Lesetipp: Workshop-Spiele

Werbung – Rezensionsexemplar und Affiliate Links von Amazon

(Affiliate Link auf dem Cover)

Agile Spiele kurz & gut
von Marc Bleß und Dennis Wagner

Das Buch habe ich gelesen, weil ich Workshops moderiere und es gut finde, über den Tellerrand bei Methoden hinaus zu schauen. Die Autoren stellen Spiele mit unterschiedlicher Komplexität, Einsatzmöglichkeit und Länge vor. Mit einigen Spielen können Inhalte erarbeitet werden, anderen haben einfach nur das Ziel, die Teilnehmer wach zu halten.

Zielgruppe für das Buch sind

  • Scrum Master
  • Agile Coaches
  • Führungskräfte, die Workshops zu agilen Methoden moderieren.

Das sind unter meinen Leser_innen vermutlich nur wenige, allerdings weiß ich, dass welche darunter sind.

Die Spiele sind unterteilt in die Kategorien

  • Gruppen einteilen
  • Opener
  • Vermittlung von Prinzipien
  • Simulationen
  • Energizer
  • Social Dynamics und Kommunikation
  • Closing
  • Fun

Bei der Erläuterung der Spiele mit benötigtem Material, Vorbereitung, Ablauf und Moderation, Nachbereitung, Hinweisen und Tipps zu Stolperfallen werden die jeweiligen Einsatzmöglichkeiten genannt.

Fazit

Das Buch wurde mir vom O’Reilly Verlag (Werbung) als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich finde es lesenswert für Trainer und Moderatoren, auch unabhängig von agilen Prinzipien. Gewünscht hätte ich mir allerdings eine größere Schrift. Das handliche Format des Buchs ist schön, aber die Schrift ist leider mühsam zu lesen. Davon abgesehen, ist es gut einsetzbar.

Wie geht es Dir mit Spielen in Workshops? Bist Du Fan oder Feind?

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Morgens im Museum

Werbung für das Museum der Illusionen Hamburg ohne Auftrag

Ines Meyrose – Februar 2020 – im Museum der Illusionen Hamburg

In diesem Museum darf man nicht nur Fotos machen, es ist sogar ausdrücklich erwünscht! So mag ich das. Warum heißt der Beitrag Morgens im Museum? Weil ich ungerne Schlange stehe. Samstags öffnet das Museum um 10 Uhr, um 9.45 Uhr haben wir uns dort verabredet und waren die ersten Besucher. Keine Schlange, leere Räume zum Entdecken, blitzblanke Spiegel und kein Trubel. Auch hierfür gilt: So mag ich das.

Ines Meyrose – Februar 2020 – im Museum der Illusionen Hamburg

Die Mischung aus physikalischen, geometrischen und physiologischen Rätseln und optischen Täuschungen ist klasse. Nach einer guten Stunde schwirrte mir der Kopf von den Eindrücken auf allen Ebenen. Ein Stück Schokoladentorte hat ihn beim anschließenden Cafébesuch wieder justiert.

Spaßig für Familien und Erwachsene

Ines Meyrose – Februar 2020 – im Museum der Illusionen Hamburg

Für alle, deren Gleichgewichtssinn nicht extrem empfindlich ist und die Spaß an einem Museum zum Entdecken und Anfassen haben, empfehle ich einen Besuch im Museum der Illusionen. Wir waren mit drei Erwachsenen dort und hatten außerordentlich viel Spaß dort.

Es waren auch Familien mit kleinen Kindern dort, die ebenso begeistert waren. Das Museum ist wortwörtlich für Jung und Alt geeignet. In den Ferien und bei schlechtem Wetter ist es wohl recht gut besucht, so dass mein Tipp ist: früh aufgewacht und mitgemacht!

Am Rande: gemütliches Outfit

Ines Meyrose – Februar 2020 – im Museum der Illusionen Hamburg

Die kurze Slim-Fit-Jeans aus 360 Grad Stretch ist neu; die braunen Stiefeletten habe ich im letztem Herbst anstatt brauner Halbschuhe erstanden. Die Jeans habe ich in dieser mittleren Waschung und noch einmal in dunklem Blau gekauft als Ersatz für zwei verschlissene. Geht der Beitrag als Outfitbeitrag durch, weil Bilder von mir darin zu sehen sind? Immerhin bin ich ausnahmsweise von allen Seiten zu sehen!

Kennst Du das Museum der Illusionen oder ähnliche Ausstellungen?

