Ohne Worte #12

Relax

dies & das #27

Werbung ohne Entgelt

Kaifu Sole Eingang

Kaifu Sole

Im Winter gehe ich gerne in die Sauna, Schwimmen mag ich das ganze Jahr über. Das Kaifu-Bad in Hamburg ist ein altes Schwimmbad, das immer wieder saniert wird. Ich war schon als Kind dort. Seit einiger Zeit gibt es dort die Kaifu-Sole (Werbung) in einem Bereich. Das Wasser hat einen Salzgehalt von 6 %. Es ist wunderbar entspannend, sich in dem Salzwasser treiben zu lassen. Es erinnert mich sofort an Urlaub an der Nordsee. Ich habe meiner Freundin den Besuch zum Geburtstag geschenkt und wir haben zusammen schöne Stunden verbracht. Unsere Haut war hinterher ganz besonders zart und schön.

Es gibt dort zusätzlich zum Solebad ein Dampfbad, ein Sprudelbecken, eine Himalaya Salzstein-Sauna mit 60-65 Grad und ein Kalttauchbecken. Mit dem bezahlten Eintritt kommt man dann auch noch in das normale Hallen- und Freibad. Wir haben den Besuch in der Sole genossen und werden uns das wieder gönnen. Tipp: Unter der Woche vor vormittags ist es deutlich leerer als am Wochenende oder am Freitag ab mittags.

Die Sole ist ausdrücklich ein Bereich, in dem im Gegensatz zur normalen Sauna Badekleidung Pflicht ist. Das ist das einzige, was mich in der Sole stört, denn in die Himalaya Salzstein-Sauna wäre ich deutlich lieber nackt gegangen. In den Ruhephasen kann ich auch gut auf einen nassen Badeanzug unter dem Badetuch verzichten und für jede Ruhephase einen trockenen Badeanzug besitze ich nicht. Wer öffentliche Saunen meidet, weil er sich nicht gerne nackt vor fremden Menschen zeigt, hat hier eine Gelegenheit, offiziell in Badekleidung den Spaß zu genießen.

Keine Schleichwerbung

Warum steht über dem Beitrag Werbung ohne Entgelt und der Link zur Kaifu-Sole ist als Werbung gekennzeichnet? Ich habe den Besuch in der Sole selbst bezahlt und keinen Auftrag für den Beitrag bekommen. Ich schreibe ihn aus freien Stücken und erhalte nichts dafür. Weil es ein positiver Bericht und kein kritischer Test ist und ich als Bloggerin gewerblich handle, ist es ein werblicher Beitrag. Er kann sonst als Schleichwerbung interpretiert werden. Ich schreibe zwar nicht “geh doch auch mal hin”, aber der Text ist durchaus so zu verstehen und von mir so gemeint. Deshalb schreibe ich darüber, um Dir eine Idee für eine schöne Unternehmung zu geben.

Diese Auslegung von Schleichwerbung ist mir neu. Ich habe erstmals bei Sunny darüber gelesen. Ein Beitrag von Gründerszene auf https://www.gruenderszene.de/allgemein/kennzeichnung-werbung-influencer erklärt die Details und auch Bärbel hat das Thema verständlich auf den Punkt gebracht. Es war schon immer aus meinen Beiträgen ersichtlich, was bezahlte Beiträge sind, was PR-Muster sind und sonst irgendwie gesponserte Sachen enthält.

Als Reaktion auf diese mir jetzt bekannt gewordene Änderung der Kennzeichnungspflicht habe ich den kompletten Blog überarbeitet, die Werbekennzeichnungen auch bei alten Beiträgen entsprechend ergänzt und die Links als Werbung gekennzeichnet. Das war viel Arbeit, der Blog hat über 1400 Beiträge, aber es ist mir wichtig, das korrekt zu handhaben. Danke an Sunny für den Hinweis dazu und die Unterstützung bei der Einordnung einiger Beiträge.

Neuer Name im Impressum

image&impression Individuelle Image-, Stil- und Farbberatung

Beim Überarbeiten des Blogs habe ich den Entschluss gefasst, nicht mehr nur meinen Namen als Blogbetreiber im Impressum zu nennen, sondern meine Firma image&impression e.K. ist jetzt offiziell Betreiber dieses Blogs. Als beim Handelsregister Hamburg eingetragene Kauffrau, dafür steht das e.K., bin ich ein Einzelunternehmen. Dabei besteht bei gewerblichen Handlungen kein Unterschied, ob ich sie in meinem persönlichen Namen Ines Meyrose oder Firmennamen image&impression e.K. vornehme. Rechtlich macht die Änderung des Betreibers im Impressum keinen Unterschied, zumal vorher schon dabei stand, dass ich Inhaberin von image&impression bin.

Bisher habe ich Werbung in eigener Sache gekennzeichnet, weil vielleicht nicht allen Leser_innen klar war, wie eng Name und Firma verbunden sind. Weil jetzt im Impressum deutlich zu erkennen ist, dass es ein Firmenblog ist, kennzeichne ich Blogartikel für meine eigene Arbeit und mein Unternehmen nicht mehr als Werbung.

