Lesetipp: Ein Verbrechen – eine Schuld und die Frage nach Rache und Vergebung

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Der Verrat
von Ellen Sandberg

Puh, das Buch ist schwer zu rezensieren. Warum? Weil es schwierig ist, darüber zu schreiben, ohne etwas vom Inhalt zu verraten. Diese Familiengeschichte verbirgt dermaßen viele Lügen und Verstrickungen, dass es die wahre Pracht ist. Aber keine Sorge, man kommt beim Lesen mit. Aber weil ich eben auf keinen Fall etwas verraten möchte, was die Lesespannung trüben könnte, hier ausnahmsweise der Klappentext:

“Ein Weingut an der Saar. Ein altes Verbrechen. Und eine Schuld, die nie verjährt …

Als Nane nach zwanzig Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird, hat sich vieles verändert. Nicht aber die Schuld, die weiter auf ihr lastet. Nicht die Erinnerung an die Nacht, die ihr Leben zerstörte und schon gar nicht das Verhältnis zu ihrer Schwester Pia.

Pia hat es gut getroffen. Die erfolgreiche Restaurateurin lebt mit ihrem Mann auf einem idyllischen Weingut an der Saar. Da lässt es sich gut verdrängen, auf welch zerbrechlichem Fundament ihr Glück gebaut ist. Doch dann tritt ihre Schwester Nane wieder in ihr Leben und Pia ahnt: Es ist Zeit für die Wahrheit. Und damit Zeit für Rache – oder Vergebung.”

Ein fesselnder Roman über

  • drei Schwestern, denn es gibt neben Nane und Pia noch Sandwichkind Birgit, die Kümmerin der Familie, die Nane nach der Haft wieder ins freie Leben verhilft.
  • die Frage, wie Schuld gesühnt werden kann. Wie kann eine Schuld vergeben werden? Von wem?
  • Gerechtigkeit.
  • Fassaden von Menschen.
  • Liebe, Hass und Wut.
  • Leben und Tod.

Das Buch, das mir als Rezensionsexemplar vom Penguin Verlag (Werbung) aus der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt wurde, ist spannend bis zur letzten Seite und ich habe die finale Lösung der Kernfrage nicht vorhergesehen.

Ich empfehle den Roman allen, die spannende Familiengeschichten mögen!

Von der Autorin habe ich kürzlich im Blog bereits das Buch Die Vergessenen, ebenso ein Rezensionsexemplar, vorgestellt. Am 28. Oktober 2019 soll Das Erbe von Ellen Sandberg erscheinen. Ich freue mich schon jetzt darauf!

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Lesetipp: Von Euthanasie und Lebenslügen

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Die Vergessenen
von Ellen Sandberg

Die Vergessenen ist ein Spanungsroman um ein Nazi-Verbrechen, der in zwei Ebenen in bzw. um München spielt. Was haben die Ereignisse von 1944 mit denen von heute zu tun? Und wo ist eine geheimnisvolle Akte versteckt?

Krankschwester Katrin & Karl Landmann

Die junge Krankenschwester Katrin arbeitet 1944 in der Heil- und Pflegeanstalt Winkelberg, in der Kinder und Erwachsene verwahrt und getötet werden, die von den Nazis als nicht erhaltenswert eingestuft werden. Karl Landmann ist einer der hauptverantwortlichen Ärzte und steht hinter der Einstellung Hitlers zum Thema Euthanasie.

Die Menschen werden in der Heil- und Pflegeanstalt systematisch ausgehungert, mit tödlichen Krankheiten infiziert oder mit Schlafmittel umgebracht. Karin entdeckt einerseits seine Machenschaften, will anderseits aber nicht bei der Gestapo landen und schweigt deshalb. Zudem kommt, dass sie zu dem charismatischen Karl Landmann hingezogen fühlt.

