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Lifestyle Persönliches

Was ich heute gelernt habe – Dezember 2020

Werbung – Namensnennungen und Verlinkungen ohne Auftrag

Elbe bei Bassenfleth
  1. Ein neuer Fusselrasierer mit sechs Klingen schafft viel mehr als ein 25 Jahre alter mit drei Klingen. Leider hat er allerdings bei ordnungsgemäßer Anwendung – flach liegend, Stoff glatt gezogen – Löcher in den Stoff geschnitten, so dass ich jetzt einen Pullover weniger habe. Das ist mir in 25 Jahren bei Stricksachen noch nicht passiert. Vom Kauf des Aerb Fusselrasierers mit sechs Klingen für Kleidung kann ich also durchaus abraten und ich habe ihn reklamiert. Das Geld habe ich zurück, der Pulli ist dennoch im Eimer. Mit dem danach gekauften Philips GC026/30 Fusselrasierer für verschiedene Stoffe bin ich bis jetzt zufrieden, habe ich allerdings meine Unbeschwertheit im Umgang damit deutlich verloren.
  2. Manche mögen’s heiß ist ein Schwarzweißfilm.
  3. Menschen, die beim Essen einer (!) Praline sagen “Na das ersetzt ja eine Mahlzeit” möchte ich beim Essen nicht in meiner Nähe wissen.
  4. Der Neukloster Forst ist ein Naturschutzgebiet, d.h. Hunde müssen ganzjährig an die Leine.
  5. Die Fernsehserie Boston Legal wäre nach #metoo vermutlich in der Form nicht mehr gedreht worden. Wir haben die Serie auf DVD nach ein paar Jahren gerade zum zweiten Mal geschaut und mir blieb inzwischen bei immer mehr Szenen das Lachen im Hals stecken.
  6. Die Frau des Kaffeehändlers von Susanne Rubin ist eine schöne Schmonzette. Weil es in Hamburg und seiner Kaffeehändlerszene spielt, fühlte ich mich beim Lesen oft in meinen früheren Job zurück versetzt. Ich habe bei einem Schiffsmakler für eine südamerikanische Reederei gearbeitet und meine Hauptkunden waren die Kaffeeimporteure in der wunderschönen Speicherstadt und der Altstadt am Hafen.
  7. Ich wurde Goldstück genannt. Das hat seit dem Tod meiner Oma 1991 niemand mehr gemacht. Auf Hamburgisch spricht man das übrigens mit scharfem st. Das Stolpern übern spitzen Stein konnte niemand besser als meine Oma.
  8. Wenn man gemahlene Mandeln übrig hat, lassen die sich bestens in einem Mürbeteig für eine herzhafte Quiche resteverwerten.
  9. Mein Mann hat gelernt, beim Abendessen keine Witzportionen übrig zu lassen, mit dem Kommentar, dass die als Mittagessen für morgen sicher noch reichen, denn seit er im Homeoffice ist, könnte das sein Mittagessen werden. (Also es geht hier nicht darum, sich nicht satt zu essen oder das alles weg muss, was auf dem Tisch steht. Es geht darum, dass in der Pfanne ein Berg leckeres Essen ist und so lange nachgenommen wird aus reiner Leckerei, bis der Rest eben nicht mehr eine Portion ist. Wenn etwas übrig bleiben muss, fülle ich das vorher schon in der Küche ab oder stelle aufgefüllte Teller auf den Tisch, aber wenn es egal ist, stelle ich den Topf auf den Tisch.) Dazu hat er also gelernt, vor dem letzten Nachnehmen zu fragen, ob es jetzt noch eine ordentliche Portion wäre, wenn er nichts mehr nähme. Hat 17 Jahre gedauert, das zu lernen.
  10. Schwiegermutter wurde heute 95 und erfreut sich nach wie vor einem im Rahmen des Normalen gesunden Lebens alleine in ihrer Wohnung. Ich denke, dass es richtig war, sie auf ein kurzes Abendessen, das wir bei ihrem Lieblingsgriechen um die Ecke vorbestellt hatten, zu besuchen. An Einsamkeit stirbt es sich nämlich vermutlich auch nicht schön. Wobei wir dabei eigentlich egal sind – wir sind nur das Taxi für den Hund. Ohne den bräuchten wir nicht aufzukreuzen. Es ist immer wieder enorm, wie positiv Tiere auf alte oder kranke Menschen wirken.
  11. Vor einigen Monaten habe ich ein Buch vorgestellt, bei dem es ökologisches Putzen ging. Durch die Lektüre habe ich einiges an unseren Putzmitteln umgestellt. Im Kopf hängen geblieben ist mir der Hinweise auf den Geruch in der Putzmittelabteilung von Drogerien oder Supermärkten. Es gibt enorme Ausdünstungen auch bei geschlossenen Gebinden. Seit ich WC-Reiniger, Glasreiniger und Badezimmerreiniger nur noch von Frosch habe, ist der Bereich geruchsfrei, in dem die aufbewahrt werden. Wie intensiv Lacke ausdünsten durch Gläser und Dosen hindurch, ist ebenso krass. Ich hatte im Keller Platz in einem geschlossenen Schrank und habe die Lacke und Lösungsmittel hinein gestellt. Nach einer Woche habe ich den Schrank geöffnet und mir wurde übel von dem Geruch, der mir entgegen schlug. Daraufhin habe ich die Sachen wieder in ein offenes Regal gestellt, so verteilen sich die Ausdünstungen wenigstens besser. Die Konsequenz daraus ist, auch in dem Bereich nur so wenig wie nötig zu lagern. Die Sachen fressen zwar kein Brot, aber machen vielleicht krank.