Farben für Silver Ladies in Mode und Make-up

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Ines Meyrose - Outfit mit Tageskleid in Variationen - Jaquard-Pontékleid Lands' End strahlend marine geo - Schal s.Oliver - Portrait

Graue Haare – was passt dazu?

Das Thema hat sich Leserin Barbara gewünscht. Bei der Wunschliste für 2020 hat sie kommentiert:

„Seit gut zwei Jahren trage ich meine Haare komplett silbergrau. Mein Eindruck ist, dass die Farben, die mir helfen, nicht ‘ausgewaschen’ auszusehen, sich doch etwas von der früher favorisierten Farbpalette unterscheiden (eher zur kühleren Seite tendieren).

Ich würde mir also einen Beitrag mit Vorschlägen für Farben für Silver Ladies wünschen (Mode und Make-Up). Was sagt die Fachfrau zu Frisuren für silbergraue Schöpfe? Was gefällt oder gibt es Dos & Don‘ts?“

Um ihr möglichst konkret helfen zu können, habe ich Barbara gefragt, welche Haarfarbe sie vor dem Ergrauen hatte. Außerdem wollte ich wissen, ob sie erst jetzt mit den grauen Haaren zu kühleren Farben in der Kleidung und Make-up tendiert und vorher wärmere getragen hat oder ob es ist so, dass sich nur die bevorzugten Nuancen innerhalb der kühlen Palette verändert haben. Dazu sagt Barbara

„Meine Naturhaarfarbe war das übliche Straßenköterbraunblond (nachdem sich das schöne Hellblond meiner Kinderjahre verabschiedet hatte). In meinen jungen Jahren war ich dunkelrothenna gefärbt, was viele wegen meiner grün-grauen Augen für meine Naturhaarfarbe gehalten haben.

Mit den Jahren bin ich, da ich chemische Farben nicht auf meinem Kopf haben mochte, in der goldblonden Ecke gelandet. Lange habe ich gedacht, ich sei ein Frühlingstyp, wurde aber auch mal als Sommertyp eingeordnet. Das Goldblond hat sich irgendwann zu meinem Hautton absolut falsch angefühlt. Von daher würde ich sagen, dass ich von den wärmeren Farben zu den etwas kühleren gewandert bin. Warmes Beige z.B. ist das Grauen!“

Logo angies type4youDen Beitragswunsch finde ich als Fan grauer Haare – siehe Foto von mir oben – klasse. Weil gerade an kühlen Farbtypen silbergraue Haare oft richtig klasse aussehen, möchte ich nicht nur mich als Herbstfarbtyp als Beispiel zeigen, sondern auch einen Winterfarbtyp, der die satten kühlen Farben ideal tragen kann. Dabei ist mir sofort meine Typberater-Kollegin Angela Kneusels von Angies-type4u (Werbung) eingefallen, die wunderschöne lange graue Haare trägt und damit eine Ausstrahlung hat, die ich unfassbar präsent finde. Angela kennst Du vielleicht bereits aus dem Blogbeitrag Stilberaterinnen an der Alster. Wir haben 2016 einen schönen Tag gemeinsam in Hamburg verbracht.

Im Moment sind bei Angela zwar noch feine blonde Strähnchen eingemischt, um den Übergang zum dunklen Unterhaar weicher zu machen, aber die grauen Haare sind dominant. Das ist übrigens gleich der erste Tipp für Frauen mit noch nicht ganz grauen Haaren und dunklem Unterkopf, um die Übergänge harmonisch zu machen: Setze blonde Strähnchen in zum Farbtyp passender Nuance.

Beim Konzeptionieren dieses Beitrags habe ich mir überlegt, dass ich es am besten finde, wenn er sich in Interviewform entwickelt. Angela war so nett, sofort bei der Idee dabei zu sein. Der folgende Text ist als E-Mail-Verkehr zwischen uns hin und her gegangen.

Liebe Angela,

ich bin gespannt auf Deine Tipps und ob wir uns fachlich einig sind oder im Detail unterschiedliche Empfehlungen aussprechen. Die Fragen, die ich mit Dir klären möchte, sind

  1. Kann sich der Farbtyp eines Menschen durch Ergrauen der Haare ändern?
  2. Wenn die Haare weiß-grau-silber werden, passen dann Deiner Meinung nach andere Farben aus dem Spektrum des Farbtyps zu der Person als vorher?
  3. Wie verändern sich passende Farben bei Make-up – also dem kompletten Make-up, nicht nur der Foundation – für Silver Ladies?
  4. Wie sieht es aus mit Frisuren für silbergraue Schöpfe? Gibt es Dos & Don’ts? Welche?
  5. Was für Tipps haben wir konkret für Barbara?