Versager Chris & Journalistin Vera

2013 landet Katrin in Folge eines Schlaganfalls handlungsunfähig im Krankenhaus. Neffe Chris sucht offenbar eine wertwolle Akte, mit der sich jemand erpressen lässt. Das könnte die Lösung für seine Zockerschulden sein. Nichte Vera versucht, sich um die Tante zu kümmern und ihre Habe vor Chris zu schützen. Vera hat Nase voll von ihrem Job bei einem Frauenmagazin. Bringt ihr diese Akte die Eintrittskarte spannenden zum Ressort Politik? Vera ist für mich die Hauptperson des Romans, bei der die Stränge zusammen laufen.

Problemlöser Manolis

Manolis, Sohn einer Familie griechischer Einwanderer, hat den Auftrag erhalten, um jeden Preis das Dossier zu besorgen, das Chris vergeblich gesucht hat. Die Familie seines Vaters wurde von Deutschen brutal ausgelöscht. Sein Vater kam nie über das Erlebte und Manolis nie über die geerbte Geschichte hinweg. Unter dem Deckmantel des erfolgreichen Geschäftsmanns ist der Mann fürs Grobe für einen Rechtsanwalt, von dem auch dieser Auftrag stammt. Im Lauf des Romans kommt er zu der Frage, ob sein bisheriger Umgang mit dem Lebenstrauma der richtige ist.

Recht & Gerechtigkeit

Die Frage, ob Recht oder Gerechtigkeit siegen, Rache sinnvoll sein kann oder nutzlos ist und über welche Leichen man dabei gehen darf, ist die Kernfrage des Romans. Ist es möglich, jemanden heute für seine Taten von damals zu belangen? Und wie geht man damit um, wenn jemand heute sein Handeln von 1944/45 immer noch richtig findet? Ja, einem kann schlecht werden bei dem Gedanken. Aber man kann sich auch fragen, wie dafür gesorgt werden kann, dass so etwas nicht wieder passiert.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Penguin Verlag (Werbung) aus der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt. Das Taschenbuch des Bestsellers ist im Dezember 2018 erschienen. Die Geschichte ist fiktiv, beruht aber auf ähnlichen realen Ereignissen in Bezug auf die Heil- und Pflegeanstalt und das Massaker in Griechenland. Ich habe das Buch in zwei Tagen verschlungen. Phasenweise ist es spannend wie ein Krimi, gefesselt hat es mich von der ersten Seite an.

Ein Lesetipp für alle, die die Fehler in der deutschen Vergangenheit nicht vergessen möchten.

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Lesetipp: Träume, die in Stoffen wahr werden

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Die Seidentöchter
von Cristina Caboni

Der Roman spielt in zwei Ebenen: 1936 in Paris – mit ein bisschen Vorgeschichte in Italien – und im heutigen Mailand. Hauptfiguren sind Caterina (1936) und Camilla (heute). Beide leben für die Mode und haben das Ziel, die Wünsche, Bedürfnisse und Persönlichkeit einer Frau in ihren Kleidern zu zeigen. Was verbindet diese beiden Italienerinnen? Und was hat Camillas Ziehmutter Marianne damit zu tun?

Die wunderbare Liebesgeschichte verbindet Familiendramen, Probleme von echter und gewählter Verwandtschaft, Mode, Schneiderkunst, zauberhafte Stoffe und die Frage, wie man seinen eigenen Weg findet.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Blanvalet Verlag (Werbung) aus der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt. Nachdem ich in den letzten Wochen einige Krimis verschlungen habe, war dieser Roman eine wohltuende Abwechslung, von der ich mich gerne habe gefangen nehmen lassen. Einen Punkt Abzug gibt es für ein bisschen zu viel Zuckerkitsch.

Ist der Roman etwas für Dich?

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Lesetipp: Fesselnde Geschichte über ein Heim für ledige Mütter

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Das Haus der Verlassenen
von Emily Gunnis

Der Klosterbau St. Margaret’s in Sussex ist das besagte Haus der Verlassenen. Wer wurde verlassen? Ledige Schwangere, die dort von ihren Angehörigen abgegeben wurden, um die Ehre der Familie zu bewahren. Die gefallenen Mädchen müssen vor und nach der Geburt unter der Aufsicht sadistischer Nonnen und eines Priesters in der Wäscherei schuften. Ihre Kinder werden zwangsweise zur Adoption freigegeben, wobei manchmal auch noch Schlimmeres passiert.

