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Ehering Bicolor Design Ines Meyrose, Fertigung Goldschmiede Mechlem

Zwei Eheringe haben?

Warum nicht? Ich gehe jetzt mal nicht von zwei Ehepartnern nacheinander aus, sondern von ein und derselben Ehe. Ja, kann man. Ja, habe ich. Also können andere das auch machen. 2004 bei der Hochzeit mit Ehemann Nummer 2 hatte ich meine Weißgoldphase. Gelbgold hatte ich nur in wenigen Bicolor-Schmuckstücken zusammen mit Silber oder Weißgold, deshalb erschien es mir logisch und angenehm, den Ehering in Weißgold mit etwas Gelbgold zu gestalten.

In den Jahren 2005-2007 entwickelte sich mein Schmuckgeschmack – bis heute konstant – in Richtung Gelbgold und Roségold kam auch dazu. Dazu wurde mir mein Ehering dann zu bunt und es kam das Bedürfnis auf, einen schöner zu Gelb- und Roségold passenden Ehering zu haben. Dazu habe ich übriges Gold von älteren Umarbeitungen aus Familienschmuck zur Verfügung gestellt und mein Mann hat mir die Fertigung 2007 zu Weihnachten geschenkt.

So habe ich zwei Eheringe, von denen einer immer zu meinen Schmuckfarben passt, und freue mich über die Auswahl. Darüber hinaus habe ich mit meinem Mann eh die Abmachung, dass ich alle von ihm geschenkten Ringe als Ehering tragen darf. Ich mag es, auch am rechten Ringfinger Abwechslung zu haben.

Bei Kunden höre ich oft, dass sie die Farbe des Eherings nur dem Partner zuliebe genommen haben, weil der die partout wollte. Da bin ich der Ansicht, dass jeder die Schmuckfarbe tragen sollte, die er am liebsten hat. Bei einer gewissen oder absoluten Ähnlichkeit in Form und Größe der Ringe ist dennoch deutlich zu erkennen, dass es sich um Eheringe handelt.

Muss ein Trenchcoat eng sitzen?

Ines Meyrose - Trenchcoat dunkelmarine Petite-Kurzgröße Landsend - Dreieckstuch Zwillingsherz - Jeans Raffaello Rossi - Stiefeletten-Mat:20

Nein. Richtig eng gehört ein Trenchcoat sowie nicht, denn es ist ein Übergangsmantel, unter den idealerweise verschieden dicke Teile passen, also von Bluse bis Pullover zum Beispiel. Figurbetont darf er gerne geschnitten sein. Wenn er etwas lockerer fällt, kannst Du ihn mit dem Gürtel (geknotet, nicht mit der Schnall geschlossen!) auf Taille bringen. Schwierig wird es, wenn ein Trenchcoat extrem zu groß oversized ist, weil man dann schnell förmlich versinkt.

Ein übergroßer, weiter Trenchcoat kann leger-entspannt gut aussehen, wenn Du

  • mindestens 1,70 m groß bist und sehr schlank.
  • mindestens 1,78 m groß bist und schlank oder ein bisschen runder.

Ein übergroßer, weiter Trenchcoat wird vermutlich nicht gut aussehen, wenn Du

  • unter 1,65 m und zierlich bist, weil Du dann darin versinkst.
  • unter 1,78 m bist und eine große Größe trägst, weil er dann einfach nur aufträgt.

Die Zahlen sind natürlich nicht exakt, sondern als Illustration gemeint, um eine ungefähre Statur vor Augen zu haben. Aus eigener Erfahrung mit 1,65 m kann ich sagen, dass bei mir ein Trenchcoat in der passenden Größe immer am besten aussieht.

Ich habe mir 2014 einen passenden beigefarbenen in Kurzgröße 46 gekauft, der mir gefiel, den ich im Beitrag 10 Tipps zum Kauf eines Trenchcoats gezeigt habe. Als ich dann aber nur noch Größe 42 brauchte, sah ich darin verloren aus.

Eine Zeitlang habe ich ihn mit Gürtel noch getragen und fand, dass das ging. Dann habe ich allerdings jemanden in dem gleichen Mantel in passender Größe gesehen und danach war klar, dass ich einen neuen Mantel brauche. Die Wirkung ist bei eher kleinen Personen unglaublich anders, ob ein Mantel passt oder nicht. Jetzt habe ich einen dunkelblauen in Kurzgröße M (40/42), den ich gerne trage.

