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Moin! Ines & Nicole reden über Monetarisierung von Blogs 2026

Werbung wegen Namensnennungen ohne Auftrag

Heute erfüllen Nicole vom Blog Life with a glow und ich mit dem Blogtalk den Wunsch einer Leserin.

„Interessieren würde mich Deine Meinung dazu, dass viele Blogger(innen) inzwischen zu Bezahlplattformen mit Abomodellen wechseln und ihren Content so nur noch einem „elitären Kreis“ zur Verfügung stellen. Bei Dir gibt es die Trinkgeldkasse – aber eben auf freiwilliger Basis. Und das wahrscheinlich aus Gründen, oder?“

biberkreativ

Bloggen monetarisieren – Geld verdienen mit Bloggen 2026

Ines: Über kurz oder lang wollen die meisten Blogger_innen, die viel Zeit in ihren Blog investieren, damit Geld verdienen – auch wenn es als Hobby begann. Seit 2020 ist es erheblich schwieriger geworden, lohnenswerte Kooperationen an Land zu ziehen und einen Blog zu monetarisieren.

Das liegt an den gekürzten Marketingbudgets und der Verlagerung der Anzeigen auf andere Plattformen wie Instagram und TikTok. Nichtsdestotrotz ist es auch im Jahr 2026 noch möglich, mit einem Blog Geld zu verdienen.

Mit meinem Blog meyrose – fashion, beauty & me erziele ich aktuell Einnahmen über die Kaffeekasse, bezahlte Anzeigen von Firmen in Form von Blogbeiträgen und über Ausschüttungen von VG Wort.

Affiliate-Links nutze ich seit 2020 nicht mehr, weil sie sich nicht gelohnt haben – zu viel Aufwand für zu wenig Ertrag. Und dann ist da auch die Sache mit dem Tracking. Das passte für mich nicht mehr.

Wie monetarisierst du deinen Blog Life with a glow?

Nicole: Als ich mit dem Bloggen angefangen habe, habe ich mir das Erlangen von Kooperationen viel einfacher vorgestellt. Ich habe vorher gastgebloggt und da wirkte es so leicht.

Ich nutze aktuell VG Wort, Affiliate-Links und wünsche mir faire und gute Kooperationen/Anzeigen. Das alles reicht nicht zum Überleben, was es bei mir aber auch nicht muss zum Glück. Dennoch würde es mich natürlich sehr freuen.

Allerdings sind Zahlen meiner Meinung nach stark in den Fokus gerückt. Das ist einerseits verständlich, aber mir geht es oft zu Lasten der Glaubwürdigkeit.

Ines: Du hast leider exakt zu dem Zeitpunkt 2020 mit Bloggen begonnen, als der Markt zusammengebrochen ist. Ich habe kürzlich meine Ordner aufgeräumt und bin die Kooperationen von 2015-2019 durchgegangen. Das war ein Paradies im Vergleich zu heute. Leider hat sich der Markt nicht wieder erholt. Dein Eindruck 2020 auf die Vergangenheit geblickt war richtig – als Ableitung auf die Zukunft falsch.

Die Zahlen standen übrigens schon immer im Fokus. Die Gegenleistung für Kooperationen hängt von der Reichweite ab. Ohne Reichweite macht Werbung keinen Sinn. Aber natürlich ist es wichtig, dass die richtige Zielgruppe über den Blog erreicht wird und dass die Werbung glaubwürdig ist – also zur Bloggerin passt.

In einigen Blogs sieht man schreckliche Anzeigen. Würdest Du permanente (seriöse!) Anzeigen in deinem Blog schalten?

Ines: Feste Anzeigen, die zu mir passen, würde ich sofort wieder in meinem Blog schalten, wenn sie pauschal bezahlt werden und nicht über Klicks. Mit solchen Bannerschaltungen habe ich jahrelang sehr schöne Einnahmen erzielt. Leider hat keiner mehr Interesse daran, obwohl mein Blog die gleiche Reichweite wie damals hat. Auch das ist den Einsparungen bei den Marketingbudgets zum Opfer gefallen.