  12. Nach langer Zeit mal wieder Romanasalat mit Ziegenfrischkäse, Schinken und Pinienkernen gegessen. Hatte vergessen, wie lecker das ist.
  13. Es ist mir gänzlich unverständlich, mit welcher Berechtigung Angestellte Kurzarbeitergeld erhalten, Selbstständige aber nicht. Steuern darf ich voll zahlen und das damit finanzieren. Das ist so absurd, dass ich platzen könnte. Und das ist nur ein Beispiel für die himmelschreienden Ungerechtigkeiten, die im Rahmen des Lockdowns light oder maxi oder auch immer da noch kommt, passieren. Gastronomen bekommen Umsatzausfall, Kosmetikerinnen mit Glück einen Zuschuss zu den Betriebskosten? Und wovon sollen die Leben? Die Gewerbe, die an Kunst und Kultur dran hängen bis hin zum Taxifahrer, der keine nächtlichen Gäste mehr hat, werden ebenso gepflegt vergessen. Mir ist schon klar, dass das alles irgendjemand bezahlen muss, aber diese Verteilung ergibt für mich keinen Sinn, sondern ist einfach nur eine Frechheit. Und dass ich dafür bezahlen muss, ohne die Verteilung steuern zu können, kann ich mir genauso wenig aussuchen, wie alle anderen deutschen Steuerzahler. Ja, es mag von der Wahl der Parteien abhängen, aber daran ist gerade nichts zu ändern. Die Kolumne in der SPIEGEL Netzwelt Der deutsche Staat verachtet Selbstständige und Kreative (Werbung) von Sascha Lobo, gefunden später im Monat über einen Blogbeitrag von Uschi, spricht mir aus der Seele. Als ich dann ein paar weitere Tage später den Beitrag in der Welt online 15.000 Euro für Piloten – „Umgang mit Steuerzahlergeld ist schwer vermittelbar“ (Werbung) gelesen habe, sind mir die Worte ausgegangen.
  14. Auch bei Sicherungsmedien kann man mal aufräumen. Oder braucht noch jemand Backups von 2014?
  15. Dass meine Armbanduhr pünktlich zum harten Lockdown stehen bleibt – ein Schelm, der Böses dabei denkt?
  16. FC Venus ist immer noch ein großartiger Film, auch wenn ich ihn inzwischen mitsprechen kann.
  17. Wellant ist eine Kreuzung aus Elstar und Elise. Bis dahin kannte ich nur Elstar. Du weißt, was das ist?
  18. Blusen unter langärmeligen Pullovern ertrage ich in diesem Leben nicht mehr.
  19. Für 2021 sehe ich schwarz. Wo ist die Skip Taste, wenn man sie mal braucht?
  20. Böller sonntagfrüh um 5.30 Uhr im Naturschutzgebiet. Ich habe auch in diesem Jahr keine Illusionen über den Ablauf von Silvester.
  21. Ich trage neuerdings BHs mit drei (!) Schleifen. Dass es mal so weit kommen würde …
  22. Die Digitalisierung in meinem Büro schreitet voran und spart einen Regalmeter Ordner ein.
  23. Rosen halten deutlich länger, wenn man das oberste Blatt jeweils herausknipst. Also von jedem Blattgefieder. Mühsam, aber lohnt sich.
  24. Von meiner Krankenkasse gab es dank Corona eine Prämienerhöhung als Weihnachtsgeschenk.
  25. Blätterteigquiche lässt sich verkehrt herum backen – Quiche Tartin sozusagen. So hat man mehr knusprigen Teig! Erst alle festen Zutaten und die Eiersoße in die Form geben, Blätterteig darauf legen, mit einer Gabel einpiksen und genauso wie sonst auch backen (200 Grad Ober-/Unterhitze, Ofenmitte, 30 Minuten). Lecker.
  26. Die Idee, Onlinehändler mit einer Gebühr zu belasten zum Ausgleich für stationäre Händler, ist sowas von absurd. Das wäre wie der zehnte Versuch, breit aufgestellte lokale Warenhäuser wie Karstadt zu retten, und würde diejenigen bestrafen, die sich aktuellen Kundenbedürfnissen anpassen. Und mit aktuell meine ich nicht die Corona-Krise, sondern dieses Jahrzehnt. Oder auch schon das davor. Solange Deutschland Fortschritt und Wandel bestraft, braucht man nicht ernsthaft über Innnovationen nachzudenken.
  27. Von dem Geld, das Oberschichtdeutsche für Coronatests für Familienweihnachten ausgegeben haben, hätte man vermutlich den Impfstoff für alle Entwicklungsländer bezahlen können.
  28. Durch Zufall ist mir aufgefallen, dass sieben feste Seiten des Blogs noch den Platzhaltertext nach dem Relaunch hatten. Jetzt weiß ich auch, warum das Suchmaschinenranking gesunken ist … Da wusste ich doch heute glatt, was ich zu tun hatt!
  29. Der Beitrag Lernen, nicht vergleichen (Werbung) von Dejan Mihajlovic hat einen interessanten Ansatz. Es bleibt wohl leider ewig so, dass für die Schule und nicht fürs Leben gelernt wird. Gefunden habe ich den Beitrag im Blog bei Buddenbohm & Söhne in den Links am Morgen.
  30. Band 3 der Rokka-Reihe Der Todgeweihte ist ein ziemlich heftiger, auf einigen Ebenen fesselnder Schweden-Krimi. Freue mich auf Band 4 im Frühjahr.
  31. Ich bin meinem Mann unfassbar dankbar für die seit März gemeinsam verbrachte Zeit.