Was ist das Gegenteil einer Bucket-List?

Das ist entweder eine Liste mit allem, was man bereits erlebt hat, was man erleben wollte, oder eine Liste mit allem, was man in diesem Leben nicht mehr (wieder) erleben möchte. Hier findest Du als Gegenteil einer Bucket-List meine

  • Unbucket-List von 2017, in der die abgehakten Erlebnisse stehen.
  • Murtaugh-Liste von 2018, in der steht, für welchen Kram ich zu alt bin.

Die Murtaugh-Liste hat letzten Sommer weite Kreise unter Bloggern gezogen und ich habe viele persönliche Beiträge beim Hüpfen durch die Teilnehmerblogs gelesen, die mich amüsiert haben.

Was hast Du 2019 bisher von Deiner Bucket-List erlebt oder was ist auf die Murtaugh-Liste gekommen?

Lesetipp: Aus dem Leben einer Hebamme

Werbung – Rezensionsexemplar und Affiliate Links von Amazon

(Affiliate Link auf dem Cover)

Die Wehenschreiberin: Geschichten aus dem Kreißsaal
von Maja Böhler mit Annabel Dillig

Hätte sie nach dem Jurastudium doch lieber in die große Bürokarriere starten sollen? Nein, Hebamme Maja Böhler (Pseudonym) liebt ihren Job, fühlt sich dazu berufen und möchte keinen anderen ausüben, auch wenn der nicht immer leicht ist.

Es begann mit einer Kolumne im SZ-Magazin und wurde am Ende ein Buch. Journalistin Annabel Dillig verfasst die Texte der Wehenschreiberin auf Basis von Interviews mit der Hebamme Maja Böhler. Schade finde ich dabei, dass Annabel Dillig im Buch nur am Rande und nicht mal auf dem Cover erwähnt wird, denn dass die Geschichten so berührend-unterhaltsam sind, liegt mit Sicherheit an ihrem Schreibstil. Natürlich könnte sie ohne den Input der Hebamme die Geschichten nicht schreiben, aber Fakten alleine geben keine gute Story ab.

Auf 272 Seiten kannst Du die Hebamme in Kurzgeschichten begleiten, die alle aus ihrem realen Leben stammen. Welcher Kindername kommt dabei heraus, wenn Eltern nach der Geburt 29 Tage brauchen, um sich zu entscheiden? Wie erträgt man körperlichen und seelischen Schmerz leichter und wann hilft gar nichts mehr außer einer Decke über dem Kopf und Schlaf? Von Verständigungsproblemen, Frühgeburten, Tabus, Intimfrisuren und Tattoos, Aberglauben bis zur Elterntypologie nimmt die Wehenschreiberin die Leser mit den Kreißsaal.

Der Kreißsaal ist ein Raum, den ich noch nie betreten habe und vermutlich auch nicht mehr betreten werde. Dennoch finde ich die Geschichten spannend, weil mir viele Frauen von ihren Erlebnissen an diesem Ort erzählt haben und es menschlich interessante Geschichten sind. Ich habe beim Lesen gegrinst, laut gelacht und ein paar Tränen vergossen – vor Rührung und Traurigkeit.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Goldmann Verlag (Werbung) aus der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt. Wenn Du gerne Kolumnen liest und Lust auf menschliche Geschichten hast, empfehle ich es Dir gerne. Bei unerfülltem Kinderwunsch oder nicht aufgearbeiteten traumatischen Erlebnissen im Kreißsaal lass lieber die Finger davon. Ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen, man könnte es aber auch kolumnenweise langsam lesen – wenn man nicht so neugierig wäre, was die Wehenschreiberin als nächstes erlebt!

Was für Geschichten hast Du im Kreißsaal erlebt?

(Affiliate Link)

Körperpflege – noch mehr Wahnsinn

Kernseife

Der Beitrag Körperpflege-Wahnsinn hat 2014 immenses Feedback bekommen und es kommen bis heute Leser über Suchmaschinen zu diesem Artikel. Das nehme ich zum Anlass, ein Update zu dem Beitrag zu schreiben. Denn eins ist klar: Der Wahnsinn ist 2019 nicht weniger geworden!

