Suna

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Suna: Roman (Affiliate Link)
von Pia Ziefle

Suna ist ein Roman, in dem die Hauptfigur Luisa auf der Suche nach Ihrer Identität ist. Sie ist in Deutschland geboren und bei deutschen Adoptiveltern aufgewachsen. Ihre Mutter kommt aus dem ehem. Jugoslawien, der Vater ist Türke.

Luisas zweites Kind, ein kleines Mädchen, schläft nicht. Nachts gar nicht, tagsüber kaum. Nachdem Luisa so am Stock geht, dass sie nicht mehr kann, und der festen Überzeugung ist, dass Schulmedizin zur Lösung nicht beitragen wird, bekommt sie von ihrem schwäbischen Dorfarzt, der das Kind entbunden hat, den Rat:

“Sie kann hier keine Wurzeln schlagen”, sagt der Arzt. “Finden sie Ihre.”

Pia Ziefle nimmt den Leser mit auf die Entdeckungsreise des verworrenen Lebens von Luisa und ihren verstreuten Familienteilen, bis am Ende klar ist, warum ihre türkische Familie sie Suna nennt und sie für tot hielt. Wer in so eine Familie hineingeboren wird, braucht reichlich Energie, um Wurzeln zu schlagen …

Suna wurde mir vor geraumer Zeit von einer Leserin empfohlen, ich bin aber erst jetzt zum Lesen gekommen. Leider weiß ich nicht mehr, von wem der Tipp war. Danke an Unbekannt! Mich hat der Roman bewegt und etliche Tränen gekostet. Am Ende blieb ein schönes Gefühl der Erlösung und erfolgreicher Klärung übrig.

Kennst Du Suna? Was empfiehlst Du mir als nächste Lektüre?

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Léon und Louise

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Léon und Louise: Roman (Affiliate Link)
von Alex Capus

Lebenslange Liebe in zwei Welten

Zwei Menschen auf dem Weg ins Erwachsenenleben begegnen sich und es knüpft sich ein Band zwischen Ihnen, das niemand so ganz trennen kann. Die Geschichte beginnt in Frankreich an der Atlantikküste und endet in Paris. Léon und Louise werden nach einem Bombenangriff im 1. Weltkrieg getrennt und finden sich nicht wieder. Sie halten den anderen für tot, aber die tiefe innere Verbundenheit bleibt.

Zufällig laufen sich die Beiden 1928 in Paris über den Weg, haben zum dem Zeitpunkt aber die Weichen für ihr jeweiliges Leben gestellt. Welchen Weg wählen Sie, ihr Leben ab dort zu führen? Lies selbst!

Der Roman beginnt im Jetzt und wird als Rückblende von Léons Enkel erzählt. Nach dem Ende habe ich nochmal kurz den Anfang gelesen, um den Bogen rund zu haben. Das Buch hat mir Leserin Susa Berg im Kommentar zum Beitrag dies & das #33 empfohlen. Danke Susa für die schönen Lesestunden, die es mir beschert hat.

Was ist Dein aktueller Lieblingsroman?

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Die geliehene Schuld

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Die geliehene Schuld: Roman (Affiliate Link)
Von Claire Winter

Im Mai habe ich Dir die Trilogie Töchter einen neuen Zeit von Carmen Korn vorgestellt. Aufgrund dieser Empfehlung habe ich dieses Buch von einer Freundin geschenkt bekommen. Ebenso wie Band 2 der Trilogie von Carmen Korn spielt dieser Roman in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland. Die 577 Seiten umfassen nur ein paar Monate von August 1948 bis Frühjahr 1949, die das Leben der Protagonisten allerdings komplett auf den Kopf stellen.

Es ist die Zeit der Nürnberger Prozesse und im Kern steht die Frage: Wie geht man als junger Mensch mit der Schuld um, die seine Vorfahren als Nazis auf sich geladen haben? Und wie gehen die Schuldigen selbst damit um? Und wie viele Nazis haben vorausschauend auf den letzten Drücker den offiziellen Absprung geschafft und sich lukrative Positionen in der neuen Bundesrepublik gesichert?

Hauptrolle in Die geliehene Schuld spielt Redakteurin Vera Lessing, die durch den überraschenden Tod ihres Jugendfreundes Jonathan, der auch ihr Kollege bei der Zeitung war, in die politischen Verwicklungen zur Zeit der Gründung der Bundesrepublik hineingezogen werden. Jonathan hat vor seinem Tod an einer Reportage über Flüchtlingsströme ehemaliger Kriegsverbrecher gearbeitet. Vera übernimmt seine gefährlichen Recherchen und es dauert nicht lange, bis sie tief in die hohen Kreise der Geheimdienste Verbindungen findet.