Was es bei mir nicht geben wird, sind dynamische Anzeigen, die über Affiliate-Partner geschaltet werden, bei denen man nur wenig Einfluss auf das hat, was gerade beworben wird. Die finde ich furchtbar.

Nicole: Die dynamischen Anzeigen sind schrecklich.

Wie viel Zeit kostet es dich, die Affiliate-Links zu erstellen?

Nicole: Da ich sehr häufig auch Dinge zeige, die hier schon länger wohnen, ist das Aufwendigste an den Affiliate-Links, die Dinge zu finden. Das würde ich mit ca. 30 Minuten pro Tag im Durchschnitt beziffern, wobei sich ja Outfits oder Teile wiederholen, die dann schon vermerkt sind.

Der eigentliche Einbau in den Blog geht über mein aktuelles Affiliate-Programm ruckzuck. Bei Collagen dauert es etwas länger. Da hoffe ich, dass die sich noch ein wenig bewegen und das Erstellen einfacher machen. Mir macht das bisher Spaß. Nur wenn ich kein Pendant finde, dann bin ich frustriert.

Ines: Das ist ganz schön viel Zeitaufwand. Hoffentlich belohnen das deine Leserinnen mit Käufen über die Links. Ich denke mal, dass du dir die Arbeit nicht machen würdest, wenn es sich nicht lohnen würde.

Bis 2020 habe ich das Partnerprogramm von Amazon genutzt. Das war praktisch, weil sich Buchcover und Produktbilder darüber visualisieren ließen. Finanziell hat sich das nicht gelohnt und mir war der Aufwand mit dem Erstellen der Partner-Links und der umsatzsteuerlichen Abrechnung über Luxemburg zu mühsam. Das stand in keinem Verhältnis.

Nicole: Der Zeitaufwand ist wirklich groß. Meist mache ich das aber gerne, weil ich hoffe, die Leserinnen so auch zu unterstützen. Reich werde ich damit nicht. Bei Amazon hatte ich mich auch angemeldet. Da das aber auch über meinen Affiliate-Partner geht, ist es so einfacher und bleibt in einer Hand.

Ich würde mir wünschen, dass größere Händler generell so etwas anbieten, weil ich glaube, dass das durchaus ein Markt ist, auch wenn es für uns nicht sooo umsatzstark ist.

Wenn du Anzeigen schaltest, schreibst du lieber eigene Texte oder nimmst du auch Vorgaben?

Ines: Es gibt bei mir seit 2024 beides; zuvor waren es nur eigene Texte. Wenn der Text von der Agentur geliefert wird, steht Von Gastautor_in als Verfasser_in beim Beitrag. Wenn da Ines steht, habe ich ihn geschrieben.

Eigene Texte mag ich lieber, weil sie besser zu mir passen. Wenn der vorgegebene Text gut ist, veröffentliche ich auch gerne einen fremden – das macht viel weniger Mühe. Das ist ein Punkt, in dem sich meine Einstellung geändert hat.

Wie stehst du zu Bezahlmodellen auf Blogs? Liest du Blogs, die Paywalls verwenden?

Ines: Du möchtest selbst gerne Geld mit deinem Blog verdienen. Wie gehst du in der Hinsicht mit anderen Blogger_innen um? Bezahlst du dort für Content, Werbefreiheit oder spendierst mal einen Espresso? Warum gibt es bei dir keine Kaffeekasse?

Nicole: Ich habe ein bisschen auf diese Frage gewartet ;). Ich lese bisher keine Blogs, die eine Paywall verwenden, so, wie ich bisher keine Kaffeekasse habe. Es gibt so viele Abo-Modelle mittlerweile, dass ich Paywalls schwierig finde …

Bisher lese ich (so glaube ich) nur bei dir mit der Kaffeekasse und du bekommst gerne einen Espresso, wenn wir uns treffen. Eine andere Bloggerin (wo ich inzwischen weniger lese), hat sich mir zu offensichtlich aufs Geld konzentriert.

