Vor der Umkleidekabine – 3 Tipps der Personal Shopperin

Ines Meyrose Outfit 20190102 mit kurzer Steppjacke / Daunenjacke von Gil Bret – Gold am Herbstfarbtyp – Ü40 Bloggerin

  1. Zieh die Socken aus.
  2. Zieh die Schuhe an.
  3. Nimm einen zweiten Spiegel für die Kehrseitenansicht.

Erstens gilt für Kleider, Röcke, Shorts – alles, was Du ohne ebendiese Socken oder Strümpfe tragen möchtest. Du kannst die Proportionen im Spiegel deutlich besser beurteilen, wenn die Socken nicht ablenken.

Auf Strumpfsocken oder barfuß verlässt Du eher selten bis nie das Haus, oder? Also schau Dir das Gesamtbild bitte mit Schuhen an, bevor Du eine Kaufentscheidung triffst. Dass Du den zehnten V-Ausschnitt-Pullover ohne die passenden Schuhe treffsicher auswählen kannst, glaube ich Dir unbesehen. Aber kannst Du das auch bei einer Hose mit ungewohnter Länge oder erst recht einem Kleid oder Rock? Wenn Du gezielt einkaufen gehst, nimm am besten die Schuhe mit oder trage sie direkt, die Du zu dem Objekt Deiner Begierde für tragbar hältst.

Sich nicht nur von vorne und von der Seite anzusehen, sondern auch einen Blick nach hinten zu werfen, finde ich selbstverständlich. Wenn Du aber nur einen Schulterblick wirfst, verdrehst Du dabei den Rücken und ggf. auch die Hüften schräg, so dass Du gar nicht genau sehen kannst, wie das Ober- oder Unterteil wirklich fällt. Zeichnet etwas ab? Ist etwas zu eng oder weit? Das verrät Dir ein Blick in einen zweiten Spiegel viel besser. Zur Not nimm Deine Kamera im Smartphone mit Selfie-Einstellung zur Hilfe, wenn in der Kabine kein zweiter Spiegel zur Verfügung steht.

Warum vor und nicht in der Umkleide?

Komm raus, wenn ein Teil in Frage kommt. Schau es Dir mit einiger Entfernung zum Spiegel an. Du siehst dann viel besser, wie Du damit wirkst, als wenn Du es nur von dichtem im Kabinenspiegel betrachtest. Dabei immer einen Blick auf die Wertsachen in der Kabine zu haben, ist natürlich obligatorisch. Mit etwas Entfernung zum Spiegel kannst Du auch direkt viel besser sehen, wenn Muster zu klein oder groß und Farben zu grell oder langweilig sind.

Vor der Umkleidekabine kannst Du außerdem ein Feedback vom Verkaufspersonal, der Begleitung oder anderen Kunden bekommen. Wenn Du zum Beispiel siehst, dass jemand in der Nachbarkabine offenbar einen guten Geschmack und Blick hat, frage ruhig auch mal die fremde Person nach einer Meinung. Die kommt dann meistens erstaunlich unverblümt und direkt. Ansonsten gilt für mich wie immer der Grundsatz: Keine Beratung ohne Auftrag. Wenn Du die Auswahl der Menschen in der Nachbarkabine kommentieren möchtest, empfehle ich zu fragen, ob ein Feedback gewünscht ist – was bei mir noch nie abgelehnt wurde.

Einkaufsbegleitung – Shoppen mit dem Profi

image&impression Individuelle Image-, Stil- und FarbberatungDu bist Dir immer wieder unsicher, was Dir aus der aktuellen Mode steht und ob es wirklich eine gute Wahl ist, das Teil zu kaufen? Du stehst immer wieder auf Strümpfen und halb angezogen in der Kabine und möchtest andere Größen und Farben zur Anprobe haben, ohne nach einer Verkäuferin zu rufen oder Dich dafür wieder anzuziehen, um selbst durch den Laden zu laufen? Dafür bin ich als Personal Shopper da!

Du gibst mir vorher Deine Wünsche und Budget auf und wir schauen gemeinsam vor Ort, wie wir das in Einklang bringen. Dabei flitze ich für Dich durch den Laden und organisiere herbei, was zu finden ist. Feedback meiner Kund_innen dazu findest Du bei den Kundenstimmen von image&impression, ebenso die Preisliste.

