Im Kaftankleid im Wasser – kühle Brauntöne am Herbstfarbtyp

Ines Meyrose – Sommeroutfit 2019 – Kaftankleid in dunkelbraun bedruckt – Ü40 Bloggerin

Endlich wieder ein dunkelbraunes Kleid! Yeah! Viele Jahre habe ich darauf gewartet, dass Braun endlich wieder in die Mode zurückkehrt. Ich liebe Braun und es steht mir. Es ist mir auch im Sommer keinesfalls zu dunkel, ich mag die Tiefe der Farbe. Sie gibt mir etwas Wohliges.

Warmes und kühles Braun

Farbberatungstücher von ColorCircus in den Farben Beige, Greige (Grau-Beige), Vollmilchschokoladenbraun und Espressobraun

Wie bei jeder Farbe gilt: Braun ist nicht gleich Braun. Es gibt helles und dunkles, warmes und kühles. Leuchtendes Braun kenne ich nicht, gedeckt ist es immer. Es sei denn, der Stoff ist glänzend. Neulich habe ich bei dem Artikel zum Suchbegriff zur Frage, ob Greige ein Braun ist, bereits etwas über verschiedene Brauntöne in der Farbberatung geschrieben und wem sie schematisch betrachtet stehen.

Kühles Braun am Herbstfarbtyp mit braunen Augen und braunen Haaren

Als Herbstfarbtyp bevorzuge ich ein warmes Nougat- oder Vollmilchschokoladenbraun. Weil mir aber die dunklen Komponenten des Herbstfarbtyps ebenso gefallen und meine Augen braun sind, trage ich auch gerne kühle Dunkelbrauntöne wie Espresso, Ebenholz, Zartbitterschokolade – deshalb habe ich das Kleid gekauft. Braun ist farblich meine sichere Bank. Das passt im Zweifelsfall immer zu mir.

Ines Meyrose – Sommeroutfit 2019 – Kaftankleid in dunkelbraun bedruckt – Ü40 Bloggerin

Meine Haare haben einen kühlen Braunton mit Grau, so dass die Espressonuancen nicht nur dazu passen, sondern diese besonders dunklen Brauntöne den Farbverlust meiner Haare im Gesamtbild etwas ausgleichen. Das ist ein Grund, warum ich mit den heller werdenden Haaren Beige in Gesichtsnähe nicht mehr großflächig gerne trage. Wenn Braun mir zu dunkel wird, kombiniere ich helles Tuch dazu.

Ines Meyrose – Sommeroutfit 2019 – Kaftankleid in dunkelbraun bedruckt – Ü40 Bloggerin - Portrait

Der Farbtyp bleibt in der Regel mit grauen Haaren unverändert, aber die Auswahl der Farben dazu ändert sich unter Umständen oder wo man die Farben am besten am Körper verteilt. Lange Rede – kurzer Sinn: In Vollmilchschoki wäre mir das Kleid noch lieber, aber in diesem Ebenholzton gefällt mir auch. Ein Kompromiss, der mir nicht weh tut.

Erfrischender Pfingstausflug mit Bilderflut

Ines Meyrose – Sommeroutfit 2019 – Kaftankleid in dunkelbraun bedruckt – Ü40 Bloggerin

Ines Meyrose – Sommeroutfit 2019 – Kaftankleid in dunkelbraun bedruckt – Ü40 Bloggerin

Ines Meyrose – Sommeroutfit 2019 – Kaftankleid in dunkelbraun bedruckt – Ü40 Bloggerin

Ines Meyrose – Sommeroutfit 2019 – Kaftankleid in dunkelbraun bedruckt – Ü40 Bloggerin

Ines Meyrose – Sommeroutfit 2019 – Kaftankleid in dunkelbraun bedruckt – Ü40 Bloggerin

Ines Meyrose – Sommeroutfit 2019 – Kaftankleid in dunkelbraun bedruckt – Ü40 Bloggerin

Nachteil von Stoffdruckmustern

Ines Meyrose – Sommeroutfit 2019 – Kaftankleid in dunkelbraun bedruckt – Ü40 Bloggerin mit Hund Paul

Was ich erst auf den Bilder gesehen ist habe ist, dass die Stoffinnenseite an den Ärmeln manchmal unschön zu sehen ist. Bei der Anprobe vorm Spiegel fiel das nicht auf und auch im Onlineshop bei dem Modell habe ich das nicht wahrgenommen. Es wäre schöner, wenn der Stoff durchgefärbt oder an den Ärmeln gefüttert wäre. Das Kleid hat 70 Euro gekostet und ist aus 100 %Viskose. Kann man für den Betrag schönere Verarbeitung erwarten oder nicht? Was meinst Du?

Grüße vom Zausel, der sich nicht mal beim Schiffshorn erschrocken hat

Paul in Hamburg an der Elbe am Strand Falkensteiner Ufer

Von Paul findest Du vier Fotoserien von wilden Tobeaktionen am Strand in seinem Instagramprofil unter Zausel_Paul

Sprechen Bilder genug oder braucht es Worte?

Als ich mich an den Rechner gesetzt habe, um die Bilder von mir zu bearbeiten, wollte ich bei der sich abzeichnenden Bildermenge einen Artikel mit minimalem Text schreiben. Zehn Bilder, braunes Sommerkleid, Zauselgruß = fertig. Hmmm … hat nicht ganz geklappt. Hätten Dir die Bilder gereicht oder fandst Du interessant, was mir dazu eingefallen ist?