Körperpflege-Wahnsinn 2.0

Auch heute noch wünsche ich mir die Zeiten zurück, in denen ich mit Zahnbürste, Zahnpasta, Duschgel und Shampoo glücklich war. Verflucht gehört der Tag, an dem ich mit Bodylotion und Gesichtscreme angefangen habe, verführt von der Frau mit der vermutlich zartesten Haut des Universums. Anderseits ist heute nicht gestern und realistisch betrachtet möchte ich auf die positiven Auswirkungen auf meine Haptik und Optik eindeutig nicht verzichten. Nicht umsonst nennt mein Mann mich unter anderem Zartfrau.

Wenn ich aufs Schminken verzichten würde und damit aufs Abschminken, bräuchte ich keine Gesichtscreme, dann würde mir Augencreme reichen. Wenn … und eins ist klar: Ich möchte nicht auf mein geliebtes Kompaktpuder verzichten. Ich sehe damit einfach besser aus, also komme ich um eine Gesichtscreme nicht herum. Und wenn man schon dabei ist, kann man ja noch etwas mehr für die Feuchtigkeit der Haut tun. Und etwas gegen Pigmentflecken ist auch fein … und … und … und …

2014 ging mir die Dauer der Pflegerituale total auf den Zeiger, auch wenn ich schon damals nicht darauf verzichten wollte. Heute stört mich der Zeitaufwand nicht mehr und ich bin immer noch relativ schnell fertig. Ich komme mir dabei allerdings vor wie ein achtarmiger Krake, der mit sich selbst Wiener Walzer tanzt und dabei jongliert.

Morgendlicher Pflegemarathon

  1. Zähneputzen mit Zahnpasta für morgens
  2. Duschen mit Duschgel
  3. Haarwäsche mit Shampoo
  4. Gesichtsreinigung
  5. Augencreme für Augen- und Mundpartie
  6. Serum (phasenweise)
  7. Tagescreme mit SPF
  8. Bodylotion – im Sommer teilweise stattdessen Sonnencreme
  9. Im Sommer extra Fußcreme für die Fersen und Zehen
    => Hände waschen mit Seifenstück
  10. Deo
  11. Haarwachs
    => Hände waschen mit Seifenstück
  12. Schminken … Kompaktpuder, Augenbrauenpuder, Lippenstift …
  13. Augentropfen gegen chronisch trockene Augen (und im Sommer davor noch welche gegen Pollenallergie)

Abendliche Pflegeroutine

  1. Gründliches Händewaschen mit Seifenstück
  2. Zähneputzen mit Zahnpasta für abends
  3. Doppelte Gesichtsreinigung, um erst Schminke zu entfernen und dann die Haut an sich zu reinigen
  4. Zahnreinigung mit Zahnzwischenraumbürsten in zwei verschiedenen Größen je nach Zahnzwischenraumgröße
  5. Augencreme für Augen- und Mundpartie
  6. Serum (phasenweise)
  7. Nachtcreme
  8. Lippenpflege
  9. Im Sommer extra Fußcreme für die Fersen und Zehen
    => Hände waschen mit Seifenstück

Ab und an zusätzlich

  1. Körperpeeling
  2. Füße Hornhautschrubben
  3. Hände eincremen
  4. Ein paar restverbliebene Körperhaare an wenigen Stellen entfernen
  5. Alle 5-6 Wochen zum Friseur
  6. Parfüm
  7. Nagellack samt Entferner

Im Beautyprofil findest Du eine Aufstellung meiner Lieblingsprodukte. Diesen Beitrag halte ich absichtlich produktnamenfrei, weil es mir nur um die Art der verwendeten Produkte geht und nicht die Vorteile der einzelnen.

Verwendest Du (noch) mehr Produkte? Oder weniger? Und wo lagern die?

High Class Leger Chic: sportlich-elegant ohne Jeans und Blazer

Ines Meyrose – sportlich-elegantes Outfit – 2019 – Tunikabluse aus Seide mit graphischem Muster kombiniert mit marineblauer Stretchhose und dunkelbraunen Stiefeln – Ü40 Bloggerin

Bei sportlich-elegant denken viele sofort an Jeans und Blazer. Klar, das funktioniert. Es funktioniert aber auch mit Seidenbluse und Stretchhose. Das ist mein Outfit im High Class Leger Chic für Anlässe, bei denen einige Menschen im Anzug kommen und andere in Jeans. Schick sieht es aus, weil die Seidenbluse leicht glänzt und schön fällt, sportlich wird es durch die enge Jerseyhose.