Was ist Dein bester Tipp für die Umkleidekabine?

Lesetipp: “Ich wäre nicht die, die ich heute bin, wenn …”

Werbung mit Affiliate Links von Amazon und Namensnennungen ohne Auftrag

(Affiliate Link auf dem Cover)

Was uns stark macht:
Begegnungen mit Patti Smith, Virginie Despentes, Joan Baez, Brigitte Bardot u.a.
von Annick Cojean

Das Buch beinhaltet Interviews mit 21 beeindruckenden Frauen, die Rückschau halten auf das, was ihr Leben zutiefst geprägt hat. Es ist die Zusammenfassung einer Interviewreihe, die Jornalistin Annick Cojean, Autorin für die Zeitschrift Le Monde, ab Herbst 2015 im Rahmen eines wöchentlichen Treffens für La Matinal du Monde verfasst hat.

Jede starke Frau wird in ihrem Kapitel einleitend von der Autorin in wenigen Sätzen vorgestellt. Die erste Interviewfrage lautet immer “Ich wäre nicht die, die ich heute bin, wenn …” Dabei sind unter anderem Sängerinnen, Schauspielerinnen, die Bürgermeisterin von Paris, eine Stylistin, eine Forscherin und die Autorin der Vagina Monologe Eve Ensler.

Einige Interviewpartner kannte nicht mal dem Namen nach, andere sind mir präsent. Gemeinsam haben sie, dass sie Feministinnen sind, die für sich und andere Frauen einstehen. Zu lesen, wie sie zu der Person geworden sind, die sie zum Zeitpunkt des Interviews sind, ist berührend.

Viele der Frauen haben Gewalt erfahren und eine eher jungenhafte Kindheit erlebt. Einige wurden vom Elternhaus zu 100 % unterstützt, anderen jeder auffindbare Stein in den Weg gelegt. Gemeinsam habe die Frauen eine gewisse Dankbarkeit für das, was sie im Leben für sich und andere erreicht haben.

Das Buch kann ich ausnahmslos allen Leser_innen empfehlen, die sich mit dem Leben beschäftigten, für ihre Rechte eintreten, sich nicht klein machen lassen und gerne am Leben anderer erfolgreicher Frauen teilhaben. Von den Frauen in dem Buch kann man lernen, wie man dankbar auf sein Leben und seine Möglichkeiten blicken kann, auch wenn nicht immer alles rund gelaufen ist.

Das ist eins der Bücher, das ich verschenken würde, wenn ich nur ein Buch pro Jahr zum Verschenken aussuchen dürfte. Leider lesen meine Freundinnen diesen Blog und/oder haben Zugriff auf meine Bücher und es kommt damit ab jetzt nicht mehr auf meine persönliche Geschenkideenliste. Aber vielleicht auf Deine? Gekauft habe ich das Buch übrigens selbst.

Was hat Dich im Leben so nachhaltig beeinflusst, dass Du sagen kannst, dass Du heute nicht die wärst, wenn …?

(Affiliate Link)

Lesetipp: Auf den Spuren einer Liebe und eines Bildes

Werbung – Rezensionsexemplar und Affiliate Links von Amazon

(Affiliate Link auf dem Cover)

Leas Spuren
von Bettina Storks

Donnerstag geliefert, Freitag mit Lesen begonnen, Samstag darin versunken, Sonntag schnell noch das Ende gelesen. Ich liebe so ein Lesewochenende, wie ich es gerade hatte!

Achtung Spoiler!

Der Roman verbindet zwei Familien in Paris und Stuttgart. Die Geschichte nimmt 1940 in Paris ihren Lauf, als sich Victor, Franzose, und Charlotte, Deutsche, bei der Arbeit kennenlernen und ineinander verlieben. 2016 bekommen Journalist Nicolas, Enkel von Victor in Paris, und Historikerin Marie, Großnichte von Charlotte in Stuttgart, überraschend ein gemeinsames Erbe angeboten.

Charlotte wurde nur 30 Jahre alt, Victor allerdings 95 und lebte bis 2016. Er vererbt Nicolas und Marie zu gleichen Teilen eine bis dahin in der Familie unbekannte Wohnung in angesagter Lage in Paris, wenn es ihnen gemeinsam gelingt, ein verschollenes Gemälde den möglichen Überlebenden einer jüdischen Familie zurückzubringen oder zumindest dessen Verbleib ausfindig zu machen. Wenn ihnen das nicht gelingt oder sie den Auftrag ablehnen, wird der Erlös der Wohnung für wohltätige Zwecke in Paris gespendet.