Neuer Beitragsveröffentlichungstag

Durch die Kommentare beim Beitrag BlogLiebe #6 verursacht, gehen in den nächsten Wochen meine Wochenendbeiträge testweise bereits samstags online anstatt sonntags. Samstags ist in der Bloggerwelt wenig los, sonntags hingegen viel. Wer lieber sonntags liest, kann das ja dennoch tun. Der Beitrag läuft nicht weg!

Welches ist Deine liebste Kleiderfarbe?

Kampf den Kleidermotten – mein Kaschmir bekommt Ihr nicht mehr!

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Aexoron Kleidermottenfalle – Leimfalle mit Sexuallockstoff im Einsatz

Naturnahes Wohnen hat Vorteile. Naturnahes Wohnen hat Nachteile. Die fliegende und krabbelnde Natur kommt leider auch ans und ins Haus. Die klingelt nicht und bittet nicht um Einlass. Die kommt sogar ohne anzuklopfen ins Schlafzimmer. Im Schlafzimmer stehen meine Tücherkommode und mein Kleiderschrank mit Woll- und Kaschmirschätzen.

Vor zwei Jahren hat mich eine Mottenwelle überrollt, die unter anderem zwei riesige Kaschmirschals bzw. Kaschmirponchotücher und einen Stapel Stulpen gekillt hat. Die fressen sich einfach von oben nach unten durch, das ergibt ein symmetrisches Lochmuster, könnte man als kreativ verkaufen, wenn es nicht hier und da etwas ausufern würde. Dieses Jahr sind die Kleidermotten im ausgehenden Winter in der Diele über meine Merinoschals hergefallen, die ich bisher in Sicherheit geglaubt hatte.

Vergeblich gegen Mottenabwehr habe ich in den letzten 15 Jahren eingesetzt

  • Lavendelblüten und Lavendelöl
  • Mottenpapier
  • Zedernholzstücke, die regelmäßig frisch angeschliffen wurden

Wobei der Nachweis, ob das wirklich vergeblich war, nicht zu erbringen ist, weil ich keine B-Probe habe, wie es ohne diese Mittel ausgegangen wäre. Lavendelblütensäckchen und Lavendelöl darf weiterhin in meine Schränke, weil ich den Duft mag.

Leimfallen gegen Mottenbefall mit Lockstoffen

Seit einigen Monaten setze ich die geruchsfreien Leimfallen mit Pheromonen gegen Kleidermotten von Aeroxon (Werbung) ein. Der Tipp kam von Sieglinde, die damit ihren Verkaufsbestand an Kostbarkeiten bei da sempre (Werbung) seit über zwölf Jahren erfolgreich schützt.

Einen Streifen habe ich der Länge nach in die Innenseite der Kleiderschranktür geklebt, in dem die Fächer mit den Kaschmir- und Wollpullovern sind. Eine Leimfalle steht in der Kommode mit den Schals und Tüchern, wo ich damit noch am selben Tag eine Motte gefangen habe. Als viel wichtiger erweist sich allerdings die Mottenfalle auf der Fensterbank zum Schlafzimmer. Da lagen bisher immer Zedernholzteile, die den Befall in dem Zimmer nicht oder nicht ausreichend verhindert haben.

In der Garderobe im Dielenbereich, wo ganzjährig alle unsere Jacken inklusive Wollmänteln hängen, habe ich eine Falle auf einer Deckenlampe platziert, die fällt nicht weiter auf. Im Wohnzimmer, wo die Viecher durch die Terrassentür reinkommen liegt eine Falle in einem leeren Blumenübertopf. Wäre schön, wenn die Klebefallen etwas dekorativer wären. Aber wir wissen ja: Irgendwas ist immer.

Das Fenster im Schlafzimmer ist nachts ganzjährig offen, wenn wir schlafen. Es ist ein gutes Fliegengitter davor gegen sämtliche Krabbel- und Flugtiere, aber beim Öffnen und Schließen des Fensters muss man das Fliegengitter leider öffnen, weil es sich innen befindet, weil es ein Dachschrägenfenster ist. Dabei kann direkt alles in den Raum fliegen und fallen, was sich bis dahin auf der Außenseite des Fliegengitters befand.

In der Mottenfalle auf der Fensterbank im Schlafzimmer habe ich in wenigen Tagen fünf Motten gefangen und bin gerade etwas entsetzt ob der Menge. Ich hoffe, dass ich damit jetzt nicht sämtliche Motten aus der Nachbarschaft anlocke. Aber wenn doch, sind sie dann wenigstens auch weg. Die Klebefallen sehen nicht schön aus, helfen aber offenbar. Die Dauer der Wirksamkeit gibt der Hersteller mit drei Monaten an.

Zwei-Wege-Kampf

Es gilt zu verhindern, dass die Motten von draußen hineinfliegen und dass sie drinnen nach dem Schlüpfen neue Eier ablegen. Den Fraß machen übrigens die Larven, nicht die geschlüpften fliegenden Motten. Die legen nur wieder neue Eier ab und der Kreislauf beginnt von vorne.