Legen wir los!

Kann sich der Farbtyp eines Menschen durch Ergrauen der Haare ändern?

Angela: Nein, der Farbtyp ändert sich nicht. Man ist ein kühler oder warmtoniger Typ. Es können sich aber innerhalb der eigenen Farbpalette die Farben ändern, die vorteilhafter sind.

Ich selber habe sehr früh, mit 19, die ersten grauen Haare bekommen. Allerdings ging es erst mit Mitte 30 richtig los. Meine Farben sind immer im kühlen Bereich geblieben, aber heute stehen mir Farben aus meiner Farbpalette besser, die ich mit 20 oder 30 noch nicht bevorzugt hätte.

Ines: Genauso sehe ich das auch. Ich habe die ersten grauen Haare mit Mitte 20 bekommen und seit den 40ern werden es deutlich mehr. Meine Farben sind im warmen Bereich geblieben, aber der Schwerpunkt hat sich auf die dunkleren verschoben. Großflächiges Beige in Gesichtsnähe wie bei einem Mantel oder Pullover sieht zu farblos aus zu den helleren Haaren und weiße Blusen gehe auch nicht mehr gut, selbst wenn sie cremeweiß und nicht schneeweiß sind.

Damit hast Du Frage 2 „Wenn die Haare weiß-grau-silber werden, passen dann Deiner Meinung nach andere Farben aus dem Spektrum des Farbtyps zu der Person als vorher?“ gleich mit beantwortet.

Wie ist das bei Dir konkret? Welche Farben hast Du früher mit dunklen Haaren bevorzugt und welche sind heute weggefallen oder hinzugekommen?

Angela: Generell kann ich die stärkeren Farben jetzt noch besser tragen. Wenn vorher Pastelltöne auch vorteilhaft aussahen, dann wirken sie jetzt zu meinem helleren Haar oft zurückgenommen oder sogar fade und langweilig. Wenn Rosa und Hellblau früher gut aussahen, komme ich jetzt viel präsenter mit Pink, Rot, Royalblau und Petrol rüber. Sehr gerne trage ich jetzt Anthrazit zum Beispiel mit Bordeaux kombiniert. Das wirkt sehr schick.

Dunkles Blau ist meine bevorzugte Farbe im Business geworden. Mit meinen dunklen Haaren sah das Blau früher etwas bieder aus. Jetzt mit den hellen Haaren, sieht es dagegen sehr vorteilhaft aus und ich kombiniere es im Business als Wintertyp gerne mit Weiß und Hellblau, im Privaten am liebsten mit Knallrot.

Schwarz zum Beispiel, war immer eine perfekte Farbe für mich und ich kann es auch heute noch gut anziehen, kombiniere es aber gerne mit leuchtenden Farben, denn manchmal wirkt es zu hart. So ist ein Mitternachtsblau heute deutlich vorteilhafter.

Wie verändern sich passende Farben bei Make-up – also dem kompletten Make-up, nicht nur der Foundation – für Silver Ladies?

Ines: Wenn die Augenbrauen heller oder durch Zupfsünden dünner geworden sind, würde ich sie in jedem Fall nachzeichnen. Dabei geht es nicht darum, sie übermäßig zu betonen, sondern ihnen einfach nur ihre ursprüngliche Wirkung zurück zu geben. Die meisten Menschen, auch warmtonige und sogar viele Rothaarige, haben Augenbrauen in einem aschigen, kühlen Ton.

Ein Fehler wäre also, bei einem warmen Farbtyp per se einen warmen Braunton zum Nachzeichnen der Brauen zu nehmen. Das sähe dann angemalt aus. Wenn man aber einen aschigen Braunton nimmt, lieber zu hell als zu dunkel, kann man ein schön natürliches Ergebnis erzielen. Dafür verwende ich am liebsten mattes Puder, das ich mit einem Schrägpinsel auftrage. Was ist Dein Tipp?

Angela: Auf jeden Fall ist das Nachzeichnen der Augenbrauen mit Puder dem Stift vorzuziehen. Das sehe ich, wie auch den Tipp mit dem aschigen Braunton für warmtonige Typen, genau wie Du. Es wirkt einfach viel natürlicher.

Ines: Was sagst Du zum Thema Lidschatten: glitzernd oder matt bei Best Agern? Da gehen die Meinungen bei Visagisten extrem auseinander. Ich bin im Team Glitzer, weil das meiner Ansicht von Fakten ablenkt anstatt sie zu betonen und einfach mehr Strahlen um die Augen bringt.

