Statur rate ich in Stilberatungen von Volants an den Ärmeln ab, weil bei

  • langen Ärmeln breite Hüften betont werden.
  • überlangen Ärmeln kleine Frauen noch kleiner und zudem unsicher wirken.
  • 3/4-Ärmeln der Bauch betont wird.
  • 1/4-Ärmeln der Busen mehr wirkt.

Weil das bis auf den Bauch alles auf mich zutrifft, habe ich bisher die Finger von Volantärmeln gelassen. Im Gegenzug passen Volantärmel zu allen Frauen, die gegenteilige Figuren haben, also schmale Hüften, einen langen Körper, flachen Bauch, kleinen Busen oder denen die Betonung aus sonstigen Gründen nichts ausmacht und die den Stil mögen.

Warum Geht doch! bei dieser Bluse?

Ines-Meyrose - Outfit-Ü40 Bloggerin im Frühjahr 2019 - Bluse mit Volantärmeln - Frühlingsfarbe Apricot

  • Der Ärmel hat die seltene Länge, die an der Armbeuge endet. Er addiert zwar Volumen, lenkt aber auch den Blick zur Taille und damit weg von meinem Busen.
  • Der Volant ist dezent.
  • Der gerade Schnitt der Bluse versachlicht die verspielten Wellen des Volants.
  • Die Bluse ist hüftbedeckend, ihre Länge gleicht die stauchende Wirkung des Volants aus.
  • (Der Stoff und die Farbe der Bluse sind so fantastisch, dass ich die Volants immer noch abtrennen lassen kann, wenn sie mich auf Dauer nerven.)

Apricot am Herbstfarbtyp

Ines-Meyrose - Outfit-Ü40 Bloggerin im Frühjahr 2019 - Bluse mit Volantärmeln - Frühlingsfarbe Apricot

Ich trage als Herbstfarbtyp gerne Oberteile in der Farbe Apricot, sie sind nur nicht immer leicht zu finden. Diese gedeckte, warme, zarte Farbe macht mir gute Laune, ohne zu aufdringlich zu sein. Deshalb freue ich mich, diese Bluse in einem Outlet gefunden zu haben. Es ist ein Musterkollektionsteil, von dem ich nicht weiß, ob es in Serie ging.

Grüße vom Zausel aus dem Meyers Park

Paul im Meyers Park - Mai 2019

Hier geht es zu den anderen Beiträgen der Reihe Geht doch! – Kleidungsstücke und Accessoires, die Risiken und Nebenwirkungen haben können.

Wie stehst Du zu Volants an Ärmeln?

Lesetipp gegen Sätze des Todes fürs Selbstwertgefühl

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Beyond Beautiful: Wie wir trotz Schönheitswahn zufrieden und selbstbewusst leben können
von Anuschka Rees

Von Anuschka Rees habe ich Dir hier im Blog bereits das Buch Das Kleiderschrank-Projekt (Rezensionsexemplar) vorgestellt und hinterher meine Umsetzung davon mit Outfits aus dem wahren Leben gezeigt. In Beyond Beautiful geht es nicht um Kleidung, sondern das Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein von Frauen. Das Buch wurde mir vom DuMont Buchverlag (Werbung) als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Es geht in Beyond Beautiful darum, warum so viele Frauen Probleme damit haben, mit ihrem Spiegelbild und ihren Körper zufrieden zu sein. Wie kann man sich gut fühlen, wenn man nicht den unerfüllbaren gesellschaftlichen Schönheitsidealen entspricht? Wie schafft man die Abgrenzung zu geschönten Bildern aus der Werbung und sozialen Netzwerken? Wie schafft man es, seine äußere Hülle nach eigenen Vorstellungen und nicht denen des Umfelds, das einem eintrichtert, was man zu tun hätte, zu gestalten – Stichworte Make-up, Kleidung, Rasuren hier und dort. Das Buch ist in drei Teile gegliedert

  1. Das Problem verstehen
  2. Eine neue Haltung finden
  3. Die Kontrolle zurückgewinnen.

Grundsätzlich bin ich vollständig der Meinung der Autorin, dass es wichtig für Mädchen und Frauen ist, sich von aufgezwungenen Leitsätzen und Bildern zu lösen und einen eigenen Weg für sich zu finden, wie man sich zeigen möchte und wie man damit umgeht, wenn jemanden das nicht gefällt.