Davon abgesehen wasche ich meine Wollsachen regelmäßig, vor allem vor längeren Pausenzeiten. Das mache ich mit Pullovern aber viel öfter als mit Tüchern. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Mottenlarven kein Papier fressen. Es wurde empfohlen, gefährdete Ware in Papiertüten oder in Zeitungspapier eingewickelt zu lagern. Bei meiner Schalkommode finde ich das echt schwierig, weil ich große Wolltücher auch im Sommer abends immer mal wieder trage. Bei den Pullovern gibt es auch nur wenige Sommermonate, in denen ich sie gar nicht trage, und selbst da brauche ich manchmal einen von ihnen. Das ist für mich also eher nicht praktisch umzusetzen.

Wenn Motten erst einmal im Schrank sind, sollten die Sachen auf jeden Fall gewaschen werden und der Schrank mit Essigwasser ausgewischt werden. Einfrieren der nicht waschbaren Sachen soll auch helfen, das hat aber nicht jedes Material gerne. Außerdem soll gründliches Staubsaugen helfen. Danach würde ich den Beutel wechseln, damit dort nicht das nächste Mottennest entsteht.

Wie schützt Du Deine Woll- und Kaschmirsachen vor Kleidermotten?

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Lesetipp: Ein neues Leben nach dem ersten

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Der Fetzen
von Philippe Lançon

Seit dem Terroranschlag auf Charlie Hebdo in Paris gibt es für Philippe Lançon ein Leben davor und eins danach. Er ist eins der überlebenden, schwerverletzten Opfer. In dem Buch arbeitet er die Geschehnisse und seine Gefühle auf und versucht ein neues Leben zu finden, in dem Platz für ihn ist.

Das Buch beginnt am Morgen des Anschlags und endet mit der Entlassung aus der schier endlosen Reha nach 17 Gesichtsoperationen, die der Rekonstruktion seines Gesichts und Unterkiefers dienen, der ihm zerschossen wurde. Durch mehrfache Rückblenden erscheint es beim Lesen manchmal so, also ob man einen Film zum zweiten oder dritten Mal sieht. Sein Leben nimmt durch das Attentat und die Verletzungen komplett andere Wendungen als geplant. Nicht nur sein Körper ist nicht mehr der alte, auch die Seele nicht. Auf Seite 57 schreibt er dennoch

“Man bleibt immer all die Personen, die man mal gewesen ist.”

Die Worte berühren mich, weil sie auch auf Menschen zutreffen, die weniger Schweres erlebt haben. Das Buch ist die literarische Verarbeitung seiner Traumata und zeigt auf, wie Körper und Seele wieder zusammenfinden und sich ein neues Leben aufbauen können. Auf Seite 73 sagt er zum Thema Trauerarbeit

“Aber genau wie in der Schule, hat nicht jeder ein Radiergummi in der Hand, um das Geschehen zu tilgen.”

Jeder geht man mit Trauer und einem Trauma anders um. Der Roman ist tieftraurig und emotional. Auf der anderen Seite empfinde ich ihn als lebensbejahend und positiv, weil Philippe Lançon nie Zweifel an seinem Lebensmut und der Zukunft aufkommen lässt. Interessant finde ich seinen Umgang mit der Opferrolle auf Seite 229

“Allmählich spüre ich, dass das Opfer doppelt bestraft wurde: Es war nicht nur für sich selbst verantwortlich, sondern auch für diejenigen, die es nicht enttäuschen durfte.”

Dabei finde ich bewundernswert, wie er es schafft, auf seine Intuition zu hören und zu entscheiden, wessen Nähe ihn stärkt und wer trotz bestens Willens ein Energieräuber ist, der sich als Angehöriger oder Freund mit seinem Mitleid oder Alltagsdramen selbst in den Fokus stellt. Von Krafträubern trennt er sich radikal, denn sie würden ihm den letzten Funken rauben.

Bei allem Leid und Qual finde ich sehr spannend, welche Beschäftigungen und Lebensinhalte für ihn auch in der Gegenwart und neuen Zukunft interessant bleiben und wie er versucht, es dem ihn pflegenden Personal möglichst einfach zu machen. Seine Worte auf Seite 277

“Der Charme ist wirklich das, was uns erst nach dem letzten Blutstropfen im Stich lassen sollte.”

würden Menschen aus dem Pflegeumfeld sich vermutlich öfter aus dem Mund eines Patienten wünschen, auch wenn sich der Satz hier nicht auf diese Menschen, sondern auf eigene seine Situation und den Umgang eines Besuchers mit dem Personal bezieht. Letztlich steht dieser Satz aber auch für die immense Willensstärke des Opfers des Attentats, die ich in dem Buch auf jeder Seite beim Lesen gespürt habe.

Der Autor schreibt an einer Stelle im Buch, dass er chronisch zu überlangen Texten neigt. Es ist als Leserin vermessen zu sagen, dass dieser Trauerverarbeitungsroman zu lang ist. Das Buch hat 551 Seiten. Die ersten 50 habe ich verschlungen, bis 250 war es spannend und für mich hätten bis zum Abschluss dann vielleicht weitere 50 Seiten gereicht.