Bei zwei Sätzen hätte ich kotzen können. Der eine lautet “Hätten wir den Krieg gewonnen, würden wir heute dieses Gespräch nicht führen, sondern man würde uns heute als Helden feiern” (Seite 336). Der andere ist der Schlusssatz auf Seite 571 in dem steht, welcher der realen Protagonisten 1968 mit einem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.

In der Schule konnte ich das Thema der Zeit des Nationalsozialismus irgendwann nicht mehr hören. Ich gehöre zu der Generation, in der das in den 1980ern von der 5. bis zur 10. Klasse in jedem Schuljahr in irgendeinem Fach an der Reihe war. Die Zeit nach 1945 wurde nur kurz abgehandelt.

Da ich später keine Lust hatte, mich damit von alleine tiefer damit zu befassen, kenne ich nur ein paar harte Fakten. Dass viele Menschen ihr Parteibuch erfolgreich gedreht oder vernichtet haben, war mir natürlich klar. Wie weit das allerdings ging, darüber habe ich mir nie richtig viele Gedanken gemacht. Das Buch hat mein Interesse daran definitiv geweckt.

Wie geht Dir das mit diesem Thema?

Töchter einer neuen Zeit (Jahrhundert-Trilogie 1)

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Töchter einer neuen Zeit (Jahrhundert-Trilogie, Band 1) (Affiliate Link)
von Carmen Korn

Die Trilogie soll am Ende fast 100 Jahre umfassen. Band 1 startet im Frühjahr 1919 in Hamburg. Kernort des Geschehens ist das Hamburger Komponistenviertel und die schöne Gegend um die Außenalster. Damit liefere ich auch schon den Hauptgrund, warum mir der Roman gefällt: Ich kenne fast jede Straße, gehe in Gedanken jeden Schritt der Personen mit.

Alsterblick in Hamburg

Hauptfiguren sind Henny, Käthe, Lina und Ida. Die vier stammen aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen, obwohl sie dicht beieinander wohnen. Henny und Käthe machen zusammen nach der Ausbildung zur Krankenschwester eine Hebammenausbildung, Lina ist Lehrerin und Ida verwöhnte höhere Tochter. 

Diese vier Frauen begleiten die Leser durch das 20. Jahrhundert samt ihrer Partner, Kinder und Enkelkinder. Band 1 endet 1949, in Zeiten des Aufbruchs (Jahrhundert-Trilogie, Band 2) (Affiliate Link) geht es weiter bis in die späten 1960er. Politische Einstellungen, verschiedene Lebensentwürfe, Umgang mit Schicksalsschlägen und die Emanzipation vier Frauen spielen eine große Rolle. Ich freue mich schon darauf, in Band 3 Zeitenwende (Affiliate Link), der am 25. September 2018 erscheinen soll, die Frauen von den 1970ern zur Jahrtausendwende zu begleiten.

Ich habe den Lesetipp von Moppi bekommen und gebe ihn gerne an Dich weiter. An dem Roman gefällt mir nicht nur, dass Frauen im Fokus stehen und er in Hamburg spielt. Ich finde es spannend, dass zwar das Geschehen im zweiten Weltkrieg behandelt wird, aber vor allem die Zeit danach nicht außer Acht gelassen wird.

Es gibt so viele Romane, die durch den ersten und/oder zweiten Weltkrieg hindurch spielen, aber mit Kriegsende aufhören. Das ist dann wie im Märchen nach der Hochzeit: Die Überlebenden lebten mehr oder weniger glücklich bis an ihr Lebensende … Aber WIE lebten sie danach? Spannend!

Was liest Du gerade?

Gestorben wird immer

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Gestorben wird immer: Roman (Affiliate-Link)
von Alexandra Fröhlich

Als ich Bella Germania ausgelesen hatte, wurde mir Gestorben wird immer von Amazon empfohlen. Ein guter Tipp! Es ist ebenso eine Familiengeschichte über drei bzw. vier Generationen. Agnes führt als Grande Dame einen Steinmetzbetrieb in Hamburg. Ursprünglich kommt sie jedoch aus Königsberg, dem heutigen Kaliningrad. Im 2. Weltkrieg ist sie mit ihren Kindern nach Hamburg geflohen und hat sich dort zielstrebig ein neues Leben aufgebaut. Das ging nicht ganz ohne Opfer vonstatten …

Mit 91 beschließt Agnes, ein Familiengeheimnis zu lüften. Sie zwingt ihre Enkeltochter Birte, die komplette noch lebende – Großteils völlig zerstrittene – Familie zusammen in Hamburg an einen Tisch zu bringen. Die Geschichte springt in den Jahrzehnten und Generationen hin und her. Ich habe beim Lesen aber immer den Überblick behalten. Der Autorin ist es gelungen, dass ich fast alle Charaktere sympathisch finde. Das kommt bei solchen Roman selten vor.