Kaffeekassensturz

Herzlichen Dank an alle Kaffeekassen-Trinkgeld-Geberinnen für Eure Beiträge und schönen persönlichen Zusendungen! Ich hatte im Dezember viel Zeit zum Lesen, wofür gerade die Bücher genau zur rechten Zeit kamen. Danke, dass Ihr meine Arbeit am Blog damit wertschätzt. Es ist mir in jedem Monat eine besondere Freude, das zu erwähnen.

Ich wünsche Dir einen guten Rutsch in ein gesundes Jahr mit schönen Momenten!

Hund Paul an der Elbe im Dezember 2020

Was hast Du im Dezember gelernt?


Wer Lust hat, mir das Bloggen mit einem Espresso zu versüßen, darf gerne etwas in meine Kaffeekasse bei PayPal => Ines’ Kaffeekasse geben. Eine Bankverbindung findest Du hier. Merci! Alle anderen lesen einfach so.

Wer mich mit Büchern versorgen möchte, findet meinen Wunschzettel bei Amazon (Werbung).

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Persönliches

Weihnachtspause

Silvester verrate ich Dir, was ich im Dezember gelernt habe. Bis dahin lasse ich das Jahr mit Mann und Hund in Ruhe ausklingen. Wir haben noch ein zweiteiliges Exit-Spiel, auf das ich mich freue. Zu Weihnachten schenke ich mir Bücher und der Zausel freut sich, wenn er ausgiebige Runden drehen darf. Der Rest wird sich finden.

Ich wünsche Dir schöne Weihnachtsmomente und freue mich, wenn wir uns Silvester wieder lesen!


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Lifestyle Persönliches

Was ich heute gelernt habe – November 2020

Werbung – Namensnennungen und Verlinkungen ohne Auftrag

Akelei Samenstand schwarz-weiß

Was hast Du im November gelernt?