Beim Lesen kam mir Einiges übertrieben vor, denn ich kenne zum Beispiel keinen, der sich einen Abend mit Freundinnen von einem Pickel, einem Blähbauch oder ein paar Stoppeln unter den Achseln ruinieren lässt (Seite 9). Hingegen kenne ich aber durchaus unzählige Frauen mit Diätthemen und welche, die nicht in den Spiegel schauen mögen.

Dass mir Einiges fremd ist von den Problemthemen in dem Buch, mag daran liegen, dass ich bald 48 bin und keine Teenagertochter habe und weder ich noch mein Umfeld GTNM-geschädigt sind. Zielgruppe für das Buch sind primär Frauen zwischen Mitte 20 und Mitte 30. Ich sehe allerdings noch eine andere Zielgruppe: Mütter von Teenagertöchtern, die ihre Töchter vor dem Schönheits- und Abnehmwahn schützen möchten.

Anuschka Rees hat für das Buch über 600 kurze Statements von Frauen gesammelt, die über das ganze Buch verteilt sind. Beim Lesen einiger Worte hätte ich heulen können. Ein motivierendes Statement auf Seite 94 lautet allerdings

“Wir alle sollten uns mehr unter nackten Menschen aufhalten. Es gibt mehr ‘Normalos’, als wir denken.”

Das kann ich bestätigen. Nach mehr als zehn Jahren Umkleiden und Duschen zum Schwimmen in der Sammelumkleide und -dusche weiß ich eins genau: Ich habe in meinem Leben noch keine Frau gesehen, deren Körper ich gerne komplett hätte. An jeder ist etwas, das ich schön finde ich vielleicht auch gerne so hätte. Und an jeder ist etwas, das ich nicht haben möchte und das mir an meinem Körper besser gefällt. Ja, ja ich weiß – schon wieder ein Vergleich. Aber eben einer, der dazu führt, dass ich keine Sehnsüchte entwickelt habe, sondern zufrieden bin mit meinem Körper. Eine solche Justierung tut mir gut.

Zum Thema Instagram und Consorten kann ich wie die Autorin nur sagen: Such Dir selbst aus, was Du dort sehen willst. Entfolge Accounts, die Dir ein schlechtes Gefühl beim Betrachten der Bilder oder Lesen der Texte geben. Quäle Dich nicht damit, sondern schaffe Dir ein für Dich gesundes Umfeld. Unfollow klicken kann so befreiend sein!

Noch nicht einmal dagegen, dass Anuschka Rees empfiehlt, Modetipps für Deinen Körpertyp zu ignorieren, habe ich etwas, obwohl ich davon zum Teil lebe. Auch wenn ich exakt solche Tipps hier im Blog gebe und Kunden mit genau dem Wunsch zu mir kommen, bin ich ebenso dagegen, sich sklavisch nach dem gängigen Schönheitsideal zu kleiden. Nur weil jemand klein ist, muss er nicht länger wirken wollen. Oder kleiner, weil er lang ist. Ich frage immer nach der Bestandsaufnahme, was meine Kundin möchte. Dann sage ich ihr, wie sie das erreichen kann. Stilberatungen von 12jährigen Mädchen – und glaube mir, die Anfragen kommen immer wieder, lehne ich kategorisch ab.

Sätze des Todes

In dem Buch gibt es Seiten der Rubrik Beyond Beautiful Toolbox. Es wird auf Deine innere Stimme geschaut, was für Trigger es gibt, wie Du früher darauf reagiert hast und wie Deine neue Reaktion aussehen kann. Dennoch wird es immer Sätze geben, die Dich verletzen. Man ist nicht gegen alles gewappnet. Aber ein gutes Selbstgefühl hilft, solche Sätze einzuordnen. Ich nenne sie Sätze des Todes.

Ines Meyrose 2002

Einen davon hat meine Mutter im Sommer 2002 in abfälligem Ton beim Betrachten dieses Urlaubsfotos zu mir gesagt

“Wie kann man nur so schlanke Beine haben, wenn man so dick ist.”

Es folgt noch etwas in der Richtung, dass das nicht fair wäre, das weiß ich aber nicht mehr wörtlich. Ich wiege auf dem Bild übrigens genau das gleiche wie heute – 66 kg bei 1,65 m Länge – das ist weder schlank noch dick. Damals war das Hosengröße 42, heute dank Schmeichelgrößen 38/40, aber darum geht es nicht. Es geht darum, was die Aussage über die Sprecherin aussagt – die berühmte Selbstoffenbarung, und was das bis heute mit mir macht.