Marie und Nicolas nehmen die Herausforderung an und ahnen bereits, dass nicht alle Familienmitglieder begeistert davon sein werden, dass tief vergrabene Erlebnisse ans Licht kommen. Besonders der Vater von Nicolas und die Oma von Marie sind wenig angetan und möchten keinen Staub aufgewirbelt sehen.

Die Fragen sind

  • Finden sie das Bild?
  • Finden sie die heute rechtmäßigen Besitzer und wenn ja – wie reagieren die darauf?
  • Was wird aus der Pariser Wohnung?
  • Dass sich eine Liebesgeschichte zwischen den beiden anbahnt, ist keine Frage, sondern logisch – oder?

Das Buch, das mir als Rezensionsexemplar vom Diana Verlag (Werbung) aus der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt wurde, ist absolut empfehlenswert für alle, die Familiengeschichten mögen und die Augen vor der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts nicht verschließen.

Mir hat besonders gut an dem Buch gefallen, dass es vor Augen führt, dass nicht immer alles ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Victors Appell, der auf Seite 207f zitiert wird, kann ich gar nicht genug zustimmen:

“… den Menschen weder an seiner religiösen, noch an seiner nationalen Zugehörigkeit, sondern einzig an seinem Charakter zu bewerten …”

Welchen Lesetipp hast Du für mich?

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Pullover – die Qual der Wahl in Form und Material

Gastbeitrag von Susanne Nagel formerly known as Rotlilie

Susanne Nagel – Outfit mit Pullover im Zopfmuster - V-Ausschnitt rosa – Copyright Foto Nagel

Copyright Foto Nagel

Die zyklische Nachfrage von Ines, welche Modefragen dringend geklärt werden müssten, hatte zur Folge, dass ich mich anbot, meine Gedanken zum Thema Pullover aufzuschreiben. Bei gefühlten 45 Grad waren die Sommerwochen keine gute Ausgangsbasis für Wolliges. Nun ist der Herbst da und ich scanne meinen Kleiderschrank und halte Ausschau nach Exemplaren, um in blumigen Worten meinen Lieblingspullover vorzustellen und stelle fest, dass ich ein echtes Problem damit habe, weil ich keinen finde, der meinen Ansprüchen gerecht wird.

Ich könnte mich den Alternativen zuwenden: Shirts oder Blusen plus Strickjacke. Das tue ich auch, aber irgendwie hat frau gelernt, dass ein Pullover zur Grundausstattung gehört. Er wärmt, man kann sich einkuscheln, er ist ein leicht handhabbares Kleidungsstück und passt zu fast allen Gelegenheiten. Dem möchte ich auch gern folgen. Um Euch ein Stilbild von mir zu vermitteln, hat Ines mich gebeten, die Tabelle auszufüllen, die Ihr von ihrem Stilprofil kennt.

Stilprofil Susanne Nagel August 2019

Alter Best Agerin
Farbtyp Wintertyp mit gelegentlich sommerlicher Anmutung
Augenfarbe Braun
Hauttyp Hell, im Sommer dunkel, kühler leicht gelber Unterton
Haarfarbe Braun, die Farbe kommt meiner natürlichen sehr nahe
Gesichtsform Oval
Figurtyp X
Körperlänge 1,68 m
Oberkörper Kurz
Beine Lang
Taille Vorhanden
Oberweite 85 D /80 E je nach Marke
Oberteile 40
Hosen 40, wenn sie groß ausfallen 38, 30 Inch, 32er Länge
Schuhe 40, bevorzugt mittelhohe Blockabätze
Kleidungsstil High Class Leger Chic mit Twist – irgendwas muss immer bisschen schräg sein!
Muster Uni bevorzugt, wenn Muster dann graphisch
Kontraste Gerne hell-dunkel, kühl, Blau, Grün, Beerentöne
Accessoires Immer: Ohrringe – Ringe oder Perlen oder Bügel, es darf auch etwas Kitsch und großflächig sein, neuerdings immer Uhr, manchmal Armbänder
Brille Arbeitsplatzbrille – muss gerade erneuert werden, ich nehme, was da kommt, eher mit Rand, dunkel bzw. kräftige Farben
Fokus Oberkörper strecken, Dekolleté betonen
Kaschieren Kurze Taille, hoher Rippenbogen
Betonen Beine, Fesseln