  1. Das Wort Emphase. Es heißt Nachdruck, Eindringlichkeit. Man kann mit Emphase sprechen. Mit Empathie hat das nichts zu tun.
  2. Kinesiologisches Tape gibt es in dunkelblau mit weißen Ankern.
  3. Wie ein Corona-Test gemacht wird und dass das Ergebnis nie in der App aufgetaucht ist, was mich zum Deinstallieren der App gebracht hat. Die Idee der App ist gut, die Umsetzung so mangelhaft, dass ich das Projekt als gescheitert erachte.
  4. Blogleserinnen mögen nicht zu viele Veränderungen auf einmal.
  5. Eine Krankenschwester sollte keine Rechts-Links-Schwäche haben, wenn sie ein zu operierendes Knie markiert.
  6. Wie schön es ist, in einer ehrlichen Gegend zu leben.
  7. Den Teppich unterm Couchtisch aka Hundeliegedecke zu entsorgen, war eine gute Idee.
  8. Der Krimi Tod eines Eisfischers – Ein Fall für Dennis Wilhelmson 2 von Anna Ihrén hat mir gefallen, wobei ich es für wichtig halte, Band 1 zuerst zu lesen. Ich freue mich auf Band 3 Ein Toter auf Smögen, der für Mai 2021 geplant ist.
  9. Was ein Karzer ist.
  10. Mein aktuelles Lieblingswort ist absurd. Das erklärt gerade alles und nichts.
  11. Gucktipp für alle Fans des Eberhofer-Darstellers Sebastian Bezzel und Liebhaber norddeutscher Gelassenheit in der ARD Mediathek: Da is’ ja nichts (Werbung). Worum geht es? Ein Hochstapler-Paar verkauft gutgläubigen Investoren in Bayern die Überdachung eines ganzen Tals. Als der Betrug auffliegt, stranden die beiden pleite im Heimatdorf der Frau – Österbrarup in Dithmarschen. Die letzte Folge ist die Beste – da kommt eine Influencerin ins Dorf. Die kleine Serie hat ihre Momente.
  12. Johannisbeeren kann man mit Stielen einkochen, wenn man am Ende alles durch ein Sieb gibt und nur den Saft braucht.
  13. Das Glas mit der Zimt-Zucker-Mischung sollte man erst richtig schließen und dann schütteln.
  14. Fäden ziehen nach einer OP ist vollständig schmerzfrei möglich. Die Krankenschwester beim Arzt hat Wunderhände.
  15. Die Formulierung, dass Wahrheit elastisch sei.
  16. Mit noch nicht ganz verteiltem Knie zum Zahnarzt zu gehen, ist zu viel für meinen Körper.
  17. Mein Cordhosenfehlkauf hat bei Leserin Irmgard ein neues Zuhause gefunden – siehe Beitragskommentar dort.
  18. Bloggerin Traude Rostrose hat sich bei der Wunschliste 2021 gewünscht, dass ich diese Rubrik mit ein paar Links oder Nebensätzen ergänze, damit man zum Beispiel zu Buchtiteln direkt eine Inhaltsangabe oder zur gelernten Wörtern eine Kurzerklärung bekommt. Dem versuche ich, entgegenzukommen, wie Dir vielleicht in diesem Beitrag bereits auffällt. Ich werde nicht zu jedem Buch, gerade bei typischen Schweden-Krimis, etwas schreiben oder verlinken, aber wenn ich am Inhalt etwas für besonders bemerkenswert halte, werde ich darauf eingehen. Es gibt ja schon (für einige mehr als) genug Lesetipps im Blog, die ausführlich sind. Und so wie ich nicht zu jedem Hersteller von Produkten, die ich erwähne, verlinken möchte, möchte ich auch nicht zu jedem Verlag verlinken. Jeder Link ist für den Empfänger etwas wert und ich verschenke meine Links nicht mit der Gießkanne. Es ist immer eine Abwägung aus Nutzen für den Leser und dem, was ich möchte. Die Worte zum Duden oder Wikipedia zu verlinken, kann ich natürlich gerne machen. Es gibt jedoch tatsächlich Verlage, zu denen ich bewusst nicht verlinke. Das sind zum Beispiel die, die mir auf eine Anfrage nach einem Rezensionsexemplar gar nicht erst geantwortet haben. Ein Nein ist immer in Ordnung, aber keine Antwort ist unhöflich. Die Krönung ist ein Verlag, bei dem der auf der Website genannte Ansprechpartner für Blogger mir nicht nur keine Antwort geschrieben hat, sondern meine E-Mailadresse stattdessen ohne meine Zustimmung in den Newsletter-Verteiler aufgenommen hat. Auf meine Nachfrage per E-Mail dazu habe ich ebenso keine Antwort erhalten. Das sind so die netten Kleinigkeiten im Off, von denen Leser normalerweise nichts mitbekommen. Daher das mal so als kleine Anekdote am Rande. Da fällt es mir dann schon schwer genug, Geld für das Buch auszugeben. Ich frage übrigens auch beileibe nicht jedes Buch, das ich lese, beim Verlag als Rezensionsexemplar an. Das mache ich nur bei Büchern, bei denen ich vor dem Lesen schon denke, dass sie in den Blog passen könnten. Wenn ich eine Absage vom Verlag erhalte, kaufe ich es dann meistens selbst. Deshalb gibt es hier im Blog Lesetipps mit und ohne Rezensionsexemplaren.