Die zweite Buchhälfte war zwar immer noch interessant und es passierten neue Sachen, irgendwann war es für mich als Leserin jedoch etwas wiederholend bei den Beschreibungen der Misslichkeiten und Umstände. Aber ich sage mal so: Wer sowas erlebt hat und darüber schreibt, dem schenke ich dann auch gerne ein paar mehr Stunden meiner Zeit.

Tatsächlich habe ich lange gebraucht, bis ich das Buch zu Ende gelesen hatte – etwa zwei Wochen. Normalerweise lese ich etwa eine Seite pro Minute und viel am Stück. Hier brauchte ich etwa drei Minuten pro Seite und konnte nicht lange lesen. Viele Sätze und ganze Absätze habe ich mehrfach gelesen, um sie vollständig zu erfassen. Nach der Unterhaltungslektüre, die ich ansonsten verschlinge, war das zur Abwechslung durchaus wohltuend.

Meine Neugierde, wie der Autor jetzt aussieht, habe ich mir bis zum Buchende bewahrt, um die Bilder nicht mit meiner Phantasie zu mischen. Frei nach dem Motto: Erst das Buch lesen, dann den Film sehen. Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag Tropen/Klett-Cotta (Werbung) zur Verfügung gestellt. Danke an Leserin Claudia für die Leseempfehlung.

Hat Dein Leben schon mal gravierende Wendungen genommen, die Dich zu einem anderen Menschen haben werden lassen?

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BlogLiebe #6 Blogroutine

Ines-Meyrose - Outfit-Ü40 Bloggerin im Frühjahr 2019 - Bluse mit Volantärmeln - Frühlingsfarbe Apricot

Bloggst Du an fixen Tagen?

Im Juni möchte Bloggerin Bine bei Ihrer Mitmach-Schreibaktion BlogLiebe #6 etwas zur Blogroutine wissen. Ja, ich veröffentliche Blogbeiträge an bestimmten Tagen. Seit geraumer Zeit gibt es dienstags, donnerstags und sonntags gegen 6 Uhr morgens einen neuen Artikel. Bei drei Artikeln pro Woche hat es sich schon seit Jahren eingependelt. Mal gibt es einen mehr, wenn ich viele Themen auf Halde habe.

Wenn ich mal etwas Abstand von der Bloggerei brauche, lasse ich unter der Woche mal einen Beitrag ausfallen. Eine vierwöchige Sommerpause habe ich einmalig 2016 gemacht. Letzten Sommer habe ich eine Zeitlang nur sonntags gebloggt, das kann ich mir für diesen auch vorstellen.

Warum Dienstag, Donnerstag und Sonntag? Sonntags kommen mit Abstand die meisten Blogbesucher vorbei, Mittwoch und Samstag sind es die wenigsten. Die anderen beiden Beiträge verteile ich dann möglichst gleichmäßig über die Woche. Mir persönlich sind Montag, Mittwoch und Freitag lieber, wie ich es früher hatte, weil ich sonntags gerne frei habe, aber an der Stelle beuge ich mich den Leserwünschen, denn ich freue ich mich über jeden, der hier vorbeischaut.

Da die Beiträge vorbereitet sind, macht es mir am Sonntag nicht viel Arbeit, aber draufschauen mache ich eben doch. Kommentare wollen freigeschaltet und ggf. beantwortet werden und manchmal gibt es da auch etwas zu moderieren unter den Kommentierenden. Komplett weggucken mag ich nicht, wenn ich etwas online gestellt habe. Als Ausgleich nehme ich mir unter der Woche freie Zeiten mit dem Zausel.

Zu welcher Uhrzeit schreibst Du am liebsten?

Vormittags oder nachmittags unter der Woche, abends nie und am Wochenende nur, wenn es sich gerade zu frischen Fotos oder einem aktuellen Thema ergibt. Da meine meisten Kundentermine vor Ort nur zwei oder vier Stunden dauern, habe ich den Rest des Tages für Vor- und Nachbereitungen, Administratives und Bloggen zur Verfügung. Bloggen ist für mich Arbeit und Vergnügen in einem.

Ist eine Routine beim Bloggen wichtig?

Mir ja und ich mag es auch bei anderen Bloggern, wenn die regelmäßig veröffentlichen. Die Anzahl der Beiträge ist mir dabei weniger wichtig als dass es einfach immer mal wieder was Neues zu lesen gibt. Mir hilft die zeitliche Routine, was die Veröffentlichung der Beiträge angeht, eine Struktur in meinen Blog zu bringen – und bekanntlich liebe ich Struktur. Größere Beiträge und Outfitposts veröffentliche ich gerne sonntags, kleinere Artikel unter der Woche.

Produktfotos mache ich wegen des Lichts meistens unter der Woche vormittags draußen im Garten oder in der Softbox. Outfitbilder macht mein Mann von mir am Wochenende nachmittags, wenn es sich einrichten lässt. Bei Treffen mit Bloggerinnen staube ich gerne Fotos von mir ab, weil mein Mann sich freut, wenn das jemand anders macht. Dafür revanchiere ich mich dann natürlich, denn ich fotografiere gerne und stelle meine Kamera zur Verfügung, wenn jemand selbst keine Spiegelreflexkamera oder ein gutes Smartphone dafür hat.

Was möchtest Du noch über meine Blogroutine wissen?

