Werbung – Rezensionsexemplar

Gekommen, um zu bleiben
Unser Haus im Wald – Von Hühnern, Hürden und dem Zauber eines Neuanfangs
Madeleine Becker
Originalausgabe, Paperback, Klappenbroschur, 288 Seiten
ISBN 978-3-442-30241-3
Erschienen am 11. März 2026 im Goldmann Verlag (Werbung)
Bestellmöglichkeiten bei diversen Händlern findest Du auf der Verlagswebsite.
„Madeleine Becker hat den Schritt gewagt: Gemeinsam mit Freund Lukas und zahlreichen borstigen, gefiederten und befellten Tierfreund*innen zieht sie in das Haus im Wald – einen alten Bauernhof in der Steiermark, den es erst einmal zu renovieren gilt. Klar, dass dabei nicht immer alles reibungslos läuft, vor allem aber findet die »Wald-WG« heraus, was es wirklich zum Glücklichsein braucht. Eine von der Abendsonne in goldenes Licht getauchte Obstwiese zum Beispiel, Krähen, die die Hühner vor Bussarden retten, einen Kater, der am liebsten im Gewächshaus schläft, und jede Menge Tomaten.
In der idyllischen Landschaft im Süden Österreichs kann Madeleine sich auf das Wesentliche besinnen: Wie kann ich Menschen- und Tierwohl bestmöglich vereinen? Was kann ich als einzelne Person im Kleinen für die Umwelt tun? Mit welchen Menschen möchte ich mich umgeben? Und nicht zuletzt die alles entscheidende Frage: Welches Leben möchte ich leben?
Verlagstext Madeleine Becker, Gekommen, um zu bleiben, Goldmann Verlag 2026
Auf das Buch bin ich über eine Promotion des Verlages gekommen. Ich kannte die Autorin zuvor nicht. Auf Instagram ist sie bekannt unter dem Profil @frau_freudig. Sie hat bereits zwei Bücher übers Landleben veröffentlicht: Erstmal für immer. Vom Hörsaal in den Kuhstall und Hin und weg. (Über)Leben auf dem Bauernhof – zwischen Kühen, Krisen und Kohlrabi. Das aktuelle Buch Gekommen, um zu bleiben beschreibt ihr Leben in ihrem Haus im Wald, das sie mit ihrem Partner Lukas 2023 bezogen hat.
Das Buch spielt zwischen 2023 und 2025 und ist tagebuchartig geschrieben, nicht wortwörtlich das ganze Jahr durch – es ist ein tagebuchartiges Resümee ihrer letzten zwei Jahre im Haus im Wald.
Madeleine und Lukas haben das Haus in der Weststeiermark in den Bergen als kleinen Bauernhof gekauft, um dort mit sieben Kühen, neun Wollschweinen, Hühnern, Katern, Kaninchen und auch ein paar unfreiwillig dazu gezogenen Tieren ein Zuhause zu finden.
Vorher waren die beiden von 2019 bis 2023 zusammen auf dem Hof seiner Eltern, die Milchviehwirtschaft betreiben. Dort gab es heftige Generationskonflikte und ziemlich viel Knatsch, sodass die beiden dann beschlossen hatten, sich was Eigenes aufzubauen.
Der Untertitel des Buchs Unser Haus im Wald – Von Kühen, Hürden und dem Zauber eines Neuanfangs ist wörtlich zu nehmen. Es beginnt mit dem Neuanfang auf dem Hof im September 2023. Lukas und Madeleine sind fluchtartig aus Kärnten abgereist. Sie haben ihre Sachen quasi über Nacht eingepackt und mussten zusehen, dass sie irgendwie alles mitkriegen. Sie konnten noch ein paar Tiere nachholen und das war’s dann.
Es hat einen glatten Schnitt zu Lukas‘ Familie gegeben. Was davor passiert ist in dem Generationenkonflikt, weiß ich nicht. Das wird man vermutlich in den beiden Büchern erfahren. Fakt ist, sie haben komplett den Kontakt zur Familie abgebrochen und wollen sich im Haus im Wald was Neues ausbauen.