Der Roman spielt zwischen 1956 und 2017. Ivy wird 1956 in St. Margaret’s von ihrem Stiefvater eingeliefert und kommt nie wieder raus. Journalistin Sam findet 2017 in der Wohnung ihrer Oma, bei der sie mit ihrer Tochter übergangsweise lebt, Briefe von Ivy an den Kindsvater, in denen sie um Hilfe fleht. Wie sind die Briefe in den Haushalt bekommen? Sam ist sofort gefesselt von der Geschichte, die sich hinter St. Margaret’s, das in Kürze abgerissen werden soll, verbirgt. Schnell findet sie heraus, dass widerliche Geheimnisse bis in die Gegenwart ihre Kreise ziehen und offenbar mit ihrer persönlichen Familiengeschichte verwoben sind.

Nachdem ich auf das Buch aufmerksam geworden bin, habe ich eine Weile überlegt, ob es lesen möchte. Einerseits mag ich Romane, die englische Familiengeschichten über mehrere Generationen zum Thema haben. Anderseits haben mich einige Rezensionen vom Lesen abgehalten, die die Geschichte als im Kern wichtig und gut, aber zu konstruiert, beschreiben.

Ich habe dann Andrea vom Blog here I am, die mir schon einige schöne Bücher empfohlen hat, gefragt, ob sie es kennt. Sie hatte es tatsächlich gerade gelesen, später auch verbloggt => Werbung für das gleiche Buch, und ist begeistert. Das Buch wurde mir dann ebenso als Rezensionsexemplar vom Heyne Verlag (Werbung) aus der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt. Ganz so angetan bin ich allerdings nicht von der Geschichte. Ja, ich habe das Buch auch verschlungen. Sonntagmittag angefangen, Montag beim Frühstück ausgelesen. Aber: Ich finde die Geschichte überfrachtet und zu konstruiert. Dafür gibt es eindeutig Punktabzug.

Empfehlen möchte ich den Roman dennoch, weil ich es wichtig finde, dass das grausame Thema in das Bewusstsein der Menschen kommt. Solche Heime hat es gegeben, wenn auch woanders als in dem Roman, und die Täter wurden wohl nie offiziell zur Rechenschaft gezogen. Die Folgen von dem, was den Frauen dort angetan wurde, dürften sich bis in die Gegenwart ziehen.

Ist das ein Buch für Dich?

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Lesetipp: 1945 – 1989 – 2 Kinder – 2 Leben

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Wie der Wind und das Meer
von Lilli Beck

Paul und Sarah finden sich 1945 als Kinder in München in den letzten Kriegstagen, nachdem sie beide ihre komplette Familie verloren haben. Sarah sieht Pauls verstorbener Halbschwester Rosalie erstaunlich ähnlich und ist im gleichen Alter. Er konnte ein Foto von ihm und Rosalie samt seiner Familienpapiere retten. Die beiden verbindet vom ersten Moment an so viel, dass sie beschließen, sich als Geschwister auszugeben, um von den Behörden nicht getrennt zu werden.

Achtung Spoiler

Es gelingt ihnen, sich alleine durch die erste Nachkriegszeit zu schlagen, und sie kommen dann bei einer liebevollen Marktfrau unter. Leider kommt im Rahmen der Wiederaufnahme der Beschulung heraus, dass die Marktfrau nicht ihre Mutter ist und die beiden werden zwangsweise in ein Waisenhaus verfrachtet – zwar zusammen, aber Mädchen und Jungen werden dort streng getrennt. Das ist eine harte Zeit für die beiden. Schließlich findet sich eine fantastische Adoptivfamilie für die scheinbaren Geschwister, die ihnen nicht nur Liebe, sondern auch Wohlstand bringt.

Letztlich wird Paul und Sarah allerdings ihre Notlüge zum Verhängnis, denn sie verlieben sich ineinander. Daraufhin verlässt Sarah München und baut sich mit Anfang 20 ein Leben in Berlin als Synchronsprecherin auf. Paul übernimmt den Gemüsegroßhandel der Adoptiveltern und stürzt sich in die Arbeit. Als Leserin verfolgst Du das Leben der beiden Getrennten und die Frage ist natürlich, ob sie ohne einander glücklich werden und ob sie sich am Ende wiederfinden.

