Kategorien
Fashion Minimalismus Outfits

Einheitslook Sommer 2022

Werbung wegen Namensnennungen ohne Auftrag

Ines Meyrose - Outfit 2022 - Einheitslook Sommer - Tunika mit Lochstickerei in braun, dunkelblauer Chino und weiß-gelben Sneakern

Meine persönliche Uniform im Sommer 2022

Wenn Du regelmäßige Leser_in dieses Blogs bist, kennst Du meine Vorliebe für persönliche Uniformen. Sie schaffen einen Wiedererkennungswert, machen das Ankleiden einfach und sind für Minimalisten wie mich wie geschaffen.

Im Frühling 2021 habe ich Dir meinen Einheitslook mit blauer Bluse vorgestellt und im Lauf des Jahres weitere Outfits damit gezeigt, die unter dem Schlagwort blaue Bluse zu finden sind. Die Blusen habe ich bis weit in den Herbst hinein getragen und im Frühling 2022 sofort wieder, als es warm genug dafür war.

Nun sind die vier Blusen nach unzähligen Wäschen abgenutzt und ausgewaschen, so dass sie jetzt aussortiert werden. Die eine längere dunkelblaue Bluse 2.0 im Tunikaschnitt mit 3/4-Arm ist noch schön, die habe ich aber auch geschont.

Die Frage war nun, wie ich die vier langärmeligen dunkelblauen Blusen ersetzen wollte. Dazu habe ich eine neue langärmelige dunkelblaue Bluse von Basler bei Peter Hahn gekauft. Sie ist recht lang und passt ganzjährig gut zu schmalen Hosen. Weil sie hochpreisig ist, habe ich mir davon nur eine gegönnt.

Gleichzeitig habe ich mir eine dunkelbraune Tunika mit Lochstickerei bei Gerry Weber ebenfalls dort gekauft. Die war schon etwa 50 % reduziert. Nach einigem Tragen gefiel sie mir so gut, dass ich sie direkt noch zweimal gekauft habe. Bei Peter Hahn war Größe 42 dann ausverkauft, aber bei Gerry Weber direkt habe ich sie in der passenden Größe zum Glück noch gefunden und ebenso für etwa den halben Preis erstanden dank des Sales.

Nachteile der braunen Tuniken

Ines Meyrose - Outfit 2022 - Einheitslook Sommer - Tunika mit Lochstickerei in braun, dunkelblauer Chino und weiß-gelben Sneakern
  • Sie haben nur 3/4-Ärmel und sind deshalb nur ab gewissen Temperaturen tragbar.
  • Sie sind dünner, was sie ebenso sommerlicher macht – deshalb auch Sommer-Einheitslook und nicht Frühlings-Einheitslook.
  • Mit den weiten Ärmeln passen sie nicht unter jede Jacke, aber das ist für mich nicht störend, weil ich außer Regenjacken im Sommer eh kaum Jacken trage und darunter passen sie. Pullover oder Strickjacken mag ich über Blusen eh nicht tragen.
  • Die eingesetzten Ärmel könnten für meinen Geschmack auf das Überschnittene verzichten, aber das ist bei dieser Bluse so gedacht. Muss ich durch – den Kompromiss gehe ich ein für die folgenden Vorzüge.

Vorzüge der braunen Tuniken

Ines Meyrose - Outfit 2022 - Einheitslook Sommer - Tunika mit Lochstickerei in braun, dunkelblauer Chino und weiß-gelben Sneakern
  • Das Material ist 100 % Baumwolle ohne Elasthan.
  • Sie sind auch an heißen Tagen wunderbar tragbar.
  • Sie knittern relativ wenig. Die Fotos sind am späten Nachmittags nach einem Tag mit Regenjacke und Umhängetasche entstanden. Ja, frisch gebügelt sähe sie besser aus, aber für die Umstände bin ich mit dem Knitterzustand wirklich zufrieden.
  • Mit der Lochstickerei und den Bändern am Kragen bringen sie mal wieder eine leicht verspielte Note in meinen Stil.
  • Sie sind dunkelbraun! Ich habe etwa zehn Jahre darauf gewartet, dass es endlich wieder dunkelbraune Oberteile gibt!

Nach dem Abwägen der Vor- und Nachteile freue ich mich, zu einem guten Preis drei schöne Tunikablusen erstanden zu haben. Sie werden mich durch den August und September begleiten und ich freue mich schon jetzt darauf, sie an den ersten warmen Tagen im Frühling 2023 wieder anzuziehen.

Wenn Du mich im Moment in einer der braunen Tuniken triffst, trage ich dazu wahrscheinlich eine Sommerhose in Dunkelblau, Rot oder Hellbeige mit weißen Sneakern oder Sandalen.

An dem Tag, als die Fotos entstanden sind, habe ich mit Nicole vom Blog Life with a glow einen Ausflug in Hamburg um die Alster herum unternommen. Wir waren spazieren, Kuchen essen, sind zwei Stationen Alsterdampfer gefahren, haben in kleinen Läden gebummelt, nichts gekauft und haben erfolgreich einen halben Tag verquatscht. Danke, liebe Nicole, für Deinen Besuch und die Fotos!

