Werbung – Rezensionsexemplar

Eine Seite noch
Warum Lesen uns so glücklich macht
Meike Winnemuth
Hardcover, Pappband mit Ausstanzung und Lesebändchen, 208 Seiten
ISBN 978-3-328-60478-5
Erschienen am 11. März 2026 im Penguin Verlag (Werbung)
Bestellmöglichkeiten bei diversen Händlern findest Du auf der Verlagswebsite.
„Berührendes, Kurioses, Wissenschaftliches, Persönliches, Verbindendes rund um unser aller Leidenschaft – das Lesen.
Es gibt Bücher, an denen man wächst und solche, an denen man scheitert. Bücher, die einen begeistern, gefangen nehmen, nicht mehr loslassen. Die einen empören, verstören, überfordern, zum Lachen oder zum Weinen bringen. Bestsellerautorin Meike Winnemuth ist zurück und widmet sich nach Weltreise und Garten einer weiteren Passion: dem Lesen. Von Seneca über Tolstoi zu Virginia Woolf und Sally Rooney, von der Bibel bis Fourth Wing liest sie einen Sommer lang alles, was ihr in die Finger kommt. Erfreut sich an Selbstversuchen, trifft andere Leseverrückte, unternimmt Ausflüge in die weite Welt der Literatur. Und findet dabei, was sie nicht gesucht hat. Befindet: Lesen macht das Leben eine Nummer größer. Es schenkt Verbundenheit über alle Grenzen hinweg. Und doch lesen zwei Menschen nie dasselbe Buch.“
Verlagstext Meike Winnemuth, Eine Seite noch, Penguin 2026
Seit ich lesen kann, bereichern Bücher mein Leben. Früher auf Papier, heute meistens als E-Book. Bei einem so schön aufgemachten Buch wie diesem von Meike Winnemuth bevorzuge ich auch heute noch die Druckversion. Haptik, Gestaltung, Lesebändchen – das hat eine Qualität, die kein Display ersetzt.
Eine Seite noch ist keine klassische Erzählung. Es ist eine Liebeserklärung ans Lesen und gleichzeitig eine Sammlung von Momenten. Kurze Auszüge, Gedanken, Begegnungen. Texte, die hängen bleiben. Vieles wirkt nach. Welche Bücher muss, kann, soll man gelesen haben? Eine Frage, auf die es keine Antwort gibt. Alles ist erlaubt!
„Bücher kommen und gehen wie Wellen. Was bleibt, ist das Meer.“
Meike Winnemuth, Eine Seite noch, Penguin 2026, Seite 187
Mein ältestes Buch


Das älteste Buch in meinem Besitz hat keinen materiellen Wert. Es ist ein Erbstück aus dem Jahr 1827. Seine Herkunft ist unklar. Vermutlich stammt es aus der Bibliothek der Familie de l’Aigle (Link zu Geheimtipp Hamburg).
Aus derselben Familie kommt auch das Gestell meines Gartentisches. Die Frauen dieser Familie waren Nenn-Tanten meiner Familie. An Tante Anita erinnere ich mich noch. Meine Mutter ist in der Nachbarschaft aufgewachsen.
Das Buch ist in schlechtem Zustand. Der Einband brüchig, die Seiten vergilbt und mit Stockflecken übersät. Trotzdem bleibt es. Lesen lässt es sich noch. Es bleibt wegen seiner Geschichte, nicht wegen des Inhalts.
Was Lesen für mich bedeutet
Lesen erweitert meinen Blick. Es bringt mich auf neue Gedanken. Es konfrontiert mich mit fremden Perspektiven. Manchmal bestätigt es mich. Oft widerspricht es mir.
Lesen schafft Nähe. Zu Menschen, die ich nie treffen werde. Zu Zeiten, die lange vorbei sind. Zu Themen, mit denen ich mich sonst nicht beschäftigen würde.
Lesen fordert mich. Nicht jedes Buch passt. Manche breche ich ab. Aus dem Alter, angefangene Bücher aus Prinzip zu Ende zu lesen, bin ich raus. Einige verschlinge ich, andere lese ich langsamer als gedacht. Das gehört dazu.
Gute Bücher lassen sich nicht erzwingen. Und der Moment zwischen dem Buch und mir muss passen. Dann lebe ich während des Lesen in der Geschichte, bin ein Teil davon. Deshalb lese ich immer nur ein Belletristik-Buch zur Zeit.
Was bedeutet Lesen für dich?
Kaffeekasse: Du magst meine Beiträge und schätzt meine Arbeit? Über einen virtuellen Kaffee via PayPal => Ines’ Kaffeekasse freue ich mich. Herzlichen Dank!
Newsletter: Du möchtest über neue Blogbeiträge per E-Mail informiert werden? E-Mail-Adresse eintragen => Blog-News bekommen!