Angela: Da sind wir im selben Team. Der Lidschatten darf auf dem ganzen Lid gerne glänzend, schimmernd sein. Ich finde zum Beispiel Creme, Champagner und Silber sehr vorteilhaft. Das gibt einen weichen und wachen Ausdruck und wirkt elegant. Je nach Typ verleiht dazu ein dunklerer Ton, passend zum jeweiligen Typ, am äußeren Lidrand noch strahlendere Augen.

Kajal und Wimperntusche sind oft wirkungsvoll. Ein Lidstrich kann den eventuell weniger werdenden Wimpernkranz ausgleichen, ebenso wie eine gute Mascara. Für die kühlen Typen kommt da Schwarz und /oder Anthrazit, für die warmtonigen Typen ein aschiger Braunton in Frage.

Ines: Oh ja, bei Wimperntusche stimme ich Dir absolut zu. Wie konnte ich die vergessen? Kajal würde ich allerdings nur noch bei extrem großen Augen auf der Wasserlinie auftragen, ansonsten wirken die Augen mir damit meistens zu klein. Aber den Kajalstift als weichen Lidstrich einzusetzen, finde ich gut. Nur bei Schwarz wäre ich vorsichtig. Ich kenne kaum eine Frau ab 40, bei der ein schwarzer Lidstrich noch wirklich gut aussieht. Anthrazit oder Brauntöne – bei Einsatz von farbigem Lidschatten auch gerne dazu passend in Lila, Oliv, Tannengrün oder Petrol – wirken für meinen Geschmack harmonischer.

Angela: Tatsächlich bin ich selber beim Kajal immer noch der ideale Schwarztyp, aber Du hast absolut Recht, denn auch ich verwische ihn leicht. Darum ist es ein sehr wichtiger Hinweis, denn das fällt mir oft auf, dass der Kajal zu stark aufgetragen wird, übrigens oft auch bei jungen Frauen, und es dann unvorteilhaft oder sogar verfremdet wirkt.

Ines: Bei den Lippen finde ich, dass Silver Ladies oftmals mehr Farbe vertragen. Aus rosigen Tönen dürfen kühle Rottöne werden, anstelle von bräunlichen Nudetönen kann warmes Orangerot schön aussehen. Wie sieht Deine Erfahrung damit aus auf Kundenseite und bei Dir persönlich?

Angela: Generell darf es bei der Lippenstiftfarbe jetzt ruhig etwas mehr sein, das sehe ich genauso und meine Kundinnen sind oft sehr überrascht, wieviel wacher sie mit dem kräftigeren Lippenstift wirken.

Als Kontrast zu dem silbrigen Haar ist dort, je nach Farbtyp, ein sattes Rot, Pink oder Auberginenton und auch das von Dir erwähnte Orangerot sehr vorteilhaft. Ich selber trage jetzt viel öfter ein leuchtendes Rot oder ein kräftiges Aubergine. Früher habe ich gerne Rosè als Lippenfarbe getragen. Heute wirkt es zu langweilig.

Ines: Genauso geht es mir persönlich auch. Rosenholz geht immer noch, aber viel spannender sind Tomatenrot und Zinnoberrot! Für Best Ager finde ich übrigens Lippenstifte mit softem Glanz ohne Glimmerpartikel am besten, denn Glimmer setzt sich Lippenfältchen leicht ab. Der softe Glanz sorgt hingegen für gleichmäßig prall und gepflegt aussehende Lippen. Ein Lippenkonturenstift kann zusätzlich für eine schön klare Lippenkontur sorgen, die von Natur aus mit den Jahren leider etwas verschwimmt.

Ines Meyrose – Oliv kombinieren – Sweatblazer s.Oliver – T-Shirt Marineblau Lands‘ End - Portrait

Kleine Anekdote: Meine Oma hat mit dem Rauchen aufgehört, als es begann, dass sie sichtbare Falten um den Mund bekam. Erst wurde geraucht, um schlank zu bleiben, dann damit aufgehört, um im Gesicht schön zu bleiben. Was tut man nicht alles für die Eitelkeit … Wer immer noch raucht oder früher geraucht hat weiß, welche Falten ich meine …

Wie sieht es aus mit Frisuren für silbergraue Schöpfe? Gibt es Dos & Don’ts?

Angela: Oh, das ist eine spannende Frage und ein weites Feld. Da kommt es natürlich auch auf die Gesichtsform an. Aber generell wirken Gesichter im reiferen Alter oft etwas kantiger und herber. Darum ist ein stufiger und lockerer Schnitt meist vorteilhafter.