Die Hose und ihre Tücken

Ines Meyrose - Outfit 2022 - Einheitslook Sommer - Tunika mit Lochstickerei in braun, dunkelblauer Chino und weiß-gelben Sneakern

Die dunkelblaue Chino in 6/8-Länge von Gardeur, die ich auf den Bildern trage, ist ein etwas schwieriges Thema. Sie wird bei der Aufstellung Gute Käufe – schlechte Käufe 2022 bei den Fragezeichenteilen landen. Sie ist kein Fehlkauf, denn ich trage sie gerne. Aber sie hat ihre Tücken, so dass ich sie zum Originalpreis nicht erneut kaufen würde.

Der Baumwollmix trägt sich fantastisch, auch bei Hitze. ABER die Nähte ziehen sich in der Wäsche extrem zusammen. Es hilft auch nicht, wenn man in nassem Zustand versucht, sie wieder lang zu ziehen. Außerdem zieht sie Staub und Fussel an wie die Pest. Die Fusselrolle ist ihr bester Freund.

Ich habe die Hose hier vor Ort bei SiNN gekauft und bereits einmal reklamiert. Ehrlich gesagt ist der Grund, warum ich sie nicht nochmal reklamiert habe, neben den schönen Trageeigenschaften der Preis der Austauschhose.

Die erste hat 100 Euro gekostet, dafür darf das nicht sein. Bei der Reklamation wurde der Betrag erstattet und die Hose war inzwischen reduziert und kostete mit Kundenkarte nur noch 50 Euro. Es war nicht mein Ansinnen bei der Reklamation die Hose günstiger zu bekommen, das war einfach Glück.

Für 50 Euro kann ich mit dem Manko leben, da sind meine Ansprüche geringer. Für 100 Euro hätte ich auch den zweiten Versuch reklamiert. Zum Glück war die Anerkennung der Reklamation an sich und Gutschrift der Zahlung völlig unkompliziert.

Es war vereinbart, dass ich auch die zweite Hose problemlos nach einigem Tragen (und vor allem Waschen) mit Geldrückgabe reklamieren dürfte. Es war also meine Entscheidung, sie trotz der negativen Seiten zu behalten. Wenn ich sie trage, fühle ich mich wohl darin. Das ist die Hauptsache.

Wie würdest Du die Tunika kombinieren?


Dich hat der Blogbeitrag unterhalten oder einen Mehrwert gebracht? Über ein Trinkgeld in meiner virtuellen Kaffeekasse bei PayPal => Ines’ Kaffeekasse oder per Bankverbindung hier freue ich mich. Herzlichen Dank für die Anerkennung!

Kategorien
Fashion Minimalismus

Warum man nicht im eigenen Kleiderschrank einkaufen kann

Wenn man sich als Konsument mit Mode und Einkaufsverhalten von Kleidung beschäftigt, stolpert man seit geraumer Zeit im Internet über Formulierungen wie

  • Shop your (own) closet
  • Shoppen im eigenen Kleiderschrank
  • Kleiderschrankgeshoppt.

Bei Fran im Blog kannst Du lesen, warum sie nicht im eigenen Kleiderschrank einkauft. Der Beitrag und die Kommentare dort haben mich dazu veranlasst, meine Meinung zu dem Thema hier nochmal ausführlich auszubreiten, denn nicht jeder weiß, was mit den Begriffen gemeint ist. In meiner Lernliste vom September 2021 ging es bei Punkt 17 und in den Kommentaren dazu auch schon darum.

Bei jeder dieser obigen Formulierungen bekommt mein Gehirn eine Krise. Wortwörtlich übersetzt sind sie so absurd, dass mir eigentlich die Worte fehlen. Weder will ich meinen Kleiderschrank kaufen, noch seinen Inhalt. Vielmehr hätte ich gerne einen neuen Kleiderschrank, aber das ist ein anderes Thema ;).

Ich kann Dinge woanders – gebraucht oder neu – kaufen, aber nicht bei mir selbst. Vom gruseligen Denglisch der eingedeutschten Formulierungen sehe ich jetzt mal ab …

Woher kommt die Idee vom Shoppen im eigenen Schrank?

Es gibt Menschen, die derart vollgestopfte Kleiderschränke haben, dass sie jeden Überblick verloren haben, was sich in deren Tiefen befindet. Um damit einen sinnvollen Umgang zu finden und nicht noch mehr Klamotten in den Schrank zu quetschen, kann man

  • anstatt neue Klamotten zu kaufen, im Bestand schauen, ob man bereits etwas hat, das der Vorstellung entspricht. So können alte Dinge zu neuen Ehren kommen, ohne neue Sachen zu kaufen.
  • Kleidung aus dem Bestand neu kombinieren, um andere Looks damit zu entwerfen. Je besser man seine Sachen kennt, umso leichter fällt das.

Außerdem gibt es Menschen, die das Gefühl haben, dass man einen Look nur einmal tragen kann. Die sollen mit der Formulierung vom Kauf neuer Dinge abgehalten werden. Frei nach dem Motto: Kaufe bei Dir selbst ein und nicht im Laden.

Einmal-Outfits? Nein, Danke.

Mich fragte neulich eine Freundin, ob sie ein maßgeschneidertes Kleid auf einer Feier tragen kann, bei der viele Menschen sind, die das Kleid vor einigen Jahren auf einer anderen Feier gesehen haben, für die sie das Kleid hatte anfertigen lassen.