Ein Hemdblusenkleid für alle Fälle

Werbung ohne Auftrag für erkennbare Marken

Ines Meyrose - sommerliche-legeres Outfit mit einem dunkelblauen Hemdblusenkleid - Ü40 Bloggerin - Copyright Foto: Gunda Fahrenwaldt

Copyright Foto: Gunda Fahrenwaldt

Im Beitrag Festliche Kleidung tragbar im Alltag: 1 Kleid – 4 Looks habe ich Dir letztes Jahr gezeigt, wie wandelbar ein dunkelblaues Tageskleid mit Schuhen und Accessoires ist. Das dunkelblaue Kleid aus dem damaligen Beitrag ist ganzjährig tragbar, weil es weder besonders dick noch dünn ist und dreiviertellange Ärmel hat.

Dieses Hemdblusenkleid ist ein reines Sommerkleid, weil es aus leichtem Stoff ist und nur einen halben Arm hat. Heute siehst Du das weite Hemdblusenkleid zwar nur in einem hundespaziergangstauglichen Sneakerlook, aber die Stilveränderungen mit Schuhen und Accessoires sind leicht vorstellbar, oder?

Wie eine leere Leinwand zum Bemalen

Ines Meyrose - Outfit mit einem dunkelblauen Hemdblusenkleid - Portrait - Ü40 Bloggerin - Copyright Foto: Gunda Fahrenwaldt

Copyright Foto: Gunda Fahrenwaldt

  • sportlich: Sneaker, kleine Umhängetasche, Lederarmband
  • klassisch: Ballerinas, Mules oder kleine Pumps, mittelgroße Handtasche, Perlen- oder Brillantschmuck
    Peter Kaiser Pumps Lizzy notte blau
  • romantisch: Mary Janes mit Verzierungen, Basttasche mit Blumenstickerei, filigrane Ohrringe oder lange zarte Kette
    Filigrane Blattkette in Roségold
  • Mit kontrastreichen Farben bei der Handtasche, Schuhen und Tüchern kann man Hingucker einbauen.

Mit fallen unendliche viele Variationen ein. Das Modell im Onlineshop hatte eine weiße schmale Jeans dazu an, allerdings war das Kleid bei ihr eher eine lange Tunika bei ihrer Beinlänge. Ich habe mich für dieses Sommerkleid entschieden, weil es mich in den meisten Anlässen meines sommerlichen Lebens passend kleidet. Es funktioniert den ganzen Tag über

  • zu Kundenterminen, weil es genug Haut bedeckt, angezogen aussieht und die Farbe nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich zieht.
  • auf der Hunderunde in der Heide, weil es luftig ist und auch mit flachen Schuhen gut aussieht.
  • bei Treffen mit Freundinnen oder Einladungen zu Sommerfesten, weil es leicht und entspannt wirkt.
  • und abends auf dem Sofa, weil es gemütlich ist und Bewegungsspielraum gibt.
Ines Meyrose - sommerliche-legeres Outfit mit einem dunkelblauen Hemdblusenkleid - Ü40 Bloggerin mit Hund Paul - Copyright Foto: Gunda Fahrenwaldt

Copyright Foto: Gunda Fahrenwaldt

Zudem knittert das Kleid wenig. Die Knitterfalten, die Du auf den Fotos sehen kannst, sind das Ergebnis des Transports gefaltet in einer Tüte und ich hatte es schon eine Stunde an. So in der Sonne fallen sie zwar ins Auge, real wird die aber kaum jemand wahrnehmen.

Ich könnte jetzt sagen, dass die Falten für mehr Realität auf Blogs zu sehen sind, was aber gelogen wäre. Ich habe sie im Spiegel in schlechtem Licht nicht gesehen, sonst hätte ich noch schnell das Bügeleisen geschwungen. Stört Dich als Leser das bei Fotos in Blogs, wenn solche Tragespuren auf Kleidung zu sehen sind? Oder wirkt das vielleicht sogar lebhafter und echter?

Danke an Gunda vom Blog Hauptsache warme Füße! (die hatten wir an dem Tag im Mai) für die Fotos, den Besuch und den schönen gemeinsamen Spaziergang! Im Blog bei Claudia Welt gibt es regelmäßig ein Linkup mit der Frage Schaufensterpuppe: Würdet Ihr Euch so anziehen? Im Juni lautet das Thema Kleider. Mein heutiger Artikel liefert die Antwort: Ja, denn ich liebe Kleider!

Wie würdest Du das Hemdblusenkleid kombinieren?

Suchbegriffe, die auf diesen Blog geführt haben #13

Werbung ohne Auftrag für die Fischbeker Heide

Fischbeker Heide - Heideblüte August 2015

Wann blüht die Heide in Hamburg-Fischbek?

  • 2013 im August.
  • 2014 war es um den 20. August am schönsten.
  • 2015 hat Mitte Juli die erste Sorte geblüht. Am frühesten ist immer die Glockenheide dran. Die gibt es in der Fischbeker Heide nur an einer mir bekannten Stelle großflächig, ansonsten nur vereinzelt. Am meisten ist in dieser Gegend die Besenheide, auch Heidekraut genannt, vertreten. Wenn die erste Glockenheide blüht, folgt etwa zwei Wochen später die Besenheide, die dann langsam immer weiter erblüht. Je nach Witterung ist die Heideblüte bis zu vier Wochen zu sehen, wobei sie meistens eine, höchstens zwei Wochen optisch vollständig blüht. Ich bin keine Botanikerin, dies sind nur meine Beobachtungen als Anwohner.