Ich verstehe das, aber es ist mir zu platt, wenn nach jedem Absatz ein Angebot kommt. Weißt du, wie ich meine? Für Werbefreiheit zahle ich nicht – siehe Abo-Modelle. Warum ich keine Kaffeekasse habe, frage ich mich manchmal auch. Ich habe da eine Hemmschwelle. Warum auch immer.

Ines: Kaffeekassen gibt es auf den Blogs in meiner Leseliste viele, da ist das total üblich. Es sind aber keine Modeblogs.

Wenn nach jedem Absatz ein Werbeblock für die eigene Dienstleistung oder eine Zahlungsaufforderung kommt, bin ich auch genervt. Den Blog entfolge ich züzig, wenn sich das so entwickelt.

Letzte Woche habe zum ersten Mal auf einem Blog beim Cookie-Banner gesehen, dass ich die Werbung und personalisiertes Tracking für 3,99 Euro im Monat ausblenden lassen kann, wenn ich bei contentpass Mitglied werde. Die damit erzielten Einnahmen aus dem Abo verteilt contentpass an die Publisher je nach Artikelaufrufen. Für den monatlichen Betrag kann man weitere Mitgliedsseiten werbefrei ansehen.

Dass besagter Blog in den letzten Monaten verstärkt mit Werbebannern und Video-Anzeigen bestückt war, ging mir schon auf den Keks. Zehn Werbebanner in einem Monatsrückblick sind mir zu viel. Dieses Pressing war wohl die Vorarbeit dafür, die Leser_innen zum Bezahlen für Werbefreiheit zu bringen. Bei mir hat es zu etwas anderem geführt: Ich habe den Blog, den ich seit 2013 durchgehend gelesen habe, aus meiner Leseliste entfernt.

Nicole: Ich sehe es mit der Werbung wie du: Es ist manchmal einfach drüber und ich lese dann auch nicht mehr weiter. Vor allen Dingen dann nicht, wenn ich weiß, dass derjenige ohnehin gut mit Kooperationen dabei ist. Wo ich mich immer mitfreue, aber wenn ich nur noch Dollarzeichen sehe, geht mir die Persönlichkeit verloren.

Zahlst du in Kaffeekassen?

Ines: Ja, ab und an. In jedem Fall zeige ich meine Wertschätzung der Blogger_in gegenüber, wenn ich einen Blog gerne lese oder mir ein Artikel besonders gut gefällt. Die ist nicht immer monetär. Auch einen Kommentar zu schreiben, ist eine Form der Wertschätzung und schenkt der Person etwas.

Würdest du eine Paywall errichten? Und deinen normalen Blog weiterbetreiben?

Ines: Nein. Und das beantwortet auch die Eingangsfrage von biberkreativ, warum ich die Kaffeekasse als freiwillige Bezahloption anbiete: Ich strebe maximale Seitenaufrufe und Klickzahlen des Blogs an. Das sorgt für eine optimale Sichtbarkeit in Suchmaschinen und KI-Suchergebnissen. Der Blog meyrose – fashion, beauty & me ist ein Firmenblog, kein Privatvergnügen. Ich möchte darüber Kund_innen für meine Imageberatung image&impression gewinnen.

Würde ich bestimmte Inhalte hinter eine Paywall setzen, wäre mir die Gefahr zu groß, damit regelmäßige Leser_innen zu verschrecken. Außerdem sollen potenzielle Kund_innen einen möglichst umfassenden Eindruck von meiner Arbeitsweise und meiner Person erhalten, um sich zum Beispiel für eine Farbberatung in Hamburg bei mir zu entscheiden.

Trotzdem freue ich mich natürlich riesig, wenn die Inhalte freiwillig entlohnt werden, wenn sie jemandem weiterhelfen. Für meine Stammleser_innen schreibe ich gerne und habe schon sehr viele Beitragswünsche erfüllt. Diese finanzielle Wertschätzung ist ein (kleiner) Teil meines Einkommens.

Von passenden Kooperationen und Bloggen in der Zukunft

Nicole: Ich weiß (und schätze das sehr), dass du ein gerader Mensch bist. Bist du dennoch in den langen Jahren deiner Blogzeit eine Kooperation eingegangen, hinter der du nicht gestanden hast?