Warum mir ein Pullover so viel Kopfzerbrechen bereitet

  • Strickwaren sind in der Regel aus leicht flauschigem Material, das den Körper oft fülliger erscheinen lässt.
  • Ich habe einen größeren Busen. Dafür sind runde Ausschnitte ungeeignet, zu flächig, der Oberkörper wird zu stark betont.
  • Weite Schnitte ebenso, alles, was durch den Busen vom Körper absteht, macht mich dicker, als ich eigentlich bin. Kaschieren funktioniert so nicht.
  • Spitze und tief zulaufende Ausschnitte passen gut, aber im Umfang darf das Teil auch nicht zu weit sein, gleiches Problem wie oben.
  • Meine kurze Taille in Kombination mit einem hohen Rippenbogen sind leider zwei Ausschlusskriterien für eng anliegende Pullover, die zwar meiner X-Silhouette schmeicheln würden, aber aufgrund des leicht vorstehenden Oberbauches nicht gut funktionieren.
  • Rückenteil länger als Vorderteil – wie seit einigen Jahren angesagt: wegen Punkt 2 und 3 nicht tragbar, die Länge wird problematisch, sobald die Hüften bedeckt sind.
  • Enge Bündchen, sowohl an den Ärmeln als auch an der Taille bzw. Hüfte, stauchen sämtliche Proportionen und sind eigentlich nur für sehr schmale Frauen geeignet.
  • Trompetenärmel – hui, das wird schwierig, überhaupt, dieses ganze Statement-Gedöns!
  • Richtig dicke Garne gehen nur selten gut, siehe unten.
  • Pullover über Blusen – finde ich persönlich sehr schön, ich bin ein Fan von Layering-Looks. Blusen bremsen aber den Fall des Pullovers und ständig muss man alles neu in Form bringen, außerdem tragen sie auch auf.
  • Oversized mit gewollt überlangen Ärmeln oder besonders weiten Schnitten macht keine gute Figur.
  • Die gerade angesagte Kombination aus langem Rock mit weiterem Pulli aus mitteldickem Garn in Knallfarbe (möglichst am Arm noch gerafft) sieht bei mir – mit Verlaub – geschossen aus. Never!
  • Helle Farben, großflächige Muster, Statements, Glitzer, Glamour und Effektgarne funktionieren bei mir maximal im Ton-in-Ton Effekt.

Alternativen zu Pullovern

Als ich der Frage nachging, wurde mir auch klar, warum ich so gern Kleider trage und immer wieder kaufe. Mit dem richtigen Schnitt und aus schönen Stoffen passen sie mir ohne Kompromisse. Ich fühle mich in Kleidern immer gut angezogen und überhaupt nicht overdressed.

Ich bin auch ein Kleid-über-Hose-Fan, knielange Shiftkleider ersetzen mir so manchen Pullover. Und ich mag lange verschlusslose Strickjacken über Shirt, Bluse und Kleid. Einziges Manko: Viele Mäntel sind für diese Variante leider zu kurz oder die Jacken zu lang, je nach Perspektive.

Geht doch! Details zur Kompromissfindung

Susanne Nagel – Outfit mit Pullover V-Ausschnitt rot – Copyright Foto Nagel

Copyright Foto Nagel

Ich trage Pullover, aber sie gehören definitiv nicht zu meinen Lieblingskleidungsstücken. Mit einigen Kompromissen komme ich über die Runden, durchaus auch als Varianten der oben genannten Ausschlusskriterien, denn Ausnahmen bestätigen wie überall meine Regeln:

  • Eher dunkle oder gedeckte Farben
  • Keine Muster außer bei den selbstgestrickten Modellen, wo das Muster quasi als Träger gilt, ansonsten höchstens Ringel oder farbige Bündchen als Abschlüsse
  • Dicke Wollpullover funktionieren nur mit schmalen Hosen und unter Weglassung aller anderen optischen Hingucker, wie Schmuck, Schals oder aufwendiger Schuhgestaltung. Der Fokus muss primär auf dem Pullover liegen.
  • Kastige Schnitte dürfen maximal auf der Hüfte aufliegen und nicht zu weit ausfallen.
  • Schmaler langer Schnitt ist etwas körperfern optimal, ohne aber eine A-Linie zu betonen, geeignet hierfür sind auch Schlitze an den Seiten.
  • Spitze Ausschnitte, die dem Dekolleté schmeicheln, trage ich manchmal über einem Top im Material- oder Farbkontrast.
  • Obwohl ich immer dachte, dass mir Rollkragenpullover ganz gut stehen, haben mir die Fotos das Gegenteil bewiesen und ich werde zukünftig auf diese Modelle verzichten.
  • Gegen klassische V-Ausschnittpullover aus Merino oder Kaschmir kann selbst ich Pullovermuffel nichts einwenden.
  • Über diverse Materialen könnte ich einen halben Meter Text schreiben, nur so viel hier: Ich wähle möglichst pure Naturfasern oder mit geringen Anteilen an Kunstfasern oder Elasthan, sie geben z. B. Baumwollpullovern mehr Halt. Mehr davon bringt mich zum Schwitzen bzw. fühlt sich auf der Haut nicht gut an. Als Kind war ich sehr wollempfindlich. Glücklicherweise hat sich das gelegt, die Garne sind heutzutage wesentlich besser veredelt.
  • Jede moderne Waschmaschine hat ein Wollprogramm, mit dem man selbst empfindliches Kaschmir waschen kann. Ich würde sie in den meisten Fällen der Handwäsche vorziehen.
Susanne Nagel – Outfit mit Rollkragenpullover – Copyright Foto Nagel

So nicht, Passform und Stil fallen bei mir durch!
Copyright Foto Nagel

Hier seht ihr Beispiele aus meiner Kollektion, nicht hochaktuell, der letzte Pulloverkauf liegt eine Weile zurück. Ich stricke selbst, allerdings nur mit Wolle ab Nadelstärke 5,5 – beim Fachpersonal Worsted bis Bulky genannt. Das ist mindestens mitteldicke Wolle. Feinstrickpullis kaufe ich, da muss ich keiner professionellen Maschine nacheifern. Ich habe mich in diesem Jahr von diversen Modellen inspirieren lassen. Hier meine Lieblingsstücke, die mir flott von der Hand gingen:

Pullover mit kurzem Arm gestrickt von Susanne Nagel - Copyright Foto Nagel

Copyright Foto Nagel

Die Materialien sind durchweg aus Naturfasern wie Merinowolle, Alpaka, Baumwollmischung und Kid Mohair.

Pullover mit kurzem Arm gestrickt von Susanne Nagel - Copyright Foto Nagel

Copyright Foto Nagel

Mein Wärmehaushalt hat sich mit den Jahren geändert und ich kann somit an kühlen Tagen Wolle am Körper ertragen, obwohl die Arme nicht bedeckt sind. Shirts oder eine Bluse darunter machen sie herbst- und wintertauglich.

Pullover mit kurzem Arm gestrickt von Susanne Nagel - Copyright Foto Nagel

Copyright Foto Nagel

Den Text hab ich ein paar Wochen abhängen lassen, immer mal wieder gelesen und festgestellt, dass ich das Thema jetzt gerade nicht mehr ganz so kritisch sehe. Ich bin in der aktuellen Saison noch nicht auf dem Laufenden, entdecke aber den Pullover als ein Statement-Teil in diesem Herbst in fast allen Schaufenstern und bin ziemlich sicher, dass sich da auch für mich einer finden wird.

Farblich wird es schwierig. Die angesagten Gelb-Grün-Ocker-Braun-Töne stehen mir überhaupt nicht, Schwarz habe ich seit einiger Zeit abgewählt und mit Dunkelblau bin ich ziemlich gut versorgt. Ein schönes Kaschmirstück hätte ich gern. Finde ich nix, kommt halt wieder was auf die Nadeln!

Liebe Leserinnen, wie geht es Euch mit Pullovern? Nach welchen Kriterien kauft Ihr Pullover und was ist Euch das Wichtigste dabei? Welche Kompromisse macht Ihr?

Herzlichen Dank Ines, dass ich mein Gejammer hier so ausführlich ausbreiten durfte!