Nachdem ich sie darin bestärkt habe, dass es das einzig Richtige ist, selbstverständlich das Kleid zu tragen, war sie erleichtert und fragte sich, warum sie im Grunde überhaupt daran gezweifelt hat. Zumal sie zu den Menschen gehört, die Bekleidung teilweise über Jahrzehnte tragen.

Mit anderen Schuhen und Accessoires fällt es entweder eh niemandem auf oder man wird einfach denken, wie gut sie wieder in diesem Kleid aussieht. Und das tut sie!

Wer sich im Jahr 2022 allen Ernstes noch daran stört, wenn ein Outfit mehrfach getragen wird, ist dem nicht mehr zu helfen.

Vor allem, wenn für einen Anlass ein günstigeres Kleid angeschafft werden würde, das schlechter aussähe als das aus dem Bestand, oder ein ähnlich hochwertiges, was am Ende dann ebenso zu selten getragen werden würde, wie bereits das erste.

Die Kosten pro Tragen sind bei Anlasskleidung eh schon hoch genug. Die muss man durch ein weiteres Kleid nicht noch verdoppeln. Das würde jegliches Aufgehen der Modemathematik unmöglich machen.

Die Geschichte zeigt, dass die Idee, lieber im eigenen Schrank ein Outfit zu suchen als im Laden, durchaus gut ist. Nur ist es eben kein Shoppen.

Wie nenne ich das Kind?

Anstatt im eigenen Kleiderschrank zu shoppen, spreche ich zum Beispiel einfach davon

  • Kleidungsstücke und Accessoires neu zu entdecken
  • Outfits zusammenzustellen
  • Kombinationen durch Ausprobieren zu finden.

Ganz platt formuliert kann man auch einfach sagen: Ich ziehe mich an.

Überblick ist die Voraussetzung

Minimalismus im Kleiderschrank - gleiche Bügel helfen beim Überblick

Egal, wie viele Klamotten, Schuhe, Taschen, Schals und Schmuck Du besitzt: Das Geheimnis lautet Überblick! Es mag Menschen geben, die sich freuen, wenn sie aus Versehen in den Tiefen ihres Kleiderschranks Dinge finde, deren Existenz sie vergessen haben. Das mag sich wie ein Neukauf anfühlen, ist es aber nicht.

Die Liebe wird zu dem gefundenen Teil zuvor nicht sooo groß gewesen sein, denn sonst hätte man es auf dem Weg ins Nirwana des Kleiderschranks vermisst, oder? Um bei der von mir nicht geliebten Formulierung des Shoppens im eigenen Kleiderschrank zu bleiben: Du würdest einen Fehlkauf ein zweites Mal machen. Oder etwas erneut kaufen, dessen Zeit es bei Dir hinter sich hat und so zum Fehlkauf beim zweiten Kauf würde.

Kleiderschrankinventuren helfen

Zum Frühlings und Herbst mache ich alle sechs Monate eine Kleiderschrankinventur. Dabei schaue ich alle Sachen einmal kurz an und trage sie in einer Tabelle ein, um einen Überblick über den Bestand zu haben.

Mit der Methode sehe ich auf einen Blick, wovon ich zu viel, ausreichend oder zu wenig besitze. Es können daraus Einkaufslisten und Kaufverbotslisten entstehen.

Die Listen können dazu beitragen, dass man nicht ständig Kleider kauft, obwohl man die kaum trägt, auch wenn sie noch so schön sind. Oder sich endlich mal die Mühe macht, einen neuen Blazer zu finden, was schwer werden kann, den man aber vielleicht so langsam wirklich mal anschaffen könnte, weil der alte nicht mehr sitzt.

Die Kleiderschrankanalyse zweimal im Jahr zu machen, ist zu Beginn der Anwendung des Verfahrens gut, weil man sich insgesamt mehr mit seinen Sachen vertraut macht. Wenn man das ein paar Mal gemacht hat, reicht es im Grunde jährlich. Warum mache ich es dennoch zweimal im Jahr? Ich habe dann was zum Verbloggen und der Überblick schadet mir nicht. Ohne den Blog würde ich das jährlich machen.

Wenn Du den größten Teil Deiner Kleidung regelmäßig trägst, brauchst Du bei der Bestandsaufnahme nicht alles anzuprobieren, weil Du eh weißt, falls etwas nicht passt oder zu reparieren ist. Wenn Du nur einen Teil Deiner Sachen trägst, kann eine Anprobe der Dinge sinnvoll sein, die Du länger nicht getragen hast. Dann dauert das Prozedere entsprechend länger, ist die Mühe aber wert, weil Du Erkenntnisse gewinnen wirst.

Ordnung mit System

Wenn Dein Schrank klein oder sehr voll ist, ist es sinnvoll, Kleidung saisonal aus dem Schrank zu nehmen und in Kisten staubsicher anderswo unterzubringen. Auch Kleidung, die gerade deutlich zu klein oder zu groß ist oder nicht zu Deinem aktuellen Lebensstil passt, aber noch aufbewahrt werden soll, lagert besser außerhalb der täglichen Sichtweite.