Was das über meine Mutter aussagt, kann ich mir ziemlich gut denken. Sie war stinksauer, dass ich lieber 100 Euro Einzelkabinenzuschlag für die einwöchige Bootsfahrt in der Türkei gezahlt habe, als sie mitzunehmen und die Kabine mit ihr zu teilen. Deshalb wollte sie meine Freude an den schönen Urlaubsbildern nicht mit mir teilen. Außerdem war sie eifersüchtig darauf, dass ich mit meinem Körper im Rahmen dessen, was mir wichtig ist, zufrieden bin, und sie es schon seit 20 Jahren nicht mehr war. Sie konnte nie nachvollziehen, wie ich mit diesem BMI zufrieden sein kann. Schlanke Beine hatte sie übrigens selbst, deshalb passt der Spruch eigentlich noch nicht mal, weil er auf sie selbst auch zutraf. So viel dazu.

Warum dieser Exkurs? Es ist wichtig, sich immer wieder vor Augen zu führen, was scheinbar lockere Sprüche oder bereits kleine Abfälligkeiten mit einem Menschen machen können. Mich hat das Buch noch 24 Stunden nach dem Lesen immer wieder an den dämlichen Satz meiner Mutter erinnert, der mich bis heute ein bisschen piekst.

Fazit

Ein Buch für alle, die ihr Selbstwertgefühl ungesund von anderen abhängig machen und sich davon das Leben bestimmen lassen. Und für alle, die Menschen im dafür prägendem Alter begleiten. Dieses Alter fängt heutzutage leider schon im Kindergarten an.

P.S.
Die Illustrationen von Marina Esmeraldo in dem Buch sind zauberhaft.

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Marine-Look 2019 oversized mit invertierten Ringeln

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Ines-Meyrose - Outfit-Ü40 Bloggerin im Frühjahr 2019 - Marine-Look mit Dunkelblau und Cremeweiß - Ringelshirt mit invertierten Streifen

Seit dem Frühling 2016 sind Ringelshirts meine Uniform für den Frühling und Sommer. Davor hatte ich auch schon welche, aber ausgebreitet haben sie sich erst 2016 in meinem Kleiderschrank. Seitdem habe ich hier immer wieder Marine-Looks mit Ringelshirts und meinem Ringelkleid gezeigt.

Update Marine-Look – das neue blau-weiß-weiß-blau

Meine bisherigen Ringelshirts sind bis auf zwei figurnah und haben 3/4-Ärmel oder sind langärmelig. Das neue Shirt aus ebenso festem Baumwolljersey ist anders geschnitten. Es ist oversized mit überschnittenen Schultern, hat kurze Ärmel und die Ringel sind hinten und seitlich invertiert. Außerdem ist der Saum nicht gerade, sondern deutlich gerundet. Gleiche Idee – Ringelshirt in Marineblau und Cremeweiß – andere Silhouette. So sehe ich einerseits aus wie immer und andererseits eben nicht.

Ines-Meyrose - Outfit-Ü40 Bloggerin im Frühjahr 2019 - Marine-Look mit Dunkelblau und Cremeweiß - Ringelshirt mit invertierten Streifen

Welchen T-Shirt-Schnitt trägst Du am liebsten?

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Jeans mit Saum-Vlies zum Aufbügeln ohne Naht gekürzt

Update zum Jeanskürzen mit Bügel-Vlies

Leider haben die Säume an den beiden Jeans, die ich mit Saum-Vlies nahtlos gekürzt habe, nicht gehalten. Nach wenigen Wäschen löst sich das Vlies stückweise auf und der Saum hält nicht mehr. Dafür bleiben krümelige Vliesbestände zurück. Ich glaube noch nicht mal, dass es am Gewicht des Jeansstoffs liegt, sondern dass das Vlies einfach keine regelmäßigen Wäschen mag.

Die eine Jeans habe ich bei der Schneiderin dann doch umnähen lassen, die andere fixiere ich selbst mit ein paar Stichen an der Seite, denn die scharf umgebügelte Kante unten hält weiterhin.

Ich, nicht wir

Auf der Webseite TextSkizzen habe ich einen lesenswerten Beitrag für die Selbstdarstellung als Einzelunternehmer (Werbung) gefunden. Als ich mich 2005 als Einzelunternehmerin mit Image&impression selbständig gemacht habe, habe ich die Webseitentexte in der Wir-Form geschrieben. Das habe ich relativ kurzer Zeit in die Ich-Form umgeschrieben, weil gerade bei einer so persönlichen Dienstleistung wie meiner es wichtig ist, dass ich als Person diejenige bin, die gebucht wird. Daher stimme ich dem Beitrag aus Erfahrung zu.