Viele Frauen denken, sie müssen sich ab einem bestimmten Alter für einen Kurzhaarschnitt entscheiden. Vor allem bei grauen Haaren. Andere wollen sich nicht vom längeren Haar verabschieden, obwohl die Haare dafür mit den Jahren zu dünn geworden sind. Mit beidem kann man genau falsch liegen.

Es kommt meiner Meinung nach darum auch auf die Haarstruktur an, welche Frisur bei grauen Haaren vorteilhaft ist. Wenn man sich für einen Kurzhaarschnitt entscheidet sollten die Haare, damit es nicht zu streng wirkt, deshalb gerne etwas verwegen verwuschelt, unordentlich und eventuell am Hinterkopf leicht gestuft sein – vor allem bei dünnem Haar.

Vielen Frauen steht auch ein Bob, der nicht zu streng geschnitten ist, sehr gut. Also auch da gerne etwas stufig schneiden lassen. Je nach Haarstruktur sind auch lange Haare immer noch vorteilhaft. Die Haare sollten dann zu den Spitzen hin aber nicht zu dünn sein. Eine klassische Frisur mit Mittel- oder Seitenscheitel ist da oft ein Hingucker.

Wer seine Mimikfalten der Stirn etwas kaschieren möchte kann mit einem Pony oder Ponyfransen arbeiten. Ein Pony sieht generell immer frisch und jugendlich aus. Aber wie erwähnt, es kommt immer auch auf die Gesichtsform an, was zum Typ passt.

Ines: Genauso sehe ich das auch.

Hast Du einen konkreten Tipp für Silver Lady Barbara, ohne sie zu kennen?

Angela: Da Barbara einmal als Frühlings – und einmal als Sommertyp typisiert wurde ist es aus der Ferne etwas schwierig, da dies ja einmal die warme und einmal die kalte Farbpalette wäre. Da sie selber aber ihre Haarfarbe als Silbergrau, und die Augenfarbe als Grüngrau benennt, hätte ich folgende Farbtipps, die nach meiner Erfahrung auch zu beiden Typen passen können.

Auf jeden Fall kommen mit den grauen Haaren jetzt stärkere Farben ins Spiel. Petrol und Aubergine steht ihr sicher gut und auch ein Türkiston kann sehr lebendig wirken. Als Basisfarbe kann ich mir da einen Blauton sehr gut vorstellen und Offwhite als Bluse oder Shirt, kombiniert mit einem farbigen Schal/Halstuch.

Ich würde in Barbaras Fall vor dem Spiegel ausprobieren, wie die Farben bei Tageslicht zu ihrem Gesicht wirken. Für das Make-up sind Champagner oder Cremeweiß als Lidschatten wegen ihrer grüngrauen Augen und Aubergine als Lippenfarbe sicher vorteilhaft. Eventuell Petrol als Lidstrich, fein gestrichelt. Bei der Frisur kommt es auf den Gesichtstyp an, wie oben beschrieben. Wie erwähnt, stehen stufige Schnitte Silver Ladies besonders gut.

Ines: Meine Vermutung ist, dass Barbara schon immer ein Sommerfarbtyp war, sich nur früher auf vielleicht auf Frühlingstyp hingefärbt hat. Zu den Lippen noch eine Ergänzung: Wenn die Lippen voll sind, können auch dunkle Töne bei Silver Ladies funktionieren. Wenn sie eher schmal sind und vielleicht mit den Jahren immer schmaler werden, lassen hellere Töne die Lippen voller erscheinen.

Mein Tipp für Barbara ist: Höre auf Deine Intuition. Wenn Du Dich optisch verwaschen fühlst, greife zu dunkleren oder leuchtenden Farben. Wenn Du siehst, dass warmes Beige Gift für Deinen Teint ist, lass die Finger davon. Wenn Du ein Sommerfarbtyp bist, ist Grau Dein Beige, Dunkelblau Dein Schwarz und Beere Dein Rot.

Angela: Das sind sehr gute Tipps für Barbara, Ines. Ich hätte noch eine Silver Lady Anekdote zum Abschluss: Im Herbst 2016 war ich mit ca. 500 Frauen auf dem Feminess Business Kongress in Düsseldorf. Das Thema war: „Sei die, die Du bist“.