Das können Hosenanzüge aus der Vor-Homeoffice-Zeit sein, Businesskleidung in der Elternzeit oder bei Gewichtsschwankungen Sachen in Größen, die realistisch in den nächsten zwei Jahren zu erreichen sind.

Wenn Dein Kleiderschrank für alles Platz bietet, kannst Du die Sachen, die Du gerade nicht tragen wirst, in höher gelegene Fächer legen oder in zweiter Reihe in Fächern, wenn der Schrank tief genug ist. Nicht aktuelle Bügelware kann in einem Bereich hängen, der eher seitlich im Schrank ist.

Wichtig ist, dass beim Öffnen des Schranks auf einen Blick die Dinge zu sehen sind, die realistisch zu heute tragbaren Outfits werden können.

Ob Du Deine Kleidung lieber faltest, rollst oder auf Bügel hängst, spielt bei der Ordnung an sich keine Rolle. Egal ist auch, ob Du Deine Sachen nach Outfits kombiniert samt Accessoires in den Schrank beförderst oder lieber nach Kategorien wie Blusen, Shirts, Hosen, Kleider oder Anlässen wie Businesskleidung, Freizeitlooks und Sportsachen.

Hauptsache ist, dass Du einen Überblick hast und in etwa weißt, was Du kombinieren könntest. Deinen Hosen ist es egal, ob sie im Stapel auf- oder nebeneinander liegen oder sich auf einem Bügel befinden. Wichtig ist nur, dass Du wirklich alles sehen kannst, was Du anziehen könntest. Stapel in zweiter Reihe oder Blusen, die unter anderen hängen, werden im Alltag selten beachtet. Deshalb vermeide ich beides.

Bei der Entscheidung, ob ich Kleidung lege – gefaltet/gerollt – oder auf Bügel hänge, spielt für mich eine Mischung aus Platz im Schrank, anteilig vorhandener Regal-/Stangenfläche und Empfindlichkeit der Ware eine Rolle.

Es gibt Sachen, die knitterempfindlich sind, und deshalb besser auf einem Bügel aufgehoben sind oder weiter oben in einem Stapel. Grundsätzlich hänge ich nur leichte Kleidung auf Bügel. Gerade bei Strickwaren von T-Shirts aus Jersey über leichte Cardigans bis zum leichten Strickkleid achte ich darauf, dass sie locker auf den Bügeln hängen.

Schwere Kleidung kann sich auf einem Bügel aushängen und die Form in sich verlieren. Außerdem können Bügel dauerhaft Dellen an den Schultern hinterlassen, weil sich das Material verzieht. Das kann bei zu schmalen oder breiten Bügeln auch bei gewebten Sachen wie Blusen oder Kleidern passieren.

Was spricht dennoch für Hängen anstatt Legen? Die Sachen bleiben beim Hängen glatter und man sieht mehr von der Kleidung, um eine Wahl für ein Outfit zu treffen.

Bei mir hängen Jacken, Mäntel, Westen, Blazer, Blusen, Shirts, Hosen und Kleider auf Bügeln. Pullover, Strickjacken, Sportbekleidung, Nachtwäsche, Unterwäsche, Tücher und Sachen, die gerade nicht zur Saison passen, sind gefaltet oder gerollt.

Wenn Du das Thema nicht alleine angehen möchtest, kannst Du mich im Raum Hamburg für eine Kleiderschrankinventur buchen.

Capsule Wardrobe

Eine saisonale Capsule Wardrobe kann sinnvoll sein, wenn Du viele Sachen besitzt und von der Auswahl überfordert bist, dennoch aber alle Sachen behalten möchtest.

Wenn Du aus Deinem Sortiment nur einen kleinen, gut kombinierbaren Teil Deiner Kleidung für die jeweilige Saison auswählst und die in den Sichtbereich nimmst, spart das Zeit beim Zusammenstellen der täglichen Looks.

Wichtig ist, dass Du beim Zusammenstellen Deiner jeweiligen Kapsel alle Dinge aus dem Schrank in Betracht ziehst, damit es keine dauerhaften Schrankleichen gibt.

5 Tipps für alle, die gerne mehr im Schrank haben

  1. Verschaffe Dir einen vollständigen Überblick über Deinen Bestand und sortiere ihn nach einem zu Dir passenden System.
  2. Bevor Du etwas Neues kaufst, schau im Schrank, ob Du so etwas ähnliches vielleicht schon hast, was Du dafür vernachlässigen würdest.
  3. Kaufe nur Kleidung für die Du Trageanlässe hast. Wenn Dich ein Abendkleid anlacht und Dir die Einladung für einen Anlass, an dem Du es tragen könntest, fehlt, kaufe Dir direkt Opernkarten dazu. Warte nicht darauf, dass die passende Einladung ins Haus flattert. Das tut sie zu selten. Sorge selbst dafür. Kleidung ist zum Tragen gedacht, nicht zum Ansehen. Dein Schrank ist kein Museum. Und wenn doch: Trenne den musealen Erinnerungsbereich vom aktiven Bestand.
  4. Wenn Du gerne vielfältige Outfits magst und nicht immer das gleich tragen möchtest, kombiniere bewusst Kleidungsstücke miteinander, die Du so noch nie zusammengetragen hast.
  5. Wenn Du Dich gerne vom eigenen Besitz überraschen lässt und Dich über Funde aus den Tiefen des Kleiderschranks freust: Viel Spaß mit Deinen Funden, aber bitte nenne sie Fundstücke und nicht Käufe aus dem eigenen Kleiderschrank. Das ist ehrlicher.