Weite Bluse + enge Hose = perfekt für A-Figurtypen mit schlanken Beinen

  • Die schmale Hose betont die Beine.
  • Die Stiefel haben eine ähnlich dunkle Farbe wie die Hose, so dass die Beine damit optisch verlängert werden. Das ist gut, weil die Bluse ihnen oben etwas klaut.
  • Das Muster der Bluse lenkt den Blick nach oben.
  • Der spitze, schmale Tunika-Ausschnitt streckt den Oberkörper und zaubert einen kleineren Busen.
  • Wichtig ist, dass die Bluse nicht an der breitesten Stelle der Oberschenkel bzw. Hüfte aufhört, weil sie diese sonst betonen würde. Es ist gut, wenn sie leicht den Schritt bedeckt, wenn man gerade steht.

Ich werde öfter mal gefragt, warum ich Oberteile nicht eine Nummer kleiner auswähle. Auf den Bildern sieht die Bluse sehr weit aus. Real würde sie aber in einer Nummer kleiner, wenn ich mich gerade hinstelle – Brust raus, Po rein – am Busen spannen. Das würde bei einer so leger fallenden Bluse blöd aussehen. Also trage ich sie lieber in den Schultern und am Rest etwas lockerer und kann mich drin bewegen.

Farbenmix für dunkle Farbtypen

Ines Meyrose – sportlich-elegantes Outfit – 2019 – Tunikabluse aus Seide mit graphischem Muster kombiniert - Ü40 Bloggerin

Die Farben der Seidenbluse (92 % Seide, 8 % Elasthan) gibt der Hersteller mit Beige, Türkis, Blau, Grün an. Ich würde es Beige, Petrol, Dunkelblau und Oliv nennen. Das Dunkelblau ist so dunkel, dass es fast schwarz wirkt, so dass die Bluse auch zu Schwarz kombinierbar wäre. Der Farbenmix passt sowohl zum Herbstfarbtyp als auch zum Winterfarbtyp, die beide dunkle Farben vertragen. Für den Herbsttyp sind die Farben darin warm genug, für den Wintertyp sind die kühlen dabei und der Kontrast wirkt schön. Das graphische Muster ein gutes Beispiel für ein kleines Muster mit hohem Kontrast.

Die Bilder haben wir am 7. Juli 2019 bei 14 Grad gemacht und ich habe danach im Kaschmirpullover am Laptop gesessen. Am verbrannten Gras siehst Du die Folgen der 35 Grad im Schatten vom Sonntag zuvor. In der Bluse war ich im Winter auf einer Wirtschaftspreisverleihung und an einem anderen Abend schön Essen in genau der Kombination. Im Juli war ich mit ihr in einem klassischen Konzert kombiniert mit brauner 7/8-Stretchhose und blauen Stiefeletten. Sie scheint ein Ganzjahreskleidungsstück zu sein.

Die feine Tunikabluse würde auch gut zu hellen Sommerjeans oder meiner weißen Caprihose mit Sandalen oder Pantoletten passen. Dafür ist sie mir aber zu schade, weil ich sie etwas aufspare, was sonst gar nicht meine Art ist. Das liegt daran, dass ich Seide leider ab und an verwasche. So gut ich Kaschmir waschen kann, so touchy ist Seide bei mir.

Grüße vom Zausel

Ines Meyrose – sportlich-elegantes Outfit – 2019 – Tunikabluse aus Seide mit graphischem Muster kombiniert mit marineblauer Stretchhose und dunkelbraunen Stiefeln – Ü40 Bloggerin mit Hund Paul

Ines Meyrose – sportlich-elegantes Outfit – 2019 – Tunikabluse aus Seide mit graphischem Muster kombiniert mit marineblauer Stretchhose und dunkelbraunen Stiefeln – Ü40 Bloggerin mit Hund Paul

Ines Meyrose – sportlich-elegantes Outfit – 2019 – Tunikabluse aus Seide mit graphischem Muster kombiniert mit marineblauer Stretchhose und dunkelbraunen Stiefeln – Ü40 Bloggerin mit Hund Paul

Ines Meyrose – sportlich-elegantes Outfit – 2019 – Tunikabluse aus Seide mit graphischem Muster kombiniert mit marineblauer Stretchhose und dunkelbraunen Stiefeln – Ü40 Bloggerin mit Hund Paul

Was ziehst Du an, wenn Du sportlich-elegant wirken möchtest?