  19. Der Roman Was ich euch nicht erzählte von Celeste Ng, ein Tipp von Leserin Claudia, hat mich beeindruckt. Enorm, wie man von seinem eigenen stereotypischem Denken bestimmt wird. Spannend finde ich, dass nur der Leser im Lauf des Buchs die volle Wahrheit um einen Todesfall herum erfährt und die Perspektiven aller Protagonisten kennt. Nicht gefallen hat mir die durchgehend düstere Stimmung. Das Buch kam mir dadurch doppelt solange vor, als es Seiten hat. Das nächste Buch der Autorin Kleine Feuer überall konnte mich mit einer Leseprobe nicht anfixen.
  20. Weihnachtspullis waren gestern. Weihnachtsbrillen sind 2020.
  21. Es gibt von Frosch WC-Reiniger mit Himbeeressig. Der duftet noch Stunden nach dem Putzen so intensiv im Bad nach süßem Himbeersirup, dass es befremdlich ist. Mein Lieblingsobst und Badezimmergeruch vereint? Lieber nicht.
  22. Der Schwedenkrimi Der Schmetterling, Band 1 der Johan-Rokka-Serie, hat mir gefallen und ich werde gewiss noch weitere Bände lesen. Mal wieder ein Ermittler mit übler Vergangenheit, der nach 20 Jahren in den kleinen Heimatort zurückkehrt, weil ich ihn ein altes Verbrechen nicht los lässt. Wobei nicht einmal klar ist, ob es ein Verbrechen ist. Es geht um seine vermisste Freundin, die nach der Abiturfeier nie wieder gesehen wurde. Ob sie Opfer eines Verbrechens wurde oder einfach nur abgehauen ist, kam bisher nicht heraus. Das ist der Hintergrund, ansonsten liegt dem Krimi ein eigener Fall zugrunde.
  23. Gardinenkürzen ist Strafarbeit. Hätte ich allerdings geahnt, wie viel besser die Gardinen im Esszimmer gekürzt aussehen, hätte ich mir die Mühe schon vor sieben Jahren gemacht.
  24. Was Speik ist.
  25. Man sollte Kirschen aus dem Glas vor der Verarbeitung in einer Torte kosten, auch wenn sie optisch und olfaktorisch unauffällig sind.
  26. Nachdem die Gardinen im Esszimmer gekürzt so viel schöner aussehen, konnten wir den Anblick der viel zu langen im Wohnzimmer, der uns vorher nie gestört hat, nicht mehr ertragen. Werde ich im Herbst meines Lebens doch noch Handarbeiterin?
  27. Dass die 2000 bei Blume2000 für die alte Hamburger Postleitzahl steht.
  28. Es gibt Tage, an denen ich mich frage, wie mein Mann und ich es schaffen, auch nur einen Tag im Einklang zu überstehen. Unsere Gehirnwindungen funktionieren auf so unterschiedliche Weise, dass von Mars und Venus kommend dafür mehr als geschönt formuliert ist. Konkret: Mein Mann kauft meistens unsere Lebensmittel ein. Ich stehe dafür im Gegenzug in der Küche und verarbeite sie. So weit, so gut. Das setzt allerdings voraus, dass er einigermaßen das anschleppt, was auf den Einkaufszetteln, die ich wöchentlich – angeblich mit unleserlicher Schrift – verfasse. Ein paar Missverständnisse konnten wir in den ersten Jahren dabei ausräumen. Geh. Mandeln sind natürlich gehobelte und nicht gehackte. Hacken kann ich selbst, hobeln nicht. Sahne ist selbstverständlich Schlagsahne – haltbar oder frisch ist egal, sonst stünde es dabei – und keinesfalls saure Sahne. Wer bitte kauft überhaupt saure Sahne?!? Und mit Crème fraîche ist natur gemeint und nicht mit Kräutern, denn sonst stünde a) mit Kräutern dabei und b) hätte man die Kräutervariante vielleicht jemals hier im Haus gesehen. Dass Tempo für Taschentücher steht, ist sogar ihm klar. Daran, dass er Maizena als Synonym für Speisestärke nicht kennt, habe ich mich gewöhnt. Aber wer bitte kauft Küchenrolle, wenn Kleenex auf dem Zettel steht? Mal davon abgesehen, dass seit 17 Jahren Küchenrolle auf dem Zettel steht, wenn ich Küchenrolle meine, ist das Markenwort für Küchenrolle in meinem Gehirn Zewa. Mit Kleenex sind Kosmetiktücher in einer Box gemeint. Oder ist hier irgendeine Leserin anderer Meinung? Was verstehst Du unter Kleenex? Mein Mann löst das Problem, wenn er im Laden nicht weiß, was genau gemeint ist, um nicht noch einmal los zu müssen, übrigens auf diese Weise: Er kauft alles in Frage kommende. Es gab also heute für mich Kosmetiktücher und Küchenrollen, weil er dann doch beides in Erwägung zog. Bei den vorherigen Beispielen aus unseren gemeinsamen Anfängen kam er mit sämtlichen Mandelstückchenformen an, die der Laden hatte, und ich habe lange gebraucht, um die Variationen an Sahne und Crème fraîche aufzubrauchen. Das ist seine Strafe für mich für die angeblich unklaren Einkaufsaufträge: Ich kann dann sehen, was ich damit anfange … #szeneneinerehe
  29. Stecknadelköpfe sind aus Glas, damit sie beim Bügeln nicht schmelzen. Das habe ich herausgefunden, als ich neue Stecknadeln bestellt habe, weil meine nach 30 Jahren gammelig wurden.
  30. Die Bezeichnung Konjunktivjahr für das Jahr 2020