    Heideblüte 2015 in der Fischbeker Heide in Hamburg

    Glockenheide

  • 2016 fing die Besenheide Anfang August an zu blühen. Das Heideblütenjahr war das prachtvollste, an das ich mich seit 2003 erinnern kann, seit ich hier wohne. Mitte August stand sie 2016 in voller Blüte.

    Heideblüte 2016 in der Fischbeker Heide in Hamburg

    Besenheide

  • Im heißen Sommer 2017 kamen erste Blüten der Besenheide bereits Mitte Juli hervor. Leider gab es keine schöne Heideblüte, weil der Sommer zu trocken war, die rosa-lilafarbene Pracht fiel aus, es gab nur vereinzelt Blüten und die Heide sah schnell mehrheitlich braun aus.

Fazit: Wenn Frühling und Sommer warm sind, kann es schon im Juli losgehen und Ende August bereits vorüber sein. Ist der Sommer kühl, beginnt die Hauptblüte Anfang August und kann bis in den September hinein gehen. Mitte August ist die Chance am größten, eine schöne Heideblüte in der Fischbeker Heide zu erleben. Aus meiner Sicht ist die Heideblüte einen Ausflug wert. Auf Fotos kommt die Blütenpracht nie so schön heraus wie in der Realität.

Ist die Farbe Greige ein Braun?

Farbberatungstücher von ColorCircus in den Farben Beige, Greige (Grau-Beige), Vollmilchschokoladenbraun und Espressobraun

Ja, Greige ist ein kühles, helles Braun. Greige ist ein Kunstwort aus GRau und bEIGE. Es enthält durch den Grauanteil weniger Gelb als Beige und harmoniert deshalb mit kühlen Farbtypen. Weil es eine helle, gedeckte Farbe ist, steht es am besten dem Sommerfarbtyp.

Warmes gelbliches Beige ist der helle Braunton für Frühlingsfarbtypen. Zu den Herbstfarbtypen passt Vollmilchschokoladenbraun besser. Winterfarbtypen brauchen sattere Farben und sind mit Espressobraun gut bedient.

Zu welchen Farben passt eine Korallenkette?

Ines Meyrose mit Korallenkette (Vintage)

Am schönsten finde ich Korallenschmuck bei warmen Farbtypen, denn die mir bekannten Korallenketten liegen farblich im warmen Bereich zwischen Lachsrosa, Orange-Rot und Tomatenrot. In der Farbe meiner geerbten Kette, die aus den späten 1960er oder frühen 1970er Jahren ist, wollte ich vor etwa zehn Jahren passende Ohrringe haben, die aber nicht zu bekommen waren.

Neuen Korallenschmuck in der Farbe von meiner Kette gibt es nicht mehr zu kaufen wegen des Artenschutzgesetzes. Die wenigen Korallen, die noch gehandelt werden dürfen, sind alle deutlich mehr orange-rot als meine und harmonieren farblich nicht damit, deshalb trage ich die Kette als Einzelstück. Ich kombiniere sie am liebsten Ton-in-Ton mit der Kleidung, wie bei der Bluse, oder nehme die Farbe im Nagellack auf.

Korallenkette (Vintage)

Bei mir funktioniert die Kette auch als Armband. Das finde ich besonders mit dem passenden Nagellack schön zusammen. Das Kleid ist in Taupe. Wer es bunter mag als ich, kann Korallenschmuck zu Orange, Gelb oder Pink kombinieren oder ihn auf Weiß leuchten lassen.

Ines Meyrose mit Korallenkette

Hast Du Korallenschmuck? Wie kombinierst Du ihn?

Lesetipp: Essen fürs Glück

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Happy Food: Warum Mangold vor Depressionen schützt und Walnüsse schlau machen - Wie Sie Ihre Psyche durch Ernährung heilen können von Niklas Ekstedt & Henrik Ennhart - Buch

Happy Food: Warum Mangold vor Depressionen schützt und Walnüsse schlau machen – Wie Sie Ihre Psyche durch Ernährung heilen können
von Niklas Ekstedt & Henrik Ennhart

Heute mal ein anderes Thema hier, dass auch in meinen Foodblog gepasst hätte. Beim Blick in selbigen stelle ich gerade fest, dass Schmorgurken hier auch bald mal wieder auf den Teller kommen können. Eine Empfehlung der Autoren bekommen sie wohl eher nicht – zu wenig Farbe auf dem Teller. Weil Ernährung mit unserem Lebensstil und unserem Aussehen zu tun hat, passt das Buch auch in diesen Blog. Erkennst Du das essbare grüne Zeug, in dem ich das Buch fotografiert habe?

Du bist, was Du isst

Sternekoch Niklas Ekstedt und Wissenschaftsjournalist Henrik Ennart haben sich durch aktuelle Studien gewühlt und aus den Erkenntnissen Ernährungsempfehlungen und einfache Rezepte abgeleitet, die für eine gesunde Darmflora sorgen sollen. Dabei wird ausführlich betrachtet, wie gute und schlechte Darmbakterien arbeiten und gefüttert werden können.