Ines: Es gab und gibt Kooperationen, die ideal zu mir passen. Natürlich waren in den vielen Jahren welche dabei, wo ich später gedacht habe, dass ich heute nicht mehr hinter dem Produkt stünde. Aber das ist eher im Rückblick so zu sehen. In dem Moment war das immer passend für mich. Als ich die Kooperationen von 2015-2019 durchgegangen bin, war ich im Nachhinein ganz schön stolz, für wie viele wirklich große, bekannte Firmen ich schon werben durfte.

Für Firmen haben Anzeigen und Kooperationen über Produktvorstellungen auch heute den großen Vorteil im Vergleich zu schnelllebigen Socials, dass die Beiträge jahrelang über Suchmaschinen und KI gefunden werden.

Ein Blogbeitrag hat erheblich mehr Substanz als ein Bild im Feed, ein Reel, Karussell Post oder eine Story in den Socials. Es ist wirklich schade, dass Firmen das offenbar anders einschätzen und es nur noch so wenig direkt bezahlte Werbung in Blogs gibt.

Da Jammern unsexy ist, wenden wir uns lieber der Zukunft zu und sehen zu, dass wir und unsere Leser_innen Freude an unseren Blogs haben und für uns das Aufwand-Nutzen-Verhältnis passt, oder? Im Zuge der ständigen Veränderungen in der digitalen Welt kann ich mir vorstellen, dass Blogs tatsächlich nochmal wieder trendy werden.

Nicole: Ich verstehe diese Einschätzung von Firmen auch nicht. Genauso wie ich immer noch finde, dass Werbung ehrlich sein sollte. Du kannst mit Sicherheit stolz sein und ich freue mich mit dir. Und wäre es auch gern.

Ich denke auch, dass Blogs nicht weg sein werden. Denn in dieser schnelllebigen Zeit sind ruhige und konstante Dinge besonders wertvoll. Ich mag und mochte Blogs. Schon immer. Auch oft lieber als Zeitschriften, weil viel tiefer erklärt wird. Darum gehen wir weiter unseren Weg mit unseren treuen und neuen Leserinnen und bleiben uns treu – im doppelten Wortsinn :).

Wofür bist du bereit auf Blogs zu bezahlen?

Kaffeekasse: Du magst meine Beiträge und schätzt meine Arbeit? Über einen virtuellen Kaffee via PayPal => Ines’ Kaffeekasse freue ich mich. Herzlichen Dank!

Newsletter: Du möchtest über neue Blogbeiträge per E-Mail informiert werden? E-Mail-Adresse eintragen => Blog-News bekommen!

28 Antworten auf „Moin! Ines & Nicole reden über Monetarisierung von Blogs 2026“

Guten Morgen ihr Beiden, ich finde auch mit Werbung überladene Blogs schlimm. Der eigentliche Post ist fast unlesbar. Für Werbefreiheit möchte ich nicht zahlen. Paywall Blogs lese ich auch nicht. Bin ich geizig? Ich glaube nicht. Kaffeekassen finde ich da viel besser.
Ich finde auch, dass Firmen nicht langfristig denken, bei der Vergabe von Kooperationen und oft gar nicht auf die Zielgruppe schauen. Ich bekomme wenig Kooperationsanfragen, da ich Social Mediakanäle nicht mit bediene. Und von den wenigen lehne ich die meisten dann noch ab. Ich bin sehr froh, dass ich mit meinem Blog nichts verdienen MUSS. Ich denke das ist bei euch auch so. Euer Fazit liebe ich und das ist einer der Gründe, weshalb ich eure Blogs so liebe.💕
Danke euch.
Ich wünsche ein wunderschönes Wochenende, liebe Grüße Tina

Du bist nicht geizig, auf keinen Fall.

Dein Blog gehört zu denen, die schon lange einen Stammplatz in meinem Feed haben. Dabei fällt mir ein, dass ich mal wieder einen Blogbeitrag schreiben könnte über die Blogs, die ich regelmäßig lese.

Hab ein sonniges Wochenende!