Kaffeekassensturz

Herzlichen Dank an alle Kaffeekassen-Trinkgeld-Geberinnen für Eure Beiträge und schönen persönlichen Zusendungen! Es gab diverse Kaffeespezialitäten, etwas für die innere Schönheit, auch für die äußere, für gute Laune beim nächsten Eis essen, blumige Grüße und Beiträge zur freien Verfügung, an denen ich den Zausel natürlich partizipieren lasse. Vegetarier einmal weg hören bitte: Es gab getrocknete Entenhälse für ihn.

Danke, dass Ihr meine Arbeit am Blog damit wertschätzt. Es ist mir in jedem Monat eine besondere Freude, das zu erwähnen. Traude hat sich mehr Zauselbilder für 2021 gewünscht. Da schiebe ich doch glatt hier noch eins aus der nebligen Heide ein.

Hund Paul

Was hast Du im November gelernt?


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Persönliches Stilberatung

High Class Leger Chic

2017 habe ich mich mit meiner Stilreise, der lebenslangen Entwicklung des Kleidungsstils, beschäftigt. Dabei bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass mein Stil – ähnlich wie der Körper – dem Sieben-Jahres-Zyklus unterliegt. Das bedeutet, dass sich etwa alle sieben Jahre etwas daran verändert. In diesem Jahr wurde ich 49 und nehme das zum Anlass zu schauen, was gehen und was bleiben darf in Bezug auf die sieben Jahre davor.

Die Basis dafür findest Du in meinem Stilprofil. Ich möchte immer noch den Blick zum Gesicht lenken, die Gesamtlänge optisch strecken, die Hüften schmaler wirken lassen und die Beine ab der Oberschenkelmitte betonen. Letzteres allerdings nur noch bekleidet mit Hosen oder Strumpfhosen.

Die grundsätzliche Stilrichtung bleibt. Mein Mann hat meinen Stil vor vielen Jahren High Class Leger Chic getauft. Das meint keine zur Schau getragenen Designermarken, sondern schlichtweg hochwertige Kleidung, gut sitzend und unkompliziert kombiniert ohne Schnickschnack.

Wo ist die Grenze zwischen langweilig und lässig?

Material und Passform sind entscheidend. Ich kaufe schon mein ganzes Leben lang das das Hochwertigste, was ich mir leisten kann. Wie heißt es in der Werbung so schön: Weil ich es mir wert bin! Oder wie schon meine Oma sagte: Wer billig kauft, kauft zweimal. Außerdem achte ich darauf, möglichst keine sichtbaren oder lauten Logos zu tragen, weil ich das unelegant finde. Das gilt für Kleidung genauso wie für Accessoires samt Brillen.