19 Antworten auf „Lesetipp: Warum Lesen glücklich macht“
Ich werde dieses Buch auch lesen und freue mich jetzt schon darauf.
Und eines bestätige ich jetzt schon: Es ist egal, welche Bücher man liest.
Denn das Lesen an sich ist es, was uns entführt, wachsen, verstehen oder noch weniger verstehen und erleben lässt.
Deine Geschichte mit den Tanten finde ich schön.
Happy Dienstag und liebe Grüße
Nicole
Es wird dir gefallen. Ich wünsche dir schönen Lesegenuss. Hast du auch andere Bücher von ihr gelesen? Ich kenne das Weltreisebuch und das über ihr Jahr im Garten. Das konkrete Geschehen über ein paar Monate hinweg zieht sich auch durch dieses Buch als Lesejahr.
Bei den autobiographischen Büchern von Meike Winnemuth mag ich, wie sie kleine Momente beschreibt mit Assoziationen und Wahrnehmungen. Sie schafft es, mir ein Gefühl für die Stimmung zu geben, ein Bild in meinem Kopf zu malen. Sie ist die Hauptfigur in ihrem Buch. Gefühlt bin ich dabei an ihrer Seite.
Als Kind habe ich es geliebt, Tante Anita zu besuchen und im April durch ihren riesigen Narzissengarten zu schlendern und ihre vielen Katzen zu streicheln. Die Bibliothek des Hauses durfte man irgendwann nicht mehr betreten, weil die Veranda einsturzgefährdet war. Sie hatte immer Medizinstudenten bei sich wohnen im Haus als WG, weil sie die Miete brauchte für den Unterhalt des alten Kastens. Eine winzig kleine tolle Frau mit grauem Dutt. Sie hatte eine tolle Ausstrahlung. Das Geschacher, wenn meine Mutter ihr wieder mal etwas abschnacken wollte, wie den Tisch, einen weiteren Tisch, eine alte Vase, das Buch oder eine zauberhafte Keksdose war immer ein Schauspiel. In diesen Dingen lebt sie heute in meiner Familie weiter.
Hab auch einen schönen Tag!
Ich liebe (und lebe) den Titel und der Satz „Und doch lesen zwei Menschen nie dasselbe Buch.“ trifft es auch ganz wunderbar. Umso schöner ist es, wenn man sich mit jemandem austauscht, der die Begeisterung für ein Buch teilt. Für Bücher, die ich gar nicht mag, ist mir meine Lesezeit allerdings zu schade. Die lege ich auch zur Seite. Etwas rigoroser könnte ich in der Hinsicht aber tatsächlich noch werden.
Liebe Grüße!
Es kommt wirklich nicht nur darauf an, was man liest, sondern auch in welchem Alter oder in welcher Verfassung man dabei ist. Das gleiche Buch kann beim Lesen wie viele Werke in einem wirken.
Manchmal möchte ich auch bei blöden Büchern wissen, wie sie ausgehen. Dann lese ich sie zu Ende, bzw. überschlagen sie bis zum Ende. Wenn mich nicht mal das interessiert, kommen sie weg. Kommt nur noch selten vor, seit ich E-Book-Leseproben lese vorm Kauf eines Buchs.
Ich lese ja sehr selten Bücher. Meistens sind es eher Sachbücher, weniger Geschichten.
Wenn, dann muss mich die Geschichte mitnehmen und berühren.
Liebe Grüße
Sabine
Dann ist dieses Buch nichts für dich.
Auch wenn ich viel weniger lese als früher, so lese ich doch immer sehr gern. Manchmal auch das gleiche Buch wie mein Mann und es ist schön hinterher die unterschiedlichen Erfahrungen damit auszutauschen.
Meike Winnemuths Herangehensweise an ihre Themen mit dem intensiven Selbsterleben finde ich sehr spannend. Deine persönliche Geschichte mit Deinem ältesten Buch ist auch sehr intensiv und schön.
Mein ältestes Buch ist eine große Luther-Bibel aus dem Jahr 1775 in leider nicht sehr gutem Zustand. Auch sie ist schon immer im Familienbesitz. Manchmal zeige ich sie meinen Enkelinnen, weil auch interessante Stiche drin sind und die Buchstaben nicht so leicht zu lesen sind.
Diese lesen übrigens sehr viel – in den Osterferien jede 25 Bücher (wobei Kinderbücher meist nicht so dick sind…). Das freut mich.
Die 8jährige heißt Alma. <3
Herzlich,
Sieglinde
Die Namen kommen alle wieder …
Schön, dass die Kinder das Buch anfassen dürfen. Meins ist auch schwer zu lesen, aber gedruckt ist die Schrift zu entziffern. Süterlin in Schreibschrift kann ich nur rudimentär lesen. Habe mir vor einer Weile von jemanden, der das noch kann, Namen aus dem Familienstammbuch „übersetzen“ lassen, die ich nicht mal erraten konnte. Diese Fertigkeit verschwindet mit dieser Generation.