Heideblüte 2019 in der Fischbeker Heide

Werbung ohne Auftrag durch Ortsnennungen und Verlinkungen

Heideblüte 2019 – Fischbeker Heide - Hamburg

Gestern habe ich diese ersten zarten Heideblüten in der Fischbeker Heide in Hamburg im Fischbektal gesehen. Die Flächen sind noch grün, in ein bis zwei Wochen dürfte hier alles rosa-lila leuchten, wenn die Sonne die Blüten hervorgelockt hat. Ich schätze, dass sich die volle Pracht dann bis Mitte August hält. Wenn Du einen Ausflug zur Heideblüte einplanen möchtest, empfehle ich den für den späten Juli.

Anreise in die Fischbeker Heide in Hamburg

Heidschnuckenweg - Deutschland schönster Wanderweg 2014 in Hamburg - Start in der Fischbeker Heide

Du kommst ganz einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln her. Nimm die S-Bahn bis Neugraben und geh ab dort zu Fuß bis zur Hundewiese Kiesbarg oder fahre mit dem 250er-Bus bis zur Endstation. Du kannst auch direkt am Ausgangspunkt des Heidschnuckenweg einsteigen. Ich gehe einfach ein paar Schritte zu Fuß von zu Hause aus und bin schon da. Ein Spaziergang in der blühenden Heide ist wie ein kleiner Urlaub.

Hast Du Lust auf einen gemeinsamen Heidespaziergang?

BlogLiebe #7

Header Blog meyrose - fashion, beauty & me

Im Juli ist bei der Mitmach-Schreibaktion BlogLiebe #7 von Bloggerin Bine Thema, ob es schlechte Erfahrungen mit dem Blog gibt, wie sich die Professionalisierung der Szene auf den Blog ausgewirkt hat und was online die Lieblingsbeschäftigung ist.

Hast Du mit Deinem Blog schon mal schlechte Erfahrungen gemacht?

Ja, ich habe schlechte Erfahrungen mit meinem Blog gemacht, aber die halten sich in Grenzen. Es dominieren ganz klar die positiven Erfahrungen und im Vergleich zu anderen Bloggerinnen sind meine schlechten Erfahrungen – zum Glück und das möge bitte so bleiben – ein Klacks. Es gibt es so Sachen, bei denen nicht die Frage ist, ob einem das passiert, sondern wann ein einem das passiert. Das ist wie mit dem Smartphone in der Hosentasche und der Kloschüssel. Ist es Dir schon passiert oder wartest Du noch darauf? Die Top 3, die Blogger treffen können, sind aus meiner Sicht

  1. Persönlich beleidigende Kommentare
  2. Bilderklau
  3. Klonen

Einen so richtig ätzenden persönlich beleidigen Kommentar habe ich zum Glück erst einmal bekommen, getarnt mit erfundenem gräflichem Namen und gefakter E-Mail-Adresse. Der kam zur Seite Über mich und ich habe ihn damals sogar freigeschaltet und beantwortet. Gelöscht habe ich ihn im Zuge einer großen Blogüberarbeitung. Im Nachhinein frage ich mich, warum ich ihn überhaupt freigeschaltet habe. Das hatte was mit Meinungsfreiheit zu tun, aber in meinem virtuellen Wohnzimmer oder Büro beleidigen lassen muss ich mich dann doch nicht.

Es gab auch schon Kommentare, über die ich mich geärgert habe, aber da ging es immer eher um die Sache des Artikels, wobei ich dabei dennoch zusätzlich persönlich angegangen wurde. Aber das war O.K., denn wenn man ab und an polarisierende Artikel veröffentlicht, ist damit zu rechnen. Doof war nur, dass ich einmal gerade im Urlaub war, als das passierte. Das hat nicht gerade zur Entspannung beigetragen. Dass mir ein scheinbar harmloser Artikel so um die Ohren fliegt, hatte ich halt nicht erwartet, sonst hätte ich ihn zur Arbeitszeit veröffentlicht. Was mal wieder zeigt: Leserreaktionen sind für mich nicht vorhersehbar.