Die guten Bakterien sollen dafür sorgen, dass wir uns glücklich und fit fühlen. Die bösen Bakterien können schwerwiegenden negativen Einfluss auf die Psyche haben, zu Depressionen führen und andere psychische Krankheiten begünstigen.

Einseitige oder schlechte Ernährung kann dazu führen, dass wichtige gute Bakterien komplett aus unserem Darm verschwinden. In dem Buch wird natürlich darauf hingewiesen, dass Industriezucker eines der größten Ernährungsprobleme in der westlichen Welt ist. Wobei ich zum Beispiel nur wenige Menschen kenne, die überhaupt noch Softdrinks trinken, die in dem Buch dafür betont angeführt werden. Fertiggerichte gibt es meinem Umfeld auch nur wenig. TK-Pizza esse ich schon deshalb nicht mehr, weil ich umgehend Bauchkrämpfe und Durchfall davon bekomme. Schön, wenn der Körper so direkt nachvollziehbar zeigt, was er nicht mehr zugeführt bekommen möchte.

Was hat mich neugierig auf das Buch gemacht? Ich bin extrem krüsch, so nennt man wählerisch oder mäkelig beim Essen sein in Norddeutschland. Es gibt unzählige Lebensmittel, die ich so ekelig finde, dass sie mir nicht in den Mund kommen, geschweige denn durch den Hals – Bananen, Oliven, Thunfisch, jeglicher roher Fisch, jegliches Streichfett auf Brot, Mayonnaise in allen Variationen, Rindfleisch außer in gemischtem Hack nur so als Beispiel. Dann gibt es welche, die ich O.K. finde, aber nicht gerne mag. Die esse ich aus Vernunft, Rührei zum Beispiel. Und dann gibt es ganz wenige Sachen, die ich so richtig lecker finde. Von denen könnte ich mich durchgehend ernähren. Pasta Bolognese, Nuss-Nougat in allen Formen, Haselnusseis …

Ein Alptraum ist für mich, bei jemandem zu Hause eingeladen zu werden, der für mich kochen möchte, und vorher nicht zu wissen, was es gibt, oder die Frage “Gibt es was, was Du nicht isst?” so zu beantworten, dass ich nicht direkt wieder ausgeladen werde. Wer mich kennt, dreht den Spieß um und fragt bei einem konkreten Rezept, nach dem er kochen möchte, ob ich das mag. So halte ich das umgekehrt auch bei neuen Gästen, es sei denn sie wollen ein Überraschungsessen.

Es ist für beide Seiten unglücklich, wenn sich jemand Mühe mit dem Kochen gegeben hat und der Gast den Tränen nah verzweifelt hungrig vor dem Teller sitzt und weiß, wie unhöflich sein Verhalten ist, er aber nicht anders kann. Aus Höflichkeit habe ich schon einiges gegessen, aber es gibt Sachen, da hilft der beste Wille nicht. Dafür weiß ich im Gegenzug genau, welcher meiner Gäste zum Beispiel keinen Senf mag, keine rohen Äpfel oder Paprika verträgt, die Tomaten gerne ohne Kerne hat und welche Biersorte bevorzugt wird.

Das Problem bei einseitiger Ernährung ist, dass dem Körper auf Dauer Nährstoffe fehlen. Den Autoren nach bekommt das den Darmbakterien nicht gut, weil zu viele Bakteriensorten sich reduzieren oder sich auf nimmer Wiedersehen verabschieden. Ich habe also nach Anregungen gesucht, wie ich mit kleinen Veränderungen meine einseitige Ernährung etwas vielfältiger machen kann.

Konkrete Veränderungen in meiner Ernährung angeregt durch das Buch

  • Anstatt morgens 12 Mandeln zu meinem Vollkorn-Toast mit Nuss-Nougat-Creme (und nein, die bleibt!) zu essen, kommen Cashewkerne mit ins Programm. Walnüsse sollen auch besonders gesund sein, aber die kann ich leider aus Allergiegründen nur in Minimengen und am besten in warmem Essen zu mir nehmen. Da ich Cashews ebenso so halskratzfrei vertrage wie Mandeln und sie lecker finde, fällt mir die Veränderung leicht. In dem Zusammenhang habe ich den Begriff der resistenten Stärke (RS) gelernt. Das sind Ballaststoffe, die durch menschliche Verdauungsenzyme nicht abbaubar sind. Cashewkerne enthalten davon besonders viel und sollen einer gesunden Darmflora als Nährboden dienen (Seite 92). Paranüsse enthalten viel Selen und dürfen in kleiner Menge auch dazu.
  • Mangold wird vermehrt auf den Speiseplan kommen. Den gibt es bei uns meistens auf dem Markt frisch zu kaufen. Er enthält viele Faserstoffe und Pflanzenfarbstoffe. Allerdings mag ich Mangold nur so geht so gerne, er ist mir an sich zu bitter. Spinat mag ich lieber, Mangold soll aber gesünder sein. Mal sehen, ob ich mich daran gewöhne. Wenn nicht, gibt es halt wieder mehr Spinat. Mehr als jetzt jedenfalls.
  • Über den Sommer kommt Blumenkohl regelmäßig auf den Tisch. Der ist zwar hell, hat aber dennoch viele Vitamine, Mineralien, Polyphenole und Faserstoffe.
  • Currypulver verwende ich künftig
  • zusammen mit schwarzem Pfeffer.