Toll, dass deine Enkel so viel lesen!
Liebe Ines,
Vielen Dank für Deine Leseempfehlung. Das Buch stand nach einem Radiobeitrag dazu schon auf meiner Liste. Jetzt ist es noch weiter nach oben gerutscht. Ich kenne das Weltreisebuch. Das habe ich gelesen. Im Gartenbuch blättere ich immer mal für Anregungen. Ich freue mich schon auf das Buch. Ohne Lesen geht es mir schlecht. Ich bin damit aufgewachsen, schon vor dem Lesenlernen mit Vorlesen und Geschichten erzählen vor allem durch Vater und Großvater. Und wie Du finde ich, dass nicht jedes Buch in jede Lebenslage passt. Das Buch muss mich in der richtigen Stimmung finden und ich dann das Buch. Manche fange ch mehrfach an bis zu Ende lese oder weggebe. Liebe Grüße Greta
Viel Spaß beim Lesen! Auch bei mir gab es Bücher, denen ich mehrfach eine Chance gegeben habe im Abstand von Jahren und die nie zu Ende gelesen habe. Die unendliche Geschichte und Sofies Welt gehören dazu.
Lesen bereichert das Leben ungemein. Es erweitert definitiv den Horizont, fast wie reisen ohne sich von der Stelle zu bewegen. Früher habe ich mehr Bücher gelesen als heute, aber täglich müssen es ein paar Seiten sein. Im Urlaub gern mehr.
Liebe Grüße Tina
Und Blogs lesen ist auch lesen :).
Das stimmt. Auch dabei kann man viel lernen und für sich mitnehmen. Blogs lesen bereichert mein Leben in einigen Perspektiven betrachtet sehr. ☺️
Ich wünsche Dir einen schönen Donnerstag, liebe Grüße Tina
Liebe Ines,
das Buch, das bleibt – nicht wegen seines Inhalts, sondern wegen seiner Geschichte. Dieser Satz über den Chateaubriand-Band von 1827 hat mich einen Moment festgehalten. Er bringt etwas auf den Punkt, das ich für grundsätzlich wahr halte: Gegenstände können Träger von Erinnerungen und Verbindungen sein, und das macht ihren eigentlichen Wert aus – nicht der Markt, nicht der Zustand.
Der Verlagssatz, den du zitierst – »Und doch lesen zwei Menschen nie dasselbe Buch« – ist einer jener Sätze, die so einfach klingen und gleichzeitig so viel in sich tragen. Jedes Buch trifft auf eine andere Lebensphase, eine andere Stimmung, einen anderen Menschen. Das gleiche Buch mit zwanzig und mit fünfzig ist tatsächlich ein anderes Buch.
Mit abgebrochenen Büchern habe ich übrigens auch meinen Frieden gemacht. Irgendwann. Das hat gedauert.
Dass ich selbst kein neutrales Verhältnis zu Büchern und dem, was sie in mir auslösen, habe, steht in einem Beitrag auf meiner Seite – am schnellsten kommt man hin, wenn man meinen Namen anklickt.
Herzliche Grüße und auf viele schöne Lesestunden!
Ron
Wünsche dir auch noch ganz viele tolle Lesestunden mit guten Büchern zur rechten Zeit.
Ich lese auch sehr gern und hab auch immer viel gelesen! Grad aber auch wirklich absolut zur Unterhaltung und eher seichte Sachen; aber solche Phasen gibt es eben auch. 🙂
Ganz neu hab ich mich jetzt auch für einen eBook Reader entschieden; ich wusste langsam echt nicht mehr wohin mit den Büchern.
Der einzige Nachteil an E-Book-Readern ist, dass man Bücher nicht mehr verschenken, ausleihen oder verkaufen kann.
Ach welch schöner Zufall. Ich hab tatsächlich letzte Tage beim E-Book-Stöbern nachgeschaut, ob es nicht mal wieder etwas Neues von Meike Winnemuth gibt und schon gibt es von Dir eine Rezi. Ich mag ihren Stil sehr gerne und ein Buch übers lesen von ihr kann nur gut sein. Ich werde es mir auch auf jeden Fall zu Gemüte führen.
Für mich ist Lesen auch immens wichtig, war es schon immer. Manche Bücher lese ich auch öfter als einmal, manche sogar mehrmals im Leben. Ich stelle dabei fest, dass mir diese Bücher alters – und Lebensabschnitt-abhängig dabei immer wieder neue Sichtweisen eröffnen und vermitteln.
Liebe Grüße
Britta
Du hast ja gerade Zeit zum Lesen. Hoffentlich gefällt dir das Buch genauso gut wie mir.