Bilderklau trifft mich aktuell immer noch. Seit Monaten versuchen sich Betrüger an meinen Bildern zu bedienen, teils leider erfolgreich. Die Bilder erscheinen in Onlineshops ohne Impressum und Kontaktmöglichkeiten, deren Server in China sitzen, und dort werden die auf meinen Fotos dargestellten Sachen – die teils mit meiner Person mit Gesicht zu sehen sind – scheinbar zum Verkauf angeboten. Zuerst wurden die Bilder aus dem Blog als Hotlinks eingebunden. Diese Option konnte ich erfolgreich blockieren, so dass dann nur noch ein Testbild in den Onlineshops erscheint.

Fake picture - Achtung, Sie sehen hier vermutlich ein gestohlenes Bild

Dann haben die Diebe die Bilder von meinem Pinterest-Account aus eingebunden, in dem sie eine andere URL als im Blog haben. Da wurde ich dann wirklich sauer, weil klar ist, dass mein Blog nicht zufällig betroffen ist, sondern jemand sich echt Mühe gibt, genau meine Bilder abzugreifen. Um das für weitere Bilder zu verhindern, habe ich alle Pinterest-Boards auf privat gestellt. Das half wieder für ein paar Wochen, dann wurde das Blogarchiv zum Kopieren der Bilder angezapft. Seit ich das offline gestellt habe, sehe ich zwar keine Bilder mehr in Shops, es erscheint Sold Out als Grafik, aber es werden immer noch Bildernamen von mir benutzt und dabei ist auch mein Name.

Die Pinterest-Boards sind inzwischen wieder öffentlich sichtbar. Mal sehen, ob sie da dann auch wieder beigehen oder nicht. Ich möchte die ungern dauerhaft privat stellen, weil sie oft angeklickt werden und auch Besucher auf den Blog bringen. Kopieren lassen will ich sie aber dennoch nicht!

Geklont wurde mein Blog bisher zum Glück nicht. Da aber dermaßen viele Bloggerinnen in meinem Umfeld davon schon betroffen waren, stelle ich mich seelisch darauf ein, dass das eine Frage der Zeit ist, bis es mich trifft. Bis dahin sammle ich Artikellinks mit Hilfestellungen für den Fall der Fälle. Ansonsten würde ich mich freuen, davon verschont zu bleiben.

Wie hat sich die Professionalisierung der Szene auf Deinen Blog ausgewirkt?

Auf meinen Blog hat sich das nicht ausgewirkt. Ich bin von Anfang an bemüht, mich an Gesetze und Regeln zu halten. Dinge, die ich selbst anfangs nicht wusste, habe ich von anderen Bloggern gelernt und war immer dankbar, wenn mir jemand einen Tipp gegeben hat, zum Beispiel was dofollow (Suchmaschinen folgen einem Link, ist gut fürs Ranking der Webseite) und nofollow (Suchmaschinen folgen einem Link nicht, wollen die Google-Richtlinien so bei Werbelinks haben) bei Verlinkungen bedeutet.

Dass das Telemediengesetz Schleichwerbung verbietet, war mir schon vor dem Bloggen klar. Es ändert sich zwar, was alles darunter fallen kann, aber die Grundsätze sind wohl zweifelsfrei. Dass sich bestimmte Usancen bei der Zusammenarbeit mit Agenturen und Firmen verankert haben, empfinde ich als angenehm.

Was die Professionalisierung angeht im Hinblick auf Layouts & Co. lasse ich mich davon nicht beeindrucken. Ich halte es damit weiter schlicht und einfach. Ich fühle mich da von anderen Bloggern nicht unter Druck gesetzt oder angespornt. Das wird so gemacht, dass es sich für mich gut anfühlt. Bisher hat sich keiner darüber beschwert.

Was ist online Deine Lieblingsbeschäftigung?

Am liebsten schreibe ich selbst, am zweitliebsten lese ich andere Blogs und am drittliebsten schaue ich mir schöne Bilder auf Instagram an.

Welche schlechten Erfahrungen hast Du als Blogger oder Blogleser gemacht?

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