Beauty-Lesetipp

OTTO hat mich gefragt, was aus meiner Sicht bei Make-up für Frauen zwischen 40 und 50 am wichtigsten ist. Meine Tipps findest online unter Schön und fit in jedem Alter: Der ultimative Beauty Ratgeber. Am schnellsten kommst Du dorthin, wenn Du im Inhaltsverzeichnis 40-50: Man ist nur so alt, wie man sich fühlt anklickst. Da ich die Tipps kostenfrei gegeben habe und hier nicht anpreise, etwas bei Otto zu kaufen, und keine Affiliate Links enthalten sind, ist das keine Werbung. Aber ein Lesetipp.

Noch mehr Werbung ohne Entgelt: Accessoiretipp Schmuck & Meer

Ilka Pohl fertigt schöne Ketten aus Schmucksteinen, Schaumkoralle und Lava. Sie bietet die Accessoires auf www.schmuck-und-meer.de (Werbung) an. Für Leserinnen mit Silbervorliebe, die gerne größere Ketten tragen, ist vielleicht mal etwas zum Kaufen dabei. Auf schöne handgemachte Sachen einer Frau, die nah bei Hamburg lebt, weise ich gerne unverbindlich und ohne Entgelt hin. Ein weiteres Beispiel für oben beschriebene neue Kennzeichnung, damit Du die künftig bei mir korrekt verstehen kannst.

Ich wünsche Dir einen entspannten Wochenstart!

Hamburg als Kulisse und weiße Blusen gehen immer

Dockland Hamburg

“Da möchte ich Blogfotos machen!”

waren meine Worte bei einem Bloggertreffen 2015 als ich Bärbel vom Blog Ü50 von der Hafenfähre aus das Dockland im glitzernden Sonnenschein zeigte. Ihre Augen wurden groß, sie nickte und die Verabredung stand, offen war nur das wann. Gut Ding will bekanntlich Weile haben und so hat es zwei Jahre gedauert. Gesehen haben wir uns in der Zwischenzeit öfter mal, zum Beispiel auf Rømø, Sylt und in Hamburg. Zum Dockland haben wir es erst jetzt geschafft. Danke, liebe Bärbel, für die Fotos!

Ines Meyrose 20170801 vor Hamburger Hafenpanorama auf dem Dockland - Outfit weisse Bluse COS, Jeans Please!, Stiefeletten taupe Mjus, Sylt - Sonnenbrille ic! Berlin - Foto Bärbel Ribbeck

Foto: Bärbel Ribbeck

Ines Meyrose 20170801 vor Hamburger Hafenpanorama auf dem Dockland - Outfit weisse Bluse COS, Jeans Please!, Stiefeletten taupe Mjus, Shopper Manufaktur Lederwerkstadt Sylt - Sonnenbrille ic! Berlin - Foto Bärbel Ribbeck

Foto: Bärbel Ribbeck

Die Message

Ines Meyrose und Bärbel Ribbeck - Selfie für Instagram

Das Treffen mit einer befreundeten Bloggerin an sich ist ja nicht artikelfüllend, zumal wir nur ein Selfie von uns beiden zusammen gemacht habe. Zum Gebäude Dockland gibt es Infos auf Wikipedia. Das Gebäude in Form eines Parallelogramms ist insofern spannend gemacht, als das aus jeder Perspektive anders wirkt. Und an welchem Bürogebäude kann man schon einfach so hochspazieren?

Dockland Hamburg

Foto: Bärbel Ribbeck

Dockland Hamburg

Foto: Bärbel Ribbeck

Bärbel hat es Dogland getauft, weil der Zausel mit auf das Haus durfte musste. Die gute Nachricht: Es ist dort absolut sauber auf dem Boden und scherbenfrei, was am Hafen leider nicht immer überall der Fall ist. Allerdings sind die Treppenstufen ganz schön hoch für einen Hund. Zum Glück ist Paul hart im Nehmen.

Paul auf dem Dockland

Oben geschnauft hat er wie wir. Aber als Hütehund blieb ihm gar nichts anderes übrig, als sein Rudel zu begleiten. Das Schwerste war für ihn, Bärbel für Fotos heruntergehen zu lassen und bei mir zu bleiben. Mit ihr zu gehen und mich zu verlassen, war allerdings gar keine Option für ihn. Er hat hinterher zu Hause ein schönes Kau-Ohr bekommen und einen Ruhetag für die Gräten im Anschluss. Ich denke, er hat es gut verkraftet.

Paul auf dem Dockland

Zurück zur Message: Zum Outfit lässt sich sagen, dass sich mal wieder bestätigt hat, das eine weiße Bluse (fast) immer geht. Sie schützt gegen Sonne und Wind. Wind haben wir in Hamburg fast immer, wie auf den Bildern an der Bluse und Haaren zu sehen ist. Die Stiefeletten (Mjus 2017) habe ich im Mai auf Sylt gekauft. Mein Kaufziel waren helle Lederstiefeletten in braun bis taupe mit kleinem Absatz.

Mjus Stiefeletten in taupe mit goldener Schnalle

Gerne hätte ich eine höhere Sohlenqualität erstanden, diese ist aus Vollplastik bei Sohle und Absatz, andere passten aber nicht. Vorteil Plastik: regenunempfindlich und hält länger. Nachteil: Nicht so gut zu reparieren, wenn es abgelaufen ist. Aber Hacken Willi, mein Schuster vor Ort, wird es schon richten im Bedarfsfall. Lustig war, als ich die Stiefeletten auf Sylt vorm ersten Tragen fotografiert habe. Ich habe sie auf einer Treppe über die Düne auf das Geländer gestellt. Sämtliche vorbeikommenden Menschen haben mich angequatscht. In Hamburg zuckt da keiner mehr.