Es hat wieder mega Spaß gemacht, auch ist es natürlich schön, dass wir bei einem so wichtigen Thema wirklich Konsens haben.

Danke, liebe Tina. Das ist es, was eben diese Bloggerwelt auch ausmachen sollte.

Hab ein schönes Wochenende
Liebe Grüße
Nicole

Guten Morgen ihr beiden,
Den Inhalt eurer Diskussion verstehe ich nur mittelmäßig, weil ich natürlich nicht im Geschäft bin. Ich hatte vor längerem für kurze Zeit einen Blog rund ums Stricken, nur ganz persönlich. Für anderes hätte ich keine Lust und vor allem keine Zeit. Zudem wollte ich mich im Netz nicht so privat positionieren.
Seitdem ich nicht mehr täglich vor dem PC sitze, lese ich nur noch sehr wenig Blogs, diese dann aber aus inhaltlichem Interesse und folge ihnen auch regelmäßig, gern auch für eine Kaffeetasse. Alles andere lehne ich ab.
Meine Inspirationen (Nähen, Stricken, Ernährung) hole ich mir aus dem bildlastigen Medium Instagram, das passt für mich sehr gut. FB hat sich zur schrecklichen Plattform entwickelt, meide ich und andere Kanäle nutze ich nicht.
Ich finds schade Ines, dass du dich bei Instagram abgemeldet hast. Deine Argumentation konnte ich nur so halb nachvollziehen. Für mich ist das eine gute Alternative zu textlastigen Blogs, die ich nur aufsuche, wenn mich ein Thema mehr interessiert. Von Insta findet man ja gut dorthin. Wenn mich Kanäle nerven oder sich der Content ständig wiederholt entfolge ich ihnen oder mache eine Pause. Für mich persönlich haben sich Blogs derzeit etwas überlebt, das ist meine ganz private Sicht. Vielleicht ändert sich das noch.
Trotzdem gibt’s heute später was für die Kaffeetasse ☕😉🌞, der Wocheneinkauf wartet.

Schönes Wochenende und liebe Grüße an euch beide!

Danke dir schon mal für den Kaffee!

Instagram hat mich erheblich mehr Zeit, Energie und Nerven gekostet als es mir Freude, Blogleser_innen oder Aufträge gebracht hat. Das Fake-Profil mit meinen Potraitbildern hat im August 2023 das Fass zum überlaufen gebracht. Man konnte zwar von Instagram zum Blog klicken, aber das haben zu wenige (30 Klicks im Monat von 16.000 insgesamt) gemacht. Die Bilder, die früher auf Instagram gelandet sind, sind jetzt in den Monats-Memos. Und mein loses Mundwerk tobt sich zu Hause aus. Ich freue mich über unseren Kontakt hier und per Messenger.

Hab auch ein schönes Wochenende!

Wieder mal ein schönes Gespräch von Euch beiden! Ich fand es sehr interessant. Auch weil Ines ja einen kommerziellen Blog hat, der im Laufe der Jahre immer persönlicher wurde, was mir sehr gefällt.
Die Blogs, die ich lese, sind Blogs von Frauen, die hinter ihren Posts stehen, denen es Freude macht und die den Austausch lieben. Dass dabei auch mal Werbung vorkommt, stört mich nicht, wenn die Produkte zu den Bloggerinnen passen und es nicht überhand nimmt.
Nun habe ich selbst ja auch einen kommerziellen Blog, der meinen Webshop seit 17 Jahren begleitet und Werbung für da sempre und unsere Philosophie kommt viel vor bei mir. Aber nicht nur und nicht immer – und vor allem möchte ich unbedingt auch als Person dahinter erkennbar sein. Gern nehme ich auch Informationen auf von anderen Bloggerinnen und verlinke sie oder zeige sie im Blog. Dieses Geben und Nehmen finde ich sehr schön.
Kaffeekassen finde ich gut, dann kann ich mich erkenntlich zeigen, wenn etwas besonders sinnvoll für mich war:
Ein Hinweis, eine Idee oder eine besondere Inspiration.
Aber das geht auch ohne Kaffeekasse in Form von kleinen Geschenken oder persönlicher Zuwendung in schriftlicher Form für „meine“ Bloggerinnen, die mir auch viel Freude machen.
Die Blogs, die ich lese und bei denen ich kommentiere, mag ich alle sehr und sie sind eine Bereicherung für mein Leben.
Dafür bin ich dankbar.
Herzlich,
Sieglinde

Deinen Firmenblog lese ich auch schon sehr lange, seit wir uns virtuell kennengelernt haben. Unsere freundschaftliche Beziehung ist mir sehr wertvoll.