Rezepte sind eher als Ideen zu verstehen

Curry-Blumenkohl mit Schweinefilet und gerösteten Mandeln

Das Rezept aus dem Buch für Curry-Blumenkohl aus dem Ofen mit gerösteten Mandeln (Seite 167) war nichts für mich. Der Blumenkohl wurde im Ofen einfach nicht gar. Da kommen wir zu einem Kritikpunkt an den Rezepten im Buch: Es fehlte die Angabe zur Garzeit und wenn nach 20 Minuten im Ofen so gar nichts an Garung passiert, frage ich mich, wie lange das noch hätte dauern sollen. Die Temperatur hatte ich bereits nach zehn Minuten erhöht, was auch nicht half.

Ich habe dann den Kohl vom Blech genommen und samt Fett und Gewürzen in reichlich Wasser gekocht, denn Blumenkohl dünsten klappt bei mir aus Erfahrung auch nicht. So wurde er gar und schmeckte auch. Das war aber weit von der Idee der Erfinder entfernt.

Außerdem steht im Rezept, dass es für 4 Portionen sein soll mit 1-2 ganzen Blumenkohlköpfen, Fett, Gewürzen und etwas Mandeln. Es geht daraus aber nicht hervor, ob es eine Beilage oder ein Hauptgericht sein soll. Für mich ist es eine Beilage, nur dann weiß ich nicht, ob es im Sinn der Autoren in Bezug auf die Ernährung ist.

Zudem wundert mich, dass Curry ohne den Zusatz von schwarzem Pfeffer im Rezept steht, weil die Autoren an anderer Stelle (Seite158) darauf hinweisen, dass Kurkuma – Bestandteil von Curry – am besten vom Körper aufgenommen wird, wenn es mit schwarzem Pfeffer zusammen gegessen wird. Das Piperin im schwarzen Pfeffer soll die Zerstörung von Curcumin im Darm verhindern.

Süßkartoffeln aus dem Ofen mit Mangold, Walnüssen, Knoblauch und Olivenöl

Bei dem Rezept für Süßkartoffeln mit Mangold, Knoblauch, Olivenöl und Walnüssen, was von der Menge eindeutig ein Hauptgericht war und an sich lecker, sind auf dem Foto des Essens im Buch Zutaten, die nicht im Rezept stehen. Ob das weiße Zeug, was über das Essen geraspelt ist, Parmesan, Sellerie oder ganz was anderes isst, erschließt sich mir nicht. Ebenso kann ich die großzügig im Essen verteilten ganzen Kräuterblätter nicht zuordnen. Von Melisse bis Pfefferminze kann das alles sein.

Es wäre aber vielleicht für die positive Wirkung des Gerichtes schön zu wissen, was es ist, da es eindeutig nach mehr als nur Deko aussieht. Mir fehlten zudem in jedem Fall Salz und andere Gewürze bei diesem Gericht. Gedünsteter Mangold schmeckt in erster Linie bitter und braucht noch etwas mehr aromatische Begleitung als Knoblauch und Olivenöl für meinen Geschmack.

Die meisten anderen Rezepte sprechen mich nicht an, weil sie mehrheitlich Zutaten enthalten, die ich nicht mag. Da die Autoren zwar zum Probieren – ja, ich habe das meiste davon irgendwann mal und manchmal auch mal wieder probiert – raten, aber nicht dazu, etwas zu essen, das man abstoßend findet, bleibe ich also bei den lediglich keinen Kurskorrekturen. Da können offenere Leser als ich sicherlich mehr Inspiration bekommen.

Am Rande

Lustig finde ich die Happy-Tipps am Buchende auf Seite 228. Einer lautet

“Legen Sie sich einen Hund zu – aber nur, wenn sie Hunde wirklich mögen.”

Ich glaube jeder Hundehalter war bei Anschaffung entsetzt, wie viel Dreck ein Hund ins Haus bringt. Dagegen sind nasse Katzen völlig harmlos. Frei nach dem Motto Dreck reinigt den Magen bringen Hunde aber auch Bakterien ins Haus, die unserer Gesundheit förderlich sind. Vom Einsatz von Desinfektionsmitteln im Alltag raten die Autoren vehement ab.

Fazit

Ein lesenswertes Buch für Menschen, die sich mit zeitgemäßer Ernährung und ihrer Verwertung im Körper beschäftigten möchten. Wegen der Kritikpunkte an den Rezepten gibt es eindeutig von mir Punktabzug. Da der Rest aber unabhängig davon interessant ist und man die Zutaten, deren positive Wirkung jeweils benannt und erklärt wird, in eigene Rezepte einbauen kann, finde ich die Lektüre dennoch empfehlenswert.

Es ist ansprechend aufgemacht, illustriert und bebildert, so dass es Spaß macht, darin zu Lesen. Da auch kleine Veränderungen, wie ich sie für mich aus dem Buch entwickelt habe, etwas bewirken können, freue ich mich, es gelesen zu haben. Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Südwest Verlag (Werbung) zur Verfügung gestellt. Andrea vom Blog here I am macht Werbung für das gleiche Buch, bei ihr habe ich es entdeckt.

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