Stilberatung in der Praxis

Warum helle Stiefeletten? Weil die Outfitanalyse in der Praxis ergeben hat, dass ich verstärkt darauf achten möchte, Schuhe in der Farbintensität auf die Hosenfarbe abzustimmen. Diese Stiefeletten haben eine perfekte Farbe zu meiner Lederhose und helleren Jeans. Diese Jeans (Please! 2016) ist unten so eng, dass sie nicht schön über den Schuhschaft passt, deshalb kremple ich sie um. Der optisch beinverkürzende Effekt der umgekrempelten Hose wird dadurch ausgeglichen, dass die Schuhe die die Hose farblich weiterführen.

Shopper: Manfuaktur Lederwerkstatt Sylt, Jeans Please!, Stiefeletten Mjus

Foto: Bärbel Ribbeck

Die Tasche ist neu, ich habe sie von meinem Mann zum Geburtstag geschenkt bekommen. Sie stammt aus der Manufaktur Lederwerkstatt Sylt, wie auch meine Weste und Pauls Hundemarkenhalterhalsband. Praktisch ist, dass sie über der Schulter und in der Hand getragen werden kann. Der Schultergurt kann außen um die Tasche gelegt werden, sodass er nicht stört, wenn sie in der Hand getragen wird. Das Dunkelbraun findet sich zwar nicht in der Kleidung wieder, aber in meinen Haaren und meinen Augen bzw. Sonnenbrillengläsern. Farbklammer? Check √.

Auf den Lippen: Bobbi Brown Nourishing Lip Colour Coral Pop

Bobbi Brown Nourishining Lip Colour in der Farbe Coral Pop

Der Lippenstift ist ebenfalls neu. Mit der Auswahl habe ich im Duty Free in Zürich im Juli die Counterdame bei Bobbi Brown kurzzeitig verzweifeln lassen, nachdem in sämtlichen anderen Markenzonen bereits kein Lippenstift in Frage kam. Meine Ansage auf die Wunschfrage war:

“Ich suche einen Lippenstift in Korallenrot, das leicht ins Orange geht, kein Glimmer hat, nicht plakativ auf den Lippen wirkt, nicht matt ist, aber auch kein Gloss.”

So konkrete Ansagen kommen wohl selten. Beim zweiten Griff stimmte schon die Farbe, beim dritten auch die Textur. So kaufe ich gerne ein, wenn eine Verkäuferin zuhört und ihr Sortiment kennt.

Bobbi Brown Nourishining Lip Colour in der Farbe Coral Pop

Vorteil an dem Lippenstift: Er lässt sich gut schichten. Von einem transparenten Hauch zu vollständig deckend ist alles möglich. Auch bei voller Deckkraft ist die Lippentextur noch zu erkennen, wie auf meinen Fingerkuppenswatch zu sehen ist.

Bobbi Brown Nourishining Lip Colour in der Farbe Coral Pop Swatch mit nur leichtem Auftrag

Nachteil an dem Lippenstift auf meiner 46jährigen ehemaligen Raucherlippenhaut: Ohne Lippenkonturenstift zieht er in die Lippenfältchen, wenn man ihn dick aufträgt. Ein leichter Auftrag geht auch ohne. Ich verwende ihn dann mit farblosem Lippenkonturenstift.

Bobbi Brown Nourishining Lip Colour in der Farbe Coral Pop Swatch in mehreren Schichten

Weiterer Nachteil: Er trocknet meine Lippen aus. Während des Tragens sieht man nichts davon, aber wenn alles ab ist, fühlen sie sich extrem trocken an. Das richtet Lippenbalm dann wieder, aber jeden Tag würde ich ihn deshalb nicht tragen wollen. Der Effekt ist umso erstaunlicher, als das er das Wort Nourishing im Namen trägt, was nährend/pflegend heißt.

Vor dem Anstieg

Ines Meyrose 20170801 vor Hamburger Hafenpanorama - Outfit weisse Bluse COS, Jeans Please!, Stiefeletten taupe Mjus, Sonnenbrille ic! Berlin - Foto Bärbel Ribbeck

Foto: Bärbel Ribbeck

Auf dem Weg vom Altonaer Balkon zum Dockland haben wir noch eine schöne verzierte Mauer gesehen, sich auch noch für ein Foto anbot. Im Hintergrund siehst Du die Köhlbrandbrücke, von der aus man oben ein phantatischen Blick über Hamburg und den Hafen hat. Ich wohne im südwestlichen Hamburg und schaue von dort aus von der anderen Seite auf die Köhlbrandbrücke beim Spazierengehen. Die blau-roten Containerbrücken im Bild oben kann ich bei guter Sicht von meinem Haus aus sehen, wenn die Bäume ohne Laub sind.

Jetzt gehe ich bei Bärbel gucken, was sie für Bilder zeigt und was ihr für ein Text dazu eingefallen ist. Wir haben uns gegenseitig fotografiert und die jeweilige Speicherkarte in die gleiche Kamera gelegt. Deshalb habe ich noch keine Ahnung, was ich für Fotos von Bärbel fabriziert habe.