Ich mag bei dir im Blog die Mischung aus der Vorstellung von Sachen aus dem Shop und euren persönlichen Beiträgen. Besonders liebe ich die Urlaubsbeiträge. Die stecken so voller guter Energie.

Ein sehr schöner Beitrag. Ich finde es schade, dass die Firmen heutzutage nicht mehr auf Blogs setzen. Eine bessere Werbung kann man doch nicht haben. Der Einbruch nach 2019 war echt heftig.

Zu viel Werbung und ständige Popups in Blogbeiträgen finde ich schrecklich. Ein Abo für einen Blog habe ich noch nicht abgeschlossen.

Ich bin inzwischen wieder für Kooperation en offen, nachdem ich mehrere Jahre alles abgelehnt habe. Die Anfragen halten sich aber in Grenzen. Und es muss wirklich passen.

Liebe Grüße
Sabine

Pop-ups kommen direkt aus der Werbehölle – die finde ich auch ganz schlimm. Egal, ob man sich für einen Newsletter eintragen oder Werbung konsumieren soll.

Vielleicht gibt ja wirklich nochmal einen Trendwende – wir haben schon viel kommen und gehen sehen …

Super spannendes Thema …
Da ich seit über 15 Jahren blogge, habe ich da auch meine Erfahrungen gesammelt.
Allerdings habe ich mich vom bezahlt werden abgewendet.
Ich fühle mich so freier und kann wirklich nur das posten, was mir gefällt.

Herzliche Grüße
Jutta

Da haben wir dann beide schon viel gesehen – wir bloggen ähnlich lange, meiner ging 2009 online.

Auch bei Werbung poste ich nur, was mir gefällt. Was mich mehr nervt, sind überflüssige Verhandlungen im Vorwege mit 1000 Nachverhandlungen von Aspekten, die ich zu 100 % ausgeschlossen habe, so dass dann am Ende kein Auftrag dabei herausspringt, es mich aber Zeit und Nerven gekostet hat.

Nach dem Rechnerwechsel hatte ich kurz vergessen, den Adblock zu installieren und war mal wieder überwältigt von der Menge der Werbung, die auf manchen Seiten geschaltet ist. Da vergeht mir ehrlich gesagt die Lust am Lesen. Vor allem, wenn Inhalt und Werbung so gar nicht zusammen passen. Andererseits sehe ich es auch nicht ein, ein Bezahlangebot zu nutzen. Weder auf der Seite als Leserin noch auf der als Bloggerin. Wahrscheinlich würde ich aber vieles ganz anders sehen, wenn es sich bei mir nicht nur um ein Hobby handeln würde.
Liebe Grüße!

Wenn Werbung und Inhalt nicht zusammenpassen, stört es mich auch am meisten und ich wage es dann auch, am Erfolg der Werbung zu zweifeln, wenn die Zielgruppe des Blogs an den Werbethemen kein Interesse hat.

Ein wirklich interessanter Post. Da ich noch recht am Anfang bin, sauge ich solche Infos natürlich immer sehr gerne auf. Bei mir hat sich weder Affiliate, noch Adsense oder Kaffeekasse bisher so wirklich rentiert. Das sind eigentlich alles nur Peanuts die ewig brauchen, bis sie überhaupt mal etwas abwerfen. Aber gut, ich versuche es auch nicht so zu übertreiben, wie ihr schon sagt. Denn ich finde es selbst nervig, wenn zu viel Werbung auf einmal aufploppt. Wie ihr schon sagt, da geht sonst die Persönlichkeit zu sehr unter. Ich folge aber auch keinem Blog für den ich bezahlen muss, bzw. nutze ich wenn dann weiterhin die Angebote die frei verfügbar sind. Wenn ich dadurch halt nicht alle Beiträge lesen kann, dann akzeptiere ich das. Wie Tina in ihrem Kommentar erwähnt hat, würde ich mich da tatsächlich als zu geizig einschätzen. Es kommt halt auch immer auf den Mehrwert drauf an.