Neben der innigen Liebesgeschichte hat es mir beim Lesen gefallen, einen Einblick in die prüden, spießigen 1950er Jahre in Deutschland zu bekommen. Ganz ehrlich? Es ist mir unvorstellbar, so leben zu müssen. Ich bin so heilfroh um die Freiheit, in der ich aufwachsen durfte und leben darf. Wenn man sich das Gegenteil anschaut, wird einem das mal wieder richtig bewusst.

Den Roman, ein Freundinnen-Geschenk, habe ich gerne gelesen. Wenn Du Lust auf einen Sprung in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts und Liebesgeschichten magst, kann er Dir ebenso gefallen.

Kannst Du Dir ein Leben in den 1950er Jahren vorstellen?

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Lesetipp: Ein neues Leben nach dem ersten

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Der Fetzen
von Philippe Lançon

Seit dem Terroranschlag auf Charlie Hebdo in Paris gibt es für Philippe Lançon ein Leben davor und eins danach. Er ist eins der überlebenden, schwerverletzten Opfer. In dem Buch arbeitet er die Geschehnisse und seine Gefühle auf und versucht ein neues Leben zu finden, in dem Platz für ihn ist.

Das Buch beginnt am Morgen des Anschlags und endet mit der Entlassung aus der schier endlosen Reha nach 17 Gesichtsoperationen, die der Rekonstruktion seines Gesichts und Unterkiefers dienen, der ihm zerschossen wurde. Durch mehrfache Rückblenden erscheint es beim Lesen manchmal so, also ob man einen Film zum zweiten oder dritten Mal sieht. Sein Leben nimmt durch das Attentat und die Verletzungen komplett andere Wendungen als geplant. Nicht nur sein Körper ist nicht mehr der alte, auch die Seele nicht. Auf Seite 57 schreibt er dennoch

“Man bleibt immer all die Personen, die man mal gewesen ist.”

Die Worte berühren mich, weil sie auch auf Menschen zutreffen, die weniger Schweres erlebt haben. Das Buch ist die literarische Verarbeitung seiner Traumata und zeigt auf, wie Körper und Seele wieder zusammenfinden und sich ein neues Leben aufbauen können. Auf Seite 73 sagt er zum Thema Trauerarbeit

“Aber genau wie in der Schule, hat nicht jeder ein Radiergummi in der Hand, um das Geschehen zu tilgen.”

Jeder geht man mit Trauer und einem Trauma anders um. Der Roman ist tieftraurig und emotional. Auf der anderen Seite empfinde ich ihn als lebensbejahend und positiv, weil Philippe Lançon nie Zweifel an seinem Lebensmut und der Zukunft aufkommen lässt. Interessant finde ich seinen Umgang mit der Opferrolle auf Seite 229

“Allmählich spüre ich, dass das Opfer doppelt bestraft wurde: Es war nicht nur für sich selbst verantwortlich, sondern auch für diejenigen, die es nicht enttäuschen durfte.”

Dabei finde ich bewundernswert, wie er es schafft, auf seine Intuition zu hören und zu entscheiden, wessen Nähe ihn stärkt und wer trotz bestens Willens ein Energieräuber ist, der sich als Angehöriger oder Freund mit seinem Mitleid oder Alltagsdramen selbst in den Fokus stellt. Von Krafträubern trennt er sich radikal, denn sie würden ihm den letzten Funken rauben.

Bei allem Leid und Qual finde ich sehr spannend, welche Beschäftigungen und Lebensinhalte für ihn auch in der Gegenwart und neuen Zukunft interessant bleiben und wie er versucht, es dem ihn pflegenden Personal möglichst einfach zu machen. Seine Worte auf Seite 277

“Der Charme ist wirklich das, was uns erst nach dem letzten Blutstropfen im Stich lassen sollte.”

würden Menschen aus dem Pflegeumfeld sich vermutlich öfter aus dem Mund eines Patienten wünschen, auch wenn sich der Satz hier nicht auf diese Menschen, sondern auf eigene seine Situation und den Umgang eines Besuchers mit dem Personal bezieht. Letztlich steht dieser Satz aber auch für die immense Willensstärke des Opfers des Attentats, die ich in dem Buch auf jeder Seite beim Lesen gespürt habe.