Wie gehst Du mit Deinem Bekleidungsbestand um?

PS: Ich freue mich, wenn ich eine Bloggerin wie Tina mit solchen Beiträgen dazu bringe, sich ihrem Fundus zu stellen und mehr Platz im Kleiderschrank zu schaffen, wie sie kürzlich gezeigt hat.

PPS: Ich weiß, dass Bloggerin Traude Rostrose die Formulierung aus dem Kleiderschrank geshoppt liebt und damit ihr Bedürfnis nach einem nachhaltigen Lebensstil zum Ausdruck bringen möchte.

Am Ende gibt es keine Wörterpolizei, aber Wünsche kann ich haben, oder? Traude, ich bin gespannt, ob ich mich zuerst an Deine Formulierung gewöhne oder Du Dir eine andere angewöhnst ;).


Dich hat der Blogbeitrag unterhalten oder einen Mehrwert gebracht? Über ein Trinkgeld in meiner virtuellen Kaffeekasse bei PayPal => Ines’ Kaffeekasse oder per Bankverbindung hier freue ich mich. Herzlichen Dank für die Anerkennung!

Kategorien
Lifestyle Minimalismus Persönliches

Von der Minimalistin zur Maximalistin?

Es hat mich glücklich und zufrieden gemacht, dass ich in den letzten drei Jahren meinen Hausstand deutlich verringert habe. Was bleibende Dinge angeht, liebe ich Minimalismus. Das Haus ist schnell geputzt und leicht ordentlich zu halten. Dass ich für die Renovierung meines Büros nur eine Stunde zum Ausräumen gebraucht habe, war perfekt.

Vorteile leerer Vorratsschränke

Es hat mich aber auch glücklich gemacht, quasi keine Vorräte bei Lebens- und Putzmitteln zu haben. Lebensmittel verderben, wenn man nicht regelmäßig auf das MHD achtet. Putzmittel können giftige Ausdünstungen haben, man denke nur an den Geruch in der Drogerie in der Abteilung.

Ich hatte alles erfolgreich reduziert, so dass nur sich leerende Einheiten nachgekauft wurden und die Aufbewahrungsfächer fast leer waren. Der Lohn dafür war ein perfekter Überblick.

Selbst zu Beginn der Pandemie, als auf einmal Klopapier, Mehl und Nudeln ausverkauft waren, gehörte ich zu denen, die bei kleinen Beständen geblieben sind, als die Dinge wieder kaufbar waren. Wir haben seitdem ein Paket in Reserve anstatt nur die im Anbruch, aber das ist keine Hortung.

Nun habe ich allerdings seit März 2020 so oft vor partiell leeren Regalen gestanden, dass ich die Nase voll davon habe. Dank der deutlichen Verringerung des Hausstandes haben wir teilweisen Regal- und Schrankflächenleerstand im Keller.

Der Vorbesitzer des Hauses hat in der Waschküche, die zum Glück trocken und gleichmäßig temperiert ist, eine Zeile einer alten Einbauküche und diverse Wandregalbretter eingebaut, die wir gerne übernommen haben. Selbst bei 38 Grad draußen sind dort nur 15 Grad.

Die Schränke der Küche sind praktisch, wenn man Dinge staubfrei lagern möchte. Außerdem steht die Arbeitsplatte davon vollflächig zur Verfügung. Es hat mir so gut getan, diese leeren Flächen im Keller zu sehen.

Vorteile voller Vorratsschränke

Jetzt erfreut mich dort der Anblick von haltbaren Lebensmitteln. Dass die Dinge zeitweise ausverkauft sind, ist das eine. Dass die Sachen im Zusehen teurer werden, das andere.

Ich finde diesen Teufelskreislauf aus Hamsterkäufen und steigenden Preisen wegen mehr Nachfrage ganz schlimm. Deshalb habe ich mich unter anderem auch so lange dagegen gewehrt, Hamsterkäufe zu tätigen.

Den Ausschlag für die Entscheidung zur Lagerhaltung hat am Ende dann die Preisentwicklung durch die hohe Inflation gemacht. Warum soll ich in sechs Monaten das dreifache für etwas bezahlen, dass ich heute kaufen und einlagern kann?

Unser bevorzugter Bio-Reis wurde zum Beispiel von 1,19 auf 2,79 Euro pro kg verteuert. Leckere 500 g Bio-Nudeln habe ich gerade für 99 Cent gekauft. Die können nur teurer werden, denn der Preis ist noch wirklich günstig.

Bei der Frage nach den Mengen, die ich schrittweise zusammenkaufe oder ein einem Schwung liefern lasse, spielen der individuelle Verbrauch und das Mindesthaltbarkeitsdatum eine Rolle. Und die Frage, wie weit man in die Zukunft planen möchte. Ich habe mich für maximal ein Jahr entschieden. Dann werden die Karten neu gemischt.

Was eignet sich für einen Jahresvorrat?