Eine der Rednerinnen war Birgit Schrowange. Sie las aus ihrem Buch vor und erzählte dazwischen sehr amüsante Geschichten. Unter anderem erzählte sie auch offen, dass sie gerne ihre natürlichen grauen Haare tragen würde, dies aber von beruflicher Seite nicht gewünscht ist. Sie zeigte in den Raum und sagte „Ich hätte sehr gerne die Haare genauso wie Sie …“ und als ich mich nach der vermeintlichen Dame umdrehte meinte Frau Schrowange „Ja, wie Sie, die Sie sich jetzt umdrehen …“.

Das war ein ganz besonderes Kompliment für mich von einer Frau, die ich dort als sehr authentisch und charismatisch kennen gelernt habe. Mittlerweile trägt Birgit Schrowange ihren Naturton und es steht ihr fantastisch.

Schöne Anekdote, die zeigt, wie Veränderungsprozesse entstehen. Danke, liebe Angela, für das Gespräch und Deine Tipps!

Wenn Du im Raum Darmstadt wohnst und eine Typberaterin suchst, empfehle ich Dir, Dich persönlich an Angela zu wenden. Du bist neugierig, wie Angela als Silver Lady aussieht? Schau auf Ihrer Webseite Angies-type4u (Werbung) oder ihrem Instagramprofil (Werbung) vorbei.

Wenn Du nicht nur aktuelle Fotos von Angela sehen möchtest, sondern einen Blick auf die Entwicklung ihrer Farben und Frisuren werfen möchtest, kannst Du auf ihrer Facebookseite (Werbung) einen Blick in ihr Fotoalbum werfen. Dort zeigt sie als Ergänzung für dieses Interview Bilder von ihrem Werdegang zur Silver Lady.

Liebe Leserin, welche Tipps hast Du für Silver Ladies?

Lesetipp: War er es oder wer war es?

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Der unschuldige Mörder von Mattias Advardsson - Buchcover

Der unschuldige Mörder
von Mattias Edvardsson

Einen anderen Krimi von Mattias Edvardsson, Die Lüge, habe ich Dir im Januar vorgestellt. Als ich den ausgelesen hatte, habe ich sofort nach weiteren Büchern des Autors gesucht und bin auf Der unschuldige Mörder gestoßen. Das habe ich beim Limes Verlag (Werbung) angefragt und als Rezensionsexemplar erhalten. Die beiden Bücher kannst Du unabhängig voneinander lesen, es ist keine Serie. Ausnahmsweise starte ich mit dem Klappentext:

“Lund, Schweden: Vier Literaturstudenten treffen auf den gefeierten Autor Leo Stark. Schnell geraten sie in den Bann des manipulativen Schriftstellers, der sie gleichermaßen fasziniert wie abstößt. Doch eines Nachts verschwindet Stark spurlos. Und obwohl keine Leiche gefunden wird, spricht man den Studenten Adrian des Mordes schuldig.

Jahre später beschließt dessen Freund Zack, ein Buch zu schreiben. Das Verbrechen von damals, für das Adrian acht Jahre ins Gefängnis musste, hat den Journalisten nie richtig losgelassen. Von Adrians Unschuld überzeugt, ist Zack fest entschlossen, die Wahrheit aufzudecken. Doch bei seinen Recherchen stößt er auf den Widerstand seiner ehemaligen Studienfreunde. Alle scheinen sie etwas vor Zack zu verbergen. Und dann taucht plötzlich Leo Starks Leiche auf …”

Das Buch spielt in zwei Ebenen: 1997 zur Studentenzeit der Freunde und 2008 zur Zeit des Auftauchens von Leos Leiche. Beide Ebenen wechseln sich kapitelweise nach einigen Seiten ab. Das finde ich spannend konstruiert, weil man als Leser ständig in beiden Ebenen gedanklich unterwegs ist und die Protagonisten identisch sind. Wie in dem Buch Die Lüge geht es um die Frage der Wahrheit. Auf Seite 421 kommt Zack zu der Erkenntnis

“Die Wahrheit kann sehr verschieden aussehen, je nachdem, wen man fragt.”

Es gibt dermaßen viele Ungereimtheiten bei diesem Todesfall und den Verstrickungen der Freunde untereinander, dass mir die Auflösung bis kurz vor dem Ende nicht klar war. Spoiler: Ganz am Ende erfährt der Leser, was passiert ist.