Danke für die Einblicke in die Werbung auf deinem Blog. Die Kaffeekasse lohnt sich bei mir durchaus. Die summiert sich übers Jahr gut – auch wenn es schon mal deutlich mehr war. Vielleicht etabliert sich die bei dir ja auch besser. Mit Adsence und Affiliates habe ich ähnlich erfolglose Erfahrungen wie du.

Ihr zwei Lieben, ganz herzlichen Dank für meine Wunscherfüllung! Euer Gespräch ist super interessant, und ich kann eure Sichtweise und Einstellung zu den einzelnen Punkten hundertprozentig nachvollziehen. Spannend dabei ist ja auch, dass Ines ihren Blog aus „kommerzieller“ Sicht für ihr Business betrachtet (was sich aber dem Leser nicht aufdrängt), während Nicole eher „privat“ drauf schaut.
Den von Dir, Ines, angesprochenen Blog mit der inzwischen wie ich finde durchaus aggressiven Werbung kenne ich auch und habe ihn ebenso wie Du gerne gelesen, ziehe mich dort aber auch mehr und mehr zurück, weil mich die Werbung einfach nervt. Und ich nicht bereit bin zu zahlen. Ich empfinde das so wie ihr nicht als Geiz. Das Kaffeekassenmodell ist doch toll, da kann jeder etwas geben als Anerkennung, muss es aber nicht. Und Kommentare sind auch für mich ebenso eine Wertschätzung. Liebe Nicole, trau Dich doch und richte eine Kaffeekasse ein (und wenn es erstmal nur probehalber ist), ich wäre die erste, die Dir was spendiert 😉 , bei Ines klappt das ja jetzt schon.
Ich freue mich auf viele weiter schöne Beiträge bei euch beiden,
herzlichst, Tanja

Danke für einige Hintergründe zu Eurer Arbeit – vieles war mir nicht klar.

Einerseits verstehe ich die Bloggerinnen, die mit einer Paywall ihre Zeit und ihre Arbeit gewürdigt wissen wollen.

Bislang verweigere ich mich dem jedoch konsequent, weil mich zum einen stets nur ein Teil des Contents interessiert und zum
Anderen, weil ich bei den monatlich laufenden Kosten genau überlegen muss und möchte.

Wenn eine Bloggerin mir die 57. Nahrungsergänzung anpreist, werde ich langsam auch misstrauisch und genervt.

Allerdings habe ich mich schon öfter in Blogs zu Einkäufen (Bücher, Klamotten) inspirieren lassen und etwas bestellt und mich anschließend darüber gefreut.

Das Kaffeekassensystem finde ich passend und gut.

Freut mich, dass der Beitrag für dich aus Leserinnensicht interessant ist.

„Allerdings habe ich mich schon öfter in Blogs zu Einkäufen (Bücher, Klamotten) inspirieren lassen und etwas bestellt und mich anschließend darüber gefreut.“

So geht es mir bei anderen Blogs auch und genau dafür finde ich es klasse, wenn man für das, wovon man wirklich was hatte, die Möglichkeit hat, ein Trinkgeld in die Kaffeekasse zu geben. Und genau wie im wahren Leben ist ein herzliches Danke als Kommentar ebenso willkommen wie Taler und jede lesende Person kann das so machen, wie sie möchte.

Tatsächlich ist ja gerade die Olympus Mju II wieder total im Trend und gar nicht mehr günstig zu bekommen! Ich mag meine aber auch sehr, weil sie echt zuverlässig und die Größe für mich halt ein großer Vorteil ist.
Die Stimmung und Atmosphäre von Film ist für mich einfach eine andere; klar, das Digitale heute ist schneller und praktischer, aber letztlich ist es ja schon fast witzig, wie sehr viele versuchen wieder alles wie Film aussehen zu lassen…

Wie spannend; ich höre selten von Leuten, die noch Filme selbst entwickelt haben oder das noch können. Ich finde es echt faszinierend und bin gespannt, ob ich bald mal die Zeit habe mich auch mit Farbfilm auseinander zu setzen.