  • Klopapier, Küchenrolle, Papiertaschentücher
  • Putzmittel, Geschirrspülmittel, Waschmittel, Müllbeutel
  • Handseife, einige Körperpflegeprodukte
  • Kaffeebohnen
  • Nuss-Nougat-Creme
  • Reis, Nudeln
  • Tomatenmark, passierte Tomaten, getrocknete Tomaten
  • Olivenöl
  • Salz, ganze Pfefferkörner (gemahlene Gewürze kaufe ich lieber frisch, da fällt der Preis nicht ins Gewicht und sie verlieren bei der Lagerung an Geschmack), Backpulver
  • Einige Getränke
  • Fürs Büro: Papier, Tonerkartuschen

Du wunderst Dich, warum Mehl und Zucker in der Liste fehlen? Die gibt es nur in Papierverpackungen und ich habe Angst, dass die Ware im Keller Geruch annimmt oder durch Ungeziefer verderben kann. Da unserer Verbrauch sich bei beiden Produkten in Grenzen hält, habe ich jeweils weiterhin nur ein Paket neben dem im Anbruch im Küchenvorrat.

Bei einigen Produkten steht das Volumen – Klopapier, Küchenrolle – einem Jahresvorrat im Weg, bei anderen – Nüssen, Mandeln – das MDH. Davon gibt es deshalb nur einen Bestand für drei bis sechs Monate.

Mir ist wichtig, nur Produkte zu lagern, die wir wirklich verbrauchen. Ich fange nicht an, mir Dosengemüse, -fleisch oder -brot ins Regal zu legen, was ich nicht essen möchte. Der Tiefkühlschrank ist besser gefüllt als bisher, aber auch nur mit den Bergen von extrafeinen Erbsen und Blattspinat, die wir regelmäßig vertilgen. Außerdem verbraucht ein voller Tiefkühlschrank weniger Strom, wenn er geöffnet wird.

Vorratsmenge bewahren oder blockweise nachkaufen?

Die Frage bei dieser Art von Lagerhaltung ist, ob wir den Jahresvorrat in der Menge ständig halten wollen. Dann würden wir normale Mengen des täglichen Bedarfs nachkaufen, in den Keller tragen und uns aus dem Keller nach der FIFO-Methode First In First Out – bedienen.

Eine andere Option wäre, die Vorräte abzubauen und viertel-, halb- oder ganzjährlich blockweise aufzufüllen. Bei der regelmäßigen Rotation verteilt sich die Inflation besser, dafür macht es mehr Mühe.

Wie wird das in der Zukunft aussehen?

Im Moment kann man in Europa noch weniger in die Glaskugel sehen, als vor dem aktuellen Kriegsgeschehen. Ich habe definitiv Angst vor dem, was politisch und finanziell noch passieren wird. Aber Angst ist bekanntlich ein schlechter Berater. Vielleicht ist in einem Jahr ein Lebensmittelvorrat unser kleinstes Problem. Bis dahin helfe ich gerne aus, wenn jemandem etwas ausgeht.

Wie viele Vorräte hast Du und wie rotieren sie bei Dir?


Dich hat der Blogbeitrag unterhalten oder einen Mehrwert gebracht? Über ein Trinkgeld in meiner virtuellen Kaffeekasse bei PayPal => Ines’ Kaffeekasse oder per Bankverbindung hier freue ich mich. Herzlichen Dank für die Anerkennung!

Kategorien
Fashion Minimalismus

Kleiderschrankinventur Frühjahr 2022

Hallo Frühling!

Der März war in Norddeutschland mit traumhaft blauem Himmel gesegnet – ein Ausgleich für die Seele für die anderen schlimmen Dinge, die um uns herum passieren. Um das Leben bewältigt zu bekommen, versuche ich schöne Dinge noch mehr zu genießen, als eh schon.

Dazu gehört für mich, meinen Kleiderschrank auf die kommende Saison vorzubereiten. Dicke Pullover und Schals werden gewaschen und (hoffentlich!) mottensicher verstaut (die Hoffnung stirbt zuletzt).

Dieses Jahr lasse ich erstmals alle Jacken, auch die dicken Parkas und Wollmäntel an der Garderobe hängen, weil dort durch eine neue Kleiderstange anstelle eines Kleiderständers mehr Platz ist, so dass alles ganzjährig luftig hängt. Es gibt keinen Grund mehr, die Sachen verpackt in einen Kleidersack in ein Schrankfach zu quetschen.

Schuhschrank

Neu ist ebenfalls, dass seit März 2022 meine Schuhe fast komplett in diesen Schuhschrank an der Haustür passen. Nur für die zwei Paare, die immer im Flur stehen, ist kein Platz. Das macht aber nichts, weil die da lüften und mehrfach täglich angezogen werden. Zwei paar Schuhe von mir dürfen da stehen. Mehr auf Dauer nicht.

Ab sofort entfällt das Umgeräume im Frühling und Herbst zwischen dem Kellerschuhschrank und dem an der Haustür. Den Platz im Kellerschuhschrank bekommt mein Mann. Das schafft noch mehr Überblick beim Blick in meinen Schuhschrank und spart Zeit.