Ines Meyrose – Outfit 2020 mit dunkelblauem Kleid in A-Linie mit Bloggerhund Paul

Neben dem Material und den Qualitätsmerkmalen guter Kleidung ist für mich der Zustand wesentlich: Geputzte Schuhe, heile und saubere Kleidung sind für mich selbstverständlich – ebenso die Pflege der Kleidung, wenn sich etwas reparieren oder zum Beispiel Pilling entfernen lässt. Das gilt für den Hundespaziergang gleichermaßen wie für einen Firmenkundentermin oder private Verabredungen.

Ines Meyrose - Outfit 20 - High Class Leger Look

Das bleibt oder ist neu hinzu gekommen

  • Glatte Pullover aus Kaschmir- und Merinowolle, am liebsten mit V-Ausschnitt oder Rollkragen
  • Ringelshirts aus festem Baumwolljersey
  • Weite oder zumindest locker fallende Blusen, am liebsten im Tunikaschnitt oder leichter A-Form.
  • Jeans mit Elasthan und Stretchhosen – beides mit schmalem Bein
  • Bei Jeans bleibt zwar eine ganz dunkle als Pflichthose, aber ansonsten bevorzuge ich derzeit leichte Waschungen in mittleren Jeansblautönen.
  • Die Hosen sind kürzer geworden. Die meisten Hosen in meinem Sortiment sind aktuell nur knöchellang. Das hätte ich mir vor sieben Jahren nicht vorstellen können, dass die Hosenschnitte sich wieder in Richtung der 2000er entwickeln. Mir kommt das gelegen, weil ich das damals schon gerne mochte.
  • Kleider mit Bewegungsspielraum für große Schritte, in der Strumpfhosensaison dürfen die Knie weiterhin zu sehen sein.
  • Matte, glatt fallende Stoffe
  • Lederschuhe mit flachen Absätzen, am liebsten Chelsea Boots
  • Tücher aus leichtem Material, einfarbig und gemustert
  • Bei Kleidung und Tüchern bevorzuge ich einfarbige Sachen und kleine bis mittlere Muster mit eher geringem Kontrast.
  • Bei der Art der Muster bleiben Streifen, Punkte und Florales.
  • Kontraste bei Kombinationen gerne hell-dunkel, warm-kühl nur mit Blau
  • Wenn wir gerade bei Mustern sind: Neu sind in den letzten zwei Jahren bunte Socken dazu gekommen. Ich freue mich, dass an der Stelle die 1980er zurück sind.
  • Jacken mit Kapuzen
  • Marineblau und Dunkelbraun sind meine Basisfarben, Rot und Gelb die dominanten Akzentfarben. Oliv und Orange tauchen auch immer wieder auf.
  • Schmuck in schlichten Formen in Rosé- und Gelbgold.
  • Lippenstift in Rosenholz, Tomaten- und Zinnoberrot

Das ist gegangen (erfolgreich aufgetragen)

  • Taillierte, figurnahe Blusen, weil die bei mir einfach wegen des kurzen Oberkörpers und großen Busen nie so sitzen, wie sie sollen. Das ist einfach ein Schnitt, der nicht zu meiner natürlichen Figur passt.
  • Sommerkleider, die kürzer als kniebedeckend sind, weil ich meine nackten Knie nicht mehr zeigen möchte.
  • Hosen mit Bootcut, weil die bei mir nur mit hohen Absätzen gut aussehen und die gehören zu den Dingen, die ich in absehbarer Zeit nicht tragen möchte. Generell mag ich aktuell an mir keine Hosen mit weitem Bein leiden, auch wenn es ein gerader Schnitt ist.
  • Weiß und Beige großflächig am Oberkörper, weil mich das zu farblos aussehen lässt mit den stetig heller aka grauer werdenden Haaren. Es fehlt der Kontrast, der früher mit den braunen Haaren vorhanden war.
  • Bordeauxrot großflächig am Oberkörper, weil es Rötungen im Gesicht betont
  • Karomuster
  • Sneaker außerhalb von Hunderunden
  • Bunte Schuhe außer bei Sommerlatschen

Fazit des Stilchecks

Es wird sich in absehbarer Zeit nichts Grundsätzliches an meinem Stil ändern. Die Anpassungen laufen für mich unter Feinschliff. Es sind Veränderungen, die der Entwicklung des Körpers und meinen persönlichen Bedürfnisse entsprechen.