Der unschuldige Mörder von Mattias Advardsson - Buchseite 285

Zacks Worte, dass das Leben so viel einfacher hätte sein könnte, wenn man damals gewusst hätte, was man jetzt weiß, sprechen mir aus dem Herzen. Es gibt nur wenige Erlebnisse in meinem Leben, die ich bereue, aber einiges hätte ich dennoch gerne vorab gewusst … Es ist krass, wie viele Geschichten von 1997 im aktuellen Strang des Buchs zu Tage kommen und wie viele Missverständnisse bzw. schlichtweg unterschiedliche Empfindungen es zwischen den Personen gab. Da möchte ich lieber gar nicht wissen, wie die Rückschau auf mein eigenes Leben aussähe …

Zum Inhalt verrate ich Dir nicht mehr, um die Spannung aufrecht zu erhalten für alle, die den Schwedenkrimi lesen möchte. Eine Leseempfehlung für Krimifans bekommt das Buch von mir in jedem Fall. Die Lüge hat mich noch etwas mehr gefesselt, aber Der unschuldige Mörder ist ebenso lesenswert.

Welchen Lesetipp hast Du für mich?

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Was ich heute gelernt habe – Januar 2020

Werbung mit Namensnennungen ohne Auftrag

Art Journal Kalenderblatt Januar

  1. Mein Motto 2020 sagt sich leichter, als es sich lebt.
  2. Erstaunlich, wie scharf eine neue Schere sein kann im Vergleich zu einer 25 Jahre alten, die ich bis dahin noch für gut hielt.
  3. Dübel kann man aus der Wand bekommen, wenn man eine etwas dickere Schraube als zuvor 4-5 Umdrehungen, so dass sie gerade gut greift, hineindreht und dann mit einer Zange die Schraube herauszieht. Memo an mich: Dunkelblauen Kaschmirrolli nächstes Mal vorher ausziehen, weil der Dübel unter Umständen mit einem Haufen Steinstaub aus der Wand kommt. Ich sah aus wie in Mehl gefallen.
  4. 9 Uhr – morgens und abends – ist meine Lieblingsuhrzeit.
  5. Wenn man ein Wollkleid nach dem Waschen, das einem zu schwer für einen Bügel ist, damit es nicht aushängt, über den Badewannenrand legt, bekommt es keine Knickfalten.
  6. Huey Lewis and the News neues Lied “Her Love Is Killin’ Me” ist mein aktuelles Lieblingslied.
  7. Wenn man auf Facebook jemanden blockiert hat, glaubt Instagram ihn mir im Stil von Dein Freund xyz ist jetzt auch Instagram, vielleicht möchtest Du ihm folgen vorschlagen zu müssen. Was bitte an blockiert macht einen freundschaftlichen Eindruck? Gelernt habe ich dann auch noch, dass wenn man denjenigen auf Instagram blockiert, so dass er dann keine Beiträge mehr sehen kann, man das für jedes Profil, dass man mit einem (!) Zugang betreibt, einzeln blockieren muss. An sich logisch, weil man auch mit jedem Profil einzeln folgt/Follower hat.
  8. Täglich über 365 Tage einen Gegenstand gehen lassen? Das habe schon in KW 1 komplett für 2020 im Voraus erledigt. Bin nach wie vor im Wegwerfmodus, der außerordentlich wohltuend ist.
  9. Blut bei anderen kann ich mit steigendem Alter immer schlechter sehen. Früher hat mir das nichts ausgemacht. Woran liegt das?
  10. Ich habe Nylons, die so alt sind, dass noch Katzenhaare daran haften. Die Katze ist seit 2013 tot. Das nenne ich Qualität.
  11. Vom Tod einer ehemaligen angeheirateten Verwandten zu hören, die ich seit 1999 nicht gesehen habe, geht mir erstaunlich nahe. Abstrus ist dabei der Weg, auf dem ich davon erfahren habe – siehe @7.
  12. Einfach mal machen hat heute super funktioniert.
  13. Tortillas für Wraps kann man relativ einfach selbst machen, wenn man sich die Anrichte zumehlen mag.
  14. Osterdekoration zu entsorgen ist genauso wohltuend, wie Weihnachtsdekoration zu entsorgen, wobei das deutlich weniger war.
  15. Es gibt immer noch eine Art Plug-Ohrschmuck mehr, als ich mir je hätte ausdenken können.
  16. Im Café Hüftgold im Winterhuder Weg hat es mir gefallen.
  17. Grillbratwurst von Salzbrenner finde ich besonders lecker.
  18. Naturschutz in der Theorie und Praxis – es ergeben sich immer wieder erstaunliche Diskrepanzen, wenn man selbst von Einschränkungen betroffen wäre.
  19. Wir haben noch drei weitere Scheren ausgetauscht – siehe @2.
  20. Blickdichte Nylonstrumpfhosen und -leggings von Calzedonia in Blau und Braun riechen so intensiv nach Chemie, dass ich die nicht ungewaschen tragen mag. Die umhüllen meinen Körper ganztätig mit der unangenehmen Duftwolke. Es nervt mich aber, wenn ich Nylons vorm ersten Mal Tragen waschen muss, weil sie davon im Zweifelsfall nicht besser werden. Mir wurde die Marke von Kunden und Blogleserinnen empfohlen. Günstig sind die Strumpfwaren und die Haltbarkeit ist gut, aber der Geruch geht für mich gar nicht. Nach einigen Experimenten mit verschiedenen Modellen lasse ich die Marke wieder aus meinem Schrank ausschleichen und ich gebe wieder mehr für deutsche Marken aus.
  21. Wenn ich mir etwas doll genug wünsche, klappt es mit dem Herbeiwünschen manchmal sogar.
  22. Ein Krimi-Dinner zu organisieren macht Spaß, ist allerdings komplexer, als ich es erwartet hätte.
  23. Das Wort Misogynie.
  24. Aufräumen ist ansteckend.
  25. Das Veranstaltungszentrum Empore in Buchholz hat mir gefallen. Haben dort ein schönes Konzert der Gustav Peter Wöhler Band besucht.
  26. Zuverlässigkeit ist eine Lässigkeit, die einige Menschen für meinen Geschmack etwas arg lässig sehen.
  27. Es gibt im Grindelviertel mehr kostenfreie Parkmöglichkeiten, als ich erwartet hatte.
  28. Eine 7/8-Hose bleibt bei Matschwetter am Saum sauber. Dafür zieht es in die Hosenbeine. #irgendwasistimmer
  29. “Es gibt keine Sicherheit in dieser Welt, nur Gelegenheiten.” frei nach Douglas McArthur.
  30. Es ist erstaunlich, was für Unterschiede es bei Lebensmittelfarben gibt.
  31. Öko-Geschirrspüler-Multi-Tabs sind bei Stiftung Warentest durchgefallen. Leider hatte ich gerade ein Paket der miesesten Sorte gekauft, weil ich auf Öko-Tabs umsteigen wollte. Schade eigentlich.