Ich liebe meine Stadt! Oder wie Lotto King Karl singt: Hamburg, meine Perle!

Schneeweiß am Herbstfarbytp mit Greenery

Werbung mit Stil

Ines-Meyrose Outfit 20170908 weiße Bluse kombinieren im Komplettlook mit Greenery - Bluse COS Caprihose TONI-Schal Deerberg Plateausandaletten BP Zone

Wie trage ich einen weißen Komplettlook, ohne wie medizinisches Personal auszusehen? Ich trage ganz einfach keinen weißen Komplettlook, sondern addiere eine Akzentfarbe. So kann ich nebenbei zusätzlich das Problem lösen, dass mir Schneeweiß als Herbstfarbtyp nicht gut steht, weil es zu kontrastreich zu meinen natürlichen warmen Farben ist. Am besten stehen mir warmes Elfenbein-, Creme- und Wollweiß.

Ines-Meyrose Outfit 20170908 weiße Bluse kombinieren im Komplettlook mit Greenery - Bluse COS Caprihose TONI-Schal Deerberg Plateausandaletten BP Zone

Beim Kauf war die Bluse von COS (2016) nicht schneeweiß, sondern Eierschalweiß. Kühles, aber immerhin nicht ganz krasses Weiß. Dank der Bleichmittel im Weißwaschmittel ist sie nach einem Jahr Dauertragen inzwischen leider wirklich schneeweiß. Da ich sie unglaublich gerne trage und nicht komplet einfärben möchte, rette ich sie mit Tüchern in zu mir passenden Farben. Das Tuch ist etwas leuchtender als meine anderen, aber mit ein bisschen Sommerbräune funktioniert es.

Ines-Meyrose Outfit 20170908 weiße Bluse kombinieren im Komplettlook mit Greenery - Bluse COS Caprihose TONI-Schal Deerberg Plateausandaletten BP Zone

Die Caprihose ist ebenso schneeweiß und ich kombiniere sie am liebsten mit genau der Bluse. Da der Hamburger Sommer bisher ausgefallen ist, hat die Hose leider noch nicht viel Tageslicht gesehen. Bei einer Caprihose ist für mich die Länge ein entscheidendes Kriterium. Mir ist wichtig, dass sie vor Beginn meines Wadenmuskels aufhört. In dieser Länge betont sie gerade noch die schmale Stelle unter dem Knie. Hosen und Röcke, die in der Mitte der Wade aufhören, machen optische viel breitere Waden als welche, die kürzer oder länger sind.

Greenery

Die Pantone Farbe des Jahres 2017 lief im Dezember schnell durch alle Modeseiten und Blogs und wurde dann … wie so meist … von den wieder vergessen … Andrea von Blog here I am ist Fan der Farbe, einen Freundin von mir liebt sie – ansonsten nahm ich sie in der Mode 2017 bisher nicht war.

Schal Felipa von Deerberg in grün

Bis ich bei dem Deerberg-Bloggertreffen diesen Baumwollschal Felipa von Deerberg (Werbung) geschenkt bekommen habe. Wenn der mal nicht in Greenery ist, dann weiß ich auch nicht. Dieses frische satte Gelbgrün des Schals mag ich als sommerliche Akzentfarbe gerne zu Weiß leiden, zumal auch weiß im Schal enthalten ist.

Ines-Meyrose Outfit 20170908 weiße Bluse kombinieren im Komplettlook mit Greenery - Bluse COS - Schal Deerberg

Outfit Schneeweiß am Herbstfarbytp mit Greenery

  • Hemdbluse COS (2016, gekauft)
  • Caprihose Perfect Shape TONI (2017, gekauft)
  • Plateausandaletten BP Zone (2010, gekauft)
  • Lederarmband Sence Copenhagen (2014, gekauft)
  • Schal Felipa Deerberg (2017, PR-Muster)

Danke an die Nachbarn, dass wir die Bilder in Eurem Garten machen durften. Freitag zeige ich Dir eine ganz andere Kombination der Bluse vor Hamburg-Kulisse.

Ines-Meyrose Outfit 20170908 Caprihose TONI-Schal Deerberg Plateausandaletten BP Zone

Wie trägst Du Weiß am liebsten?

Leser_innen-Interview #10: Stephan E.

Lieber Stephan,

Leser_inneninterview by meyrose Iconzur Blogparade Klassische Armbanduhren hast Du hier im Januar einen Gastbeitrag über Deine Omega Moonwatch geschrieben.

Auch wenn hier im Blog Themen für Frauen überwiegen, freuen sich meine männlichen Leser, wenn es um sie geht. Außerdem haben viele Leserinnen das Vergnügen, Männer an ihrer Seite zu haben und beim Styling beraten zu dürfen.

Auf Instagram bist Du als hozzenplozz unterwegs und zeigst regelmäßig Deine Outfits. Danke, dass ich daraus Bilder einbinden darf.

Du liebst den klassischen Stil bei Deiner Kleidung und lebst das beruflich und privat aus. Wenn ich Deine Outfits betrachte, fällt mir oft ein Farbtupfer ins Auge, den Du wiederholt einsetzt.