Meine Wurzeln

Besonders berührt hat mich bei dem Roman, dass er Teile meiner eigenen Familiengeschichte erzählt. Mein 1981 verstorbener Vater Wolfgang, genannt Wölfi, ist der jüngste von 5 Geschwistern, wobei ein Bruder schon gestorben war bei seiner Geburt oder in den Jahren darauf – das weiß ich nicht genau. Für mich hatte er immer nur drei Geschwister, die alle noch leben, zu denen ich aber schon lange keinen Kontakt mehr habe.

Mein Vater ist 1944 in Gumbinnen bei Königsberg geboren. Sein Vater ist zu dem Zeitpunkt im 2. Weltkrieg in Russland verschollen und hat Wölfi niemals gesehen. Seine Mutter ist mit vier oder fünf Kindern nach Westdeutschland geflohen und in den 1950ern oder Anfang der 1960er nach Hamburg-Harburg gezogen. In der Wohnung, in der sie mit ihren – dort in jedem Fall nur noch vier Kindern – gelebt hat, hat später noch lange sein ältester Bruder mit seiner Frau und drei Kindern gelebt.

Lustigerweise hat es mich 2003 gar nicht weit weg dorthin verschlagen und ich fühle mich hier absolut abgekommen. Ein anderer Teil meiner Wurzeln ist die Hamburg Linie meiner Mutter, die nachweislich bis mindestens zum Dreßigjährigen Krieg aus Hamburg kommt. Der andere Teil ist die zugezogene Harburger Familie väterlicherseits. Weil meine Familie ebenfalls nicht an einem Tisch sitzt, kommt mir vieles in Gestorben wird immer bekannt vor. Ich bin froh, nicht alle zusammentrommeln zu müssen! Und ich weiß auch gar nicht, ob ich in einigen Punkten die volle Wahrheit wissen möchte …

So, jetzt weißt Du wieder ein bisschen mehr über mich. Dabei wollte ich doch eigentlich nur einen Lesetipp geben.

Woher stammen Deine Eltern und Großeltern? Wo leben sie heute?

Bella Germania

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Bella Germania: Roman (Affiliate-Link)
von Daniel Speck

Bei dies & das #33 habe ich um Lesetipps gebeten. Es sind einige Empfehlungen zusammengekommen, die ich noch nicht alle gelesen habe. Danke für die Tipps! Bella Germania wurde mir von bu an Herz gelegt. Ich habe es im letzten Urlaub auf Sylt genauso verschlungen wie bu beim Segeln.

Drei Generationen – Männer und Frauen – sind zwischen Italien und Deutschland von den 1950ern bis 2014 auf der Suche nach ihrer Identität. Die Fragen, ob Blut dicker ist als Wasser, ob Familie oder eigenes Glück über allem steht, der Liebe gefolgt werden darf und wie viele Lügen man braucht oder aushalten kann, um das Leben zusammen zu halten, versuchen die zentralen Figuren für sich zu beantworten und einen eigenen Weg fürs Leben damit zu finden.

Du hast Zeit und möchtest einen Roman verschlingen? Lies Bella Germania!

Gelesen: Noch ein Tag und noch eine Nacht

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Noch ein Tag und eine Nacht (detebe) (Affiliate Link) von Fabio Volo

Diese zauberhafte italienische Liebesgeschichte vereint die Sehnsüchte des Kennenlernens mit umeinander herumschleichen, Missverständnissen, Widrigkeiten des Alltags und Lebens hin zu zauberhaften gemeinsamen Momenten. Außerdem stellt der Autor die Reihenfolge einer üblichen Beziehung auf den Kopf: Sie steuert auf das Ende hin und lebt ganz im Jetzt.

Den Roman habe ich im Juni zum Geburtstag geschenkt bekommen und eine Weile für das Lesen gebraucht. Das ist für mich ungewöhnlich. Das Buch startet langsam, die Geschichte gewinnt dann aber zunehmend an Tempo und ab der Hälfte konnte ich es dann auch kaum noch weglegen. Das kleine Format mit dem schönen Textileinband macht das Lesen auch haptisch angenehm.

Wer mehr zum Inhalt möchten wisse, findet das in der Rezension vom Stern:
Fabio Volo testet die Liebe auf Zeit. Aber Ihr könnt Euch auf einfach überraschen lassen!

Ein Lesetipp für Romantiker und eine schöne Geschenkidee für Weihnachten. Vielleicht das Passende für eine Freundin?

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