Maßnahme gegen unerlaubte Bildnutzung von meinem Blog via Pinterest

Im Beitrag Maßnahme gegen unerlaubte Bildnutzung von meinem Blog habe ich Anfang April 2019 geschrieben, dass dubiose Onlineshops Bilder aus meinem Blog verwendet haben und ich erfolgreich unterbunden habe, dass meine Bilder über Hotlinks auf anderen Webseiten eingebunden werden.

Leider scheinen meine Bilder für diese unredlichen Betreiber so attraktiv zu sein, dass sie sich jetzt nach einer Ruhepause einer anderen Methode bedienen: Sie binden meine Bilder auf den dubiosen Onlineshops ein, indem sie sie von Pinterest nehmen.

Deshalb habe ich meine Pinterest-Pinnwände, die Bilder von mir oder von Produkten enthalten, bis auf weiteres auf Geheim gestellt, so dass sie nicht mehr öffentlich sichtbar sind.

Darf man fragen: Wo liegen Deine Wurzeln?

Auf Zeit Online habe ich zwei interessante Artikel zu der Frage gelesen

In der Vergangenheit habe ich die Frage aus Interesse und Neugierde bei Kunden ab und an gestellt. Nach der Lektüre habe ich entschieden, die Frage nicht mehr zu stellen.

Wie hältst Du es damit?

Lesetipp: Mal wieder ein französischer Style-Guide

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Dress like a Parisian: Der Style-Guide für den perfekten französischen Chic
von Aloïs Guinut

Ein englischer Titel für ein Buch in deutscher Sprache über französischen Chic. Geht so Europa? Nach How To Be Parisian wherever you are (Rezensionsexemplar) und Pariser Chic – Der Style Guide (Rezensionsexemplar) hat es nun Dress like a Parisian in mein Bücherregal mit Style-Guides geschafft. Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Prestel Verlag (Werbung) zur Verfügung gestellt.

Ines Meyrose im Oktober 1987 in Paris

Auch an dieser Stelle gestehe ich nochmal, hier über etwas zu schreiben, von dem ich keine Ahnung habe. Ich kenne nur den Mythos der Pariserin, in Paris war ich selbst nur einmal im Herbst 1987. Die Schuhe, die ich dort trug, werden übrigens gerade wieder trendy. Wovon ich allerdings Ahnung habe, ist Kleidung und was man damit machen kann.

Wie schaffst Du es, immer gut angezogen zu sein?

Die Pariser Frau steht in dem Ruf, genau das zu sein. Für Aloïs Guinut macht den Pariser Style aus, dass es ein lässiger Chic ist.

“Das Ergebnis ist ein natürlicher Look mit raffinierten Akzenten, denen man das Styling nicht ansieht.”
Zitat von Seite 8

In dem Buch findest Du konkrete Tipps zum Zusammenstellen von Kombinationen in Bezug auf Farben, Stofftexturen, Muster, Hinguckerdetails und Accessoires. Bei den Basics finde ich besonders gut, dass die Autorin Ideen gibt, welche Auslegung von davon zu Dir passen kann. Bebildert ist das Buch mit vielen anschaulichen Fotos zu den Stylingbeispielen und Illustrationen von Judith van den Hoek.

Es gibt in dem Style-Guide keine konkreten Markentipps, nur nur am Ende eine Handvoll Adressen von Lieblingsläden der Autorin in Paris. Das Buch ist kein Regelwerk, sondern ein Impulsgeber. Du findest dort keine persönliche Farb- und Stilberatung, sondern Beispiele, aus denen Du Dir herauspicken kannst, was Dir gefällt. Wer ein klares Rezept sucht, wird hilflos bleiben. Wer Impulse für Akzente und eigene Interpretationen und Details sucht, kann sie dort finden. Den Worten der Autorin schließe ich mich gerne an

“Kleidung soll dich kleiden, du sollst dich ihr nicht unterwerfen.” Zitat von Seite 191

Fazit

Ein schönes Buch für alle, die Spaß an Mode und unaufgeregtem Styling haben und ihren Stil hinterfragen oder auf eigenem Weg finden möchten. Der unterhaltsame, pointierte Schreibstil der Autorin macht das Lesen und Anschauen zur Freude.

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