Klassisch ist zunächst einmal ein weiter Begriff. Wenn Du damit aber meinst, dass ich gerne Hemden, Krawatten, Sakkos oder Anzüge trage, dann stimmt das. Ich bin selten ohne Sakko unterwegs … Casual bedeutet für mich eher Hemd und Jeans als T-Shirt und Jogginggose – die ich nicht mal besitze.

Sicherlich gibt es hin und wieder auch das Bedürfnis nach monochromen, schlichten Looks, aber es hat sich tatsächlich zu einer Art meines Stils entwickelt Farbe einzusetzen und nicht unbedingt täglich uniformiert grau, wie ich es gerne nenne, daher zu kommen.

Nach welchen Kriterien wählst Du diese Akzentfarben aus? Was für einen Tipp hast Du für Neulinge dabei?

Wenn Du genau wissen willst, wie ich die Farben auswähle, dann muss ich leider gestehen, dass ich mir eigentlich gar keine Gedanken mehr mache. Das ist mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen. Das einzige, was ich noch beachte ist, ob etwas vielleicht zu grell oder zu knallig erscheinen mag.

In der Regel ist es so, dass ich mir überlege, wohin die Reise meines Outfits gehen soll. Hier achte ich normalerweise auf Farben, von denen ich weiß, dass ich sie entweder gut tragen kann oder aber, dass es eine Farbe ist, die mit anderen gut kombinierbar ist. Oft kommt die Eingebung durch ein Einstecktuch, welches mehrere Farben beinhaltet, oder auch eine Krawatte – im Grunde genommen kann man sich dann an dieser Farbpalette, in Bezug auf die Akzente, orientieren.

Natürlich sind auch die Komplementärfarben in all ihren Nuancen immer eine gute Wahl.
Ein wichtiger Tipp ist auf jeden Fall, dass Männer keine Angst haben sollten, Farben zu wählen – auch nicht solche, die sie vielleicht als zu feminin einordnen. Ich liebe zum Beispiel Rosa/Pink und Lila …

Gibt es so etwas wie ein Grundschema, mit dem man Deiner Erfahrung nach selten falsch liegt?

In der Tat gibt es so etwas wie eine sichere Bank der Farbkombinationen, also Kombinationen mit denen man eigentlich nie daneben liegt. Auf diese greife ich z.B. gerne mal zurück, wenn ich mal nicht ganz so farbenfroh bin. Diese sichere Bank wäre vielleicht auch noch ein Tipp, den ich gerne an diejenigen weitergeben möchte, die sich bislang nicht so richtig an Farbe(n) herantrauen.

Ein gutes Beispiel aus dieser Bank wäre meines Erachtens Navyblau. Dies ist für mich die Grundfarbe der Wahl, da sie sich mit wirklich allen anderen Farben kombinieren lässt. Viele nennen gerne Schwarz, aber ich finde, das sollte man nur zu Abendveranstaltungen oder bei Beerdigungen tragen.

Navyblau lässt sich besonders gut mit Hellblau, Rot, Weinrot, Rosa/Pink, (Senf)Gelb, Orange/Rostrot, aber auch mit Braun und Grau kombinieren. Sogar einige Grüntöne sind denkbar, auch wenn das Sprichwort uns was anderes lehrt. Navyblau ist so dunkel, dass es fast schwarz, aber eben doch blau ist und somit auch, meiner Meinung nach, edler wirkt.

Wie kann die konkrete Umsetzung mit Basics aussehen?

Ein navyblaues Sakko oder eine Chino sind sozusagen die Allroundwaffen und sollte in jedem Kleiderschrank zu finden sein. Ebenso ist eine navy-unifarbene Krawatte durchaus als solche einzuordnen. Wenn ich nur eine einzige Krawatte besitzen dürfte, so wäre das ganz sicher eine navyblaue Grenadine-Krawatte in Garza-fina.

Last but not least sollte man auch navyblaue Strickwaren wie einen V-Neck-Pullover oder einen Cardigan besitzen. Mit Hilfe dieser vier oder fünf Kleidungstücke bzw. des Einsatzes von Navyblau erscheinen die dazu gewählten Farben zum einen auffälliger, aber gleichzeitig sind sie eingerahmt oder, wenn man so will, eingedämmt, ohne zu sehr in den Vordergrund zu treten. Es ergeben sich Unmengen toller Kombinationen.

Wenn man mit Farben beginnt, zumindest war es bei mir so, dann sollte man zunächst weniger grelle, sondern eher gedeckte bzw. gedämpfte Farbakzente setzen, außer man fühlt sich gleich pudelwohl damit, die grellrote oder knallpinke Krawatte zu tragen – wobei ich zugeben muss, dass ich das eher den Socken oder den Hosen vorbehalte. Hier kann ein Mann ruhig mal ein Statement setzen.

Das Einstecktuch ist ein Accessoire, bei dessen Einsatz viele Männer Hemmungen haben. Seit der Fernsehserie Mad Men achte ich noch mehr als vorher darauf, wie ein Einstecktuch gefaltet ist. In der Serie hatten die Hauptdarsteller jeweils eine Falttechnik als Markenzeichen, die genau zum Charakter passt in Präsenz und Zackigkeit oder Lockerheit. Warum trägst Du Einstecktücher?