Der Autor schreibt an einer Stelle im Buch, dass er chronisch zu überlangen Texten neigt. Es ist als Leserin vermessen zu sagen, dass dieser Trauerverarbeitungsroman zu lang ist. Das Buch hat 551 Seiten. Die ersten 50 habe ich verschlungen, bis 250 war es spannend und für mich hätten bis zum Abschluss dann vielleicht weitere 50 Seiten gereicht.

Die zweite Buchhälfte war zwar immer noch interessant und es passierten neue Sachen, irgendwann war es für mich als Leserin jedoch etwas wiederholend bei den Beschreibungen der Misslichkeiten und Umstände. Aber ich sage mal so: Wer sowas erlebt hat und darüber schreibt, dem schenke ich dann auch gerne ein paar mehr Stunden meiner Zeit.

Tatsächlich habe ich lange gebraucht, bis ich das Buch zu Ende gelesen hatte – etwa zwei Wochen. Normalerweise lese ich etwa eine Seite pro Minute und viel am Stück. Hier brauchte ich etwa drei Minuten pro Seite und konnte nicht lange lesen. Viele Sätze und ganze Absätze habe ich mehrfach gelesen, um sie vollständig zu erfassen. Nach der Unterhaltungslektüre, die ich ansonsten verschlinge, war das zur Abwechslung durchaus wohltuend.

Meine Neugierde, wie der Autor jetzt aussieht, habe ich mir bis zum Buchende bewahrt, um die Bilder nicht mit meiner Phantasie zu mischen. Frei nach dem Motto: Erst das Buch lesen, dann den Film sehen. Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag Tropen/Klett-Cotta (Werbung) zur Verfügung gestellt. Danke an Leserin Claudia für die Leseempfehlung.

Hat Dein Leben schon mal gravierende Wendungen genommen, die Dich zu einem anderen Menschen haben werden lassen?

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Lesetipp: Vietnam trifft Berlin

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Sungs Laden
von Karin Kalisa

Diesen wunderschönen Roman hat mir Leserin Susa Berg in einem Kommentar ans Herz gelegt. Über den Austausch mit Leserinnen in den Kommentaren habe ich schon einige lesenswerte Bücher entdeckt. Natürlich passt nicht alles, aber ich schaue mir alle an. Versprochen!

Der Inhalt des Romans ist für mich schwer zu beschreiben, weil er so viele Themen umfasst. Zwischen Realität, Phantasie, Leichtigkeit und Tiefgang ist alles dabei. Sungs Laden ist ein vietnamesisches Ladengeschäft in Berlin im Stadtteil Prenzlauer Berg. wäre es deutscher Laden, würde man ihn wohl Tante-Emma-Laden nennen. Dieser Stadtteil hat sich seit der Wende drastisch verändert und Sungs Laden sich mit ihm.

Beim Lesen habe ich einiges über das Leben der Vietnamesen in Berlin gelernt, die zu DDR-Zeiten als Vertragsarbeiter dort tätig waren. Sungs Eltern gehörten zu ihnen. Sie hatten das Glück, zufällig besagten Laden eröffnen zu können und sich ein selbständiges Leben zu schaffen.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert, wovon mir der erste am besten gefällt, in dem es um die Geschichte der Familie in Berlin geht. Eine Schulwoche zur Vielfalt der Nationen unter den Schülern bringt die Familie dazu, in ihre Geheimnisse und eigene Geschichte einzutauchen. In Teil zwei und drei spielen fantastische Ideen zur Gestaltung des Stadtteils und das wirkliche Kennenlernen der verschiedenen Bewohner des Stadtteils untereinander die Hauptrolle. Diese märchenhaften Teile hätten für mich etwas kürzer sein können, waren am Ende dann aber doch rund.

Welchen Lesetipp hast Du für mich?

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