Danke für deine Antwort auf meine Frage bei dir im Blog. Da habe ich meine Mju II zu früh entsorgt, als sie niemand haben wollte.

Ehrlich gesagt bin ich nicht böse drum, dass sich das Thema Monetarisierung eher in den Bereich Instagram verlegt hat – da kriege ich das nur sporadisch mit 😉 Denn meine Meinung ist eh klar: Berufsbedingt bin ich kein Fan von Monetarisierung. Ich habe drölfzig Jahre gelernt, dass man Redaktion und Werbung trennt. Punkt. Das garantiert Unabhängigkeit und die ist mir wichrig.

Bei einem Firmenblog habe ich mit Werbung absolut kein Problem. Deren Sinn und Zweck ist es zu werben.

Bei „persönlichen“ Blogs finde ich das halt in vielen Fällen heikel. Vermutlich habe ich zu viele Blogger erlebt, die vom ach so persönlichen Blog (der er vielleicht auch nie wirklich war) zur Werbeschleuder wurden und einfach für alles werben, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Inklusive unzulässiger Health-Claims bei Supplements, denn die bringen halt wirklich Geld.

Ich habe angefangen zu bloggen, weil ich einfach mal etwas anderes schreien wollte als ich es beruflich tat. Und deshalb blogge ich noch immer. Ohne Werbung. Mein Geld verdiene ich an anderer Stelle und das empfinde ich für mich als gut so.
Liebe Grüße
Fran

Huch, ich habe die Sache mit der Paywall vergessen: Ich zahle gerne für fundierte Informationen. ich habe diverse Zeitungsabos, für die ich jeden Monat nicht wenig Geld zahle.
Bei einigen Blogs, die heute hinter einer Paywall stecken, habe ich schon in früheren Zeiten nichts gelesen, was mir persönlich einen monatlichen Abo-Beitrag wert gewesen wäre. Für hochwertige Inhalte zahle ich gern. Für Texte, die mit Hilfe von ChatGPT oder einer einfachen Google-Recherche entstanden sind, eher nicht. Recherchieren kann ich selbst besser 🙂
Das Kaffeekassenmodell dagegen finde ich ziemlich gut. Würde ich zwar für mich nicht anwenden, weil meine Inhalte ganz sicher nix sind, wofür ich selbst Geld zahlen würde. Aber du etwa vermittelst häufig genug wirklich fundierte Inhalte, von denen du etwas verstehst. Die sind dann durchaus Geld wert.

Hallo Ines, hallo Nicole,

spannend! ich habe nie über das Monetarisieren eines Blogs nachgedacht, weil ich meinen eigenen Blog aus persönlicher Vorliebe schreibe. Umgekehrt habe ich noch nie einen „Bezahl-Blog“ gesehen… und würde diesen auch sicher nicht lesen, da ich gar nicht wüßte, was sich hinter der Schranke verbirgt. Und da heute jeder bekanntlich alles kann, gibt es kaum noch Orientierungskriterien.

Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass ich etwas in eine „Kaffeekasse“ spende, weil es mir so gut gefallen hat oder weil ich jemanden unterstützen möchte.

Sehr schön fand ich diesen Satz von Ines: „… In jedem Fall zeige ich meine Wertschätzung der Blogger_in gegenüber, wenn ich einen Blog gerne lese oder mir ein Artikel besonders gut gefällt. Die ist nicht immer monetär. Auch einen Kommentar zu schreiben, ist eine Form der Wertschätzung und schenkt der Person etwas.“
Das drückt aus, dass es um WERTSCHÄTZUNG geht und Geld dafür gar nicht immer der beste Weg ist!
Und als Abschlußsatz: Blogs auf denen Werbung das erste ist, was mir ins Auge springt: klick und weg!

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