Zunächst einmal muss ich gestehen, dass ich Mad Men überhaupt nicht kenne.
Aber nun gut, warum trage ich Einstecktücher. Eigentlich hab ich damit angefangen zu einer Zeit, als kaum jemand Einstecktücher trug.

Erlaube mir einen kleinen Rückblick: Früher, noch bis in 1970er Jahre hinein, trugen Männer regelmäßig Einstecktücher zum Anzug. Das galt dann aber irgendwann als extrem spießig und die Jüngeren ließen um gegen das Althergebrachte zu rebellieren vermehrt selbiges einfach weg. Man erschien weniger förmlich, wenn man schon Anzug oder Sakko trug. Irgendwann wurde aus dem Spießertuch dann vielleicht eher ein Dandy-Tuch, also eher exzentrisch als spießig. Die Tücher wurden zunehmend bunter und waren nicht wie früher einfach weiß. Damit konnte man bzw. in dem Fall auch ich wunderbar Akzente setzen und sich ein wenig von der Masse abheben.

In England zum Beispiel oder in Italien hat man allerdings seit jeher einen anderen Bezug zum Einstecktuch. Die Engländer sehen es als Teil des Gesamtbildes, die Italiener spielen gerne mit ihrer Mode und nutzen es als Eyecatcher. Irgendwo dazwischen bin ich dann auch zu finden. Ohne Einstecktuch wirkt die Brusttasche für mich verloren und öde.

Wie wählst Du sie in Bezug auf Muster und Farben zum restlichen Outfit und vor allem zur Krawatte aus? Was für einen Tipp hast Du, um die passende Falttechnik herauszufinden?

Ich habe mittlerweile eine recht große Auswahl an Einstecktüchern. In der Regel schaue ich, dass ich bereits, wenn ich sie kaufe, überlege, wie man sie kombinieren kann. Ich versuche nach Möglichkeit eine Farbe aufzugreifen, die in meinem Outfit vorkommt. Das kann die Farbe der Krawatte sein, die Farbe des Hemdes, der Hose oder aber gerade im Herbst/Winter auch die Farbe von Pullover oder Cardigan.

In Bezug auf die Muster versuche ich es in der Regel einfach zu vermeiden, zu viele zu kombinieren, da das sehr schnell chaotisch wirken kann. Manchmal kann das allerdings das Tüpfelchen auf dem i sein. Dann lege ich es auch drauf an. Einfarbige Einstecktücher, am besten aus Leinen, Baumwolle oder Wollmischungen, finde ich allerdings immer recht praktisch, da man hier nicht viel falsch machen kann.

Ich rate dazu, alles zusammen aufs Bett zu legen, was man kombinieren möchte, oder es auf einem Bügel aufzuhängen. Also das Sakko über das Hemd hängen, dann Krawatte und Einstecktuch dazu usw. Am Ende dann zwei, drei Meter weggehen und sich das Ensemble aus der Entfernung anschauen. Wenn alles auf einen selbst stimmig wirkt, dann dürfte es in der Regel auch so auf andere wirken.

Letztendlich zählt aber nur, dass man es selbst für stimmig hält, denn nur dann kann man es mit der nötigen Portion Selbstbewusstsein tragen, die dazu benötigt wird, dass es überzeugend rüberkommt.

Was die Falttechnik angeht, so ist das Netz von Anleitungen übersäht. Man findet sehr viele Techniken, wenn man sich einfach mal ein wenig durchgoogled – ich für meinen Teil hab ein paar Falttechniken für mich gefunden, mit denen ich am besten fahre. Ich weiß nicht mal ob sie Namen haben, ob es sie irgendwo gibt oder ob ich vielleicht sogar eine erfunden habe, wer weiß?

Ich glaube es sind drei oder vier, die eigentlich immer wieder vorkommen. Hier gilt einfach mal ausprobieren und schauen, welche man für sich wählt – ich bin sicher, dass jeder irgendwann seine Lieblinge finden wird.

Beim Thema Einstecktuch erwähnte ich eben schon das Wort Markenzeichen. Damit ist kein Label im Sinn eines Firmenlogos gemeint, sondern ein persönliches Markenzeichen im Kleidungsstil. Etwas, von dem andere Menschen sagen, das ist typisch Stephan. Was ist Dein Markenzeichen im Gesamtlook? Wie hast Du es gefunden?

Das Einstecktuch war sicherlich eine ganze Zeit lang etwas wie ein Markenzeichen. Heute tragen wieder viele Männer eins, weswegen ich mich damit nicht mehr so hervorhebe, aber das ist ok, ich begrüße es sogar. Wenn man mich heute fragt, was ist typisch Stephan, dann ist es schwierig, eine entsprechende Antwort zu geben. Allerdings wundern die Leute sich oft, wenn ich mal nicht in Krawatte oder Schleife und Sakko daherkomme, also ist eher mein Look selbst zu einer Art Markenzeichen geworden.

Was ist Dein Tipp für Männer, die erst damit beginnen, sich einen eigenen Look zu erarbeiten. Womit fangen Sie am besten an? Für welche Teile nimmst Du das größte Budget? Was kann man erstmal vernachlässigen oder etwas Günstiges kaufen?