Lesetipp: Der Weg zur Wahrheit

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Die Lüge
von Mattias Edvardsson

Was ist eine Lüge? Weglassen von Wahrheit? Verdrehen der Wahrheit? Die subjektive Sicht auf Dinge? Wahrheit ist relativ …

Freitagabend ist die Welt in Lund, einer Stadt in Schweden, für Adam, Ulrika und Stella in Ordnung. In der Nacht schon nicht mehr für alle. Am Sonntag für keinen der drei mehr. Adam ist evangelischer Pfarrer, Ulrika eine renommierte Rechtsanwältin und Stella ihre extrem emotionale 19-jährige Tochter auf dem Weg ins Leben nach dem Abitur.

Am Samstag wird die Leiche von Chris, einem 32-jährigen Geschäftsmann gefunden und Stella wegen Mordverdacht in Untersuchungshaft genommen. Kannte Stella Chris? Was verschweigt sie ihren Eltern? Warum war sie in der Nähe des Tatorts? Und was hat ihre schwesterliche Freundin Amina damit zu tun?

Eine der Kernfragen des Buchs ist, wie weit Eltern gehen, um ihr Kind zu schützen. Das Besondere an dem Krimi ist, dass er im ersten Drittel aus der Ich-Perspektive des Vaters geschrieben ist, im zweiten Drittel aus Stellas Sicht und im Dritten aus der von Ulrika. Im Epilog kommt Stella abschließend zu Wort.

In der Gedankenwelt des jeweiligen Erzählers geht es um die aktuelle Situation, aber auch um Rückblenden bis zum Kennenlernen der Ehepartner, der Geburt von Stella und ihrem Aufwachsen. Zu sehen, wie Erlebnisse von den Menschen unterschiedlich wahrgenommen werden können, ist für mich immer wieder krass.

Letztlich ist die ganze Zeit über die Frage: Hat Stella den Mord begangen oder nicht? Das Problem ist nämlich, dass ihr aufgrund ihres impulsiven Verhaltens durchaus mehr als eine Person den Mord zutraut.

Es bleibt spannend!

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P.S.

Ich weiß nicht mehr, ob mir das Buch von einer Leserin empfohlen wurde, ich es auf einem anderen Blog gesehen oder mir selbst bei Amazon herausgesucht habe. Gekauft habe ich es jedenfalls selbst. Falls es ein Tipp von jemandem war: Danke an Unbekannt!

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