Modische Aspekte spielen für mich persönlich keine Rolle, aber es freut mich, wenn Dinge modern sind, die mir gefallen. Warum? Weil sie dann zu finden sind! Dazu gehören aktuell die verkürzten Hosen, bunte Socken und Chelsea Boots.

Wofür ist diese Analyse gut?

Ich bekomme, was ich will, weil ich sage, was ich will.

Frei nach Madonna

Ich ergänze: weil ich weiß, was ich will. Ich kann ein Ziel nur erreichen, wenn ich es kenne. Ansonsten lande ich planlos irgendwo. Wenn ich mir vor Augen halte, was ich bei Kleidung und Accessoires mag und was seine Zeit gehabt hat, kann ich deutlich einfach künftige Lieblingsteile identifizieren, wenn ich Einkaufen gehe. Der Blick wird dadurch geschärft.

Durch selektive Wahrnehmung fallen uns Dinge verstärkt ins Auge. Das kennst Du, wenn Du Dir ein neues Auto gekauft hast und auf einmal ständig dieses Modell oder seine Farbe auf der Straße wahrnimmst. Sind diese Autos auf einmal mehr geworden? Nein, Du siehst sie nur vermehrt, weil sich Dein optischer Filter verändert hast.

Wenn Du Dir die Mühe machst, Dich mit den Dingen zu beschäftigen, die optisch perfekt zu Dir passen, läuft Du im Laden nicht daran vorbei, sondern sie fallen Dir förmlich in die Hände.

Was hat sich an Deinem Stil in den letzten Jahren geändert?


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Lifestyle Persönliches

2020

Sorry, the lifestyle you ordered is currently out of stock

Beim Sichern von Bildern aus der Galerie des Smartphones ist mir dieses Foto aus dem Jahr 2018, das ich damals als Ohne Worte veröffentlich habe, ins Auge gefallen und mein erster Gedanke war, verbunden mit einem sarkastischen Lachen, dass wohl keine Formulierung besser auf das Jahr 2020 zutrifft als diese

“Sorry, the lifestyle you ordered is currently out of stock.”

Corona trifft jeden. Allerdings trifft es jeden an einer anderen Stelle. Den einen erwischt es mit der Gesundheit bis hin zum Tod oder langfristigen Beeinträchtigungen, den nächsten bei der Arbeit, die entweder gar nicht mehr aufhört oder nicht mehr da ist. Andere arbeiten quasi normal weiter, vermissen aber ihre geliebten Reisen, Freunde oder Familie.

Einige Menschen gehen förmlich ein ohne den physischen Kontakt zu anderen Menschen, andere sind froh, dass ihnen endlich mal eine Adventszeit ohne Trubel und ein Weihnachten ohne oder mit nur ganz wenig Familie ins Haus steht.

In meinem Leben gibt es seit 1971 kein Jahr, das so sehr gezeigt hat, was mir wichtig ist und was nicht. Mich hat es in diesem Jahr viermal umgeworfen. Einmal mit Einsetzen der Corona-Vorschriften im Frühjahr, die nächsten drei Anlässe waren relativ dicht beieinander im Herbst und an sich jeder der Rede nicht wert.

Aber dass es mich jeweils emotional zerlegt hat dabei, zeigt mir, dass trotz der vielen schönen Stunden und Tage zwischen Frühling und Herbst mein Körper und Seele in 2020 nicht mehr viel vertragen. Und dass, obwohl ich einen geliebten Menschen an meiner Seite habe und Freunde um mich sind.

Die Frage ist, wann der eigentlich für 2020 gebuchte Lifestyle wieder zur Verfügung steht. Nachholen lässt sich nichts, manches möchte ich vielleicht in der Form auch gar nicht mehr haben oder erleben. Veränderungen bieten immer die Chance für eine Neugestaltung.

Ich werde mir noch mehr als vorher schon überlegen, was ich wirklich brauche und was nicht. Das heißt, mein Leben wird sachlich und persönlich noch minimalistischer werden. Und ich werde mich (scheinbaren) Verpflichtungen noch mehr entziehen, als ich das eh schon mache, und mich auf das konzentrieren, was mir wirklich wichtig ist.

Was möchtest Du in Deinem Leben nach Beendigung der Corona-Einschränkungen oder jetzt schon im Vergleich zu vorher verändern?


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