Eine sehr interessante Frage, die ich auch gar nicht so pauschal beantworten möchte. Idealerweise würde ich den Männern raten, mal vom Standard etwas abzuweichen. Heutzutage ist doch Jeans und Hemd, vielleicht auch Jeans und Pulli zu einer Art Uniform verkommen. Auch wenn es Bluejeans sind, hat es doch eher was von den grauen Männern bei Momo: Alle sehen gleich aus, keiner hebt sich hervor.

Ich möchte jetzt auch nicht unbedingt dazu raten, dass jeder sich eine Krawatte um den Hals schlingt. Ich kenne viele Männer, die eine Abneigung dagegen haben und sie ist letztendlich auch gar nicht wichtig.

Das wichtigste, finde ich, ist ein Sakko – für mich das universellste Kleidungsstück überhaupt. Es hat viele Taschen, man kann alles mitnehmen, was man mitzunehmen hat und man wirkt gleich eine Spur angezogener, wenn ich das so formulieren kann. Ebenso wichtig sind gute Schuhe. Nichts kann einen Look mehr ruinieren als die Wahl der falschen Schuhe – hier würde ich am allerwenigsten sparen.

Wenn Du sagst, bei Schuhen sparst du am wenigsten, was ist hier Dein Tipp?

Bei Schuhen gebe ich gern den Rat: Designerware ist oft teuer, aber deswegen nicht gleich von besserer Qualität. Man sollte sich ein wenig mit dem Thema auseinandersetzen und schauen, worauf man achten muss.

Das sind insbesondere die Macharten. Gute Schuhe sind rahmengenäht oder genagelt, nicht nur verklebt. Es ist sicher nicht schlimm, wenn zusätzlich mit Kleber gearbeitet wird, aber vernähte Schuhe bleiben jahrelang in Form und können immer wieder repariert werden. Ein einfacher Tipp: Im Laden den Schuh anheben, ein guter Schuh ist schwerer als ein schlechter.

Außerdem sollte man Schuhe meiner Meinung nach, nur von namhaften Herstellern kaufen, die mitunter auch schon Jahrzehnte lang auf dem Markt sind und eben nur Schuhe vertreiben. Wer lange besteht, bietet in der Regel auch Qualität, sonst bestünde das Unternehmen nicht auf dem Markt.

Kannst Du hier einige Hersteller nennen?

In Deutschland fällt oft als erstes der Name Lloyd. Über viele Jahrzehnte hat Lloyd wirklich sehr gute Schuhe hergestellt. Ich selbst besitze ein Paar, dass ich 1994 gekauft habe, bereits mehrfach neubesohlt und immer gepflegt habe und auch heute noch trage. Diese Schuhe haben damals 450 DM gekostet, auf die ich damals auch eine ganze Weile hingespart habe.

Bei Lloyd gab es dann aber am etwa Anfang der 2000er Jahre wirklich eine Zeit lang, wie mir schien, den Versuch mit dem guten Namen billigeres, fast schon schlechtes Schuhwerk auf den Markt und an den Mann zu bringen um die Gewinne zu maximieren. Das hat mich dazu gebracht mich nach Alternativen umzusehen. Hier landete ich zum Beispiel bei Dinkelacker, aber unter anderem auch bei britischen Herstellern wie Loake oder Church’s. Ein weiterer Favorit sind die amerikanischen Schuhe der Marke Alden.

Hier sind wir allerdings schon in einer anderen Liga, wo sicherlich viele Männer nicht einsehen, das Geld in die Hand zu nehmen. Wenn man jedoch überlegt, dass ein Paar Schuhe für 600-800 Euro dann auch 10-15 Jahre hält und man in dieser Zeit vielleicht noch 200-300 Euro für Reparaturen einplant, dann kommt man im Schnitt auch auf die 100-150 Euro pro Jahr die Männer für Schuhe ausgeben, die sie nach eben ein-zwei Jahren entsorgen müssen. Nur hat man dann eben einen wirklich gut gemachten Schuh.

Kommen wir aber zurück zu den Marken, mit denen man vielleicht anfangen kann, denn vor allem im Internet findet man natürlich alle möglichen Marken und Qualitäten. Eine sehr gute Seite ist herringshoes.co.uk – dieser englische Hersteller bietet nahezu alles was die englische Schuhindustrie zu bieten hat und im Sale kann man auch den einen oder anderen Schnapper machen.

Wenn wir schon im Netz unterwegs sind, kann ich aber auch dazu raten mal bei Shoepassion, Prime-Shoes, Meermin, Velasca oder Scarosso zu schauen. Diese Schuhe werden nur im Direktvertrieb über einzelne ausgewählte, eigene Läden aber eben vornehmlich online vertrieben. Das spart die Margen der Zwischenhändler ein und man bekommt für den Preis mittelmäßiger Schuhe der meisten Standard-Schuhläden in den Städten hier für sein Geld wirklich gutes Schuhwerk.

Wenn Du eine Liste erstellen müsstest, welche Basics braucht man(n) Deiner Meinung nach?