Madeleine geht neben der umfassenden Arbeit auf dem Hof weiter ihrer Berufstätigkeit als Autorin und Content-Creatorin nach, Lukas arbeitet als Rettungssanitäter – erst noch in Vollzeit, dann reduziert er auf halbtags.
Bei der Renovierung des Hauses im Wald fallen ihnen immer wieder Hürden vor die Füße. Tiere büxen aus, machen irgendwas kaputt, Dinge stellen sich als ganz anders raus, als sie sich das vorher vorgestellt haben.
Nach vier Jahren Dauerstress auf dem Hof von Lukas’ Familie in Kärnten ist die neue Situation ungewohnt. Auf dem neuen Hof in der Weststeiermark versuchen sie, gemeinsam Fuß zu fassen. Zum ersten Mal sind sie wirklich nur auf sich selbst gestellt. Dieses Leben nur zu zweit kannten sie vorher so noch gar nicht.
Über die zwei Jahre hinweg, in denen das Buch spielt – es endet im September 2025 –, kommen immer wieder Praktikant_innen, Freund_innen und Helfer_innen auf den Hof, um die beiden zu unterstützen. Das klappt mal besser und mal schlechter. Am Ende entwickelt sich das Ganze zu einer Art Wald-WG mit wechselnden Bewohner_innen neben der Stammbesetzung Madeleine und Lukas.
Beide sind sehr glücklich mit der Situation, dass so viele Menschen, mit denen sie sich gut verstehen, auf den Hof kommen. Sie selbst haben kaum die Möglichkeit, den Hof zu verlassen, um Freund_innen oder ihre Familie zu besuchen, weil die vielen Tiere versorgt werden müssen.
Es ist eine sehr besondere Form von Lebensraum, die Madeleine und Lukas sich dort geschaffen haben. Sie bietet viel Gestaltungsspielraum und Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln. Manche Dinge gehen schief, manchmal sogar wortwörtlich. An anderen wächst man schnell. Und manchmal wächst einem dabei auch eine unbezähmbare Glyzinie über das Dach.
Vom ersten Satz an war ich beim Lesen direkt drin in der Geschichte. Ich hatte das Gefühl, ich lebe mit auf diesem Hof. Ich sehe das, ich fühle das. Es gibt einen Schwung Farbbilder in dem Buch zur Vervollständigung der Eindrücke.
Die Bilder habe ich erst an den jeweiligen Stellen im Buch angeguckt und nicht vorgeblättert, weil ich mich davon nicht beeinflussen wollte in meiner Vorstellung. Die Bilder, die beim Lesen in meinem Kopf entstanden sind, vielleicht auch ein bisschen geprägt vom Titelbild, passten zu den Fotografien, die dann im Buch zu sehen sind. Das spricht für die bildhaften Texte der Autorin.
Für wen ist das Buch was?
Wer Interesse daran hat, das Leben einer Anfang-30-jährigen Frau kennenzulernen, die einen unkonventionellen Lebensweg gewählt hat, wird Freude am Buch haben. Sie stürzt sich mit Kopf, Herz und Händen in Projekte, geht darin völlig auf und handelt mit Leidenschaft – manchmal bis zum Verzweifeln und darüber hinaus.
Auch Menschen, die gerne mit Tieren leben oder sich so ein Leben vorstellen können, werden Gefallen an der Geschichte finden. Wer denkt, ein Resthof mit ein paar Tieren sei einfach zu bewirtschaften, kann außerdem noch einiges lernen: Was gut klappt, was man besser anders macht und was man besser bleiben lässt.
Madeleine Becker fasst ihre Learnings im Buch teilweise in Listen zusammen. Sie zeigt, was der Garten, die Tiere oder das Haus ihr im Laufe dieser zwei Jahre beigebracht haben. Sie ist Gekommen, um zu bleiben. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob es so ist.
Wie würdest du gerne leben?
PS: Falls du dich wunderst, dass meine Sprache in diesem Blogbeitrag ein bisschen anders als gewohnt klingt, liegt das daran, dass ich den Text nicht getippt, sondern ihn als Sprachnachrichten eingesprochen und in Text habe umwandeln lassen. Ich spreche ausführlicher, als ich schreibe. Dazu interessiert mich dein Feedback.
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