Kleiderschrankinhalt im April 2022 in Stückzahlen

Kleiderschrankinventur Frühjahr 2022 - Minimalismus in der Praxis
OberbegriffDetailsStückzahlZwischensumme
HosenJeans4
Stretchhosen2
Cordhose1
Sommerhosen, Shorts310
ShirtsTop1
T-Shirts Kurzarm8
T-Shirts 3/4 + 1/1-Arm514
Tuniken & Blusen88
Pullover & Co.Fleece-/Sweatshirts/-jacken3
Schlichte Pullover2
Strickjacken4
Rollkragenpullover3
Pullunder113
Blazer11
Kleider
Winter-/Ganzjahreskleider5
Sommerkleider4
Anlasskleider09
Jacken & MäntelWollmäntel2
Winterjacken/-mäntel2
Westen4
Leichte Steppjacken1
Regenjacken/-capes5
Jeansjacke1
Sommermäntel116
TextilaccessoiresSchals & Tücher20
Ponchos2
Hüte & Kappen & Mützen7
Handschuhe4
Handstulpen235
SchuheStiefel1
Stiefeletten4
Sneaker3
Halbschuhe1
Sandalen/-etten2
Wanderschuhe1
Loafer1
Pumps115
Handtascheninkl. Abendtaschen1010

Summe: 130 Teile

Nicht enthalten in der Tabelle sind Unterwäsche, Strumpfhosen, Leggings, Schlafzeug, Sportbekleidung, Hausschuhe, Gürtel, Schmuck und Brillen.


Veränderungen im Vergleich zum Herbst 2021

Kleiderschrankinventur Frühjahr 2022 - Veränderungen in Stückzahlungen im Vergleich zum Herbst 2021 - Minimalismus in der Praxis

Das sind vier Teile mehr als im Herbst 2021 und insgesamt sieben Teile mehr als im Frühjahr 2021. Der Schrank ist immer noch sehr übersichtlich. Mehr sollte es jetzt nicht werden.

Konsequenzen aus der aktuellen Kleiderschrankanalyse

Die blauen Blusen sind noch O.K., aber können nach über einem Jahr Abnutzungsspuren nicht mehr leugnen. Ich vermute, dass sie am Ende des Sommers nicht mehr schön sind. Bis dahin werde ich sie reichlich tragen, denn ich fühle mich nach wie vor wohl in ihnen. Ob sie im Herbst oder erst im kommenden Frühjahr ersetzt werden, hängt von ihrem Zustand am Ende des Sommers ab.

Dauerhafter Minimalismus versus saisonale Capsule Wardrobe

Mein minimalistischer Kleiderschrank entspricht nach wie vor einer ganzjährigen Capsule Wardrobe. Genau genommen besteht er aus zwei Kapseln: einer für Frühling/Sommer und einer für Herbst/Winter.

Bei dem Projekt 333 zum Beispiel werden 33 Teile für 3 Monate aus dem Schrank ausgewählt werden und alles andere steht nicht zur Verfügung. Man käme dann maximal auf 132 Teile. In meinem ganzen Schrank sind nur 130 Teile.

Deshalb ist meine minimalistisch gehaltene Garderobe, ein gutes Bespiel dafür, wie man mit einer Capsule Wardrobe auskommt, ohne Einschränkung zu empfinden und vierteljährlich Entscheidungen zu treffen.

Wie sieht es in Deinem Kleiderschrank aus?

image&impression – Individuelle Image-, Stil- und Farbberatung – Ines Meyrose e.K. - Logo

Du möchtest nicht alleine an die Inventur gehen? Dann buche mich für Deine Kleiderschrankinventur, die große Aufräumaktion in Deinem Schrank! Hinterher weißt Du, wovon Du zu viel, in der richtigen Menge oder zu wenig hast und kannst gezielter Shoppen. Das spart Zeit und Geld, weil Du Deine Einkaufsfallen dabei erkennst und lernen kannst, sie zu umschiffen.

Ob Du Minimalist oder Maximalist ist, spielt dabei keine Rolle. Entscheidend ist, dass Deine Art und Menge an Bekleidung und Accessoires zu Dir passt. Auf dem Weg, das herauszufinden, möchte ich Dich begleiten. Weitere Beiträge dazu findest Du unter dem Schlagwort Kleiderschrankinventur.

Wie bist Du für Frühling und Sommer ausgestattet?


Dich hat der Blogbeitrag unterhalten oder einen Mehrwert gebracht? Über ein Trinkgeld in meiner virtuellen Kaffeekasse bei PayPal => Ines’ Kaffeekasse oder per Bankverbindung hier freue ich mich. Herzlichen Dank für die Anerkennung!

Kategorien
Lifestyle Minimalismus Persönliches

Aus einem brennenden Haus würde ich retten …

Zwei Leserinnen haben mich unabhängig voneinander in den letzten Wochen gefragt, ob oder wie ich darauf vorbereitet bin, Hals über Kopf das Haus verlassen zu müssen. Bei der einen waren der Anlass die sich nähernden Sturmfronten im Februar verbunden mit der Sorge ums Dach des Hauses. Die andere denkt an Evakuierung wegen Hochwasser und Bombenfunden sowie die augenblickliche Situation in Osteuropa.

2016 habe ich zu dem Thema den Beitrag Was ich aus einem brennenden Haus retten würde veröffentlicht. Anlass war damals die Lektüre eines Buchs über Minimalismus. Mit Minimalismus geht immer die Frage einher, was ich wirklich brauche.