Wenn ich jemandem eine Art Liste erstellen müsste, was man sich kaufen sollte, um einen Look zu kreieren, bzw. eine Grundausstattung zu haben, dann wären das

  • Ein sportliches Sakko, farblich hier vielleicht das zuvor bereits erwähnte Navyblaue
  • Chinos in Navyblau und vielleicht Beige oder Grau/Olive als Alternative zur Jeans
  • Zwei Paar gute Schuhe in Braun und Schwarz, dazu jeweils ein passender Gürtel
  • Ein halbes Dutzend Hemden in Weiß und Hellblau, wer es mag auch Rosa – und vor allem bitte, bitte niemals Kurzarm!
  • Ordentliche Socken/Strümpfe – Du wirst lachen, aber das ist definitiv ein wichtiger Punkt. Wir alle wissen, dass weiße Tennissocken schrecklich sind. Aber glaub mir, deren schwarze oder graue Pendants sind nicht weniger schlimm.
  • Wenn man sich dazu noch ein paar Accessoires besorgt, wie Einstecktücher oder auch den ein oder anderen Schal, dann ist man durchaus in der Lage vielseitige Looks zu kreieren. Mit dieser Grundausstattung kann man dann die Garderobe immer weiter ausbauen.

Deine Kleidung sieht auf den Fotos immer perfekt sitzend aus. Ist das alles maßgeschneidert, angepasste Konfektion oder hast Du das unverschämte Glück, so exakt in Sachen von der Stange zu passen?

Vielen Dank! Meine Kleidung ist unterschiedlichster Herkunft. Ich kaufe sowohl maßgeschneiderte bzw. maßkonfektionierte Kleidung, aber auch sehr vieles von der Stange. Genauso kaufe ich sehr gerne Vintage-Kleidung. Insbesondere bei Tweed, welchen ich sehr gerne trage, findet man oft alte Schätzchen, die in einer Qualität gefertigt wurden, die man heute kaum noch findet.

Dennoch muss ich zugestehen, dass ich sehr oft das große Glück habe, dass ich mit Stangenware – welche in gewissen Kreisen verpönt ist – durchaus wunderbar zurechtkomme. Man muss halt wissen, wie die Kleidung sitzen soll. Dann kann man oft mit kleinen, wenig kostspieligen Änderungen wunderbar zurechtkommen.

Ich denke auch, dass wir heutzutage bereits für verhältnismäßig kleines Geld sehr ordentliche Kleidung bekommen können – ob das allerdings in Bezug auf die Arbeitsbedingungen der Hersteller zu begrüßen ist, ist natürlich ein anderes Thema.

Deine geliebte Omega-Uhr kennen wir. Was für andere Schmuckstücke trägst Du im Alltag? Wie stehst Du zu Schmuck bei Herren?

Bei Schmuck bin ich sehr pragmatisch. Ich finde Ringe bei Männern noch akzeptabel. Der Ehering zum Beispiel ist etwas, das Männer natürlich tragen können. Ansonsten sollten sie sich aus konservativer Sicht eher zurückhalten. Ich trage zum Beispiel an jeder Hand, am Ringfinger einen Ring. Beides sind Stücke, die mir besonders wichtig sind und eine emotionale Bindung mit sich bringen. Allerdings ist so eine Aussage natürlich stark pauschal. Jemand, der in seinem Stil zum Beispiel einem Rockstar oder Biker ähnelt, der kann diesen Stil natürlich auch durch mehrere Ringe zum Ausdruck bringen.

Armbänder aus Stahl, Silber oder Gold zum Beispiel finde ich persönlich bei Männern deplatziert. Das sollte man den Damen überlassen. In den 70ern und 80ern war das mal sehr schick, heute wirkt es allerdings nicht mehr. Wer denkt da zum Beispiel nicht an Dieter Thomas Heck?

Allerdings ist die Mode immer ein Kommen und Gehen. Wer weiß, vielleicht kommen die Armbänder aus Metall ja wieder? Im Sommer kann z.B. ein Holzperlenarmband durchaus zu einem Casual-Look passen, vorausgesetzt es sticht nicht zu sehr hervor. Jedenfalls ist dieses Thema derzeit recht aktuell und das Angebot vielfältig.

Halsketten trage ich persönlich überhaupt nicht und finde dass, wenn Männer sie tragen, diese auf jeden Fall unsichtbar bleiben sollten – außer vielleicht Sie sind ein gutgebauter, gutaussehender südländischer Playboy. Dann darf sie unter dem weit offen geknöpften Hemd und zur Sonnenbrille gerne Ihr Playboy-Image unterstreichen.

Vielen Dank, lieber Stephan, für das Interview. Ich wünsche Dir weiter viel Freude an Deinem persönlichen Stil!

Hier findest Du die bisherigen Interviews: Leser_innen-Interview by meyrose.
Lesetipp von mir hier im Blog: Männermontage – Bücher für Männer mit Stil.

Ohne Worte #11

Gelbe Blüte auf Beton

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Sieht so die moderne Familie aus?

Die US-amerikanische Familienserie Modern Family ist die beste Sitcom mit kurzen Episoden, die ich kenne. Allerdings nennt sie sich Mockumentary-Comedy und nicht Sitcom. Patchwork, Multikulti mit Kolumbien, perfekte Tochter (oder auch nicht), schwuler Sohn, Adoptivkind aus Vietnam, Kinder mit verschiedenen IQ-Bandbreiten, viel Liebe und Lachen klingt einfach nur kitschig, stimmt aber auch mal nachdenklich. Ich habe alle Folgen der inzwischen sechs gekauften Staffeln mehrfach gesehen und lache immer noch wieder über neue Aspekte.

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Du suchst Unterhaltung für den verregneten Sommertag? Schau mal rein!

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