Anzeige – Nischendüfte bei Douglas und mein Duftgeheimnis

Annick Goutal - Eau D'Hadrien - Eau de Toilette - Nischenduft für Damen

Habe ich im März in den Kommentaren zu Caros Gastbeitrag Düfte, die mich begleiten noch bei meiner Parfümgeschichte geschrieben, dass ich meinen aktuellen Duft nicht verrate, weil ich ihn möglichst exklusiv verwenden möchte, werde ich heute schwach und lüfte das Geheimnis.

Wie ich zu meinem Nischenduft kam

Nach einigen parfümfreien Jahren bekam ich Ende 2018 wieder Lust auf einen Duft. Nun ist es jedoch so, dass mir die meisten Düfte zu extrem sind. Zu süß, zu herb, zu warm, zu holzig, zu … whatever … einfach too much. Dazu kommt, dass die meisten Düfte sich auf meiner Haut deutlich anders entwickeln als sie im Flakon oder frisch aufgesprüht riechen. Mainstreamdüfte kommen nicht in Frage, weil ich nicht wie beliebig viele Menschen riechen möchte, auch wenn die Entwicklung am Körper für Individualität sorgt. Die Zeiten sind für mich vorbei.

Ein mehrstündiger Tragetest ist Pflicht. Dabei merke ich dann auch, ob ich einen Duft auf der Haut überhaupt vertrage, denn allergische Reaktionen habe ich meistens direkt mit im Programm, die auch beim Aufsprühen nur auf die Kleidung dennoch auf der darunter liegenden Haut passieren können. Du siehst: Ich bin ein schwieriger Fall in Bezug auf Düfte!

Im Winterurlaub an der See hatte ich dann das Glück, auf eine Verkäuferin zu treffen, die mir genau zugehört und meine olfaktorischen Bedürfnisse sofort erkannt hat. Ihr erster Griff wurde es am Ende: Eau D’Hadrien von Annick Goutal (Werbung) als Eau de Toilette.

Annick Goutal - Eau D'Hadrien - Eau de Toilette - Nischenduft für Damen

Eau D’Hadrien aus dem Jahr 1981 ist ein leichter zitrusfrischer Duft, der im Abgang einen Hauch pfeffrig riecht. Ich vertrage ihn sogar direkt auf der Haut. Das Retrodesign des Flakons finde ich passend zu dem eleganten, zeitlosen Duft. Solche exklusiven, besonderen Düfte gibt es nicht nur in kleinen Parfümerien, sondern auch bei Douglas findest Du Nischendüfte (Werbung) wie meinen.

Ich schnupperte noch an weiteren Düften der Serie von Annick Goutal und an der Duftreihe eines anderen Herstellers, den ich vergessen habe, der auch mit recht puren Duftnoten arbeitet, aber mir war schnell klar: Eau D’Hadrien ist es. Ich habe es mir aufsprühen lassen und wusste schon nach einer Stunde, dass ich es haben möchte.

Mein Mann mochte es auch und so hatte er direkt noch ein spontanes zusätzliches Weihnachtsgeschenk für mich. Wie Du an dem aktuellen Foto des Flakons siehst, verwende ich es sparsam und nicht täglich. Aber wenn ich es auftrage, ist es mir immer eine Freude.

Mit einem Duft durchs Jahr oder Lust auf einen Herbstduft?

Als Minimalistin habe ich nur diesen einen Duft, er mich durch das ganze Jahr begleitet. Zitrusfrische kann ich immer um mich haben. Der klare Duft tut mir gut und erfrischt mich, wenn ich ihn auftrage. Weil weder Parfüm noch Eau de Toilette ewig im Duft stabil bleiben, verwende ich lieber einen Flakon bis zum Ende und schaue dann, ob ich einen neuen Duft oder diesen nachkaufen möchte.

Annick Goutal - Eau D'Hadrien - Eau de Toilette - Nischenduft für Damen

Allerdings weiß ich, dass die meisten Frauen es bevorzugen, mehr Auswahl im Bad zu haben als ich und gerne verschiedene Düfte im Wechsel tragen. Dabei kommen dann auch saisonale Vorlieben zum Tragen, wonach in der dunklen Jahreszeit gerne zu wärmeren, intensiveren Düften gegriffen wird als im Sommer. Du hast Lust auf einen neuen Herbstduft? Schöne Herbstdüfte gibt es hier bei Douglas (Werbung)

Welchen Duft hattest Du bei mir vermutet? Was ist Dein liebster Herbstduft?

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