5 Teile, die ich 2016 gerettet hätte

Welche fünf Teile ich aus einem brennenden Haus retten lassen würde, nachdem Menschen und Haustiere in Sicherheit sind und die Feuerwehr noch genau einmal hinein gehen kann und fünf Teile retten darf, habe ich 2016 mit

  1. Meinen Laptop mit Ladekabel
  2. Firmen-Steuerordner des aktuellen Jahres
  3. PC meines Mannes
  4. Verlobungsring mit Steinen von meiner Mutter
  5. Kettenanhänger mit Steinen von meiner Mutter

beantwortet. Dabei ging ich davon aus, meine Handtasche und Smartphone bereits beim Herausrennen gegriffen zu haben.

5 Teile, die ich 2022 retten würde

  1. Smartphone
  2. Handtasche, in der sich Papiere und Portemonnaie befinden
  3. Meinen Laptop
  4. Firmen-Steuerordner des aktuellen Jahres
  5. PC meines Mannes

Im Grunde sind es die gleichen Sachen wie 2016. Wenn ich Schmuck mitnehmen dürfte, wäre es aus sentimentalen Gründen immer noch derselbe.

Ich würde auch heute nichts retten lassen, was für den materiellen Wert an sich steht.

Schmuck kombinieren - Kette mit Anhänger Gelbgold - Ring Bicolor Gelb- und Weißgold - beides runde geformt und mit Brillanten besetzt

Konsequenzen aus den Gedanken 2016

2016 war die Konsequenz aus den Gedanken, nicht nur persönliche Unterlagen digitalisiert aufzubewahren, was ich damals bereits gemacht habe, sondern auch die Steuerunterlagen. Seitdem wird jede Ein- und Ausgangsrechnung digitalisiert, wenn ich sie in der Steuersoftware erfasse. Das mache ich alle paar Wochen, so dass sich der Datenverlust in Grenzen halten würde.

Konsequenzen aus den Gedanken 2022

Durch die Digitalisierung meines Büros 2021 spielen zu rettende Unterlagen aus Papier eine immer geringer werdende Rolle. Meine Verlustängste von Dingen sind insgesamt deutlich geringer geworden. Selbst wenn mein Laptop weg oder zerstört wäre, hätte ich über die Cloud Zugriff auf alle Daten. Deshalb wäre mir die Rettung des Smartphones heute wichtiger als die des Laptops.

Wolken

Inzwischen ist die Sicherung der digitalen Unterlagen für mich wichtiger als die der anfassbaren. Deshalb ist ein Sicherungskonzept essentiell, um ruhig schlafen zu können.

Ich kann offline auf die Daten auf dem Laptop zugreifen. Sie liegen in einer Cloud und werden mit Onlinezugang laufend aktualisiert. Von dieser Cloud gibt es ein Backup bei einem anderen Anbieter, das alle sechs Stunden erstellt wird. Meine Smartphonedaten werden ebenso ständig in eine Cloud gesichert.

Von den wichtigsten persönlichen Dokumenten habe ich nicht nur Scans in der Cloud, sondern auch in der Fotogalerie meines Smartphones. Da ich zum Beispiel auf Hunderunden meistens ohne Handtasche unterwegs bin, kann ich im Notfall so dennoch auf Personalausweisdaten und meine Krankenkassenkarteninformationen zugreifen.

Eine Notfalltasche packe ich nicht. Da wären immer nur Sachen drin, die ich im Alltag nicht verwende und dann wäre im Notfall nichts dabei, was ich wirklich gerne hätte. Da verlasse ich mich darauf, im wirklichen Notfall Hilfe zu erhalten. Wenn mir dann keiner helfen kann, habe ich ein ganz anderes Problem als fehlende Wechselwäsche oder eine Zahnbürste.

Für den Fall, dass man das Haus nicht verlassen kann, haben wir für ein bis zwei Wochen Vorräte. Nach den Hamsterkäufen der Menschen vor zwei Jahren, bei denen ich leer ausgegangen bin, weiß ich jetzt, welche Nachbarn den Keller randvoll mit Nudeln und Klopapier haben. Die dürfen uns dann bitte versorgen.

Solche Gedanken und Fragen von Leserinnen bringen mich immer ein Stück weiter. Mir ist bei den persönlichen Dokumenten nämlich schon wieder ein weiterer Bereich aufgefallen, der nur in Papierform besteht: Versicherungsunterlagen und Versorgungsverträge fürs Haus.

Die gehe ich direkt digitalisieren. Dabei scanne ich nicht jeden Vertrag komplett, sondern mache nur schnell Fotos von jeweils einer Seite, auf der der Versicherungsnehmer, -geber, Versicherungsart- und Versicherungsnummer zu sehen sind. Das dürfte meiner Einschätzung nach im Notfall reichen, um Kontakt aufnehmen zu können.

Was würdest Du im Notfall retten und wie sicherst Du Deine Dokumente?


Dich hat der Blogbeitrag unterhalten oder einen Mehrwert gebracht? Über ein Trinkgeld in meiner virtuellen Kaffeekasse bei PayPal => Ines’ Kaffeekasse oder per Bankverbindung hier freue ich mich. Herzlichen Dank für die Anerkennung!